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IISCRIPTORVM GRAECORVM ET ROMANORVM [|
TUVBNERIANA.
HERO ALEXANDRINVS
EDIDIT
W.SCHMIDT
I
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IN AEDINVS Ho TEVENER!
THE UNIVERSITY
OF ILLINOIS
LIBRARY
SV
AHABav
V
eo.
MATHEMATICS LIBRARY
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APR 11 1984,
JUL 1 5 Re
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L161—0O:-1096
H eco. eS Ki\erinoris
HERONIS ALEXANDRINI
OPERA QVAE SVPERSVNT OMNIA,
VOL. I:
PNEVMATICA ET AVTOMATA
RECENSVIT
GVILELMVS SCHMIDT.
AQCEDVNT
HERONIS FRAGMENTVM DE HOROSCOPIIS AQVARIIS
PHILONIS DE INGENIIS SPIRITVALIBVS
VITRVVII CAPITA QVAEDAM AD PNEVMATICA PERTINENTIA.
CVM CXXIV FIGVRIS.
es
LIPSIAE
IN AEDIBUS B. G. TEVBNERI.
MDCCCLXXXXIX.
HERÓNS VON ALEXANDRIA
DRUCKWERKE UND AUTOMATENTHEATER
. GRIECHISCH UND DEUTSCH HERAUSGEGEBEN
VON
WILHELM SCHMIDT.
IM ANHANG HERONS FRAGMENT ÜBER WASSERUHREN
PHILONS DRUCKWERKE
VITRUVS KAPITEL ZUR PNEUMATIK.
MIT EINER EINLEITUNG ÜBER DIE HERONISCHE FRAGE
UND ANMERKUNGEN.
MIT 124 FIGUREN.
SE
LEIPZIG,
DRUCK UND VERLAG VON B. G. TEUBNER.
1899.
= do Y KY MATHEMATICS LIBRARY
HERMANN DIELS:
UND
RICHARD SCHOENE
IN DANKBARER VEREHRUNG
GEWIDMET.
23291.
Far 5 V a.
EINLEITUNG.
Diejenigen Abschnitte der Einleitung, welche die Textgeschichte
behandeln, und das Wörterverzeichnis werden gesondert als
Supplementheft ausgegeben.
KAPITEL I.
WANN LEBTE HERON VON ALEXANDRIA?
Die Heronische Frage ist noch immer offen, d. h.
die Frage, zu welcher Zeit Heron gelebt hat oder, was
wichtiger ist, welchem Zeitalter die durch Heron uns über-
mittelten Kenntnisse des Altertums angehóren. Die ein-
zelnen Ansätze zur Bestimmung desselben erstrecken sich
zusammen genommen über nicht weniger als vier Jahr-
hunderte. Betrachten wir sie daher in chronologischer
Reihenfolge. |
Ein terminus post quem ist dadurch gegeben, dafs
Heron Archimedes wiederholt (S. 24, 11. Ster. I 1, 1.
Metr. I 26. Mech. I 24.25.32. IL 7) erwähnt. Wie spät
ist nun Heron nach Archimedes anzusetzen ?
Man ist dabei von der Überschrift der BeAonorixd aus-
gegangen, nämlich "Howvog Krnoıßlov Belonorixd, und hat
das Krnoıßiov als “Schüler des Ktesibios’ erklärt. Man
könnte wohl an die Analogie von Eöoeßıog 6 Ilaupikov
"Eus. Freund des P.' denken, doch steht hier der Artikel.
Indessen wenn wir auch über den fehlenden Artikel hin-
wegsehen wollten, so ist die Überlieferung in Bezug auf
das Krnoıßlov keineswegs einig. Zwar hat die beste Hs.,
Paris. Suppl. Gr. 607, "Hoovoc Krnoıßlov — andere, jüngere
"Hocvog 7 Krmoıßiov oder "Hoovog xoi Krmoiíov!) —,
1) Vindob. 120 hat am Schlusse der Belopoiika: *'TfAog
tav ’Apyıundovg Bskozouxóv vóv £&nyn o9 é£vrov nao& Hoo-
vog Krnoıßiov’. Vgl. Suppl. S.36. Was kann man darauf geben?
xi EINLEITUNG.
aber eine vom Parisinus unabhängige Klasse hat "Hoo-
vog Ahs5avdgeng Behomomrın& (Wescher S. 71), eine
Form der Überschrift, welche den Überschriften (bez.
Unterschriften) der Den Heronischen Werke (Pneuma-
tik, Automaten, Dioptra, Metrika) entspricht und darum
mehr Anspruch auf Echtheit erheben darf. Ein Schüler-
verhültnis zwischen Ktesibios und Heron haben erst die
Byzantiner aufgestellt. Vgl. Anonym. (Hero Byz.) Poliorc.
8. 263, 1 We. 0 ’Aoxomvog Krgoífiog 6 Tod Alc&avógéoc Hoo-
vog xoO«y5ve. So viel ist also sicher, ein unverfüngliches
Beweismittel ist die Titelüberschrift der BezAozoix& nicht.
Man hätte gewifs schon früher nicht das geringste Be-
denken getragen, das "Hoovoc Krnoıßlov preiszugeben, wenn
man einen bestimmteren Anhaltspunkt gehabt hätte. Da
auch die Lebenszeit des Ktesibios strittig ist, so erklären
sich. ‘die Differenzen in den verschiedenen Ansätzen für
Herons Zeitalter leicht aus der verschiedenen Ansetzung
des Ktesibios.)
1) Martin, Hultsch und V. Rose Anecdota Graeca et Graeco-
latina I, 283 setzen Ktesibios in die Zeit des Ptolemaeus
Euergetes II (f 117), genannt Physkon “der Schmerbauch',
unter welchem von Athenaeus IV 174 c ein anderer Ktesibios
(Bartscherer) erwühnt wird. Nun hat das wüste Regiment
dieses Fürsten (darauf weist Haase Ersch u. Grub. Encycl.
s. v. Philon treffend hin) Wissenschaft und Kunst gar nicht
gefórdert, sondern eher ihren Verfall herbeigeführt. Es wird
aber von den alexandrinischen Mechanikern durch Philon
Mechan. Synt. IV 50, 38 Schöne ausdrücklich bezeugt, dafs
sie sich der Unterstützung ruhm- und kunstliebender Könige
zu erfreuen hatten: TOUS Éy E Eavdoeia cep vitas ztQórtOvg us-
ydÀqv doqqxórog yoonylav Oi rd quAo0óEov xol giAoréyvov ézsi-
Aipdaı Beciéov. Da nun Philon den Ktesibios wiederholt
(S. 56, 22. 67, 44. 72, 37. 11, 16. 47) mit Namen erwähnt, so
hat er sehr wahrscheinlich bei den zeyviraı auch an Ktesibios
gedacht. Unter den Königen gilt aber als besonderer Freund
der Wissenschaft Ptolemaeus II Philadelphus (285—247) und
als Förderer der Mathematik Ptolemaeus III Euergetes I
(247—221). Dazu stimmt denn auch vortrefflich eine Notiz des
Athenaeus, welcher XI 497 d—e ein elegantes Trinkhorn eines
Mechanikers Ktesibios unter Ptolemaeus Philadelphus erwühnt.
HERONISCHE FRAGE. XI
Nach Fr. Haase Über die griechischen und lateinischen
Kriegsschriftsteller. Neue Jahrb. f. Phil. u. Pádag. XIV
(1835) S. 112 lebte Heron zur Zeit des Ptolemaeus
Philadelphus und Euergetes, also Mitte des 3. Jahrh. v. Chr.
Susemihl Gesch. d. griech. Litt. LI, 737 setzt Heron in
das Ende des 3. und den Anfang des 2. Jahrh. v. Chr.
Baldi Heronis Ctesibii Belopoeeca (sic) Augsburg 1616
S. 76 denkt an das Jahr 120 v. Chr., indem er Heron
auch als Schüler des Ktesibios ansieht, aber dabei den
Mechaniker Ktesibios mit dem Bartscherer identifiziert
ida. 8, 67).
Auch F. Hultsch Metrologicorum scriptorum | reliquiae
Lps. 1864 IL 9 stimmt für das Ende des. 2. Jahrhunderts
v. Chr. Diesen Ansatz hält der um die Erforschung der
antiken Mathematik hochverdiente Gelehrte auch jetzt noch
fest. Vgl. Liter. Centralbl. 1894 8. 554. An letzterer
Stelle weist Hultsch auf die vielfach umgestalteten Mafs-
tabellen hin. Die zweite Heronische Mafstafel entspreche
so ziemlich einer ähnlichen Zusammenstellung von Mafsen,
wie sie etwa um 100 n. Chr. Balbus angefertigt habe.
Dieser Mechaniker Ktesibios ist kein anderer als der oben
genannte und ist wohl von dem Bartscherer Ktesibios, dem
eine verbesserte Wasserorgel zugeschrieben wird, zu unter-
scheiden. (Vgl. aber Tannery Athénée sur Ctésibios et 'hydraulis.)
Auch ist nicht unwahrscheinlich, dafs Philon von Byzanz
ein Zeitgenosse des Archimedes war. Vgl. unten S. 459,
Anm. 2. Denn es ist nicht unmöglich, dafs der dort erwähnte
Ariston der gemeinsame Freund des Archimedes und Philon
war. Wenn man Ktesibios danach um die Mitte des 3. Jahr-
hunderts vor Chr. Geb. ansetzt, so palst das schliefslich auch zu
dem Umstande, dafs der zur Zeit eines Marcellus (des Eroberers?)
lebende Mechaniker Athenaeus (IIeol ungavnudrov 29,9 Wesch.)
"Trouvnuare des Ktesibios erwähnt. Uber diese ganze Frage
vgl. besonders Martin Recherches sur la vie et les owvrages
d’Heron d' Alexandrie. Mémoires présentés par divers savants à
l'Académie des inscriptions et belles-lettres IV Paris 1854 p. 23f.
und Susemihl Gesch. der griech. Litt. I, 734 Anm. 152. Über
Philons Lebenszeit s. unten S. LXX. Den Mechaniker Athenaeus
setzt Diels übrigens unter Hadrian. $. Stzgsb. d. Akad. 1893
Soit.
XII EINLEITUNG.
Die erste Mafstabelle ist nach Hultsch zwar älter, aber sie
gilt ihm nicht als Herons Original. In Herons Originaltafel,
welche in der Einleitung in die Geometrie stand, waren
vielmehr nach Hultsch nur die Mafse der Ptolemäerzeit
verzeichnet!), während die tabula Heroniana I, also die
ülteste der verschiedenen erhaltenen tabulae Heronianae,
bereits römische Mafse wie den römischen Fuls (6 'IrcAi-
x0c z0oUc Metrol. I, 182, 15. — Heron. Geom. et Stereom.
rel. S. 139, 34) u. à. enthült. Am Schlusse dieser ersten
Tafel steht folgender Vermerk: ’AAA& tadıa uiv xovrà vov
ahcıav ÉxOscuv: mv de viv xgoroUcav Öbvauıv Ev coig
noooıuloıg ToU Aóyov Hmerdäauev (Metrol. scr. 1, 184
— Heron. Geom. 140, 32—34). Diese tabula Heron. I
oder ze«Acei& £xO9scig ist, wenn ich Hultsch recht verstehe,
die erste ‘Umgestaltung von Herons Originaltafel. Die
Änderungen wurden noch im Texte der Einleitung selber
vollzogen, als Ägypten römisch wurde (Metrol. ser. I, 19).
Ein zweiter Überarbeiter setzte die zeAeuk !uYeoıe ans
Ende der Geometrie und rückte dafür eine neue, auf Grund
der Maíse seiner Zeit geänderte Tafel in die Einleitung.
Absicht sümtlicher Überarbeiter war, die Tafel den jewei-
ligen Zeitbedürfnissen anzupassen. Dafs Umarbeitungen
vorlegen, welche eben diesem Zwecke dienen wollten, ist
ja Thatsache. Aber warum kann die tab. Heron. I oder
die seo &x9scig nicht Herons Originaltafel sein?
Warum mu(ís sie nur Malse der Ptolemäerzeit enthalten
haben? Doch lediglich, weil dies die Annahme erfordert,
dafs Heron in vorrómischer Zeit in Alexandrien gelebt
habe, eine Annahme, welche sich auf weiter nichts stützt
als jenes "Hoovog Krnoıßlov. Ein neues Argument ergiebt
sich jedenfalls aus den Heronischen Tafeln für den älteren
Ansatz nicht, im Gegenteil, die Tafeln selber sprechen
1) Vgl. Hultsch a. a. O. S. 554: “Die ältere Mafstafel xov&
viv nahcıcev Eudscıw ... ist offenbar keine Originalleistung,
sondern die Überarbeitung einer aus der Ptolemäerzeit stammen-
den ältesten Tafel’. Unter der letzteren versteht Hultsch
doch wohl Herons Originaltafel.
HERONISCHE FRAGE. XIII
eher für als gegen die rómische Zeit. Denn es liegt
kein zwingender Grund vor, in der römische Malse ent-
haltenden tab. Her. I etwas anderes als Herons Original-
tafel zu sehen. Diese Auffassung hat jedenfalls den Vor-
zug, dafs sie mit anderen Momenten, die sich aus Herons |
übrigen Schriften ergeben, besser im Einklang steht.
In Herons Dioptra Kap. 36 5$. 320—324 Vinc.
(s. auch Band III) ist die Aufgabe gestellt, mv wuerasv
"Als&avogsiag xol "Pówge 000v Exueronon viv im^ süOsog
mit Hilfe von Beobachtungen, welche in Alexandria und
Rom anzustellen sind. Dieses geodätische Beispiel deutet
gewifs darauf hin, dafs zur Zeit, als der Autor dieses
schrieb, lebhafte Beziehungen zwischen Rom und Alexandria
bestanden. Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte
es näher gelegen, einen anderen Ort zu wählen, wie z. B.
Rhodos oder Athen. Dazu stimmt auch, dafs in den
Heronischen Schriften, von den Mafstabellen abgesehen,
sich eine Anzahl Latinismen finden, die sich ohne Gewalt
nieht entfernen lassen. Z. B. uilı« “milia’ Dioptr. 316, 14,
zmá(o»cov 'passuum' Dioptr. 316, 10, &oodoeıov “assarium’
(= assis) Pneum. 74, 5. 76, 16, wiAıdoıov | "milliarium?
Pneum. 304, 10. 14. 306, 5 10. 25. 310, 4. 314, 9.
316, 17.7) (Wir Wo LE dis sachliche | Überein:
ng zwischen Heron und den Bauten in Pompeji
bezüglich der Thüren in den Bädern hin 182, 1 und dazu
183 Anm. 1.) Aus solchen Umständen hat schon Martin
a.a. O. 8. 27 geschlossen, dafs Heron erst in die Zeit
zu setzen sei, in welcher Ägypten in den Machtbereich
1) Die Latinismen der Überarbeitung, z. B. Pneum. 48, 31
cEeLecl xolkcı serae cavae (vgl. Suppl. 8. 62) beweisen nichts.
Auch die Latinismen in den mathematischen Aufgaben, z. B.
xX00z Heron. Stereom. 170, 11, ßovrıg 170, 23 (dies ist sicher
ein byzantinisches Wort, vgl. Köchly u. Rüstow Gr. Kriegsschr.
II 2, 319 zu Hero Byzant.), tero@oıplov 205, 16 (sera “Balken’),
Auvorkove 194, 1 u. a. unterliegen der Anfechtung, da die
Heronischen Aufgabensammlungen stark von den Byzantinern
interpoliert worden sind.
XIV EINLEITUNG.
der Römer gelangte. Nun war Ptolemaeus XIII Neos
Dionysos der erste ägyptische König, welcher vom rómi-
schen Senat im Jahre 81 v. Chr. eingesetzt wurde. Daraus
folgert Martin, dafs Heron bis zur Mitte des ersten
Jahrh. v. Chr. gelebt habe, während M. Cantor in den
Vorlesungen über Geschichte der Mathematik 8. 314 eine
vermittelnde Stellung einnimmt und Herons Blütezeit um
etwa 100 v. Chr. ansetzt.
Nun findet sich in der von Carra de Vaux in einer
Leidener Handschrift entdeckten Mechanik Herons!) ein
gewisser Praxidamas (Journ. asiat. IX, 1 S. 413), angeb-
lich ein Maler, erwühnt, der zuerst von dem Schwerpunkte
eine physikalische Definition gegeben habe. Die genaue
Lesung dieser Stelle lautet aber im Leidensis "Posidomus,
der zu den Genossen der Stoa gehört”. Clermont-Ganneau?)
glaubte daher nicht ohne Grund statt 'Praxidamas le
Peintre! in den überlieferten Worten “Posidonius le Stoicien"
zu erkennen. Und thatsächlich steht in allen übrigen
arabischen ‘Hss. nach freundlicher Mitteilung des Herrn
Dr. Nix: "Posidonius, der zu den Genossen der Stoa gehört”.
Diese Lesart ist jetzt durchaus sicher.
Dieser Hinweis der Mechanik auf Posidonius stimmt
vortrefflich zu den Beziehungen, welche Herons Definitionen
1) Herr Baron Carra de Vaux wird im zweiten Bande dieser
Ausgabe die als Ganzes nur arabisch überlieferte Mechanik
neu edieren und Herr Privatdozent Dr. Nix eine deutsche Über-
setzung dazu liefern. Es ist inzwischen neues Material (ara-
bische Handschriften in London, Cairo und der Hagia Sophia
in Konstantinopel) gefunden, auf Grund dessen es möglich ist,
einige Scháden zu heilen, insbesondere eine Lücke zu ergünzen.
Der Titel der ersten Ausgabe lautet: Carra de Vaux Les
Mecaniques ow Velevateur de Heron d’Alexandrie publiées pour
la premiere fois sur la version arabe de Qostá Ibn Lügd
(9. Jahrh. n. Chr.) et traduites en frangais. Journal asiatique,
IX® série, tome II, 1893, S. 174.
2) Journ. asiat. IX 2, 1893, S. 535 und Mémoires de l'aead.
des inscr. et belles-lettres vom 4. Aug. 1893. In dem Sond.-
Abdr. der Mechanik 8. 73 erklärte auch C. de Vaux die Lesung
Posidonius für wahrscheinlich.
HERONISCHE FRAGE. XV
zu Posidonius haben. Nach Procl in Euclid. S. 143,
8—9 Frdl definiert Posidonius den Begriff Figur als
mígoug GvyxAciov (6 d& Tloosıdavıos mígeg Gvyxitiov &go-
oigeraı TO oyfjuc vóv Àóyov Tod oynuaTog vyogítov vic 7000-
vqTog). Damit vergleiche man Heron Def. 25 (14, 20 Hu.):
Aeyeraı de QÀAeg Gyüuc megag GvyxÀsiov ano Tod Gyquc-
zítovrog. Diese Worte werden zwar von Hultsch und
Friedlein angefochten, aber ihr Sinn steht auch in dem
bisher unangefochtenen Teile der Definition: Zynud Zorı
TO 0nO TLvOG 1| TIvav Ogcv mregıeydusvov (das ist Euklids
Definition) 7] 10 negarı N) megacı 6vyxAsıduevov. Ferner
heifst es Procl. in Eucl. 170, 13—15: ö u&v Iloosıdavıog
rehelav Eig TaÜTE menoimrar viv vOv vevoomAeUQov EÜIVYyoLu-
umv Toumv &mt& xoi rovrov rà eidm YEusvog. Diese sieben
Arten sind Quadrat, Rechteck, Rhombus, Rhomboid, gleich-
seitiges und ungleichseitiges Trapez, Trapezoid, während
Euklid nach Proklos 171, 4. 5 zwischen Trapezen und
Trapezoiden nicht unterschied. An Posidonius lehnen sich
also die Definitionen (52. 53. 54. 55. 63. 64. 62) an,
wenn sie gleichfalls sieben Arten unterscheiden.!) Noch
1) Vgl. auch Tannery L’Arithmetique des Grecs dans Heron
d' Alexandrie. Mém. de la soc. des sciences phys. et natur. de
Bordeaux, 29 série, IV, 164. Tannery S. 163 hält mit Friedlein
De Heronis quae feruntur defimitionibus. Bullettino di biblio-
grafia e di storia delle scienze matematiche e fisiche pubbl.
da B. Boncompagni IV (1871) S. 121 die Definitionen für un-
echt. (Vgl. indessen den Widerruf Tannerys Bulletin des sciences
mathem. 1893, XVII 1, 318.) Dafs sie stark interpoliert sind,
mag man zugeben; aber um sie alle für unecht zu erklären,
reichen Friedleins Gründe a. a. O. 119—121 nicht aus. Wir
halten daher immer noch den Grundstock des Werkes für echt.
Die aus Posidonius entnommenen Stellen gehören jedenfalls
nicht zu den Interpolationen, da es unmöglich ist, z. B. die
Arten des Vierecks ohne Störung der gesamten Anlage auszu-
scheiden, und doppelte Definitionen doch nichts Ungewöhnliches
sind. Vgl. Def. 3. 9. 16 u.ö. Auffällig ist allerdings, dafs in
Herons Geometrie vom Trapezoide keine Rede ist und von den
Parallelen wieder eine andere Definition (Geom. 44, 12 ff. Hu.)
gegeben wird, die freilich an die des Posidonius anklingt.
XVI
EINLEITUNG.
augenscheinlicher ist die Übereinstimmung zwischen Herons
Definitionen und Posidonius bei der Erklärung der Pa-
rallelen.
Posidonius:
in Eucl. 175;
5—10.
Ilegalmoı evdeiel siGLv,
aitıveg ev TO ua Enınedw
ovGuL xol ‚Enßehköwevan eig
üreıgov ig Erdrega và ueon
émi undErega Ovunlmrovorv
aAAnAaıs. —
Kol 6 uiv Evdnleidng
roUrov Öolteraı ToV TQÓmov
Tas nagaAAmkovg ebdelag, Ó
de IIoosıdavıog, nagdAAn-
Aoı, omoív, siciv ai uve
Gvv(v5»se$ovoau | ume
&zovevovcoet Ev Evi éni-
míóo, &AÀ ioamg Eyovoaı
TNEORS TAG KaYETOVE TAG
&youtíveg End TÖV Tío
évrígag onuslwv imi nv
Àorz v.
Procl. 176,
Heron:
Def. 71 (22, 12—17 Hu.).
Il«oíAAmAot 08 woAoUvvon
\ 2 , [nid
yorumal Kodurtwror OGuL Ev
TO cr Eruınedm ovGoL xol
Se £^ 2.5 t , ,
éxBo A óusvot Ep Endrega: (Eon
ni UD Suurmimrovoiv
cAMjeug, al unre GVvveü-
ovoaı (konvergieren) unte
&zovsetovcor (divergieren)
Ev Enınedw, Loag d& &yov-
x s , /
GaL r&G xoaérOovg TAORG
Tas Gyouéveag &mó TÓv
émi Tig £ríQng omuelwv
Ent nv ÀovmiQv.
Wie schon bei Def. 25 folgt auch hier auf Euklids
Definition die des Posidonius.
dafs Heron physikalische und
Es ist also sicher,
mathematische Angaben des Posidonius benutzt hat. Da
nun der Stoiker Posidonius aus Apamea, der Lehrer Ciceros
und Erfinder eines berühmten Planetariums, bis etwa in
die Mitte des 1. Jahrh. v. Chr. lebte, so folgt daraus, dafs
Heron nicht früher als im 1. Jahrh. v. Chr. gelebt haben kann.
Schon vor dem Erscheinen der Mechanik hatte Diels
in einer kurzen Anmerkung seiner Schrift Über das phy-
sikalische System des Straton (Sitzgsber. d. K. Pr. Akademie
HERONISCHE FRAGE. XVII
d. Wiss. phil.-hist. Cl. vom 23. Februar 1893 S. 107)
auf Grund der Latinismen Heron frühestens dem Anfange
unserer Zeitrechnung zugewiesen. Diese Bemerkung ist es,
welche die Heronische Frage wieder in Fluís gebracht hat.
In.der Rezension der de Vauxschen Arbeit hat sich Diels
dann dessen Ansatze (s. unten S8. XXIII) angeschlossen
(Dtsch. Ltzt. 1894).
In einer späten Nachricht bei Cassiodor Variarum
III 52 rec. Th. Mommsen 1894 S. 107 (Monumenta Ger-
maniae historica. Auctorum antiquissimorum tomus XII)
wird ein Heron erwühnt, welcher bei der von Augustus
angeordneten, dureh vier Griechen in etwa 20 Jahren aus-
geführten Reichsvermessung thätig gewesen sei. Die Stelle
lautet: “Augusti siquidem temporibus orbis Romanus agris
divisus censuque descriptus est, ut possessio sua nulli ha-
beretur incerta, quam pro tributorum susceperat quanti-
tate solvenda. hoc auctor Heron metricus redegit ad
dogma conscriptum, quatenus studiosus legendo possit
agnoscere, quod deberet oculis absolute monstrare) Nur
ist zu bemerken, dafs der Name *Heron', auf welchen es
zunächst ankommt, auf einer Konjektur Mommsens beruht;
denn in den Handschriften steht statt dessen ‘iron’ oder
*yron'.!) So leicht auch Mommsens Änderung ist, und so
sehr man geneigt sein wird, trotz des “metricus’ statt des
geläufigeren “mensor’ sie mit Mortet?) als eine sichere
Verbesserung zu betrachten, so muls man doch Bedenken
tragen, sie ohne weiteres, d. h. ohne andere bestimmte
Stützpunkte, welche auf die Zeit des Augustus hinweisen,
als Beweismittel zu verwenden. Und selbst wenn “Heron
metricus' durchaus sicher wäre, so wäre damit noch nicht
dargethan, dafs dieser Heron unser Heron aus Alexandria
war; es gab eine Anzahl Männer Namens Heron. Obwohl
ferner unser Heron ein Merguwxc betiteltes Buch geschrieben
.1) Die Lesart “hyrum’ ist nicht handschriftlich, sondern
Stammt aus der editio princeps des Mariangelus Accursius (1533).
2) La meswre des colonnes à la fin de ner romaine
(Bibliotheque de l'École des Chartes LVII, 1896, S. 324).
Heronis op. vol. I. ed, Sehmidt. v
XVIII EINLEITUNG.
hat, welches kürzlich wieder entdeckt ist (s. Band III
dieser Ausgabe), so wird er doch nirgends "Howv ó uevQi-
xóg genannt, sondern entweder blofs "Hoov oder "Hoov ó
"Alsíevogeóg oder ”Howv 6 ungavızög (Procl in I Euclid.
elem. S. 346, 13 u. ö.).
Auffällig ist es immer erschienen, daís Vitruv den
Heron niemals nennt, da es nicht an Berührungspunkten
fehlt und da man überzeugt war, dafs Vitruv den Heron
benutzte.)
1) Wenn Cantor Die römischen Agrimensoren und ihre Stel-
lung in der Geschichte der Feldme/skunst S. 86—88 und Hultsch
Liter. Centralbl. 1894 S. 554, N. Jahrb. f. Phil. 1897 S. 54
Anm. 12 den Vitruv aus Heron schöpfen lassen, so scheint mir
das nicht so sicher, als z.B. Hultsch annimmt. Aus einzelnen
UÜbereinstimmungen folgt noch keineswegs die unmittelbare
Benutzung weder Herons durch Vitruv noch Vitruvs durch
Heron. (Auch Heron citiert Vitruv nicht. Es bleibt dabei
immer die Móglichkeit einer gemeinsamen Quelle bestehen.
(Das gilt auch für die rómischen Gromatiker oder Feldmesser.)
Bemerkenswert aber ist jedenfalls, dafs bei gleichartigen Dingen,
die nachweislich Vitruv und Heron anführen, keineswegs immer
eine derartige Übereinstimmung nachzuweisen ist. Da ich mir
vorbehalte, an anderer Stelle im Zusammenhang mit den Gro-
matikern darauf zurückzukommen, so will ich nur einzelnes
anführen: Vitruv rechnet x zu 3Y!/ (Vitr. X 14 8. 263, 13. 17),
Heron genauer mit Archimedes immer zu 3';,; bei Vitruvs
Aolipile entwickelt sich der Dampf in der Kugel selber aus
dem in dieselbe eingegossenen Wasser (s. S. 490), Heron leitet
den Dampf erst aus einem darunter stehenden Kessel hinein
(s. S. 230 und Abhdl. z. Gesch. d. Mathem. VIII, 210); Vitruvs
Wegemesser (Vitr. X 14 S. 264, 9—10. 18—19 Rose) läfst nach
jeder römischen Meile ein Steinchen in die Wagenkapsel fallen,
Herons Wegemesser (Hodometer, Heron. Dioptr. S. 306—314
Vine.) dagegen zeigt die zurückgelegte Entfernung auf den in
Grade eingeteilten Zifferblättern durch Zeiger an. Um den
Vergleich nicht zu sehr auszudehnen, sei aufser den durchaus
verschiedenen Wasserorgeln (S. 192 ff. 496 ff) noch darauf hin-
gewiesen, dafs Vitruv und Heron im Anschlufs an mechanische
Dinge merkwürdigerweise Excerpte aus Aristoteles’ Mnyavın&
ztoofAucre geben (Vitr. X 8, 5—6 S. 254 und Heron Mechan.
II 34, Frage 1—17 S. 467—475 de Vaux). Aber jeder hat eine
andere Auswahl (Vitruv aufs äufserste beschränkt). Von den
HERONISCHE FRAGE. XIX
Aber das ist nicht nur nicht sicher, sondern unserer
Überzeugung nach unwahrscheinlich. Jedenfalls läfst sich
für die Zeitbestimmung aus Vitruv kein Moment verwerten.
Wir sind dessen auch jetzt überhoben und haben neuer-
dings durch Carra de Vaux einen bestimmten terminus
post quem gewonnen.
Ziemlich am Schlusse der Mechanik (II, 20 a. a. O.
IX, 2 S. 511, dazu IX, 1) steht die Beschreibung einer
kleinen, einschraubigen Olivenpresse, wie sie von Plin.
Natur. hist. XVIII 317 (231, 5—11 Mayh.) erwühnt wird.
Sie erseizte nach Plinius die grofsen alten Pressen mit
ihren langen Hebeln (Vitruv VI 9 S. 147, 14 Rose) und
Steinkisten seit dem Jahre 55 n. Chr. Die Stelle des
Plinius lautet: "Intra C annos!) inventa Graecanica (sc. tor-
eula Kelter) mali (Mast, Schraube) rugis (Schraubengünge)
per cocleam (so Mayh., cocleas Hss.) ambulantibus, ab
alis adfixa arboris stella, aliis arcas lapidum adtollente
secum arbore, quod maxime probatur. intra XXII hos
annos inventum parvis prelis et minore torculario aedificio
(Kelterhaus), breviore malo in media (v. l. medio) derecto
tympana (Bretter oder Platten) imposita vinaceis superne
toto pondere urguere et super prela construere congeriem.
Wie die zuletzt erwühnte Presse?) und Kelter nebst dem
Problemen, welche Vitruv behandelt (Steuer, Segel, Ruder),
steht nur eins bei Heron (Frage 15 S. 474). Vitruv stimmt
in der Ausführung des Steuerproblems zwar nicht mit Aristo-
teles genau überein, aber entfernt sich doch nicht so sehr von
ihm als Heron. Wenn in andern Punkten grófsere Überein-
stimmung herrscht (s. C. de Vaux a, a. O. IX, 1 S. 405), so
ändert das die Sache nicht. Solche Ubereinstimmungen, wie
z. B. die Kenntnis der Schwere des Quecksilbers (Vitruv VII
8, 3; Heron Pneum. I 38 S. 178, 23) und des Gesetzes der
kommunizierenden Röhren (Vitr. VIII 6,3; Her. Pneum. 12 S. 34),
können für die Festsetzung eines Abhängigkeitsverhältnisses
wohl kaum in Betracht kommen.
1) Plinius hat sein Werk dem Titus in dessen sechstem
Konsulat (77 v. Chr.) überreicht.
2) Die zuerst erwühnte Presse des Plinius stimmt im Prinzip
mit Heron Mech. III 15.
b*
XX EINLEITUNG.
Kelterhause kleiner sind als die früheren, so muls ein
Gleiches von der des Heron gelten. Denn sie ist leicht
transportabel und bedarf zu ihrer Aufstellung nicht eines
so grofsen Raumes wie die früheren (Vitruv VI, 9 8. 147
Rose), vielmehr “kann man sie hinstellen, wohin man will
(Mech. III, 19 a.a. O. IX, 2, 507). Auch “benötigt sie
nicht langer Balken und keines schweren und grolsen
Steines oder starker Seile” wie jene alten Pressen. Ferner
haben beide Pressen in der Mitte einen kurzen Mast in
Gestalt einer Schraube, die auf das horizontale Prefsbrett
oder die Platte drückte. Beide Pressen haben sodann an
dem einen (wohl vierkantig gestalteten) Ende der Schraube
ein Wellrad mit speichenartigen Handhaben!) zur Drehung
der Schraube, wie wir es z. D. auch bei der bekannten
pompejanischen zweischraubigen Zeugpresse sehen.?) Es ist
kein Zweifel, dafs Herons kleine einschraubige Olivenpresse
mit der des Plinius identisch ist.
Damit würe nun eigentlich unsere Untersuchung zu
Ende und unserer Meinung nach ein ziemlich sicheres
Resultat gewonnen, wenn nicht eine Bemerkung von
Hultsch im Liter. Centr. 1894 S. 555 gerade den-
jenigen Ausführungen, die unserer Ansicht nach uns erst
auf sicheren Grund gestellt haben, von vornherein wieder
allen Boden zu entziehen schiene. Da Cantor aus seinem
nicht sehr von Hultsch abweichenden Ansatze für die
Mathematiker in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit-
rechnung sehr wichtige Folgerungen gezogen hat und daher
bei dem Ansehen, dessen sich Hultsch mit gutem Grunde .
erfreut, geneigt sein wird, dem Hultschschen Widerspruche
zuzustimmen, so erscheint es der Bedeutung der Sache nur
angemessen, wenn wir auch darauf noch etwas nüher
eingehen.
Hultsch sagt: „Die bis auf unsere Zeit gekommenen
Heronischen Texte sind echt, insofern sie den Autornamen
1) stella bei Plin., das für beide Pressen gilt.
2) S. Abb. bei Baumeister Denkm. des klass. Altert. S. 2084.
Letztere unterscheidet sich im Prinzipe kaum von der Heronischen.
HERONISCHE FRAGE. XXI
und in der Hauptsache auch die ursprüngliche Anlage
und Gestaltung der Heronischen Werke bewahrt haben,
unecht aber insofern, als sie im stetigen Dienste der
Praxis zu wiederholten Malen neu aufgelegt und dabei je
nach den Zeitbedürfnissen überarbeitet worden sind. Selbst-
verständlich hat der arabische Übersetzer der Mechanik
eine solche Neubearbeitung benutzt; jene älteren Texte,
die einst dem Vitruv und den Gromatikern vorgelegen
haben, waren im Mittelalter ebensowenig noch vorhanden
wie heutigen Tages.'!)
Um mit dem letzten Argumente zu beginnen, so folgt
daraus, dafs wir heute keine älteren Texte mehr haben,
noch keineswegs, daís die Araber auch keinen hatten.
Zur Vorsicht in solchen Dingen mahnt jedenfalls der
. Umstand, dafs R. Schöne vor zwei Jahren die Mergıxd”)
in einer alten Handschrift entdeckt hat, eine Schrift
Herons, von der man doch seit den Zeiten des Pappus
und Eutokios, dem Ende des dritten und dem sechsten
Jahrhundert n. Chr., keine Spur wieder hatte finden kónnen.
Dals ferner Heronische Schriften überarbeitet sind, ist,
wie bereits oben bemerkt (S. XII), zweifellos, wiederholt
aber wohl nur die Mafstabellen und die mathematischen
Aufgabensammlungen. Wenigstens vermag ich unter den
physikalischen Schriften bei der Pneumatik nur eine
einheitliche Überarbeitung (s. Suppl. S. 63) nachzuweisen.
1) Hultsch hatte übrigens, als er dieses schrieb, noch nicht
die ganze Mechanik Herons gelesen. Indessen wird Hultsch
auch jetzt seine Meinung nicht geändert haben, da er noch
1897 in dem Aufsatze Eine Näherungsrechnung der alten
Poliorketiker Fleckeis. Jahrb. 155, 52, Anm. 8 den Anhang zu
Herons Dioptra “an eine Neubearbeitung der Schrift etwa zu
der Zeit, wo durch Caesars Kalenderreform die alexandrinische
Astronomie in engste Fühlung mit Rom kam, anfügen’ läfst.
2) Ende 1896 in der Konstantinopeler Handschrift Nr. 1
des alten Serails aus dem 11. Jahrhundert. Diese Schrift wird
zugleich mit der Dioptra H. Schóne in Band III veróffentlichen,
wührend die übrigen unedierten Sachen dieser Handschrift mir
zugefallen sind.
XXII EINLEITUNG.
Bei den Automaten lassen sich nur einzelne Interpolationen
(s. unten 8. LIII) aufzeigen. In Herons Mechanik kann
nach freundlicher Mitteilung des Hrn. Dr. Nix nur ein
einziges Kapitel (naeh I, 19) als Interpolation gelten, das
übrigens in der Leidener Hs. fehlt. Bei den Belopoiika
dagegen ist bis jetzt noch nichts von einer Überarbeitung
bekannt. Man wird sich daher hüten müssen, die Be-
obachtung, welche bei den eigentlich mathematischen
Schriften vielfach zutrifft, auf die physikalischen ohne
weiteres zu übertragen, d. h. ohne dafs sich aus diesen
Schriften selbst unanfechtbare Beweise für die Unechtheit
oder eine Überarbeitung ergeben.
Hultsch’ erste Forderung für die Echtheit, dafs die
Schrift den Namen des Autors bewahrt habe, trifft bei
der Mechanik zu. Also das Werk als solches ist echt
und würde etwaigen Zweifeln gegenüber schon durch die
Citate, welche sich daraus bei Pappus!) und Eutokios
finden, als echt dargethan werden. Daran zweifelt jeden-
falls auch Hultsch nicht, vielmehr denkt sich wohl
Hultsch, dafs derjenige Abschnitt unecht sei, in dem die
erwähnte Olivenpresse vorkommt, also etwa der Schlufs der
Mechanik von IIT, 13— 21, welcher überhaupt von Oliven-
pressen handelt und in Verbindung damit im letzten
Paragraphen (IH, 21) die Herstellung einer Schrauben-
mutter lehrt. Der erwähnte Abschnitt bildet in sich eine
geschlossene Einheit und schliefst sich meines Erachtens
auch an den vorhergehenden Abschnitt nicht unpassend
an. Denn das dritte Buch stellt sich zur Aufgabe, eine
praktische Verwendung der im zweiten Buche behandelten
fünf einfachen Maschinen: des Wellrades, des Hebels, des
Flaschenzuges, des Keiles und der Schraube zu zeigen.
Davon kommt in der ersten Hälfte des dritten Buches
zwecks Hebung von Lasten hauptsächlich der Flaschenzug
1) Wer zum Beispiel den Text des Pappus VIII 1132, 14—16
mit der arabischen Übersetzung Mechan. III 2 a. a. O. IX 2,484
vergleicht, wird zugeben müssen, dals Pappus interpoliert ist,
der Araber aber tadellos überliefert hat.
HERONISCHE FRAGE. XXIII
bei den Kranen mit einem bis vier Masten zur Anwendung,
woran sich ebenfalls zwecks Hebung von Lasten noch
einge Beispiele mit praktischer Verwendung von einfachen
Rollen und Hebelvorriehtungen schliefsen. Der zweite
Abschnitt des dritten Buches handelt, wie gesagt, von
den Pressen. Hierbei geht der Autor von den Hebel-
und Rollenpressen aus und lehrt dann die praktischere
Vorrichtung der Schraubenpressen. Auf die Pressen wird
übrigens in der Einleitung zum dritten Buche ausdrücklich
verwiesen. Wer den Abschnitt über die ‚Pressen verwirft,
mülste folgerichtig auch diesen Hinweis noch tilgen?),
falls er nicht vorzöge, das ganze dritte Buch für unecht
zu erklären. Dazu liegt aber gar kein Grund vor, viel-
mehr ist, wie wir meinen, der Zusammenhang des ganzen
dritten Buches mit der ursprünglichen Anlage gewahrt
und damit auch Hultsch’ Verlangen erfüllt. Auch sind
gerade vom Anfange des dritten Buches zwei Kapitel im
Originaltext von Pappus (s. Hultsch’ treffliche Ausgabe
S. 1130. 1132) als echt Heronisch überliefert.
Auf Grund der vorstehenden Erwügungen kónnen wir
daher nicht umhin, das Jahr 55 n. Chr. als terminus post
quem für Herons Mechanik festzuhalten.
C. de Vaux a. a. O. IX 2, 8. 389 und 407 rückt
nun Heron etwas weiter hinab und setzt ihn frühestens
in das zweite Jahrhundert n. Chr. als Zeitgenossen des
Ptolemaeus. Das ist auch Diels (s. oben S. XVII) und
Tannerys Meinung. Vgl. Bulletin des sciences mathe-
matiques, 1'* partie, 1894, S. 206, Grande Encyclopédie
unter dem Artikel Héron.
Schon 1893 hatte Tannery Bulletin des sciences
mathématiques XV, 1 (1893) 8.318, seine frühere An-
sicht (s. oben 8. XV) aufgebend, Heron frühestens ins
2. Jahrhundert n. Chr. gesetzt und ihn zu einem Zeit-
genossen des Ptolemaeus gemacht. Aber der vorgebrachte
1) Hultsch müfste aber, um seinen Ansatz zu retten, auch
noch das Citat aus Posidonius (s. oben S. XIV) streichen und
natürlich Herons Definitionen für unecht erklären.
XXIV EINLEITUNG.
Grund ist meines Erachtens nicht beweiskrüftig. Bei
Euklids Satze, daís, wenn in zwei Dreiecken je zwei Seiten
gleich sind, die dritte aber ungleich, der grölseren Seite
der grófsere Winkel gegenüber liege, giebt Proklos in
Eucl. 845,15— 346, 11 zur Ergänzung des Euklidischen
Beweises einen Beweis des Menelaos (er lebte nachweislich
um 98 n. Chr.) und 346, 12—347, 11 einen Heronischen
Beweis. Menelaos legt das kleinere Dreieck mit der
(kleineren) Grundlinie an die (grófsere) Grundlinie des
grölseren Dreiecks und entwickelt von da aus den Beweis,
wührend Herons Beweis darauf beruht, daís die beiden
ungleichen Grundlinien aufeinandergelegt und eine gleiche
sowie die grölsere der ungleichen Seiten zu Radien zweier
excentrischen Kreise gemacht werden. In Bezug darauf
behauptet nun Tannery, daís der Beweis des Menelaos
wahrscheinlich nicht gebildet wäre, wenn der zweite,
Heronische, früher gefunden worden wäre. Weshalb, sagt
uns Tannery freilich nicht. Es würde auch schwer sein,
aus dem Vergleiche beweiskräftige Thatsachen zu entwickeln.
Auf das Gefühl kann man sich in solchen Dingen nicht
verlassen. (S. Herons Beweis auch Cod. Leid. 399,1 S. 107.)
C. de Vaux dagegen geht anscheinend davon aus, dafs
Heron die kleinen Schraubenpressen als nichts Neues, als
etwas Bekanntes (a. a. O. S. 407) hinstelle. Ich weifs
nicht, welche Worte de Vaux dabei im Auge hat. Indessen
möchte ich doch auf den Schlufs von III, 20 (a. a. O.
IX, 2, 511) verweisen, wo es nach der Beschreibung der
kleinen einschraubigen Presse heifst: "Es giebt noch viele
andere Arten von Pressen, aber es ist unnütz, sie zu be-
schreiben, weil ihr Gebrauch sehr verbreitet ist und sie
allen bekannt sind; sie stehen übrigens den erwähnten
nach.” Daraus mufs man meines Erachtens vielmehr ent-
nehmen, dafs Heron gerade die erwähnte kleine ein-
schraubige Presse beschrieben hat, weil sie weniger be-
kannt oder weil sie noch eine neue Erfindung war. Es
scheint mir daher die Möglichkeit nicht ausgeschlossen,
dafs Heron noch im ersten Jahrhundert n. Chr. lebte.
HERONISCHE FRAGE. XXV
Mit dieser Annahme, dafs Heron noch vor Claudius
Ptolemaeus lebte, stehen schliefslich auch die beiden folgen-
den Punkte!) besser im Einklang.
In der Dioptra S. 322,3 Vine. werden bei der schon
früher erwähnten geodätischen Aufgabe für eine Mond-
finsternis die je nach der geographischen Lage und der
Jahreszeit verschiedenen Stunden (iv "AAs&evóge(e uiv
vurrog (geg meunıns, v "Pu 0B... vvxrüg Goog voíruc)
zu Grunde gelegt, wührend Ptolemaeus bereits bestündig
nach Aquinoktialstunden rechnet. Ferner nimmt Heron
in demselben Beispiele den Erdumfang nach Eratosthenes
(Dioptr. 320, 13) zu 252000 Stadien (falls griechische
Stadien gemeint sind, gleich ca. 48000 km), wie auch
Vitruv I, 6,4 S. 27, 4 Rose und Plinius Nat. hist. I, 247 ?),
obwohl Heron entweder die (freilich auch noch zu hoch
angesetzte) Rechnung des Posidonius zu 240 000 Stadien
(= ca. 46 000 km) oder den zweiten (zu kurz bemessenen)
Ansatz zu 180000 Stadien (— ca. 35000 km) hitte
verwerten können. Für ihn (wie für Vitruv, vgl. I, 6
S. 28, 5 Rose) war die Autorität?) des Eratosthenes in
Bezug auf die Erdmessung gegenüber Posidonius noch
ausschlaggebend. Erst Ptolemaeus brachte den zweiten
Ansatz des Posidonius zur Geltung. Sollte man daher
nicht erwarten, dafs Heron der Autorität des Ptolemaeus*)
gefolgt sein würde, wenn er dessen Zeitgenosse war?
1) Vgl. Vincent Extraits des manuscrits relatifs à la
géométrie pratique des Grecs. Notices et extraits des manu-
scrits de la Bibliothéque impériale XIX 2, 165.
2) Die späteren Kompilatoren Censorinus, Martianus Capella
und Macrobius kónnen hier nicht in Betracht kommen. Vgl.
noch Heller Geschichte der Physik T, 111, Poggendorff Geschichte
der Physik S. 51 und Ztschr. f. Math. u. Phys. Hist.-litt. Abt.
XXII, 181.
3) Dioptr. 320, 13—14 ó udlıore vràv GAAov (dazu dürfte
auch Posidonius gehören) &xoiffovsoov msezooyucersvuévog 'Eoa-
voc)Éívne. Übrigens wird dies Kapitel mit Unrecht von Hultsch
Fleckeis. J. 155, 52 verdächtigt.
4) Vgl. noch unten S. XXXIV.
XXVI EINLEITUNG.
KAPITEL II.
ANMERKUNGEN ZUR PNEUMATIK, INSBESONDERE
ZU DEN FIGUREN.
Die Figuren der Pneumatik sind auf Grund der hand-
schriftlichen Figuren neu entworfen. Ich hatte, ehe ich .4
kannte, die Figuren des Berolin. 144 sämtlich nach-
gezeichnet, habe sie spüter mit denen von .4 verglichen
und ihre völlige Übereinstimmung festgestellt. Aber auch
in anderen Hss. sind die Figuren von mir verglichen und
vielfach nachgezeichnet. Aufserdem lagen mir noch die
Nachzeichnungen vor, welche Haase nach den Pariser Hss.
angefertigt hatte. Darunter verfolgen die von Angelus
Vergetius (auch in Hs. 8) schon den Zweck moderner
Illustration. Die älteren Zeichnungen sind meist geo-
metrisch, ohne Perspektive, und im allgemeinen recht
einfach (vgl. Suppl. 8. 10f. die Wasserorgeln). In den
wesentlichen Dingen ist die Verschiedenheit der Zeichnungen
im ganzen nicht sehr grofs. Da der Text ohne Figuren
nicht verständlich ist, so muís man annehmen, dafs die
Figuren in letzter Linie auf Heron, einzelne auf Pseudo-
Heron zurückgehen.
2, 8 Eveoyelag: Evaoyelag Brinkmann und H. Schöne.
Doch vgl. Procl. Diad. in I Euclid. elem. 38, 8f. xoi ng
uiv egl và vomrà moayuarsvouevng (Sc. tig woe muotindig)
Óvo cà ztQOTLGTC Hal wvgioTcro uéor víOsvron Corduntunv
x«i yeouetQlev, vo de mEeol r& c«icQarX Tv évégystav
&y0oVong «ré. Vgl. auch Procl. 141, 9. Heron. Pneum. 56, 12.
342, 9.
2,13 £&&& “unverständlich” H. Schöne. Ich würde
etwa <Covvr)dse erwarten.
3, 6 Lies “ihre Bedeutung” statt “ihr Wesen’.
4,8 Ev To uEvror (zxagegyoiiuo TOÖTO uóvov TTLIKOTNOOUEV,
Orr» r& ayyei« H. Schöne.
4, 12 &pavav übersetzt H. Schöne: “die sich uns meist
nicht bemerklich machen’. Vgl.indessen Philo 8.462,18 —19.
ANMERKUNGEN. XXVII
6,2 &vocroéyeac? H. Schöne. Das steht schon in einer
Hs. der schlechteren Klasse, nämlich Paris. Suppl. 11.
Vgl. auch Diels a. a. O. 8. 121, 14.
6, 4 redmvar : évetijvou H. Schöne. Falls es nötig sein
sollte zu ändern, würde ich <#uredrednvaı vorziehen.
Vol 30,9:
6, 23 deyerar : Evdtyereı H. Schöne ("gestatten auch
nicht (die Entwicklung von) Wärme” Sch.): viell. &md£yerau.
Vgl.6,16 mVowoıv Erudtysodeı, 10,15 nv zadoıv énidéSocO ot.
8, 7—8 Zur Übersetzung von roíg rüv xsgárov &louası
vgl. Plin. XXI, 5 (8. 381, 19—382, 2 Mayh.) ‘sie coronis
e floribus receptis paulo mox subiere (kamen auf) quae
vocantur Aegyptiae, ac deinde hibernae (Winterkränze),
cum terra flores negat, ramento e cornibus (Horn-
späne) tincto'. (Die Stelle verdanke ich H. Schöne.)
10, 3 Zu dem Partieip. Aor. statt Part. Praes. (B yıvo-
uívug) vgl. 110,7 (xo9ícag). 342,6 (Ex8£uevoi).
10, 8 owuerog : revyovg Brinkmann nach 16, 12.
10, 12f. Aéyo dn 40009 xci G&ígo xol yijv streicht
Brinkmann. “Denn im Vorhergehenden ist gerade von
dem Aentöveode: des co die Rede. Wie kann also jetzt
unter den la owuare wieder &£g« stehen?” Auch das
Folgende (&vYodzwv) zeigt, “dafs hier unter den owuar«
nicht gerade die sog. Elemente zu verstehen sind’ (Br.).
Die Erwägung ist zutreffend.
10,20 o$0o&c: pooäg Brinkmann (so schon M und
Ambros. D 313), beispielsweise <dı& mv Plav)> rs pooäs.
12, 3—4 usraßdAleı . . . oboiag streicht Brinkmann
‘als ursprünglich am Rande angemerkte Inhaltsangabe”.
13, 16 'Sonnenwende' ist hier natürlich nicht im
astronomischen Sinne gemeint.
14, 7—21 (xol vó 0o ... uevooAcl) will Brinkmann
entweder nach &miondosres 16, 16 oder nach yevéctvou 16, 2
stellen. In dem 14, 7 vorhergehenden Abschnitte ist von
einer Verflüchtigung des Wassers die Rede. Daher
schliefsen sich meines Erachtens 14,7 die Worte xci v0 009
«X:£, welche die Verwandlung des Wassers in ein festeres
XXVIII EINLEITUNG.
Aggregat behandeln, an sich nicht unpassend an. Die
Schwierigkeit, dafs erst 14, 21 die entsprechende allgemeine
Bemerkung folgt, läfst sich vielleicht durch xoi (&AÀcg»
“auch sonst? 14, 21 oder in ähnlicher Weise beseitigen.
14, 27 rov cvveyij übersetzt Brinkmann genauer ‘den
angrenzenden (d. h. nächsthöheren [mig zóv &éoc]) Raum
[der dem Feuer zukommt]’. Übrigens war mit ‘zugehörige’
8. 15, 30 sachlich dieselbe Region gemeint.
16, 4 (nicht 16, 5) steht in der Anmerkung &ugvonteig
nur beispielsweise, um auf den im Texte vorhandenen Fehler
hinzuweisen. In der Übersetzung 17, 5 ist es deshalb
auch unberücksichtigt geblieben. Brinkmann vermutet eig rı
&yysiov oU uéye ort&gyov, unter der Bedingung, dafs Herons
Sprachgebrauch das zulasse. Es kommt allerdings auf
S. 310, 2 sivo, sig vw vor, doch ist die Stelle zweifelhaft.
16, 20 éni:éx H. Schöne nach 4, 6. Vgl. aber 26, 28.
16, 21 möchte ich jetzt mit H. Schöne £orıv, meg
interpungieren.
18, 11 roomov : romov H. Schöne. Vgl. aber 20, 3 xcr&
undeva vgózov.
18, 24 avroic : v abroic H. Schöne.
20, 1 übersetzt H. Schöne Jdimodevre : “vermittelst
gegenseitiger Durchdringung'.
22, 25—24,2 dıon ... Ödarog streicht Brinkmann
als “eine ursprünglich am Rande vermerkte Inhaltsanzeige’.
28, 4 (ü99ovv» streicht Brinkmann. “Denn wundev
eivaı xevóv (üOgovv» Plag v. un magsıoeAdodong ist nicht
ungenaue Ausdrucksweise, sondern korrektester Ausdruck.
Die Einschiebung widerspricht dem zaraygnotızög Aíyousv.
Danach möchte auch ich es wieder tilgen.
28, 10 verteidigt Brinkmann das von mir angefochtene
o)x und erklärt xol mw . . . yevóusvov 28, 10—11:
"und andrerseits kann man sich auch so ausdrücken, ein
Leeres existiert überhaupt an sich nicht, sondern kann
immer nur künstlich (hergestellt) werden (so dafs &orı
und yevóusvov nachdrücklich einander gegenüber gestellt
sind, was dem S. 16, 21 Gesagten durchaus nicht wider-
ANMERKUNGEN. XXIX
spricht). Wenn o$x 28,10 beibehalten wird, so erregt
mir zunächst zorà 28, 10 Bedenken. Die Worte “an sich’
in obiger Erklärung können doch nur die Bedeutung von
#at& @pöcıv haben. Aber man beachte, dafs diese Worte
28, 10 nicht wiederholt sind. Nach meinem Dafürhalten
liegt auch der Gegensatz weniger in dem &orı und yevo-
usvov als in dem ox Eorı xar& qoi 28,9 und (nach
Tilgung des oóx) in dem dor morb ... mog& qcw Ói
28,10—11: Von Natur giebt es kein kontinuierliches
Vakuum, aber es giebt zuweilen ein künstliches. Nach
den überlieferten Worten hütten wir 28, 10—11 denselben
Gedanken wie 28,9 lediglich in anderen Worten, aber im
Gedanken selbst keine Nuance. Das fühlt jedenfalls auch
Brinkmann, wenn er zögernd die Frage aufwirft: “vielleicht
Bíeg ... magsıoeA®ovong zu streichen??’ Schliefslich vgl.
man die Parallelstelle 16, 21. ^ Sed videant doctiores!
30, 12 viell. Gozo (émi» £vyot. Vgl. Papp. 1066, 25
(aus Herons Mechanik) Gomeo imi £vyot vwvog ico0ggomijct
C T227^m ga p $oyaazzo^o y,
as,ıdwılrh
3
Fig. 5a. Fig. 5b.
1) O0vojug vv 0’ eAdvrov (Her. Dioptra 334,2 Gore
(ini? Euyod vwvóg looogonnosı dj Ó$vopug nach Vincent).
32, 1—2 oivíav (neocırovusvor GAAgv (oder &r£gav)»
tıvss oder 32, 1 zàv uiv o)v sigquévov H. Schöne.
Fig. 2, S. 34. Hierzu hat à keine Figur.
38,13 (xol» oU: H. Schöne.
XXX EINLEITUNG.
Fig. 5, 8. 45. Fig. 5a ist zu Fig. 5 die handschrift-
liche Figur (der Strich 8x darf den Bogen yd nur be-
rühren, nicht wie in der Zeichnung schneiden). Fig. 5b
ist der Baseler Ausgabe von Procl. hypot. astron. ent-
nommen.
Vgl. S. 457 Anm. 2.
Fig. 6e zu S. 51 veranschaulicht die Thätigkeit des
töAog oder Zapfens 50, 5.
Ähnlich funktioniert ein eben-
falls vóÀog genanntes Holzstück in
Herons Mechanik II 5 = Pap. VIII,
1126 (Journ. asiat. IX 2 S. 265,
s. auch Bd. II dieser Ausgabe).
bei den
Nach Vitruv wurde
Wasseruhren je nach der Jahreszeit
der Zuflufs
schleunigt oder verlangsamt.
Verfahren ist aber ziemlich unvollkommen.
des Wassers auch be-
Fig. 6c.
Das
Die Stelle
lautet (Vitr. de arch. IX, 9, 6 S. 238, 16 Rose):
Praeclusiones aquarum ad
temperandum ita sunt con-
stitutae. metae fiunt duae,
una solida, una cava, ex
torno ita perfectae ut alia
in aliam inire convenireque
possit et eadem regula
laxatio earum aut coartatio
efficiat aut vehementem aut
lenem in ea vasa aquae in-
fluentem cursum.
Die Verschlüsse zur Regu-
lierung des Wasserzuflusses
sind folgendermafsen einge-
richtet. Es werden zwei
Kegel, einer massiv, einer
hohl, gemacht und derart
gedrechselt, dafs der eine
(massive) in den anderen
(hohlen) sich völlig hinein-
schieben läfst und mit Hilfe
ein- und desselben Riegels die
Lockerung oder das dichtere
Ineinanderschieben der Kegel
das Einströmen des Wassers
in jene Gefälse lebhafter
macht oder verlangsamt.
Eigentlich mufste bei den Wasseruhren, sobald die
Kegel je nach der Jahreszeit gestellt waren, der Ausflufs
bezw. Zuflufs gleichmäfsig sein.
Denn es handelte sich
ANMERKUNGEN. XXXI
um Einteilung des Tages in Äquinoktialstunden. Es liegt
aber auf der Hand, dafs die angeführte Vorrichtung das
nicht gewührleistete, da die Druckhóhe sich mit jedem
Augenblicke verringerte, der Ausflufs also immer lang-
samer wurde. Selbst bei Zuleitung fliefsenden Wassers
(s. S. 507) wird die Druckhóhe geschwankt haben.
Dafs die Sache oft nicht stimmte, gesteht aufserdem
Vitruv selbst ein a. a. O. S. 238, 24— 25: cunei saepis-
sime vitia faciunt. Die
Heronische ^ Vorrich-
tung zur Erzielung
eines gleichmälsigen
v = Ausflusses (Fig. 6a)
Y a ist ohne Zweifel voll-
kommener. DieVitruv-
Ro schen metae benutzt
/ Heron in Fig.42 5.189,
Fig. 7a. Fig. 7b. aber nur als Ventil.
Eime Abbildung der
metae giebt A. Terquem La science romaine à l'époque
d’Auguste, étude historique d'aprés Vitruve. Extrait des
Mém. de la Soc. des Sciences, de
l'Agriculture et des Arts de Lille,
Paris 1885, 8. 63 nach Maufras.
Vgl. auch G. Walther Loc ali-
quot physici Wismar 1844 8.22.
Fig. 7a und 7b zu 8.55
bilden die handschriftlichen Figu-
ren des oungıoudtıov, Ta nach A,
7b nach b.
60, 16 öuorog mit dem Gene-
tiv findet sich noch Heron. Diop-
tra 244, 12 Vinc. àv. den BO A
Fig. 10c. yoauun woxAov segupégeut Eorı xot
öuole ig TAE, govegóv.
Fig. 10 8. 66. 67. Fig. 10a stellt die siebartigen
Löcher nach à dar, Fig. 10b die Löcher nach b, welche
XXXII EINLEITUNG.
in b nicht siebartig sind. Die handschriftliche Figur 10c
(nach &) setzt, genau genommen, die Rekonstruktion von
Fig.10b voraus. Das würde aber dem Wortlaute des Textes
in à widersprechen. Daher die Vermutung von Diels zu
66, 14—17. Eigentlich ist es eine mülsige Frage, ob die
Löcher wie in Fig. 10a oder 10b liegen sollen, da die
ganze Vorrichtung sicher so nicht funktioniert, wie Heron
angiebt. Es wird immer eine Mischung ausfliefsen. Vgl.
den Aufsatz Heron im 17. Jahrhundert in den Abh. z.
Gesch. d. Math. VIII, 202.
70, 6 Ein Vexiergefüfs (Kantharos) befindet sich nach
Hiller von Gärtringen Jahrb. d. Arch. Inst. VII 1892
Archüol. Anzeig. S. 24 im Berliner Aquarium.
Fig. 14 S. 83 nennt man gewóhnlich den Tantalus-
becher.)
Fig. 15a zu 8. 85. Die handschriftliche Figur 15a
steht in vielen Hss. auf dem Kopfe. S. Suppl. 8. 4.
Fig. 16a zu S. 89 stellt einen antiken Trichter dar.
Eine den modernen ähnliche Form zeigt der Trichter bei
O. Hölder Die Formen der röm. Thongefäfse dies-
seits und jenseits der Alpen Stuttgart 1897 Tafel
XXII, 14.
97, Anm.2. Über den Widerspruch vgl. Suppl.
E59.
106, 10 (Fig. 20), entsprechend 107, 9, muls mig 163.
es © statt E heifsen, da es sich um einen inter-
mittierenden Brunnen handelt. 106, 14 Anm. sind die
Worte *spurium bis |[d&]’ zu streichen. Ebenso fällt S. 107
Anm. 2 fort. Richtiger ist es, wenn die Röhre 59 etwas
tiefer geht als der Rand des Kruges. Vgl. auch de Rochas :
Science des phil. S8. 123 und dessen kritische Noten 8. 3.
111, Anm. 1. Sparbüchsen s. abgebildet bei O. Hölder
Römische Thongefäfse diesseits und jenseits der Alpen Tafel
XXII, 21—22. Der Geldeinwurf ist freilich an der Seite.
1) Es macht wohl nichts aus, dafs nicht wirklich ein Becher
gezeichnet ist.
ANMERKUNGEN. XXXIII
120, 2—3. Vielleicht ist doch die Lesart der besseren
Hss. AG £6ro (man nehme an) 0? v0 (0c elvaı tod olvov
dımAdoıov richtig. Vgl. Heron. Dioptra 322, 11 Vinc. £oro
IN duc elvaı Ev "Als&evógsio. S. auch unten*S. 300, 1—2.
Fig. 29a und 29b geben die innere und äufsere An-
Sicht einer antiken hydraulischen Maschine, welche eine
gewisse Ähnlichkeit mit Herons Feuerspritze hat und
darum zum "Vergleiche hierher gesetzt ist. Sie ist bei
Chiaruccia unweit Civitavecchias 1795 gefunden und im
Giornale della letteratura italiana V (1795) 303 — 307
beschrieben.!) Zu Fig.31 s. den Nachtrag im Suppl. (a. E.)
1) Descrizione di un' antica Tromba idraulica ultimamente
scoperta ed illustrata dal sig. Abate Ennio Quirino Visconti,
comunicataci dal sig. Don Girolamo Astorri coll' annessa figura.
.. 1l bel monumento trovato poco fà presso Castronovo,
ora la Chiaruccia, nel httorale di Civitavecchia. .. . Il Bronzo
integerrimo, che si presenta, compone tutta questa macchina,
tal quale appunto Vitruvio 1’ ha descritta, eccetto la diversità
di piecolissime circostanze non essenziali, come sarebbero la
varia figura del recipiente medio che qui ha forma di tubo e
nella descrizion Vitruviana ha quella di una scodella. (Vgl. unten
S. 494, 9. 495, 26.) Non accade poi dilungarsi a monstrare,
come gli stantuffi o emboli cavi (Kolben), quando sono elevati,
costringono per la forza del vuoto l' acqua a salire ne’ due
tubi o bariletti perpendicolari (Kolbencylinder) aprendo le lin-
guette o valvole (Klappenventile), che sono mobili sul loro
gangherello o cerniera (Scharnier) nel fondo (Boden) di ciascuno;
come gli stessi stantuffi abbassati forzino le valvole stesse a
richiudersi e le altre due che sono nel tubo orizzontale (hori-
zontales Verbindungsrohr) ad aprirsi e ad intromettervi l' acqua
respinta, come finalmente l' azione ripetuta di questi emboli
spingerä l' acqua sin nel tubo di piombo (bleiernes Steigrohr)
che propriamente dicesi tromba (Pumpe), la qual poi verseralla
in una conserva (Bassin) superiore. ... Quel che piü merita
considerazione é quella quinta valvola situata all' imboccatura
(Mündung) del tubo di piombo. Dies Ventil wird dann für
ein Reserveventil erklärt, falls eins der übrigen versagt. Die
Maschine, welche gut erhalten gewesen sein soll, wird als ein
Werk aus der Zeit des Antoninus Pius (138—161) angesehen,
dessen Zweck wahrscheinlich gewesen sei, ‘d’ alzare le acque
a comodo delle pubbhche Terme’. Die "kleine abgesonderte
kreisförmige Figur stellt eine Klappe, von oben gesehen, dar.
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. C
XXXIV EINLEITUNG.
146, 4 Der Ausdruck meög dießiemv (“nach der Setz-
wage’, wie H. Schöne erklärt, “horizontal”) besagt that-
sächlich, was die Konjektur in der Bemerkung zu 146, 4—5
mit anderen Worten verlangte. Nach Hesych ist dießnrng
auch ein 0gy«vóv rı vexvovixóv. Vgl. Heron. Dioptra 208, 17
ueronoag 790g dıaßnınv, 214, 2. 222, 11. 16. 228, 4.
S. über die Bedeutung des Ausdruckes sgóg dießnmv
auch Vincent Dioptra 210. 211: “distance comptée hori-
zontalement'. Es ist also ein rein technischer Ausdruck
der Geometer und 146, 4 bei dießyrmv nicht an den
Heber zu denken. Die BStiorbeng zu 146, 4—5 ist danach
hinfällig bis auf die Änderung des E in ©. H. Schöne schlägt
nunmehr vor: TOvmNuATL n ©, tod z90g» To E xeıuevov
c9óg diaßirmv To <(meög TO» H orouin. Aus Rücksicht
auf Herons Sprachgebrauch würde ich vorziehen: rounnueri
(to ©), ro E xeıusvov moög dießnnv và H oroulw.
149,1. Es brauchen nicht gerade Vorhallen, sondern
es können einfach die Eingänge (“Eingangspforten’ H.Schöne)
gemeint sein.
Wahrscheinlich hat Clemens Alexandrinus (schrieb in
der 2. Hälfte des 2. Jahrh. nach Chr.) in den Strom. V,
672, 26—35 (Oxford. Ausg.) die von Heron I 32 be-
schriebene Vorrichtung — an II 32 ist wohl weniger zu
denken — im Sinne gehabt: Zıovvorog 6 Ooa& 6 yocu-
uerınög (2. Jahrh. v. Chr.) iv và llegl tig Zupdoswg Tod
eoi vv vooy(oxov ovupólov qmol xcrà Àíbw' "Eonucıvov
yoöv ov dıa AtSewg uóvov, Ak zul dıa ceupólov Evior
tag modseig, dıa AtSewg uév, cg Eysı và Aeyóusvoa zíehguxà
nagayyehuere, TO Mndev yov xoi ro ITvodı covtóv “ul
rà Tovroıg Duo, Ói& Ói GvufóÀov, Og O0 TE rooyÖg Ö
GrQegóuevoc Ev roig vOv QeGOv veuévecuv cíAxvoauévog
z«oc Aiyvnztíov. Sollte man nach dem Wortlaute des
Clemens, der sich lediglich auf Dionysius Thrax beruft,
ohne jeden Hinweis auf seine Zeit, nicht annehmen
dürfen, daís zu Clemens' Zeit diese Räder nicht mehr in
Gebrauch waren? Hütte es andernfalls nicht für Clemens.
nahe gelegen, ó (xal viv» orgsqóusvog o. X. einzuschalten?
ANMERKUNGEN. XXXV
EU - f. BERN
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E— 3 |
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SFIIIISSS ELA C OU SSH
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SSSSSSSSSNSSSSSSSNNSNNSSNSSNSNNSN NW S N ST NIIT N N
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SSASSSSENSNSSSSSNSSSSSSSSNSSSSSSSSNSENSENSSSSASSSSSSSS SS D
c*
Fig. 29b.
Fig. 29a.
XXXVI EINLEITUNG.
Wären sie aber wirklich derzeit schon aufser Gebrauch
gewesen, so würde etwa 150 n. Chr. die unterste Grenze
bilden, die für Herons Thätigkeit überhaupt denkbar wäre.
Fig. 34e und 34d (zu S. 159) geben das gıdlıov,
das gewöhnlich eine flache Form hat, nach den hand-
schriftlichen Figuren von à (34c nach A, 34d nach T),
Fig. 34c. Fig. 34d. Fig. 34e.
Fig. 34e nach b wieder. Die verschiedenen Kugeln
dienten zugleich als Erkennungsmarken. Vgl. de Rochas
Science des phil. S. 141 Anm. 3.
Fig. 38 8.170. Da beim Heronsbrunnen die Druck-
hóhe des Wassers die Steighóhe zu überragen hat, so
mufís man sich die Lage des Schlauches etwas tiefer, etwa
unterhalb der Brust denken. Vgl. Heron im 17. Jahrh.
Abh. zur Gesch. d. Math. VIII, 206.
170,26.31. Vielleicht &varsıverwo. S. Wörterverzeichnis.
188, 1 scheint H. Schöne usxo& verderbt. Er vermutet
beispielsweise sAnv «v» Omij wuxoG. Zur Satzbildung
vgl. Philo Mech. Synt. 74, 31 4v n slo iv «vij dımoren
xoOmouocuévy, xoOdzso émi vv GÀÀlov xoromoArOv Ev voig
1ekovioıs, mAmv Ovi raneıwn vv 3j ysío. Sollte 188, 1 etwa
zÀQv Ort. puxg& (mv) xal Eyovca zu lesen sein?
190, 20 ist (ónig mv fci) zu korrigieren.
Fig.43c—k zu 8.1921f. Die handschriftlichen Figuren
43c—f s. Suppl. S. 10 u. 11. Es ist bemerkenswert, dafs
ANMERKUNGEN. XXXVII
Herons Wasserorgel nur einen Kolbencylinder hat, wührend
die Denkmäler und Vitruvs Wasserorgel (s. 8. 496 ff.) zwei
aufweisen. Indessen genügte jedenfalls der eine Pumpen-
stiefel für die 7—8 Pfeifen. Auch bei der Orgel des
Ktesibios (Philo Mech. Synt. 77, 421f. ed. R. Schoene) ist
nur von einem die Rede: xoi yàg é£mi vijg oVgıyyog vic
#00v0uEVNS Tag ysooív, av Aéyousv ÜÓgevÀw, 7 PÜoa To
mveÜue sig vÓv iv vÀ bdarı nvıyea naganeunovon qv qoi
x«l Ouoícg Eloyaousvn voic mwQotiomuévoig Ayyeloıg. Ebenso
Athen. Deipnosoph. IV, 174d &geccouévov vo? QO0crog vm-ó
TLVOG veavioxov (bei mehreren Stiefeln hätten mehrere
Knaben thätig sein müssen).!)
1) Es dürfte manchem nicht unwillkommen sein, die Stelle
aus Athenaeus Deipnos. 174a—e über die Wasserorgel hier
vollständig zur Hand zu haben:
'IIoàÀóv 68 ToLodr@v Er Aeyousvov £x TÓV yevtóvav Tig
Eönnododn bOoomAsOg 708. Tz VU TL ‚Ns xol TEOTTVOS, os mdvras
qu&s. Emiorgagpijvau VerydEVras o7t0 ijs £uusäsiag. x«i 6 Ovi-
TIRVÖS ‚Großkerpas zoög tÓv uovoınov Aknsiönv' Aroveis, gn,
JLOU GLA. COT. CL 8 Avögav, rüs uU Tadens sógovicg, ig Tus
£néovosibe züv»t«ge nartanniAndevrag vz0 vije wovcuxijs ; x«l 00%
og coco buiv rois Ahzgavögedcı z0Àve Ó uovVavkog ‚ehymdove
pov vois GX050v6L Grot v u Tıva Tegyıy uovornmv. nal Ó
"Ahnslöns Epn' All& unv x«i To Üpyovov Toöro, 7 vögavAıs, eire
TtÀv Evrarav (Saiteninstrumente) eóvó QéAsig sits vOv Eunvevor@v
(Blasinstrumente), "44s&£ovóoícg Eoriv Ti £O cmo EVENUL, xovo£osc
nv reyvnv‘ Krnoißios 6° covà Todvoug. iotogei Ó& TodTo ’Agıoro-
rang Ev to llsol Kog@v obvací WS Afyov "Zyreincı, mörege
TY duztyevorá &otıv Ö ógyévov T vögavAıg 1 3] tÓV ÉvroTÓYV; "Agıorö-
Ésvog uiv 00V Toüro ovx olde. Akyeraı ÖE IDdvove uxor TLVOL
Evvoiav boövaı Tod HUTUOHEVLOHATOS vvxttQLvÓv TOLOEVTE @g0-
Aoyıov £oixóc TÓ $0oovAixÓ, oiov nheryvögev ueyahnv Mov. X«L To
vögavAınov 0? C Ópyovov Ooxsi xov uAepóogoav eivaı. Evrarov 00V
nal nadamrov 00* Qv vouuco eim, Eumvevorov ó' àv» icog ón9sí
dıc To Eumveloteı TO Üoyovov oóz0 TOD UÓcrOc. xcrtotocuuévoL
y&o sicwv oi ankol eis v0 VÖneE (genauer nach der Windlade hin,
in welcher das Wasser den Druck der komprimierten Luft regu-
lierte), x«l &ococoué£vov tod V0crog $zÓ TIvog venviorov, Erı Ö8
óuxvovuívov dEOvmv!) Ói& Tod Öpydvov Eumveovraı oi adkol
1) Casaubonus und Schweighäuser nach Dalecampius statt
des verderbten dEıvav; &£ovicov liest Villebrun. Vgl.Joh.Schweig-
XXX VIII EINLEITUNG.
Ferner vermifst man bei u ein Ventil, welches das
Zurückstrümen der komprimierten Luft verhindert. Vgl.
Ph. Buttmann Beitrag zur Er-
läuterung der Wasserorgel und der
Feuersprütze des Hero und Vitruv.
Abhdl d. Kgl. Akad. der Wiss.
in Berlin 1810/11 S8. 144 und
G. Walther Loci aliquot physici
S. 15. Fig. 43g zeigt, wie das
Ventil von Heron, der ein ähn-
liches 74, 5 (Fig. 11) zu ühnlichem
Zwecke verwendet, leicht ein-
gerichtet werden konnte. ‘ Gleich-
wohl dürfte durch ein lebhaftes
Auf- und Niederziehen des Kolbens oo dem Windkessel
und dem Windkasten genügend Luft zugeführt werden.
In der Rekonstruktion der äufseren Einrichtung sind
wir den Denkmälern gefolgt. Vgl. Fig. 43h, welche eine
Fig. 43g.
xol qy0v dmorshodcı nooonvi. tows Ob r0 Öoyavov fou crooy-
yOÀo. Aal paoı rodro edvenjoteı 6x0 Krnoıßiov xovoéag Evradde
olnoövrog Ev vij "Aonevöia iml Tod Ösvregov (dafür vermutet
P. Tannery f«cuéog a. a. O. S. 26, indem er die beiden Ktesi-
bios identifiziert und den einen unter Ptolemaeus Euergetes I
setzt) Eósoyérov dianokaı TE pacı usydAog. Tovrovi o)v Aal
viv adrod dıdasaı yvvoixe Oailda’. "Toópov Ó' Ev voívo Ilsol
óvouccuÀv (Eorı 08 To cóyyoeauue llsol cüÀóv x«l Oópydvov)
ovyyodaıbaı gpnol Ilsei vije $0oovAsog Krnoißıov vóv unyavındv.
éyo Óà oön olda, si zsol v0 Óvoue opalkeraı.’
häuser Animadvers. in Athenaeum ll 632. P. Tannery Athenee
sur Ctésibios et l'hydraulis in der Revue des Etudes grecques,
Paris IX, 1896, S. 23 Anm.1 erwartet corvo». M. E. handelt
es sich um das Niederdrücken der Tasten und das Offnen der
Schieber, auf die man sehr gut das dunvelodau dia Tod Ópycvov
beziehen kann. Denn ohne das ist der Luft der Weg zu den
Pfeifen versperrt. (Schieber müssen auch hier vorhanden sein,
da nicht fortwührend alle Pfeifen offen stehen kónnen und
ohne die Schieber ein Spielen unmóglich ist. Daher scheint
mir die Lesart &£uwóv nach Ausfall mehrerer Buchstaben aus
&yxovicxor entstellt zu sein. &yxovioxog würde aber hier die
Taste nebst ihrer Verlängerung, dem Schieber, bezeichnen.
ANMERKUNGEN. XXXIX
römische Wasserorgel nach einem in Nennig bei Trier
gefundenen Mosaik aus der Zeit Hadrians wiedergiebt
(Wilmowsky Die römische
Villa zu Nennig und ihr
Mosaik Bonn 1865). S.auch
unten Fig. 431 und k.
Fig. 44 zu 8. 202f.
Die handschriftlichen Figu-
ren der Windorgel haben
den Kolbencylinder 7%
rechts wie Fig. 44. Fig.44
zeigt aber mit Absicht von
ihnen abweichend die Vor-
derseite. Auf der Vorder-
seite befindet sich näm-
lich nach den Denkmälern
immer das Holzband für
die Pfeifen. Da nun die
handschrifthehen Figuren
das Band hinter den Pfeifen
haben, so ist klar, dafs sie
die Rückseite darstellen
sollen. Wenn wir uns
Fig. 43h. darin eine Änderung er-
laubt haben, so geschah es,
um auch die Vorderseite einmal zu veranschaulichen. Das
Fehlen des Wassers — im Texte ist wenigstens keine
Rede davon — gereichte dieser Orgel sicher nicht zum
Vorteil. Vermutlich handelt es sich, obwohl von Tasten
nichts gesagt wird, dennoch um eine richtige Orgel und
nicht um eine der Äolsharfe analoge Einrichtung.
Fig. 44a ist die handschriftliche Figur des Anemurion.
Vgl. S. 207, Anm. 1.
Merkwürdigerweise ist man erst spät zum Verständnis
der von Heron sehr klar beschriebenen Vorrichtungen,
besonders der Wasserorgel, gekommen. So soll noch
Isaak Vofs das Verständnis verschlossen gewesen sein.
IT
zus. H
us
XL EINLEITUNG.
Wesentliche Fortschritte machte erst A. L. F. Meister De
velerum hydraulo. Nov. comment. societ. scientiar. a
II (1771), 158—199. Dessen Figur
ist wiederholt von O. Wangemann .Die
Orgel, ihre Geschichte 2 ihr Bau
Leipzig 1895 Taf. I Fig. 6, ebenso mit
geringen Änderungen von C. von Jan
Baumeister Denkm. d. klass. Altert.
I, 564—565. Vgl. aufserdem Butt-
mann a. a. O., G. Walther Loci aliquot
physici 8. 11—16, R. Grübner De
organis veterum hydraulicis. Diss. Berlin
1866 und Clément Loret Recherches
sur. l'orgue hydraulique. | Extrait de
la Revue archéologique, Paris 1890,
HONO
Die Pfeifen beider Heronischen
Orgeln sind ohne Mundöffnungen. Eben-
so fehlen solche auf einigen Denk-
mälern. Vgl. A. J. H. Vincent Essai
d’explication de quelques pierres gnosti-
ques S. 8. 9. Mémoires de la société
des antiquaires de France XX, Nouv.
Bér. X..1850, 'Planche I n. 4. 5.36.28 Fig. 44a.
und Loret S. 27—29. Indessen finden
sie sich in einer eine Wasserorgel darstellenden Terracotta-
figur, welehe in den Ruinen von Karthago gefunden ist
(Fig. 43i und k). Darum dürften sie auch für die
Heronischen Orgeln anzunehmen sein.
Nur 8 Pfeifen finden sich auch auf einer Medaille
aus Neronischer Zeit, welche sich in der Pariser National-
bibliothek befindet (Loret 8. 28).
200, 7 verlangt G. Walther Loci aliquot physici S. 15
mit Unrecht évróg statt z5eo. Die Sehne selbst mufs
schon straff sein, ehe die Taste niedergedrückt wird.
Sonst würde sich beim Hineinstofsen des Schiebers die
Spatel nicht krümmen.
ANMERKUNGEN. XLI
Wir fügen hier gleich einige Bemerkungen über Vitruvs
Wasserorgel hinzu. Diese bietet deshalb Schwierigkeiten,
weil bekanntlich zu Vitruv keine handschriftlichen Figuren
existieren. Den Irrtum Schneiders Eclog. phys. II, 121,
dafs bei Vitruv die Kolben von oben hineingestofsen
würden, hat schon Meister a.a. O. 8. 181 Anm. m wider-
legt. Vgl. auch Buttmann a. a. O. 8. 148, Graebner 8$. 15.
Es ist wenig von Belang, wenn Loret a.a. O. 8.19 und
schon früher Perrault (nach Meister S. 179 k) für jeden
Kolbencylinder zwei Delphine annehmen, obgleich das aus
Vitruv nicht unmittelbar hervorgeht. Notwendig ist es
sicher nicht.
Es ist wohl wahrscheinlicher, dafs statt der Kolben-
stangen entweder die Kolbencylinder (auf der Innenseite)
mit wollgen Fellen gefüttert oder die Kolben selber damit
umwickelt waren, um jedes Entweichen von Luft zu ver-
hindern. Das macht man wohl auch heute noch. Meister
S. 178 meint, es sei vielleicht die innere Oberflüche des
Pumpenstiefels mit Ól, Wachs oder einer Salbe bestrichen
gewesen.
Hatte Vitruvs Orgel vier bis acht Pfeifenregister oder
nur vier bis acht Pfeifen? Die Mehrzahl der Gelehrten
éntscheidet sich für das erstere (Meister S. 1811, Butt-
mann S. 154, Schneider S. 128, Vincent S. 16, G. Walther
Loci aliquot physici S. 10 und Fig. III, Rode Des M. Vitru-
vius Pollio Baukunst übersetzt. Leipzig 1796. II, 271,
Reber Des Vitruvius zehn bücher über Architektur über-
setzt 321, Terquem La science romaine S. 89, Loret S. 20,
Wangemann 8.16). Dagegen traten Graebner und v. Jan
für das letztere ein.
Graebner ist der Überzeugung, dafs Vitruvs Orgel,
von einigen Kleinigkeiten abgesehen, mit der Heronischen
übereinstimme, so dafs Vitruvs arcula (8. 500, 3) und
Herons Windkasten (8. 197, 14) sowie Vitruvs canales
(S. 500, 5) und Herons Fücher (glossókoma) (8. 199, 5 ff.)
identisch seien. Vitruvs epistomia S. 500, 7 (so las
Graebner statt epitonia) seien den asses desselben, den
XLII
EINLEITUNG.
Klappdeckeln (z, s. S. 502, 15, aber ihre Lage denkt er
sich etwa bei g, jedenfalls zwischen arcula und canales)
gleich. Durch diese
Klappdeckel würde
also der Luft der Zu-
tritt aus der arcula
in die canales ermóg-
licht. Geöffnet wür-
den aber die canales
(d. h. ihre epistomia)
nur durch den star-
ken Luftdruck. Von
mehreren Pfeifenrei-
hen kónne bei Vitruv
keine Rede sein, zumal
sich solehe auf Denk-
mülern nicht nach-
weisen liefsen.
Das letztere ist
jetzt nicht mehr zu-
treffend, da aus Fig.431
(nach Loret a. a. O.
S. 26, freilich aus un-
bestimmter Zeit) sich
unzweifelhaft mehrere
Pfeifenreihen ergeben.
Für das Ende des 2.
oder den Anfang des
3. Jahrh. n. Chr. sind
aber auch litterarisch
von Tertullian mehrere
Pfeifenreihen bezeugt,
De anima 14: 'specta
portentosissimam Ar-
J
u ! N
| y Yu
// / / /
ALLE
Fig. 43i.
chimedis munificentiam, organum hydraulicum, tot partes
. tot acies tibiarum'.
Graebners Erklärung der epistomia ist schon an sich
ANMERKUNGEN. XLITI
unwahrscheinlich, weil er mit den manubria ferrea nichts
Rechtes anzufangen weils. Sie sollen nur den Zweck
haben, den Klappdeckeln (etwa als verticuli?) einen festen
Halt zu geben. Sie
wird aber erst recht
durch die mit Un-
recht aus dem Texte
entfernte hand-
schriftliche Lesart
epitomia hinfällig.
Schliefslich ist es
doch auch wenig
wahrscheinlich,dafs
man noch nicht ein-
AMAAAAAAAAAAAA | mal eine Oktave ge-
FÉ nommen habe und
FOSSESSORIS dafs schon für nur
vier Pfeifen zwei
, Pumpen in Thätig-
| keit gesetzt sein
sollen.
208, 14 möchte
ich für dvereiveran,
da in den besseren
Hss. fast regel-
máüfísig das in-
transitive Aktivum
steht, jetzt nach b
208,20 &varsıvero
schreiben.
212, 10 ff. Über
/ den Heronsball vgl.
Fig. 43k. Abhd. z. Gesch. d.
Math. VIII, 204.
217,21 zu Fig. 48. Es ist zu beachten, dafs auf
dem Boden des Gefälses noch ein PagvAlıov liegen soll.
Das Gefüfs hätte ohne fegvAMov oben den Schwerpunkt
3
i
Ll
XLIV EINLEITUNG.
und würde sofort umkippen. Dies wird aber gerade durch
das vielleicht etwas überwiegende ß«evAAıov verhütet.
Erst durch den Druck des Wassers, welchen dieses nach
Füllung des Gefüfses gegen die Seite desselben ausübt
(un ar uéícov 218, 9—10), erlangt der Schwerpunkt
wieder das Übogowidb so dafs das Gefüfs umkippt.
Die Konjektur «éro im Burasianke 81 zu 216, 10 (dies
verlangt auch G. Walther Loci aliquot physici S. 6) ist
also sachlich nicht zulässig. Denn es versteht sich von
selbst, wenn an sich schon das Gefüís im unteren Teile
schwerer ist als oben und dann unten obendrein noch
durch ein Gewicht belastet wird, so wird das Gefüís über-
haupt nicht umkippen.
Fig. 49 zu 218,17. Die Darstellung ist in 4 jeden- ;
falls nicht klar. Wenn wir auch von dem Wechsel
zwischen yóo« und &yysíov für “Kammer” absehen, so ist
einmal der Ausdruck dıaßfjraı PEoovreg sig Tag Ömorsiuevag
409cg nicht genau. Sodann wird aber nur von der letzten
Kammer gesagt, dafs sie eine pfeifende Röhre enthalten
solle, während dies doch von allen Kammern gelten muls,
wie die Aufgabe voraussetzt. Man würde zum mindesten
218, 17—220, 1 &4dorw für và Omoxéro erwarten, eine
Anderung, die immerhin nicht leicht wäre. Auch der
Schlufs 920, 19—20 erregt Bedenken. Die im Apparate .
Morgesctilagenen Änderungen sollen mehr auf die Ver-
derbnis neh. als dafs sie den Anspruch erhöben,
zuverlässige onen zu sein. Es scheint mir nicht
ausgeschlossen, dafs das ganze Kapitel das Werk eines
Interpolators ist, der zu IL 4 eine Variation geben wollte.
Auf eine Interpolation weisen insbesondere die Worte
220, 19—20 6 ó'év voócro ame... move, die in
218, 5—6 am richtigen Orte stehen, aber 220, 19— 20
unpassenderweise wiederholt zu sein scheinen.
Über das Verhültnis von b zu a vgl. Suppl. 8. 60.
Fig. 51 zu 222,111f. Diese Aufgabe ist nicht ohne
Bedenken. Die Kugel sitzt wohl nur dann fest, wenn
der oberen Halbkugel vor dem Einsetzen der Kugel etwas
ANMERKUNGEN. XLV
. Luft entzogen wird, so daís die atmosphürische Luft
aulserhalb der oberen geschlossenen Halbkugel die Kugel
in dieselbe hineindrückt. Oder sollte wieder ein Inter-
polator in Erinnerung
an II 6 sich den in
II 7 angeführten Fall
ausgeklügelt haben?
Was hat die Entnahme
von Wasser mit der
figürlichen Darstel-
lung des Weltalls zu
thun? Das Kapitel ist
auch sprachlich nicht
ohne Anstofs. De
Rochas weist S. 157
nicht ohne Grund dar-
auf hin, daís diese
Fig. 55b. Darstellung, welche
der Anschauung des
Thales entspricht (Arist. coel. II 13), Herons wenig würdig
sei. Denn zu Herons Zeiten hatte man des Thales Vor-
stellung vom Weltall schon längst auf-
gegeben.
Zu 224, 2 ff. vgl. Zur Geschichte des
Thermoskops in den Abhdl. z. Gesch. der
Math. VIII, 163—173.)
Fig. 55b (zu 231 Anm. 1) ist hand-
schriftliche Figur zu Herons Äolipile nach
T. Damit stimmt die von A im wesent-
lichen überein. Über die Aolipile vgl. noch Heron von
Alexandria im 17. Jahrh. Abh. z. Gesch. d. Math. VIII, 210.
230, 20. Sollte man nicht zc HA sv9s(eg schreiben
müssen?
mugu5ue
1) Weitere Literatur s. bei G. Hellmann Neudrucke von
Schriften und Karten über Meteorologie und Erdmagnetismus
Nr.7. 8.17 und F. Burckhardt Die Erfindung des Thermometers
und seine Gestaltung im XVII. Jahrh. Basel 1867. 8.4 ff.
XLVI EINLEITUNG.
Fig. 57c zu 237,1 stellt die abgebrochene hand-
schriftliche Figur zu Fig. 57a dar.
8. 2381... Zu IL 14 vgl. Abhdl. z. Gesch. d. Math. VIII,
207—208.
8. 2461ff. Zu IL 16 (Fig. 60) vgl. Abhdl. z. Gesch. d.
Math. VIII, 212—213.
S. 2621f. Zu IL 21 vgl. ebenda VIII, 211—212.
8. 2641f. Vgl. ebenda VIII, 205. 207. Der daselbst
erwühnte Brief Galileis lautet im Cod. Ambros. R. 104
Fol. 376 (ungenau bei Venturi Memorie e lettere inedite
finora o disperse di Galileo Galilei. Modena 1818. I, 12):
Ad Alvise Mocenigo del P. Galilei (andre Hand als im Text).
Cn.79 ^s; NDOTILZSAS
Dalle parole di V. S. Ch."^ et dalla fabrica assai con-
fusa posta da Herone al n.'? 7.? vengo in cognitione quella
essere la lucerna della quale V. S. Ch."* desidera la costrut-
tione, pero l’ ho piu volte letta, et finalmente non so da
le sue parole trarne tal senso che non mi resti qualche
confusione, ma non volendo interamente obligarci a tutte
le sue parole mi pare che voglia inferire una fabrica
simile all' infrascritta.
Construatur lucerna basim habens concavam AC DB!)
intersectam diafragmate JF?) Sit vero calatus oleum
continens KL- et ex diafragmate EF- procedat tubulus
M.N.- simul cum eo perforatus distans a calati operculo
quantum sufficit ad aeris exitum: sit autem alius tubulus
XO.) per operculum distans a fundo calati quantum ad
olei) fluxum sufficit, et ex operculo paululum excedens,
excessui vero aptetur alius tubulus P- habens superius
osculum obstruetum eui agglutinetur alius tubulus exilis?)
1) Eine Figur ist nach Galilei von Venturi beigegeben.
Sie lehnt im wesentlichen sich an die Commandinosche an,
weicht aber in Einzelheiten ab. Bei Galilei bezeichnet Q das
Luftloch für die Basis.
2E Bess e£. 8) XO EE
4) Danach könnte man 266, 14 £A«ío statt ddarı vermuten.
5) Dieser setzt sich in Galileis Figur seitlich an P am.
ANMERKUNGEN. XLVII
et simul cum eo perforatus, per quem ellychnium influat:
Sub diafragmate vero E F'- conglutinetur clavicula R- deferens
in locum A EF BP), in ipsum O DEF?) transeat, sit autem
in opereulo AB parvum foramen Q- per quod locum A B.
implebimus aqua: sublato itaque ellychnio?) calatum oleo
implebimus per tubulum X Ó- aere per tubum 7M N- excedente
et adhue per clavem apertam?) quae est in fundo C D- et
per foramen @- repleto autem calato oleo superimponemus
tubulum X- cum ellychnio et clausa clavicula per foramen
Q- aquam infundemus in locum A E FB. quando autem opus
fuerit oleum superinfundere ellychnio; aperta clavicula R-
aqua in locum E C.D F- influet et aer per M N- tubum im-
pulsus oleum alidet per tubulum O X- ad ellychnium, et cum
non opus fuerit amplius fluere, claudemus claviculam.
Questo é quanto per hora mi par poter di raccorre dalle
parole di Herone, come ho detto di sopra assai confuse,
et l'ho volsuto mandare a V. S. Ch."?, accioche avvertito
dal suo giud.° possa con altra occasione cavarne forse
miglior costrutto; ancorche la fabrica explicata essequisce
quanto promette la proposta. con che baciandoli reverente-
mente le mani, li resto devotissimo servitore. N. S. (Nostro
Signore) la prosperi.?)
Di Padova li 11. di Gennaro 1594.
DIE Ch,»
Ser.? Pront."o
Galileo Galilei.
268, Anm. 2 — 269, Anm. 1 sind zu tilgen, da das
Wasser aus der oberen Kammer nicht abfliefsen würde,
wenn das erwühnte Loch geschlossen würe.
283, 15 ff. Der Weinautomat II 27 stellt sich als
einen intermittierenden Brunnen dar.
1) ARE EB av. 2) ODEF = yóst£.
3) Dies ist mit Commandino falsch NEAN Vgl. Abh.
z. Gesch. d. Math. VIII, 206, Anm. 4.
4) In Galileis Figur anscheinend nicht vorhanden.
5) Nach freundlicher Vergleichung von Antonio Ceriani.
XLVIII EINLEITUNG.
298, 8ffl. Fig. 76a—c. Die Rekonstruktion Fig. 76a
schliefst sich enger an die handschriftlichen Figuren an
als die im Texte gegebene. Nur mufs man die Achse e£,
wie geschehen, derart quer stellen, dafs auch wirklich die
Zähne von u in die des anderen Sternrades eingreifen
können. Indessen ist zu beachten, dafs im Texte e£ &$ov,
jw
Fig. 76a.
or dagegen nur d$ovioxog genannt wird. Dem entspricht
jedenfalls mehr die in Fig. 76 S. 301 gegebene Rekon-
struktion, die gewils sicherer funktioniert, insbesondere
auch die Reibung der beiden Achsen gänzlich vermeidet.
Fig. 76b giebt die (abgebrochene) handschriftliche Figur
für die Winde wieder, Fig. 76c eine sich darauf gründende
Rekonstruktion. Dabei der Winde A ausdrücklich von einem
ANMERKUNGEN. XLIX
. Rade 4 die Rede ist, so haben wir kein Bedenken getragen,
die Winde so zu zeichnen, wie sie Fig. 76 $8. 301 giebt.
S. 305 ff. Fig.
18.9 Die 805;
o^
Anm.1 erwähnten
A | d Stellen über das
B Milliarium sind
€ É Seneca Natur.
quaest. III 24:
Fig. 16b. Fig. 16c. "Facere solemus
dracones et mi-
liaria et complures formas, in quibus aere tenui fistulas
struimus per declive circumdatas, ut saepe eundem ignem
ambiens aqua per tantum fluat spatiü, quantum efficiendo
calori sat est. Frigida itaque intrat, effluit calida. Idem sub
Fig. 78c. Fig. 78d.
terra Empedocles existimat fieri, quem non falli credent
ii quibus balnearia sine igne calefiunt. ^ Seneca Nat.
quaest. IV 9: “minora miliaria nominat, unde patet variae
magnitudinis fuisse. Ferner ist es nach Palladius
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. d
L EINLEITUNG.
(4. Jahrh. n. Chr. de re rust. V 8 'altum et angustum".
Pall.I40: 'Miliaium vero plumbeum, cui aerea patina
subest, inter soliorum spatia forinsecus statuamus fornace
subiecta, ad quod fistula frigidaria dirigatur, et ab hoc
ad solium similis magnitudinis fistula procedat, quae
tantum calidae ducat interius, quantum fistula illi frigidi
liquoris intulerit Schliefslich die allgemeine Bemerkung
bei Athen. III 98e: Of OvAnıdveioı oopıorel, of xoi To
wiAdoıov xcÀovusvov On Pouclov to sig vov Tod Otouoó
Üüeroc Harspyaolav xoveoxevotóusvov imvolégmva 6voud-
fovrseg, moÀÀQv Ovo-
uirov noimtei.
Fig. 786 ist hand-
schriftliche Figur der
Heronischen Pneu-
matik, Fig. 78d der
Pseudo -Heronischen.
(&» und (ED sind
von mir zugesetzt.
Fig. 79aist hand-
schriftliche Figur
(direkt nach A) zu
Fig.79. Die in recht-
eckige Klammern ge-
schlossenen . Buch-
staben stehen an fal-
scher Stelle. <e> ist
von mir zugesetzt.
In Wirklichkeit
(Fig. 79) sind das Fig. 798.
Rohr ge (Fig. 79a)
und das rechts aufsteigende, unbezeichnete Rohr (Fig. 79a)
identisch. Der Zeichner, welcher ursprünglich die Figur
handschriftlich entwarf, war nur nicht imstande, das
korrekt darzustellen.
Fig. 80e ist von de Rochas La science des phil. über-
nommen.
ANMERKUNGEN. LI
KAPITEL III.
ANMERKUNGEN ZU DEN AUTOMATEN,
INSBESONDERE ZU DEN FIGUREN.
Die Figuren zu den Automaten waren ungleich
schwieriger als die der Pneumatik. Der Herausgeber
weifs daher Herrn H. Querfurth in Braunschweig nicht
wenig Dank, dafs er sich mit so viel Hingebung der Auf-
gabe unterzogen hat, die teilweise recht mangelhaften
handschriftlichen Figuren auf Grund der vorliegenden
deutschen Übersetzung zu rekonstruieren.
Wir fügen hier noch, ehe wir zu Fig. 82 übergehen,
die Bemerkung ein, dafs S. 347, 1 statt “Achse (Axon)’
in einer Handschrift die ansprechende Vermutung “Bogen-
arm (Ankön)’ steht. Dem würden etwa die in Fig. 109
gezeichneten “Wirbel? entsprechen. Sie heifsen aber
Kóllaboi. Ein Hysplenx ist Fig. 103 verwendet, steckt
aber nicht in einem Sehnenstrange.
Von einer interessanten Nachbildung des fahrenden
Automaten beim Einzuge des Herzogs Borso von Este in
Reggio 1452 berichtet Muratori Rer. Ital. script. XX, 468f.
Vgl. auch J. L. Heiberg Nogle Eftervirkninger af graesk
Mechanik. Kong. Danske Vid. Selsk. Forh. 1886 S. 4— 5.
Vgl. ferner das Bacchusfest unter Ptolemaeus Philadelphus
Athen. V 198 c u. f.
Fig. 82. Da weiter unten S. 384, 7 von dem Tempel-
dache die Rede ist, so kónnte man mit R. Schóne wohl
eionosreı vermuten. (Oder könnte siogvo: aus esiOuoroL
verderbt sein? Vgl. 250, 3.) Ansprechend ist Brinkmanns
Erklärung für ivrser«uévqv viv Enıpaveev “eine anstrebende
Oberfläche’, wozu er aus Marc. diac. vit. Porphyr. edd.
sod. Bonn. S. 62 in Bezug auf ein konisches Türmchen
die Wendung &varerausvov eis bwog vergleicht. In diesem
Falle ist 353, 17 statt ‘oben’ zu lesen 'eben', und es
wäre nicht nötig, S. 350, 15 eine Lücke anzunehmen.
Fig. 83c zu S. 357 (s. Suppl. S. 5) ist handschriftliche
d*
LII EINLEITUNG.
Figur. Sie ist der Berliner Hs. nachgezeichnet und mit
der Figur des Marcianus (A) als übereinstimmend befunden.
Man beachte, dafs die Buchstaben e£, 49, xA, uv, 5 auf
dem Kopfe stehen. Das findet sich so fast in allen Hss.
Fig. 85ff. Nach 389, 4— 5 erfolgt nur eine einmalige
Hinfahrt des Automaten, an welche sich die Bewegungen
am Orte (Altarfeuer, Tanz der Bakchantinnen u. s. w.)
anschliefsen. Dann tritt der Automat die Rückfahrt an.
Sollte er von neuem vorrücken, so mulste jedenfalls
frisches Brennmaterial auf die Altüre gelegt, die Schnüre
für die Altäre neu eingespannt und der Abzug (391, 5)
wieder eingestellt werden. Dafs Heron nur an eine ein-
malige Hin- und Rückfahrt gedacht hat, darauf weist
auch Kap. 19 hin. Zu einer wiederholten Hin- und Rück-
fahrt wäre noch ein mehrfacher Pflock & nötig. Die
Worte &av óà 360, 2 — noocxıgwusde 360, 7 (— 361, 26
Wenn der Kasten oft — 363, 1 nach Belieben aus) unter-
liegen daher starken Bedenken und könnten auf Rechnung
des Interpolators zu
setzen sein, dessen
Spuren wir weiter
unten mit Be-
stimmtheit verfol-
gen können.
Fig. 89a ist
ebenfalls aus der
Berliner Hs. ent-
nommen, stimmt
aber mit dem Mar-
cianus(A)undallen
übrigen Hss. Sie
zeigt so recht, wie
mangelhaft manche handschriftliche Figuren sind und wie
wenig sie zuweilen bei schwierigen Abschnitten das Ver-
ständnis des Textes fördern.
Fig. 91. 8. 376, 15—27 (= 377, 16—30) sind ver-
dächtig. Z. 20—27 (= 22— 30) wiederholen nur bereits
ANMERKUNGEN, LII
Gesagtes (vgl. 874, 8ff. — 375, 8ff). Eine Schnur ist bei
xÀ noch nicht erwähnt und auch überflüssig. Lockere
-Schlingen ferner, mit denen nach Z. 19 = 21 x4 versehen
sein soll, hätten keinen Zweck, da x4 ohne Unterbrechung
immer mitläuft (8. 374, 7. 10 = 375, 7. 11). Während die
Büchsen bei zo, or am Platze sind, weil sie das Stehen-
bleiben eines Rades ermöglichen, ist die Büchse bei x4
nicht nur zwecklos, sondern widerspricht geradezu der
Bemerkung 5$. 378, 2—3 = 379,1— 2, daís die Bewegung
durch die Büchsen erschwert würde. Wer das weils,
wendet sie doch nicht an, wo es nicht unumgünglich not-
wendig ist; und man sieht nicht ein, weshalb bei diesem
allein laufenden Rade nicht die leichtere Art der Be-
wegung wie S. 372, 24 = 373, 27 in Drehzapfen ver-
wendet wird, sondern die schwierigere mit befestigter
Achse (S. 376, 16 — 377, 19). Das Festlegen der Achse
von xà stimmt wieder schlecht zu S. 378, Aff. — 379, Aff.
Hier wird doch wohl vorausgesetzt, dafs die hintere Achse
immer beweglich sei. Zu alledem gesellt sich noch ein
schwerwiegender sprachlicher Anstofs (S. 376, 20). Es
kann daher keinem Zweifel unterliegen, dafs der bezeichnete
Abschnitt interpoliert ist. Die weitere Interpolation
8. 378, 1—2 meoızeluevar Tois &500ıw war die notwendige
Folge der ersteren. Die Worte 378, 12 @ore — 378, 14
#vodasıv schliefslich sind insofern nicht ganz unverdächtig,
als &40010v ... svodasıv nur bereits Gesagtes wiederholen
‚und die Worte ßeßnxevaı ... 90yovc etwas Selbstverstünd-
liches ausdrücken.
Fig. 92. Die S. 381, Anm. 2 ausgesprochenen Be-
denken ergänzen wir noch durch folgendes.
Dafs an jeder Achse das Rad von doppelten Schnüren
in die Mitte genommen werden soll, widerspricht Herons
früheren Ausführungen (S. 359, 22— 206), nach denen an
der einzelnen Achse Hin- und Rückfahrt durch ein- und
dieselbe Schnur vermittelt werden. Dafs auch hier
(Kap. 11 zum Schlufs) von Heron selber nur an letzteres
Verfahren gedacht ist, beweisen m. E. S. 381, 5ff. Denn
LIV EINLEITUNG.
würen die Schnüre doppelt, die eine für die Hin-, die
andere für die Rückfahrt, so weifs man nicht, welchem
Zwecke die lockeren Schnurlagen S. 381, 6 dienen sollen.
Nicht minder auffallend ist schliefslich, dafs auch das
dritte Rad, welches mit Ausnahme des nicht unverdäch-
tigen Falles S. 377, 20 bisher immer ohne Schnüre
(S. 359, 2. 375, 8. 11) mitlief, jetzt doppelte Schnüre er-
halten soll.
Fig.93. Nach erneuter Prüfung will mir fast scheinen,
als ob sich Heron die Vorrichtung in Fig. 93 der in
Fig. 107 beschriebenen analog gedacht habe, also doch
mit vertikalem &&óviov. In diesem Falle mülste der
Altar allerdings bedeutend kleiner sein, denn sonst wäre
eine vertikale Achse kein «&övıov,»sondern ein &$ov. Das
war auch ein Grund mit, weshalb die vertikale Achse
der handschriftlichen Figuren in eine horizontale ver-
wandelt wurde. Unklar bleibt aber immer noch, wo das
Kettchen aufhört und die Schnur anfängt, ob letztere an
ersteres geknüpft oder beide wie in Fig. 107 nach dem
&5óviov geleitet waren. Vielleicht enthielt darüber etwas
die Lücke 382, 3 nach &$ovíp. Es könnten die Worte cijc
&yxóMje Enneoovong 382, 6 auf eine der Öse à in Fig. 107
analoge Öse gehen, die abfiel, sobald der Schieber unter
der Öffnung des Altars zurtikger Re war. Die Kette
durfte jedenfalls nicht weiter gezogen werden. Deshalb
war es vielleicht sogar notwendig, dafs die das Zurück-
ziehen des Schiebers vermittelnde Schnur abfiel. Das er-
reicht man am einfachsten in der durch Fig. 107 dar-
gestellten Weise. Der Leser wird sich danach die hier
angedeutete Einrichtung, auch ohne Figur, leicht vorstellen
können.
Fig. 94. Wir geben hierneben die handschriftliche
Figur (Fig. 94c), die so ziemlich in allen Hss. dasselbe
Aussehen hat. Bei der Rekonstruktion hätte dem Dionysos
ein Kantharos in die Hand gegeben werden sollen, wie
er ihn auf den Bildwerken gewöhnlich bei derartigen
Spenden hat.
ANMERKUNGEN. LV
Der Vorschlag, 9% statt Gr zur Bezeichnung des
Hahnes zu schreiben, ist ansprechend, zumal wenn man
erwägt, dafs das & in älteren Handschriften die Form /N
T3 = TTE | TL
DC
E Re
Fig. 94c.
hat, welche leicht in ein v übergehen konnte. Übrigens
. weicht Heron einige Male von der herkömmlichen Reihen-
.folge in den Bezeichnungen ab.
LVI EINLEITUNG.
Wer die früheren Ausführungen Herons mit Auf-
merksamkeit gelesen hat (vgl. oben S. LIII), wird zugeben,
‚dafs zur Drehung des Hahnes G,r nieht nur eine Schnur
vollständig genügte, sondern dafs es nach Heronischen
Prinzipen nur eine einzige Schnur sein darf.
Der Hinweis auf Herons Belopoiika S. 388, 10 — 391,3
bezieht sich allem Anschein nach nur auf den Abzug
(Schastería) und nicht auf die ‘Hand’ (Cheir, das ist der
"Drücker' in den Belopoiika) ^ Man bedenke, dafs es in
den Belopoiika um Ermöglichung einer Bewegung in
mehr oder weniger horizontaler Richtung (Fortschnellen
des Pfeiles) handelt, hier dagegen in vertikaler Richtung
(nämlich der Abwärtsbewegung des Gewichtes À ) Es ist
wirklich schwer zu sagen, wie der erwühnte Drücker, den
wir in dem Rekonstruktionsversuche Fig. 42a 8.188 ver-
wandt haben, hier hätte sicher funktionieren können.
Fig. 96d stimmt in allen Hss. überein Dafs die
Buchstabenbezeichnung falsch ist, liegt auf der Hand.
Wenn der innerste Kreis «6,0
die Stylobatstufe darstellen soll,
so mufs der bewegliche Kreis-
ring durch den Zwischenraum
zwischen dem innersten und dem
mittleren Kreise gebildet sein.
Dann stehen aber die Buchstaben
eönY9xAuv an unrechter Stelle.
Stehen aber letztere am rechten
Platze, dann gehören die Buch-
staben «ßyd in den mittleren 7
Kreis, und dieser stellt die Fig. 96d.
Stylobatstufe oder den Säulen-
stand dar, während der.sinnerste Kreis in diesem Falle
den Raum innerhalb der Säulen bezw. die Basis für die
Figur des Dionysos darstellt.
Fig. 97. Die Worte 8. 396, 25—398, 2 &mob ...
moıeiv (— 399, 2—6 Bei einer... suchen) sind verdächtig.
gr P vi»
ANMERKUNGEN. LVII
Es wird im Vorhergehenden gesagt, dafs man, um die
Fahrt zu verlängern, entweder die Peripherie der Räder
vergrölsern müsse oder den Umfang der Achse verringern.
. Nach Herons Meinung erfüllt also beides denselben Zweck,
wie es ja auch thatsáchlich der Fall ist. Wie stimmt
das aber zu der Bemerkung, daís es verstündig sei, die
Peripherie der Räder grófser zu machen? Ist das nicht
ein Widerspruch? Dem Interpolator entging, dafs die
Verringerung des Achsenumfangs eine schnellere Rad-
drehung zur Folge hat, wodurch der zurückgelegte Weg
natürlich auch verlängert wird. Vgl. noch zu dem Wort-
laut der Interpolation S. 398, 14f.
Fig. 98. Heron erörtert die Übersetzung am Wellrade
ausführlich im Anschlufs an des Archimedes Schrift ’Emı-
nedwv looggoricı (arab. “Gleichheit der Neigung’) in seiner
Mechanik II, 7 (Journal asiatique IX 2, 1893, 8. 238. 239
ed. de Vaux und Heron. op. vol. II) nach den fünf einfachen
Maschinen. In dem Kapitel von der Theorie des Hebels
(IT, 8. 3. 241, 11. 12) berührt Heron aber die Sache nicht
weiter als durch den kurzen Hinweis: “Was für zwei kon-
zentrische Wellen gilt, gilt auch für den Hebel. Heron
betrachtet an mehreren Stellen den Durchmesser einer Welle
als einen Wagebalken, dessen Stützpunkt ihr Mittelpunkt
ist, oder, was dasselbe bedeutet, als einen zweiarmigen
Hebel, wie es 1577 zuerst wieder Ubaldo del Monte that.
S. 400, 9—13 = 401, 3—8. Der Apparat mit dem
Baechus ist durchaus ein unpassendes Beispiel für die
Räderübersetzung. Beim Bacchus ist, sobald der Abzug
gezogen ist, nur eine einzige Bewegung auszuführen, die
keinen grófseren Umfang hat als den eines Halbkreises.
Dazu bedarf es doch keiner Übersetzung. Eher hätten
die Tünze erwühnt werden kónnen, bei denen (S. 395, 10)
eine einfache Übersetzung angedeutet wird. Aber usl&ovag
xóxlove S. 400, 10 setzt ohne Zweifel eine mehrfache Über-
setzung voraus. Dazu stimmt aber wieder der Singular
to uelfovı S. 400, 12 nicht. Schliefslich ist der Ausdruck
4] 08 eic mv Asiav ohne zugefügtes czoóidouévr (s. S. 402,10)
LVIII EINLEITUNG.
oder &modedousvn (s. S. 436, 14) hart, des Heron wenigstens
sonst ungelüufigen &&v ydg nicht zu gedenken. Alle diese
Bedenken bestimmten mich, den Satz für ein Einschiebsel
des uns schon anderweitig bekannten Interpolators zu
halten. Die an-
geführten sachli- e (Je)
chen Gründe ha- & ES
ben Brinkmanns !
Biligung gefun- |
den. Nur wirft *
derselbe die Frage
auf, ob nicht
durch Streichung
von tod Zí,.ovucov
geholfen würe. In
diesem Falle wür-
den wir eine an
sich gewifs denk-
bare,allgemeinere
Bemerkung ha-
ben. Aber einmal
glaube ich, dafs
alsdann noch coic
uei$ocı zu ändern
wäre, und an-
dererseits würde
doch durch diese
Worte kein Ge-
danke hinzu-
gefügt.
Fig. 99b u. Fig. 99b.
99c. Da Herons
Angaben sehr summarisch sind, so geben wir hier die Be-
schreibung des rekonstruierten Mechanismus nach dem
Wortlaute von H. Querfurth.
‘In den Raum zwischen den beiden Scheidewünden e£
und n® (Fig. 99a S. 402) ist ein kurzer Gewichtskasten A
ANMERKUNGEN, LIX
zur Führung eines kleinen Gewichtes a eingebaut. Zwei
Sehnüre, über die Rollen B B, geleitet, führen nach den
Schiebern SS,, welche die Öffnungen x, A der Hirsebehälter
mit den Antriebsgewichten des Automaten abschliefsen.
Das hinter dem Schieber 5 befindliche lockere Schnurteil s,
(Fig. 99b S. LVIII) verhindert, dafs beim Vorwärtsziehen
des Schiebers durch die Schnur s das Gewicht a angehoben
wird. Schnurteil s, ist in der äufsersten Stellung des
Schiebers $ straff, damit das Gewicht a später beim
Niederfallen sofort auf den Schieber wirken kann. Arre-
tierungshebel, am Gewichtskasten A drehbar über einander
angebracht, treten mit ihren Schenkeln c und d durch
schlitzartige Ausschnitte in den Wandungen von A und
verhindern in einer oberen und einer unteren Stellung
das Gewicht a am Hinabfallen (Fig. 99b und 99e). Ein
auf der Drehachse jedes dieser Hebel angebrachtes kleines
Gewicht drückt die Schenkel c und d stets nach innen
(Fig. 99c). Die an den Schenkel cd, der Arretierungs-
‚hebel befestigten Schnüre f und g sind um die Walze E
gewickelt und zwar f schon gespannt, 9 indessen mit auf-
LX EINLEITUNG.
geklebter lockerer Schlinge. Zum Antrieb der Walze .E
sind die Schnüre b und h bestimmt; Schnur b führt nach
der Achse F der Laufräder des Automaten (Fig. 99b) und
wird angezogen beim Drehen der Rüder. Das Anziehen der
Schnur Ah ist von dem Niedersinken des Antriebsgewichtes G',
abhängig gemacht, welches die Mechanismen für die ein-
zelnen Vorgänge auf dem Theater in Bewegung versetzt.
Der beschriebene Mechanismus funktioniert wie folgt:
Sobald durch die Schnur s der Schieber S vorwürts be-
wegt wird, wird die volle Flüche desselben unter der
Ausflufsoffnung x fortgezogen, und die Schieberöffnung s,
gestattet ein Austreten der Hirse, das Gewicht @ sinkt
nieder und treibt, auf die Räderachse F' wirkend, den
Automaten vorwärts. Während dieser Bewegung wickeln
sich die lockeren Schlingen der Schnur b ab, so daís am
Ende des Vorrückens des Automaten die Schnur b ge-
spannt wird und mittels der dann gleichfalls gespannten
Schnur f den Winkelhebel cc, dreht; Schnur b gleitet
schliefslich vom Pflocke e der Walze E ab. Das Gewicht a
verliert hierbei seinen ersten Stützpunkt und fällt auf den
zweiten nieder, gebildet durch den Winkelhebelschenkel d.
Während dieses Vorganges hat sich die lockere Windung
der Schnur g von der Walze E abgewickelt, ohne dafs
"der Winkelhebel dd, bewegt wird. Durch das Fallen des
Gewichtes « wird der Schieber S wieder zurückgerissen,
seine volle Fläche schliefst die Öffnung x, das Vorrücken
des Automaten hórt auf. Gleichzeitig ist aber auch der
Schieber 5, vorwärts bewegt, dessen volle Fläche die
Ausflulsöffnung A bislang geschlossen hielt; diese wird
jetzt frei, und das niedersinkende Gewicht @, setzt die
übrigen Mechanismen des Automaten in Bewegung. Gegen
Schlufs dieser Vorgänge wird durch das Gewicht @, die
Schnur A gespannt, deren lockere Windungen sich in-
zwischen abgewickelt haben; der Winkelhebel dd, wird
gedreht, dem Gewichte a sein zweiter Stützpunkt ent-
zogen, es fällt hinab. Beide Schieber 88, werden mit-
gerissen. Die zweite Schieberöffnung s, des Schiebers S
ANMERKUNGEN. LXI
kommt untér den Behälterausfluls x zu stehen, das Ge-
“wicht @ sinkt beim Auslaufen der Hirse weiter nieder
und führt dureh entsprechende Einwirkung auf die Lauf-
räder den Automaten auf seine Ausgangsstele zurück.
Schieber S, äufsert durch sein Vorrücken weiter keine
Wirkung auf die Mechanismen des Automaten.’
Fig. 100. Eine handschriftliche Figur ist zu dem
Donner nicht vorhanden.
Fig. 101. Eine handschriftliche Figur giebt es auch
für den stehenden Automaten nicht.
412,17ff. Zum Verständnis der Naupliussage geben wir
auch Hygins Fabel 116: 'Ilio capto et divisa praeda Danai
cum domum redirent, ira deorum quod fana spoliaverant et
quod Cassandram Aiax Locrus a signo Palladio abripuerat,
tempestate et flatibus adversis ad saxa Capharea naufragium
fecerunt, in qua tempestate Aiax Locrus fulmine est a Minerva
ictus; quem fluctus ad saxa illiserunt, unde Aiacis petrae
sunt dictae. Ceteri noctu cum fidem deorum implorarent,
Nauplius audivit sensitque tempus venisse ad persequendas
filii sui Palamedis iniurias.' Itaque tanquam auxilium
eis afferret, facem ardentem eo loco extulit, quo saxa
acuta et locus periculosissimus erat. | Ill credentes
humanitatis causa id factum, naves eo duxerunt. Quo
facto plurimae earum confractae sunt, militesque plurimi
cum ducibus tempestate. occisi sunt, membraque eorum
cum visceribus ad saxa illisa sunt. Si qui autem potu-
erunt ad terram natare, a Nauplio interficiebantur. At
Ulyssem ventus detulit ad Maronem, Menelaum in Aegyptum.
Agamemnon cum Cassandra in patriam pervenit Aufser-
dem vgl Nauck trag. gr. fragm. 223f. und R. Schóne
Zu Hyginus und Hero S. 73, der es unentschieden läfst,
ob eine Beziehung zu Sophokles Ne$màtc llvoxesóg vor-
handen sei. T& NevnmAiov vr' Eifoixà nvonoAmuere sind
auch Eurip. Hel. 767 erwähnt.
1) Palamedes war nach der Sage infolge der Ränke des
Odysseus von den Griechen vor Troja unschuldigerweise ge-
stemigt worden.
LXII EINLEITUNG.
Zum Tode des Ajax durch Minerva vgl. noch Verg.
Aen. I 389—495:
EDU QUESO Pallasne exurere classem
Argivom atque ipsos potuit submergere ponto
unius ob noxam et furias Aiacis Oilei?
ipsa lovis rapidum iaculata e nubibus ignem
disiecitque rates evertitque aequora ventis,
ilum expirantem transfixo pectore flammas
turbine corripuit scopuloque infixit acuto.
Fig. 102. 416, 8. Sollte nicht Zumooodev statt
orıodev zu lesen sein? Die beiden Worte sind auch sonst
verwechselt, z. B. 446, 24. Die Bemerkung S. 420, 15
Eotı . . . m«gexólAguc ist seltsam. Da diese ganze Vor-
richtung im Innern liegt, so erscheint es überflüssig zu
sagen, dafs man nicht sehen dürfe,
wie die lockeren Schnurlagen an-
geklebt seien.
Fig. 103. Das Schlaghölzchen
würde noch fester sitzen, wenn
der Stift auch an der Stelle vier-
kantig wäre, wo er durch das
Schlaghólzchen hindurchgeht.
Ä Fig. 103c ist die Nachbildung
eines Drillbohrers in einer Hs. zu
Bologna. S. Wescher Poliorceti-
que 8. 221.
Fig. 105. 8.434, 2-6 voto Fig. 1030.
. Gmoreuvev — 8. 433, 27 —
435, 6 “Der überragende Teil ... abzuschneiden’. Die
bezeichneten Worte unterliegen starken Bedenken. Denn
was sie besagen, ist teils schon oben S. 432, 16 (@morsusiv
“abzuschneiden’) gesagt, teils wird es erst unten S. 434,
14—19 = $8. 435, 15—21 in einer mehr Vertrauen er-
weckenden Fassung gegeben. Es ist wohl kaum ein.
Zweifel, dafs der Interpolator wieder thätig war.
Unter Fig. 105c fügen wir die handschriftliche Figur
bei, welche in allen Hss. ziemlich dasselbe Aussehen hat.
ANMERKUNGEN. LXIII
Fig. 107. Die Worte, welche verlangen, dafs der
"Kasten auf der Rückseite einen Verschlufs (*Nagel' in den
Hss.) habe, damit man ihn von allen Seiten verschliefsen
kónne, sind nicht ohne Bedenken. Er soll aus Holz sein,
obwohl sonst der ganze Kasten aus Kupferplatten zu-
sammengesetzt ist. Auch liegt ein Widerspruch mit
8. 442, 8 = 8. 445, 10 vor. Hier wird ausdrücklich
betont, dafs der Kasten keinen Deckel habe, sondern (nach
Fig. 105c.
hinten) offen stehe. Dafs in diesem Falle der auf der
Vorderseite des Automaten sitzende Zuschauer die Flamme
schon vorher zur Unzeit sehen werde, ist jedenfalls nicht
zu befürchten. Dagegen ist vielleicht Gefahr, dafs die
Flamme, die doch immerhin eine geraume Zeit brennen
mufs, aus Mangel an Sauerstoff erlischt, wenn der Kasten
von allen Seiten geschlossen wird.
Fig. 108. Hr. H. Querfurth hat in Wort und Bild
den Versuch gemacht, das Erscheinen, den Umlauf und
das Verschwinden der Athene zu rekonstruieren. Wir
fügen aufser den Figuren (108a—e) auch die Beschreibung
in Querfurths eigenen Worten bei.
"Die ohne irgend welche handschriftliche Figuren über-
lieferten Angaben beschrünken sich darauf, das Erscheinen,
LXIV EINLEITUNG.
ài SN
ie Bewegung N
und das Ver- STERN
schwinden der N
Figur der Athe- N
ne und die zu S N
diesen Zwecken N
zu wählenden N
mechanischen a
Hilfsmittel nur RR
ganz allgemein N:
anzudeuten. t NO
Nachstehend ist
der Versuch ge-
macht worden,
auf Grund die-
ser Angaben die
Mechanik zu
konstruieren,die
für den Um-
lauf der Athene
und zugleich in
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dasübrigeTrieb-
werk des Auto-
y,
gus
——
ga
DL
N
maten mutmafs | N i
lich angewendet | M S S
wurde. Die bei- IN Dr
gefügtenSkizzen | MI
(Fig. 108a—e) N ws T
Bone y a en Br |. ta
en vorliegen- 4
den Zweck in RL \ -—
Frage kommen- N 2:
den Einrichtun- SS \
gen und Mecha- \
nismen zur An- m
schauung; glei- N
9; 8 0 NSSSSSSSS
Fig. 108a.
ANMERKUNGEN.
A
oo
e
-
to
M
iz
LXV
che Teile sind dabei
mit gleichen Buch-
staben bezeichnet.
Fig. 108a zeigt den
Längsschnitt, Fie.
108b den Grundrifs,
die Figuren 108 c—e
Einzelheiten der Me-
chanik.
Die Bühnenóff-
nung 0, 0; (Fig.108 b)
ist unten begrenzt
durch ein Brett o,
welches die notwen-
digen Einschnitte im
Bühnenboden und die
mechanischen Ein-
richtungen, die auf
demselben ange-
bracht werden muls-
ten, dem Auge des
Zuschauers verbirgt
(Fig. 108a). Er-
scheinen, Umlauf und
Verschwinden der
Athene vollziehen
sich auf der Vorder-
bühne zwischen den
Hohlräumen O0, 0,
der Walzen für das
Wandelbild. Für die
Zwangsbewegungder
Figur der Athene ist
in den Bühnenboden
ein umlaufender
Schlitz n (Fig.108b)
eingeschnitten, der
e
LXVI EINLEITUNG.
auf seinen äufseren Enden von halbkreisförmigen Teilen,
in der Lüngsrichtung von parallel gerichteten dd ge.
bildet wird. Der mitt- dd i3
lere Teil-E, (Fig. 108a)
des Bühnenbodens ist
durch zwei kleine Pfo-
sten PP (Fig. 108a
und 108b), die vom
Boden des Hohlraumes
H aufragen, in seiner
Lage gehalten. Schlitz x
(Fig. 108b) dient als
Einführungsöffnung für
die herabfallende Blitz-
wolke (Fig.109). Unter
dem Teile E, des Büh- Fig. 108c.
nenbodens liegen, an den
Enden der Schlitzbahn » drehbar gelagert, die Rollen .5, B,
(Fig. 108a), deren Umfünge von den inneren, parallelen Be-
grenzungslinien des
Schlitzes n berührt
werden. Untere Rol-
lenkrünze verhindern
das Abrutschen der
Schnüre c, «. Die
Figur der Athene
(A, Fig. 1083, d, e),
aus dünnem Material,
ist wegen der Kehr-
bewegung doppel-
seitig gemalt, und NEEERRZUNEE
um ein Scharnier b A ER
(Fig. 108d, e) dreh- / y
bar auf einem klei- Fig. 108d.
nen Schlitten D
(Fig. 108a, c bis e) befestigt. Ein kleines Bleigewicht a
(Fig. 108d, e), auf dem Fufsbrette der Figur angebracht,
27/7717 177777, :
"d
mme C E —E— M BE m — mH
ANMERKUNGEN. LXVII
sichert die aufrechte Stellung der Athene während des
Umlaufes. Der Schlitten D gleitet mittelst der Laufleisten
d,, d, (Fig. 108c, e) und ist einseitig und zwar nach vorn
von einem dünnen Bleche d begrenzt, welches den Bühnen-
boden indessen nicht berührt. Dieses Blech d dient dem
Zwecke, den Schlitten D móglichst in seine Anfangsstellung
wieder zurückgelangen zu lassen. In der Anfangsstellung
liegt ein Stift g im Bühnenboden fest, unterhalb des
Schlittens hinter dem Bleche d (Fig. 108b); in der Schlufs-
stellung wird die Bewegung des Schlittens D durch den-
selben Stift
9 gehemmt
(Fig. 108e).
Anfangs-
und Schlufs-
stellung des
Schlittens
sind also nur
um die Blech-
^ stärke von d
verschieden.
Pflócke f, f
(Fig. 108 c)
MEC RATES sind in dem
Enni s Schlitten-
Fig. 108e. brette befes-
tigt und ra-
gen so weit unter dem Schlitten hervor, dafs sie als
Führungsstifte in die Schlitzbahn » eingreifen und mit
genügendem Spielraum über die Kränze der Rollen B, B,
hinstreichen, der Abstand der Pflócke f, f von einander
richtet sich nach der Weite und Krümmung des Schlitzes n.
Um eine möglichst gleichmáfsige Gleitbewegung des
Schlittens D und damit der Figur der Athene zu erreichen,
läuft eine gespannte Schnur c (Fig. 108a, c), über die
Rollen B, DB, geleitet, von einem Pflock f zum andern
(Fig. 108e). Die Antriebsschnur c, ist mit einer Öse e,
e*
LXVIII EINLEITUNG.
(Fig. 108d) um den Ansatz f, des einen Pflockes f gelegt
und dann weiterhin durch das Loch / im Schlitten in
dünner Fortsetzung e nach der Mitte der Athene geführt
(Fig. 108d, e). Von f, (Fig. 108€) läuft die Schnur c,
um D,, B, D, (Fig. 108a), dann nach der Leitrole C
und von dort nach dem Antriebsgewichte des Automaten.
Beim Beginn des Umlaufes der Athene wird durch eine
entsprechende Vorrichtung die über die Rolle F' geleitete,
sehr dünne Schnur s (Fig. 108a) vom Betriebsgewichte
angezogen. Diese, mit einer Öse auf einen kleinen, schräg
gerichteten Stift p der Figur aufgehakt (Fig. 108a), be-
wirkt also das Aufrichten der Athene. Ist die senkrechte
Stellung der Figur erreicht, der Stift p also in die Lage p,
gelangt, so wird die Schnur s vom Stifte abgestreift; der
Schlitten ist dann für den Umlauf frei. Dieser vollzieht
sich dann unter Einwirkung der jetzt vom Antriebsgewichte
des Automaten angezogenen Schnur c,. Der Schlitten mit
der aufrechten Figur der Athene bewegt sich zunächst,
die Vorderseite dem Zuschauer zugekehrt, nach der andern
Seite der Bühne. Ist die Figur dort angekommen, gleiten
die Pflöcke f, f des Schlittens D, immer im Schlitze n
geführt, um die Rolle 5, wobei eine Kehrbewegung der
Figur der Athene stattfindet. Infolgedessen kehrt sie jetzt
dem Zuschauer die Rückseite zu. In der Endstellung
stölst dann der weiter gleitende Schlitten D gegen den
Stift g (Fig. 108e) im Bühnenboden und die Öse e,
(Fig. 108d) der Schnur e, wird vom Ansatze f, des
Pflockes f abgestreift. Das weitere Anziehen der Schnur c,
hat zur Folge, dafs deren dünne Fortsetzung, mit e be-
zeichnet, angespannt und damit die Figur der Athene zum
Schlusse wieder niedergelegt wird.’
Die Erscheinung der Athene ist auch in einem Auf-
satze von R. Schöne Zu Hygimus und Hero im Jahrbuch
des Kaiserlich Deutschen Archäologischen Instituts 1890,
Bd. V, 73—77 im allgemeinen besprochen. Dort wird
ferner mit Recht auf den Widerspruch hingewiesen, welcher
sich daraus ergiebt, dafs Heron in Kap. XXIX die im Ein-
ANMERKUNGEN. LXIX
gange seiner Schrift (s. S. 406, 1) in Aussicht gestellte
" einfachere Erscheinung der Athene statt der von ihm ge-
tadelten, komplizierteren des Philo giebt, ohne die Hinweise
auf letztere, insbesondere die bekümpfte Schwebemaschine
(vgl. 8. 404, 17 und dazu S. 440, 24) getilgt zu haben.
Fig. 109. Eine handschriftliche Figur ist hierzu nicht
vorhanden.
KAPITEL IV.
ZUM ANHANGE.
Die von Halma benutzte Hs. 2363 (ehemals Fontebl.-
Reg. 2720, Pap. 218 Bl.) gehört nach Omont Inv. somm.
IL 247 thatsächlich dem 15. Jahrh. an. Das Alter der
anderen, 2392 (einst Fontebl.-Reg. 2726), wird von Omont
IL 252 bestätigt. Vgl. 5.500 f. das Fragment nach Pappus.
456, 7 möchte ich jetzt nach 252, 7 mit den Hss. £906
£ori schreiben.
Der ‘Liber Philonis de ingeniis spiritualibus' ist nach
V. Rose .Anecdota Graeca et Graecolat. II, 299—313 ge-
geben. Neue Kollationen sind nicht gemacht, weil sie
vermutlich nichts wesentlich Neues ergeben hätten.!)
A. de Rochas Traite des Pneumatiques de Philon
de Byzance. Extrait de la Revue archéologique, juin
et aoüt 1881, hat die Schrift S. 3—16 des Sond.-Abdr.
ins Französische übersetzt und mit einigen Anmerkungen
ausgestattet. Die Figuren sind mit geringen Änderungen
die handschriftlichen, wie sie Rose giebt.
Diese Übersetzung nebst den zugehörigen Figuren ist
von demselben unter dem Titel Fragment des Pneumatiques
de Philon de Byzance wiederholt in der Science des philo-
sophes et l'ari des thaumaturges 1882 8. 205—218, aber
meist ohne die Anmerkungen.
1) Wem es um einen vollstándigen kritischen Apparat zu
thun ist, dem ist Rose unentbehrlich. Auch dessen Einleitung
ist zu beachten.
UXY EINLEITUNG.
Eine deutsche Übersetzung erscheint hiermit zum
ersten Male.
Die Lebenszeit Philons steht nicht fest. Jedenfalls ist
er ülter als Heron und Vitruv und jünger als Ktesibios.
Von Heron wird nämlich Philon 404, 18 und von Vitruv VII,
Praef. 14 S. 160,3 Rose erwühnt. Philon selbst führt
dagegen wiederholt den Ktesibios an (s. oben S. X, Anm.),
ohne gerade dessen Schüler gewesen zu sein (s. Susemihl
Gesch. d. gr. Liti. I, 745, Anm. 192). Wenn Philo in
die zweite Hälfte des 3. Jahrh. v. Chr. gesetzt wird, so
stimmt das zu der bereits S. XI Anm. ausgesprochenen
Vermutung, dafs er ein Zeitgenosse des Archimedes sei.
459, Anm. 2. Die: Oxforder arabische Hs. trägt die
Nr. 954, nicht 966.
474ff. Vgl. oben S. XLV.
486, Fig. 121. Man mufs sich vorstellen, dafs das
Vorratsgefüfs ab in einem abgeschlossenen Raume steht.
Die aus Vitruv!) abgedruckten Abschnitte sind der
Ausgabe von Rose entnommen.
Fig. 29a (495 Anm. 5) s. oben S. XXXV.
Vitruvs Wasserorgel ist oben S. XLI ff. behandelt.
1) Neuerdings wird mit Unrecht von J. L. Ussing Betragt-
ninger over Vitruvii de architectura libri decem. Kgl. Danske
Vidensk. Selsk. Skr. 6. Raekke, hist. og filos. Afd. IV, 3, Kopen-
hag. 1896, im Anhange Observations sur Vitrwe et sur le
temps ou peut avoir été écrit l'owrage qui porte ce titre Vitruv —
frühestens dem 3. Jahrh. n. Chr. zugewiesen (wie schon 1856
von C. F. L. Schultz dem 4. Jahrh.) und für einen “Dilettanten’
aus der Gegend von Ravenna erklärt, der Varro kompiliert
habe. Vgl. dazu die Bemerkungen von P. Tannery Frontin et
Vitruve S.-À. 8. 118—127 (Revue de Philologie 1897). Hultsch
erklärt sich entschieden gegen diese Datierung. “In allen rein
technischen Dingen’, schreibt er mir, “ist Vitruv eine unschätz-
bare und durch keine Deuteleien herabzusetzende Autorität.
Sein ungehobelter Stil zeugt nur für die Echtheit der Über-
lieferung; Männer der Praxis haben schon zu Augustus’ Zeit
anders geschrieben als die Gelehrten.” Dem kann man nur
zustimmen.
HERONIS ALEXANDRINI
PNEVMATICORVM LIBRI DVO.
CONSPECTVS NOTARVM.
A = Marcianus 516 s. XIII.
G — Gudianus 13 s. XVI.
T — Taurinensis B, V, 20 anni 1541.
à — consensus codicum AGT vel Heronis recensio prior.
M = Magliabechianus II. III 36 s. XVI.
B — Barberinianus I 162 anni 1499.
C = Constantinopolitanus 19 s. XV.
P — Parisinus 2515 s. XVI.
b — consensus codicum BCP (2—28, 17 — BC, 188,19— 204, 22
— CP) vel Pseudo-Heronis recensio posterior.
L — versio Latina s. XV.
... lacunam significat,
t locum corruptum,
[ ] delenda,
. X » inserenda.
Potiores tantum lectiones afferentur. Ea praefationis pars
quae est de codicum ratione et index verborum supplemento
seorsum expresso continentur.
HPO9NO£Z AAEZANAPEQOX
IIN EYMATIK9N
A B
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. ji
p. 145
ed. Paris.
HPQNOZXZ AAEZANAPEQZ
INETMATIKQN
UP2TON.
Tijg zvsvueviuxijg monyucreiag Gozx0vOijg NELWWEVNG Prock
\ LE LA "d x —Á -
zog TÜV z«A«LÓv quAoGóqov TE xci WwmyovuixOv, TOV
uiv Aoyuxüg Qv Ödbvauıv «rijg Gzxo0sÓcxórov, rÀv
0b x«i dr c«Orüc is vv cic)«rov Evsoyelag, dvay-
xcov ozégysuwv voulouev xci abrol TE z«ocdo0cvrc
und TOv Goyaícov sig vítuv Ayayeiv, nal & nweig Ó&
TOOGEVOTARUEV ELOHEOHEL" obrog yGg Tovg ueri TRÜTE
Ev roig uebucouw Gvcoroégsc)«. BovAou£vovg Oge-
Asiodaı cvu[hjcevot. — &xóAovOorv dt sive, vouloavreg
Tjj TOv v$O0Qícov (gooxozs(ov &&ev, Trig uiv Ev TEOORQOL
BıßAloıs zgoaveyéygezvou ve«Uvrqv Govsyij Ozégysuv
yodpousv xci mEgl eUvijo, og TEOEENTaL‘ Ó.& yàg Gvu-
zAoxijg &£gog Hal zvgóg x«i Voarog x«l Yyig x«l vOv
TQuOV OTOVys(ov N xcl TÜV TEOOLEWV GUUZAEXOUÉVOV
.ztoux(AcL Oct éGs.g Evegyobvrar, al UEV Gveyxotorácag
to Dío Toro yoslag mupeyovoaı, ai Ób éxmAmxvwxÓv
rıva Pavucouov émiÜüsuxvOusvat.
13 Fragmentum huius operis exstat apud Proclum hypotyp.
astron. Bas. 1540 p. 42; v. infra teooagcı b: teragcı AG:
rerragoı T 14 moooavayeypantaı ab: corr.Haasius 16—17 f.xol
Tí» TQLO!Y ... ovunkerousvov del. 17 rerrdowv T
5
5
ii
e
1
ex
20
DIE DRUCKWERKE
HERONS VON ALEXANDRIA.)
BUCH I.
Das Studium der Pneumatik wurde von den alten Einleitun;
Philosophen und Mechanikern sehr eifrig betrieben, indem
die einen ihr Wesen theoretisch, die andern durch Vor-
führung von Experimenten darlegten. Daher erscheint
es auch uns notwendig, die Erfindungen unserer Vor-
gänger, wie sie uns überkommen sind, in geordneter
Reihenfolge zu entwickeln und unsere eigenen mit einzu-
schalten. Das dürfte für künftige Mathematiker von
praktischer Bedeutung sein. Wie oben bemerkt, behandeln
wir auch die Pneumatik, weil wir sie für die natürliche
Fortsetzung unserer früheren, in vier Büchern gegebenen
Darstellung der Wasseruhren halten. Denn durch Ver-
einigung von Luft, Feuer, Wasser, Erde und die Zu-
sammensetzung von drei oder auch vier Elementen ergeben
sich Verbindungen mannigfacher Art, von denen einige
uns mit sehr notwendigen Lebensbedürfnissen versorgen,
während andere staunende Bewunderung hervorrufen.
1) a bezeichnet die ältere Rezension, b die jüngere Über-
arbeitung.
1 AAsf£avógéíog à: YıRocoyov b 3 PıßAlov moGrov b
8 x«l «óvol om.b 9 ó'zusig b óàom.L 10 eíc8éc9c a:
Endeodaı b 12 &xólovbov ÓP sivaw om. L . 19 gosíeg và
Bio vo$ro tr. b
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146
4 HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN A.
IIoo 0$ vàv Aéyso9«t usAAóvvov zoGrov zzgl «voi
ÖLeAnnteov. oi uiv y&Q TO xo96Aov undtv eivaı xevov
(OLavs(vovvat», ol 0$ ü0govv uiv xev&à qow under
5 y , \ \ \ / -
ELVEL x£vóv, zogeozcQuévov Ó& xev uwuxoc uópoux | vÀ
27 \ - € nm M € M M - x ,
Qu Hal TO vyod x«t (TO) zvgi x«i roig &AAoLG Guc-
GLV* oig ucALOT« GvugtosoD«L TOOONKE' Éx yo TOV
q«uvouévov xci oz0 nv «ic09c0iv zwuxTÓvrOV Ev Toig
&büg deiavvraı voUro ovußaivov' TEv TO wEvror v&
Ayyeia v& Óoxoüvre eivaı volg MoAAolg xevà 00x Eorıv, Gg
ÜroAcußcvovsı, xsev&, &épog HE zAxoy. 6 Ó& do Eorıv,
Og Toig TEOL qosog TORYURTEVORUEVOLGg LOEOHEL, éX
AezTÀV x«i uuxogoucov GoucrOv OVVEOTNADG Cqovív
e m „ [y 9 N \ , 3* m , \ M
quiv óvvov Og &xcL (TO) z0ÀU. &&v yoUv sig TO Óoxobv
5 m \ e /, > , ri 25 TER A
&yyslov xsvoóv Ündoyeıv EYYEN Tig vÓGQ, Xu 0cov &v
aindog Tod Vbarog sig 10 &yysiov Eunintn, xovà voGoU-
rov zAW9og ANNE éxycognost. xcravowosue Ó' &v vig TO
Asyóusvov éx TOO TOLOVTOV' é&v yàg sig vÓOQ x«r«-
oroäbag dyyslov TO Óoxobv Eivaı nevov mueöng eig To
xir CxAuvég Óv«qvAdGGGOv, oOx ElosAEVoET«Lı TO vÓGO
, , kil ei FERN 1 e er M 3
eis «Ovó, xüv 0Aov «c)rO xgUvng: Govs OijAov tive,
Or, GO Ozcoyov 6 ano 00x é& z«agsvosADciv TO vOGO
dic TO zezANooxévau. z&vra vov Ev TO Cyysío vóxowv.
£&v yobv vgvzwom Tig vOv zvÜüutva Tod Gyyt(ov, TO
uiv VOWE Ói& TOD oróu«rog sig adro elosAsvoeraı, Ó
Ó& Qo did Tod Tovamuarog Ebelevorreı. adv Ö8:
1—28, 15 IIgó ... xıvnosıg ed. Diels Sitzgsber. d. Akad. d.
Wiss. Berlin 1893 p. 120—127. zegl xevoU inscribit G,T
3 Ödıarsivovraeı b, contendunt L: om. a: olovraı Paris. 2431
5 ro (alterum) b: om. a8 év và uévzo: à AGT, b: c&
pévro, T, alii: ex eo quod L: tv vó ueyıorov Diels 12 Aentov
xol uıroouee@v Laur. 59, 17. Leid. Voss. 44: Aezcóv xol uuxoóv
ueo@v AG: uixoàv nal novpav T,, «oógov in Aezvóàv corr. T,:
10
15
20
. DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. L 5
Bevor wir uns unserem eigentlichen Thema zuwenden,
haben wir zunüchst das Vakuum (das Leere) zu erlüutern.
Es giebt nümlich Forscher, welche überhaupt jedwedes
Vakuum entschieden in Abrede stellen!), andere?) hin-
5 gegen vertreten die Behauptung, es gebe von Natur zwar
kein kontinuierliches (absolutes) Vakuum, aber doch ein
in kleinen Teilchen in der Luft, der Feuchtigkeit, dem
Feuer und den andern Körpern verteiltes. Die letztere
Annahme verdient am meisten unsern Beifall. Denn es
10 ergiebt sich im folgenden ihre Wahrheit aus augenschein-
.. lichen, sinnlich wahrnehmbaren Vorgängen. Die Gefäflse,
die gewöhnlich für leer gelten, sind in Wirklichkeit nicht,
wie man glaubt, leer, sondern mit Luft gefüllt. Die
Luft besteht nach den Lehrsätzen der Physiker aus zarten,
15 feinteiligen, uns meist unsichtbaren Molekülen. Giefst
| man in das anscheinend leere Gefäls Wasser, so strömt
wenigstens so viel Luft aus, als Wasser hineinläuft.
Folgendes ist der Beweis für diese Behauptung. Wenn
man ein scheinbar leeres Gefüís umstülpt und in scharf
20 lotrechter Richtung ins Wasser setzt, so fliefst dieses nicht
hinein, selbst wenn man das Gefäls ganz untertauchen
sollte. Daraus erhellt, dafs die Luft ein Körper ist und
dafs sie deshalb, weil das ganze Innere des Gefälses da-
mit angefüllt ist, dem Wasser den Zutritt verwehrt.
25 Bohrt man allerdings in den Boden des Gefüfses (also oben)
ein Loch, so dringt durch die Mündung das Wasser ein,
während die Luft durch das Loch (im Boden) entweicht.?)
Hebt man dagegen vor der Durchbohrung des Bodens das
1) Aristoteles gegenüber Demokrit. 2) Straton. 3) Vgl.
unten Philos Pneumatik Kap. 2 nebst zugehöriger Figur.
Kıno@v nal Aenrouso@v b Laur. 74, 13. cf. p. 12, 3. 28, 2: (ex)
parvis ac minutis L_ 13 zó add. Diels 17 y&e AGb: ovo» T
. 9 givaı post xevóv iterat C — 9 xev& aC: om. BL 16 &u-
zinteı BC, , corr. C, 18 zié£eug C 22 rà om. C
Das
Vakuum
6 HPRNOZ AAEZANAPE9ZX IINETMATIK9NN A.
z00 Tro vrovuzijoc,. vOv zvÜufva Edv vig ÓpUOv £x vob
VO«rog TO Ayyelov Endon, Cvevoéweg Ówevou zücov
viv Evrog TOU Gyys(ov Erripdvsiav xocgív cz ToU
byooU, xcO9dzso "v xol zoo Tod TeyNvaı. do Ó17) Oz0-
Annteov siveu. GGu« TOv G£oc. yívevuu Ób zwveÜuc
xvuvye9e(g' ov0iv yàp ETE06V Eotı TO zvtÜuc N | xvwwvov-
uevog GX4o. éàv yobv TETOUANUEVOV TOU Gyyt(ov xov
vov zvOuéve xci sloxímvovrog roO VORTOS zoe Tig
TO Tovajuarı Tv yeloa, cio9n5osvau. TO nvevun éxzi-
tov £x Tod Ayyelov' vroUvo Ó$ ox (AAo ví Eorıw N Ó
&xxgovóusvog Und TOD V0crog Cao. ovy vozxoAQzxttov
oov Ev volg ov6L xcvoU Tıva qicww &€9óav corqv xc
ERVTNV OozxégQysw, zeosozoguévqv ÖE xcvi wwuxoc wóoue
TO TE dep xci TO UOyQG xci roig (AAo:g GOua«cw, £l
un &oc rov &Ócuovrc uóvov un xowvovsiv (sizou vig»
Tjj TOO x&voU qos. Ói& TO wire TÖOWoLm ErIÖEYEOHEL
urs Ov«xózTso)o., Turtöuevov Ó$ sig vovg Üxuove«g
x«i TÜS GgUgug ÜAov Evöveodaı. Tobro bt cOTQ zocga-
xoAovési Ou TNV Gvveyi zvvxvótqvoc' và yég roO zvoog
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DIE. DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 7
|. Gefüfs senkrecht aus dem Wasser und kippt es um, so
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| 1
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15
25
wird man die ganze Innenseite des Gefälses trocken finden
wie vor dem Untertauchen. Daher darf die Körperlichkeit
der Luft als ausgemacht gelten. Die Luft wird zu
Pneuma (Wind), wenn sie bewegt wird. Denn der Wind
ist nichts anderes als bewegte Luft. Wenn man also
das Gefüfs am Boden durchbohrt und die Hand ans Loch
hält, während das Wasser einflefst, so wird man in der
That fühlen, wie das Pneuma aus dem Gefälse entweicht.
Das ist aber nichts anderes als die vom Wasser ausge-
stofsene Luft. Die Annahme, dafs in Wirklichkeit an sich
ein natürliches, kontinuierliches Vakuum bestehe, ist also
nicht berechtigt, vielmehr ist das Vakuum in kleinen
Teilchen in der Luft, der Feuchtigkeit und den übrigen
Kórpern verteilt, falls man nicht etwa allein dem Diamant
(jeglichen) Anteil an der Eigentümlichkeit des Vakuum
absprechen will, weil er sich weder glühend machen noch
zerbrechen läfst, sondern beim Hämmern in Ambofs und
Hammer sich völlig eindrückt. Diese Eigenschaft ver-
dankt er seiner aulserordentlichen Härte. Denn die Mole-
küle des Feuers haben einen grófsern Umfang als die
Vakua des Steines und dringen daher nicht ein, sondern
berühren blofs die äufsere Oberfläche. Eben deshalb,
weil sie nicht vorher hineinkommen wie bei den übrigen
Körpern, entwickelt sich auch keine Wärme. Die Mole-
küle der Luft stofsen zwar an einander, doch ohne in
jedem einzelnen Teile in. einander zu passen; sondern
es bleiben eine Anzahl leerer Räume dazwischen wie
beim Sande am Meeresstrande. Wie die Sandteilchen
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za ab 15 ovußaiveı bL: om. a 21 zovzov AG: ro?tov» T :
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I, 9
|. durch die Luftteilehen, so, mufs man sich vorstellen, wird
die zwischen den Sandteilchen befindliche Luft (d. h. ihre
Moleküle) wieder durch die Vakua geschieden.!) Tritt
daher eine äufsere Kraft hinzu, so hat dies eine Ver-
, 5 dichtung der Luft zur Folge. Dann tritt die Luft an
die Stelle der Vakua, indem deren Moleküle künstlich
. zusammengedrüngt werden. Hört die Einwirkung der
Kraft auf, so kehrt die Luft infolge der ihren Teilchen
eigentümlichen Spannkraft wieder an ihre frühere Stelle
10 zurück, ähnlich wie auch die aus Horn geschnitzten Gegen-
. stände und die trocknen Schwämme wieder gleichen Raum
und gleichen Umfang einnehmen, wenn man sie zusammen-
drückt und dann wieder loslälst. In analoger Weise ver-
einigen sich auch wieder die Moleküle der Luft, wenn
15 sie unter Aufbietung einer äulsern Kraft von einander
getrennt werden und sich ein grófseres Vakuum bildet,
als natürlich ist. Denn die Moleküle bewegen sich schnell
durch das Vakuum, weil sie weder aufgehalten noch zurück-
gestofsen werden, bis sie sich wieder berühren. Nimmt
20 man nun ein sehr leichtes Gefáís mit enger Mündung,
hält es an den Mund, saugt die Luft aus und lälst es
dann los, so bleibt das Gefüís an den Lippen hängen; denn
das Vakuum zieht das Fleisch an, um den leeren Raum
wieder zu füllen. Daraus ergiebt sich für das Gefäls ein
25 kontinuierliches Vakuum. Dies kann man noch anderweitig
nachweisen. Will man die (sogenannten) medizinischen
Eier, welche von Glas und enghalsig sind, mit einer Flüssig-
keit füllen, so saugt man mit dem Munde die darin ent-
haltene Luft auf, hált ihre Mündung mit dem Finger zu und
1) Nach anderer Lesart: “Dabei mag man sich denken,
dafs die Sandteilchen den Luftmolekülen, die Luft zwischen
den Sandteilchen den Vakua inmitten der Luft entspricht.
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IER
-setzt sie umgekehrt in die Flüssigkeit. Läfst man dann
den Finger los, so steigt das Wasser in das entstandene
Vakuum hinauf, obwohl die Bewegung der Flüssigkeit
nach oben nicht naturgemäfs ist. Ähnlich ist auch der
Vorgang beim Schrópfkopfe. Nicht blofs, dafs diese an
den Kórper gesetzt nicht abfallen, obwohl sie hinreichend
schwer sind, sondern sie ziehen noch obendrein die be-
nachbarte Materie durch die Poren des Körpers an. Der
Grund hierfür ist folgender. _ Erhitzt man die Schröpf-
kópfe, so verflüchtigt und verdünnt das Feuer die darin
enthaltene Luft, wie auch die übrigen Körper, ich meine
Wasser, Luft und Erde, vom Feuer verflüchtigt und in
feinere Substanzen verwandelt werden. Dafs sie sich
wirklich verflüchtigen, läfst sich aus den Aschenresten
der Kohlen erkennen. Denn wenn diese auch denselben
oder einen nur um ein weniges geringeren Umfang be-
halten als vor der Verbrennung, so haben sie doch ein
von dem früheren wesentlich verschiedenes Gewicht. Die
verflüchtigten Kórper gehen mittels des Rauches in eine
feurige, luftige oder erdige Substanz über. Die feineren
Moleküle steigen bei der Verflüchtigung bis zur hóchsten
Region empor, wo auch das Feuer ist; die, welche etwas
fester sind als diese, gehen in die Luft über; was noch
gröber ist als diese, wird mit den erwähnten Teilchen
25 (Molekülen) eine Zeit lang bei dem ununterbrochenen Zuge
nach oben mit emporgetragen, fällt dann wieder nieder
und vereinigt sich mit den erdigen Substanzen. Auch
das Wasser wird vom Feuer verflüchtist und in Luft
verwandelt. Denn die Dämpfe, die aus den geheizten
30 Kesseln aufsteigen, sind nichts anderes als verdunstende,
sich in Luft verwandelnde Flüssigkeit. Dafs also das
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10
15
20
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 13
. Feuer alle Kórper, die fester sind als dieses selbst, auf-
lóst und verwandelt, ist hiernach klar. Auch infolge der
Ausdünstungen der Erde verwandeln sich die festeren
Stoffe in feinere. Tau entwickelt sich nur, wenn das
5 Wasser in der Erde verdunstet. Die Verdunstung wird
durch eine feurige Substanz hervorgerufen, wenn sich die
Sonne unter der Erde befindet und die jenseitige Hemisphüre
erwürmt, was um so mehr geschieht, wenn diese Schwefel
oder Asphalt enthält. Wird ein solcher Boden erwärmt,
10 so findet die Ausdünstung in stärkerem Malse statt. Auf
dieselbe Ursache sind auch die heifsen Quellen zurück-
zuführen, welche sich in der Erde finden. Von den Tau-
tropfen verwandeln sich die feineren Teilchen in Luft, die
festeren werden eine Zeit lang durch die Kraft der Aus-
15 dünstung mit emporgetragen, fallen aber wieder nieder, wenn
während der Sonnenwende eine Abkühlung erfolgt. Auch
die Winde sind eine Folge starker Ausdünstung, indem
die Luft herausgetrieben und verdünnt wird (= sich
ausdehnt) und allemal die Atmosphäre in ihrer nächsten
20 Nähe in Bewegung setzt. Indessen ist die Bewegung der
Luft nicht überall gleich schnell, sondern gerade dicht am
Orte der Ausdünstung stärker, dagegen in grölserer Ent-
fernung vom Ausgangspunkte der Bewegung schwächer,
ähnlich wie es bei emporgeschleuderten schweren Gegen-
25 ständen der Fall ist. Denn auch diese bewegen sich in
den unteren Regionen nahe dem Standpunkte der Wurf-
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20 auavgorsge AG, T,: &uvógorége T,G, ^ 21 gexovv-
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del. et lacuna statuenda est 22 nal n &nı AG p£egerar
AG: yivercı T 22—23 xol y&o a: transposul: ceterum xoi om.
Ambros. A 91 sup., Laur. 59, 17. 74, 13, Leid. Voss. 44 24 To-
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yiveraı Gvaztogtv bad TTS yso0ovg ovaíag, ors Gvvava-
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AGT,: gcAxeiov B: qdAxiov C 20 ueraßoial G, Tb: uere-
10
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 15
| kraft schneller, oben dagegen langsamer. Wenn aber die
treibende Kraft überhaupt nicht mehr auf sie einwirkt,
so kehren sie in ihre natürliche Lage zurück, nämlich nach
unten. Wenn die Wurfkraft sie mit fortdauernd gleicher
.5 Geschwindigkeit fortschnellte, würden sie beständig ihre
. Bewegung fortsetzen. So aber endigt ihre Wirksamkeit
nach kurzer Zeit; sie wird gleichsam aufgebraucht. Daher
nimmt denn auch die Geschwindigkeit ab. Das Wasser
verwandelt sich auch in eine erdige Substanz. Giefsen
10 wir in eine ausgehóhlte Stelle in der Erde Wasser, so
. verschwindet es binnen kurzer Zeit. Es wird von der
Erde aufgesogen, und die Folge ist, daís es sich damit
vermengt und selbst zu Erde wird. Sollte jemand be-
haupten, es werde weder umgeformt noch auch von der
15 Erde absorbiert, sondern es verdunste, weil es von der
Wärme der Sonne oder eines andern Körpers aufgesogen
werde, so kann man ihm leicht seinen Irrtum nachweisen.
Wenn man nämlich dasselbe Wasser in ein Gefäls aus
Glas, Bronze oder einem andern festen Stoffe schüttet und
20 längere Zeit in die Sonne stellt, so verringert sich die
Quantität nur in einem ganz unbedeutenden Maíse. Es
verwandelt sich also auch das Wasser in Erde. Schlamm
und Schmutz wenigstens sind Umwandlungen des Wassers
in Erde. Es verwandelt sich auch die feinere Substanz
25 in eine festere, wie man an der Flamme von Lampen
sieht, die aus Mangel an Öl verlóschen. Eine Zeit lang
schlägt sie empor und strebt gleichsam ihrer eigentlichen
Heimat zu, ich meine die allerhóchste Region über der
Atmosphüre, aber von der vielen Luft in dem Zwischen-
30 raume überwültigt, sucht sie nicht weiter die ihr zugehórige
on AG 23 yivovraı J. G. Schneider 26 xoarndeicev ab:
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corr. Diels. cf. p. 16, 8
2 2EamoorsiAovong aC: &dnootellodons B 4 loorayn) à:
toorayüs b: eque celeriter L 11 Aéya C 16 o£Avov b
18 zovrdzecw om. C Gore C: dore «x«l BL 20 sieur
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tóv xEvoVusvov cTózov slozíxzvst, víjg ÓS VAng oUxéci
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TÀVv Aóycov z&gi voUrOV TOOPEOOUEVOL. KRTROKEVELETEL
yàg Gqaiog« z&yog éyovo« Tod EAdouatog, Govs ui,
1 mzsgurAey8sicov ab (-Aay- b): corr. Diels 5 f. (äu-
qvonütig» sic 8 éx« AGT,b: ózó T, 12 revyovs Gb:
zayovg A 13 éàv ABG: dv T: om. C (sed habet Ev rvyyavsı)
17 &umzow? ÀGb: zowi T: possunt L: corr. J. G. Schneider
95 meo®wdvcıv Schneider
10
20
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 17
"Btütte zu erreichen, sondern mit den Molekülen der Luft
gleichsam en und verflochten, wird sie selbst zu
Luft. Ähnlich mufs man sich den Vett bei der Luft
vorstellen. Wenn diese in einem kleinen, verschlossenen
5 Gefüfse enthalten ist und mit dem Gefüfse zusammen ins
Wasser gesetzt, darauf das Gefäls so geöffnet wird, dafs
die Mündung nach oben liegt und das Wasser ee
so entweicht zwar die Luft aus dem Gefüíse, aber von
dem vielen Wasser niedergehalten, vermengt sie sich wieder,
'ı0 nimmt eine andere Form an und wird zu Wasser. So
wird auch die Luft in dem Schröpfkopfe vom Feuer ver-
flüchtigt und verdünnt und entweicht durch die Poren
der Gefüfswand, während der innere Raum sich leert und
. die benachbarte Masse anzieht, welcher Art sie auch sei.
35 Hat die Luft wieder Zutritt zu dem Schröpfkopfe erhalten,
so strömt sie in den leeren Raum, wird aber von der
Masse nichts mehr anziehen. Diejenigen, welche überhaupt
ein Vakuum leugnen, mögen dafür wohl mancherlei Beweis-
gründe ersinnen können und in der Theorie vielleicht
einigermalsen überzeugen, weil kein experimentaler Gegen-
beweis vorliegt. Wird jedoch auf Grund augenscheinlicher,
sinnlich wahrnehmbarer Vorgänge gezeigt, dals eine absolute
Leere nur auf künstlichkem Wege herbeigeführt werden
kann, dafs ein Vakuum zwar natürlich ist, aber dals es
nur feinverteilt vorkommt und dafs bei einer Verdichtung
die Moleküle an die Stelle der feinverteilten Vakua treten,
so werden die keine Ausflucht mehr haben, deren Hypo-
thesen sonst die Wahrscheinlichkeit für sich hatten. Man
stellt nämlich eine Kugel mit einer so dicken Metall-
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2 yiveodaı b 5 cvv To ‚Eyysio aUL: zara v0 &yysiov B
6 x«i aC: x«:& BL 7 ix om. b 8 ro. aC: om. B
9 napaniaooeraı a: megimienerer D: complicatur L: ze«oo-
mÀfweTOL Diels yivsodazı b 15 sloninte à: Eumimrei b
16 Zmiondoster a: Emionära b: trahit L 17 evglonsıw aC:
sbosiv D 19 aiodntınjg a: ctcünvijg b 25 0" obwét. b
(6°: tamen L secundum cod. Taurin. om. ceterl 26 zoogsoó-
wevor A: noop£oovzes b 27 tod iAdouerog ab: multiplicem L
Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 2
15
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18 HP9NOZ AAEZANAPES9Z IINEYMATIKRN A.
EUFARETOG Eivaı, q0gotoa 0Gov xovÜAmg v. Grtyvijg ÖE
oU615c «oTiüg zxcvro)ev rovzadjoovco Óci aígowve xoteivet
aArodv, Tovreorı GOANva AezmvÓóv, un wevovra v00
KARTE ÖLEUETOOV TÓxzOv TOO TETOVANUEVOV OMuelov,
önws Bdarı ÖLdgovomg ozáoyn, TO 0$ KAAo uégog «rot
Éxr0g Üreoeysv TS Opeloug OGov Ó«xróAovg Toeig'
viv ói Tod vgvzwNuerog TEegLogiv, Óv oo Kamera 6
Gíqov, Gveyvobv bei x«oovréoo zoocAcuBivovre 790g TE
TOv Gígove x«i mV fxvóg Tig Opaloag émupivesutv,
QG6rs Or«v ovAcous)« TO oTouarı Óuk Tod Gígcovog
éugvoüv, xcv& wyüéva vroózov TO zvsÜu« vijg Gqoíoeg
ÖLsanintew. Gxomüusv IN v& ovußalvovre' ozxcoyovrog
y&o Gépgog Ev cor]. xcOdzso xci Ev voig ÜAAoıg &y-
y&(oug zx&GL Tolg A&youévoig x&voig, ToU ÖE dcégog
z&exANooxórog vrac TOv EV cori) TÓXOV Al 7Q06-
EONGELOUEVOV xcvi GuvEysuxv zQ0g TNV TOD TtÜyOvG
z&tQuoynv x«i uyÓevog xevob, xo0dzso olovrot, cO
z«oczev vméoyovrog Tózxov, oov (v V0cg tioxoivot
Övvndeinusev obvs CAAov | &éog«, un Ozxoyognuo«vrog
TOD zQórsQov Ev coti bzQyovrog &£oog. xci Ev uev
zoAAWe Bí«g mv sioxguow zovwbusd«, zoórsgov ÖLEPOR-
yrostaı TO TtÜyog N émiÓf&eva( Tu mAijoeg Uzdoyov:
ors yOGg TG GOuc«T« Tod dEQog ÓUvcorau GvovaAivat
eis EAR000v uéysQocg* ÓcXosu yàg Ev abrolg £ysuv vwwv&
dıeoryuare, Ebg & ovuzLAoUusve éAcoGov abroig Óyxog
&oraı‘ todro Ó$ o0 nıdavov yiveraı uy) óvrog xo96A0v
xtvoU' OVTE OVVEONOELOUEVOV xerit cüo«g TOg ENL-
pavsiag vàv owudtwv zoog (CAAWNA« xci Óóuoíog zog
1ó0xro T. 4 rergvanusvov G, Tb: rovzxuatog AG, — 6 $zto-
&yeıv AG T, b: önaeyew T, 13 x«i om. T 20 zovégov T
t9
a
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. TJ. 19
wandung her, dafs sie nicht leicht platzt. Sie fasse etwa
‚acht Kotylen (= 2,19 l) und sei von allen Seiten ver-
schlossen; man durchbohre sie und stecke einen bronzenen
Siphon, das heifst eine dünne Röhre, hinein. Dieser darf
5 aber die Stelle, welche dem durchbohrten Punkte diametral
. gegenüber liegt, nicht berühren, damit Wasser durchfliefsen
kann. Sonst soll er aufsen etwa drei Finger (= 58 mm)
hoch über die Kugel hervorragen. Der Rand des Loches,
. durch welches die Röhre hinabgelassen wird, ist mit Zinn
0 zu verlóten; man mu(ís dies sowohl nach der Seite der
" Röhre als nach der äufsern Kugeloberfläche hin legen, auf
, dafs unter keinen Umständen Luft aus der Kugel ent-
weichen kann, sobald wir mit dem Munde durch die Róhre
hineinblasen. Betrachten wir nun die weiteren Vorgänge!
5 Wie in allen übrigen, angeblich leeren Gefälsen, befindet
' sich auch in der Kugel Luft. Das ganze Innere ist damit
angefüllt, und sie übt einen kontinuierlichen Druck gegen
die Gefüfswand. Wenn es überhaupt kein Vakuum gübe,
wie manche glauben, so vermóchten wir weder Wasser
0 noch andere Luft einzuführen, es sei denn, dafs die ur-
sprünglich in der Kugel enthaltene Luft zuvor Platz machte.
Wollten wir es mit aller Gewalt versuchen, so wird das
Gefüís, weil vollständig gefüllt, eher platzen als etwas
aufnehmen. Denn einerseits kónnten sich die Moleküle
5 der Luft nicht so zusammenziehen, dafs ihr Umfang ge-
ringer würde. Dazu hätten sie nämlich eine Anzahl Zwischen-
räume nötig, in welche sie sich zusammendrängen mülsten,
um einen geringeren Umfang zu bekommen. Das ist in-
dessen nicht wahrscheinlich, wenn es überhaupt kein
9 Vakuum giebt. Gäbe es wirklich ein solches nicht, so
kónnten andrerseits die Moleküle, da sie mit ihrer ganzen
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23 z& cou«ra AGT,: cóuc vv. T 27 cvvnottcuévov à: ex
b et Laur. 74, 13 et Leid. Voss. 44 correxi
8 zoooAaußdvovra a: meoılaußdvorra b: comprehendentem L
15 zootenoswcuévov b 23 v& om. b 27 ors yào bL
9*
20 HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIK9N A.
viv ToU vsUyovg zteoioynv ÓUvovro dv Ó,ocOévre vóxov
zov zoLjocL., u) vOzégyovrog xsvoU Tivog' QOTE XOT
undeva voóxzov N00080X0.Ival vu, vüv £xvO0g slg Tv
Spaioav, é&v uy EAXWENEN vv u£gog TOD Ev «vrjj ozxg-
yovrog zgóvsQov Goog, simeg Eori zezvxvouévog xci
Gvveyus züg Ó Tóxog, @g olovre. x«i uv étv Tıg
EHEN vóv olpava BaAwv sig TO Gvóuc éugvoüv slg viv
Gqeiocv, moAd zQoGsiGxowuvei zvsÜuo, UN ozxoyoponoocv-
vog ToU zpoUzQyovrog Ev «orjj &égog* rovrov Ó$ del
ovußealvovrog, Gcqüg Ós(xvvra, ovoroAd ywouéry vàv
oz«oyóvrov Ev vj; Gqpotoc ocuirov sig và napsunenkey-
ucva xsev&. mco PVoıw Ói T GcvoroÀ] Yivercı di“
viv tTíjo slóxoíosog Plav. idv vig ovv Eupvonoas xci
a0’ «OrO TO GTÓUu« zQoGcyayOv nv YEloa ovvróuog
émiouéo TO ÜcuxvrUAQ TOV Olpovo, usvei z&vvo TOV
yoóvov Ovvsopıyusvog 0 co Ev Tjj 6ga(oa* ékv Ó£ vig
evaerwucon, mahıv éxvóg 6ouNos Werd TE Yógov xci
Bons moAANs 6 MoE00E10x01L FE &9o Oi TO Exxoovsctat,
HANENEO NOOEPEUEDE, xocvà TV TOU zooUzxépQyovrog
&égog Ö1aoroAnv Qv Hard TQv Ebroviav yıvouevnv.
zÀLv oov Edv rig BovAnteı vov Ömdoyovra G£oc Ev
Tjj opaloa i&£Axeww. TO Orduarı ÓLG TOD Gípovog, z0AU
zAijog EraroAovdmosı, undeudg ÜAing obolag eig
TQ]v opaigav Avrırarallaooousvng, xoO0dzso éml TOD
coU mooelonraı' Gore did TOD ToLodrov reÀAs(Og Ósí-
vvodaı ueycAqv. KHE0L0V HEVOod Yıvousvyv . Ev vij
3 ztoootuoxovü vau GT: mooGxou9ijvot A, &ı6 supra scr.
7 f. lov 8 zooosıoxgıvei Laur. 59, 17. 74, 13, Leid.
Voss. 44: intromittet L: mooctuxoíveu T: mooctwxoí(vy ABG:
moosıorRelvn C 9 rovo?vov T 10 yevouevn T 16 cvve-
eqnyusvog AG,, corr. Diels: compressus L: ovvscpnvauevog G, T b
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DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 2]
Oberfläche sich gegen einander und ebenso gegen die
Gefüfswand drücken würden, nirgends Raum machen,
wenn man sie zurückdrängen wollte Folglich liefse sich
auf keine Weise noch etwas von aufsen in die Kugel ein-
führen, wenn nicht ein Teil der ursprünglich darin ent-
haltenen Luft ausströmte, vorausgesetzt, dafs thatsächlich
das ganze Innere ohne irgend welchen Zwischenraum dicht
gefüllt ist, wie es ja unsere Gegner annehmen. Und doch
wird jeder, der etwa die Röhre in den Mund nehmen und
Luft in die Kugel blasen will, noch viel Luft zuführen,
ohne dafs die ursprüngliche Luft entweicht. Da dies sich
immer wiederholt, ist damit deutlich bewiesen, dafs die
Moleküle in der Kugel sich verdichten und dabei an die
Stelle der Vakua treten, welche in sie verflochten sind.
Die Verdichtung erfolgt auf künstliche Weise mittels er-
zwungener Zuführung von Luft. Wenn nun jemand hinein-
bläst und sofort mit dem Finger einer Hand, die er dicht
an den Mund halte, die Röhre verschliefst, so wird die
ganze Zeit hindurch die Luft in der Kugel komprimiert
bleiben. Öffnet man aber, so wird die zugeführte Luft
mit lautem Schall und Knall wieder nach aufsen drängen,
weil sie, wie gezeigt, von der ursprünglichen Luft hinaus-
getrieben wird. Denn diese dehnt sich zufolge ihrer
Elastizität wieder aus. Will dagegen jemand die in der
Kugel enthaltene Luft mit dem Munde durch die Röhre
aufsaugen, So wird sie in grolser Menge herauskommen,
ohne daís eine andere Substanz als Ersatz in die Kugel
eingeführt wird. Ähnlich ist der oben erwähnte Vorgang
mit dem Ei. Durch solchen Versuch wird also ent-
scheidend dargethan, dafs sich in der Kugel Vakuum in
19 »ar& T: om. AGb roö om. T 20 yıyvouevnv T 21 £v
öndeyovra T — év om. T,, corr. T, 26 yıvoutvnv, v ex & corr. A
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1 óóvow àv b 3 zooctxxoiO iva, B: moosıorg dijva C:
intromittatur L_ 9 £v «vij mogoündeyovrog tir. C 14 zug’ à:
zo0g b 15 ézwxrouo(cn C 18 noAAng Bong tr. bL meo-
sıong Weis C
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22 HP2NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSNN A.
Gqoío«* ob y&Q ueifove Övvarov ysvéc)eu vé vzo-
Asuróusva TOO G£oog OWURTE HET TOV xcig0v TOoUTOV,
Gore GvvavozAqoOGct, vóv vOv éxxgovotüévrov Goucvov
TÓózov' Ei y&g abEndNoereı, umdeuäg wbroig ovGíag
Övvauevng EEOdEV zooctuoxouO vot, mıdavoV viv avEN-
Gwv yevEsodaı Hark Loalwow. aurn 0: Eoraı 1) Heard
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ov02 gc abEndioereı và owuara' ÜAAWv yàg cUEuouv
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obdeulav coroig écoutcvqv ErivoNocı Óvvceróv EoTı.
q«vegóv oov éx vàv cigqu£vov, Ort oig usv TOD &£gog
Guc«GL zcgéGzeovo( Tıva werabdb xev, Blag Ó& vuvog
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vÓócoo évov cuo o) | advv Auußdveı iAnoıw‘ TO yàg
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pueSóusvov 00x Eotıv á£ióygsov dıd TO TO UÓcQ gvoi-
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xüg abro Ev Eavro ure Bdoog wire éxQ'Àuiv Gpodoav
&yewv* 09ev ovußalvsı vv. xaraxoAvußavrwv sig vov
pv9ov rijg HaAdoong uEronTag &zsígovg éyóvrov xcor&
TÜV wvotov Tag Avanvoas un Pıabeodaı vzx0 coU
VO«rog, OÀ(yov mavreiög Ev Tolg woxrijooww dEOOS
arsıknuuevov. tig Ó& Eorıv 1) alrie, di Tv, og elonraı,
oi Ev vÀ (v9 xoAvußwvreg ürsıoov Bdoog Eyovreg
VÖATOS x«và vOv vorov o0 HAlpovraı, KELov ErLOTTjoRL.
AEyovoı ON Tıveg’ „Hıörı v0 VÓco icofegig cÜrO xo
c , ? ” e \ 58 ’ , l
AUTO EOTIV . oUTOL Ü&$ ov0év Aropaivovrai, ÖLöTı oi
7 mageıomkonn codd.: corr. Diels, cf. 1.1. p. 109 11 Bias
0: bL: 0:0 fíog a 12 mdoyeı A CG, T: nageyeı B: ómeoyeu G,
15 f. (rob vdarog) Qutóusvov 17 naranoAvußovrov a (xoa
om. T, add. Tmg.): ex Mb correxi 20 &£gog om. T, add. T mg.
1 yeveodaı à: ylvscdaı b 4 covroig aC: aóbríjg B
6 yevichaı a: ylivsodaı b 19 cogi sive comprimi (= B. 7
t2
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 23
beträchtlichem Umfange anhäuft. Denn dafs die zurück-
bleibenden Luftmoleküle sich in diesem Augenblicke so
vergrölserten, dafs sie den Platz der ausgeschiedenen
Teilchen mit anfüllten, ist unmöglich. Falls die Luft-
5 moleküle wirklich gröfser werden, ohne dafs ihnen von
aufsen Stoff zugeführt werden kann, ist anzunehmen, dafs
die Erweiterung ihres äufsern Umfangs eine Folge innerer
Auflockerung ist. Das ist aber gerade die Bildung
der Vakua und ihre Verbindung mit den Luftmolekülen.
10 Indessen behauptet man, es gebe kein Vakuum. Also
werden sich auch .die Moleküle nicht vergröfsern; denn
eine andere Art der Vergrófserung kann man sich
nicht denken. Aus dem Gesagten .ergiebt sich also,
dafs zwischen den Luftmolekülen eine Anzahl Vakua
15 verteilt sind und dafs jene in abnormer Weise in die
Vakua eindringen, sobald man irgend welche Kraft auf-
wendet. Die Luft, welche sich in dem umgekehrt ins
Wasser gesetzten Gefüíse befindet, wird nicht gerade sehr
verdichtet. Denn dazu reicht der Druck des Wassers nicht
20 aus, weil das Wasser in sich selbst von Natur weder
(bedeutende) Schwere noch die Eigenschaft besitzt, viel
(Luft) zu verdrängen. Daher kommt es, dafs bei den
Tauchern in der Tiefe des Meeres trotz der unermefslichen
Wassermengen!), die sie über sich haben, das Wasser das
25 Atemholen nicht beeinträchtigt, obwohl nur eine ganz
geringe Quantität Luft in der Nase enthalten ist. Es
verdient Erwägung, aus welchem Grunde die Taucher,
wie bemerkt, trotz der unermefslichen Wassersäule, die
sie auf dem Rücken tragen, keinen Druck erleiden. Da
30 sagen nun manche: „Weil das Wasser an sich gleich-
mälsig schwer ist.“ Damit erklären diese aber keineswegs,
1) Eigentlich Metreten (zu je 39,4 1) Wasser.
»uißeodeı) L 20—21 &zsilquuévov &égog tr. b 21 8
Zotıv aC: à' Zorıv B
24 HPQNOZ AAESANAPERZ DNETMATIKRN A.
xiv xoAvuBOvreg oo HAlßovraı vz0 ToU Omxsodvo
VOcerog. &zo0suxvéov OE obvog. VroAdßouev! To oxsocvo
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abrod &ouótcsuv vÀ Süufou£vo, x«l Gomso! wurd eivaı
x«i Oóuo(cg émuxeioUcL. TO zxQórsQov ÉmixsuuEvo vygO.
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eig v0 Oygóv obrve ozsotbeu TOO Oygob 0VTE xoraÓU-
vertrat, 000 (ge DAÓUpeL Ta broxelusve. Gquuoedévrov
ovv TOv üvob)sv YAıßovrwov, uevei TO GOyu« iv TO
5 oH 4 3 m 3 , ^ m ^ X. 2f 4
«Ur TózQ' mög ovv Yale v0 Góp To un Eyov Ögefıv
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Qv TO GOu«, od YAlıbaı Ta Omxoxs(usvo' Evena yàg
uovijg TE x«i Kıvnoswg dıapegsı TO Elonusvov oue roO
Tóv a«Or0v TÓxov éz£yovrtog vyooU. Or. Ó& Eorı KEvd,
x«l éx voUrOv v Tig xcv«Ac(oL.. un y&o Óvrov corOv,
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ovr v Oi& Tod UVO«rog obrs Oi& TOD dEpog obvs ÖL
&AAov Gouc«rog obdevög 1ÓUvoro v dıexnintev TO
gg ovÓs 7 Beoudıng o90 ^ AA Övvauıg ovÓsu(« co-
1 xevoxoivupóvreg J. G. Schneider 2—3 (àvrb) ToU
$ztocvo $ygoo Diels 3 &zó del. J. G. Schneider 4 «ózó bL:
c0T0 A 5 &govG V avo A,: xol aöro ÀA,(?) GTb: et tam-
quam idem sit (= v0 aöro) L: f. (ovveyig» wur 8 mooréoo T
11—12 Aoxıundeaı Ev roig Oyovusvoıg I 8 (Archim. op. II 362, 19;
cf. II 357, 10 Heiberg) 14 dpaıgsdevrov codd.: dpstevrov
Diels coll. supra lin. 10 15 oov Leid. Voss. 19 bL: d2 T:
om. AG uevsı codd.: corr. Diels 19 uovng Tfjg xw1jctog
10
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IJ. 25
weshalb die Taucher von dem Wasser über ihnen keinen
Druck erleiden. Vielmehr ist es auf folgende Weise dar-
zuthun. Man stelle sich statt der oberen Wassersüule von
der Oberflüche des dem Drucke Ausgesetzten, d. h. von da ab,
5 wo das Wasser auf ihm ruht, einen Kórper vor, der gleiche
Schwere wie das Wasser (überhaupt) und gleiche Form
wie die obere Wassersüule hat. Diesen denke man sich
so in die Flüssigkeit gesetzt, dafs seine untere Flüche sich
der Gestalt des Untergetauchten anpasse, gleichsam damit
10 zusammenhänge und in ähnlicher Weise auf ihm ruhe als
die zuvor darüber befindliche Wassersüule. Läfst man
diesen Körper los, so leuchtet ein, dafs er nicht aus dem
Wasser herausragt und auch nicht unter das Niveau des
oberen Wassers sinken wird. Denn Archimedes hat in
15 seiner Abhandlung „von den schwimmenden Körpern“ nach-
gewiesen, dafs die Körper, welche gleiche Schwere wie
das Wasser haben, ins Wasser gesetzt weder über dessen
Niveau sich erheben noch untersinken, also üben sie auch
auf die unter ihnen befindlichen Gegenstände keinen Druck
20 aus. Ist nun der Druck von oben beseitigt, so verbleibt
der Körper am selben Orte. Wie sollte also ein Körper,
der gar nicht nach unten strebt, einen Druck ausüben?
In gleicher Weise wird auch das Wasser an der Stelle,
welche der Körper innehatte, auf die unter ihm be-
25 findlichen Dinge keinen Druck ausüben. Denn nur hin-
sichtlich der Ruhe und Bewegung unterscheidet sich der
genannte Körper von der Flüssigkeit, die denselben Raum
innehat. Das Vorhandensein von leeren Zwischenräumen
erhellt auch aus folgenden Erwägungen. Gäbe es nämlich
se keine Vakua, so könnten weder Licht noch Wärme noch
sonst eine materielle Kraft durch das Wasser, die Luft
Diels zoö om. T 24 o$ói] oöd: Diels ex Stratone (Simplic.
Phys. 693, 11): o?v& codd. otó' | ovó2 T
2 à' otvoc b 9 ümegiyeı à: ómtoééeu bL 23 àv a:
om.b
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96 . HP9NOS AAEZANAPEOEX IINETMATIKON A.
ueTux. émei nos v ai Tod NAlov üxvivsg did Tod
vdaros ÖLstenıntov sig vOv Tod Gyysíov nuvdueve; si
y&o rd Oyoóv un siye m6oovVs, dAAd Pia d1eorehdov ai
abyal v0 vÓc0, Ovveßaıvev &v Onegeryeiodeı và ztANo
Tüv Gyysí(ov: Ózso oO paivera yuvóusvov. Er Ó& xoi
even g«vegóv: ei yàg Pie TO UÓcQ OicorsAAov, 00%
üv vOv xv(vov ai uiv GvsxAOvrOo mgdg vOv vo
vóxov, ai Ó& xci xcro Ovsbémuxrov. vuvi ÖE Oocı uiv
z000xózTovouv abyal Toig TOD VOc«rog uogíoug, BOTEQ
&voxgoovóusv«, Avaxibvraı zQ0g rov vo vóxov' OGcL
0i eig và xev&à Tod Vdarog | éuxizivovow, ÖAlyoıg z9oG-
xintovocı wooloıg «orc, dıenmirtovow. sig To ToU
ayyeiov Edapog. Erı Ó& xal TaÜTN qavigóv, óg Ev TO
vdarı undoysı xevd, v rv fufcAÀÓusvov oivov sig
td U0c9 OgüoD«,. Kara qooiv sig müvra TÓmov co0
VÓc«rog yopoÜUvrc. roro Ó& 00x üv Eyivero, un Övrav
iv và Üdarı xsvüv. pEoeraı ÖE x«l TO güg TO frsgov
did Tod Er£oov' OÓrav ydg vig zAs(ovg Gym Av
Id ToU érEQ yao Tig g An Avyvovs,
ünavra goriereı uüAAov, TÖV «vyOv Nav @WE00-
u£vov di dAAM(jAov. GAAG uv x«i Out yaAxod xci
sıöjoov zul vv üAAcov &z&vrov ÖLsxrinteı ooudrOv,
xc9mso xal TO fmi Tijg vdorng vig QcA«oo(íug ywó-
usvov. Or; Ó$ xci (ü)govv xsvüv Yiveraı TaOR gov,
ÖEdsınraı Out TE TOO ztooGqsgou£vov TE GrÓue. xoqov
ayysliov x«l Óu& Tod i«vguxoU coU. msgl uiv oov cijg
TOU xevoO gUGsog xol CAAcv x0AAQv ovcüv &zoüciSsov,
ix«vàg eivaı x«i Tag elonusvag vouítousv* x«i y&ào di’
corv vOv alodnTov rag Gzo0s(teug Ernomodusda. imi
2 &£enıntov codd., corr. Diels ex Stratone 12 Óvsxmi-
zr0vow Leid. Voss. 44: ótoazízvovow ab: cf. lin. 8. 21 15 eig
om. T 19 «óyóv J. G. Schneider: «?vóv codd. 25 odv
15
20
25
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|
!
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 27
oder einen andern Körper dringen. Denn wie sollten die
Strahlen der Sonne durch. das Wasser hindurch auf den
Boden des Gefüíses fallen? Wenn nämlich die Flüssigkeit
keine Poren hätte, sondern die Strahlen sich mit Gewalt
5 ins Wasser drängten, so würde die Folge sein, dafs volle
Gefälse überliefen. Das geschieht aber nicht, wie man sieht.
Noch folgender Beweis. Wenn die Strahlen das Wasser
mit Gewalt zerteilten, würden nicht einige nach oben ge-
brochen, andere unten hindurchgehen. So aber werden
10 alle Strahlen, welche auf die Wasserteilchen treffen, gleich-
sam nach oben zurückgeworfen und gebrochen, wührend
alle die, welche in die Vakua des Wassers fallen, bis auf
den Boden des Gefüíses dringen, da sie nur mit wenigen
Molekülen zusammenstofsen. Die Existenz der Vakua im
i5 Wasser beweist ferner der Umstand, dafs Wein, den man
in Wasser giefst, während des Mischens überall durch das
Wasser dringt. Das wäre unmöglich, wenn es im Wasser
keine Vakua gäbe. Ferner durchkreuzt auch ein Licht
das andere. Denn wenn man mehrere Lampen anzündet,
20 so wird alles heller erleuchtet, da die Strahlen nach allen
Seiten durch einander gehen. Ja, es dringt sogar durch
Kupfer, Eisen und alle übrigen Körper, ähnlich wie der
Schlag des Seezitterrochens sich durch andere Körper über-
trägt. Dafs ein kontinuierliches Vakuum auf künstliche
25 Weise hervorgebracht werden kann, ist durch die Anlegung
des leichten Gefäfses an den Mund und durch das
medizinische Ei bewiesen. Was das Wesen des Vakuum
betrifft, so giebt es zwar noch viele andere Beweise, doch
halten wir die angeführten für ausreichend, zumal unsere
om. T 26 zo41àv» A,G,: mAsıovov A,TG, (-20v-G,)bL oocóv
om. T
1—2 ói& ro? vÓcvog om. Strato bL: del. Diels 14 óz&o-
yeı: mopgégseu C 20 xci (ante sıöjgov) aC: «xi Óià BL
22 «ol om. L to om. b ido, vig &v vó (om. C) ywó-
usvov b: quemadmodum de torpedine marina fieri posse constat E
24 Ö£edsıntaı om. C
28 HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN A.
züvrOv Tolvvv Eorıv eineiv, Ovi TÜV uiv cüu« &x
AemTousQGOv GcvvéoTqxev GoudrOv, Ov usrabo E£otı
NRDEONKOUEVE xsv&t EAdrrova vOv uogíov' Ói0 x«i
x«T«yonóvruxGg undtv Eivaı xsvov (üt9ovv» Afyoutv,
Bias vwvóg un naosı08AdoVong, KAAL ztávea aANoN civat
(tov &égog N OygoU N ÜAing Tıvog ovGíag: x«9' OÓzó-
Gov Ó (v v. voUrOvV fxyoQf, x«r& voGoUrOv fTtQOV
&m«xoAovüoDv TOV xsvoUusvov Avanınool vrózxov' x«i
ÓrL x«cvóv uiv (99ovv 00x Eorı xovà qUow Blag vwwvóg
un magsıosAPoVong, x«i maAıv Or. 00% Eorı more TO
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ÖLaossepnvıousvoav Eig Ta Óià zig GovuzAoxijg TOV
elonusvov oToıyElov Enıreiodusve VEewonuate Yyocıo-
usv. Eotı yoo Óv «vOv eboloxeıv ndvv zowux(Aang x«l
»avuasiag xvunjosig.
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Tovrwv à zxgorcü tc oru£vov OToLXElov £vexa yod-
qousv x«i z&egl TÜV x«uzAoOv Gupovov' sig z0ÀAAG
y&ào vOv zvevuctuxGv cÜyonorou TUYYdvovoıv.
"Eovo yào xeuziAog Gípov, Tovreorı GoANv. 6
ABIT, ob to uiv AB 6xéAog éovo Ev dyysío v JE
zAWotu. Övrı VOcvoc. Eorw Ó& y] roO Vdarog Émipivaa
4 (&9900») inser. Diels; cf.lin.9 — 10 f. oóx del., cf. p. 16,21
14 ndavv AG: mávv vov Tb: zavv c J. G. Schneider
16 caput distinguunt AG b: in libris decurtatis capita Graece
numerantur (v. prolegom.); in his sicut in T caput à?" a verbis
foto yàg lin. 20 incipit. 17 ön b: de a
4 Aéyouev nevöv tr. b 7 éxgoofj a (-gei T): éyyooíj bL
11 yevóptvov a: yıwouerov hb 17 yodpouev aCP: yodpousv
B, c supra scripsit m. 1 a verbis ro?ro» 07) incipit P
15
h
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 29
Beweisführung gerade auf den Experimenten beruht. Auf
Grund alles dessen können wir also behaupten, dafs jeder
Körper aus feinteiligen Molekülen besteht, zwischen denen
noch feinere Vakua verteilt sind. In ungenauer Aus-
5 drucksweise können wir daher auch sagen, es giebt kein
kontinuierliches Vakuum, nämlich wenn keine äufsere
Kraft einwirkt, und annehmen, es sei alles mit Luft,
Wasser oder einer andern Substanz gefüllt. In dem Mafse
wie eins von diesen Elementen entweicht, schliefst sich
10 ein anderes unmittelbar an und tritt an die Stelle des
Vakuum. Ferner können wir behaupten, dafs es ein
kontinuierliches Vakuum ohne Einwirkung einer äulsern
Kraft von Natur nicht giebt, und dafs andrerseits ein
solches bisweilen auf künstliche Weise herbeigeführt wird.
ı5 Nach diesen Darlegungen wollen wir nunmehr der Reihe
nach die Erscheinungen beschreiben, welche die Ver-
einigung der genannten Ele-
mente zur Folge hat. Mit
deren Hilfe lassen sich näm-
lich gar mannigfache, wun-
derbare Bewegungsarten er-
finden.
I.
Nach diesen einlei- Der gebogene
tenden Betrachtungen ei -
geben wir auch eine Be-
schreibung der gebogenen
Heber, denn sie sind für viele
Druckwerke von Nutzen.
Es sei «y ein gebogener
Heber (d. h. eine Röhre
[Fig. 1]), dessen Schenkel «f
in ein Gefäls voll Wasser de
getaucht sei. Der Wasser-
spiegel liege in Höhe der
158
30 HP929NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK2N A
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(you. vijo ZH Eeidelag, vovréovu TO AO uEoog «rot:
to 0$ OBI' aAnoes Eoreı Gégog. éàv oov did vov I’
6routov émiox«cGousüc TO Orduarı TOv siguuévov
&£g«, GvvezcexoAovOnjGsu xci TO Oyo0v Óià TO un Óv-
v«69cL, Og TOOEENTA, xsvov ü99ovv vozég£ct TÓmxOv.
x«i cà uiv TO I' orduov Tod Gípovog Er EÜWElag
gott Tjj ZH, zmA«goUsig Tod VOcrog obxerı HEVoEL 6
Gípov, &AAC uevei anAnons’ Worte T0 ABI u£oog «or00
aeninoßodeı UOÓ«rOog, x«írou zac qow obo«o Tijg
eis TO vo uEoog «orQ qoo&c* GAAÀ dGozeg | Evyov
: u£pog «ir qogüg o | &vy
tıvos L600007101W &yov TO vVOÓcoQ usve veo TE UE-
vec guG0sv xard v0 OB uEgog xci Adrw xoEuduEvoV
x«r& T0 BI. éàv Óà TO éxvóg OTdulov Tod Gígovog
xaroreoov 7) ig ZH só9&ug, Gozmso ro K, Qécu TO
v6wo, Ersiönneo TO Ev vrÀÓ KB u£osı Paovreoov Ov
tod (ev TO) BO xurexoarei xal Enionärtaı émi voG00-
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tov ué£vroL des, tog v To K orTduov Em’ soOc(ag
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35 A , ’ , Pu 2 \ \ 2 N d
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uLov davsıv TOd ztvüu£vog ToU &yys(ov iz£yov rocobrov
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17 ueoos G,T Be9rsoov T,, corr. T, 18 & và bL:
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gov T, b
15
20
DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 31
Linie $4. Der Schenkel «f des gebogenen Hebers wird
bis zur Linie $n mit Wasser gefüllt, d. h. sein Abschnitt «9, :
während der Abschnitt 98» voll Luft bleibt. Wenn wir
|. mun durch die Mündung y die erwähnte Luft mit dem
. 5$ Munde ansaugen, so wird auch die Flüssigkeit sich an-
schliefsen, weil ein kontinuierliches Vakuum, wie er-
wähnt, undenkbar ist. Und wenn die Hebermündung y
in gleicher Höhe mit der Geraden &n (dem Wasserspiegel)
liegt, so wird der Heber, obgleich voll Wasser, doch nicht
:10 mehr fliefsen, sondern gefüllt bleiben. So hat sich also
der Heber «y mit Wasser gefüllt, obwohl das Steigen
des Wassers unnatürlich ist. Wie eine Wage wird das
Wasser im Gleichgewicht bleiben, indem es auf Seite 908
sich hebt und auf Seite ßy sich senkt. Ist die äufsere
"15 Hebermündung niedriger als die Linie {n, wie z. B. x, so
fliefst das Wasser aus, da das Wasser in dem Abschnitte x B,
welches schwerer?) ist als das in 8/8, dieses überwältigt und
anzieht. Doch fliefst es nur so lange, bis die Mündung x
in gleicher Höhe mit dem Niveau des Wassers liegt. Dann
20 wird es aus demselben Grunde wieder aufhören auszuflielsen.
Ist aber die äulsere Mündung der Röhre niedriger als c,
wie z. D. A, so fliefst es, bis der Wasserspiegel bis zur
Mündung « sinkt. Wenn das ganze im Gefälse enthaltene
Wasser ablaufen soll, so werden wir den Heber so weit
25 senken, daís. die Mündung « bis auf den Boden des Ge-
fälses reicht und nur so weit davon absteht, als nötig ist,
um Wasser durchzulassen.
1) Nach anderer Lesart ‘tiefer.
4 &gy wegog bL 5—6 ToV Elonuevov LEER TO oTouarı
L4 D v 8 xal aP: air” BCL 9 rjj a: tfjg b 10 «g B
10—11 dors ... vóÓarog: ipsius quoque parte .a-b- repleta
aqua L 16 ges b: fluet L 18 Zmionätcı voóro bL
20 secundwm aquae superficiem (= nar& vij» Tod Vdarog imi-
pdvsıav) L 25 Worte are: quousque -a- orificium vasis fundum
attingat (= fog &v — Yan?) L 27 Óidoovcww aCP: Öide-
ovoig B
fr
*
2 HP92NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKO9N A.
II.
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tıvis anodsdwracı Acyovrss, Öıdrı TO ueifov oxéAog
zÀA£ov V0c9 Eyov Enionöreı v0 EAarrov. Or ÖE vevódjc
Eorıv 7 ToLadrn altia x«i 6 very nIoTEVoRg WEycAcG
a 9 / ei / SU UN A € ,
(&v» Kyvonosıev émuysugnoeg &z0 TANEIVOod vOco cCye«-
yeiv, oUrog GzoÓ0s(tousv: ysyovéro yào Gípov £yov
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TO Evrög Gx£Àog uexgórsQóv TE Aal OTtvÓv, TO ÖE ExTog
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— b 22— 28: Or de Wwevdng Eorıv Ö Tolodrog oiruw0ne
Àóyog xci 6 rovro muoTeVoag tig ueydhmv Gyvowwv Eumeoei-
rei, 20V EUNEIENEN And Tansıvod rómov VIE Avayayeiv,
oÜroc Amodeltousv' yeyovévo yàg olpmv Eywv T0 Evrög
GxíÀog MRROOTEIOV TE Kal OTEVOV, TO Óà ERTOG EVOUTEEOV
uiv, T0ÀÀQ Ó' Eharrov xor wijkog, (Gre Öeyeodaı mÀcov
Vóc9 c«)r0 TOD uoexgoréoov GxéAovg.
1 caput non distinguit T — 2—83 alriav vwg Emil vo cígo-
vog ir. T 4 v0co om. T 6 àv inserui 8 oreyvov T,,
DOPROUT. 11 otro T ut passim 19 v. AT b; vo Ui, $058
15
20
25
Anm
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 33
II.
Den Grund nun, mit welchem wir die Wirkung M WIES
des Hebers begründeten, haben wohl einige angeführt, des Hebers.
aber sie behaupten, der grófsere Schenkel (des Hebers) ziehe
-8 den kleineren an, weil er mehr Wasser enthalte. Eine solche
Begründung ist aber falsch, und wer sich darauf verläfst,
dürfte sehr in Verlegenheit geraten, wenn er versucht,
Wasser von unten nach oben zu leiten. Wir wollen das
Irrige dieser Anschauung im folgenden nachweisen. Man
10 stelle einen Heber her, dessen innerer Schenkel länger und
*' eng, dessen äufserer dagegen viel kürzer und breiter!) ist,
so dafs dieser mehr Wasser faíst als der längere Schenkel.
Dann fülle man den Heber mit Wasser, tauche aber seinen
längeren Schenkel in ein Gefäfs mit Wasser oder auch in
i5 einen Brunnen. Lassen wir den äufseren Schenkel fliefsen,
so soll er also?) das Wasser aus dem grófseren (lüngeren)
Schenkel anziehen, weil er mehr Wasser enthält als der
innere, und dieses wird natürlich auch das Wasser im
Brunnen mit anziehen. Hat der üuísere Schenkel einmal
s» angefangen zu fliefsen, so wird er entweder alles zum
Ausflufs bringen oder wird unaufhörlich flhefsen, da ja die
Quantität der äufseren Flüssigkeit gröfser ist als die in
- dem inneren Schenkel. Das geschieht aber offenbar nicht.
Der vorgebrachte Grund ist also nicht stichhaltig. Fassen
35 wir jetzt die natürliche Ursache ins Auge! Jede zusammen-
1) Nach b: ‘zwar viel kürzer, aber breiter”. 2) Erklüren-
der Zusatz in b: “nach dieser Theorie’.
G,mg.: om.L 17 ondiovug G, T. 20 za) yàg: f. éxeióij-
eo; cf: p. 38, 10
2 predicti itaque tubi causam L 3 ex£Aog Tod cípovog bL
, 11 ovrog £yov bL to ÓR à: nal ro bL 12 &yyeiov
|. $0evog tr. b 13 v0 mài£ov b 14 Emiondostaı wovü TOV
». vgoi00r0v Aóyov bL 15—16 xol &obkusvov — xevooeı om. bL
I0 0» aBC: 0: P 22 talis causa L 25 yeyovero B:
ysvícüo CP 27 Gore BC: Goneo P |
Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 3
34 HPO9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSNN A.
erıpdveıav Aaußavsı x£vrgov Eyovoav TO «v0 TÍ yl,
un v0suoUv Ó3 des, fog ov, Og Elontaı, Ev ud Enı-
paveig oqeuguxj] yEvnraı. Ev oe Óvo Ayyeia Außovreg
EußdAmusv sig Exdregov Oygóv x«l NMANOWOAVTES vOv
Gíqpove xcvcAcfóusvot (TE) «roO TE GvÓui« Toig Ó«- 5
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To olpmvı voyoQ, Gore züv éyévevo ovveyéc. ei uiv
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pavaıcı Ev ui ocv Enıpavela, NosuNoE xoci obrog
&xevéQe cvv Tod olpwvog dufAuOévrog: el ÓÀ oU,
émsl Gvveyig EyEvero TO UÓcQ, Avayın zücc Helv cTO 35
Ent TO Tansıvöregov Óià TV Gvvégewxv, £g oo ivoL
Ev ud yEvnraı Eripaveia TO £v volg dyyeloıg mzüv
UÓcQ 1| TO Er800V TÜV &yysícv xevo9$. ysyovévo ov,
Gg Elonra, Ev ud émigeavsí(g và £v Toig Gyys(oug
byo«* Nosujosı ioc, Bote xci TO Ev TO Olpwvı ovvqos- 30.
unosı abrois‘ éàv (ge vonon Tig Knroterunuevov rov
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 35
hüngende Flüssigkeit nimmt nämlich, wenn sie in den
Zustand der Ruhe tritt, eine kugelfórmige Oberflüche an,
die mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat. Wenn die
Flüssigkeit aber nicht ruht, fliefst sie so lange, bis sie, wie
5 gesagt, eine sphürische Oberfläche bildet. Wenn wir omnc
also zwei Gefüíse (Fig. 2) nehmen, in jedes eine ^ rige. -
Flüssigkeit giefsen, den Heber anfüllen, seine Mündungen
mit den Fingern schliefsen und den einen Schenkel in das
eine Gefüís setzen, dafs er unter das Wasser taucht, den
10 anderen in das andere, so tritt die gesamte Flüssigkeit in
gegenseitige Verbindung. Denn beide Flüssigkeiten in den
Gefüfsen kommunizieren mit der Flüssigkeit in dem Heber,
so dals ein ununterbrochener Zusammenhang hergestellt ist.
Waren nun die ursprünglichen Flüssigkeitsspiegel in den
15 Gefüfsen auf gleichem Niveau, so werden beide im Zu-
stande der Ruhe verbleiben, auch wenn man den Heber
hineinsetzt. Stand aber die Flüssigkeit in dem einen hóher
als im andern, so mufs, sobald die Verbindung des Wassers
erfolgt ist, unter allen Umstünden wegen dieses Zusammen-
20 hangs das Wasser nach dem niedrigeren Wasserstande
abfliefsen, bis entweder alles Wasser in den Gefälsen gleich
hoch steht oder ein Gefüís geleert ist. Man nehme einmal
in den Gefälsen, wie angegeben, Flüssigkeiten von gleichem
Niveau an. Sie werden sich also nicht bewegen; zugleich
25 wird sich also auch die Flüssigkeit in dem Heber nicht
rühren. Wenn man sich daher den Heber an den Ober-
flächen der Flüssigkeiten in den Gefälsen abgeschnitten
5 ve b: om. aL 16 yiveraı AG, T, b: yernoeraı T, : yeyé-
vqvau G, 25 ro om. AG
11—13 Pantıgouevov sig vó 000 à: cort Panritsodaı om
tod vOcrog bL 22 mzoórtoov AUP: nodreeanı B Emipavsıcı vàv
oye@v tr. b. 23—24 quiesceret consimiliter (= Opto) et utra-
que L, sed cf. p. 36, 2 27 x&v om. L
3*
155
V
36 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
Gípov« xc«v& Tg £v Toig Ayyeloıs TÜV vygOv ém-
pavelag, x«i oUrOg 1"9suajosu TO vygov TO Ev v Gígovi:
x«i WETEWOLOHEVTOS ge coroU x«i cmi UMdETEgoV
uéoog éyxAwvou£vov, zAw qosuGsu TO vygóv, é&v TE
dıöAov iGov Eyn TO sbgog Edv TE TO Ere00v oxéAog
Tod évégov zoAAQ usitov q' o0 y&g Taod ys voUTO 1|
altie Eyivero Tod NoEuElv TO vyoóv, GAÀG TOR TO
&& [cov HEIodaı và OTÖula cOroU. cg 00V WETEREL-
GO£vrog «UroU oO xovcqégera, To vygov to ióío Bageı
4 4
Üroxelusvov &yov xovgórsgov &£gu; OTL xsvog (OV govg
oo ÓUvocvcoi ünaobaı TózOog' El Ylo UEAAEı xeTaqépe-
Gü«t, zgórsQov ANER@H VA bei vOv &vorTsgov ToU
Gípovog Tózov, eig 0v ANo zeosuccAQciv ov0cudg Óv-
v«róg EoTiv. ELV 00V TOVANEN Tig TÜV &vortoov vózov
Tob Gípovog, EUHEIG KUTROEKYNOETEL TO Oygov Tod
&égog EXovrog magElodvoLV. zoo Ó& TOd TOVANdTVAL
? , X > bz , e \ ^ is ,
Enıneiuevov TO £v T Gípovi bygov và ómoxauévo
&£ou éx9A(Beu eovóv: | obrog Ó& un &yov, Hrn xoonjost,
^ ovx £& mugebeidelv TO bygóv. Órs de did Tod vQuzaw-
/ 2! e "ds 4 ei 74 / A. 3 /,
uctog vÓzOov &Gysv 6 co, ON yogost, TOTE un Avre-
av vo tod vOc«rog Pdoog EEEWonGE. 0t Ó& mv adınv
aitiav x«i TO GíQovi vov oivov TaOR qciw sig To
» 2 / - , , \ ? n" -
&vo émiozOus)c TO GrÓucTL Osbcusvoi yàg Ev &«vroig
a 14—16 ikv o)v ... moagsícóvoww — b 25—27:
£àv ovv TEVNNEN Tig TOv dvoréoo cómOv ToU Gígovoc,
tU0íoc Hvnostaı TO yov iq! Endregov TOv GxsiOv voU
Gépog Gyóvrog TagElodvoLv.
10 &xov T et in marg. G,: om. AG, 19 f. moórtoov
(&£pog» 19 zeposísAQciv Tb: napeAdeiv AG 020m. 1.)
corr. T, 20 önn AG,: önov G,Tb &vreyov Paris. 2512,
Harl. 5589, Voss. 44: &vreyov ab: (aquae gravitatem non) susti-
nens L 21 f.oóg» c0. efi*p. 70, 8T
10
EA «d
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 37
denkt, so wird auch die Flüssigkeit in dem Heber un-
beweglich bleiben. Hebt man ihn also empor, ohne ihn
nach irgend einer Seite zu neigen, so wird die Flüssig-
keit wiederum hängen bleiben, mag der ganze Heber gleich
5 weit oder der eine Schenkel viel grölser (weiter) sein als
der andere. Denn eben nicht die gleiche Quantität war
der Grund, dafs die Flüssigkeit unbeweglich blieb, sondern
der Umstand, dafs die Mündungen des Hebers in gleicher
Höhe lagen. Wenn er nun emporgehoben ist, wie ist es da
10 möglich, dafs die Flüssigkeit nicht infolge ihrer eigenen
Schwere niederfällt, da die Luft unter ihr doch leichter ist
als sie selbst? Deshalb nicht, weil ein kontinuierliches
Vakuum unmöglich ist. Soll nämlich die Flüssigkeit ab-
fliefsen, so muls sich zuvor der obere Raum des Hebers,
15 in welchen auf keine Weise Luft eindringen kann, damit
füllen. Bohrt man nun oben in den Heber ein Loch, so
wird sofort die Flüssigkeit auseinandergerissen!), sobald die
Luft Zutritt hat.?) Bevor das Loch gebohrt wird, sucht
die Flüssigkeit in dem Heber, die auf der darunter be-
20 findlichen Luft ruht, die letztere zu verdrüngen. Diese
lüfst aber die Flüssigkeit nicht heraus, da sie selbst kei-
nen Ausweg hat. Wenn sie dagegen durch das Loch
einen Raum gewinnt, in den sie strömen kann, so leistet
sie dem Drucke des Wassers keinen Widerstand mehr und
25 geht fort. Aus demselben Grunde können wir auch Wein
mit Hilfe des Hebers aufsaugen, trotzdem dies nicht
" natürlich ist. Denn wenn wir die im Heber enthaltene
Luft in unseren Kórper aufgenommen haben, werden wir
voller als vorher und üben einen Druck auf die uns um-
1) Dafür in b: 'so wird sogleich die Flüssigkeit nach
beiden Schenkeln abfliefsen. 2) Nach b: “Zutritt erlangt hat’.
6 moÀÀQ a: moAv b 7 éyívevo a: &yevero bh: fuit L
19 &varsgov à: &votéígo b 13 óvvoróv b 20 ó are
om. b 26 &p’ £xevégov B, fluet ex utroque crure humidum Li
27 oxövrog CP: £yovros BL
38 HP2NOLZ AAESANAPERZ IINETMATIKS2N A.
\ , m , Jui A [4 ^ , /
vüv £v TO Gípovi &£Q« AAMGEOTEOOL N ztQÓvEeQOV Yıvo-
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ovrog O8 vOv EEE doyis, Cygug v mg vij émupews(o .
Tod olvov 1 xévoGig yévqvot. xci tote 6 oivog HAußo-
UEVog tig TOV xtvoUusvov TOO Gígovog TOTOV XWENGEL'
&AÀog y&o Tömog ovx Eorıv önn 94wuóusvog gogo:
dic Tavrmv Ói NV cirt(uv xal nagd qUcuw cwovrg Yi-
verc, eig v0 vo u&£oog N qoot. xci KAAmg 0E... N0E-
unosı v0 voygóv Ev TE Gípowvi, Óvav Ev uu T Ggou-
er) Eripavsig xévrgov &yojog Td «vo vj yi] Éxm&-
Oxjmto é&v OyooU TIvog 7) éxupévew OpaıgLKN N xévroov
&yovoc TO aOvO Tj yl. "osuci: El y&o Óvveróv, ui,
nosusita‘ xwuwu9eio« oc NoEUNoEL' NoEUELT® oUv. eU
&gc Eoraı Opaıgınn éxugpivsu KEVTOOV éyovae TO abrO
Tjj yij xci TEuVE TV zgovéog«v Eripdveav‘ TO yàg
«UrO0 Oygóv AO xowvoU vwvog &vegov xoi &vegov éz£oye
vóxzov. &uqgóvso«u ovv TETUNOHWORV Ói& Tod xévrQov
vig yijg émuxéÓg tivi xci moLsiTwoav yoruuds Ev volg
&xLgeveteug xÜxAcv TEOLPEDEIKS TO cOTO KEVTOOV EXOV-
c«g Tjj yj" moie(roGav vg ABI, ZB: x«l óujy80
j BH: ion üg« $ BH éxaxéoe tüv HZ, HA, Öneo
&TOzOv' qosuajosu a.
2 [£v] seclusi 4 xévoGtg: nlvmoıs Rochas — 8 f. (gave-
Qóv örL) ngeumoeı; cf. p.8,23 13 acq T: arm AGb: ipsa L
17 «uporegn A 18yns om. T 19 &yovoa A 20 f.<02)
Tg 21 ion — BH om. AG,, corr. G mg.
2 ovvnuu&vov AB: cvrnouévov C: Gvrneru£vov P, elidimus-
que ipsi coniunctum aerem L 6 xwenoeı aB: qaos CPL
8 ueoos om. bL 9—10 opaıeırj) Emipaveig T) qj tr.b 13 &o«
nor bL 15 scindet (= vsus?) L 16 inéoys aBC, obtinuit L:
éníyev P 17 ov om. BL 21 aequalis igitur ei quae est
b. f- utraque earum quae est -f-z-, -f-a- L n« aBC: om. P
(etiam plurimi codices Latini)
1
1
2
0
5
0
Pr maid
sein Ati eura. Iro Di =
Mem m
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 39
gebende Luft aus, diese ihrerseits auf die ursprüngliche
Atmosphäre, bis an der Oberflüche des Weines sich das
Vakuum bildet." Dann geht der Wein infolge des Druckes
in das im Heber entstehende Vakuum. Denn es giebt
5 keinen. andern. Raum, nach dem er dem Drucke aus-
weichend gehen könnte. Das ist der Grund, daís der
Wein in abnormer Weise aufsteigt. Dafs die Flüssigkeit
im Heber stehen bleibt, wenn sie eine kugelförmige Fläche
bildet, die mit der Erde gleichen Mittelpunkt hat, lüfst
10 sich noch anderweitig nachweisen. Denn wenn der Spiegel
einer Flüssigkeit kugelförmig ist und mit der Erde gleichen
Mittelpunkt hat, so steht sie. Doch setze man einmal
die Möglichkeit voraus, daís sie sich bewege. Ist sie also
in Bewegung gesetzt, wird sie (auch wieder)?) zur Ruhe
ı5 kommen. Nun stelle man sie sich wieder im Zustande
der Ruhe vor. So wird sie (von neuem) eine kugelförmige
Oberfläche bilden, die mit der Erde gleichen Mittelpunkt
hat, und zwar schneidet sie die frühere Oberfläche. Denn
dieselbe Flüssigkeit nahm von
/6 einem gemeinsamen Punkte aus
j die eine und die andere Lage
' ein. Beide sollen nun von einer
Ebene durch den Mittelpunkt
der Erde hin durchschnitten
sein, und ihre Schnitte auf
den Oberflächen Linien bilden,
die als Kreisperipherien mit
der Erde gleichen Mittelpunkt
haben. Das seien die Linien
30 Fig. 3. «By und £88 (Fig. 3). Man
ziehe auch 84. So mülste also
pB*« jeder der Linien n& und n« gleich sein, was unmöglich
ist. Es erhellt also, dafs die Flüssigkeit sich nicht bewegt.
1) Dafür nach Rochas’ Vermutung: “bis der Druck sich:
bis zur Oberfläche des Weines en 2) Zusatz in b:
‘in irgend einem Zeitpunkte'.
156
40 HP2NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIK9N A.
II.
"Eotı i Hal AAog HaAoduevog WEOOG mvuxvog
d1aßiens Tv «ovQv Evepysiav £qov TO xaumdio
Gig oL.
"Eovo yàg c&yysiov óuoíog zAijosg VOcrog To AB:
dia Ó& roD zvOucvog c)vroO ÓOi0000 coAQv 6 TA
GVVEOTEYVOUEVOS TO vÜ)u£vu. x«i ozsoéyov sig TO
x&v u£oog' v0 Ó& I ovóutov «voU un cvveyyitévo TO
oröuarı ToU AB Gyysíov. &vsgog dt Go Aqv zeouxeíot o
to IA 6 EZ éméyov &m c0roO závrotsv v0 i6ov:
x«i TO uv vo Gcróuiov cOroU éÉmursqoiy9o Asmiío
TO EH ézxéyovr( ano Tod I' oroulov foey: vo Ó$
dato orouov Tod EZ Go4Aivog dneyerw do Tod
zv)u£vog Tod AB &yysiov 060v vdarı ÖLdoovoıv.
voórov 0$ oUvrog £yóvrov éàv Enionaonusde Óuoíog
dia Tod I ovouíov vov tv ro lI'4 owAnvı é&&oc,
ovvenionaodusde xoci v0 Ev TO AB dyyeio óc,
DOTE Éxgsiv. x«i TOTE züv Hevoera vO iv vÀÓ AB ay-
à 2—4 "Ec 02... oipwovı = b 19—21: "Eotı 0? xol
» , \ , , \ TEN 2
&AÀog Gígov nwintög dießnrng xeÀoUucvog nv cvrqV évéo-
y&utv. fuv TO xocumvAo.
1 ósórsgov T 2 nvınröog Vindobon. 120: zvınrınös A
(rvırınög G): zvvwróg G,: mvvarınög T: /cog mvevuerındg Ric-
card. 47 m. 2; cf. p.90,19. 96,3 606% Tb: om. AG. 13 dmd
om. T,, add. T, 17 ovvsnionachaus®a AB: correxi ex CP
6 «ovo? aB: «ovo CP, ipsius L 8 cvveyyi£évo Aa: £ovo
&n’ sbUt(ag bL (sit in recta) 10 vQ yÓ sóg)rtgog voro? bL
navrodev om. L 12 ra aBC: zo P 13 &zó om. b
14 Óicoovcow à: Óucgovow eivaı b 15 0? a: ön b
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 41
HT.
Es giebt noch einen andern, mitten eingeschlosse- M
nen Heber, den sogenannten Kapselheber,. der die- N
selbe Wirkung wie der ge-
#5 bogene hervorbringt.
Man denke sich ein eben-
falls mit Wasser gefülltes Ge-
fäls «8 (Fig. 4). Durch dessen
Boden stecke man die Röhre
y9, löte sie in den Boden ein
und lasse sie unten heraus-
ragen. Ihre Mündung y reiche
nicht bis zur Mündung!) des
Gefüfses «ß. Um die Röhre yd
werde eine andere?) e£ gelegt,
die überall gleich weit von ihr
abstehe. Deren obere Öffnung
werde durch ein Plüttchen en
in geringem Abstande von der
Mündung y verschlossen. Die
untere Mündung der Röhre e£
sei von dem Boden des Ge-
fälses «ß so weit entfernt, dafs
Wasser durchfliefsen kann.?)
Wenn wir bei solchen Vor-
| richtungen durch die Mün-
Fig. 4. dung ó ebenso (wie vorher)
die in der Röhre yo enthal-
tene Luft aufsaugen, werden wir zugleich das Wasser im
30 Gefälse «ß mitziehen und zum Ausflufs bringen. Dann
wird alles Wasser, welches im Gefüfse «ß enthalten ist,
1) Dafür b: “liege nicht in gleicher Höhe mit der Mündung’.
2) Zusatz in b: ‘breitere’. 3) Da nicht angegeben ist, auf
welche Weise die Röhre e£ in der Schwebe gehalten wird, mag
man sich vorstellen, dafs sie von einer Hand gehalten werde.
Vgl. dagegen unten Philo Kap. 9.
15
-1
42 HP2NOZ AAESANAPERS IINETMATIKSN A.
c
y&í(o Vócoo ÓiX vig ixvóg Tod cípovog Uztgoyiüo* Ó
y&o dno 6 usrebb vijg Erıpaveliag TOD vDygoU xol voU
EZ óA(yog àv Övvarcı ywolocı sig rov IA owAnve
xci ovvenıondoaodaı TO Ooyoóv: od ommostaı ÖE 4
QUcig Óu& NV éxvog Ozsgoynv (un yàg Övrog vo0 EZ
navoeraı Ófov, Orcv d] Eripdveıa TOD vygoÜO xorà TO
I' yevnraı, ng Ümeooyis usvovoug), dAAd TQ un)
Avrsıoxolvsodeı Eon, Tod EZ 0Aov xa9' UOcrog Óvrog:
ó y&g sioxguvóusvog &9o Xwonosı eig To AB ayyeiov
Avril tod Enefidvrog Vbarog' züv y&Q TO Exrog OTÖuLoV
Tod OWATvVog MOOS TO UÓcQ del TETELıVOTEOgIV EoTı TÍjg
év TO Gyys(p Tod Vbarog Eripavslag. undenore Ó&
Övvaufvng ug Enripavelag yevsodaı, mv Ennglvei
zo | Üdwe, x«i To weißovı Pagsı v) EAdıg Yiveraı. &àv
oov un BovAnusda và oröuarı ErLONÄodRL TOV Ev TO
TA owAvı deoa, noooenıyeousv eig v0 AB Ayyeiov
VI, Üyoıs v vozsQyvOiv did Tod IA owANvog TQv
&oynv tijg 6EVoeng Adm. x«i obrog naiv züv
xevoOnjosva, To Ev vÀ AB &yysío vog. xuhsiraı ÖE,
e
Gg elonta, 6 TAEZ avınröog Gípov N zvuxTOg Óu«-
Pens.
IN.
'"Ex IN vv zgoÓsÓswyuévov qavsgov Ovi N Yıvo-
uEevn Óu& roD Gípovog óU0i:g Gxwirov ÖLauEevovrog
1 éxróg G, T, b: & vot y AG, T,; cf. lin. 5 2 zig om. T
5 f.(ob» Qi — V OG BCG, T: ro AG,P 12 f£. vo év «ó
&yyeío tr. cf.44,9.19. aliter 34,22 14 Baesı A T, b L (gov G):
Pass T, 15 Emiondoacdeı Tb 16 moooemıyeouev Vin-
dob. 120, b: moooemıyeousv a 18 otro Tb ut alibi, quod non
amplius commemorabo 20 z»wxróg (bis) Vindob. 120, b: zvizzi-
x0g AG, : mvvnrınög G,T, suffocabilis L_ 22 caput disting. ABG
10—11 có (om. CP) oröuıov Tod ixróg owAnjvog tr. b: ex-
irinsecum tubi orificium L 13 éxxoíve( a: Eunolveraı b:
*
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 43
durch den üufseren Vorsprung des Hebers abfliefsen. Denn
die Luft, welche zwischen dem Wasserspiegel und s&
(d. h. in dem Hohlraume) in geringer Menge sich befindet,
kann in die Röhre yd treten und die Flüssigkeit mit an-
5 ziehen. Der Ausflufs wird aber nicht wegen des äufseren
Vorsprungs ununterbrochen stattfinden — fehlt nämlich e£,
so wird die Flüssigkeit aufhören zu fliefsen, sobald ihre
Oberfläche bis y gesunken ist, also trotz des Vorsprungs —,
sondern weil keine Luft als Ersatz zugeführt werden kann,
310 solange e£ (d. h. die Mündung von e£) ganz unter Wasser
. ist. Denn die hinzutretende Luft geht in das Gefäls «ß
an Stelle des ausflefsenden Wassers. Die ganze äufsere
Róhrenmündung!) ist, was ihre Lage zum Wasser betrifft,
stets niedriger als der Wasserspiegel im Gefüíse. Da sich
15 nie ein gleiches Niveau erzielen läfst, so bringt die Röhre
| das ganze Wasser zum Ausflufs, und die Anziehung ist
eine Folge der gröfseren Schwere.?) Wollen wir die Luft
in der Röhre yà nicht mit dem Munde aufsaugen, so
giefsen wir in das Gefäls «&ß noch Wasser, bis es (über y)
20 überläuft und durch die Röhre yd anfängt auszufliefsen.
So wird das ganze Wasser im Gefälse «ß wieder aus-
‚laufen. Man nennt, wie gesagt, den Heber yds&?) Kapsel-
heber oder Pniktós Diabetes.*)
EV2
: Gleichmäfsiger
25 Aus den vorhergehenden Betrachtungen ergiebt Ausflurs ry?
sich, dafs der Ausflufs durch einen unbeweglichen ,, ee 5:
1) Nach b: “Die Mündung der àufseren Röhre’. 2) Nach
anderer Lesart: “Tiefe’. 3) Die Worte “den Heber y 0:2
ändert b in: “solche Vorrichtung’. 4) Vgl. in den Prole-
gomenis die Bemerkung zu Fig. 4. !
—
effunditur L 15 oóv a: ó$ bL 18—19 xsvoO1cerou müv
tr. b 20 ó yd, c£ à: To rowoörov cxs$og b, tale vas L
23 0] P: 68 BC zooósócuyuévov aB: mooczoósócuyuévov CP
ywouévi aBC: yevouévg P: si... fiat L
44 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
&vouc«Aog yivsraı' TO yg c0TO TGytU TETQUZTUEVOU
&yy&(ou z«g& vov zvOuév« xci Qfovrog' xci Evraüde
^ e P, ? , - 2 ’ m \ - py
y&o 7) óUcic &voucaAog TO Ev yj uiv vijg QUGtrog
zA&(ovu Peosı 9A(Bso?«, Tv Tod UOcerog éxovot, |
xtvovué£vov O2 EActrovi' x«i 000 Ö’ Qv N) éxvog To
Gípovog vozsgoyn usítov Oomzéoym, Tayvreoa 1 QUGLG
yíveva, adhıv y&Q T ÓL& ToU Grou(ov «roD Exovotg
nAsiovı fos. BAlßeraı 3) Ovav &Advvov T) € éxvog
ozspoyi, v Oxsoé£yet N Tod Ev TE &yysío VOcvog émi-
qivseuc ToO éxróg 6vouíov roO oíqovog. N uiv oov Ói&
Tod Gígovog del &voueAog qUguS Pong Ócov Óé Eotı
QUciv sbosiv dia Tod Gípovog del Ouckiv.
-
"Eovo vw &yysiov 00cQ £yov To AB, Ev & énwn-
12.090 Asfqváguov To II émuxsgocoyuévov TO GvÓóuc
TO TA Enıpoayuarı' OÓià ÖE Tod émupocyuerog x«i
Tod nVduEvVog Tod Asfwvagíov dLW09W TOO cípovog
To Ev onEhlog Hal OVVEOTEYVROFW Toig TQvmÜüucot
x«GGutéoQ' TO Ó& ErE00v Gx£Aog éxrüg Eorw tod AB
158 &yye(ov &yov TO 6TOULOV TanELıvoTEgovV Tijg | Tod Ev ra
3 f. &vouaA0c (fon 6 ündeyn AGT,: X T, b: fuerit L
f. (roco?ro» Tayvreon; cf. p. 46, 11 9 4 bL: NAGT,:
nv T,; sed cf. p. 46, 7 ózto£ygg, n ex ev corr., AG 13 caput
uec T (reirov) et C, non distinguunt ABG 15 Bà Y
corr. 18 x«ccuégoo G,M: x«ccwroo AG, Tb Zorw G,T
om. A,
l ndoysı a: ylveraı xol b: efficitur et L 2 Ayysiov
övros b 5—6 eatrinseci tubi (= Tod Entös c.) excessus L
16 naundAov Gíqavog bL 18 éxróg £ovo CP: om. BL
19 ‚oröuıov aCP: sröua B 19—46, 1 rijg tod ... ém-
gavtíxg à: Tod £vróg oroulov bL
Us
|^ 10
35
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 45
Heber ungleichmälsig ist. Dasselbe ist bei dem Ausflusse
durch das Loch am Boden eines Gefäfses der Fall. Denn
auch dann ist der Ausflufs ungleich, weil im Beginn des
Fliefsens der Druck auf den Abflufs des Wassers von einem
grófseren Gewichte ausgeht, nachher dagegen von einem so
viel geringeren, als die Quantität des Wassers durch Ausflufs
abnimmt. Je grófser der äufsere Vorsprung des Hebers
ist, um so schneller wird der Ausflufs. Der Druck, mit
dem das Wasser durch die Ausflufsóffnung getrieben wird,
ist dann wieder gró-
fser, als wenn der
Abstand zwischen der
üufsern Mündung des
Hebers und dem
Wasserspiegel im Ge-
fälse geringer ist.
Dafs also der Aus-
flufs durch den Heber
immer ungleichmä-
fsig sei, haben wir
gezeigt. Jetzt ist
es unsere Aufgabe,
einen stets gleich-
müísigen ^ Ausfluís
durch den Heber aus-
findig zu machen.
Es sei «ß ein
Gefüfs mit Wasser
(Fig. 5), in welchem
ein Kesselchen yd
schwimme. Dessen
Fig. 5. Mündung sei mit dem
Deckel yö verschlos-
sen. Durch den Deckel und den Boden des Kesselchens
stecke man den einen Heberschenkel und verlöte ihn mit
den Löchern mit Hilfe von Zinn. Der andere Schenkel sei
aufserhalb des Gefälses «f, und seine Mündung liege tiefe:
AG — HP9NOZ ALEEANAPEQOZ IINETMATIK9N A.
AB &yysío Vdarog Erıpaveiag. itv oov dia Tod éxvóg
6Touíov ToO oíqovog Erionaonusde rov Ev TO GípovL
Óvra G£oc, GvvaxoAovtnjosu. v0 vygov did To un Óv-
v«GQ«, xevoóv üO9govv róxov Ev TO Gíqovi yEvEodaı.
&oynv Ói A«fv 6 cíqov tig óvGsog Qétt, Üyoug v
züv xsvoor v0 Ev TO Gyysío Oc xci Eoraı 7| QUGuG
öuaAn TQ TV £xvO0g Oztgoynv Tod Gíqovog, Qv voxtQ-
&yeL Eig TO x(vO WEOOS Tijg roO vO«rog &mugavstag,
del Tv «rv yivsodaı, Ermesiönneo Tjj TOO Ayyelov
xtvoGcsu ovyxaraßalvsı xci 6 Aspng cov TO Gígow..
600 Ó' &v dj éxvóg ozsooyr] usi£ov T, voGoUro ÖEVTEO«
Tig z9ÓóTtgov 7) QUGoig Eoraı, ÓucAy Ó& x«9' Euvrıv.
&cro Ó& 6 sloquévog cíqov 6 EZH, 7) 0$ Tod ÜOcroc
erıipavse xavàí vv OK s9siav.
V:
H ó& xevíà uév vt ÓueA, Herd Ó£ Tı &vóueAog
yívevatL oUrOg Ói.& ToU Gíqovog' x«AQO Ó& xcrà u£v vL
OucA(v, are Oc Tı GvoucAOv, Or«v El rwv& yoóvov
BovAouévoug Óu«AN T7) 7) yıvoudvn LE doyig Qoi, El
0i Ere0ov mA goóvov zpocupovuévous óucA uiv N
xc écuviy N yvvopévi QUGig, Tijg HE zoóveQov ijroL
Bowdvreg« N Tayvreoo.
"Eorw yàg zw v0 uiv Tod Böarog ayysiov TO
13—14 gero ... ebPeiav supra ante &&v oiv lin. 1 poni
iubet Haasius, f. iure 15 vévregrov T 16 f. d& (9$ow 7»
xorc ru, uà» — nard vi 02 T,, corr. T,, etiam infra lin. 17—18.
ip! ;52, 12 19 óucàry om. T,, corr. T mg.
. 98 óvre om. b 5 óà om. P 9 yivsodaı a: existat L:
tivo, b 10 ovv om. b: simul cum L 19 zoöregov aB:
i
r5
5
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, I. 47
als der Wasserspiegel in dem Gefüfse «8. Wenn wir
nun durch die üuísere Hebermündung die im Heber ent-
haltene Luft aufsaugen, so schliefst die Flüssigkeit sich an,
weil sich kein kontinuierliches Vakuum im Heber bilden
5 kann. Hat aber der Heber angefangen zu fliefsen, so fliefst
er so lange, bis er das ganze Wasser im Gefüfse zum
Ausflufs gebracht hat. Der Ausflufs wird gleichmälsig
sein, weil der Unterschied zwischen dem unteren Niveau
der äufseren Heberüberragung und der Wasserfläche sich
| 10 nicht veründert, da der Kessel mit dem Heber immer
so weit sinkt, als das Gefäls sich entleert. Je mehr
aufsen der Heber überragt, um so lebhafter wird der
Ausflufs gegen früher sein, aber an sich immer gleich-
mälsig. Der erwähnte?) Heber sei sf, die Wasser-
. 15 fläche liege in Höhe der Linie 9.
V.
Der teils gleichmälsige, teils ungleichmäfsige Aus-
flufs durch den?) Heber wird auf folgende Weise
herbeigeführt. Ich nenne den Ausflufs teils gleich-
20 mälsig, teils ungleichmáüísig, wenn er anfangs be-
Teils gleich-
mäfsiger, teils
ungleichmáfsi-
gerAusfluífs ein
und desselben
Hebers. Fig.6a
und 6b.
liebig lange gleichmáfsig ist, dagegen wieder in
einem beliebigen anderen Zeitraume an sich gleich schnell
erfolgt, aber im Vergleich zum früheren Ausflusse lang-
samer oder schneller.
Das Gefüfs mit Wasser sei wieder «ß, der Kessel yà
1) Nach b: “als die innere Mündung’. 2) Zusatz in b:
‘gebogene’. 3) Nach b: ‘denselben’.
nootegpng CP 7 6vcıg om. bL 13 6 uiv siomguévog xou-
zAog cípov bL (obliquus) 17 zoö (om. B) e?roo oígo-
voc bL 23 gero &B: gerocav CP aA om.L uiv
zö tr. CP
e
48 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A,
AB, Aeßns 68 6 TA" did Ó& Tod Enipodyucrog al
Tod zvduevog Tod A£f«rog ÓioGc9c0 GoÀQv soprsoog
Tod Evrog GxéAovg
Tod Glpwvog' ul
éorO Gípov ovrog
0 M A cvvsoceyvo-
u£vog TO TE Émi-
pocyuerı xci TÓ
zvdusvı Tod A&fn-
TOg. émi Ö& TOD Ent-
qocyuorog EPEOTE-
TO nmyudtov &%
xovovíov ErNYOg
xoxo To Ilyocu-
uc xol &oro TO
INSAZA. Ev ót roig
óotoig | x«vovíoug
Toig I'N, 81 éx Tod
Evrög | uégovg éy-
yeyAUge9ocav co-
Aijveg xov& TO uijxog
TÜV xavoviov, EV
a 48, 1—52, 17 dıa de Tod Enmipodyuarog ... 701100-
uev oürog — Mh 48, 24—52, 33: dia de Tod émigoiyuoroc
x«l Tod nuduevog tod Aéfqvog dınodn coAQ]v KaumbAog Ó 25
EZH [cvvsczeyvouévog và re Erıpodyuarı xol TO nuduevı
tod Aéípwvoc| Emi 9E Tod mudusvog vob AB Gyyelov ége-
GrírO inyudrıov éx wavovíov Ovvsorwg xoOczso TO II
yoduua' nal foro To T NGA iv Ó& voie ógOoig xovovíoig
Toig TN, E woerà và ivróg ufgn iyyeylógO cav imi vob 30
pijkove Gsipol xoiÀet, olas qoolv iüiorixGG yovoyas, Ev oic
Fig. 6a.
18 yvdE G
| 10
15
25
30
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA.IL 49
(Fig. 6a). Durch den Deckel und Boden des Kessels
stecke man eine Röhre, die weiter ist als der innere Heber-
a 4
-—
uu x Lu X dh
eg qui
XD t NE NR
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ge mot v
N,
P
Fig. 6b.
schenkel. Diese
Röhre sei uà und
sei sowohl in den
Deckel als den
Boden des Kessels
eingelótet. Auf
dem Deckel stehe
ein aus kleinen
Stüben (Brettern)
in Form des Buch-
staben TT zusam-
mengefügtes Ge-
stell. Das sei yv£0.
An den senkrech-
ten Stäbchen yv
und &0d seien auf
der inneren Seite
ihrer Lünge nach
Laufrinnen einge-
schnitten, in wel-
8:40. ^f — BT: 19
Durch den Deckel
. taucht — b 49,
26—51, 31: Durch
den Deckel und den
Boden des Kessels :
(Fig. 6b) stecke
man einen gebo-
genen Heber s£q.
Auf dem Boden des Gefälses «ß stehe ein aus kleinen Stäben
bestehendes Gestell in Gestalt des Buchstaben TT. Das sei
tvgé. An den senkrechten Stäben v» und £g seien auf den
35 inneren Seiten der Länge nach Nuten eingeschnitten, wie bei
26—27 cvvscrsyvouévog ... Aeßnrog seclusi; v. prolegomena
28 pegmatium quoddam (= cw) L
de neutro evvscorog v.
Kuehner-Blass I 236. 29 z»g& CP: v£g BL 30 v£g BL
31 yojoyag P: yoóovac BC, gurnas L
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt.
4
50 HPRQNOZ AAESANAPERZ INETMATIKRN A.
oig ÓL«vQeyéro Ers00v xavóviov rd OII ebAvrwg. &6vo
Ó& xol xogA(ug 6 PZ óp9Ggc Befhyxóg Ent tod I émi-
qocyuerog xci Óu& vonucrog ÖLeAnAvd@g uévovrog Ev
TO OII xavovı. £6vro0 Ó& xol vÓÀog rig Ovupung TE
OII x«vovío, dove nagsußalvev eig nv Tod xoyA(ov
&Auxe. ozsQeyévo Ó& Ó KoyAlag ozxio To NZ xavóviov'
Tjj 08 ozegoyj Gvugvaus Eorw xsugoAcf(íc, ÓU dg émt-
éroéqousv vOv xoyA(«v, Gore td OII xavovıov óv5 uiv
uerewgov yivsodaı, Or de ransıvovodeı. vo de OII
xe«vovígo Gvuqvig yeyovévo To Evrög OREAog Tod Gíqovog
Ö1eAnAvdog Kal dia Tod AM owANvos, Gors v0 GTÓ-
uov adrod Banriteodaı eig TO £v TO Ayyeio VOR.
x«l éàv oov zíAw émwmecousü« Óuk TOD Ertög 0T0-
dıiarosyerw Eregov Kavovıov sbAvTvOg r0 OIL Eorw ÖE xal
xoyAlas 6 PZ 0óg9Gg pepqxog imi vov TA Enipodyuaros
xcL Ó.& Tod Ev v OII xavóvi revnmuarog tig xoyAtov zei
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[52]
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20
25
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 51
chen ein anderes Stäbchen (Laufriegel) oz sich leicht
auf- und abwärts bewege. Eine Schraube gc stehe senk-
recht auf dem Deckel yóà und gehe durch ein Loch in
dem Laufriegel or hindurch. Mit diesem sei ein Zapfen!)
so verbunden, daís er in das Schraubengewinde falst. Die
Schraube rage über den Riegel v& hinaus. Mit dem über-
stehenden Teile (der Schraube) sei eine Handhabe ver-
bunden, mit deren Hilfe man die Schraube so drehen
kann, dafs der Laufriegel om sich bald hebt, bald senkt.
Mit dem Riegel oz verbinde man den innern Heber-
schenkel, der auch durch die Röhre Au so weit hindurch-
geht, dafs seine Mündung in das im Gefälse enthaltene
Wasser taucht. Wenn wir wieder durch die äufsere
Mündung die Flüssigkeit ansaugen, wird der Heber so
den gewöhnlichen Rennen. In diesen laufe ein anderer Stab,
der Laufriegel oz, leicht auf und ab. Man lasse auch eine
Schraube oce senkrecht auf dem Deckel yö stehen und durch
ein zu einer Schraubenmutter hergerichtetes Loch im Riegel oz
hindurchgehen. Die Schraube rage über den Riegel vé hinaus
und sei darin drehbar, ohne jedoch selbst bei der Drehung sich
auf- oder abwürts zu bewegen, sondern sie lasse den Riegel oz
auf- und niedergehen. Dieser sei jedoch mit dem Heberarme u 4
verkittet. Das hat zur Folge, dafs vermöge der Schrauben-
drehung der Laufriegel nicht nur selbst auf- und niedergeht,
sondern auch die Róhre mit hebt und senkt. Mit dem über
den Riegel »$ hinausragenden Teile der Schraube sei ein Griff
verbunden, der das Drehen der Schraube ermöglicht. Es
leuchtet nun ein, daís sich der Laufriegel oz, wenn die
Sehraube sich dreht, bald hebt, bald senkt, und da er mit dem
gebogenen Heber verbunden ist, zugleich diesen auf- und
niedersteigen lälst.
1) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 6c in den Prolegomena.
orvAog AG, T, 9 taneıvovoteı AG, T, (cf. Autom. X): voztt-
vóvtoov G mg. T, 10 Evrög oxéAog T: év và exéAe AG
24 óà CPL: om. B 25 xswgoAnQíg BO: xeıgolaßrs P
28 0v CP: à» B
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52 HP2NOZE AAEHSANAPERZ IINETMATIKRN A.
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xevoQ9j TO iv wOvrQ Oyoóv: Örav dt BovAmusde di
«UroU Er£oav Qoi yYivsodaı vig uiv TOOEENUEVNS
rayvreoav, ÓucAQv ÖE xo9' ceor(v, émwvo6vousv vOv
xoyAlav, Bote v0 OII xavóviov voztwócvsgov yevéctrou:
Eoteı yàg N Éxróg UOzegoyn Tod Gípovog usíGov ig
zoótegov. x«i Óu& voUv. Eorıv 7) QUcig ÓucAT uiv xo9*
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TEAVTEORV ..., ÉmiOTQÉUOusv Tv xoyAlav eis TO étL
tarsıvöreoov yeveodaı TO O II xovóviov: é&v 05 fgaóv-
teoav BovAmusde,... TO OII xavóviov usvéogov yz-
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Husten ro U0co — oU0i y&o imi méávvov TÜV cigó-
vov roUro Övvarov Eoraı, àv un zívv uuxool ot —,
ztoujcousv ovrog.
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GHElovg ToU Gípovog vomewvoríoe TG TOOTEEOV. xol dia
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DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 53
lange gleichmáísig fliefsen, bis die ganze Flüssigkeit aus-
gelaufen ist. Wenn wir aber einen andern, an sich zwar
gleichmälsigen, im Vergleich zu dem früheren aber
schnelleren Ausflufs aus demselben wünschen, so drehen
5 wir die Schraube so viel um, dafs der Laufriegel oz sich
senkt. Dann wird der äufsere Überstand des Hebers
grüfser sein als früher (die äufsere Hebermündung also
niedriger liegen). Die Flüssigkeit fliefst daher an sich
gleichmüfsig schnell, doch schneller als früher.!) Soll sie
10 noch schneller fliefsen, so drehen wir die Schraube von
neuem, damit der Riegel om noch niedriger zu liegen
kommt. Soll sie dagegen langsamer fliefsen, so drehen
wir die Schraube wieder nach der entgegengesetzten Seite,
dafs der Riegel oz sich hebt. Und so erfolgt durch den
15 Heber ein Ausflufs, der in einer Beziehung gleichmäfsig,
in einer andern ungleichmäfsig ist.?)
Um nicht mit dem Munde das Wasser ansaugen zu
müssen — denn das wird nur bei sehr kleinen?) Hebern
móglich sein —, treffen wir folgende Vorrichtung.
1) Statt dessen b: “Dann wird der vorspringende Teil des
äufsern Heberschenkels niedriger als vorher liegen, und darum
wird die Flüssigkeit an sich gleichmälsig, aber schneller als
früher fliefsen'. 2) Statt “Und so ... ungleichmälsig ist?
hat b: “Und so wird die Flüssigkeit langsamer ausflielsen’.
3) Dafür b: 'sehr engen'.
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1 öucAög T (-óg T, ös supra ser. ead. m): öualog AG
2 Bovinusda T: BovAousde AG 3 uiv T: om. AG,, corr. G,
4 £avınv T 9 lacunam statuo. cf. p. 52, 25 enıorok-
vont» AG: Émwofwyousv T 11 lacunam statuo. cf. p. 52, 27
19 f. (005 cípovog 14 aörav codd.: correxi 15 zàv AG:
om. T, add. T mg. 16 2&v scripsi: ei codd.
20 uiv om. CP noosıonuevns b: priori L 23 m6-
tegov B: zoorígeg CP ut lin. 24 25 Erı z&Aw BC: £uzoAw P
Ev
26 cero£wóusüc B 31 vóv BC: om. P 32 fieri potest L
orevozaroı B: orevorarov CP, f. orevöraroı
160
5A HP2NOZE AAESANAPERZ IINETMATIK9NN A.
VI.
"Eovo oumgıöuatıdov Ti, o0 TO uiv &00EV zpooc-
x&t(GUc TQ éxvr0g GXÉcAtL TOU Gípovog, Govt di corOU
Qeiv* xci éoro ro TN, vo 0: OijAv vo TO moóvcgov
zoooxexoAAmuévo Ayysıöio Tıvi và KV opobvt.
0ACyo vul aAEov oo qyopgsí 6 cípov VÓ«rog éyévoo OP
x«l obs TO nvduevı éxgvaw mv 2. Óvcv oov flovAd-
usda <Enıon&odaı) OG Tod Gípovog v0 Ev ra AB ay-
yeío vOWE, Anokaßduevor voD KP ayyeiov viv £xov-
oıv vÀ ÓcxrÓAo TANEWOOUEV coro ÜÓcrOg. tive TT006-
Proousv TO O5Av ounoıou« TO GogEvı xci Kpmoouev
viv f) Exovow. xsvovuévov bt Tod XP ayyelov, sig
TOV xtvoUusvov TOXOV qycog1osu. 6 Ev TO Gígovi cano,
T
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Q HvvaxoAovdmosı TO Ev vO AB &yysío vyoóv, Gore
4 4 m
zAqoGGccL. TOV Gípove. usr& Toc0Tc oU0v Agpeidvreg TO
XI ayyeiov éOuev v0v Gígove ziv.
à 4—16 xol £ovo ... deiv = b 17—29: xoi &6vo
to TH, 10 de O5Av To X'P soóvtgov m9oGxtxolAquévo
eyytdio và A jogoU vu oMyo tivi mÀfOv ov qoosi ö
Gípov UOerog" éyévo Ó& moóg TO mxvÜOuévi ExQUGIV ev A.
OTav OUV PovAmwede Iruonäoden did ToU sipavog co Ev
to AB &yyelo 00o0, crtolefópevot too 2A ayyelov mv
£xovGw TG ÓcxrÜAo z)ajodGouev auro Üdarog. ira 7000-
O400usv oc)10 TO Ov suigiope xoi Er TO &ogevi xe
Kpnoousv. viv Exgvoıv. xevovuévov 0i Tod RA dyyelov,
tig vüv KEVoVusvov rómov 1woNoE 6 iv To olpavı c0, :
ovvarokovdnosı r0 iv và AB ayyelo Oyoóv, Gore majodoot
Tov Sipova. Kal were radtae Apehövres TO $5.4 Gyysiov
Edoouev Tv Gígp ovo 6eiv.
1 Be capita non iam numerat T. hoc caput non dı-
stinguit A 8 Enıonächer inserui. cf. lin. 21 10—11 eir«
; &oeevı non consentiunt cum lin. 5 (zoocwswoAAmuévo).
v. prolegomena ad fig. 1
15
20
35 :
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 55
Mb
Man denke sich ein kleines, genau in einander Das Smerisma.
passendes.Doppelrohr (Smerisma), dessen männlicher "9 55 wa 7.
(innerer) Teil so an den äufseren Heberschenkel gelegt
. 5 werde, dafs die Flüssigkeit hindurchfliefsen kann. Das
| männliche Smerisma (Fig. 7) sei vv (— v1])?),
das weibliche (= die Einfassung) vg (— yw).
Beide seien zuvor an einem kleinen Gefáüfse xy y
— o«) befestigt, das etwas mehr Wasser
fassen kann als der Heber. Das Gefüís habe
am Boden auch eine Ausflufsóffnung o (— c).
Wollen wir nun das Wasser im Gefüfse «ß
durch den Heber anziehen, so halten wir mit
dem Finger die Ausflufsóffnung des Gefüfses
v (= ocv) zu und füllen es mit Wasser.
Dann legen wir das weibliche Smerisma ans
männliche?) und lassen die Ausflufsöffnung o
iS 5j
Fig. T. los. Wenn das Gefüís 44p (= c) sich leert,
wird die im Heber eingeschlossene Luft in
20 das sich bildende Vakuum treten, und an diese wird sich
zugleich die im Gefälse «ß enthaltene Flüssigkeit an-
schliefsen und so den Heber füllen. Hierauf nehmen wir
das Gefäls yip (= we) fort und lassen den Heber fliefsen.
1) Die in den Klammern zugefügten Buchstaben stehen
in b (Fig. 6b) Vgl. auch die handschriftliche Figur in den
Prolegomena.
2) Richtiger: ‘an das äufsere Heberende m, das sich luft-
dicht in das weibliche; als Verbindungshülse dienende Smerisma
einfügt und in diesem Augenblicke gleichsam sein männliches
Smerisma mit bildet. Vgl. die Bemerkung zu Fig. 7 in den
Prolegomena. Herons Beschreibung ist nicht recht klar. Wir
würden heutzutage den Heber in ein Schraubengewinde endigen
lassen und dem Halse des Gefälses die Form einer Schrauben-
mutter geben.
19 ayysıdio BC: &yysío P o« B: o4 CP (coa L) ut
infra lin. 22. 25. 28 19—20 paulo plus eo quod e tubo flwit L
20 4: oL 24 aöro BL: aöra CP ipsi masculi L
28 et tubum L
161
56 HPRNOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSNN A.
Aei 6: 6090v vOv Gípove xcvcfivsuv, si wEAAoL
\ / - m \ Ed 24 V - ,
zo Ó£ov zojtiv: vobro Ó& Eoraı, éàv XO0g TO yelkeı
tod AB ayyslov ÖVo óg9oUg xavóvag mwWtavvsg TO
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qvig zxonjoousv Yadov évróg TOV Xxc«vovíov: oUrOg
y&g obvc émi ra aAdyın obvrc imi To Eumooodev Ö
Gípov Eyakıoıv oquosu 0o9íg 0$ ixoiBg xevofhjoevat
zoocGrouDóvvov vÀV rvÀ(OV TOUS xavóvag.
VII.
Tàv Ó& eig Evsoysıav xavoGxevatou£vov vóv &o£ó-
ueü« xcvcoxsuüg zoicioU«L NO TOV uuxgoréoov &o&d-
uEvoL GrOoLqelov qguv.
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q0jG.uov* xovaoxevdtevo, yàg oqeugíov xoiAov ydAxcov,
oióv dcr. 10 AB, éx uiv voU xávo u£oovg | revovaq-
u£vov AsmToig vovzwNuct(oig GvveyéGu KadanEo TOuóg,
£x Ó& voU vo uEoovs coAiQve Eyov rov IA oVvreron-
u£vov «TQ Hal Gvvsoveyvouévov xci EXovra TO vo
oróuiov &vegyóg. Üruv obv BobAntei Tig olvoyosiv,
x«T«Gy0v Tj ui xagi rov II coAQve z«gà vo I'
óróuLov xca9uuc. TO Opaıplov sig vov oivov, &youg àv
7 f. (xal) apavov 19 &of£óusü« ABG: &o£óusQo CPT
18 729uóc M: (9uóg à ut infra p. 58,2 19 róv b M Vind. 120:
zo a
2 moi» à: yivacdaı b 4 rovro» om. bL 5 aorà)v
om. bL 6—7 zowjcoutv (-cou- B) ovugpvis h 8 zo aP:
:& BC 9 ópü9Gc aCP: öoWös B, rectus L 15—16 Zorı
. 4ernowov om. bL 16 xoiAov om. P q&Àxsov AP:
10
15
20
— 3
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I, 57
Der Heber mu(s aber senkrecht hinuntergehen, wenn er
seinen Zweck erfüllen soll. Das erreicht man, wenn man
am Rande des Gefälses «ß zwei gerade Stäbe befestigt und
den innern Heberschenkel so dazwischenstellt, dafs er jeden
5 Stab selbst berührt, und wenn man auf jeder Seite des
innern Heberschenkels einen kleinen Pflock anbringt, der
die, Hólzer innen berührt und damit verbunden ist. So
wird sich nümlich der Heber weder seitwürts noch vor-
würts neigen, sondern scharf lotrecht abwärts gehen,
10 vorausgesetzt, dafs die Pflóckchen zwischen den Hölzern
festsitzen (Fig. 6b).
VIL.
Wir wollen jetzt die Einrichtung der praktisch Der Stechheber.
brauchbaren Apparate beschreiben und dabei mit ER
dem Elementaren und Einfacheren
beginnen.
Es giebt eine kleine Vorrichtung
zum Einschenken (bez. Schöpfen) von
Wein.!) Man fertigt eine kleine
Hohlkugel aus Bronze an, z. B. «f
(Fig. 8), in welche unten kleine,
dicht bei einander liegende, siebartige
Löcher gebohrt sind, während sie
oben mit der Röhre y versehen ist.
Diese ist sowohl nach der Kugel als
Fig. 8. nach oben offen und in sie eingelötet.
Will man nun Wein einschenken, so
fafs& man mit der einen Hand die Röhre yó an der
Mündung y, setzt die Kugel in den Wein, bis sie ganz unter-
e 9
1) Dieser Satz fehlt in b. Ebenso Z. 28—29 die Worte
xis da 1955
an
ydansıov BC 17 iov. om. b 18 et continuis L 71/9 uóg:
x0cxwov D 292—923 zag& ... orO0utov om. bL
58 | HP9NOX AAEEANAPEQX IINETMATIKO9N A.
^ \ 5 ^
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q9uob siG£oysvou, 6 Ó' Evrog NE Éxxgovevou x«i éx-
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N , > —^— 2 5 M ec / 54
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tod IT’ oroulov Undoyei, Irıs Erinepoaxra TO OcxvUAQ.
Or«v oov BovAmusdea zoofcQci vOv oivov, Gvísusv TOv
ócxvrvAov, 6 Ó$ ao Eumintwov zÀ«ooi TOV xcevoUusvov
Tózov: éàv Ó& zAw muécousv TO OÓcxvoAQ yv I'
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Avonvoiv, 00% é&xgviücstct, (xou Qv züAw GvéGoutv
zo ÓcuxvóAo viv I’ dvanvonv. EEsorı 0i xol sig 959-
\ ei ^ \ , / , 3
uov vÓoo 1) vvyoov Pdntovra zcAw Ovveyeıv, site
rooilsodeL, O0cov éàv zgocioousta, yoig v züv TO
Ev TO Ggouigío xsvoUi' xüv Erixaunts Ó& yErnraı TO
a 58, 1—60, 3 xol 6 uiv oivog ... Karalaußdveoheı
zo Gróguov — D 58, 18—60, 22: xoi 6 uiv oivog Óià vÀv
rovnnudıov eloehevoeraı, 6 0 ivróg do éxxgovobosro,
Hal Exp jet dic ToU I'4A Go ivoc. ürav de To ueydio
ÖarruAm miéuc Engel de Grópuov escon To opaıglov éx TOD
olvov, ov óvijoevet 6 &v vÓ speıgin oivoc di“ TO um Öv-
voodaı sig vüv voU xsvoU vómox AEga TagEICKHgLIVEL' 9
y&g Eiongıoıg dia Tod I’ crouíov Öndgyei, ijvug énumégoxvot
TO daxrvlo. drav Ö8 PovAnd% mgocodeL zöv olvov, &víqoi
zöv ÓdxvvÀov ix tod I' Gropíov, xol ó cmo Euzelmrov nÀn-
Qoi TÓv «evoluevov TómOv' Ó yàg oivog engel din Tüv
TQvmuérov, xol niu éàv miéoy T) Óexr)lo qv I' &va-
mvoiv, ovo joeve 7 QUoig Tod olvov' dmohudelong ó ebOue
Tie &vertvoijc éxovijGevau, &youc &v muéG To OoxvÜAo Thy
I' &vanvonv. Eeorı OB xol sig Osouóv loco N avuyodv
Bénvovra Gvvéysww vs xal mahıv moolsodeı, Ücov &v T600-
10
15
20
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eLgoiró vig, &Gyoig &v müv To Év TO GpoLoio vygov xevoO.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 59
taucht. Dann dringt der Wein durch das Sieb!) ein,
wührend die innere Luft verdrüngt wird und durch die
Röhre yó hinausgeht. Drückt man nun mit dem Daumen
auf die Róhrenmündung »y und hebt die Kugel aus
5 dem Weine, so fliefst der in der Kugel enthaltene Wein
- sicher nicht aus, weil keine Luft in das Vakuum ein-
treten kann. Denn die Zuführung von Luft kann nur
durch die Mündung y erfolgen, allein der Eintritt ist
durch den Daumen versperrt. Wollen?) wir nun den Wein
‚10 einschenken, so lassen wir den Finger los, die Luft strömt
. ein und füllt das Vakuum an. Wenn wir abermals den
Finger auf das Luftloch y halten, so hört der Ausflufs
auf, bis wir von neuem den Finger vom Luftloche y fort-
nenne. Man kann die Kugel auch in warmes oder kaltes
.15 Wasser tauchen, dieses darin festhalten und dann wieder be-
liebig viel auslaufen lassen, bis die ganze Flüssigkeit in der
Kugel erschöpft ist. Falls:das Ende der Röhre y6?) bei y
1) Nach b: “durch die Löcher’.
2) Nach b: *Will man den Wein einschenken, nimmt man
den Finger von der Öffnung y fort, und die Luft dringt ein und
füllt den leeren Raum an. Denn der Wein fliefst durch die
Löcher ab. Drückt man von neuem mit dem Finger auf das
Luftloch y, so wird der Wein aufhören zu fliefsen. Läfst man
es jedoch abermals los, so wird er so lange abfliefsen, bis man
den Finger (von neuem) auf das Luftloch y hält.’
3) Zusatz in b: *wie in nebenstehender Figur'. Die Worte
*bei y? fehlen in b.
5 gunssrau M: övelseraı à 6 ro) inserui. cf. lin. 23
19 o$)x ERQUNOETLL Vind. 120, Paris. 2512: éxxexoviüjcevoL A
14 f cvvéysw, tivo meh tr. 15 éàv: &v Paris. 2512
getestet à (-rx T): ex M correxi
1 xovgoj a: xovgj BC: xoi; P 21 vig om. CP. y CP:
om. BL 25 mgosodau: emitti Li avinoı b: auferat L
27 Engel P: Erossı BC 32—33 000v ... xig om. L
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60 HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSN A.
&#g0v tod IA owAnvog v0 zgóg to I, ov0iv dioiosı’.
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daxtvAm xarahaußavsodeaı TO GrÓuuov.
VIII.
Tà dt a)0vÓO Tgóxo x voU «ro Opaıglov x«l
Vvoyoov xci O59uov zQo£o)«, Óvveróv Eotıv, 060V
zooc.ooUueda.
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qgoc«yu« éyov u£cov óg00v To I'4 xoi &vcottv Óuoíog
eoAiv« rov EZ oVVreronusvov Kal GvvsGrcyvou£vov
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ovveyts To TI diapoayuarı" üvoO9cv ÖE Gvaxauzüg
éyévoo tags ©, K qsgovoag sig Exdregov u£gog rÀv Ev
to EZ 09v. Ep’ Eudreoa de Tod IT dıapodyuarog
ellipdw sig TO xívo WEOOS ToU. Opeıoiov tod AB
zoóg TO HI Tovaiuare Ouoıa TÀv Ev voig vQovAA(Coug
volg ueysıgıxoig yıvousvov, z9uost05. Orcv oov fov-
Avusda $95ouov LoVoaodeaı, zareAaßousvor roig ÓvcL
x&v émixeunmég de yernraı TO Gxgov roU I’A coAQvoc, og
Evradda Eysı T) HaTayoapn, obdev diolceı' quüAlov de xoi
&UyonóróreQov toro, TO0g T0 EIYEOÖT TO darum xara-
Aaußdvsodaı To 6TOuLovV.
a 60, 14—64, 12. dp! Endreon 0t ... dugporeon Qeiv
— b 60, 24—64, 29: A Endregov 0 tod IA diapocy-
warog Eorwoav sig TO Karo wegog Tod spaıglov Tod AB
zQ0g TO A Tovmiuate wind, old xooxívov. OTaV 00v
BovAmusd« Heouov AeVcaodeı, narahaßousvor vÀ Evi vüv
6 zoo£oQat b: mgEodaL a 000v T: ex 0co corr. A: 0co G
11 ogetplo b: spaıgiovr a 16 cà scripsi: ro a. cf. lin. 26
ad üuow àv »t& cf. Heron. Cheirobal. p. 129, 6. 11 Wesch
a
10
15
t5
m
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 61
umgebogen ist, so macht das keinen Unterschied. Vielmehr
wird es handlicher, insofern man die Mündung leicht
mit dem Finger zuhalten kann.
VIII.
| 5 Auf gleiche Weise kann man aus derselben Kugel Der Doppan
kaltes und warmes Wasser in beliebiger Quantität Fig. va u 9b
ausflielsen lassen.
Man fertigt in ähnlicher Weise eine
kleine Kugel «ß (Fig. 9a) an, aber
mit einer vertikalen Scheidewand yd
in der Mitte. Oben ist die Kugel
wie vorher mit einer Röhre s£ ver-
sehen. Diese steht nach der Kugel
hin offen, ist in sie eingelótet und
in der Mitte von einer Scheidewand y4
durchschnitten, die mit der Scheide-
wand yó zusammenhängt. Oben bei
9 und x sei die Röhre umgebogen;
Fig. 9a. jede Biegung führe nach dem ent-
20 sprechenden Raume in ed. Auf beiden
Seiten der Scheidewand yó lasse man am Boden der
Kugel «8 bei à siebartige Löcher wie bei den Schaum-
kellen der Köche herstellen. Wenn wir nun warmes
Wasser schöpfen wollen, halten wir die Mündungen 4
25 a 61, 20—63, 17 Auf beiden Seiten ... ausgelaufen ist —
b 61, 26—63, 34: Auf jeder Seite der Scheidewand *yó seien
am Boden der Kugel «ß bei ó kleine, siebartige Löcher.
Wollen wir nun warmes Wasser schöpfen, so halten wir die
icov vàv wovovíov. 130, 9 icov vóv zgotugnuévov xoavovíov, sed
cf.etiam Pneum. 117 17 (Ouosióíj à: correxi ex M (m$uosióf)
5 et ab eadem sphaerula L 6—7 0009 mooaıgoVusde A:
ötav zooci.oous)c bL 8 cqotoíov óuoíog tr. BE 24 Eud-
teoov B: éxevígov CP in utraque vero -c-d- diaphragmatis
parte L 25 ad fundum spherule L 27 BovAouede CP
62 HP9NOZ AAEEANAPEQ9Z IINETMATIKSN A.
daxntvAoıg và ©, K Gvóuu« xeb(susv TO Opaıpiov tig
To Oeguov xai cvísusv ulav vÀv Gvoxvoóv mv ©,
óxog 6 uiv Ev vrÓ BI mwuogeioío &»o éxxoovoi, :
dia Tijg © avanvonis, TO Ó& Ocouov And TOD "9uo0
aAnowon 0 BIS Nuopeioıov. zéAw oov x«v«Acó-
usvoı viv O dvanvonv EEcıgoduev éx Tod YEouod TO
opaıolov, 0 IN Gvé&s, Ó.& TO un Eyeıv vov dEOR TUO-
elodvow. „adEvres | oov Óuoíoc sig v0 vvyoov Avie-
uev tiv K &vemvoqv x«i zw zAqooUévrog roO
ATA Nwopeıgiov xarakaßousvoı mv K dvanvonv
eEaıpodusv TO Opaıolov zAijosg Ov Yeouod x«l yvyooo
vdaros. Ürav ov PBovAnusda Ózxóvsoov abrOv zQo-
EODaı, &vísuev TQv xcv Éxcvo dvanvoiv. xci Orav
un BovAdousü« grew, zmcAww Óuo(og xc«vcAnupovóust«.
x«i roUTO zoujGousv, (xoig Qv züv xsvoO3. é&&sovu Ö8
OoxvoAov To © oTouov xoO15Gcousv TO Ggeigíov sig TO
Oeouóv" xe«L ElocehevVoeraı TO Veguov Ev "ij )z0 ro K oz0-
piov 4600c Tod Gcgoigíov ÓiX vGv Ev avri, rovzidrav,
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GEga dıe voU K STowsov — év yàg Th &véoe 100% vo
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P , f , d , E , , A ji , \
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M c , a / Leyes AE: \ ?
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Eneivo TO uégog Avanvonv, Kal HEVoEı did vv TEVTNUATWV,
Tod AEgog Eloxgıvousvov Óik rijg Avoryeiong Avamvong. Kal
T0UTO monijsoptv , Gygug Gv Éxregov và uégog x&voO,.
4 19900 M: (9uo? a ut solent. similiter p. 64, 11. 66, 14. 68, 8
10 xaraiaßouevor M,: weraiefóusvov à
20
25
Ev
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 63
und x mit zwei Fingern zu, tauchen die Kugel in das
warme Wasser und lassen eins der Luftlócher, 9$, los,
damit die in der Halbkugel ßyd enthaltene Luft durch
das Luftloch $ ausstrómt und das warme Wasser durch
5 das Sieb tritt und die Halbkugel ßyd füllt. Dann
. Sehliefsen wir das Luftloch 9 wieder und nehmen die
Kugel aus dem warmen Wasser heraus. Diese làíst das
Wasser natürlich nicht ausfliefsen, weil die Luft keinen
Zutritt hat. Nun tauchen wir sie ebenso in das kalte
Wasser und öffnen das Luftloch x. Wenn sich dann die
Halbkugel «yo gefüllt hat, so schliefsen wir es wieder und
heben die Kugel heraus. Diese ist jetzt mit kaltem und
warmem Wasser gefüllt. Wollen wir eine von den Flüssig-
keiten abfhefsen lassen, so öffnen wir das entsprechende
315 Luftloch. Soll der Ausflufs unterbrochen werden, halten
wir es ebenso wieder zu. Das wiederholen wir, bis alles
ausgelaufen ist. Auf gleiche Weise kann man in dieselbe
Öffnung $ mit einem Finger zu und tauchen die Kugel in das
warme Wasser. Dann wird dieses durch die Lócher in dén
20 unter der Öffnung « befindlichen Kugelraum dringen. Hat sich
dieser mit warmem Wasser gefüllt, weil die darin enthaltene
Luft durch die Mündung « entweicht — denn in den andern
Raum unter der Offnung 9 kann das warme Wasser nicht ein-
treten, weil das Luftloch 9 verschlossen ist —, so halten wir
25 das Luftloch x mit dem andern Finger zu und tauchen die
Kugel unter Öffnung von $' in kaltes Wasser. Dann läuft
dieses durch die entsprechenden Löcher in den Raum unter 4.
Das warme Wasser fliefst aber nicht aus, weil das Luftloch x
verschlossen ist. Sind nun auf diese Weise beide Räume ge-
.30 füllt, so lassen wir auf der Seite das Luftloch los, deren :
Flüssigkeit fliefsen soll. Und der Ausflufs durch die Lócher
wird beginnen, sobald die Luft durch das (entsprechende,) ge-
öffnete Luftloch eingeführt wird. Dies wiederholen wir, bis
jede Flüssigkeit der Reihe nach abgelaufen ist.
16 zo (ante opaıeiov) B: zov CP 18 rovunuaıov B:
tovznociov CP 27 x«l om. L: f. «ai del. 28 ózoi«v P:
ózoiov BC: cum alteram L
64 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKQ9NN A,
To «Or ToÓxQ éx Tod «roO (opaıplov) xol oivov
4 4 4
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x«i t&epuov xci wvyoov xcl (AÀo vi, O0 Ev zQoctoo-
ucQ9«, Avaraußdvev TE xol zooisoOc., Óómócov v xci
Órav TEOLEWUEHE, zAsLÓvov ywou£vov TOV Óigo«y-
uctov x«l vOv Ózüv, di Gv elg éxdGvqv yopoav 6 EN
, \ , > , , \ 5 M
ragsuninteı xci zAw é&eA«vevoa. | OUvava, Ó& Gti
TÜV émixexeuu£vov Grouíov vrovawucte sive zt [ve]
TO TEDYOg ToU 6WANVog z«g& TO (vo u£gog qégovca sig
zog y69uc, & IN xevaA«uovóust'« voig barrdAoıg, OTav
oreyvodv BovAmusda. Evexe Ó& Tod un Palveodaı Te
Pula megıAmboucde dupdrsga Evi xoovviouatío, WOTE
oUrOg Ooxsiv &z0 ToU KÖTOd 400vVod Gugórso« Qsiv.
IX.
Keraoxsvaßera Ó& xoi zooyovug mAEov xai &Acvrov
Oyoóv Ósyóusvog xci zooicusvog Ort uiv mA£ov, Órà
Eeorı dE TO aid Toon &% ToU aUrod speıglov cov TG
Oegud Hal 'vyoo xol oivov N xol GAÀo TL bygóv, 0 v
mocigdiuede, GvolouBivev TE xol moolsodeı, óztóGOv &v
Hal ÖMOTEV zigoctoóuedo, mÀsióvov yuwouévav TÓv duapgay-
ukrov x«l T@V ónàv, OU dv sig Endornv yoga ó co
sagsuninteı Te wol mÀwv iwyogsí. Övvaraı de vri TÜV
énixexouuévov oroulwv óg9à uiv sivot, Gg Eyeı iml vic
Oevréong xoroygogqijc, vovnajutro Óà sivo Qvo megl TO veUqog
Tod coA$Qvog mag& TO vo puégog qégovre sig vàg yopoc,
& 013 xerakaußavousde roig dantbhoıg, Orav um Qsiv TO eig
ixsivqv NV yaoav yoóv fovióusOo. Evsse Oi Tod um
palveodaı T& ToVmNYuaTE megihnyöusde voro Evi %00V-
vısucrio, (ors oUrog Ooxsiv dm Tod auTod xE0UVoD xol
? , nrw
Auporegn óciv.
1 Kspaıglov) inserui. cf. lin. 16 4 Orov Scripsi: Ores
(008? A) à» & ytvouévov T 7 [vs] seclusi. cf. lin. 23
e
10
11 ndule M,: idule à — xoovvicuovío ex «oovrícuov. corr. A
lior.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 65
Kugel aufser warmem und kaltem Wasser auch Wein
und jede andere Flüssigkeit in beliebiger Quantität und zu
beliebiger Zeit schöpfen und daraus
einschenken. Dazu stellt man die
Scheidewände und die Öffnungen,
durch welche die Luft in den ein-
zelnen Raum ein- und wieder aus-
strömt, in grölserer Anzahl her. An
die Stelle!) der umgebogenen Mün-
dungen können oben rings an der
Rohrwand auch Löcher treten, die in
die (einzelnen) Räume führen. Auf
diese Löcher also drücken wir mit
den Fingern, wenn wir sie ver-
schliefsen wollen. Damit die sieb-
artigen Löcher nicht sichtbar sind,
fassen wir sie beiderseits mit einem einzigen Ausflufs-
röhrchen (Fig. 9b) ein. Und so gewinnt es den Anschein,
als ob beide Flüssigkeiten von derselben Ausflufsstelle
20 kämen.
IX.
Man fertigt auch eine Kanne an, die eine Eine Zauber-
kanne. Fig.102a
grüfsere oder geringere Quantität Flüssigkeit auf- ^ unà 10b.
1) Dafür b: 'Statt der umgebogenen Mündungen können
es auch gerade sein, wie bei der zweiten Figur (Fig.9b), und
die Löcher, welche in die einzelnen Räume führen, können
rings an der oberen Rohrwand liegen. Eins von diesen Löchern
halten wir mit den Fingern zu, wenn wir in den betreffenden
Raum keine Flüssigkeit schöpfen wollen.
14 ö& aCP: om. B 17 xoi (ante &AAo) om. L 18—19
&voleudvsw ... zooctoopusüe om. CP 19 ómórov scripsi:
önöte DB 19—20 et diaphragmata et foramina L (vs wo?)
22 eivaı BC: om. P 23 debent (= dei) L 24 ad
consueta loca defferentia L 25 comprehendenda erunt L
27 &vi CP: om. BL 29 &ugórsou CP: &ugóveoov B
Heronis op. vol. I ed. Schmidt. : | 5
66 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKSN A
0b éA«GGov, Gore xci
Eyysousvov sig abroV
olvov TE x«i VOcroc
ört uiv x«Q«góv TO
VOco Tooleohaı, Ori
0i oivov (xguov, ÖTE
0b xoüuc* Eorı Ó& N
KATKOKEUN TOLCUT.
"Eovo mzgoyórqgg 6
AB dıdpoayua yov
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To ÖLapodyucrı zt
TO xÖTOS TOU Ayyelov
163 Tov ANUdTıa Ev NIUD
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TÓxov £v TO dLapody-
uot, TOUTNUETIOV £670
orooyyvAov T0 Z, Óv oo coAQgv 0i0c00 6 ZHO
GvveGveyvouévog uiv TE ÓOwgodyuert, dméyov ÖE 20
end TOO zvOuévog roO zgooy)rov focoyo xovrí ro H*
Fig. 10a.
à 66, 9—70, 6 "Ecvo mooyovqo ... Done — b 66, 23
—'0, 24: "Ecvo meoyurns 0 AB Oidgooeyua Fyov uécov 10
TA, iv de và diepodyuarı mag TO xorog Tod Ayyelov
Tovniuara meoipeon Ta E' iv Óà vr diapokyuarı Tovvo 25
(cro xol Ereg0v Toummua modg To wegen To Z, di’ oU
coAnv dinodw 6 HZO ovveorsyvmutvog uiv và dLapady-
uarı, antyov Ó& And Tod nudusvog Boayd xerk v0 H' r0
14 &v 594 interpolata putat Dielsius: f. (xadaneo) &v
n9uo. cf. p. 06,18. 68,8: 15 zregigeoij Vind. 120: zsoigeoijg a:
(foramina) rotunda L: v. proleg. adnot. ad fig. 10 «rare BE
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 67
nimmt und bald mehr,
bald weniger in der Weise
ausfliefsen lüfst, dafs sie,
wenn Wein und Wasser
eingegossen werden, bald
reines Wasser von sich
giebt, bald ungemischten
Wein, bald eine Mischung.
Die Einrichtung ist fol-
gende.
Eine Kanne «ß (Fig.
10a) habe in der Mitte
eine Scheidewand yd. Auf
dieser seien an der innern
Gefüfswandung kleine,
siebartige!), kreisförmi-
ge?) Löcher s angebracht.
Auf der diametral ent-
gegengesetzten Seite?) sei
in der Scheidewand ein
kleines, rundes Loch*) £,
durch welches man eine
Röhre 4$9 stecke. Sie sei in die Scheidewand eingelótet
und reiche bei n fast bis auf den Boden der Kanne. Ihre
1) In b fehlt das Wort 'siebartige".
2) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 10 in den Prolegomena.
3) Dafür b: “am Ende? (Fig. 10b).
4) Dafür b: “ein anderes, kleines Loch’.
edit. Paris. 15—17 du óà tod xov&à dıdusteov vómov ex 110
p. 70, 18 interpolata existimat Dielsius: idem 'f. £z, 08 (iv zo
ÓLo.qocyuotu)" post rózov spatium vacuum circiter 12 litte-
rarum in cod. Voss. 19 21 &zó om. T
23 &yov P: £yov BC pécov om. L 24 r0 «)rog BC:
tod xorove P (ov et ovg e corr.) 25 rovanuare B: revrn-
ucrıe C: rouanuerı P 27 ovveoreyvwousvog P
5*
63 HP2NOZ AAEZANAPEQOQY IINETMATIKSN A.
v0 08 Ere00v «ÜroU orTöuov TO © ovvreronodn To
vtÓysu TOO zooyUrov Oxo r0 Or(ov, @ OVVEOTEYVOOFW
T0 @tiov xoiAov Ozcoyov x«i &yov voUzqu« éx o0
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O«xvóAo, brav den. éàv oov x«vaAeóusvot To dıadyıov,
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ÖVvvaodaı Hıa Tod qOuoD sig vQv broxdıw xyopoxv
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dıeEodov N Av did Tod K Oixvyíov. Óvav oov &vé-
Gouev TO ÖLadyıov, TOTE XWoNos TO vygóv sig mv
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ng. &àv 00V MooEPYERVTES vOv oivov, Govt zÀqoo-
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xci Errıyemusv VOoo, oO un) utyj, GAÀ Örav uiv x«ra-
óroéousv TOV TOOXUTNV, xo9uoov zooxosva, TO UÓcQo*
örav Ó& &vécousv TO dıadyıov Erı Tod ÜÓcrog Ócovros,
ÖE fregov abrod Orouıov r0 © cuvrevonoOc TO Teuyeı voU
stQoyUrOV 0 TO WTiov, O GvvecreyvoGOo xol v0 críov eig
Soie Me TEGkeUCGÉVOY Kal &40v Toumnun xcrà To Exrog
18905, ro K, 0 varehnpouede To danrühg, Ürev den. ékv
odv rerehußöuevon To duabyıov v0 K £yyéuev eis vóv 7:90-
qUTrqv, TO £fyytóusvov eig r0v Omio TO Ouipooyuo vómov
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xir ymoav Eveydivar o0 ÓO)voro, Ó8 dia To un Eyeıv
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dLadyıov, TOTE XWONGE TO Vyoov Eis Tiv xdro ymgav, Kai
zÀfov Ötgeraı 6 mooyUrng. àv de mposyyíoavveg vv oivov,
DOTE zoo ivo mv I'BA qoógev, xorodofoipeOo ro dıav-
yıov Kol enu éouev vg, uzvei eig viv &vo aegav &uıxtov
To olvo' si yàg HaTaoTgeyonev Tv goyóniv , xo Qugbv
moo(jGsto: To Ü0co' ci 0i Avnoousv xol To dıavyıov Erı Tod
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10
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10
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 69
andere Mündung 9 durchbreche unterhalb des Henkels die
Wandung der Kanne. Der hohle!) Henkel, der aufsen mit
einem Luftloche % versehen ist, sei an die Röhre «£9
angelótet. Das Luftloch können wir, falls nötig, mit dem
Finger zuhalten. Schliefsen wir nun, wie gesagt, das Luft-
loch?) und giefsen etwas in die Kanne, so bleibt das, was in
den Raum über der Scheidewand geschüttet wird, am Orte,
weil es nicht weiter durch das Sieb?) in den unteren Raum
vordringen kann. 'Das ist deshalb nicht möglich, weil die
Luft keinen andern Ausweg hat als durch das Luftloch x.
Öffnen wir aber das Luftloch, dann wird die Flüssigkeit
in die untere Kammer gehen, und die Kanne gewinnt
alsdann Raum für eine gröfsere Quantität. Wenn wir
nun zuerst Wein eingiefsen und damit die Kammer yßd
füllen, dann das Luftloch zuhalten und Wasser nachgielsen,
so wird sich das Wasser gewils nicht mit dem Weine
vermischen*), sondern wenn wir die Kanne umkippen, läfst
sie reines Wasser ausfüefsen. Lassen wir aber das Luft-
loch los, noch während das Wasser ausstrómt, so fliefst
1) Statt dessen b: “röhrenförmige’.
2) Nach b: “das Luftloch #’. Die Worte “wie gesagt”
fehlen in b.
3) Nach b: “die Löcher’.
4) Dafür b: “wird das Wasser in der oberen Kammer
bleiben, ohne sich mit dem Weine zu vermischen’.
9 f. zo (vóv aeg) 15 un om. T 16 eroéwousv T,,
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19 à... @tiov CP: om. BL 20 xortoxtevacuévov C:
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25 f. r0 (rv deoa) 29 quousque -c-b-d- locus repletus sit Li
32 x«i om. L 33 £&yysouevov B
70 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9N A,
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zaralaßovra To Óivóyiov olvov éimwéínuv, Gor voig uiv
xo9ugóv mzooícQo. oivov, oig Óà xou, oig dt BovióusOo
Zunelgcı, Ü0oo.
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26— 72, 27: ’Eotw cqotow qo00Üc« 6g xor)Aeg S, Eyovoa
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Kork TO vo uígoc coAqv óu0090 0 AE diméyov do vov 30
ztvOufvog, Ücov ÜÓocri OudoovGiv eivaı, Omegéyov Ob sig To
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 71
auch der Wein mit aus!), weil durch das Luftloch in
das entstehende Vakuum Luft zum Ersatze einströmt.
Darauf?) wird reiner Wein auslaufen. Man kann auch
zuerst Wasser hineinschütten und dann erst, nachdem man
5 zuvor das Luftloch verschlossen hat, Wein zugieísen, dafs
die Kanne den einen reinen Wein spendet, anderen ge-
mischten Wein, denen aber, welche wir zum besten haben
wollen, blofs Wasser.
X.
10 Man kann auch eine Hohlkugel oder ein anderes Mie
Gefüfs?) herstellen und eine Flüssigkeit hineingiefsen, Art Herons-
die dann von selbst mit grofser Gewalt aufsteigt und P^. Fig. 1t-
ganz ausgespritzt wird, obgleich ihr Auftrieb nicht natur-
gemäls ist. Dazu trifft man folgende Einrichtung.
15 Man nehme eine Kugel, die etwa sechs Kotylen (= 1,65 1)
fafst. Diese sei mit einer widerstandsfähigen Metallwand
versehen, dafs sie den voraussichtlichen Druck der kom-
primierten Luft auszuhalten vermag. Das sei «ß (Fig. 11),
auf einem ringfórmigen, wulstigen Untersatze y stehend.
39 Man bohre oben in die Kugel ein Loch und stecke ein
Rohr de hindurch, bis es fast auf den dem Loche diametral
1) Zusatz in b: “und es bildet sich eine Mischung’.
2) Statt dessen b: “Nachdem das Wasser abgeflossen ist".
3) Zusatz in b: ‘von beliebiger Form’.
11 yıyvousvns A: yıvouevns GT 14 &yovox om. T
8—9 Fre00v &yysiov a: &yysiov olovdnjnors oyfu« &yov bL
11 aöra: ipsius L ^ zmoo& Pvow yıvouevns ir. b 23 xoS«-
oüs B Bovióus)a CP: Bovious)« B 24 éuxcitc, om. L
27 tod EAdouarog: expulsivum L 28 müqow ylvsodaı tr. CP
30 &zà P: om. BC
16
en
12 HPRQNOZ AAEZANAPEQSZ IINETMATIKSN A.
zwuetog 0cov V0«rog Ówoovoiv, vozsoéycov Ói sig To
(vo ué£gog Tijg opeious Poayd x«i cGvovsovsyvoutvog
xuv(& TO rQUzqu« TQ TEÜyEL Tijg opalous. GxitéGQc de
T0 (vo oTöuLov adrod sig Óvo coAijvag rove AH, 1Z,
oig émuxoAAcGOcGav Ereooı GoAQvsg Óvo TAdyıoı oi
HOKA, ZMNA ovvreronusvo, Toig AH, A4Z* Ereoog
0à 6 IIO cvvsouqoícóo roig HOK 4, ZMNE rerov-
zxuévog xal oorog x«và và Ev voig HOK 4, ZMNE
rovaiuare xci &yov GoAmvéguov zgoxs(uevov ógfguov
to P2 ovvreronusvov covO xci sig uxgóv cvvqyu£vov
óróuLov xczà TO 2. é£àv oov émueóusvor tod ZP
GoAXvog émióroégousv Tov IIO owAiva, &zxoxAsio01j-
vera Ta xoTréAAQA« xeiueve vovznjucTO, QOTE TO UEAAOV
avanızEsodeı oyoov uuxéru Eysıv | óc£&£oÓov. xateío90
&vo uígoc Tic Ggoíoec poeyv Hal Gvveoreyvouévog xor
To rouzmue TÓ Tedzeı Tij opeigag. oyıLeodw de ro &vo
oroulov cUr0U sig Óv0 coAiveg vovc AH, AZ, oic éni-
xX0ÀÀGGOc0Gav éreQot coàÀivec Óv0 0pO10L LA Tivög, eizo
Ertinaurntousvor zoüg GAMjAove, 0 ve HOK A4 xol 6 ZMINAS,
ovvreronusvor roig AH, AZ, Ereoog 02 6 IIO Eis aui
ou&vos tois HOK.4, ZMNE, sevovsuévoc xol otrog ix
zÀey(iov «or& rag Ev roig HO K A, Z M N & dnonsgarwoeıg xol
eov soAmvaguov 1g00RELuEvor xev TO uécov ügOtov :0 PZ
cvvrergruévov evrÓ #al eig puxoóv Gvvxyuévov ‚Srönov Xo
T0 3. £àv ovv émiefóusvor tod XP oco jog éruGroépouey
10v IIO coijvo, togoAAdSovor và xováAAqAo xsiusvo vor uoo,
(6:5 TO uéAÀov Avanızfeodaı Dygóv un Pysw dıeEodov.
4 rovc Vind. 120: Tob à — 5 oí Vossian. 19: na .8*&
Vind.120::0 a° 9 Tov Lco Vind. 120: zovanuerı a. cf. infra
p. 74, 12—13 mgOxElLEVOV GT: »eiusevov A 11 oo Par. 2512
14 nateiodo Mb: zadncdo A
15 ovveoreyvauevov C: ovveoreyvaouevov P 17. 18 dvo
B: p C 20—21 f. evvscurno(c9 o 23 zooonsiusvov BC:
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 753
gegenüberliegenden Boden reicht, aber noch Wasser durch-
fliefsen läfst. Oben gehe es über die Kugel etwas hinaus
und sei in dem Loche mit der Kugelwandung verlötet.
n
v
B
20
25
Die obere Mündung
des Rohres verzweige
sich in zwei Róhren
ó«q und d$, auf wel-
che man zwei andere,
nach dn und o£ offene
und dazu querstehen-
de Röhren n9%4 und
£uv&!) lóte Eine
andere Röhre zo sei
luftdicht in 4; 8x4 und
&uv& eingeschliffen,
habe?) gegenüber den
Bohrungen?) in n®#4
und $uvé$ gleichfalls
Lócher und sei mit
einem kleinen Rohre o 6
versehen, das recht-
winklig^) davorliegt,
nach der Róhre oz
hin offen steht und bei
c in eine kleine Mün-
dung ausläuft. Fassen
wir nun die Röhre og
und drehen die Röhre zo um, so werden die mit einander
korrespondierenden Lócher gegenseitig abgeschlossen, so
30 dafs die Flüssigkeit, deren Auftrieb erfolgen soll, keinen
1) Zusatz in b: 'die bis zu einem bestimmten Punkte
vertikal aufsteigen, sich dann aber gegen einander umbiegen’.
2) Zusatz in b: “seitwärts’.
4) Zusatz in b: “in der Mitte'.
additum L: zgoxsiusvov P
(= xeveAMjAoc) L
3) Dafür b: “Enden’.
26 xorcAAQAo: consequenter
tenuare BC: rounruare P
74 HPQ9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
ÖE x«l Ereoog 0@ANv Ev vj) Opelon 6 TT i£ Tıvog
TOVTNURTOg ézmuteqocyuévog TO x&vo OröuLov TO €,
ix 08 vOv zAcy(ov voónxquc« &yov 6TrQoyyUAov TO X
zupl rov zvOuéve, @ z9o0xt(G00 HAsıdlov và xcaAoU-
usvov zc«o& “"Poucloıs &6Gígiov, oo TV xovuGxsvv
EENg épotusv: Ereoog Ó& coAmv 6 WR xudElodn Gcvv-
z0unoLousvos TO TOT. éàv oov dvaondoavres vOv
YVN goAive iyyéousv sig rov TTO coàAQve voyoóv,
glosAevostaı eig TO ceÜyog Tijg Opaioaug did Tod X
Tovzjuerog Avoryousvov Tod KAsıdiov elg TO £Gc WEOOS,
Tod &£pog éxyogobvrog did vOv £v và OII owAnvı
tloqu£vov TOVANUETWV xci xsuu£vov Hark và Ev Toig
H®KA, ZMNE coAio. vrovzxuere. Óvav oov di
10
e , J e - M ec ^ 2 , No
quícoug y&vqv«. N Gpe«ioc roO vyooD, éyxAUvOUsV TO
ZP owAnvidıov, Govs zageAAdEa,. và nardAAmia x&i-
ucv« vrovmuera' sivc xc0i£vrsg vov PA goAQv« Ex-
$A(Bousv OU «oroD rov iv To TTO cow évaza-
Aquuévov dEga TE xci vOygóv, Og IN ywonos sig TO
TsUyog Tijg Ogaíoug Ói& Tod #Asıdlov were Piag did
T0 NV opeigav aANjon Elvaı dEVog TE x«l OypoU.
yiveraı oov 1] eloxgıoıs Kard miAmoıv TOD &£oog Gvvsg-
yousvov sig và mze«gsuzemAsyuéva uerabd KbTod xsv
a 74, 13—76, 15. örev 00V ... ÉxxoovoO vot d =
b 74, 94:5 16, 32: üvev ovv di’ quícovg vüjc spalgas yévq-
Ta TO ©yoov, duo by r0 PX owAnvagıov, (Gre megoA-
Adsaı r& xoereAMQjAoG xs(usve vovmaiuore, Kal xoOiévreg TOV
PN coAgvo éxOApousv di’ adrod róv iv và TT cow.
Evarseılmuusvov Gíge TE xol óygóv, Og xal «ooo els To
Tedyog Tíje opalgag dıc tod aAsıdlov uera Plus did vo viv
Spaiouv canon elvaı dígoc TE xol ygoi. piveran 00v j
eloxgıoıg Hark t(Àmow TOD Goog Gvvsgyouévov sig cà
magsumenheyusve uerasd abrod xsvdá' elta mw &vacmá-
run
5
$:
2
e
e
C
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 75
Ausweg hat. Nun stecke man durch ein (seitliches) Loch
in die Kugel noch ein anderes Rohr (Kolbenrohr) rvg,
dessen unteres Ende g verschlossen sei; doch habe es seit-
würts dicht am Boden ein rundes Loch 4. Vor diesem
liege ein Ventil, das sogenannte römische Assarium (Klappe),
dessen Einrichtung wir weiter unten (S. 77) beschreiben
wollen. In vor setze man ein anderes Rohr «po (als
Kolben) luftdicht ein. Wenn wir nun dieses aufziehen und
in das Rohr zvg eine Flüssigkeit gieísen, so tritt sie durch
das Loch y in den Hohlraum der Kugel, indem das Ventil
sich nach innen öffnet und die Luft durch die erwähnten
Löcher in der Röhre oz austritt, vorausgesetzt, dals sie
mit den Bohrungen in den Röhren 79%4 und £uv$ korre-
spondieren. Ist nun die Flüssigkeit bis zu halber Kugel-
höhe gestiegen, so lege man das Röhrchen oo um, dafs
die einander entsprechenden Löcher sich verschieben. Indem
man dann den Kolben so niederdrückt, presse man die
in dem Rohre zvg enthaltene Luft und Flüssigkeit hin-
durch. Diese (Luft bezw. Flüssigkeit) kann natürlich nur
mit Gewalt durch das Ventil in das Innere der Kugel
treten, weil diese schon mit Luft und Flüssigkeit gefüllt
ist. Die Zuführung von Luft wird also durch eine Ver-
dichtung der Luft (im Innern der Kugel) ermöglicht, in-
dem diese in die mit ihr verflochtenen Vakua tritt. Zieht
4 o AGb: óc T 6 xo9cícüo Mb: xo9ío9v a 10 &vor-
youévov Mb: &vswyouévov a 11 év và Vind. 120, bL: om. a
coAiv. A Gb: coAávsg T — 14 éyxAe(vousv Vind. 120 16—17
éxOMouev Vind. 120.
3 tod zÀey(ov b gov BC: £yov P 7 rvp bL
10 síg rd fco weoos: ad exteriorem (interiorem Mutin. lat.
XVII GG 25) partem L 11 «ci vo9 b 12 xol neıuevov a:
iwxewuévov b (om. xoi) 13 rovzuere ACP: rovanudrov B
. 96 xoeraAMjAos BC: «ovdAAmAe P: consequenter L 28 0g b:
humiditatem quae (= 9) L; cf. infra p. 78, 16. 31—32. 33
16 HPRQNOZ AAESANAPERZS IINETMATIESN A.
site z&Auv dvaondoavres vov PN aoASve, Bote nAn-
oo9iv«, vv TTD coAiv« &£gog, z&Aw nadEvreg TOv
PN coAWve Elioxgıvodusv Ev vij Opaioa vov elonuevov
&£o«. Hal ToUro zÀAsovíxig MoLodvreg EEousv év rij
6gaío« moAdv zezLANuEvov &£gc' Ortı yàg 6 sloxowvó-
uEVvos ANGE &vacoz«ct)évrog Tod EußoAswg oo za«gs&éo-
yEraı, YPaveoov Óu& To TO xAsıdlov Om coroO0 Eowdrev
DAıßöusvov amonsnkeiodea. | ijv obv vacrotcUpousv
záAw To PZ oWwAnmvidıov, Bote ópg890v yeveodaı xal
ví TovnYuare xcrcAANA« HEiodeaı, TOTE Avantvorn-
Gera TO vyQóv, TOD zemLANuévov &£oog YEOouEvov tig
ov Äidıov Óyxov x«i $4/(Bovrog TO QOygóv TO Üno-
xelusvov. EV oov zàs(ov N) 6 merıinusvog dio, zv
EEeAaosı TO vDygóv, BoTE x«l vOv breonisoveßovre ovv
TO vyoQ £xxogovoOWvoi Goa.
AT.
To ó& siggu£vov d6odpLov xevaGxevátera, obrcg'
ÓvUo zÀLvO(a xcvcoxsudteruL yéÀAxea TreTQUycve &yovte
Endoryv zAsvoGv (Gg Ó«xvóAov évóg, TO züxog Ö8
Gouev r0v FR coAQvoe, Bote nmÀqooOivor i&o9cv vov TT Ó
GoÀ$ve G£goc, x«l ahıv KadEvres róv PN owAnve sic-
xguvoUuzv Ev vij Ggoíoe TOv ciomuívov Aion. xol voUro
zÀtovéxig moiodvreg EEousv iv vij Ggaíoo noAdv foa memi-
Awuévov' Or. y&g 6 slioxowópusvog cmo G&vecszouévov TOD
?, , , , \ \ \ M , „
zußoAiwg oU nwgsgepyerai, pavsoov dıa TO To nAsıdlov E0w-
9cv uiv OAfóusvov Avolysodaı, EEndev de aAslsodeaı. Eav
A , , \ , er , \ ,
0? &vaGrQéwousv TO PZ owAnvidıov, Gore 0g90v yevscdaı
M \ Pa /, ^ y ’ ,
X«L TR TOVTNUaRTE xevcÀÀmÀe xeioQoL, TOTE KVANTVOINOETAL
r0 ©Y00v, roO meriAnusvov Géoog yEouEvov sig Tov LdLov
10
15
, 3
Oyxov nal QAí(Bovrog ro Onoxs(usvov Oygóv. dàv ovv mÀsítov 30
n 6 memimuévog ano, müv 2Esidosı TO Oyoóv, Bote xol Ó
Öneonisovdlwv O70 GUv TO yoQ ixxoovcoOncsroL
0 ng 4 700 9 N :
DIE DRUCKWERKE. HERONS VON ALEXANDRIA. I. 77
man dann den Kolben «yo wieder auf, dafs sich das Rohr
rvo') mit Luft füllen kann, und drückt ihn darauf aber-
mals nieder, so prefst man die erwähnte (von aulsen zu-
geführte) Luft in die Kugel. Wiederholt man dies öfter,
5so bekommt man in der Kugel eine Menge komprimierter
Luft. Denn dafs die hineingeprefste Luft nicht entweichen
kann, selbst wenn der Kolben aufgezogen ist?), leuchtet ein,
weil das Ventil infolge des inneren Luftdruckes geschlossen
bleibt.°) Richten wir nun das Röhrchen oc wieder auf,
10 dafs es aufrecht steht und die Löcher einander gegen-
überliegen, so wird die Flüssigkeit nach oben gespritzt,
da die komprimierte Luft sich wieder auf ihr ursprüng-
liches Volumen auszudehnen sucht und auf die Flüssig-
keit unter ihr einen Druck ausübt. Falls nun die
15 komprimierte Luft in grófserer Quantität vorhanden ist,
bringt sie die ganze Flüssigkeit zum Ausflufs und treibt
zugleich mit der Flüssigkeit auch noch die überschüssige
Luft hinaus.
IXI.
20 Das erwühnte Klappenventil (Assarium) stellt Das Klappen-
. 2 : ventil. Fig.12.
man folgendermaísen her. Man fertigt zwei vier-
eckige Bronzeplatten an, von denen jede Seite etwa einen
1) Zusatz in b: ‘von aulsen’.
2) b: “aufgezogen wird’.
3) Dafür b: “weil das Ventil durch einen Druck von aufsen
(handschr. von innen) sich óffnet, dagegen durch einen solchen
von innen (handschr. von aulsen) sich schliefst".
2 f. (xol? mdAw. cf. lin. 21 6 éufloiéog M: évfoiéíog a
10 &veniecünjosvou M. 18 mAetov M: nieio a 14 é£e-
Ades. Vossian. 19: é£eidog à 19 £vüg to uíj«og ed. Paris.
18 xaraonevagernı Óv0 mzÀwO(a vsvodycovoa yahncı Eyovra
Oirob xdins om. L 19 &xdovqv: wtrumque (latus) L
25. 26 f. Esodev et £&oUsv inter se permutanda 27 dn BC:
0$ P: itaque L 31 EEeidosı BCL: Z£eAevoeı P 32 óyoà om. B
166
18 HP9NOZ AAEZANAPE9X IINETMATIKEN A.
BorEgEl oTadung. cvoUv« ON Epaguoodevra ÉmdAAwA«
ara TO nAdtos Oumoißeraı, Tovreorı AtLoUTQL, DOTE
eis TO uerabd «rv urs &ég« uNjte vyoov TAQEN-
inte.
"Eovo 0i vaUva và ABIA, EZHO: £v ó& adr@v
to EZH O rerontaı Hard wécov ovQoyyUAQ ToNuaTı
viv ÓucuevQov ... @g Óc«xvóAov voírov: | Epyapuoodeiong
08 tig AT mzAsvoüg émi mv EO, ovAlaußdveraı zoog
Ania Ta zxÀwO(« Groopouet(oug, Gore Tag Asiag
eripavelas vv zAwO(ov &AAM(jAcug égmouoxévat. Otav
ovv BovAmusdea di cOrÀv Evspoyeiv, ÉmiuxoAAQTaL TO
EZHO mAwO(ov và ronjuerı, Óv od. (ov dega 1|
vyoov tiocO0oUusvov Ósvevau GoTfysuwv: dıd yàg vijo
Óóuo)0160s09 TO ABI mAwO(ov dAvolysraı sbAUTOg
Kıvodusvov ÖLE vTÓVv GToogouceríov xci Ófysruu TOV
cst d \ \ c / a EJ , \ Y >
&ég« Aal TO vyQÓv, Og Amoxkeieraı sig TO 6TEYVOV Ay-
a 78,1—80,2 reüte 07] ... eiowdeireı — b 78,18
— 80, 19: vo)rov Erdregov Kara rag Emıipavelag cumnoltevou,
» m ’ ^ ct , ’ / ,
nyovv keiodraı CGxoiBOg, Gore Tıdeusva émdÀMQÀa Epaguo-
MI , m M 9 y FM i , e \
Seodeı xe iv và uevobo cUrOv uNTE &éoa ure vyoóv
ÓvvaGOonL nageunintev.
"Eor:o d& ro)0ra 16 re ABTA xoi v0 EZH O0: $v óé
corüv v0 EZHO vergüjoO0c xar& uécov Grgoyy(Ào TENueTL
viv Öidueroov Eyovrı dsl voírov ÓcxvóAov. Zpapuoodelong
à] ng 44 nAevgüg eni mv E®, svAhaußeveren "oos
&AÀqÀa và mÀwvOLa Grgogouer(orc, WOTE Tag Aslag Erripavelag
:üv mÀwOíov GAMjAeug igeguóftuv. Ovav ovv Bovióusto
di’ c)rOv Evepyeiv, Enınolläreı v0 EZHO mwS9íov To
, ? A Nm tod c ^ A xe \ > - - \ \
ronueri, di ov N Ó cmo N ro Oygóv elowdeiraı’ Oi yàp
ns Elomdnoeng r0 ABI A mAwOíov wolyeraoı edAörwg
XwvoUusvov ÖLE TÜV Groogoperíov xcL Ötysrar vOv &épo Hal
To OygÓóv, ürıva dnoxkelovrar eig TO Greyvüv Ayysiov. wi
^^ N
on 6 ovumimdeig Evros mo N v0 Oyoóv fmràv mv £o
10
DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 79
Daktylus (Fingerbreite = 2 cm) miíst und so dick wie
ein Richtscheit ist. Diese verpaíst und verschleift man
auf der Breitseite so mit einander, d. h. glüttet sie sot),
dafs weder Luft noch Wasser dazwischentreten kann.
5 Diese Platten seien «y (Fig. 12) und e£n®. In die
Mitte der einen Platte e&n® bohrt?) man ein rundes Loch,
dessen Durchmesser etwa ein Drittel
eines Daktylus ausmacht. Ist nun
die Seite «à der Seite £9 angepalst,
so verbindet man die Platten mit
Hilfe von Scharnieren?) so mit ein-
ander, dafs ihre polierten Flächen
genau auf einander passen. Will
man die Klappen nun praktisch ver-
wenden, so lötet man die Platte ££q 9
auf dasjenige Loch, durch welches
Luft oder Flüssigkeit hineingeprefst
Eg und mit Hilfe des Ventils abge-
schlossen werden kann. Durch den
20 Druck wird nämlich die Platte «870 geöffnet, die mittels
der Scharniere leicht beweglich ist, und läfst die Luft und
die Flüssigkeit eintreten, welche dann in dem luftdichten
Gefüfse abgeschlossen werden. Die (komprimierte) Luft
1) Zusatz in b: 'sorgfáltig". 2) Dafür b: “bohre’.
3) Zu Scharnieren (Strophomátia) verwandte man gern
Knochenröhren, wie sie in Pompeji in grolser Zahl gefunden
sind. Vgl. Overbeck-Mau Pompeji S. 425.
7
f. <&yovrı) óg. cf. lin. 24 11 BovAnusda G: Bovio-
used AT
18 Exdregov ex Exazege corr. B: &nateoa CP 19 Gore CP:
os B 23 uécov CP: ro uécov B 25 ovAlaußaverau BC:
ovAaußaveodeı P 27 égmouótew P 29 ronuarı CP: vov-
züuerı B 30 síco)6to6 BC: intropulsionem L: dıadnoeng P
31 xol (post &foe) CP: n BL (aut aerem aut humidum)
32 eveyvóv BL: orevov GP 38 ön P: óà BCL
80 HPRNOZ AAESANAPERZ HNETMATIKRN A.
ysiov avregeidov và ABI aAıwdıdio xoi &zoxAsiov
v0 voXuc«, di ovo 6 No Elowdeitaı.
XII.
’Eri tıvov ouv zvgóg Yvuradevrog và ze«ge-
x&t(ueve Eodıan GzévÓswv' Karaorsvakereı ÖE oro.
"Ecvo Bdoıg, Ep qe Fovqxs và Eodıa, n AB I1, Ep
ns égsoríro Bwuog 6 EZ crsyvóg zavrayóOtv: xcl
«Ur» Ó& 5 Bácig Greyvy Eorw Ovvreronuevn v ouo
xc«v& T0 H- dia Ó$ tig Bíoscog coAqv dınodn 6 O K 4
&zéycov uiv And Tod zvOu£vog Tijg Pdoswg Boayd xcv
to A, GvvverQquévog 0$ TO quaA(Q, 0 aareysı TO CgLov
xc&v&ü T0 O" £yxeyóo0c Ó& sig nv fdcw did TIvog
tovayuarog Tod M oyoóv, 6 werd nv Éyyvow Gz-
óveyvóGO9o. àv oov iml vo EZH Pwuod mug &va-
x«v0ij, Ovußniosreı TOv Evrog &£g« Aemvvvóusvov oi-
ysodaı eis viv Bécw xci éExQA(Bswv TO Ev ari) oygóv:
ToUro Ó& un éyov üAAqv Avrınsoloracıv KwoNosı dLd
gtógetv ade 10 ABI'4 mAwOtov, xol Epaguoböuevov voto
ro EZHO xin vQv &£odov. |
a 4—5 'Ení wvov Boußv ... otro; — b 21—22:
’Eri vwov fouüv zvgóg &vegO£vroe và magıordusva Cau
Ooxsiv GmévOsLv.
a 80, 13—82, 4 0 were mv fyyvow ... &vaxalqvot
— b 80, 24—82, 8: 0 foAonó rıs àv Óó&ou ro fo0iov
onévüzw, nei uera Eur Eyyvoıv er To rodmnue.
EV ovv émL TOU couob x09 GvogpOTn, cvupauosrer
Tov évróg Gég« dur oc Bay) Moni Kal
EndAlßerv v0 iv e)vij Oyoóv' roüro de um Eyov GAMQv &vu-
4 tivov M: vivo a 7 f. (xol. Bouög 10 uiv om. T
\ a
11 0 b: am ım (phialulam) L: & ex 0 corr. A: € GT 12 68
om. G 14 s&n a: e£ Paris. 2512
10
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 81
(bezw. die Flüssigkeit) drückt aber gegen das Plüttchen
«Byó und schliefst das Loch ab, durch welches die Luft
hineingeprefst wird.!)
XII.
5 Wird auf gewissen Altären ein Rauchopfer an- DAS Or
gezündet, so sollen Figuren, die daneben stehen,?) “Flüssigkeit
ein Trankopfer darbringen. Das führt man folgender- srmte Luft)
malsen aus.?) Fig. 13.
Die Basis, auf welcher die Figuren stehen, sei «y ó
10 (Fig. 13). Auch ein von allen Seiten luftdicht verschlos-
sener Altar e£ stehe darauf. Die Basis selbst sei auch
luftdicht; nur stehe sie durch eine Öffnung bei n mit
dem Altare in Verbindung. Durch die Basis stecke man
eine Röhre 9x4 so weit hindurch, dafs sie bei A fast auf
15 den Boden der Basis reicht. Diese öffne sich nach einer
kleinen Schale, welche die Figur bei 9 in der Hand hält.
In die Basis giefse man eine Flüssigkeit?) durch eine Óff-
nung u, welche nach dem Eingiefsen wieder zu verschlie-
(sen ist. Wird nun auf dem Altar en Feuer angezündet,
20 so ist die Folge, dafs die Luft im Innern sich ausdehnt,
in die Basis strómt und auf das darin enthaltene Wasser
einen Druck ausübt. Da dieses keinen anderen Ausweg
1) Statt des letzten Satzes hat b: “Wenn nun die kom-
primierte innere Luft oder Flüssigkeit sich wieder nach aufsen
drängen, stofsen sie auf die Platte «ßyd. Dann legt sich diese
luftdicht auf 267% und versperrt den Ausgang.’
2) Zusatz in b: “scheinbar”.
3) Das... aus? fehlt in b.
4) Zusatz in b: “welche die Figur scheinbar als Spende
darbringen soll’.
7 46a: gj b 10 &zó vro? zvO9uéivog om. bL 19 aAeleı
Scripsi, claudit L: w«Aecew b 27 Aentvvousvov om. L
fj
28 cov P
Heronis op. vol. IL ed. Schmidt. 6
|
89 . HP9NOZ AAEEANAPE9Z IINETMATIKON A.
tod @KA owAivos sig vo gQıakldıov. x«i oUrOg TO
Endıov onslosı x«l Ent vocobrov, ig! 0cov x«i TO zo
enixeıtaı" GfeGOévrog 05 Tod zvgog adAıv zeverar Gxév-
\ ^ ” e (4 ?*^ \ ^ ? ,
167 dov. | x«& roro &ovot, OÓGcxug &v TO mx0Q Cvoxoinvet.
Fig. 13.
meglotaoıv qoos. Ói& tod OKA coMjvoc sig To gQiakldıov. 5
XoL oUrog To Ewdıov Hoss omevdsıv xoL imi roGoUvov, Ep’
000v xol To nög Greve, oßeodEvrog de voU mwvoóc moUGtrot
onevdov. xol roUro Eoraı, Ócdxig v v0 mg dvanalmreı.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 83
hat, so steigt es durch die Röhre 9x4 in die Schale.
Und so wird die Figur!) ein Trankopfer darbringen und
zwar so lange, als (oben) das Feuer anhält. Wenn es
gelöscht ist, hört die Libation wieder auf. Dies wieder-
5 holt sich, so oft das Feuer angezündet wird.
Das Rohr, durch welches die Hitze einströmen soll,
liege in der Mitte und sei ziemlich weit. Denn die Hitze
oder vielmehr die durch sie erwärmte Luft dehnt sich
notgedrungen mehr aus und wird wirksamer, wenn sie in
10 einen weiteren Raum geleitet wird.
ALLE
: Der automa-
Manche Gefüfse lassen nur etwas auslaufen, wenn tisch fiefsendo
sie gefüllt sind. Ist dies geschehen, so fliefst die „, Ever.
E
L——— 14
Fig. 14a.
T Fig. 14b.
1) Zusatz in b: “scheinbar”.
7 x«i om. L 8 &voxatqvou BC: &voxatowo P: reponetur
(— &vexénvou?) L
6*
168
984 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
"Ecvo 68 6 owAiv, di ob 4 Peounoia weikeı
ElGEEYEOHEAL, EÜOUTEOOG xovà TO uécov: &vayxeiov yàg
Tqv $5ou«cí«v N uüAAov vóv &z0 TaÜrng CTuov sig
EÜOVTED«V YWgLo»EVT« xogoav zAs(ove yiyvsodaı xol
zAsiov ÓsvocO«, Eveoyelv. 5
XIII.
"Ev vOv dyyeiov, Ev uj zÀqoo9Q, od dee‘
zA«oogévvov Ó& xevodreı züv 6 Eye bygóv: xova-
Gxevütevau, Ó$ oUvog.
"Ecvo cyysiov v0 ABI &vsovoucu£vov: did Ó£ 10
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N xe«uzÜAog Gípov 6 HOK. ovußroereı obv zAqoo-
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vbarog géosote,. di covrOv vOv dıaßnrov xov zcAw
&xgciv, (youg àv xevoO9j vo ABI &yysiov, é&vzso 15
oi dıeßnraı Tag doyas Eywoıw Eyyıora Tod zvOüu£vog
TOD &yys(ov, WOTE uóvov Vdarı ÖL«EEVOLV vzégyew.
XIV.
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x«i ToU &vüóg «UrOv zsezAqooutvov oivov, Tod ÓE 0
ETEOOV xtvoU ÜNEOKOVTOg xol Gugoré£oov xgovvovs
&yóvrov vsoyóvag, o0 del Ó oivog, idv uN xol TO
évegov &yysiov UVÓcvrog zÀxooO9j' x«l vóvs Erpkei &x
uiv Tod Evög abrov 6 oivog, éx 0$ Tod Er£pov TO VOR,
&youG &v &ugóvege xsvoi; nalodvreı ÖE Öwoıvolag 95
KOATNDES.
1 disting. a 2 f. xal» xarà. v. adnot. ad fig. 13 in
prolegomenis 4 yogucQévro scripsi secundum M (yoonc9vco):
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 85
ganze Flüssigkeit ab, welche sie enthalten. Man richtet
solche Gefälse folgendermalsen ein.
Ein Gefüfs «8yó (Fig 14a und 14b) sei oben offen,
durch den Boden stofse man entweder einen Kapsel-
5 heber e&n% (Fig. 14a) oder einen gekrümmten Heber 49x
(Fig. 14b). Wenn nun!) das Gefäls «ßy6 voll ist und das
Wasser?) überläuft, so ist die Folge, dafs es gerade durch
die Heber nach unten geht und wieder ausfliefst, bis das
Gefäls «y leer ist, vorausgesetzt, dals die Enden der
10 Röhren dem Boden des Gefälses so nahe liegen, dafs nur
noch Wasser durchfliefsen kann.
XIV.
Wenn von zwei auf einer Basis stehenden Ge- Die harmoni-
"B . . . e- = schen ruge.
füfsen eins mit Wein gefüllt, das andere leer ist Fig.15(u.15a)5)
15 und beide offene Ausflufsróhren haben, so fliefst der Wein*)
nicht, es sei denn, dafs das zweite (leere) mit Wasser
gefüllt wird. Alsdann fliefst aus dem einen der Wein, aus
dem andern das Wasser, bis beide leer sind. Man nennt
diese Gefälse „Krüge der Eintracht".
1) b: ‘nämlich’.
2) Zusatz in b: “über den höchsten Punkt eines der Heber’.
3) Fig. 15a ist handschriftliche Figur. S. vorn unter den
Bemerkungen zu den Figuren.
4) Zusatz in b: ‘aus dem gefüllten Gefälse’.
qyo0ongQérvro A yiyvsodaı à: ysvécüou M 7 un om. G
8 znAnoo9ivrov b: mingwudevre à — 8—9 züv — otvog om. G
11 z»ixr0g b: Aınrös à
4 4oguc8évro: yooobvro b: pervenientem L yivsodaı b
5 mÀsiov: plus etiam L.— 8 £yovow b totum ipsorum humi-
dum L 9 oürog om. B 11 oa: 7] b 19 oov a:
y&o bL 14 $0orog ... Ow(mràv a: vÓorOog mv woovgnv
ózorégov av Owcfmvàv peEosodaı àv evo bL ziv om. bL
19 xol om. L 21 öndeyovrog à: Övrog bL 22 dei B:
ocu CP: fluet L oivog éx Tod meningwusvov bL 23 «cL
zöre à: vÓrE yàg bL
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86 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKS$N A.
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ABI: và 0b dyysia £ovo và E, Z: iv Ó& Exareoo
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ev 0$ vÓ Z 6 AMN «xàg Em omegoyóüg Eyovres sig
xgovvovc Óisoxsvcouéveg' «i Ó& KVOTÖTNTES cvv z.Q0g
volg Grou(oug TOV Gyysíov Oonzcoytvoccv. £regog O8
coAqgv Ói& tijg Pdoswg sig và &yytio &voxsxiugtb?)u Ö
AXOIIP, o? v& &, P oröu«a zog wurag éóvo Tas TÀV
Oucfqvov xvorormras. Eyaeydodn dt Ev và E ayyeiw
oivog, BOTE vqv Eripdveiıav Tod ©ygod u) ozig abınv
sivc, mv Tod Öıeßitov xvoróvgva viv ©. wuexoL uiv
voUrov o) del Ó olvog Ói& To vOv Öeßienv un Eyeıv
viv Goyuv Tío 6Voswg. àv Ói x«l Ev và Z &yysío
vÓcQ EYYEwuEV, DOTE viv ErıPaveav or00 vzcopcAAsuv
v)v M xvgtróvqvo, TöTE TO VIDEO Evsydioeraı Aal ÓiG
tod XO IIP owAnvog eig vó E &yyeiov x«i doynv dmoeı
Tis QUosog TQ olivo. xci TOTE Gugórega TA Cyycic
Qsíccu, TO uiv rüv olvov, TO dt TO 0c, &Kyoig Qv
Cugórso« xevoi,.
7 &voxexcugpüo bT,: &voxsuwctupo AGT, 9 $ Vind. 120:
om. à 15 f. lveydnoerau (xol Óuà Tod AMN duaßnjrov eig
to Entös) 16 € Vind. 120: om.a 18 f. u» (mooieuevov)
tüv olvov, alterum emittens vinum L
2 ,
1 éníxswrou b 3 ro BC: ro aP 4 bmegoyüs CP:
$zoyàg B — Zyovz BO 6 bzegyévaoey à: Ümegeyeraoav b:
emineant L 8 «óràg om. L 9 iv có yyeío a: eis và €
(om. P) &yysiov b: in -e- vas L 10—11 óers ... mv O:
adeo quod -th. tubi curvitas non sit supra hwmidi superficiem
ipsam L 15 zo om. P Eveydnoeren: infundetur L: &veyv-
Omoeraı (sic) B 16 omo& bL € BCL: om. P
5
10
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 87
Die Basis, auf der die Gefüfse stehen, sei «y (Fig. 15),
die Gefüfse e und & In beiden seien gekrümmte Heber,
9x» in e und Auv in & Ihre äufseren Überragungen
mögen die Form von Ausflufsróhren haben. Ihre Bie-
5 gungen sollen nahe den Gefälsmündungen liegen. Eine
andere Röhre 50x, die durch die Basis geht, sei nach
den Gefüfsen umgebogen. Die Róhrenmündungen $ und o
I
YU
ETEETETTHAT TTE TTETEÍGTLT SIG
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Fig. 15.
müssen unmittelbar in Höhe der Heberkrümmungen liegen.
In das Gefäls & giefse man Wein (bis zu solcher Höhe), dafs
10 der Flüssigkeitsspiegel nicht über die Heberkrümmung 9
selbst zu stehen kommt. Bis jetzt fliefst natürlich der
Wein nicht, weil der Heber noch keinen Anstofs zum
Fliefsen erhalten hat. Giefsen wir aber (so viel) Wasser in
das Gefüís £, daís sein Spiegel über der Biegung u liegt,
15so fliefst das Wasser (durch den Heber Auv nach aufsen)
und durch die Röhre &£oxg in das Gefäls e und bringt
den Wein zum Ausflufs Dann werden beide Gefälse
fliefsen, indem das eine den Wein, das andere das Wasser
ausströmen läfst, bis beides ausgelaufen ist.
88 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKS9N A.
XV.
Eis &»-« &yysia VÓavrog Eyyvdevrog usAeyxogUgov
yiveraı qo) N Gvovyuóg* xevcaxevdteva, 0$ oUrog.
"Eovo Baoıs oreyvn n ABIZ: x«i did ng Gvéymg
169 ig AA Ów090 yavn y EZ, | ns 6 xcvAóg dmeyera 5
Tod z'vüuévog 060v Vdarı Ó.coovaw xol GVVEOTEYVOOHW
Tij oreyn. é6vo ÖE xol ovolyyıov x0 HOK Tüv eidı-
cuévov g9éyysoQew Gvvrevono0c de cj Pdosı al
GvveoveyvocO9o Ouo(og Tjj AA oreyn‘ to 0$ K ovóuov
«UroU émuxexcugO)c sig ÜöcTıov &yysiÓ(ov z«gexsu- 10
uévov Tod A. Gvufhjcsvo, oov éyyvvou£vov Tod VO«roc
dia is EZ yavns Tov Ev vij Pdosı &éo« éix9Aó-
uevov yoosiv did Tod HOK ovoıyylov xol vóv Nov
arodıddvar. EV uEvror ToO GvQuyyíov TO Üxgov émi-
xexcuuévov 7) zQ0g TQ bdarı, QvexcyAdtov eideraı 6
m
5
a 9—11 zo de K oróquov ... voU A=b 17—18:
ro de K crójuov Tod ovgıyylov émuuexndugpOn sig &yysióv v.
naganslusvov nAMges Vdaros TO A.
à 88, 15—90, 2 &voxeyAáfov ... Foro; — b 88, 20—
90, 23: &vexeyAdfov drovodnoeraı 6 yog, Bote usAoyxo- 20
8 govovg T 6 f. zvvQ'uévoc (víjs Pdosmg)) 6vVGOTEyVÓ-
690 AG: correxi ex b 7 x«i A Gb: om. T 9 «à Vind. 120,
M,bL: «aß a 11 éyyvvouévov Mb: infusa L: éxqvvou£vov a.
15 eideraı a: @deraı Voss. 19
2 usiexoogógov P 37n71...oörog om. bL 5 ıns AS
TU
om. L &nsyíoQc P 6 óidoovcoiv eivaı b 13 ywgeiv
om. BL 14 TO Gxgov Tod oveıyylov ir. b 18 ragunei-
wevov om. L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 89
XV.
Manche Gefüfse sind so beschaffen, dafs ein Mönch Der pfeifende
(Vogel) singt oder pfeift, wenn man Wasser ein- aum
giefst. Die Einrichtung ist folgende.
5 Man nehme eine luftdicht verschlossene Basis «(yó
(Fig. 16), stecke durch die Decke (Deckwand) «ó einen
Fig. 16.
Trichter!) sf, dessen Schaft (Röhre) von dem Boden der
Basis nur so weit abstehe, als erforderlich ist, um Wasser
durchfliefsen zu lassen, und in die Decke eingelótet werde.
10 Es sei ferner «qx ein Pfeifchen von derjenigen Sorte,
die ertónen kann. Dieses sei in die Basis gesteckt, sei
nach innen offen und gleichfalls in die Decke «ad ein-
gelótet. Die Pfeifenmündung x sei (am Ende) umgebogen
(und tauche) in etwas Wasser, das sich in einem kleinen,
15 daneben stehenden Gefüíse A befindet." Wird nun das
Wasser durch den Trichter e£ eingegossen, so ist die Folge,
daís die in der Basis enthaltene Luft verdrüngt wird, durch
die Pfeife 79% geht und den Ton erzeugt. Wenn jedoch
1) Statt des Trichters giebt unsere figürliche Darstellung ein
Gefäls mit einer Röhre. Einen antiken Trichter s. vorn (Fig. 16 a).
2) Nach b: ‘Die Pfeifenmündung sei nach einem daneben
stehenden, mit Wasser gefüllten Gefälse A umgebogen.’
170
90 HPRQNOZ AAEZANAPEQ Y HNETMATIKRN A.
s
3yos, Gore ucA«yxogégov yiyvsodaı qováv: éàv ÖE
un magaxenraı To Öddrıov, GvQvyuog uóvog EoTat.
XVL
Ai uiv oóv govol yivovra Óià vÀv Gvgíyyov:
Öidpoooı Ó& voig Toug yiyvovraı, vàv Gvgíyyov ivo,
Aemroréoov ywoué£vov ... HToL x«l zegsxvevvou£vov
tlg wijxog 3| x«l GvGrsAAouévov x«l Tod Bantıbouevov
weoovg sig TO UVÓcQ Mroı zA&(ovog 1] EAdrrovog Yıvo-
u£vov, Gore ÖLE ToLodrov Todnov Ógvéov zAsióvov
diapdoovg yiyvsodaı govág. x«vcGxevdtfevu, 00V ijvoL
Ev xgivm N Ev bvrow N xo96A0v Ozxov éxíoovrov vÓcQ
Eoriv, Ügve« zAs(ove Ovcxs(usva xci vOoUTOLG TiQUXEL-
uevn yA«US, Tug émiGTQéQevou abrToudtng «ox TU
dovsa xol z&Aw d&mxoóvoégevau x«l zo6TQegsíong
uiv gYYEYYyovraı T& doven, Eriotoapelong Ó& zog
ara oUxérL PHEyyovraı. xci voUro zAcovixig ylveraı.
Horaonsvdgereı ÓB vov TO6TOV ToUrov.
"Eóvo xpovvioudtov del 6eov TO A’ vovro Ó&
broxsio®n Grcyvov &yytiov TO BIAE &%0v zvixvov
Öteßienv N x«uzAov Gípove rov ZH xci nadızuevnv
yalvnv mv OK, ns 6 xaviAdg üzeyévo &z0 Tod zxv9-
oígov doxeiv eivaı pwvnv' 2&v 0b un naoanenreı bddrıov,
Gvovyuüg uóvog Eorarı.
à 5—7 didpogoı ... ovorelloutvoav — b 25—27:
dıdpogoı de Toig Nyoıs ylvovraı vOv ovolyywv Mroı Aemro-
rÉgQv yıvouEvov 1| Tayvreomv Kal 3| mxosxrewvouévov eig
pijkog N) GvGrslÀouévov.
2 nagarenraı scripsi: magdasırdı AG 4 ytyvovza, T
6 yıyvouevov T f. yıvousvov (1) nmayvreewv) ut in b
18 yAea$6 b: N ylooí a 14 dnoorgapelong Mb: &mo-
oroapelosıg AT, sed corr. T,: &mocrgegsíoug G: conversa L
5
10
15
20
25
e
ex
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 9]
das Ende des Pfeifchens dicht über dem Wasser umgebogen
ist, so glaubt man den zwitschernden Ton eines Mönches
zu vernehmen. Steht kein Wasser daneben, so ist es blofs
ein pfeifender Ton.
XVI.
Die Stimmen (der Vógel) werden also durch die Die singenden
Pfeifen nachgeahmt. Sie sind dem Klange nach Zub Fi i
verschieden, je nachdem sie enger oder weiter und "n4 17a.
länger oder kürzer sind und ein grófserer oder kleinerer
Pfeifenabschnitt ins Wasser getaucht wird. Auf solche
Weise werden daher verschiedene Vogelstimmen nach-
geahmt. Man fertigt also die Figuren mehrerer Vögel
an und stellt sie an eine Quelle oder in eine Grotte oder
überhaupt dahin, wo sich flefsendes Wasser befindet. Da-
neben wird eine Eule aufgestellt. Diese kann sich von
selbst nach den Vögeln hin- und wieder abwenden. Wenn
sie sich abwendet, singen die Vógel; wenn sie sich zu
ihnen hinwendet, so verstummen sie. Dies wiederholt
sich öfter. Es wird folgendermalsen ausgeführt.
Man denke sich eine kleine, ständig!) fliefsende Quelle «
(Fig. 17). Darunter setze man einen luftdicht ver-
schlossenen Behälter ßyde, der einen Kapselheber oder
einen gekrümmten Heber &n enthalte. In diesen Behälter
sei ein Trichter?) $% gesteckt, dessen Röhre (Schaft) von
1) Zeitweise muís man sich indessen den Zuflufs unter-
brochen denken.
2) Dieser wird in unserer figürlichen Darstellung durch
die Schale mit der Röhre gebildet.
(i. e. &mıiorgagpeiong). vid. prolegomena 16 yiyveraı T 21 xo-
vnv b: nv qyóvgv à &znsyévo M: &meyévo à
4 ov om. BL :9 ro? vrovo?rov b 10 yivsodaı b. — oov:
autem. L 11 $000 émíoovrov ir. b 19 mapaxsıusvn a:
raganadnuevn b: assidens L_ 15 Zmiorewgpelong: retro ad ipsas
versa Lh 20 1 aB: yov» CP 23 Eoraı b: audietur L
92 HP$NOZ AAESANAPERZ INEYMATIK9N A.
uevos Tod Gyysíov 000v Üdarı dıdogvom. £yévo OE
x«i nAslove Gvoryyidır, oic elonteı, Övra và A. Gvu-
Brjssreı obv zAmoovusvov uiv Tod BIAE dyyeiov
rT0v deoa TOv Ev br ErdAıßöusvov xci vàg vüv
ópvéov zowiv Povds, xsvovuévov Óà usvrà viv nAn- 5
owoıv Ó.& vo. HZ diaßirov unrerı g9éyysote.. Vve
a 92, 1— 98, 2 2ylro ... dmorehsiv — b 92, 8—98, 12:
&yévo Ob xol mAsiove cvguyyióue, role simousv vc, (g T&
A. ovußnosteı ovv mÀqoovuévov uiv od BIAE Gyystov
Fig. 17a.
rov don róv Ev ala EuYAußöusvov dic TV Gvgıyylov rag 10
Tüv ÓOgvéov noliv govág — E40010v yàg Tv ovgıyylov
Eis E40TOV Ügvsov GmoznsgoroUroL xorà TO GrÓLe —, HEVOV-
uEvov óà uer® Tiv nAnowoıwv dia tod HZ dießrov umaerı
2 övra và (rb A,) A A, et G, in marg.: &v và AA, et G,
in textu: övrae vs iv và 4 'T 3 nAnoovusvov Voss. 19: zAngo-
uEvov A 5 zoıeiv om. T
1 Ödidepvcw sivo, b 8 ó$ om. L 9 repleto L
18 g£ B: -f-z- L: x£ C: x P
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 93
dem Boden des Behälters nur so weit abstehe, als zum
Durehflufs von Wasser nötig ist. Der Behälter sei auch
mit mehreren Pfeifchen der oben erwähnten Art, z. B. A,
EXPE
ausgestattet. Wenn sich nun der Behälter ßyde füllt, so
5ist die Folge, dafs die darin enthaltene Luft!) hinausge-
drängt wird und den Gesang der Vögel erschallen läfst.?)
Wenn der Behälter dagegen nach der Füllung sich durch
den Heber n& entleert, verstummen sie. Damit sich nun
1) Zusatz in b: “durch die Pfeifen’.
2) Zusatz in b: ‘jedes Pfeifchen endet nämlich im Schnabel
des einzelnen Vogels’.
94 . HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
oov 1 yAadE émivoéqnvon xol &xoGroéqnvet, Og zQo-
elontaı, zt9oxoreGxevdtevo, và uéAAovra Akysodaı' Éovo
y&o émí vivog fWosog tig M tov fsfnmxog 6 NA
dd vÓQvov sloy«cué£vog, meol Ov zeguxsíG)c Quoc)
oVoıy& 17 OII soAUvog Övvauevn zsgl «rov OTOEPE-
HK‘ Tadın Ó$ ovupvss ióvo tuundvıov r0 PZ, &p
o Enıßrosteı 7) yAadE ovVupung «và Undoyovoa' megl
Ö& nv OII oVoıyya Óvo &AUGsg imi ravavria Enei-
Andeiocı ai T T, DX did vooxíov Ó0o &zoósócctocov
n uiv TT eis Bdoog éxxosuáusvov vo P, n de DX
eis xolAov ayyelov v0 f) bzoxsi(usvov TO ZH olipwvı
N zmvwuxvd dueßien. ovußiostaeı ovv xsvovuévov roO
BIAE &yysí(ov v0 byoov pEosodaı eig To 2 &yysiov
x«i Eriotospeohe tiv te OII oVoLyya xoi viv yAadae,
pOéyysoQot. Iva 00V éniroéguvor 1j yAavs xal nakıv &mo-
GrQégwveL, @g mooelonra, mooKaTaonevagereı và GUvVTtLvOVTC
vjj road Eveoyela' Eoro yàg émí rwvog ácsog vfjg M
&Eov Og90c fepqwoc 0 NE dia vógvov sioyaGuévog, mtl
0v Eorw dguocr] obay& 13 OII süiérog Óvveuivg mol
cür0v GrQégeGOot Taurn de Gvugvig EoTw Tuumavıov TO
PZ, ig! 0 Emıßnoereı 7) yAadE ovupung e)rQ ürdoyovoa'
meoi de nv OII oVoıyya Óv0 aAvosıs imi rà Evavıla Erseı-
Amdeiocı ai TT, DX geosrwoav dia vooyíAov Óvo m uiv
TT eis Bagog Eunoeudusvov TO P, m de OX eig xoiAov
&yyetov v0 2 ümonelusvov to ZH cígovi d) mvıra die-
Ben Eyovoa xai Baoog i& Ding pci uiv EyoVdong Aveyeodaı
ind Tod ÜOcrog, v de oradum mx0AAQ Bagvrigaug Tod Kara
mv TT Gvciww foovc. ovußnoereı ovv xEvouuEvov Tod
BI'AE Gyysíov v0 ygóv qéígscOot eis 16 S) Ayyeiov xol
et
10
pevecopifouévov ToU ar’ aurd Bágove oro&peode viv OII so
GUgryye dıa Tod xoOcAxouévov EP Báoovc xol mowiv Evreüdev
3 f. (ood BeBuwag 4 elgyaou£vog M (cf. Pneum. I 42
&ztigyocuévq»): Toycoouévog a T. ovs Len 8 Eneılmdeicau
DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 95
die Eule in der angegebenen Weise hin- und wieder ab-
wende, trifft man vorher folgende Einrichtungen.') Auf
einer Unterlage u stehe senkrecht eine gedrechselte Achse v£,
welche von einem passenden Rohre oz umschlossen werde.
5 Dieses mufs sich leicht um sie drehen können. Mit dem
Rohre sei eine kleine Scheibe oc verbunden. Darauf soll
die Eule gesetzt und befestigt werden. Um das Rohr or
sind zwei Ketten rv und py nach entgegengesetzten Rich-
tungen zu wickeln. Vermittelst zweier Rollen werde die
10 eine rv an ein schwebendes Gewicht «p, die andere py an
ein hohles (leeres) Gefüfs o (Fig 17a) gebunden, welches
unter dem (gekrümmten) Heber oder dem Kapselheber £4
hänge. Wenn nun der Behälter ßyde sich leert, so ist die
Folge, dafs die Flüssigkeit in das Gefüís c strömt und dafs
15 das Rohr oz und die Eule sich so drehen, dafs diese nach
a 95, 9—97, 6 Vermittelst ... erschallt — b 95, 17—97, 25:
Mit Hilfe zweier Rollen gehe die eine zv nach einem schweben-
den Gewichte %, die andere py nach einem hohlen Gefälse o,
welches unter dem (gekrümmten) Heber oder dem Kapsel-
20 heber £c stehe (Fig. 17). Die Kette sei mit einem Gewichte
versehen, das aus einem Material besteht, welches von Natur .
(vermöge seines spezifischen Gewichtes) im Wasser schwimmen
kann, aber seinem absoluten Gewichte nach viel schwerer ist
als das Gewicht an der Kette zv. Wenn nun der Behälter 8 ye
25 sich leert, so ist die Folge, dafs die Flüssigkeit in das Gefäls c
strömt; und indem sich das darin befindliche Gewicht hebt,
dreht sich das Rohr oz vermittelst des niedersinkenden Ge-
1) Nach b: ‘trifft man vorher Einrichtungen, die eine solche
Wirkung erzielen’.
scripsi: &miAndeioaı A,G: Emiivdeiccı A, T. cf. lin. 22 9 f.
&7:00£0009 06v 11 và M: wa f. CnaundAo) cíqovi
16 constituuntur L 18f.0ogüóg 2008 om.L 24 (ca-
tena) ponderi appensa L 26 xal om. L pvosı Ambros.
A 91 sup., Coislin. 158: góciw h: secundum propriam naturam L
29 o BCL: om. P
171
96 HP2NOZ AAESANAPER2Z IINETMATIK2N A.
Gore DAé£msw moog v& ÓópgviO doux, nevadEvrog OE ToV
BIAE &yysí(ov xevoVoda xci TO did Twvog év
euro zvixtod dıuaßitov 13] x«uzÜAov Gíqovog, MOTE
z&Aw narapeonoav vo W Boos aroorgsda iv yAoUxe
Kara TOv xuıo0v Exeivov, Orte aAnpoürcı TO BIAE
&yysiov | nal z&Aw ai Tv Ógvéov ylvovraı qovat.
Kel oi vOv oaAniyyov dt q$yov Óu& Tod zoga-
zÀxo(ov yívovr«u vQózxov TO zgosiguuévo' Or«v yàg
elg Govseyvov d&yysiov xer«rs0jj; vij Yavnsg 0 xcvAOg
&zéycov AO Tod zvÜüuévog Boayd xci Gvvsorcyvou£vog
TQ TtÜysi TOU Ayyelov, civa 7 OdAnıys Eyovon vóv TE
xcücrvc xci viv YAwoolda« Gvvreronusvnv TO Gyysíg
Karl T0 (vo u&gog «oroU, Ovußioeraı did Tijg yc vus
Arroorg&psode mv yÀoUxo Tod un Ogüv moög và OpvíOue,
&rıva dÓóxovv adsıv mod TOD Arooreapijvar mv yhebxa.
iv 000 0i nakıv nevodran To fi Ayyelov dia Tod Ev cvrQ
nvintod dıaßnrov, TO uiv Ev air fgoc xortQyóusvov did
ro T0ÀÀÀ Papvregov eivaı To sre Ou vov D P&govs Tv
OII oveıyya Groogijvor monos! mwoóg và OgvíOue xol émi-
Grgéwe, zgóg «Urà xol mv yladza' tod 08 BI'AE &yycíov
&g5euévov mÀmgotcOo. 6 iv c)rQ co Euywoßv dıa vv
Gvguyylov miu viv qoviav rv OgviOlov Amorektosı. xol
voUro Eoreı, Öoanıs Gv QovAowó vig.
Kol of tv oaAniyyav Ob myoı ÓuX Tod mwegomAnoíov
ylvovzeı vgómov cQ 7tgociQmuévo' Orav yàg tig Grsyvov
&yysiov xe«voreO; Tio qovnuc 0 xcvióg Gméyov mà Tod
zvOuévog Boayd xol Gvvsorsyvoutvog TO TEÜYEL TOD Kyyelov,
Gvoreyvo O0; O8 c)rQ xol odAmıys Eyovoa TÓv TE xdÓove
zei mv yÀocoíÓe moög vij Gry Tod Gyysiov, ovußioerau
9 nvıntod ... Gípovog Voss. 19: zvınzod 7) naundlov ÓLax-
Bjrov a 10 cvreczeyvouévog T: ovveoreyvaousvog AG — 11 và
tevyeı M: ro reiyn à
10
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 97
den Vöglein sieht. Ist aber der Behälter Byde ausgeleert,
so leert sich auch «c durch einen darin angebrachten
Kapsel- oder gekrümmten Heber. Daher bekommt das
Gewicht qj das Übergewicht und bringt in dem Augen-
5 blick die Eule wieder zur Umdrehung, wo das Gefäls Byde
sich füllt und der Gesang der Vögel wieder erschallt.
Auch Trompeten kann man auf ähnliche Weise, Trompeten-
wie angegeben, erklingen lassen. Wird nämlich die qum
Röhre des Trichters so weit in ein geschlossenes Gefäls
10 gesteckt, daís sie fast auf den Boden reicht, und wird sie
in die Gefäfswand eingelötet und wird dann von der mit
Schalltrichter und Mundstück versehenen Trompete das
Mundstück oben durch das Gefüís gebohrt!), so ist die
Folge, dafs die in dem Gefäfse enthaltene Luft mit Hilfe
15 wichtes i und bewirkt infolgedessen eine Drehung der Eule,
dafs sie nicht mehr nach den Vögeln sieht, die zu singen
schienen, bevor die Eule sich abwandte.?) In dem Mafse, in
welchem sich das Gefáfs © durch den Kapselheber wieder
entleert, senkt sich sein Gewicht, weil es dem absoluten Ge-
20 wichte nach viel schwerer ist als das Gewicht w, bewirkt eine
Drehung des Rohres oz und eine Wendung der Eule nach den
Vöglein. Fängt das Gefäls gy s an sich zu füllen, so entweicht
die darin enthaltene Luft durch die Pfeifen und bringt den
Gesang der Vögel von neuem hervor. Dies kann man nach
25 Belieben wiederholen.
.1) Nach b: ‘wird die... Trompete an der Decke des Ge-
fälses verlótet.
2) Hier liegt ein Widerspruch mit dem oben (p. 91, 17)
Gesagten vor. Vgl. die Prolegomena.
14 dnoore£&peohe:r b: éxiovo£q soto, Ambros. A 91 sup., Cois-
lin. 158 un om. iidem et L zoóg om. iidem ópviQ'wt b:
öovs« Ambros. A 91 sup., Coislin. 158 15 Emioreapijvaı iidem
19 &roorgapijvaı iidem 19—20 zgóg ... yAadna b: nv
ylebxoa Tod wi óg&v v& ügvsc lidem Emioroeipsr wol moög P
22. voces L oevıWiov B: ógvíücov CP: avicularum L
25 oreyvov B: orevöv CP: constipatum L 27 cvvecoteyvo-
cuévog P 28 cvoreyvocO P JEIOPEOORWNDBS v
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. fi
98 HPRQNOZ AAESANAPERZ TIINETMATIKSN A.
EYXVVOUEVOV roO voygoO ix0Awóusvov vóv év TO &y-
ysío deoa ÓL& is yAcGG(Óog vov Tov dmorekeiv.
XVII.
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TÓvÓs TOv vQÓzov. yes
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Vó0co Eyov' mvwyebüg Ó& foro £v voóvo, TOVTEOTL oU-
GTouov &yysiov xarsorgauusvov v0 Z' và Ób zvOuévi
«0r00 GcuvrevQno90 5 OK odıinıyE &yovow vóv Te
xc0crvc xci viv yAwooida' và dt owAnvı vijo GdAmuy- 10
dia vig ywvng iyyvvouévov Tod Oyooí ix9Aigóusvov vv iv
To &yysío digen ik vijc yAocoíÓog rv dyov &morssiv.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 99
des Mundstückes den Schall hervorruft, sobald die Flüssig-
keit durch den Trichter eingegossen wird.
XVII.
Eine Trompete kann man auf folgende Weise Die Tempel
5 bei Offnung von Tempelthüren ertónen lassen. Fig. 18.
Hinter der Thür stehe ein Gefüís «ßyd (Fig. 18)
mit Wasser. In diesem sei ein Windkessel, d. h. ein
umgestülptes Gefüfs & mit weiter!) Mündung. Durch den
Boden gehe die mit Schalltrichter und Mundstück versehene
10 Trompete 89x. Neben das Trompetenrohr setze man einen
Stiel Au, welcher an dem Windkessel befestigt, mit dem
Trompetenrohr zusammengebunden ist und am Ende einen
kleinen Haltehaken u, d. h. eine Klaue (Chelonarion,
Schildkröte) hat. Unter dieser sei ein Schwengel v& an-
15 gebracht, welcher den Windkessel $ in hinreichendem Ab-
stande vom Wasser emporhält. Der Schwengel v$ bewege
sich um einen Stift o. Eine an sein Ende 5$ gebundene
Kette oder Schnur werde mittels einer Rolle z hinter die
Thür geleitet. Wenn nun die Thür sich öffnet?), so ist die
20 Folge, dafs die Schnur sich spannt und das Schwengelende 5
anzieht. Infolgedessen verschiebt sich der Schwengel vé
aus seiner Lage unter dem Haken u. Sobald sich diese
geändert hat, fällt der Windkessel ins Wasser und läfst die
Trompete ertönen, weil die im Windkessel enthaltene Luft
25 durch das Mundstück und den Schalltrichter hinausge-
prefst wird.
. 1) In den Handschriften irrtümlich “enger”.
.2) In Pompeji öffneten sich die Thüren ohne Ausnahme
nach innen. Vgl. Overbeck-Mau Pompeji S. 252.
4 vao) om. G ytvevow naraonevageraı Óà ed. Paris.
7 f. sborouov
8 £f CP: = BL 11 &yyvvousvov BL: éxyvvouévov CP
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100 HP9NOZ AAEEZANAPE9Z£ IINETMATIK9N A.
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Önıodev vig 9UQcg. cvupücsra,. ovv tig Qpeg Avor-
you£vqgg TEeıvouevyv NV Gzégrov émiozüc)«,. TO 5
(xoov TOO xcvóvog, DOTE UNKETL vOmomemvoxévoi TOV
NA xavöva và M xoAvucetío' Todtov 0$ nagaAidEavrog
psodusvog 6 zwviysbg eig TO vOÓcQ TOv Tijo odAmıyyog
qyov GzovtAé£osu did TO vOv Ev | «0v deoa dia vig
yAwooldog xol roO xdücovog x9 A(scOot.
XVII.
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AE, ZH: dia 0$ &ugorégov «ovv coAQv Ói0090 0
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ZH Ödwapodyuarog. ozó Ó& To AE Oigoayue ÖL-
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Tovrov Ob mgeAAdfevrog qégóusvoc 6 mviyedg sig TO ÜOco
ErdAlrpeı Tróv iv Euvrd ge dia ig yAmocldog xol coU
X00ovoc vio odAmıyyog nal &movcÀfosu vóv Tov eUvijg.
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152]
5
à 100, 25—102, 6 onó dt 16 JE Oidgoeyuo ... 6 Ev 30
:Ó AEZH olvog — b 100, 31—102, 30: ónà .d& rd AE
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 101
XVIII.
Manche Trinkhórner haben die Eigentümlichkeit, "in Zauber-
dals sie das eine Mal reines Wasser, das andere Fig. 19.
Mal Wasser und Wein gemischt,
wieder ein anderes Mal reinen Wein
ausfliefsen lassen, wenn man zuerst
Wein und dann Wasser eingielst.
Die Einrichtung ist folgende.
Ein Trinkhorn «fy (Fig. 19)
habe zwei Scheidewünde de und £4.
Durch beide stecke man eine Róhre
9x, verlóte sie damit und bohre
in die Róhre ein kleines Loch 4,
welches etwas oberhalb der Quer-
wand &n liegt. Unterhalb der
Scheidewand de gehe ein Luftloch
w in das Innere des Trinkhorns.
Wenn man bei dieser Vorrichtung
die Ausflulsöffnung y zuhält und
30 ar. Wein eingiefst, so tritt er durch
das Loch A in den Raum defn. Denn
die in demselben enthaltene Luft entweicht durch das Luft-
loch u. Wenn wir das Luftloch u mit dem Finger zuhalten,
so wird der in der Kammer de{n befindliche Wein nicht
25 auslaufen. Wenn wir nun Wasser in den Raum «ßed
des Trinkhorns giefsen und das Luftloch u zuhalten, so
7 óà om. T 8 f. &zxo0s0ócQo 15 E&uYMußnoeraı T
18—19 ózà 0à «oGu« bL: om.a 22—924 0 OK ... xeıucvo
om. T,, add. T,
4 óà aCP: om. BL 5 &zó om. CP 7 wovovíov b
21 diepodyuara Eyov tr. b 22 05 0£ C 23 ovvtortsyvo-
cuívog P 24 ronueTío aP: rovznuario BC 31 ózó BL:
oózig CP
113
109 HP9$NOZX AAEZANAPEQ9Z TINETMATIKRN A.
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otrog éyóvrov éàv &zxoAc(kv vig viv I' &xgvow éyy£m
Tóv oivov, xognosu. XOu& Tod A rovriuarog sig mv
AEZH yooav' 6 yàg Ev oov5 90 Erywonosı) Ou.
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Oévvrog ÖL Tod Öiavylov zíAw xoüue xel zAw xo-
Aug9évrog Tod dıavplov x«9c«g0v vÓv oivov £xgésw.
x«i Todro, ÓGcxig é&v BovAmusde, Eoreı.
XIX.
Koerjoog Enıxsiusvov émí vwvog fWtosog zANoovg
övrog olvov, 0cov Edv vig && «ovroU dovjonrau, méAw
aAnons Eoraı Ó Hop‘ xevccxsviteru. HE vOv vQóxov
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"Eovo &yysiov ro AB dıanspoayusvov TO ovóuov
ÓLcgoyuo dıavyıov Foro iv vÀ “Ur tod QvroU zo M.
ToUtOv oUrog £yóvrov iàv GmoÀopov vig viv I' Exovoıv
éyyém vv olvov, ywenos ÓuX Tod A rgvmmuerog sig viv
AEZH yógev' 6 yàg év avri me Enywonseı dic vov M
dievylov. Ürev ovv Ta Owxr(Ào émmmouácousv v0 M dıev-
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20
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e
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 103
wird das Wasser rein ausfliefsen. Lassen wir das Luft-
loch u los, wenn das Wasser sich noch oben befindet, so
wird eine Mischung ausfliefsen. Wenn das Wasser ganz
abgeflossen ist, dann strómt reiner Wein aus. Durch
wiederholtes (Zuhalten und) Loslassen des Luftloches u
kann man den Ausflufs verschieden gestalten. Besser ist
es, in die Kammer deng zunächst Wasser zu schütten
und, nachdem man das Luftloch zugehalten hat, Wein zu-
zugiefsen. Dann wird nämlich das eine Mal reiner Wein
ausflüefsen, wenn aber das Luftloch wieder geöffnet ist,
eine Mischung, und hült man es abermals zu, reiner Wein.
Das kann man nach Belieben wiederholen. !
XIX.
Aus einem Mischkruge, der auf einer Basis steht Einunerschópf-
) licher Krug. I.
und mit Wein gefüllt ist, kann man eine beliebige Fig. 20.
Quantität schöpfen, und doch ist der Mischkrug immer
wieder gefüllt. Das richtet man in folgender Weise ein.)
Man denke sich ein Gefäßs «ß (Fig. 20), dessen
1) Vgl. unten Philo Kap. 11.
2 &yyen scripsi: &yyesı AG: £ygésw ' T — 3—4 lacunam ex
b supplevi. cf. lin. 27—23 6 evé&ew a: f. Cody) ord&sı <uegsı)
ex b supplevi. cf. lin. 30 10 Svnoeraı Voss. 19, b: scere à
ds om cT s add T, 12 f. (&moàjefóvra xol» &vivce
14 diavyıov Gb: aöyıov AT 15 &vsQüévcog Mb: &vetévog a
16 dıavylov b: ów(hjvov a 18 éàv aC: à» BP 21 tig
Mb: na 22 nal nataonevdeera G
7 oöv a: d& bL :a.b-.d.e- L 9 üvrog &vo tr. CP
15 zov olvov xo9«g90v b . éxoétw aBCL: éwyéew P 16
z&Àw (post xoi)om.BL 21 idv a: &vh 25 diaöyeiov B,:
óucgooyuo B, CP 26 otvog ex oov corr. B (ita L in plurimis
libris, itaque in Taurinensi) 27 4 BCL: x P 30 o? ipse
inserui ord£sı CP: ore&n B: instillabit (pro quo f. non stilla-
bit scrib.) L éyyvOclg P: éyysdelg BC
104 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
vÀÓ TA diepodyuarı zeo abrov vOv rodynkov' Oi de
Tod Öıapodyuarog zudEelodn owAnv 6 EZ aneywv and
tod nvdusvog PBoayd' Ersoog Ó& Ówoo0c omAnv Ou
tod zv9uévog 6 HO dneywv ind tod TA dıapody-
ucrog Boayd. 6 Ó& Tod Ayysiov zvOwmQv TETENOdW
x«vü v0 K xal Außerw coAqváguov vó KA. To Ó&
AB &yysiov énuxs(oto Ei vwog Baosog ng MNAO,
di’ 4c &oro 7 roO HO coA«Qvog breooyi 6 Ó& eion-
u£vog xoc«vo écvo 6 IIP. ói& 03 ng MNZO Paosws
éoÀQv écvro 6 ZT ovvreronusvog vij Te Pdosı x«l To
xocrijo. icov Uwyog éyévo và © ovouíp roD HO
GoAivoc. éyyéousv oov vov oivov did tod EZ co-
Aijvog eig To AB‘ Óó yàg cmo éxyooosu did tod HO
GoAijvog. éàv oov &vsovououévov 1 To KA c6oAqvá-
gLov, éyysóusvog 6 oivog qoos. di «ovoUD sig mv
Béácw x«i sig vov IIP xoarloa‘ éàv Ó& émwvouo9[,
à 5—8 6 de vob ey yelov nvdunv ... omegoyii —D
18—21: 6 de zoo ayyelov nvOwiyv rev orien xor& vo K
zul éyévo coAqváoiov to KA' ro Ói AB &yystov Beßnxero
ei tıvos Bdosws tie MINAO, di ng Zoro y vo0 HO
GwAnVvog ürEgoyN"
2 nadelodo CP: nadncto AB 2—8 6 EZ... owAnv
om.G 5 ro0 G: roörod AT 11 (0 di xoorjo» icov Rochas
2 &zàó om. b 3—4 fooyv ... mvQ9yu£vog om. B, L, xoci
Ereoog 0i Owo00« coijv add. B, mg. (solus Mutinensis inserit
“alter apponatur tubus") 4HO0 ab: 7] CP:i^f«B (in omnibus
libris praeter Mutinensem) 8 £ovo: fit L 9, rfc om. P
11 0 Ob yeilog Tod wgarijoog icov bL 13 eig to a a: eis
zo &yyeiov vo aß bL 14 éàv a: el uiv b 15 ó om. BC
15—16 xal eis viv uv&o Pdow bL
[2n
fer
0
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 105
Mündung dicht am Halse durch die Scheidewand 58 ver-
schlossen sei. Durch diese stecke man eine Röhre e£. die
fast bis auf den Boden reiche. Eine andere Röhre n%
Fig. 20.
. lasse man durch den Boden (des Gefälses) gehen und fast
5bis an die Scheidewand yd reichen. Der Boden des
Gefüfses sei in x durchbohrt und nehme!) ein Röhrchen x4
auf. Das Gefäls «ß stehe auf einer Basis uv&o, durch
welche (d. h. durch deren Deckel) der Vorsprung der
Röhre 49 gehe. Der erwähnte Mischkrug sei zo. Durch
10 die Basis uv&o gehe eine Röhre or, die sowohl in die
Basis als den Mischkrug mündet. Der Mischkrug?) habe
gleiche Höhe mit der Mündung 4 der Röhre 49. Nun
giefse man den Wein durch die Röhre e£ in das Gefäls o f.
Die Luft geht nämlich durch die Röhre 49 hinaus. Ist
19 nun das Röhrchen x4 offen, so strömt der Wein, sobald
er eingegossen wird, durch x4 in die Basis (uv&o) und
den Mischkrug mo. Ist es aber verstopft, dann füllt sich
1) b: 'habe". 2) Nach b: ‘Der Rand des Mischkruges’.
174
106 HP9NOZ AAESANAPERE IINETMATIKS9N A.
torte aAno@dioereı rd AB üyysiov. yyéousv oov
x«i eis vv MNAEO Pdow xci sig vov IIP xoarijon
vOv olvov, Bots Aion ewe, vv II P xgeviíjoc xci vQv
MNEO Baoıv mzexAqoG09«t, Cyov Tod © ovouíov roO
o@ANvog. voUrov Ói ysvou£vov xcl qocyévrog Tod E,
od (óeUcct» dia Tod KA coAijvog 6 év v AB dyyeio
oivog Ói& TO un Eyeıv elg vov xEvoVuEVvoVv rózxov dEO«
Avrixeraoriivaı AAov: qv yàg wurd N Eloxguoıg did
tod E oToulov. Or«v oov &zcgvoous0c ix TOD xgatij-
pog oivov, Avaoroumdnioereı TO E orTduov, xcl zoug-
eiodvaıv Außovrog Tod dEpog zdAuv HeVosı Ó olvog
eig re viv Baoıv x«i vov IIP xoarion, üyoıs Av An-
ons yevyraı. xci voUro Eoraı, | ó0cxig Eiv Govco-
usde ix Tod xocrijoog oivov. sos; Ób xol Tv
MNEO Pdow Teronodea vouuavío to T zgóg cO
rov &vvwuxcTCAAcGOÓusvov &éoc eig To AB ayyeiov 0i
tod H oroulov eloywoeiv x«i dıa Tod T Tonueros.
XX.
'Eav sig yosliav BovAmusde TO coro OxsvdGeL., BOTE
xocvijoog Ovrog Ev vw. vózQ zxÀAtiov KoVEodaı && c'ovoO
UÓcQ xci Gi zANQn Eivaı vOv xocvijoc, KETROKEVELETEL
oUcOg.
"Eco dyyeiov v0 AB, Ev € &vdodev £ovo Vdarog
4 O scripsi: n aBL: «x CP. cf. etiam Rochas 1.1. p. 123
4—5 f. vo (HO» coAijvog 6 devosı b L (post owAnjvog add.
in margine M,): om. a. 13 2&v a: à» Par.2619 14 Oerjc&t
(denosı A) ö% ab, spurium: f. (&uswov» ó? Zoraı [02]. v. pro-
legomena ad fig. 20 19 onsevdoaı AT: xercoxeveco,. Gb
1 AB om.P 60:6 0E CP 98x voo BL: dia zoo ECP
10 dvastou@dmoeraı: obturabitur L in omnibus libris praeter
-a
t2
5
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 107
das Gefüfs «8. Wir wollen nun so viel Wein in die
Basis uv&o und den Mischkrug mo gielsen, dafs der Misch-
krug zo ganz und die Basis uv&o bis zur Róhrenmündung &
gefüllt ist. Wird hierauf e verschlossen, so fliefst der im
5 Gefüfse «ß enthaltene Wein nicht durch die Röhre x4 ab,
weil keine andere Luft da ist, um an die Stelle des luft-
leeren Raumes zu treten. Sie könnte nämlich nur durch
die Mündung e zugeführt werden. Wenn wir nun Wein
aus dem Mischkruge geschöpft haben, so wird die Mündung c
10 geöffnet. Hat dann die Luft Zutritt erhalten, so fliefst
der Wein wieder in die Basis und den Mischkrug m9, bis
er voll ist. Dies wiederholt sich allemal, wenn wir dem
Mischkruge Wein entnehmen. Praktischer!) ist es aber,
auch in die Basis uv£o ein kleines Loch v?) zu bohren,
15um die zur Ausfülung des Vakuum nótige Luft in das
Gefüfs «8 durch die Öffnung n und das Loch v eintreten
zu lassen.?)
XX.
: : : : T |, Ein unerschöpf-
Will man die gleiche Vorrichtung für die Praxis cr. Krug. II.
20 verwendbar machen und irgendwo einem Mischkruge Fig. 21.
eine grófsere Menge Wasser entnehmen und den Misch-
krug doch stets gefüllt lassen, so triffü man folgende
Einrichtung.
Man denke sich ein Gefüfs «ß (Fig. 21), in dessen
1) Handschriftlich: ‘Es ist ... zu bohren’.
2) Dieses ist natürlich in dem eben erörterten Falle als
nicht vorhanden oder als verschlossen zu denken. Letzteres
setzt unsere Figur voraus.
. 8) In diesem Falle bleibt s natürlich geschlossen.
Mutinensem, qui aperietur habet 12 «cl eig row neuen b L
13 &&v CP: &v B 15 v0 om. b 17 ronuarog a: vovz1j-
uerosb 19068 «ol eis bL 20 mAsiov: multumL 21 nare-
orevateraı à: naraonevdoouev bL (o ex o corr. P 23 Zvdodev
om.bL ^ 4óetog a: 00co bL
108 HP9NOZXZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIEKSN A.
«UreQxeg zo0c Tv uéAAovGev qosíav' xgovvog Oi €
avrod £&ovro 6 I, (xai» Omoxsíc0c wurd Amvog N
H®:' xavóviov Ó£ vt zog& vóv xogovvóv xqAcovev£cdcn
v0 EZ, ob zog uiv TO E üxgov éxxgsuco9c qsAA0g
6 K éviwv &v vij Aqvó: zgóg de và Z Akvosidıov &zo-
0s0£cO0c foog uoAwfobv &yov vo XR. &cvro (025 otras
éGxeveouévov, Gors EriVnYousvov Tod K qeAAoU sig
td ev vj OH Aqvó vOÓog CzxoxAs(soQa, vOv xgovvóv,
&o9fvrog Ói Voarog And cvíijg Amvod xe«O0(cavro vv
qtAAoóv Avoigaı TOV xgovvóv, Gore zAw éxigotÜcav
v0 00ÓcogQ uerewgion vv qgsAAOv xol nahm dmoxkeı-
GOijv«,. vóv xgovvóv: Ócdos, HE vov qsAAOv PaoVTEgoV
eiveı Tod zQo0g TO X Paoovs. £ovo Ó& x«i 6 eion-
à 108, 5—110, 4 zgóg de và Z ... émwmyouévov —
b 108, 15 —110, 24: zoóüg de ra Z alvoeldıov &moós0éc9o
Béígog uoAußdıvov Fyov vo 3 moÀÀÓ &Aevrov TO GroOuo Tod
K gsÀàioU0. £ovo Ó& oÜrcoc Eoxevaousvov, Gore émwvayouévov
tod K geldoö sig ro iv vij OH Aqvà 0c dnorkeleodaı
TÓv XQovvüv Oz c0r0U, GoOtvrog Óà ÜOorog dd Tod Aqvoo
“al TOU gelhov #eraßıßasdevrog GvovyO ver TOv xgovvov
xoL mmahıv eloelQOvroc Ev vij wo Tod Ddaros uere@godevre
zov @erldv Zupgdsaı Tov xgovvóv. foro ovv xol Ó eion-
2 «ai bL: om. a 4 gellög Mb: gelös a. similiter infra
lin. 7. 10 (AT) 6 woAıßoöv G: uoßoöv AT ó& inserui.
cf. lim. 17 9—10 &oQ)évrog ... *govvóv om. G 13 và
Par. 2512: zö a: f.[moóg v] del. cf. lin. 6
1 mgüg a: eis b weAAovoe» om. bL 2 cor om. bL
4 v0 € Ääneov à: và (TO B) € &xoo b E om. L gpehhög:
ponderarium aeneum L 15 £ CP: & BL 16 và B: và
de CP (sed óà del. C) 19 aqua autem elevata sive potius
evacuata L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 109
Innern so viel Wasser sei, als voraussichtlich gebraucht
wird. Ein Ausflufsrohr yd rage daraus hervor, und eine
Kufe 49 stehe darunter. Ein Schwengel e$ gehe neben
Fig. 21.
dem Ausflufsrohre wie ein Wagebalken auf und nieder.
5 An dessen Ende e hänge eine Korkscheibe x (so tief),
daís sie sich innerhalb der Kufe befindet. An & hänge
man ein Kettchen mit einem Bleigewichte £.!) Die Ein-
richtung sei so getroffen, dafs die Korkscheibe x die Aus-
flufsróhre nach dem Wasser in der Kufe 94 hin ab-
10 schliefst, wenn sie obenauf schwimmt, dagegen sich senkt
und so die Ausflufsröhre öffnet, wenn der Kufe Wasser
entzogen wird. Erst wenn wieder Wasser zuströmt, soll
daher die Korkscheibe gehoben und die Róhre von neuem
geschlossen werden. Die Korkscheibe muls aber schwerer
15 sein als das Gewicht bei & Es sei der erwähnte Misch-
1) Zusatz nach b: (... Bleigewichte &,) “das eine weit
geringere absolute Schwere besitzt als die Korkscheibe x’.
Dafür fällt weiter unten in b die entsprechende Bemerkung
von à aus.
175
110 HP$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
uévog xgcevio Ev Tino tivi xs(usvog 6 AM, ov có
zeitlos Eorw £v dr vj Exnıpaveia Tod £v vij Ayvo
UOÓaroc, Ort oUOxévuL ErIE0EL 6 xgovvog TOd @peidoü
, [4 , \ E ? ^ m
ErLVNYOUEVOV. qsgéro ÖdE x«i £x Tg Anvod owAnv
tig v0v nvdueve Tod noarloog 0 ON. Orav (gc zAj-
govc ÖVTog TOÖ xg«rijoog KEVoN Tig VÖWE, HVYAEVMOEL
x«i, vo Ev vj OH Anvo vOÓog' x«i nadloug 6 qsAAOG
&voítsu, vOv xgovvóv, xci TO ErI00E0v sig ve Tov
Anvov xci vóv xgovijc éveyQnjosvau. xol WETEWELOEL
zov qsAAÓóv, Govs nahm | unnerı Enıpgssv. x«l vobro
» [4 ki! 9 y. , 5 m m [4
Eoraı, boaxıs Qv Apeintai Tıg €x TOO xo«rijoog U0c0.
XXL
Eig Evıa Gzovósi« nevradoayuov voulouatog &u-
BAndevrog, UÓcQ drropgesı sig TO TE0LE0WLVEOdEL.
"Eotw omovöstov N $«6«voóg 6 ABI, ob oro-
uov &cvo v0 A Avsorouwusvov, Ev Ó$ TO $9«ocvoó
&yytiov éóvo to ZHOK £yov VÖwo xal vide viv
A, & ng xgovvóg io gsgéro 6 AM. zagaxsíotwo Oi
To G&yyeío ÖdodLog xcvov 6 NX, meol 0v £vsgog xq4o-
vevéoüo 0 OII £yov zoógc uiv và O máAevvoucruov
to P zogéAAgAov TO zvOucvi. Tod Ayyelov, zoóg O8
uEvog xgev]o Ev vóno tivi xs(usvog 6 AM, oU cà yeikog
&ovo AxeıPög Ev aürh vij Enıpavela tod Ev vij Amvo Vdarog,
Ore oUxérL émigoésu OÖ xgovvóg Tod YEllod émuvqyouévov.
13 onovdeie Mb: cozovóía a 15—16 có oröuıov Leid.
Scalig. 45 17 zv&ide BM (anEida CP): zv£/(ów a: pixidem L
20 v9 b: zo a
7 nadloug a: x«rcAQ Ov b, descendens L 8 rijv a: vóv b
9 sig tóv bL 10 unmner nam tr. CP 17 q£9x bL
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 111
krug Au an einem beliebigen Punkte aufgestellt. Sein
Rand liege genau in Höhe des Wasserspiegels in der Kufe
zur Zeit, wo die Ausflulsröhre.infolge der oben schwimmen-
den Korkscheibe aufhört zu fliefsen. Auch aus der Kufe
5 führe eine Röhre $v nach dem Boden des Mischkruges.
Wenn man nun aus dem vollen Mischkruge Wasser schöpft,
so bewirkt man zu gleicher Zeit, dafs auch in der Kufe 9
der Wasserstand niedriger wird. Wenn dann die Kork-
scheibe sich senkt, so wird sie die Ausflufsröhre öffnen,
i10 und was zuströmt, wird sowohl in die Kufe als in den
Mischkrug laufen und die Korkscheibe heben, so dafs der
"Zuflufs wieder aufhört. Dies wiederholt sich, so oft als
man dem Mischkruge Wasser entnimmt,
XXI.
15 Manche Opfergefüfse sind so eingerichtet, dafs Der Weih-.
Weihwasser zum Besprengen herausfliefst, wenn man Fig.92.
ein Fünfdrachmenstück hineinwirft.
Man nehme ein Opfergefáfs (Spondeion, Fig. 22) oder
eine Sparbüchse! (Thesauros) «8yó, deren Mündung’ «
20 nicht geschlossen sei. In der Sparbüchse (bez. der Opfer-
kanne) befinde sich ein (kleines) Gefüfs £g Ox mit Wasser
und einer Büchse A, von welcher eine Ausflufsróhre Au
nach aufsen gehe. Neben dem Gefälse stehe ein senk-
rechter Stab v5, um den ein anderer oz sich wie ein
25 Wagebalken drehe. Dieser erweitere sich bei o zu einem
Plüttchen o, das (im Zustande der Ruhe) dem Boden des
1) In Pompeji (Overbeck-Mau Pompeji S. 203) ist die
Kasse (Büchse) des thürhütenden Badewürters in den kleineren
Thermen gefunden, aber leider a. a. O. nicht abgebildet. An
Geldkisten, wie sie in Pompeji z. B. in der Casa dei Dioscuri
(= del questore, a. a. O. S. 334. 336) ehemals standen, ist
wohl kaum zu denken.
18 psoévo B: gégevau CP: ferat vel feratur L 20 o aP:
e BOL
119 HPO9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9N A.
to (II xovóviov v0» IIZ £yov mgóg và 2j éouoovóv
züuc Tj A zvé(óu, Gove un O&£cew TO UOÓcQ Oud Tod
AM coAijvog. éovo dt TO nur ig mv&ldog Baov-
teoov tod P zAe«vvouet(ov, xovgórsgov Ó$ Gvvego-
vÉpOv TOD TE vouíOuerog x«i Tod zAcTUGUOTÜOU. OTav
oov EußiAndn Oi& Tod A oToulov TO vöuLoun, &mt-
neoeitaı to P zAevvouerío x«i xevopeoioev SyxAwsi
ubv td OII xavövıov, Erageli de v0 muc tig mv&idog,
Gore Hedorı TO UÓcQ' Anomeoovrog Ób Tod voulouarog
rzahıv TO zu ENITEOOV anonkeioeı Tv mv&lde, Govt
unnetı Oécuv TO vOOQ.
XXII.
Eig é&yysiov zoAAQv ysvàv EußAndevrwv Oygob
dia Tod coro oToulov, Ldla ExaoTov czopoésuv OLG
TOD KÜTOO xgovvoU, DH v TOORLEDUENK.
"CEovo rı dyysiov TO AB Ouexsgooyuévov ToV
rodynAov vQ II diepodyuarı. éyévo) 0$ ÖLapodyuare
vEdLa x«i Kvarslvovra WEIL voO ÖLKPE«YURTOgS, TOL-
00VT« ycQc«g Tooadras, 06« BovAdusda Eußakeiv vyoc.
0
[us
à 9—11 Gors dedonı ... ro 0cg — b 20—22: xol oUvog 20
desı TO Ü0cg' AodEvrog Ó& Tod voulouarog zdÀw TO muc
émumeG0v Amonkelosı viv nuslde, (ove unmerı besıv TO Ov.
1 II z«vovıov 10 bL: om. a rà (ante Z) AGb: có T
7 co MBC: có aP &ynAıvei Haase in schedis Schoenianis:
éyxMvev A Gb: £yxAMvew T: inclinabit L 8 éxagsí Haase in
schedis: &naigeı ab, tollit L. - 17 f.ó3 (xoay — 18 f. vo0 (I4
ÖLapedyuarog 18—19 f. (xal) mowövre: ac facientia L
1 x6 aB: xo CP 2 r0 0009: vinum L 4—5 xov-
P0TE00V ... zÀcvvouovíov om. CP 13 öyood: humorum L
14 @noggssiıv aBCL: émigoésw P 15 óg 8: O bL. 18 xoi
om.b cob x«r& zo (om. B) oröwov bL 22 Qésw c0 Bang
BC: óésev 90oo P
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 113
Gefüfses parallel liegt. Bei z
hänge an dem Querstabe ein Stiel
76, an welchem bei c ein (genau)
auf die Büchse 4 passender Deckel
sitzt, so dafs er den Ausflufs durch
die Röhre Au zu unterbrechen
vermag. Der Büchsendeckel sei
schwerer als das Plättchen oe,
dagegen leichter als Münze und
Plättchen zusammen. Wenn nun
durch die Mündung « das Geld-
stück hineingeworfen ist, fällt es
auf das Plättchen o, drückt den
Querstab oz nieder und bringt
ihn in eine schiefe Lage, wührend
es den Büchsendeckel emporzieht,
so dafs das Wasser ausfliefsen kann.
Wenn das Geldstück herunter-
gefallen ist!), legt sich der Deckel
wieder auf die Büchse und ver-
schliefst sie, so dafs der Ausflufs
aufhórt.
XXII.
Es giebt ein Gefäls, das jede beliebige Flüssig- Ein Zauber-
25 keit durch denselben Hahn gesondert ausflieísen b
läfst, nachdem man durch einunddieselbe Mündung vielerlei
Arten eingegossen hat.
Ein Gefüfs aß (Fig. 23) sei im Halle durch die
Scheidewand yó verschlossen und (im Bauche) mit verti-
30 kalen Scheidewänden versehen, die bis an die Scheide-
wand y0?) reichen und so viel Räume (Kammern) bilden,
als wir Flüssigkeiten hineinthun wollen. Man nehme für
1) Nach b: “aufgehoben ist’.
.2) Nach b: “bis an.die Scheidewand in der Mündung’.
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 8
er
T met merci
i.
3
*
f
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 115
den Augenblick zwei Flüssigkeiten, und die (vertikale)
Scheidewand sei £e. 5) In der Scheidewand yó seien kleine
Löcher wie bei einem Siebe?), welche in die beiden Räume
führen. Unterhalb der Scheide-
wand sollen die Luftlöcher n
und 9 in die Kammern führen.
Aus dem Boden mögen die
Röhrchen?) x und A heraus-
treten, nach den Kammern
hin offen sein und in eine
einzige, gemeinsame Ausfluls-
róhre u auslaufen. Halten
wir nun die Luftlócher 4 und
9 und das Ausflufsrohr u zu
und giefsen durch die Mün-
dung eine der Flüssigkeiten
ein, So wird sie in keine
Kammer eindringen, weil die
in den Kammern enthaltene
Luft keinen Ausweg hat. Óff-
nen wir aber eins der Luft-
Fig. 23. lócher, so läuft die Flüssig-
keit in den Raum, zu dem
das betreffende Luftloch gehört. Halten wir dann dieses
25 Luftloch wieder zu, lassen dagegen das andere los und
giefsen eine andere Flüssigkeit hinein, so läuft die Flüssig-
keit wieder in die andere Kammer. Halten wir nun alle
1) Nach b: “und die Kammern seien £, @’.
2) Nach b: “wie — Siebe’ fehlt.
3) Diese sind in unsrer Figur als solche nicht erkennbar,
sondern, um die Deutlichkeit der übrigen Vorrichtung nicht
zu beeinträchtigen, als einfache Ausflulsöffnungen dargestellt,
welche ja denselben Zweck erfüllen würden.
yw BC: diadynue P 20 và om. B cwAmvagıov foro to B
21 xol om. L 10» BC: vo P
8*
116 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKO9N A.
xevcAepóusvou oov và dıadyın zévre cov roig 19Woig
er ? M \ , , x e , 2*4 M
Or«v &vüusv vov M xgovvóv, ov uy 0EVoN, écv um
£v rÀv Oivvyíov &vsÜg. Hal vóvs TOO &£gog me«gsío-
Övoıv iGyuxóvog Qvijoeva, TO Ev Exelivn TI) yOQo Oyoóv:
x«vcAvqpO9évrog Ó& roO dıavylov Kal TOD ETEOOV cve-
Hevros TO adro ovußroereı.
XXIII.
Zóo cyysíov Óvrov Eri vwog PBdoewng x«l ToU
uiv évóg zAWoovg Övrog olvov, Tod Ó& évíoov vzdo-
qovrog xtvobD, Ocov é&v sig TO xevov Ayyeiov U0c0
éyyfouev, voGoUrog Ó oívog éx TOD érégov Óviücsrau
xcruGxeudtevou Ób oUrog.
"Eovo £ni vwvog fcsog tig AB Óvo G&yysia và
TA, EZ óiezspoeyucva Te orduıe voig H 0, KA Óua-
a 1—6 zaralaßousvo ... ovußnoereı = b 16—21:
sorahaßousevoı otv và dıevyıa ndvre Gov Teig iv và dıa-
pocdyuerı Oneig Orav &vGuev vov M xgovvóv, o? un 6eVon,
Cx
E CA M ? \ 14 m „+
ei un Tv vOv dıevylov Avsdeln. Hal TOTE TOD Géoog TTRQ-
elodvoıw éGymxórog Hunoera TO iv Enelvn vij Ywox Öyoov'
xareAmpYevrog dE Tod dıavylov voírov Aal TO Er&gov Ave-
, PETE b! > - ER" 4 , e /
O£vrog devosı TO iv rij évíge woo vygóv.
1 79wois M: (Quoig à 2 6edon (n ex & corr) AG:
GEVoEıW T éàv scripsi: ei P4 5 xovoAnpeévrog Mb: x«ve-
Asp O'évrog A 10 2&&v AG: à» Tb 11 zocoörog A (in A
recte sie scribitur: r06007) b: roooöro GT 14 rois b: rg à
e
10 Gyyetov om. bL 11 ó om. b 14 Eyovra z& bL
17 6dedon (m ex ev corr.) B: devosı CP 19 &v ... yoga:
ibi L — 20 vo?rov om. B
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 117
Luftlöcher mitsamt den siebartigen Löchern!) zu und lassen
das Ausflufsrohr u los, so wird die Flüssigkeit sicherlich
nicht ausfliefsen, es sei denn, dafs eins der Luftlöcher ge-
öffnet wird. Erst dann, wenn die Luft Zutritt erlangt
5 hat, wird diejenige Flüssigkeit ausfliefsen, welche in dem
entsprechenden Raume enthalten ist. Hält man aber das
betreffende Luftloch zu und läfst das andere los, so ist das
Resultat dasselbe.?)
XXIII.
10 Wenn zwei Gefüfse, von denen das eine voll Miis de
. . . . es asser-
Wein, das andere leer ist, auf einer Basis stehen, und Luft-
so kann der Wein in solcher Quantität aus dem „druckes, um
: NL Wein zum Aus-
vollen Gefälse ausfliefsen, als wir in das leere Wasser flufs zu bringen.
giefsen. Die Einrichtung ist folgende. zu d
Fig. 24.
15 Auf eine Basis «ß (Fig. 24) seien zwei Gefülse yd
und e£ gestellt, deren Mündungen durch die Scheidewände
1) Nach b: “mitsamt den Löchern in der Scheidewand’.
2) Nach b: ‘so wird die in dem anderen Raume enthaltene
Flüssigkeit ausströmen’.
118 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
177 pocyueot. 604v 0$ 6 MNAEO due vij Bícosog | 0L00900
xci Gvoxsxéug0o sig TE Kyysla Gzxéyov And vOv dıa-
qgocyucrov Bo«yo zarte và M, O. xoci Ev uiv io EZ
xcuzAog Gípov é&oro 6 IIP2X| nv xvgvóvqva &yov
zQ0g TQ OoTöuerı Tod dyyeiov' To Ó$ Ereoov ox£Aog
KÖTOD éxrüg PEOETW EIS xgovvov ÖLEOKEVROULEVOV. Ou
ö& tod HO diapocyuarog xadelodn yavn 9$ TT, ns
Ó xcvAóg GVVEOTEYVOOIW TO HLapopdyuarı xci Gm-
qvo And TOO nvdwuEvog BocqU. éyxeyoo0c OE Óu& vivogc
vovziwuerog Tod D eig vó EZ yysiov olvog, 0 werd
viv éyyvow ndAıv &zxsoveyvoGO00. EV oov iyyfousv
dia Tijg gas v0oo sig ro IA ayyeiov, cvuhjceve:
Tov Ev wurd Géoc ErdAıßousvov yogtiv eig v0 ZE
&yysiov dia Tod MNEO owAnvos' 6 Ó&$ usroyopoGv
EndAleı vóv Ev 10 EZ dyysio oivov: x«i vobro
Eotaı, Ócdxig ELV VOÓoQ Eyyewuev. xoi OMAov Ovi E4-
YAıßousvos 6 mo icov Óyxov Eysı TO Eyyvvousvo
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TO cU0T0 yEveodeı, ijv un Tod UVOc«rog 9 Pie xcruxoa-
TION TOD xoovvoU.
XXIV.
"Ayysíov Övrog xsvoU x«i éríoov oivov É£yovtosg,
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000v éàv v0cQ sig TO HEVoV &yyciov EußeAmuev, vo-
a 118, 23—122, 16 "4yysíov üvrog ... mgootocusOo
— b 118, 26—122, 29: Koovvóv xevecxeváoot, dp oU
3 x«rà và BOL: var 0 P:6a và Mb: wa 6 ó:e-
cxevacuévov b: Owoxsvocuévov A 7 xadcíc9o BOM: xoQt-
60v à: nelodo P 13 róv AG b: 08 MT 16 £&xv aCP: dv
BM 19 zo AGb: có T 22 2°” codd. decurtati et sic
deinceps 28—120, 1 Ayyslov ... nengausrov a: Éovo cunor-
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 119
39 und xà verschlossen seien. Eine Röhre uv&o lasse
man durch die Basis gehen und biege sie nach oben in
die Gefüfse um, dafs sie in u und o fast bis an die
Scheidewände reicht. In c£ sei ein gekrümmter Heber x06
5 angebracht, dessen Krümmung nahe der Mündung des
Gefüfses liege. Der andere Schenkel des Hebers gehe in
Gestalt eines offenen Hahns nach aufsen. Durch die
Scheidewand n% lasse man einen Trichter rv hinab, dessen
Schaft (d. h. Róhre) in die Scheidewand eingelótet sei
i0 und fast bis auf den Boden reiche. Man giefse in das
Gefüfs ££ Wein durch irgend ein Loch g, das nach dem
Eingiefsen wieder zu verschliefsen ist. Wenn wir nun
durch den Trichter Wasser in das Gefäls yd giefsen, so
ist die Folge, dafs die darin enthaltene Luft hinaus-
15 gedrängt wird und durch die Röhre uv$o in das Gefäls £e
strömt. Sobald die Luft hinübergeht, treibt sie den im
Gefälse ££ enthaltenen Wein hinaus. Dies wiederholt sich,
- so oft wir Wasser eingielsen. Es ist augenscheinlich, dafs
die verdrängte Luft gleiches Volumen wie das eingegossene
20 Wasser hat und eine diesem entsprechende Quantität Wein
zum Ausflufs bringen wird. Auch wenn kein gekrümmter
Heber, sondern bloís ein offener Hahn bei c6 angebracht
sein sollte, kann das Resultat dasselbe sein, es sei denn,
dals der Druck des Wassers für den Hahn zu stark ist.
25 AXIV.
Wenn man ein leeres Gefäls und ein zweites voll
Wein hat, so kann man durch einen Hahn Wein und
a 119, 26—121, 12 Wenn man ... sich verhalten soll —
b 119, 29—121, 22: Einen Hahn zu konstruieren, aus dem eine
oucrıov codd. decurtati et ed. Paris. 24 &&v a: àv Par. 2512
EußdAAmuev T
1 diacdo Óux ig Pdoswg tr. b 3 «oi om. L 10 ó
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N 618080v maog«AAmAem(msÓov OgO0ycoviov: vo)vo ÓE
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Bécsog xsi(usvov vo I Hroı
óuoícg xvAwOQuxOv N OTEQEOV
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ov: 3 0$ roO AB toig ÓuxAa-
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ereidrjmeg BovAduste vo | vÓcQ Fig. 25a.
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zte«QoxelGOo GreyvOv návroOsv r0 I. ZA, ov 4j Báctc nulosıc
£óvo ng tod AB Pdoswg, Enei BovAöusde dınıdoıov eivaı
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neichn Ereoov Gyysiov oreyvov v0 EZ, Ev o Eyyuänoeras
v Paris. 2512 2 eivaı (scil. «exo«pévov) A, T: om. A,
ipd eivaı tr. G ó? om. T,, corr. T, vóoo T: $80
eivaı AGM 5. 10 magaAAmheninedov GT: Mes éníze-
dov A 5—6 Öedoyavıov ... Ersgov om. G,, add. G,
17 ön BC: igitur L: óà P sive, om. L (sit aqua igitur
vini dupla): f. sivc, del. 18 ózoó£&sc9'wu BC: ózoóc£ac9wt P:
quod aquam debet suscipere L 20 óà om. L 23 rovro BL:
toöro CP ó$ b: om. L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. L 121
Wasser in beliebiger Mischung und in einer Quan- Verwendung
E. . . ks . des W -
tität entnehmen, die dem in das leere Gefüís ein- una Lum
gegossenen Wasser entspricht. Das Wasser betrage ruckes, um
aus einem
das Doppelte des Weines. Hahne eine
n . 4 > Misch
5 Das leere Gefäls «ß sei entweder cylindrisch Wein und wa
(Fig. 25 bez. 25a) oder ein rechtwinkliges Parallel- er in einem
epipedon. Daneben stelle man ein anderes, von allen Verhältnisse
. . : . ausströ
Seiten luftdicht verschlossenes yd auf dieselbe Basis, 1assen. Fig. 95
das ebenso cylindrisch oder ein rechtwinkliges "24 25a.
IHE INK
Fig. 25.
ı0 Parallelepipedon ist. Die Basis von «f sei doppelt so
grofs als die von yd, da das Wasser zum Weine sich
wie 2:1 verhalten soll. Neben diesem stehe noch ein
Mischung von Wasser und Wein in einem beliebigen Verhält-
nisse ausfliefsen soll. Das Wasser betrage das Doppelte des
15 Weines.
Es sei « ein leeres Gefäls, welches bestimmt ist, das
Wasser aufzunehmen. Es sei dies entweder ein cylindrischer
Kórper (Fig. 25) oder ein rechtwinkliges Parallelepipedon.
Daneben stehe ein anderes yó von ähnlicher Figur und von
20 allen Seiten luftdicht verschlossen, dessen Basis halb so grols
sei als die von «ß, da in der Mischung der Wein zum Wasser
wie 1:2 sich verhalten soll.
199 HP9NOX AAEEANAPEQ9X IINETMATIK9NN A.
Ev à Eyyudijoeraı 6 oivog" xci di &ugovégov vv I'4,
EZ coA»v &cvo 6 HOK cvvrvevoquévog voig Eripoay-
uaoıv cóvOv xci cvvsortyvou£vog: v0 0$ EZ &yysiov
£yévo xaumbAov coAW«v« rov AMN, ob To uiv Evrög
[4 ? , ^ [4 M , , er e
Gx£Aog &zeyévo ToU zvOüu£cvog Tod Ayysiov 00609 UO«rL
ÖLdppvoıv‘ TO 03 ETE00V éxvog EriXeXdupdn xci qegéro
eis &yytiov &vegov TO XO, é& oo coAqv 6 IIP gsoéro
dia z&vvov tTÓVv Gyys(ov 13 x«i broßeßAnusvog bo
viv Edoav TÜV &yysíov TEOGETaL, (va xéro PEENTAL
QaÓícog abrog sig TO age vov mvdusve Tod AB ay-
yelov u£gog. ETE005 Ó$ GcAqv 6 TZ cvvrevo1jó9o rois
AB, TA &yystoig* éyévo 03 xol vo AB Ayyeiov z«o&
róv zvÜu£va xoovvíoxov rov T. oi óà PII, T xgov-
vioxoı Eumegıikaußaveodnoev xoovvo vi D X xAsıdiov
&yovrı, Öl o &vovwyOjoeveu x«l xAsuGQnjGeveL, Ómóv«v
TOO«EDUEIE. TOÖTWV ÖN xcrcoxevaotévrov Kal &zo-
6 oivoc" xci di Gugorígov vOv TA, EZ owANnv foro 6
HOK ovvreronusvog Tois dıapodyuaoıv aur@v xol Gvv-
[4 = \ \ ? M 344 , ,
sortyvouévog' To de EZ ayyeiov éyévo xoumvÀov oípove
vóv AMN, oo v0 uiv ivróg Gxélog &meyfvo Tod mvOu£voc
Tod Gyytíov, 0cov dor. didogvoıv sivoav TO Ó& Eregov Ev-
Tüg émuxexdugOc xol qsoíoO0m sig trsgov Ayyeiov v0 AO,
i£& ov owAnv 6 IIP gegíc9c m0 nv tÓgov mvrov Tüv
&yysiov you x«i Tod AB dcyysíov. tregog de coÀqv 6 ZT
svvrerenodw Toigs AB, TA &yysíoug éyévo de xol vó AB
&yyeiov meg Tov mzvvOuiva xgovvíoxov vóv T pEgovre sig
róv IIP coMjvo: 6 de IIP cov éyívo xgovvóv Werk
‚nAsıdiov, di 00 Gvoıydicera xol nAsıodNosraı, Ónórav
roo«Xgwusde, r0v DX.
2 émupodyuecw A,T: diapedyuacıv A,G 4 f. cípovo.
cf. lin. 19 6 éwrüóg A: évvóg, v ex a corr, G: évrüg A,T
10 zag& AG,T: zsol G, T, 16 post zoocuoóous?« haec
fere desiderantur: (éyxey$o0c 02 Out vwog rovmuerog tod 3/5
25
e
10
1
ex
20
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 1923
anderes, luftdicht verschlossenes Gefäls £e, in welches
der Wein geschüttet wird. Durch beide Gefälse yd und
e£ gehe eine Röhre 59x, welche die Deckel durchbohrt
und in sie eingelötet ist. Das Gefäls sf sei mit einem
gekrümmten Heber Auv versehen, dessen innerer Schenkel
fast bis auf den Boden des Gefäfses reiche und nur
noch Wasser durchfliefsen lasse. Der andere sei dagegen
nach aufsen umgebogen und führe in ein anderes Ge-
fäls £o. Aus diesem gehe ein Rohr zg durch sämtliche
Gefüfse. Man kann es auch unter den Platz legen,
auf dem die Gefälse stehen, damit es leicht nach der
nahe dem Boden des Gefälses «B gelegenen Seite abwärts
fliefst. Eine andere Röhre ro stelle eine Verbindung
zwischen den Gefälsen «8 und yd her. Auch das Gefäls «8
habe am Boden eine kleine Ausflufsróhre v (Fig. 25a).
Die Ausflufsróhren om und v sind von einem (weiteren)
Rohre px einzufassen (Fig. 25a). Dieses ist mit einem
Hahne versehen, durch welchen es beliebig geóffnet und
geschlossen werden kann.!) Sind nun diese Vorkehrungen
a 7—19 Der andere ... kann = b 20—29: Der andere
sei nach aulsen umgebogen und gehe in ein anderes Gefäls £o.
Von diesem werde ein Rohr zo unter dem Platze, auf dem
sämtliche Gefäfse stehen, bis zum Gefälse «ß einschliefslich
geleitet. Eine andere, an beiden Enden offene Röhre or ver-
binde die Gefälse «ß und yó. Auch das Gefäls «ß habe am
Boden eine kleine Ausflufsróhre v (genauer vo, Fig. 25), welche
in die Röhre zo mündet. Die Röhre zo habe ein Ausflufs-
rohr px nebst einem kleinen Hahne (Fig. 25), durch welchen
es nach Belieben geöffnet und geschlossen werden kann.
1) Hier fehlen vermutlich folgende Worte: “Man gieíse in
dafs Gefáfs ££ Wein durch ein Loch «, welches nach dem
Eingiefsen wieder zu verschliefsen ist?.
sis và EZ &yysiov oivog, 0 usvà nv Eyyvoıv mw G&mxtovtyvo-
c)c». cf. supra p. 118, 9—11. vid. etiam Rochas 1. l. p. 130.
16 ön aCP: 0$ B: om. L 18 f. Emıpodyuaoıv 6vy-
sereyvocuévog P 20 iu BL 21 f. ixv0g 23 ózó BC:
eis oz0 P 26 viblizf. TP. ief9p?124, 26
17
e
194 HP9NOZX AAEZANAPEQ9X IINETMATIK9N A.
xAtuGÜcvrog roO XD xgovvob éàv EußaAwmusv VÖRE
eis to AB dyysiov, uevoyogijost uégog «OvoO x«l eig
to I dyyeiov, vovvéov, TO Yuıov, Óu& Tod ZT co-
Anvog’ TO ÓL Euneo0v Oygóv eis To TA cyysiov éx-
»Ahıyeı vOv icov ara dega did Tod HOK coAivog
eis v0 EZ Gyysiov: ovrog ÓE vov iGov olvov Er$Alıbeı
di« tod 4M N owANvog sig To BO &yysiov. Orev (oc
&voí&ousv vóv XO xgovvóv, HEVosı di «roD TO TE
dufAq9iv (ÓcQ sig vó AB dyysiov x«l 6 oivog éx vo
AO ayyslov dia Tod IIP coAi«vog éveyOeíg" x«l Coro,
yeyovög TO zpoxs(usvov. zAw oov xsv uevei Ta &y-
ysi«, Or«v éxgvévrog TOD xgcuorog 6 c7]0 XWonon sig
«or& dia tod IIP coAivoc.
XXV.
’Ayysiov Ovro év vóoo Lori L D |
yy Ovros, Q EoTi, xai xgovvot
, 9
xAtíg Eotı, Ébe0 tov Ó' éxuvm-
qoutvov émi Tod VOcrog, 0cov &v did vob xgovvot
"On "Oa
Undoyovrog Ev «UvQ, Ev
? / er 2 m , 3 2 , ^
&q£Acusv vOÓcQ fx Tod Emdlov oivog éxiggeUote. TOOS
Aóyov vóv OoOcvr« TO dpagsdevrı vdarı.
"Eovo yàg vó Tod ÜÓcvog Gyysiov v0 AB xgovvov
zU \ 5 / DIS N cu ME >
&yov TOv I' &zoxAstóusvov: émi Ó& TOD VoaTog Erivn-
à 7—10 Orav gw ... éveyOsíg = b 22— 26: Ovav
» E) , 1 , n y ? ? ^ ,
00 Ovolwusv vOv XQ xgovvóv, QeUotL di ero) TO TE
(Eußimdev) sig To AB dyysiov ÜÓcog xol 0 olvog 6 iv v
AO &yysío dı“ vo IIP coMjvog Eveydeis xol xgoOslg To
dıa tod TP OOo.
6—7 obrog ... &yysiov om. A,, add. A, 7 coAijvog:
f. cígovos 9 EußAndiv T: ixgin8iv AG 11 ucvsi b,
manebunt L: uevsı & 11—13 zv... cwAnvog in dubium
vocat Rochas p. 130 12 xopo1jer C, M: ywenjesı a BC, P eig
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 125
getroffen und ist der Hahn 4g geschlossen, so fliefst ein
Teil des Wassers, das wir etwa in das Gefäls «ß giefsen,
das heifst die Hälfte, durch die Röhre or in das Gefäls yo.
Die in das Gefüfs yd eingedrungene Flüssigkeit prefst die
5 gleiche Menge Luft durch die Röhre 79% in das Gefäls c£.
Diese Luft drängt die gleiche Menge Weins durch den
Heber Auv in das Gefäls £o. Wenn wir jetzt den
Hahn 49 Öffnen, strömt durch ihn sowohl das Wasser
aus, welches in das Gefäls «B geschüttet war, als auch
10 der Wein, der aus dem Gefüfse £o durch die Röhre zo
abfliefst.") So ist die Aufgabe gelöst. Die Gefüíse werden
nun wieder leer bleiben, wenn die Mischung ganz ab-
geflossen und die Luft durch die Röhre wo in dieselben
eingetreten ist.
15 XXV.
Wenn ein Gefäfs voll Wasser mit einer Ausflufs- Verwendung
" iN t des Hebers, um
röhre nebst zugehórigem Hahne versehen ist und einen Weinbe-
1 - 1 : s hälter in be-
eine auf dem Wasseı schwimmende Figur enthält, Ww m
so kann Wein (in die Figur) je nach der Quantität hältnisse zu
zs . * abgelassenem
30 des Wassers zuströmen, das wir durch das Ausfluís- wasser nachzu-
rohr dem Gefüíse entnehmen, also in einem gegebenen füllen. Fig. 26.
Verhültnisse zu dem abgelassenen Wasser.
Das Gefäfs mit Wasser sei «f (Fig. 26) mit einem ver-
schliefsbaren Ausflufsrohre y. Auf dem Wasser schwimme ein
1) Zusatz in b: “und sich mit dem durch vo kommenden
Wasser vermischt’.
om. T 16 ó0à BT 18 feóíov: f. (ayyslov, eis TO) Co0wov
19 &qetosüévr. BC: &gstüévvi a: (aquae) ablatae L 20 y&o
om. T
2 et pars L 3—4 ói& od oT (v P, v C in textu, c ead.
m. supra scr.) coijvog rovrsori to Yuıov tr.bL 6 08 mdAw bL
16 dev: sit L 17 éml vo ÜÓovog a: ro bdarıb 24 Eu-
PAn®:v inserui: om. bL
126 HP9NOX AAEEANAPEQ9Z IINETMATIKRN A.
18090 Asfhjvégiov ro zl &yov óg80iov owANve vov EZ
eis Eodıov Óisoxsvacu£vov: v0 Ó& vóv oivov £yov &y-
y&iov zagoxsía9c* x«l Zora vo HO, iv à xeumiAog
Gípov Zorn 6 KAM, oo ro ukv £v Gx£Aog évvóg &6vo
voU H® d&yysíov, vó Ó& E1800v éxvüg xci qégov sig
vov EZ coàAQve. £àv oov émozxacóoustü« did Tod M
xaraotoulov TOv olvov, HEVosı tig vóv EZ owAve,
&yoig Gv N ToU olvov émupávsw dj re &v v0. HO Qy-
yein xci 7 év và EZ coAi(vu Ent wig ebdelag yévm-
vC," yeyovéro Ö8 xorà vv NAEOII sóOsiav. xol
z«o& To II onusiov xgovvíoxog &vsoyüg &ovo 6 P.
u£you uiv ovv ToUrov o) dee Ó oivoc. ÜOvav Of &gé-
Acouev Óu.C Tod I'xgovvob ócovóuzorobv v0c0, xcr«-
Brioeraı v0 24 Asfhyvágiov, aov & x«l 6 EZ coAv,
Gors nv Tod olvov Erıpavsıav viv. OII taxsıvorsgav
yeveodeaı vio NE Enipaveiag' x«i dd TOÖTO TOZELVO-
TEOOV YEVNFEVTOS ToU EXTOG WEOOVS ToU OlpWvos,
dk ueraywonosı 6 oivog sig v0v EZ GcoAive« xal
dıc tod P x00vvoDd sig TO éxvóg Evsydmoerau' Kal vobro
Eoraı, bodHıg éàv ApsAmucda Out Tod I' x00VvVvoÖ VOR.
avaAoyov TO KrogovnPevr bdarı 6 oivog éxiggsiGar.
1 öodıov Ab: óg9óv A,GT 2 eis vó T 3 z«go-
relodw óoUóv T, * »otacroulov AG: „ara oroulov T: zaro
orouiov M 10 0$ AGhL: 67 T 11 Zoraı T 12 oiv
om. T 13 öoovönnoroöv Tb: ócovógzovt oov AG 20 éàv
ATb: à» G 21 f. &vdAoyov (oov) &zogovrjQév:, AG:
&nzogóv)évr, 'T
2 fdóiv vv. bL 5 gégov à: qtoévo bL 6—7 àv
... emijva om. bL 8 95 B . 12 ov om. bL — 146 a:
voóvo 0 bL 17 yevnüévrog à: yeyovóroc b. 19 Pom. BL
21 anoggverz b
ex
15
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 127
Kesselchen à mit einem senkrechten Rohre && in Form
einer Figur.) Daneben stehe das Gefäfs mit dem Weine.
Das sei 49. In diesem sei ein gekrümmter Heber «Au,
dessen einer Schen-
kel sich innerhalb,
dessen anderer da-
gegen aufserhalb
des Gefälses 49
befinde. Letzterer
gehe nach dem Roh-
re £$. Wenn wir
nun durch die un-
tere Mündung u
den Wein ansaugen,
so fliefst er in das
Rohr e$, bis die
Oberflüche des Wei-
7 nes im Gefälse 7%
und dem Rohre s&
in einer Ebene lie-
gen. Das sei nun
Fig. 26. in Höhe der Linie
v&on der Fall. Bei
Punkt z sei ein offenes Ausflufsróhrchen o angebracht. Bis
N
25 jetzt flefst nun der Wein nicht. Wenn wir aber durch den
30
Hahn y eine beliebige Quantität Wasser ablassen, so senkt
sich das Kesselchen à, mit ihm auch das Rohr ed. Die Folge
ist, dafs die Oberfläche des Weines oz niedriger wird als die
Fläche vé. Da infolgedessen auch der üufsere Heberschenkel
(bezw. dessen Mündung) niedriger zu liegen kommt, so
wird der Wein wieder nach dem Rohre s£ hinüberlaufen
und durch die Ausflulsröhre o nach aulsen strömen. Dieser
Vorgang wiederholt sich, so oft wir durch das Ausflufsrohr y
Wasser ablassen. Der Wein wird also in entsprechendem
1) Diese Figur ist aus praktischen Gründen in unserer
Zeichnung nicht zur Darstellung gebracht, wie sie auch fast
in allen handschriftlichen Zeichnungen fehlt.
180
128 HP$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
ita 0t 5 tod AB cyysíov f&oig moog viv vob HO
ayyelov Bácw vov ErıteyPevra Aóyov: xol obrac &ov«t
TO TooXEluEvoV.
XXVI.
'Eàv 0$ Bovíóus)9« éyyfovveg 0c sig vu &yysiov
rOUTO zQ0g Aóyov vOv oivov émiggsbGoL, | zoujcousv
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"Eovo y&o mzAw TO uiv &yov &yysiov TO vÓOQ TO
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íéxívo sigquévoig. ovußijosraı oov EußAndEevrog Tod
voarog eig ro AB Ayyelov uevecogitóusvov To zl Opaıplov
q«A&v vóv EZ o@Ajva, Bote adAıv ErLOEEELV TOV Olvov.
1 KL Mb: om. AG, del. T 5 68 om. id 6 róv om. T
zoujcousv BCG' TL: zoujcousv A 8 uiv om. A G, 9 08
(ante EZ) G, Tb: om. AG, L (solus Mutinens. aut [pro autem]
14 y AGT,: 6A LT, in codicum AGT figuris duae exstant
rotulae, quarum altera littera non significatur ^ f. &zoót0óc9o
17 nosuäoheı codd. 18 raüre à 19 8 A,Gb: B A,T
5 rı: zo D 6 Eruggedoa: effluere L (influere Mutinens,)
8 ro AB om. P 9 zóv oivov CPL: «ó vdng B 14 vgo-
yiAov voi I': zooy(Aov av à, * bL. 1€ 0 B 18 z&vvo vocà
(ra)ra P) tr. b 20 coàiiv« om. BL ézigoétew: effluat L
(defluat Mutinens.)
ex
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 129
Verhältnisse zu dem ausgelaufenen Wasser zustrómen.
Die Basis des Gefälses «ß stehe zu der von n% in einem
bestimmten Verhältnisse. Auf diese Weise wird die Auf-
gabe gelöst sein.
5 XXVI.
Wenn der Wein in einem bestimmten Verhält- Dieselbe Vor-
. r ENTE : i : richtung mit
nisse zu Wasser, das wir in ein Gefüís giefsen, ZU- geringer Än-
fliefsen soll, so kann man folgende Vorrichtung treffen. derung. Fig.27
Das Gefüís mit Wasser sei wiederum «f (Fig. 27),
10 das mit Wein 49. Die Röhre s£ befinde sich aber aulser-
Y halb des Ge-
; RE füfses «ß. In
E ——h diesem
x & Or schwimme
15 : | ein Ball 0,
| i von welchem
eine Schnur
über dieRolle
y (Fig.212)!)
geleitet und
an der Róhre
&$ befestigt
werde,sodals
sich die Röh-
RE 5 re in der
E = za Schwebe be-
| Ero en M ar qoe Alles
übrige sei
ebenso, wie
30 oben ange-
| Fig. 97. geben. Wird
nun das Was-
ser in das Gefäls «ß geschüttet, so ist die Folge, dafs der
Ball à sich hebt und die Röhre :£ sinken läfst und dafs
35 der Wein wieder zuströmt.
1) b: “über die Rollen c, « (Fig. 27).
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 9
|
i
N
|
|
|
|
|
|
|
Wi
i
ER
\
130 HP$9NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
XXVII.
Zvava,. Ó2 xoi CAAcG.
'H yàp éx Tod TI eqougíov ondorog dnodedood“n
dia Tod I' vooyíAov sig Eregov vooyuA(ÓLov TO 22 xci
éxütüfcOc did voUrov eig Tv KAM | Ouofhjvqv. ovu-
Prosa yoo wuerswgıkouevov Tod Gqougíov yoAGoO«L
tov KAM dtaßirnv xosuduevov éx Tg Ondorov, BOTE
z&Auv uelbovog yevqO9évrog Tod Eurog ox&kovg TOd oí-
qovog tóv oivov óésw did Tod M orouiov.
XXVIII.
Oi ài olpwvsg, oig yoßvraı sig vovg Zumenauovs,
xot Gxevitovvcu oUcOG.
"Eotwoav O90. mvi(Ósg yahrai HUTETETOOVEVUEVAL
viv Evrog Eripavsıav zog Eußoisae, Kadaneo «i TÜV
o0oeUAsov zuvbldsg, di ABIA, EZHO: éufoAsig 68
abreig Eotwoav &ouocroi ol KA, MN‘ ovvreronodo-
cvv ài zoóg CAANA«g ai mvbides did GWANvog vob
Cap. XXVII secundum Bb: Aövaraı de xol GAAog To
rOL0UTOV ye&véGoOoL.
'H yàg x voU A ogaıglov Gmágrog &moósÓícOo dic
vOv T, X vooyiov o)x sig vóv EZ coMjvo, AA sig vv
KAM cípove. ovußnoereı yàg ueveooiCouévov Tod Ggou-
olov yaläodaı rov KAM cipwva xoeu&usvov éx vijg Gmdg-
TOV, (Gore makıv uelfovos yeyovorog Tod éxvüóc oxélovo Tod
Gípovoc rov oivov ósiv dia roö IIP xoovvo9.
3 &moótóócQ« Coisl. 158: &zo0tÓfcOc a A rooyıklddıov A,:
zooglAıov A,GT 5 A,T: £z A.G 9 M: P Rochas p. 132
10 cap. XXVIII edidit J. G. Schneider Eclog. phys. I, 226—227
15 éufoisig AG, T,b: Zußorel G,T, 16 evr«ic: oro T
17—132, 1 dı& tod £oÓ£ owinvog T
10
M
5
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 131
XXVII.
Es ist noch eine andere Ausführung möglich.!) Noch eine an-
Man leite nämlich die von dem Balle à (Fig. 27) u r5 o
kommende Schnur über die Rolle y (Fig. 27a) nach
5 einer anderen kleinen Rolle o (Fig. 28),
und nachdem sie über diese gezogen ist,
binde man sie an den Heber xAu. Wenn
dann der Ball sich hebt, so ist die Folge,
dafs der Heber «Au, welcher an der
Schnur hängt, sich senkt. Wenn daher
der äufsere Heberschenkel wieder länger
geworden ist, so fliefst der Wein durch
die Mündung u?) aus.
XXVIII.
15 DieSiphone, welche man bei den Feuersbrünsten?) Die Feuer-
verwendet, richtet man folgendermalsen ein. te. a
Es seien «y Ó und e£49 zwei bronzene Stiefel (Kol-
benrohre, Büchsen), deren innere Oberflüche für einen
Kolben passend ausgedrechselt ist, wie die Stiefel (Büchsen)
:0 der Wasserorgeln. Die Kolben x4 und uv müssen luft-
dicht in die. Stiefel passen. Diese seien durch das an
beiden Enden offene Rohr 8008 in gegenseitige Verbindung
à 3—7 Man leite ... den Heber «Au = b 23—26: Man
binde nämlich die von der Kugel ö (Fig. 27) ausgehende Schnur,
35 nachdem man sie über die Rollen z und c (Fig. 27) geleitet,
nicht an die Röhre sf, sondern an den Heber xà (Fig. 28.)
1) Nach b: “Ein derartiger Versuch läfst sich noch auf
andere Weise ausführen'. -
2) b: “durch das Ausflufsrohr zo.
3) b: “zum Löschen der Feuersbrünste'.
11 zig vovg Zumenouoög à: síg vijv vàv Zunonoußv nard-
efsow b 14 zgóg a: eis b: ad L 15 é0pgovAíov b
|. 17—1382, 1 ói& vo9 Ó£of coAjvog tr. bL 18 óà om. L
21 da CP — 22 yàp om.P 26 IIP om. L
9*
118
132 HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIESN A.
Z04Z. ix 0i vov Exrog uso ci zv&(Osg Evrog Tod
EOAZ coA(vos éyévocuv &ccáoux zxooxsiueve, oic
eionteı Ev voig émávo, và II, P, Govs sig TO Éxvüg
vOv zvtiiov Kvolysodaı u£oog. éyévoc«v ÖE xol év
voig zvOuécuv ai zv£(ósg Tonuare GorQoyyUA« Ta 2,
T erınwouavvdusva Tvunavloıg éounorauévorg roig VD,
XD, dr óv zsogóvia OwhsfMajo8c EmrinexoAinueve ij
z90G|xexoLvouévo Toig zvO9uéc. vüv zv&i(ov và 2,
£2, Eyovra éx vüv (xgcv AwAvudtı« zQ0g TO TÀ TUU-
navıe unnerı éEéAxsoUOL & corOv. oi Ó&$ tufoAsig
iyévocgav DOHK cvugvij xcvóvi« WER TE 5, G, oig
EnıbevyvVodn x«vov 6 9),4 xwovusvog TEgl uiv TO
ué£Gov zeol zsgóvqv iv ‚A uEvovoav, megl Ó& Ta
zavövıa TE c, Q zegl zegóvog vàg ,B, ‚I. v0 0$ &OAZ
soANvı cvvverQijo)c Ersoog 6cA5v 0g0u0g 6 ,E,c eis
ÖiynAov ÓisGyLGuévog Kara TO S xci £yov và oungl-
sucra, Óv Ov Avanıza td Oyoóv, oic x«l &uzooottv
à 1—4 zx dt rv ixrüg usgv ... uégog — b 19—223:
22 x — b! m "n , x x ? A m
&n Oi TÖV Enrog usgOv wi mu&ldes moög và Evrög Tod
AROZ coAijvoc Eyerwoav Googie mooxslusvo, ole iv roig
qoÀxevruxOUc q'voqvioco. yivercı Eloayovra Hal é5dyovra Ev
abroig TO nveüue' xol Eorooev v& ll, P, Gore sig To Exrög
vOv nveldwv G&voíyscOot uégoc.
2 moonelueve AG: zt 906xEluEvo tl 8—9 o, o bL: o a
14 rag Voss. 19, b: ra a 17 v. supra p. 72, 4—14
8 mobiler a: mvi(üov b, pixidun L 11 u£c« 2i Xo
to uécov bL 12 u&v om. BL 18 uévovcav viv Ó tr. bL
14 0B8of bL 15 E ‚s: 9s L ut etiam p. 134, 7 in Ambro-
siano J 38 20 mooxsiueve B: 7LQOGYELLEVO. CP: (asserculos)
propositos L 21 gvonräecı B: pvoräocı CP
[2n
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 133
gesetzt. Aufserhalb der Stiefel, aber innerhalb des Rohres £o0£
sollen Klappenventile z und o, wie wir sie oben!) beschrie-
ben haben?) derart angebracht sein, dafs sie sich nach der
Auísenseite der Stiefel öffnen können. Die Stiefel sollen
5 auch auf dem Boden runde Löcher c und r haben, die mit
kleinen, geschliffenen Scheiben vg und 4 bedeckt werden.
Fig. 29.
Durch diese stecke man kleine Stifte o, c, die auf den
Boden der Stiefel gelótet oder festgenietet seien. An
ihren Enden seien die Stifte mit Hükchen oder Knópfen
10 versehen, dals die Scheiben sich nicht losreifsen können.
Mit den Kolben seien in der Mitte senkrechte Kolbenstangen
s und q verbunden; an diese schliefse sich wieder ein Quer-
balken 99,» an, welcher sich in der Mitte um einen fest-
sitzenden Bolzen à, an den Kolbenstangen c, q aber um die
1) Vgl. S. 77— 79.
2) Statt dessen b: “wie sie in den Blasebälgen der Kupfer-
schmiede angebracht werden, um die Luft ein- und auszuführen’.
182
134 HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKONN A.
sioyraı iv vÀ vemvvítovr. VÓcogQ Gyysío dıa vob
wenıhnusvov tig «Or0 Gégog. éàv oov ai sipquévo:
zví(üsg Hbv vij zQ0g «)TÀg xovcoxsvi) uA? GG» sic
A
et , - \ 7
vdarog &yysiov rd ,Z, H,OM x«l anAoveinsaı 6 A,A
xevov éx TÜV (xocov abrod TÜV A, ‚A EvahidE xıvov-
[4 \ M / 35 - ,
u£vov zeol viv ‚I zegóvqv, oi &uoAsig nadızwevoL
B
erdAldovoı did Tod „Es coAZQvog xci Tod M Enı-
éroezToU oToulov TO Oygóv: 6 yào MN éufoAsvg
Avaosıdusvog uiv Avolysı TO T voijue éxoctoou£vov ToV
XP rvuneviov, anonkeisı 62 v0 P doodpıov' xo9u&-
usvog Ö8 v0 uiv T anoxieieı, vo 08 P Avoiyaı, di oo
x«i TO VOmo éxOAuBóusvov Avanızderaı' v Ö8 are
ovußelvsı xci meot vv KA éufoAée. To uiv oov M
GoAqvéguov &vavsbov xci émwsÜov TOV É£xzxwvvGu0v
zQ0g TO Óo8&v Üwog zoisivot, oUxérL u£vroL ztQ0g TV
doFeisav émwroogniv, ei un 0Aov TO Üpyovov ézxiovo£-
qser«," Toro O2 Poadd xcl uoy05o0v zog vég x«c-
&z&LyoUGug xosíug Urndoye. Vv obv sÜxózog tig vOv
OoDévra Tózov Exnıröbntaı TO Dygóv, zoujcousv Tüv
‚Es eoAiv« cóvOsrov Kara TO wijxog éx Óvo cvvsoum-
gucuévov GAA(Aow, | @v 6 uiv sig Gvugvie &cro và
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uévov A,, corr. A,
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15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 135
Bolzen ß und , bewege. Mit dem Rohre 806€ stehe
ein anderes, vertikales Rohr (Steigrohr) ,;,5 durch eine
Öffnung in Verbindung, verzweige sich bei ‚s zu einem
Doppelarm und sei mit den luftdicht eingefügten Röhren
5 (&merismata, Rohrverschleifungen) versehen, vermittelst
welcher es die Flüssigkeit emportreibt, Röhren, wie wir
sie oben bei dem Gefälse zum Auftrieb von Wasser
mittels komprimierter Luft beschrieben haben.!) Wenn
nun die erwähnten Stiefel mitsamt der zugehörigen Aus-
10 rüstung in ein Gefäls Endw mit Wasser gestellt wer-
.den und der Querbalken 9y),« infolge der abwechselnden
Auf- und Abwärtsbewegung seiner Enden 9) und « um
den Stift à auf- und niedergeht, so treiben die Kolben,
falls sie niedergezogen werden, die Flüssigkeit durch das
15 Steigrohr s,s und die drehbare Mündung li hinaus. Denn
wird der Kolben uv aufgezogen, so öffnet er das Boden-
: ventil rz, indem die Scheibe yq sich hebt, verschliefst
aber das Klappenventil go. Wird er dagegen niedergezogen,
so schlie[st er v und öffnet o, durch welches auch das Wasser
20 hinausgeprelst und emporgetrieben wird. Dieselbe Wir-
kung bringt der Kolben x4 hervor. Das Röhrchen a
das bald aufgerichtet, bald niedergelegt wird, treibt nun
die Flüssigkeit bis zur gegebenen Hóhe empor, vermag
jedoch eine bestimmte Seitendrehung nur dann auszu-
25 führen, wenn zugleich der gesamte Apparat gedreht wird.
Das wäre aber bei dringenden Notfällen zu langwierig
und mühselig. Damit nun die Flüssigkeit ohne Schwie-
rigkeit nach dem bestimmten Punkte getrieben werden
kann, setze man das Steigrohr e,s der Länge nach aus
30 zwei luftdicht in einander geschliffenen Rohren zusammen,
1) Vgl. 8. 73.
16 xol 04ov bL (ró 04ov P, vó in corr.) 17 focóv aBC,
et tardum L: ooyv P 18 ömdeyoı B 19 zowjcousv à:
zovijcousv bL 20—21 ovveoungiousvav: connexis L
136 HP2NOZ AAESANAPEQ9Z IINETMATIKS$N A.
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vedovrog tod M 6 dvamısoudg yivsraı, modg dv dàv
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604Qv xoAvucruc zo0g TO un bad Tijg Tod vyooU Pag
duninteıw Tod Ógydvov: vaUra ÓÀ fovow youuosnói,
GvyxexoAAquéve. cróvq x«i mEgl xoíxov GTOEPOUEVE fregu-
xcíusvov TQ "vzx0XcTO OOAÍVL.
XXIX.
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n000EvEYFEVrOg Ó3 «vr movqoíov miveı werd wógov
x«l Bong, Bote Yavraolav zoitiv Oüue: Eorı Ói N
KETXOKEUN TOLKÜTN.
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Aoovvıoudrıov To I" Ev Ó& v AB yysío xoumiAog
Gípcov &6vo 1| wvınrög Óvcfhjvyg 6 AEZ, 00 ro &rsgov
Gx£Aog éxvO0g vzegeytvo ToU zv)uévog ToO Ayyeiov.
ozoxsío0c 0$ vooro oig oveyvy n HOKA Eyovoa
x«i cr» Öuolag xe«uzcvAov oípovc rov MNA ozo-
xcíG0c Óà vÀ Z ovouío yaın *? OII, ng 6 xcvàog
gepoévo eis viv HOKA Pdow aneywv &zó Tod zv8-
u£vog 800v Ddarı Öidopvoıw. To 0$ tod Endlov ccó-
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10
15
20
t5
e
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 137
von denen das eine (das innere) mit dem Rohre &£oó£, das
andere (üufsere) mit dem Doppelarm bei s verbunden sei.
Wenn dann das obere (üufsere) Rohr gedreht wird, indem
man , so lange niederlegt, kann der Auftrieb nach jedem
behebigen Punkte hin erfolgen. Das als Aufsatz dienende,
genau verschliffene Rohr muís auch mit Haken versehen
sein, damit es sich nicht infolge starken Wasserdruckes
vom Apparate losreilst. Diese Haken sollen die Form
des Buchstabens [| haben, mit dem oberen Rohre verlötet
und um einen Ring drehbar sein, der um das untere
(innere) Rohr liegt.
XXIX.
Stellt man an einem Punkte mit fliefsendem Der trinkende
Adler. Fig. 30.
Wasser die Figur eines Tieres aus Bronze oder
anderem Material dar und läfst ihm einen Becher reichen,
so schlürft es unter lautem Geräusch und erweckt so die
Vorstellung, als hätte es Durst. Die Einrichtung ist folgende.
Man denke sich einen Behälter «8 (Fig. 30), in welchen
ein Zuflufsröhrchen (Wasserspeier) y fliefsendes Wasser?)
laufen läfst. Der Behälter «8 enthalte einen gekrümmten
oder einen Kapselheber de$, dessen einer Schenkel aulsen
unter dem Boden des Behälters hervorrage. Unter diesen
stelle man eine luftdicht verschlossene Basis „9x4, die
ihrerseits gleichfalls mit einem gekrümmten Heber uvs
versehen ist. Unter die Mündung $£ setze man einen
Trichter oz, dessen Röhre (Schaft) in die Basis n9xA
führe und nur so weit vom Boden abstehe, als erforderlich
ist, um Wasser durchfliefsen zu lassen. Der Mund des
1) Es ist vorauszusetzen, dafs der Zuflufs unterbrochen
werden kann.
tubo inferiori circumpositus est L 11 eive (ante yaAxoöv)
om. b 12 «óvó BC: coóvoo P 12 cum quodam strepitu L
15 £orı om. bL 18 ro? (prius) om. P 23 Oidgovciw
eivaı b
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138 HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z£ IINETMATIKS$N A.
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foó(ov xovzrOg sig vv Bici: £6vo 0$ obrog 6 PZT.
ovußijoereı oov zAuoog6vrog Tod AB yysíov omzeo-
BAvoav v0 Oygóv Evsydivaı sig viv IIO xyówvqv xci
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&yysiov. zéAw ON nAnomdeions Tio écosog vmep-
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zÀ«4006sL TOV xtvoUutvov rTózov. ÜOr«v (gc zxQOGsvey-
xousv to P TO norieıov, ziereı ur (Meg Eriono-
usvov Avril Tod dEgog TO byoöv, üxoıs àv 43] Beoıs
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oo0évrog xsvobrai, x«i voor Eoreı Toig slomuévois.
a 138, 4—140, 5 ovußnoster ... morüovov — b 138,
16—140, 23: cvufijcsror ovv mÀqooOévrog Tod AB &yysiov
oztgDAócov TO ygov Eveydivar sig viv IIO yavnv nei
zA«oGcoi uiv dr cevrüo viv HOKA fáciw, nevöcaı Ób To
AB yysiov. sive Zugooyévrog uiv Tod oroulov ig qve,
ninowdelong de Tic Paosng OmtoDAocuv TO Vdwg dia rot
MNE oipwvos xevooss mv fow, Mg xsvovuivqg 6 ang
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avarcımgoöv. Ürov gc mgooeveyswusr vÀ P Gcrouío To
norngelov, nieraı uev Diog émiconousvov vri Tod d£gog TO
Oygóv, yog Gv 1) Pdoıs xevo Oi Tod QygoU. ah de ei
zÀ«oócousv T0 AB Gyysíov, và ev Eoreı Toig sipmuévoig.
15 AGb: có T relodo ab: ponatur L: f. aatelcd«n
3 xovzrüg AGT,b: xovzrwóg T, 11 «à T: vó AG
Pias: an Bons? cf. p. 136, 13 13—14 roö aß Ayyslov
zAnooQívros AG,: v0 aß &yysiov mAmooOiv G,T 14 f. xe-
voörcı x«i del. cf. lin. 26.
2—3 1 ... £o0tov om. bL 18 repleri L di’ ovrífjg
om. BL nv: vov B evacuari L
. DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 139
Tieres (der Schnabel des Adlers) sei bei go. Durch diesen
lege man eine Röhre, die versteckt durch einen Fufs oder
einen andern Körperteil des Tieres in die Basis gehe.
Das sei oor. Wenn nun der Behälter «ß gefüllt ist, so
5ist die Folge, dafs die Flüssigkeit (über den Heber de$)
Fig. 30.
übersprudelt, (sobald infolgedessen der Heber anfüngt zu
fliefsen,) in den Trichter zo läuft und!) die Basis q9x4
füllt, hingegen den Behälter «ß leert. Wenn nun die
Basis gefüllt ist?), so sprudelt das Wasser wieder (über
10 den Heber uv£) und leert durch diesen die Basis. Während .
diese Entleerung vor sich geht, füllt?) die Luft durch die
1) Zusatz in b: “durch diesen’.
2) Zusatz in b: “und die Trichteröffnung verschlossen ist’.
3) Nach b: ‘wird anfangen ... anzufüllen’.
140 HP9NOZ AAERANAPE29X IINEYMATIK9SN A.
m" 2
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Tic Pdoswg, TE00pPEENTAL TO zováoiov, £ovro OLX vijg
éxgócsoc tig did Tod MNE Owefhjvov xıvodusvov c.
ETITINTOVTOG voU vOÓ«rog «ovQ, Ev à dmoßAenovreg Ovav
xvwvijreu TO000L00UEV TO NTOTNELOV. 5
XXX.
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Ilavioxov Enıorgspousvov zívew To Cdov.
"Eoto yàg oTeyvn Paoıs navrodev y ABI'A óiu-
poayua Eyovoa' éxi 0$ víijg ép£O eg Epsordrw v0 Coov: 10
0? Ói& Tod GvÓuevog «oroO GoAjv £ovro 6 EZH.
éyévo Oi 5 fécug Ev émvrij xci xaumdAov Gípovo vov
OK. Ev vij xívo qoo, ob vó Ev oxéAog éxvog Omso-
EIETO ToU zv0uévog. Ói& Ö& TOD uécov Ówwgpocyuerog
xavn &ovo 9$ MN, ns 6 xcvAóg dasyero dad coU 15
zvb)uévog Boayv. Enıneioden 03 vij ABIT fios évéoa
Bécis 7 EO, Ep’ ng égsovávo Ilavíoxog 6 II P G&óviov
&yov v0 2 omsgéyov tig rd üvo u£oog tig Bdoews, o
iv’ ovv xor& Tov Ofovrea xotgóv, vovrtori xsvo sione Tijg
Bácsoe, mgosdynrei uahıv TO morngLov ue9* Vdarog, Eorw 20
did "ijs énQUcsoc Vic dia vo0 MNA Oro frjrow &yyeióv TL
xivOUpEVOY y 0 v0 éxgéov doo Omoüf£svow «ol ov erorod
cahıv TO 7t0T1QiOV GztozAWooO16srot.
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3 £. ct C&yyeiov). cf. lin. 21 9—10 D dıdpgayue dba».
cf. lin. 14 10 zo à: f. vt 18 &vo Rochas: zaro à
7 tod a: xol bL 10 gyovc« Hark ro uécov b L v B:
om. CP 12 àà xol bL nal om. bL 16 fice. om. bL
17 Baoıs fooysío bL 18 Éyov b: habens L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 141
Mündung o das entstehende Vakuum an. Wenn wir also
den Becher an o!) halten, so zieht das Tier mit Heftigkeit
statt der Luft die Flüssigkeit an und trinkt sie, bis die
Basis innen?) leer ist. Wenn aber der Behälter «f wiederum
5 gefüllt ist, so entleert er sich von neuem, und es wieder-
holen sich die erwühnten Vorgünge. Damit nun zu rechter
Zeit, d. h. wenn die Basis sich entleert, der Becher dar-
gereicht wird, so falle das Wasser bei seinem Ausflusse
durch den Heber uv& auf irgend einen Gegenstand und
10 setze ihn in Bewegung. Sobald wir diesen sich dann
bewegen sehen, reichen wir den Becher dar.
XXX.
Noch auf andere Weise kann man mit Hilfe Der trinkende
fliefsenden Wassers durch Umdrehung des jungen Ben) De
15 Pan?) das Tier trinken lassen.
Eine von allen Seiten luftdicht verschlossene Basis
«f y9 (Fig. 31) enthalte*) eine Querwand. Auf der Ober-
flüche stehe das Tier. Durch dessen Mund gehe eine
Röhre s$4. Im Innern der Basis enthalte die untere
20 Kammer einen gekrümmten Heber 4x4, dessen einer
Schenkel aufsen aus dem Boden hervorrage. Mitten durch
die Scheidewand gehe ein Trichter uv, dessen Röhre
(Schaft) fast bis auf den Boden reiche. Auf der Basis
«By liege eine andere?) Basis £o. Auf diese werde ein
25 junger Pan wo gesetzt und mit einer kleinen Achse c
à 4—11 Wenn aber... reichen wir den Becher dar —
b 27—33: Wenn wir den Behälter «ß wieder füllen, so wieder-
holen sich die erwähnten Vorgänge. Damit nun im richtigen
Augenblicke, d. h. bei Entleerung der Basis, von neuem der
30 Becher mit Wasser dargereicht wird, so werde infolge des
durch den Heber uv& erfolgenden Ausflusses ein Gefäls (Fig. 30)
in Bewegung gesetzt, welches das ausströmende Wasser auf-
fängt. Damit kann man dann auch den Becher wieder füllen.
1) Nach b: “an den Schnabel o'. 2) Zusatz in b: ‘von
der Flüssigkeit’. 3) Vgl. die Prolegomena $ 4. 4) Zusatz
in b: “in der Mitte". 5) Zusatz in b: “kleine.
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149 HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSN A.
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Gvpgvig x«l Gvvreronusvov «0vrQ To TO: nAıxoörog
ó0& £ovo 6 TT cov, Govs dnooroagpevrog tod Ila-
víoxou TO TO gucALov xEiodaı xcvi vv MN yóvqv
üneodvo ocyó. era dt viv MN góvqv émi tig
pécsog £oóvo quíiAvov TO KV ovvrsronusvov 17) BG,
év ©. qegéo9c TO émígovvov (ÓcQo TO f) rocobrov,
Bote zÀ£ov eivaı Tijg Óuà tod | OKA dıaßitov &zoo-
QUGsog. £veyOünjcsru,. Lou TO MOOEENUEVOV vygov Oud
Tác MN yów«yg sig To xévo uégog vijo ABI Paosws,
tod Ev «vij &égog yogobvrog did Tod EZH owAnjvos.
x«i del Eoraı mAnons "| Pdsıs Tod vygobD dıa To uel-
Cove give viv émígovoiv TTS dzogoUoscg. drav &oa
&zo6voégouev TOv Ilavioxov, TO TO gıdlıov nip
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Gvvrergijuévoy rij Paseı, ev © gegécOn To énígovrov 0óco
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17 TT: ipse L 21 gegeoteı CP
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 143
versehen, welche in den oberen Raum der Basis rage.
Mit der Achse sei eine Röhre zv verbunden, an deren
Ende eine nach der Röhre offene kleine Schale vg be-
festigt sei. Die Róhre zv sei so lang, daís die Schale vg
5 etwas oberhalb des Trichters uv zu liegen kommt, wenn
der kleine Pan gedreht wird.!) Gegenüber dem Trichter uv
Fig. 31.
stehe auf der Basis eine kleine Schale «4p, welche mit
der Basis (durch eine Röhre) in Verbindung steht. In
diese laufe ein solcher Wasserstrom o, dafs mehr zu-
10 strömt als durch den Heber 9%4 abfliefst. Die erwähnte
Flüssigkeit soll also durch den Trichter uv in die untere
Kammer der Basis «0 laufen, indem die darin ent-
haltene Luft durch die Röhre e&n entweicht. Die Basis
bleibt immer voll Wasser, weil der Zuflufs grófser ist als
.1) b: “wenn die Achse c infolge der Umdrehung des jungen
Pan ze sich mitdreht’.
144 HP$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
dıa toU TP coAivog sig &vsgov xog1os. vómov. UN-
HETL 00V émigofcovrog ToO ygoD sig TO Karo uépog
Tío 4BI íosog, 6 OK A Owhjvyo xsvoosu adrıiv,
Tod &égog elonintovrog did Tod EZH co&Aivog, Govt
zooGsveyOcvrog Tod mornolov zAw nieraı TO Coov.
XXXI.
Aövarcı 0$ xci CAÀog zívsww TO Cgov unte émio-
oQUrov Övrogs UOcrOG uirs KAAov TLiVOG Kıvolvrog TOv
IIevioxov.
"Eévo yég PBdoıs uiv 7 ABI: vó ài tod fo0(íov
oröuov &Gvo zgoóg TO E, xol dıa vrÀv Gvíovov Tod
CBov xci Tod ÓziGO(ov zo00g N rijg ovoüg &z0 tod E
Fig. 32a.
yeysvnuévov Ötbereı mv $5 imíoovow, Ars dia vo TT
owimvog sig vóv Eregov qog1osi vómov ig Báosog.
1 ro? om. T 10 uà» G, Tb: om. AG, 11 zo ABCG:
ro PT |
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 145
der Abflufs Wenn wir also den Pan!) umdrehen, so
kommt die Schale vg über den Trichter zu liegen und
füngt den Zuflufs o auf, der alsdann durch die Róhre zv
in den anderen (oberen) Raum der Basis geht. Wenn
5 nun die Flüssigkeit sich nicht mehr in die untere Kammer
der Basis «ßy0d ergiefst, so wird sie durch den Heber 9x4
entleert, indem die Luft durch die Röhre e&n einstrómt.
Und so wird das Tier wiederum trinken, wenn man ihm
den Becher reicht.
19, ^ XEXED
Man kann das Tier auch auf andere Weise ohne NEU
" : . irsch u. à.
fliefsendes Wasser trinken lassen und ohne dafs ein Fig. 32a und
andrer den Pan in Bewegung setzt. ae
Es sei aßyd (Fig. 32a und 32b) eine Basis.
Fig. 32b.
15 Der Mund des Tieres liege bei e; durch dessen Brust und
den hinteren Fuís oder den Schwanz lasse man von dem
1) Zusatz in b: “zo mitsamt der Achse 0°.
3 diaßnens ócov bL 5 bibit L 8 t0«vog CP: roö
vOorog B 10 £oó6ov a: &oov b 19 x«i: aut L
Heronis op. vol. Il. ed. Schmidt. 10
146 HP9NOZ AAESANAPERZ INETMATIKRN A.
oröuatos Óu.c9c0 coAQv 0 EZH YEowv sig To Evrög
vio Baoswg, x«l vetsíong dxıyyrov tig Biosog TETOV-
zmío9o ó EZH coAQv 6 did Tod toov AsmvQ xai
Óvco)sop6ro rovajuatı 5r E xsuuévo zog Óvwwhnivuv
vÓ H oroulo. àv oov vig zÀmoóog vov EZH
OLe(hjvmv VOc«rog dLd TIvog uevepov GoASQvog, ob TO
üxoov nodoxrsıra oO! E, uevei zANous vbarog 0 EZH
dıießitns dıa To ££ [oov xEiodeı và GrÓuwu« cOrOD.
Ür«v ovv zQgocsvéyxousv vQ E Gvouí(o To zoTigLov
x«i Bozxvuc9j Tı utgog roO ovouíov, Ovußijocra roO
EZH Oiwfhjvov vó zgóg to H xóàAov usifov yevsodaı.
x«i did Todro Eniondostaı TO Oyoóv: To Ó2 ÉmiozmO-
uevov peoeraı eis mv ABI Paow. ox avayan O8
vv ABI Pdow orTeyvoöv émi Tadıng Tíijo xocvo-
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usvog xal éxróg Anymv tig xgovvóv róv H »Asıdiov Eyovre
To xeAovusvov nap& roig moAhoig Eruıroviov. OTev ovv coU
EZH coMjvog dıanepoayusvov Ovvog To HAsıdlo ANEW-
Gouev abrov Ddarog dia TIvog Ywvıdlov xerà TNg Ocysog
tod fo0íov xeıutvov Tod OK, ira diepodsnusv Kopaaög
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TOv TOU 4cviÓtov xcvÀóv sig TO pur Övvaodaı Goo TTaQELO-
aydivaı sig Tüv EZH coAQvea, moocsveyOfvrog uiv voU
nornolov và E oröuarı od £oov, &vogpoeyévrog Óà vo0 H
xgovvoi xol Gg&cuívov ósiv ToU ygoÜU ovvemiondoeran Ó
owAnv ÓL.à vo) E crouíov xoi TO Ev rà movrqoío Öyoov, xol
Oófe. mívew To fov. ox &váyxm Ó Evraüde mv ABI'A
Bacıv Greyvobv.
,,l vó AG: «& T 4—5 t f. vovzijuotu to O, wsuivov
(66 icov av) mgüg và E (xol) vó H cvoutov (vox d1eßnenv.
ex lin. 6 irrepsit) 4. 6 vo G, T: 70, AG, 42a: 90M
5 etp T 7 và T: ro AG € codd.: f. O, 0 uev& civ;
10
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 147
Munde e aus eine Röhre e&n gehen, welche in das Innere
der Basis führt (Fig. 32a). Sobald letztere feststeht,
bohre man in die Röhre s£$4, die durch das Tier geht,
ein feines, schwer erkennbares Loch 2. Die Heber-
5 mündungen bei e und n müssen aber in gleicher Höhe
liegen. Wenn man nun den Heber e&n durch eine empor-
gehobene Röhre, deren Ende auf $ gesetzt wird, mit
Wasser füllt (und darauf $9 wieder verschliefst), so bleibt
der Heber &&n voll Wasser, weil seine Öffnungen auf
10 gleichem Niveau liegen. Hált man dann den Becher an die
Öffnung e und taucht einen Teil der Mündung ein, so ist die
Folge, dafs der Heberarm bei n länger wird. Und deshalb
zieht er die Flüssigkeit an. Ist sie einmal angezogen, so
läuft sie in die Basis «ßyd. Bei dieser Vorrichtung ist
15 es indessen nicht nötig, die Basis aßyd zu verschliefsen.
à 1—15 welche ... verschliefsen — b 16—28 (Fig. 32b):
welche durch das Innere der Basis geht und aulsen in ein
Ausflufsrohr n mit einem Verschlusse endigt, den man gewöhn-
lich Hahn (Epitonion) nennt. Wenn wir nun die Röhre e£
20 durch den Hahn verschliefsen, sie durch ein auf dem Rücken
des Tieres angebrachtes Trichterchen ?'« füllen, dann die Röhre
des Trichterchens dicht verstopfen, daís in die Röhre e£: keine
Luft eingeführt werden kann, den Becher an den Mund e des
Tieres halten und den Hahn n öffnen, so zieht die Röhre
235 durch die Mündung s auch die Flüssigkeit in dem Becher mit
an, sobald die Flüssigkeit einmal in Flufs gekommen ist. Und
es gewinnt den Anschein, als trinke das Tier. Hierbei braucht
man jedoch die Basis «ßyö nicht zu verschliefsen.
Éyyvow ztdAw &zeoveyvoct)o uevel Scripsi: uéver à 1110
T: zo AG 13 d& om. G
1.ez-th.f. L 17 ó owAnv B 18 éxvóg BL: &vrog CP
Anyov B: Anyov CP: (tubum) habentem L 20 EZH scripsi:
e£ bL dianepoayutvov CP zAnoócousv CP: zAnoóco-
pev B 21—22 xovr& ... foÓíov om. P 23 zo om. B
25 € CP: om. BL &vogooyévrog scripsi: &zogoocyévvog bL
27 € CP: om. BL 28 -a-b-c-d- L: «y b (in C post y
una littera erasa)
x 10%
148 HP9NOX AAESANAPEQ9Z IINETMATIK9N A. |
XXXII.
15 Ev rois Alyvariov isgoig zog voig TROROTEOL
TQoyol yaarsoı émiGTQezTOl Yivovraı z0g TO TOUgG
siospyou£vovg émioTQéqsuv ebvovg Óiux TO Ooxeiv vOv
qy«Axov Gyv(tsuv' Eorı Ó& xol TEOLEORVTNOL« Moog TO 5
Eig. 99.
vovg clotoyouévovg zsguoocívscOcu.. Ófcov oov &crO
nroNocı, WOTE éxiGvooqpévrog Tod vgoyob UOcQ EE «roO
émigoésuv elg TO (pg Elonreı zegugooiveatrou.
"Eovo ónmic)sv vig ze«g«covíÓog xgvzrO0v &yyeiov
VO«rog TO ABI vevogucvov Tov wvdusve và E10
voNUCTL —OzOxexoAANoU0 Uno TOv zvOu£cvo «vA(0xoc
e
ö ZHOK £yov xci «rog TQUzqu« Herd TO Ev TO
à 148, 11—150, 12 omoxexoAlgo8o ... Dong Qvo
— b 148, 14—150, 29: ómoxexoll cOc Ó' Uno vróv zxvO-
uéva cevAoxog 6 HZOK Pfyov xol e)r0c roUmmu« TÓ 215
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 149
XXXII.
In den Tempeln der Ägypter stehen in den Vor- Das ägyptische
hallen drehbare Rüder aus Bronze, damit die Besucher cba E
des Tempels sie drehen, weil man glaubt, dafs das "24 99».
5 Kupfer eine reinigende Wirkung ausübe. Dazu gehören
auch Weihbecken, die zum Besprengen der Eintretenden
dienen. Es sei nun die Aufgabe, eine derartige Ein-
richtung zu treffen, dafs infolge der Umdrehung des Rades
das Weihwasser, wie gesagt, zum Besprengen herausfliefst.
10 Hinter dem Pfeiler stehe versteckt ein Gefäls mit
Wasser «fy0 (Fig. 33), in dessen Boden das Loch .e ge-
CU ZZ
x
Sa
A d zi
SS d
7 NEE ;
Fig. 93a. Fig. 33b.
bohrt sei. Unten an den Boden lóte man ein kleines
Rohr &n%x. Dieses sei gegenüber dem Bodenloche gleich-
. 9 Alyvzsí(o» AGT,: Alyumzioıs T, bL 3 ylvovaaı G,T:
yiveraı AG, 11 f. cà" » ozó. cf. lin. 14
4 óià cO ‚soneiv: ut (= orte?) videatur L 5 £t Ö&
«X«L a: sich y&o b: sunt autem et L ztouQoovvyoio, b
6 ÖLegyowevovs CP torw aBCL: Eoraı P 8 megipgai-
veodaı og elonraı tr. b 10 $0«vog mAijosg bL 11 rovz1j-
por. BC, in textu, corr. C, mg.
150 HP9NOX AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
zvO9uévi. coijuc* évróg Ób voUrov Eregog «UvA(Gxog
ö AM x«và uiv TO A uégog zQoGxsxoAAmuévog TO
ZHOK, xovà Ö8 vó E voüu« xci abrog volue &yov
v0 Il: ustatd Ó$ vOv sigquévov Óvo «vA(oxcov ErEoodg
iéov.v 6 INEOP cvveounoicuévog duporeooıg xoi &yov
voiju« x«r& tb E tofua v0 2. xevaAA(AOv oov Tov-
TOv av rQqUucTOv Óvrov, é&v Eyyen vug eig v0 ABIA
&yysiov V0c9, i£o HEV0Eı did Tod AM wbAloxov' é&v
ót émióroépouev vóv NZOP evA(Gxov, óg zoegeAAdEot
r0 2 voijuw, obrerı QeUGst. vysyovévo ovv Ó vQoyog
ovupvns to NXOP a«oA(oxo, GOTE ÉmwioTQsgoutvov
«roD zÀsovéxig TO UÓcQ ÓOsUGcL.
xorü TO u£goc, x«9' 0 xol r0 E teunnud ic: tod ABI'A
ayyeiov' Evrög Óà melıv Todtov Eregog eUA(óxog 6 AM
xor& piv TO A uígog mgocxexolÀmuévog tn ZHOK, xara
0$ và E, Z2 ronuare xol c)r0g roljua Eyav To II usrabo
óà cÀv sioquévov Ó$0o wvllorwv trspog Eorm 6 NAXOP
Gvvssungiousvog Gqgorégorg xal £yov Hark To E ronua xol
autos T0 T. del dt vosiv vràg TÜV cvowo)0rov avAlorwv
enıpavelag mzávvg Epianreodeı GAMjAov, vijv ve vou HZOK
xo(Àmv vije tod NXOP wvovijo xol viv vo NZOP xollnv
rijs tod AM xvgvijg. voUrQv ovv oUrac xoTEGxEvOGuÉVOY
x«i Tod INE OP odAcxov mégueGtQeupEvov, Gore 70 T cvoijuc
ui) sive, ünd vó £X, dàv eyyen "wg (ÓcQ eig và ABI'A
&yyttov, o0 óevoz ài To nage Moog To ronuare TOV
avklorwv' éxv Ói organ vv NEOP, Gore v& voluere
npe yeviodaı, HeVosı dia tod AM wvAloxov. dei ovv
Tov Toogov snupun ylveodaı và NZOP Meno, Govt émi-
Gr9spouévov «Tod mÀsovéxig TO ÜOcpo HEvoeL.
2 f. (fero? và 3 x«l ewbrüg voijuc om. G,, add. G,
&yov T 7 övrov AG,: om. G,: aörav T 9 Hzwtoé-
goutv T
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 151
falls mit einem Loche (Fig. 33a) versehen;' Innerhalb
dieses Rohres liege ein anderes kleines Rohr Au (Fig. 33),
welches bei A an £5 9x angelótet und gegenüber e?) eben-
falls mit einem Loche z (Fig. 33a) versehen ist. Mitten
5 zwischen den zwei erwähnten Rohren sei ein anderes v£ogo
(Fig. 33) mit beiden luftdicht verschliffen und?) mit einem
Loche o*) (Fig. 33a) gegenüber & ausgestattet. Wenn nun
diese Lócher einander gegenüber liegen und man in das
Gefäls «8 y 0 Wasser gielst, so fliefst es durch die Röhre Au
10 aus. Wenn wir aber die Röhre v$og so drehen, daís
sich das Loch c (Fig. 33a) verschiebt, so hört sie auf
zu flefsen. Das Rad sei mit dem Rohre v$0o verbunden,
so dafs das Wasser bei wiederholter Drehung abflielst.
à 7—13 Wenn nun ... abfliefst = b 14—25: Es ist aber
15 darauf zu achten, dafs die Oberflächen solcher Rohre sich
überall scharf an einander legen, die innere Rundung von n&#x
auf die äulsere v£oo und die innere v&oe auf die àufsere Au.
Hat man nun bei solchen Vorrichtungen das Rohr véoo so
umgedreht, dafs das Loch z (Fig. 33b) nicht unter c liegt, so
20 strömt das Wasser, das man etwa in das Gefäls «y giefst,
nicht aus, weil sich die Lócher der Róhren nicht entsprechen.
Wenn man aber v£oo so umdreht, dafs die Löcher unter ein-
ander zu liegen kommen, fliefst es durch die Röhre Au aus.
Das Rad muís mit dem Rohre v&oo verbunden werden, so dafs
25 das Wasser bei wiederholter Drehung abfliefst.
1) b: ‘sei mit einem Loche c auf der Seite versehen, auf
welcher das Loch s des Gefälses «ßyö liegt’ (Fig. 33b).
2) b: “gegenüber den Löchern se und 0’ (Fig. 33b).
3) Zusatz in b: 'gleichfalls'.
4) b: ‘’ (Fig. 33b).
16 rorjuare CP: revanuare« B 19 T scripsi, -t- L
(secundum Ambros. G 78 inf. et Monac. gr. 431, -s- sec. Taurin.
H II 27 et Ambros. J 38): © b. cf. lin. 23 21—22 xoL nv
. *vorijg om. L 23 m&guovoeuuérvov B 26 sim autem
quispiam (= rıs) verterit. L
186
159 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKQSN A.
XXXIII.
"Ayysíov óvrog évóg, éu(Asiv did Tod ovóucvog
abrod olvcov nmAslova yEvn x«i Óu& TOD coro xgovvoo
Aaußdvsıv Eraorov «vüv, 0 idv vig TOOKLENTEL, GGTE
zmAeióvov EußaAdvrav vovg olvovg Ex«orov Tov iÓiov
Offect9«. x«rà uégog, 0cog éàv N 6 dp éxdcorov Eu-
pAn9 eic.
"Eevo &yysiov oreyvov TO ABI'A4 Ówxsgoeyuévov
vov rocynAov TO EZ ÓOwgotyuerw Ovwzigody9co de
x«l TO 0Aov Ayyeiov sig yoo«g Tooadrag, 000vg (jovAÓ-
usQ9« xcl rovg olvovg sivow nal Eoro | dıapodyuare
à HO, KA, G6ve yivsodaı yoocg roeig rag M, N, &,
eis üs EußAmdrjoere 6 oivog. evgáo9o Óà vb EZ
Óucqooyue nad Exdornv yogav Asmroig vrQvzwNuotioug:
x«i &oro Tà Tovmqucruu T& O, II, P: éx Ób tÓv
O, Il, P rovanueriov coAqvágux &vovswéro ra II,
OT, PT sig vóv rocynAov Tod &yys(ov Gvvvevoquéve
«TQ: z«gc Ós £xaGrov GoAqvéágiov vovzwutux £oTO
Aexrà iv và EZ Ötagpodyuerı Nduosıdn, di àv To
$yo0v sig víg 1W00g yogQocst. Hrav oov BovAmucde«
a 2—7 '"Ayyslov Ovrog ... &ußindeis = b 292—926:
? / Pd my , - \ m , 7 m ,
Ayysiov ovrog &vóg, Eußakeiv dia Tod crvÓuorog aürod mAsLova
yevn vygàv xol dıc Tod aurod xgovvoi Aaußdveıv Execrov
airöv, O0 Qv Tig moomoijtai, duryeg vÀv Aoımöv, GGrs mÀsL-
óvov gufeAóvrov géíg' simsiv olvovg Ötapögovg Exocrov róv
idıov desaodaı x«rà uégoc, Ocog &v EußAndYelg 0g Exéovov.
5 ZußeAövrov AG: EußaAlövrov T 6 000g, c ex v corr, T
£à» (sc) G f öp’ 8 ÓLeztqoceyu£vov T 10 Bovió-
pego T 15 rovanudte A (ux in litura), BCG: vrovzsjuocvo T
16 &vovswwévo AG: &vorswícQo T 18 Tevanua A 19
iduosıöj AG Tmg.: loduosıd7) T: correxi ex Par. 2512
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 153
XXXIII.
Durch die Mündung eines einzigen Gefälses sind Ein Automat
mehrere Weinsorten Y) einzugiefsen und jede beliebige Mad e
durch denselben Hahn abzuziehen." Wenn daher Weinsorten aus
5 mehrere Personen die Weine?) hineingiefsen, zieht fáíse. Fig. 34a
der Reihe nach jede ihren eigenen Wein in der von ee
ihr hineingegossenen Quantität ab.
Ein luftdicht verschlossenes Gefüfs «ßy6 (Fig. 34a) sei
im Halse durch die Scheidewand sf verschlossen. Das
10 ganze Gefäls ist in so viel Räume (Kammern) abzuteilen,
als es Weine enthalten soll. Die Scheidewände seien 4€
und xà, so dafs sich drei Kammern u, v, 5$ bilden, in
welche der Wein gethan wird.*) In die Scheidewand s£
seien gegenüber jeder Kammer kleine Löcher gebohrt.
15 Das seien o, v, og; von ihnen mögen kleine Röhren z6,
or, ov in den Hals des Gefüíses aufsteigen und nach dem
Halse hin offen stehen. Neben jedem Röhrchen sind in der
Scheidewand e£ kleine, siebartige Löcher anzubringen, durch
welche die Flüssigkeit in die Kammern geht.?) Wollen
1) Nach b: “mehrere Arten von Flüssigkeiten’.
2) Zusatz in b: “ohne dafs sie mit den andern vermischt ist.
3) b: ‘z. B. verschiedene Weine’.
4) Nach b: “die Weine gethan werden’.
5) Nach b: “jede Flüssigkeit in die für sie bestimmte
Kammer geht’.
8 -a-b.c-d- L: egy b 11 dıdpoayua P 13 Zußin-
djcovzeu ob oivor bL xci v0 BL 15 ono a: zoo bL
15—16 £x.... P om. BL 16 one à: zoo CP &vocet-
véto: &vovtwécQ o B: Avareiveraı CP: erigantur L IROT
(-0-t- L): om. B: or CP 17—18 síg vv vocymAov ... aöro
A: OVvrstonusva To Tocjy0Ao tod dyyelov bL 19 Nduoeıöj:
toduosıdn b 19—20 di’ ov ... yagrosı: Óv óv ywonoeı
f£waGrov tÀv OyogÀv eig qv olnelav yooav bL 26 öp’ BC:
2-43
ép! P: ab L
154 HP92NOZ AAEZANAPERZ IINETMATIK9SN A.
iyyéewv. Eaaotov oivov, xovaAwwVóust« roig baxtvAoıg
r& &, T, T xci éyyéousv vóv oivov Ói& Tod D rou-
/ T " M ? , , / / \ \
AnAov' obrog Ó& Eis ov0tuíav ycg«v yognosu dla TO
Fig. 34a.
ENSE / \ ? - , 9 f er 5
un Eysıv Óué&oÓov vOv Ev voig qOgoig RER. Ovav ovv
&vécousv Ev vOv Z2, T, T OÓiwvyíiov, 6 £v iM xav 5
£xtivo yoo« NE éxycoonosu did Tod q9uoD Tod oivov
a 154, 4—162, 3 Orav ovv dviomuev ... vóv B
xgovvóv — b 154, 8—162, 14 Ore dt Avnoousv tv TÜV
Z, T, T dıavylov, 6 £v vij xov ixeivo wog ME Enxwonosı
din vOÜ voLo?TrOV dıavylov, Tod olvov sig viv yogav Eu- 10
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 155
wir nun den einzelnen Wein eingiefsen, so halten wir die
Öffnungen c, r, v mit den Bine zu und lassen durch
den Hals @ den Wein einlaufen. Dieser tritt aber in
Fig. 34b.
keine Kammer ein, weil die in den Kammern enthaltene
5 Luft keinen Ausweg hat. Lassen wir nun eins der Luft-
lócher c, r, v los, so entweicht die Luft, welche sich in
2 f. «à Z, T, T (Qwibyte) FILES AGT,: &yyvoouev T,
3 ro om. T 5,0 T: om. AG 6 10100 Par. 2512: iuo$
ÀG,: icQ)o9 G,: toduod T, idem yo. (9'uoo
2 éyyéousv: Eyyeodusv b
18
-1
156 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKR2N A.
eig viv xyOo«v Eunintovrog. zAw xeveAcupovóusvor
TO dıadyıov, &AÀo Óuoíog Avnioousv xci éufoeAoUusv
&vegov oivov, siv« é£ijg voUg AouxroUc, 8601 Ev dou
ot te olvor x«l ei Ev v ABI yysíp icomAmQeig
qGoct. ÓOstóus8c ÖE Exaorov cbrOv xcvi uígog Oi
ToU KÜTOd xgovvoD oUroOg. Ev TO zvOucvi voO A BI
&yysíov EE Endorng qOgeg GoA6Qvsg EoTwonv éx uiv
víc M ó XP, ix 0b tig N 6 £g, éx 0b is 5 Ó
Q9): và Ób xoc «ovv và W, 5, 9) cvovrerQnoto
évéoo oWAivı và '"DPo9y, 4 Gxéyovva dm GAMAGV, xal
édéveyvoc0coG«v sig To Evrog Tod WAY 4. Ereoog O8
GoAQv <EoTw)> ovvsounoıousvog 6 ‚BI và '"Ug9y A,
ETEOTOUWUEVOG UEV xar& TO Evrög uEgog v0 ‚I, tor-
ucro Ó& £yov x«v& và *U, c, 9», BOoTE ErLoTgEpouEvov |
tod .B,I'cGoAivog và Ev «ovd ToNuaTe zogeyuwóusvo
z«g Eraorov vOv *U,c,9y rouucvov Ó£ysaOnu vov Ev
nintovrog dic Tod iv cvi TOuotidoÜg ronuarlov. mw
xeveleuBávovrec T0 diavyıov, GÀÀo önolag &vicousv xal
eußaAoönev Eregov olvov, elta SUIS TOUG Aoimovie, 000: i&v
wow ot Te oivou zul oí iv rn ABI ayyelo icon An tic
qoot. —OcbOusüc 0i fxecrov cUrÓv Krk uéoog dıa ToU
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«Ur0U xgovvoU ovrog. &v TO mzvOuévi Tod ABI'A Gyysiov
2% e / , M a ? M m c
é$ Endorng ywoag GoA(vsg £ovoooav £x uev vio M 0o XD,
ix de vio N 6 Sig, ix de rio EM Ó 99). «cà de Üxge
corQv rà P, c, 9) cvvrevQnoOo Eregw coMjvi v) I 4 B
évróg Ó& vovrov Tod GcoM,vog Eregog Eorw cvvsoumnouwcuévog
QUrG ‚engıPs ó I'A ronuare Eywv xorà rà P, 5, 92,
WoTE ERIOTgEDOuEvoV tod [A owAivog rà Ev euro roro
magayırdusva rag Eraorov vOv "P, c, 9) vomudrov Öeye-
1 érfoav zagav A,GT 2 r0 AG: om. T &vijcopev
Scripsi; cf. lin. 18: &vécopuEv a — 3 ocv om. G 4 oí G,T:
om. AG, 8 qv G: vy AT, 9 69 T: ga AG aso
T: ys4 AG 10 ys9y,x T, mg.: psıa AGT, f. (goego»
M
9
[52]
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 157
dem ihm gegenüberliegenden Raume befindet, ') während der
Wein durch das Sieb in die Kammer dringt.) Dann halten
wir dieses Luftloch wieder zu, öffnen ein anderes in
gleicher Weise und giefsen einen andern Wein ein, darauf
5 der Reihe nach die übrigen, je nach der Zahl der Weine
und der gleich grofsen, in dem Gefälse «à befindlichen
Rüume. Jeden einzelnen von ihnen kónnen wir ab-
wechselnd auf folgende Weise durch dasselbe Ausflufsrohr
abziehen. Am Boden des Gefáüíses «y 0 mögen aus jeder
10 Kammer Röhren laufen, „w aus u, oc aus v, 62) aus £.
Ihre Enden wy, c, 9) sollen in ein anderes Rohr «ps9, «
(Fig. 34a) münden, mit geringem Abstande von einander,
und sie seien in «/52),« eingelótet. Wieder ein anderes
Rohr |f y sei in v 29) « eingepalst (eingeschliffen), an dem
15 inneren Ende , geschlossen und qw, c, 9) gegenüber mit
Löchern versehen, so daís bei einer Drehung des Rohres
‚B,y seine Löcher (nach einander) neben (= unter) jede
der Öffnungen ip, c, 9) zu liegen kommen, den in dem
a 157, 11—163, 5 Ihre Enden ... bewirken = b 157, 20
20 —163, 16: Ihre Enden v, c, & sollen in ein anderes Rohr
y c B (Fig. 34b) münden. Innerhalb dieses Rohres befinde
sich wieder ein anderes, genau eingeschliffenes Rohr y,9 mit
Löchern, welche mit 4p, 5, 25 korrespondieren, so dafs bei einer
Drehung des Rohres y ó seine Löcher neben (= unter) die
25 Löcher 9, €, 9) zu liegen kommen, den in dem einzelnen
1) Zusatz in b: “durch dieses (freigewordene) Luftloch’.
2) Nach b: “während der Wein in die Kammer durch die
darin befindliche siebartige Bohrung dringt’.
dreyovie 11 vsÀ,« a: corr. Haasius 12 (foro inserui;
cf. lin. 26 — «$9 « T: ye2 « AG 14 as 9y T, (dvoyiae
praeponit T, mg.): övoyile wsiı AG, (= fws210,) 15 fy
G,: Övoyıklov reroyıalov AG, (= y): By T 16 ys9 T,:
vsÀ AGT, &v om. T,, add. T,
17 nN9uosıdodg scripsi: lodwosudodg b zw: consimi-
liter L 19—20 elta ... oivoı om. P 20 &yyeío om. L
26 ö Ersoog B
158 HP9NOZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN A.
ExdoTN 4000 oivov x«i sig TO Exrog anodıdovaı dıd
tod éxvóg oroulov tod ,B,I'coA«voc. to oov BT
coAijv. Gvugpvije Eorw odngodg ÖßeAlorog 6 „I ,E' xai
x«r& uiv v0 ,E u£oog <Paoog)> éx uoAißdov zoooxs-
xoAANGOc r0 ,E, xcvà 0i To „I msgórvo ciómo& m" 5
‚I,s Pyovéa ix voU uéGov zQocxexoAAquévov quiALov
T0 ,g và xoiA« sig TO (vc ué£oog éyov. £ovo ÓÉ vig
x«l x&Gvog xoiAog xóAovooc, ot Ó uiv us(&ov xóxAog
&cvo 6 ,Z, 6 0$ éAdocov 6 ,O, di ob xci Ss
z&egóvm Ówsoy£o9c. yeyoverw Ó2 Aal Gqetoíe« woAıßd 10
&vvioc Toig ueyEdeoı voccUra OÜccu elol xci el M, N,
qG0oct. Ev oov TO £A«GGov TÜV Gqouoíov imu Ousv
to ,Z,O0 gyıckio, xe«veaoijowxv Eis TO x&vo WEOOS
EVENINOETAL, Üyoıs &v wevon Tijg Tod xWvov xoAoUgov
xolAng Eripavsiag, x«i émwoToéweu, vov ‚BI owAiva,
je
Q
oda 0v iv E£xáovm qoe olvov xol sig TO Euntög &mididóvet
dı& Tod ixróg crouíov tod TA coAávos. và ov TA
Gov. cvpvijc &cro ciÓmooüg ÖßeAlonog 0 E JS' nal xe
piv T0 ,S uégoc Pdoog woAlßdov mpocxexoliijsdo vo Z
Íxevóv Groégenv. rv IA ooMjva, xerü de TO ,E neoovn 90
ae n ,H,9 !yovoa iv và uéco mtgoGxexoAqu£vov pıdkıov
3 \ w , \ » , 2r , M
ro M ra xoiÀa tig TO vo uégog tqov. yeyoverw Ó&
B
xcL Ggeioíov uoAißdıvov to M zoÀÀQ PBaovregov üv Tod Z
3$ ^ ^
Bdoovg. Ovev ovv zgooigouste Ómoiov IN rıva vOv Eußin-
Oévvov olvav iv vQ ABTA Aafeiv Gyysío, mávrov vüv Ev 25
To dıapgdyuarı Tobrov OvrOV TQqucríov dLamepoayusvov
3 06 T,: 99) AG: 9O T, LET: 9) AGT, «f«-
009) inserui; cf lin. 19 5 €: n ed. Paris. ut etiam p. 160,
5. 11. 162, 1 sıuöned om. A,, add. À mg. 6 ad gudAtov in
À margo hoc. habet scholion: oiueı, ro cbró Aéyet gıdlıov xal
XOvOv 7 &xov AG: Éyov T 1—8 f. £evo 08 (T& noild)
zig [xol] xGvog 9 ,9 A,G: m A,T 10 woiıß& AT, (-ó- T):
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 159
einzelnen Raume enthaltenen Wein aufnehmen und ver-
mittelst der äulseren Mündung des Rohres |f y nach aufsen
leiten. Mit dem Rohre f y sei nun ein eiserner Spiels ‚de
verbunden. Bei ‚ sei ein Bleigewicht , angelötet, bei
5 Ó ein eiserner Stift Ó c; mitten an diesen ist eine kleine
Schale s gelötet, deren Innenseite nach oben liegt
(Fig. 34a).!) Diese bilde eine Art hohlen Kegelstumpf,
dessen grölsere Grundfläche $, dessen kleinere 9 sei.
Durch diese gehe auch der Stift ds hindurch. Man
10 stelle auch kleine Bleikugeln von verschiedener Grófse in
einer den Räumen u, v, & entsprechenden Anzahl her.
Wenn wir nun die kleinste Kugel auf die Schale £29
legen, so geht sie infolge ihrer Schwere abwärts, bis sie
die innere Fläche des Kegelstumpfes berührt, und dreht
ı5 das Rohr y. Dann kommt dessen eines Loch unter qj
Raume enthaltenen Wein einlaufen lassen und mittels der
äulseren Mündung des Rohres ,y 9 nach aulsen leiten. Mit
dem Rohre y ó sei nun ein eiserner Spiels e,s verbunden.
An sein Ende ‚s sei ein Bleigewicht £ gelötet, welches aus-
20 reicht, um das Rohr y 9 zu drehen, bei E dagegen ein eiserner
Stift 5 9 mit einer kleinen Schale u, die in seiner’ Mitte an-
gelötet ist und deren Innenseite nach oben liegt (Fig. 34b).?)
Man fertige auch eine kleine Bleikugel fi an, die viel schwerer
sei als das Gewicht f£. Wenn wir nun von 'den in das Gefüfs
26 « gy Ó gegossenen Weinen einen beliebigen abziehen wollen, so
verschliefsen wir sämtliche Löcher in der Scheidewand (e£) "des
1) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 34c und 34d
in den Prolegomena. 2) Vgl. auch die handschriftliche
Figur 34e in den Prolegomena.
volßd& GT, 18.£ 9 AGT,: tn IN: 15 xoíAne: f. nollov;
cf. lin. 8 &rioroeye AG: Emisredapm T, q. ex.&r oorr.
18 xai om. CP 19 f. woAıßdoöv, (pondus) plumbeum L
‚Zseripi: £ b. 20 DI'4om.L 26 ronuariov BC: vov-
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160 HP9NOZ AAESANAPER2E IINETMATIKSNN A.
Gore TO £v wOvQ voijuc yeveodaı xov TO W nal Óc-
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&oa 0Aog N éxgsgevxdg. àv Ó& &g£Acousv TO Ggo-
olov, zíAw TO ,E Pdoog xovaGvoévav dzoxAs(ctu TO
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c vou«, Gors unaerı desıv vOv oivov. éiàv Ob fvegov
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Bágove. zul mdhıv Morıvog qoe olvov BovAöusda Außeiv,
5 2a@:nM xaraorespav a: naraooerpav Voss. 19; cf.
lin. 11 ^7 4v A,: &&v A,GT 9—12 x«l otro ... Tonwe
in margine iterat A,, in textu GT,, iterata delet T, 10 N
om. À,G (locis iteratis) — 11 xereoo&wov A, G: xeroósbcov A,:
noradoedoav T (xcveósbca. G loco iterato) TAG ML: P
ai: om. 6, 15 &mi om. Par. 2512. Voss. 19: f. émi del.
et. im. 3
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 161
zu liegen und läfst den in der Kammer u enthaltenen
Wein einströmen, der so lange fliefst, als die Kugel auf
der Schale liegt, falls der Wein nicht etwa ganz ausläuft.
Nehmen wir aber die Kugel fort, so dreht?) das Gewicht
den Eisenstab nebst Rohr und verschhefst die Öffnung V,
so dafs der Wein aufhórt zu fliefsen. Wenn wir c
eine andere Kugel auflegen, senkt sich?) diese noch mehr
(mit ihr der Eisenstab) und dreht auch noch mehr das
Rohr ß, bis dessen (zweites) Loch der Öffnung s ent-
spricht. Und so wird der in dem Raume v enthaltene
Wein ausflefsen. Hebt man die Kugel wieder auf, so
senkt sich das Gewicht ,; von neuem, schlielst die
Öffnung c und unterbricht den Ausflufs des Weines.
Wenn aber eine andere, noch grófsere Kugel aufgelegt
wird, so dreht sich das Rohr ,8 noch mehr und zwar so
weit, daís der in dem Raume $ enthaltene Wein aus-
strömt. Doch mufs die kleinste Kugel so schwer sein,
Gefälses, lassen dann aber das Loch desjenigen Raumes offen,
dessen Wein wir entnehmen wollen. In die Schale u werfen
wir aber die Kugel fi. Darauf wird sich das Rohr y,ö drehen
und das mit jenem Raume korrespondierende Loch an den
Boden des Gefáfíses bringen. Und so wird der in diesem Raume
enthaltene Wein ausflielsen. Ist dieser abgelaufen, so wird die
Kugel (i aus der Schale u T entfernt, und das wird mit Hilfe
des Gewichtes £ die TEoluns des Rohres ‚y 9 hervorbringen.
Treffen wir bei demjenigen Raume, dessen Wein wir abziehen
1) Nach einer anderen Lesart: “so senkt sich das Gewicht
und verschliefst das Loch’. Vgl. Zeile 12.
2) Sowohl wegen des grölseren Gewichtes als auch der
grüfseren Länge des Hebelarmes, an dem diese Kugel wirkt.
Denn sie sinkt ja nicht so tief in den Hohlraum ein als die
erste. Damit ist auch die Bedeutung des Kegelstumpfes erklärt.
Vgl. auch Rochas a. a. O. S. 142, 1.
16 &vogodbousv scripsi: adaperiemus L: zog ocibousv b
uiv om. B 19 óz': super s. supra L 21 ó oivog C
22 gueALov scripsi: phialula L (cod. Mutinens., spherula cet.):
opaıelov b vóy om. P
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 11
169 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
xgateiv tod ,E Pdoovg, vovvéovww mwvQéQsw vOv
M a er N M \ / \ \
,B coAiv« oUvog y&o x«i T& 6paıpia ve Aoıma
, \ /
xerarparjosı x«i Eniorpäber vov ,B xgovvóv.
XXXIV.
Aóyvov KaTaoxEvdouı EUVTOV TO00WVOOOVTE.
[4
"Ecvo 6 Avyvos 6 ABI" dia 5 vo) ocróucvog
«OroU z&toóvo ciÓmo& dınaodw 9) Z LE xıvovusvn sóAUTOS
zsol v0 E oqusiov: zmsgl Ó&$ Tv zegóvqv TO £AAÓqwiov
ztQueLAe(GU c EUAVTOV. m«goxcíatc O2 x«l vóuzcvov
GQOovroutsvov TO Z xwoüusvov zsQi G&óviov s0AUTOG,
ov ol óÓóvrsg vevévoG«v Tí mEodvng, Ozog émi-
xol im éxsívqo và Opuoiw mxoujcevreg Guys vóv éx vo oTqQc
olvov Ós&óusOc' xol éml vv GAÀov, si mAsloveg Einoav ai
q6oot, Öuolmg.
a 162, 5—164, 2 4óyvov ... vüv 00óvrov — b 162,
16—164, 22: Abyvov xaraGxevácoi TO00WVOCOVTE EuVTOV.
"Eovo 6 Auyvog 0 ABI" dia de voU Gróuevog cvr00
nEo0vn ci0mo& ÓucQ0c sül)UrOg ag& mv xoiMav Tod Aoyvou
Oisoyouéva xol Odóvrag Eyovoa roıywvozdeis m 4E. moga-
xtíGOo Ói xol Tuundvıov Ouoíog dOOovrouévov TO Z xwov-
usvov ztgL G£óviov eüóvOc, ov oí Ödovres GvuflAAécOoGav
roig 00o0cL Tijg mtgóvqo, Omog émiovosqouévov AUTOD 7100-
3 Zmiorgeper AG: Énmwoéwer T 6 6 om. T on AG:
ó& T 8 zeol v0: f. vag To &Aóqviov M,, Voss. 19: &-
Avyvov à 9 zsgiciAe (o0 AG: megievAToUd o T TÜJULOLV OV :
f. rvundvıov Haasius 10 óàovvouévov AG: óóovrouévor T
ut etiam p. 164, 5 11 ózog AG: üzov T
12 immistum et (= &wyij(?) nel) L 18 &ölvrwog om. L
20 d& C: ön B: om. PL vvun&vio» P: vouzavoyr BCL
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 163
daís sie auf die Schale gelegt das Gewicht an Schwere
übertrifft (und es empordrückt), d. h. das Rohr ß zur
Drehung bringt. Dann werden auch die übrigen Kugeln
das Übergewicht haben und eine Drehung des Ausflufs-
5 rohres | bewirken.
XXXIV.
Eine Lampe herzustellen, die von selbst den Pie sich selbst
2 x regulierende
Docht zur Tülle schiebt. Lampe. Fig.35
Die Lampe sei «ßy (Fig. 35). Durch ihre Mündung
10 (Tülle) stecke man eine eiserne Stange de, die am Punkte e
Fig. 35.
leicht vorwärts gleitet. Um die Stange schlinge man lose
den Docht und stelle auch eine gezahnte Welle (Zahnrad) &
wollen, (allemal) wieder ähnliche Vorkehrungen, so erhalten
wir den Wein aus diesem Raume ungemischt. Falls mehrere
15 Kammern vorhanden sein sollten, machen wir es bei den
übrigen ebenso.
à 163, 9—165, 4 Die Lampe ... vorgeschoben wird — b
163, 18—165, 29: Die Lampe sei «y (Fig. 35). Durch ihre
Tülle stecke man eine Eisenstange de, die sich längs des Innen-.
20 raumes (Bassins) der Lampe leicht fortbewegt und mit scharf-
kantigen (dreieckigen) Zähnen versehen ist. Daneben stelle
man eine ähnlich gezahnte, kleine Welle £, welche sich leicht
Tis
188
189
164 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN A.
6voeQouévov c0roD zgocoU0ivc,. TO £AAUyviOV Ou& vüV
ó0óvrov. éyéro Ói 6 Aoqvog &vsoyóva Tov ÓugoAov
imr mAéov. EußiAmdevrog Ó& vob cAa(ov émwwyécgo
Aepqváguiov TO H &£yov óvugvig ógOtov xavóviov v0 ©
GQÜovrou£vov xci GcvuzxszAeyu£vov Toig 6dodcı ToU
tvunaviov. Gvu[hjasva, oov Óczovoutvov Tod £A«(ov
zo Asßnrdgıov xevefoivov Eriotgspev TO Z Tuundvıov
dic | vàv Tod xavoviov ó0óvrov, Gore TOOWFEIOHELL TO
EAAVXVIOV.
XXXV.
"Ayysíov Övrog Kal xgovvov NUR cvv zxvO0u&£vo
&vegyóva Eyovrog x«i éyysoutvov sig «ovo OygoU,
CEN \ , 9 \ LAU A / MN \ \ N
ÖTE uév xov GCQy6g QsUGsL Ó xgovvóg, Óóvà Ó& xor TO
jjuGv, Orte ÓR xol OAov zAqooUévrog' N x«l xoc9 640v,
ózócov dv EußAmdEevrog voU v$yoob HEVoEL 6 xgovvós,
N E , \ 2 \ c [4
x«i züv xsvoGs. TO EußAndEv vOypóv.
"Eovo tw cyysiov vó AB Owwmxegoeyuévov vv
rocyuAov: did Ó$ Tod dıapodyucrog | zadelodn coA)v
ó IA evvsoreyvouévog TO dıapodyuarı, &zéyov Ó&
Tod zvOüuévog Ocov Vdarı Owuoovow. ovo dt xoi
m c , bd M ? , \ b ^ ,
ovo, N NEEOVN Gyovcoo TO EAAvyviov mzQ0c TO TOU Avyvov
Gro.
12 Éyovrog &vsoyóro ir. T,, corr. T, 18 f. roc znAov
(diepedyuarı). cf. p. 168, 1 20 $0crog T xoi AGT,:
om. T,
5 xol cvuzemAsyuivov à (cf. Heronis Barulcum apud Papp.
coll. lib. VIII p. 1066, 4 ed. Hultsch): xol aörd x«l ovußeßAn-
uévov b, et ipsam et conformem L 8—9 dove ... EAlbyvıov
a: co Ób vówzovov (tvundvıov B) ócoóvog émwosqóusvor zo-
osi» civ ztoóvqv ovv và &wyvio bL 11 zoo& a: mei bL
13 có om. B 14 xoi (prius) om. b 010v: secundum totum
10
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL 165
daneben, die sich leicht um eine kleine Achse bewegt und
deren Zühne in die Stange fassen sollen, damit durch
eine Drehung der Welle der Docht mit Hilfe der Zähne
vorgeschoben wird. Die Lampe habe in der Mitte (des
5 Bauches) eine weitere Öffnung. Ist das Öl hineingethan,
so lasse man ein Kesselchen n darauf schwimmen. Mit
diesem sei ein senkrechtes, gezahntes Stäbchen 9 ver-
bunden, das in die Zähne der kleinen Welle fasse. Je
nachdem nun das Öl verbraucht wird, erfolgt ein Sinken
10 des Kesselchens und mit Hilfe der Zähne des Stäbchens
eine Drehung des Zahnrades f£. Die Folge davon ist,
dafs sich der Docht vorschiebt.')
XXXV.
Wenn man in ein mit einem offenen Ausflufsrohr Regulierung
15am Boden versehenes Gefäls eine Flüssigkeit gielst, he Te eR ead
so soll das Ausflufsrohr bald zu Anfang fliesen Yin ae
bald, wenn das Gefüís zur Hälfte, ein ander Mal,
wenn es ganz gefüllt ist. Oder allgemein, das Ausfluís-
rohr soll fliefsen, in welcher Quantität auch die Flüssig-
20 keit eingegossen sein mag, und es soll die ganze hinein-
geschüttete Flüssigkeit zum Ausflufs bringen.
Ein Gefüfs «8 (Fig. 36) sei im Halse (durch eine
Scheidewand) verschlossen. Durch die Scheidewand lasse
man eine Röhre yó hinab, die in sie eingelótet sei und
25 fast bis an den Boden reiche, aber noch den nötigen
Raum für den Durchfluls von Wasser freilasse. Ferner
um eine kleime Achse bewegt. Die Záhne der Welle sollen in
die der Stange fassen, damit durch die Drehung der Welle die
den Docht führende Stange ihn zur Tülle der Lampe vorschiebt.
1) Statt des letzten Satzes b: “während die Welle ebenso
durch ihre Drehung die Stange mitsamt dem Dochte vorschiebt’.
(= «x«9" 010v?) L 7j om.bL xc«96ó1ov om. bL 15 od
AG: om. Tb 20 Oóicoovow sivo, b
166 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
xaumdbAog Gípov 6 EZH, ob To uiv évrüg GuéAog
GxEyévo And Tod zvOusvog 0cov dörrı ÖLdogvoıv, TO
ÖE Ereoov sig TO éxvog dmododtv slg xgovvov dıLe-
GxcviG0c' 7 08 xvgróvuo Tod dıaßijtov zog «rov
éGvro cvóv Todynkov Tod cyysíov. éyévo Ó& x«i Ói-
[A \ > - \ M /, ^ [4
avyıov rd AB c&yysiov z«g& To Óutqoeyuo, To € qépov
tlg TO xvrog. Ev oov BovAmusda xev Gpyóg EyyEo-
uEvov TOD oygoU HEEIV vÓv xgovvóv, AareAmbousde TO
Ó«xrUAQ v0 © diadyıov, xal E00 Ó xgovvóg' ua)
y&Q &£yovvog TOD Ev TO AyyEi@ 4£pog KVTITEDLOTAOLV,
To vyoov dounos Óu& Tod xaunmdvAov cípovog tig TO
2 \ [4 N \ \ , \ N 4
éxvóg u£oog. Ev Ó& uj xevcAefousü)« To ÖLadyıov,
/ \ e M x , \ ’ r [4 T
wonos TO Oyoüv sig TO xórog, x«l ov um QeUGsL 6
xgovvóg, &youg Av mzAw xcvcAccouws)« TO Öuavyıov.
uevà Ó2 TeÜrT« Avedevrog Tod Owxwvyíov 6 Owwfhjvuc
Gzxxv xsvdoGtu TO vygóv.
XXXVI.
Keraoxsvaßernı Ó& x«l &yysiov, 0 Ep 0009 uiv
&xwyéetg TO ypóv Óéyevon, Ev Ó& ÓuxAUQc, ovxér. Ó€-
yeraı. Yiveraı (8 vOv vQózov ToUcov.
"Eovo To &yysiov vó AB Owxeggeyutvov Tov
6 zoo& 02 T 8 xovoAmpóused« G, Tb: xovolinpousv AG,
10 &£ooc om. T,, add. T, 13 eis om. T,, add. T, 20 roö-
tov: vr0cobrov T 21 ro &yysiov: f. vv &yystov. cf. p. 164, 17
2 didggvoıv sivo b 5—6 có aß («gy CP) &yysiov xoi
diedyıov tr. bL 6 zcoà a: mag’ coro bL 7 oöv om. P
18 @Alo &yysiov bL 21 vó (ante dyysiov) om. b. 21—168,1
vüv rodynAov om. bL
15
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 167
sei e$* ein gekrümmter Heber, dessen innerer Schenkel
von dem Boden nur so weit abstehe, dafs er noch Wasser
durchlüfst. Der andere Schen-
kel gehe in Form eines Aus-
flufsrohres nach aufsen. Die
Krümmung des Hebers befinde
sich ganz dicht neben dem
Halse des Gefäfses.. Ferner
habe das Gefüfs «ß neben der
Scheidewand ein Luftloch 5,
welches in das Innere führe.
Wenn nun das Ausflufsrohr zu
Anfang, während die Flüssig-
keit eingegossen wird, fliefsen
soll, halten wir das Luftloch &
mit dem Finger zu. Dann
fliefst das Rohr. Denn da die
im Gefüíse enthaltene Luft kei-
nen Ausweg hat, so wird die
Flüssigkeit durch den gekrümm-
ten Heber nach aufsen getrie-
Fig. 36. ben. Wenn wir aber das Luft-
loch nicht verschhnefsen, geht
die Flüssigkeit in den Bauch des Gefüíses, und das Aus-
25 flufsrohr wird sicher nicht fliefsen, bis wir wieder das
Luftloch zuhalten. Läfst man darauf das Luftloch los, so
erschópft der Heber die ganze Flüssigkeit.
XXXVI.
Man konstruiert ferner ein!) Gefäfs, welches die Ein Gefäss,
Flüssi : f 1 ' b das nach unter-
30 Flüssigkeit aufnimmt, solange man (ununterbrochen) prochenem Ein-
zugiefst, aber nichts mehr hineinlüfst, wenn man ee.
das Eingiefsen unterbrochen hat. Das geschieht auf mehr aufnimmt
P Fig. 37.
folgende Weise.
Das Gefüfs «aß (Fig. 37) sei im Halse durch die
1) Zusatz in b: 'anderes'.
190
-
168 .HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
rodynAov to II Ói«gocyuerw Óu& de Tod dıapody-
ucrog nadelodn coAjv 6 EZ &xéyov uiv do Tod
zvOu£vog Bocyd, ozsgéyov 0$ Tod dLapodyuarog, Gore
uxo0v Gméysuv Tod yelkovg Tod dyyelov. sol Ó2
Todrov reoıHElodn Eregog 0 HO aneyxwv and Tod Ödıa-
podyuarog 0cov Döarı ÖLdogvoıv x«i ano tod EZ
owANvog' Erınepodydo de 6 HO coAQv v0 &vo wEoog
kenıdio. éyévo Óà TO üyysiov nal Öıadyıov | vó K
pEoov sig v0 KUTog. Ór«v 00V Eyyeousv TO bygov Oi
Tod vocy5Aov, cvu[hjceva. qoosiv ocOrO dıd TE TOU
H® coA5Qvog x«i dıd Tod EZ sig To xOvog, TOD &épog
éxyooobvrog Ó.& Tod K dievyiov. àv obv ÖdLakino-
uev xci xsvoUj; 6 TOD Ayyeiov vrocyuAog, 6 co ÓLa-
oTijosL NV OoVVEysLav, Gore TO Evov Ev ra HO coAijv.
vygóv xarapoayev neoelreı émi TO OÓuégooyue &ovo
y&o T0 &Ugog TO zeol vóv HO owANva u£ya, Gove
To Pdosı xovezxsosivuu. TO ygóv. émsyyvOévrog ài
évégov ygobD 6 Evamoinpdels iv và EZ owAnvı
ano x«i Ev v HO ovx Edosı magsvosAQtiv TO byoov,
?
GÀAÀ QOmio TO xciÀog Tod Gyytí(ov Ozsoyvbnjoscot.
10 BCG,T: ro AG, 3 ómsoíyov G 5 Ersoog cov G,
6 xcl om. T f. Canoregov) dn 6—7 ano vo EZ
owAnvog: fero yag To sogog vob HO owiivog usya, dors To
Pdosı narameositeı TO ©yoov inserit et infra lin. 15—17 Zoro
. $yoóv delet Rochas 8 x«i om. T 16 59 GT: x9 Ab
18 évoamoAng9tig AGhb: évomoAntgOsg T e£ AG: om. T
2 xsícüo CP A &méygew a: ndrwodev eivaı bL 6 dide-
gvcıv sive, b 12 oöv a: óà bL 16 y&e a: óà bL
ueya a: dEıöAoyov b, condigna L 217 xovoztcotiogo, b
18 zoö évégov B. g£ BC: £g P: .ez-L
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 169
Scheidewand yó verschlossen. Durch diese führe man
eine Róhre e$ ein, die (unten) fast bis auf den Boden
reiche, aber (oben) über die
Scheidewand so weit hinaus-
rage, daís sie nur wenig
vom Gefüísrande absteht.?)
Um diese Róhre lege man
eine andere 4€ in solchem
Abstande von der Scheide-
wand, als für den Durch-
flufs von Wasser erforderlich
ist, und (in etwas grófserem)
von der Róhre sf. Die
Röhre 7% sei oben mit einem
Metallplättchen verschlossen.
Ferner habe das Gefäls ein
Luftloch x, welches in dessen
Inneres führe. Giefsen wir
nun die Flüssigkeit durch
den Hals, so ist die Folge,
dafs sie durch die Róhren
Fig. 37. 439? und e£ in den Bauch
des Gefälses dringt, wäh-
rend die Luft durch das Luftloch % entweicht. Unter-
25 bricht man den Einguís und läfst den Hals des Gefüfses
sich entleeren, dann hebt die Luft den Zusammenhang
auf, so dafs die in der Röhre 4€ enthaltene Flüssigkeit
sich losreifst (?, vergl. oben S. 41, 31 und 85, 6) und auf
die Scheidewand füllt. Die Röhre «44 soll nämlich eine
30 grofse?) Breite haben, auf dafs die Flüssigkeit zufolge ihrer
Schwere zu Boden stürzt. Wenn man dann eine andere
Flüssigkeit zugielst, so läfst die in den Röhren e£ und 49
eingeschlossene Luft die Flüssigkeit nicht hinein, viel-
mehr wird diese über den Rand des Gefälses überlaufen.
1) Nach b: ‘nur wenig unterhalb des Gefáfsrandes liegt’.
2) Nach b: “ansehnliche’.
170 HP9NOZX AAEEANAPE9Z IINETMATIK9NN A.
XXXVII.
Karaoxevaßeraı 68 Hal Zwvvogíoxog émí *vwog
Bácsog doxdv Ev Taig xsool x«végov, © zpoGze«od-
xeıraı Aovrnoldıov, x«i Eyyudevros sig MÖTO Oypob,
DOTETANOW- 5
var, ELQ-
080081 da
ToU &6xoU
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urn. 20
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Baoıs n AB Fig. 38.
Grey) ndv-
rodev, dou xvAwOQuxo) N) ÖATEPWOVOg EÖUMOENEIKG Evang,
Oiczeqocyuéivm và II diepodyuerı: Ow ÖE Tod ÓLa- 3
podyuarog dvarsıveodo owAnv 6 EZ ovvreronuevog
à 170, 21—174, 9 "Eovo vg ... napauevew —= b
170, 28—174, 25: "Ecvo rıg Bácig m AB oreyvn ndvrodev,
Gregeà nagakinAeninedog, dıanepgayusvn và! IA Oiegody-
narı' Emmi ÖdE Tadıng ig ácsog Eordrw 6 Xevupíoxog' xol 30
dia Tod dıapgdyudrog Avarsıvodn owAnv 6 EZ ovvreron-
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. EOUOCYI
XXXVII.
Man konstruiert ferner auf einer Basis einen Ein Herons-
kleinen Satyr!) mit einem Schlauche auf den Armen s
und stellt ein kleines Becken daneben. Giefst man
5in dieses Wasser, daís es voll wird, so soll durch den
Schlauch noch Wasser ins Becken fliefsen, ohne dafs es
überläuft, (und zwar so lange,) bis alles durch den
Schlauch zuströmende Wasser erschöpft ist. Die Ein-
richtung ist folgende.
10 Eine Basis «ß (Fig. 38) sei von allen Seiten luft-
dicht verschlossen, aus Rücksicht auf ein gefälliges
Aussehen entweder cylindrisch oder achteckig und dürch
die Scheidewand yd (in zwei Kammern) geteilt. Durch
die Scheidewand steige eine Röhre e$ auf, die durch
15 a 171, 10—175, 10 Eine Basis... andauert = b 171, 16
—175, 28: Eine Basis aß (Fig. 38) sei von allen Seiten luft-
dicht verschlossen, habe die Form eines Parallelepipedon und
sei durch die Scheidewand yö (in zwei Kammern) geteilt. Auf
dieser Basis stehe der kleine Satyr. Durch die Scheidewand
20 steige eine kleine Röhre e& auf, welche durch sie hindurch-
e
1) Unsere Figur giebt statt eines jungen Satyrs mit ge-
ringer, durch den Text bedingter Änderung die Nachbildung
eines Silen, wie ihn eine pompejanische Bronzefigur (Overbeck-
Mau Pompeji* S. 552) darstellt, weil diese schöne, als Gefäls-
fufs dienende Figur die eigentümliche Körperhaltung beim
Tragen einer schweren Last in anschaulicher Weise zum Aus-
druck bringt.
11—13 xai o0 brreoyvdioeveu codd.: «el vo)ro Eoraı
Rochas, malim x«l voro Zoraı post ózsoyvOnosroa, inserere
25 To G,T: có AG, 26 ovvreronuevog (ut infra lim. 31):
f. Gvveczsyvopivog
3—4 7:907 Co EU OUL à (cf. Heronis geometr. ed. Hultsch
p. 44, 12): mh QA EVEOLL b, adiaceat L 4 ciró aB: eóvoo CP
14 ov a: &v b 14—16 v0 ... &c6x00 A: và (Tod in corr. 3
ài &cxoS b 18 óà «ei BL
19
179 HP9NOZ AAERANAPES9Z IINETMATIKS9N A.
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 173
sie hindurchgebohrt!) sei und fast bis an die Decke
reiche. Durch letztere setze man eine Röhre 4 ein,
welche oben ein wenig überrage und ein kleines Becken
trage, am Boden des Behälters aber noch den nötigen
5 Raum für den Durchflufs von Wasser lasse und in die
Decke des Behälters sowie in die Scheidewand eingelótet
sel. Ebenso stecke man durch die Decke ‚eine andere
Röhre #Au bis auf geringen Abstand von der Scheide-
wand und löte sie in die Decke ein. Die Röhre leite
10 ihren Wasserstrahl in das Becken, welches eben auf der
Röhre 4$ steht und mit ihr durch eine Öffnung in Ver-
bindung gesetzt ist. Nun werde die Kammer «d mit
Flüssigkeit durch irgend eine Öffnung v gefüllt, welche
man nach dem Eingiefsen verschleíse. Gielsen wir nun
ı5 eine Flüssigkeit in das Becken, so geht sie durch die
Röhre 49 in die Kammer ßy, während die darin enthaltene
Luft durch die Röhre e$ entweicht, in die Kammer «ad
gebohrt!) sei und fast bis an die Decke reiche. Durch die
Decke setze man eine Röhre 7% ein; sie rage oben ein wenig
20 darüber hervor und sei mit einem kleinen, unter der Offnung
des Schlauches liegenden Becken versehen. Den Schlauch hält:
der Satyr. Die Röhre 7% stehe vom Boden des Behälters nur‘
so weit ab, als für den freien Spielraum des Wassers erforder-
lich ist, und sei in die Decke und die Scheidewand des Be-
25 hälters eingelötet. Ebenso stecke man durch die Decke eine
andere Röhre Au fast bis an die Scheidewand und lóte sie
in die Decke ein. ‚Die Röhre leite ihren Wasserstrahl in den
Schlauch, dessen Öffnung, wie oben bemerkt, in das Becken
mündet. Hat man diese Vorrichtungen getroffen, so fülle man
30 zunächst die Kammer oó mit Flüssigkeit durch irgend eine
Öffnung £?), welche nach dem Eingielsen zu verschliefsen ist.
Giefsen wir nun eine Flüssigkeit in das Becken, so geht sie
durch die Röhre n® in die Kammer yf, indem die darin ent-
haltene Luft durch die Röhre e£ entweicht, in die Kammer «6
.1) Richtiger vielleicht: “in sie eingelötet?.
2) Die Offnung & in b kann man sich an derselben Stelle
denken, wo sich nach a v befindet.
18 ózó BCL: ixi P 20 00er. CP: 90avoc B 24 £ov-
v00 CP: o)vo B 31 gwenoag BL: yworosı C (ag ex ev corr), P
114 HPQ2NOZ AAEEANAPE9Z IINETMATIKO9N A.
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énl helova 106v0v mogeuéverv. 25
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6 ÀAyx T — 8£vewsv T 11 votes ywoueung (y&vouévms G,)
AG,: zvoög eo Aro G, bL: mugös &zrouévov T 12 oße-
süeiong de zig Quvoíug A,: c[jeaüévroc 0$ vo) mzvgóg A,GTb
f. xol». Powiorog 18 f. iva (ro $0c9»
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 175
dringt und die darin enthaltene Flüssigkeit durch die
Röhre «Au in das Becken drängt. Dieses läuft dann
wieder in die Kammer ßy und verdrängt (abermals) in
gleicher Weise die darin enthaltene Luft, die ihrerseits
5 nun wieder das in der Kammer «d enthaltene Wasser
ins Becken treibt. Dieser Vorgang wiederholt sich so
lange, bis das in der Kammer «ó enthaltene Wasser aus-
gelaufen ist. Die Röhre uAx muls aber durch die Schlauch-
öffnung gehen und ganz fein (eng) sein, damit das Schau-
> 10 spiel länger andauert.
XXXVIII.
Bau einer Kapelle, deren Thüren infolge eines Didier
. s: empelthüren.
Opferfeuers sich von selbst öffnen, dagegen nach Er- 7. wig 39.
löschen des Feuers wieder schliefsen. Na Verwen-
ung erwarm-
15 Die erwähnte Kapelle stehe auf einer Basis «(jy Ó — ter Luft.)
(Fig. 39), auf welche man (auch) einen kleinen Altar ed
stelle. Durch den Altar stecke man eine Röhre n&, deren
dringt und die darin vorhandene Flüssigkeit durch die Róhre
“Au prefst. Und zwar füllt sich zuerst der Schlauch mit
20 Wasser), sodann ergiefst sich dieses ins Becken. Das Wasser
aber, welches sich in das Becken ergofs, geht wieder in die
Kammer yß und prefst in ähnlicher Weise (wie vorher) die
darin vorhandene Luft hinaus. Diese drängt nun ihrerseits
. wieder das in der Kammer «ó enthaltene Wasser in den
35 Schlauch und das Becken. Dieser Vorgang spielt sich immer
wieder ab, bis das Wasser in der Kammer «ö erschöpft ist.
Die Röhre x4, mu(ís aber besonders eng sein, wenn das Schau-
spiel länger dauern. soll.
1) Nach b mufs man sich die Lage der Mündung u der
Röhre «4p bei ihrem Eintritt in den Schlauch denken. Dafs
sich erst der Schlauch füllen soll, stimmt schlecht zu der unten
verlangten Enge der Röhre.
16 £5 CP 19 éyysQiv b. cf. Veitch Greek Verbs* p. 702
7B B: oßCP: -a:b-L — 24cqv éniOti£w : monstratio ista L
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176 HP9NOZ AAEEANAPEOZ IINETMATIKON A. —
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opaloe vui zsgueLAg 9c Tjj O dneyov dmb Tod xév-
Toov «Orio Doc«yó' cvvsovsyvocO0co dt xci $ Gqoioc
rÓ HZ owAivı. éóvo Ó& xol Ev vjj 6gaíoe. xouamiAog
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Fig. 39.
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víGQ0cOGc«v sig TO AUTO WEOOS x«i OTOEPEEIWORV Ev
xvodanioıs oboıw iv vij ABI. (csi. sbAUTOS. £x Ö8
192 rv Grgogécov | &Avos(Ót« sig Ev &moüsO£vra. Óuà. Too-
Xí(Aov G&zo0s0ÉcUc sig Gyysiov xoiàov td NE xosud-
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 177
Mündung & innerhalb des Altars!) liege, während n von
ex
1
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2
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Cx
oO
einer Kugel 9 umschlossen sei und fast deren Mittelpunkt
berühre. Die Röhre nf werde in die Kugel eingelötet.
Die Kugel enthalte ferner einen gekrümmten Heber xày.
Die Thürangeln sollen nach unten verlängert sein und
sich leicht um kleine, in der Basis «y stehende Zapfen
drehen. Von den Thürangeln aus sind Kettchen, die zu
einer einzigen Kette sich verbinden, über eine Rolle hin
an ein hohles, schwebendes Gefäls v& zu knüpfen. Andere
kleine Ketten, die in entgegengesetzter Richtung als die
ersteren um die Thürangeln geschlungen sind, sollen (eben-
falls) sich zu einer einzigen Kette verbinden und über
eine Rolle hin an ein Bleigewicht gebunden werden, durch
dessen Niedersinken die Thüren geschlossen werden. Der
äulsere Schenkel des Hebers xiu führe in das hüngende
Gefüfs. Die Kugel werde zur Hälfte mit Wasser durch
irgend ein Loch m gefüllt, welches nach dem Eingiefsen
zu verschliefsen ist. Wenn nun das Feuer brennt, so ist
die Folge, dafs die Luft in dem Altare erwärmt wird,
sich ausdehnt und einen grófseren Raum einzunehmen sucht.
Diese Luft geht durch die Röhre 4$ in die Kugel und
prefst deren Flüssigkeit durch den Heber zAu in das
hängende Gefäfs. Dieses zieht jetzt, infolge seiner Schwere
sinkend, die Ketten an und öffnet die Thüren. Ist nun
25 das Feuer gelóscht, so entweicht die verdünnte Luft wieder
durch die Poren der Kugelwand.?) Der gekrümmte Heber
1) Zusatz in b: “unmittelbar neben dem Feuerraume'.
2) Wir würden etwa sagen: 'Die Luft verdichtet sich
wieder’. Vgl. auch S. 17, 12.
2 &n£yov Mb: &nzégov a
1 post Boulonov add. mag’ evi)» viv nvgneidv bL. 2 &nzó
om. b 3 wórijg a: is opoíoug bL — 4 x«l év om. P. 5$—6
nagentdodwonv CP
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 12
178 HP$NO£XZ AAESANAPERZ IINEYTMATIK9NN A.
usvov' Erso« Ób GAvos(óum Emreiindevre müg Tovg
6T9oogtig rd Evavria roig zQóvegov sig Ev AmodsdEevre
dıc vooy(Aov sig fígog uoAuBobv &zxoÓs0sG90, di oo
xevcopéxzovrog GzoxexAsuGuévo, écovveu al Qgor. 6
0$ KAM oipwv TO £xvO0g OxéAog EYETW gqégov sig TO
xosuaorov cyysiov. EußeßAnjodn Ó5 did vwvog vova-
ucrog roO II vÓcQ Eis NV opeioav, Bote dr Nuloovg
yevsodeı, 0 UETE NV Eyyvoıv Eoteyvaodn. cvu[hj-
GETAL oUv TOO zvgóg Yvuadevrog (soucuvóusvov TOV
év và Poulorw dega yelodaı sig mAslova T6moV‘ obrog
08 dıc tod HZ owAnvog slg mv ogaioe«v XWoWv éx-
»Albeı To Ev cOvjj Vyoov OÓ.& Tod KAM oipwvog eis
TO xg&u«oTOv Gyysiov, 6 IN xereeoijoev ENLOMAGETEL
và GAvosldır x«i Avolssı Tag 4$Ugec. méAw IM cfe-
GÜ£vrog Tod zvgóg Ó uiv Asmvvvüsig NE éxycpnuosi
Ó.& TÜV docıwudrav rob rsÓyovg tig Opalous. 6 Ö8
raundAog Gíqov Emiondosteı TO OyoOv TO Éx TOD xg8-
uaoTod dyysiov, Gore avaninoßocı Tv TÜV Éxxgi-
FEVTWV Louwudtav Tóxov: Eoreı yàg covoO TO Üxoov
pezxritóusvov sig v0 £v TO xgsucovo dyysio Vóoo.
xovqiGOévrog Óà Tod Gyysíov zAw TO Exngeudusvov
Béooc xaraposdav xAslosı Tag 9o«g. Evıoı Ób Avrl
Vücrog ÜIEKEYVED yobvraı, Ereiönneo (jagUrsoóc
EoTı Tod Voarog x«i sÜxózmog Und Ts O59uóvqrog
Averau.
POLEN
"Eorı óà xoi (AAog Hvolag Yyıvousvng vàg Ooac
Avolysodaı.
Caput XXXIX secundum b: "Eotı óà xol GAAog mvoüg
&vomrouévov vràg Bons &volyscQon.
je
5
25
30
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 179
zieht dann die Flüssigkeit in dem schwebenden Gefälse an,
um den Raum der durch jene Ausscheidung entstandenen
Vakua auszufüllen. Seine Spitze soll nämlich in das Wasser
tauchen, welches in dem schwebenden Gefäfse enthalten
51st. Ist so das Gefäls leichter geworden, so senkt sich
das schwebende Gewicht!) wieder und schliefst die Thüren.
Manche verwenden statt Wasser Quecksilber, da dieses
schwerer ist als Wasser und leicht von der Wärme aus-
gedehnt wird.?)
10 XXXIX.
Noch auf andere Weise kónnen die Thüren mit Aedui
. : > empelthü :
Hilfe eines Opferfeuers geöffnet werden. IT. Fig 40.
Man denke sich wieder eine Kapelle auf einer (Mit Verwen-
ung erwürm-
Basis «8,0 (Fig. 40), auf welcher (auch) ein Altar e ter Luft.)
15 stehe. Durch den Altar gehe eine Röhre £49. Man leite sie
1) Nach b: “Bleigewicht’.
2) Bekanntlich ist die Ausdehnung des Quecksilbers der
Erwärmung etwa proportional. (Vgl. A. F. Weinhold Vorschule
der Esxperimentalphysik S. 471.) Das spezifische Gewicht des
Quecksilbers beträgt 13,6.
1 éxs&ngOívro T z90g: f. neel. cf. p. 94, 7. 180,5
2 moórsogov AG T,b: meor£ooıs T, 5 g&oov BCM: g£oov
a, P in corr. 7 0v nwioovg AGT,: dinuion T 9 Supuuo-
Qévrog G: SwuicOívvog A: Qvuocttévrog T 11 £9 T 18
éwxgvOévvov (0i vàv» H. Schoene 19 dowınudrov: f. Goog
coudtwv. cf. p. 22, 3 y&o om. T 21 zaAıw AGT,: om. T,
Éxxosuocuévov T,, corr. T, 23 Baovreoog b: Qooórsoov à
24 eönonog ÀG'T,b: sówóAog T, 27 Qvcíag yıvouevng A,:
zvoóg &mrouévov A,GT (&- T) 28. 30 f. Caöroudrwog) &voc-
ysodcı. cf. p. 174, 12
1—2 szoüg vovg GTQoqQtig à: eig vovg oroopeis B: síg v&
erogogsie CP 2 &nodowevre B 3 uoAio?v a: woAıßdovv
BCb: woAvßdoöov P 9 Yvuadevrog: &vozvouévov b, accenso L
Hsouaıwöusvov à: Veouaiveodaı bL 10 x«l yeiodaı bL
12 wivf a: ara b 14 ha: db: om. Lin 17—18- £x
... Gyyslov à: iv TO xosuacvo Gyysío b, in vas appensile L
22 uoAıßdoöv (dooc bL 30 &zvouévov P
12%
180 HP9NOX AAEEANAPEOZ IINETMATIKO9N A.
"Eovo máAw votóxog Emil vwog Baoswg vig ABI'Z,
19389 ns é£cro fouóg 6 E. dia | Ób vob Bwuod coAQv
&oto 6 ZHO: &zxoós0óc80c Ói sig donwudtıov v0 K
GrEyvov z&vvoQsv, c Enıneiodn [oUAALov td A, &
oo &Avos(Ó.ov dia TQoyí(Aov drodsdeodw sig và spl
tovg oroopeis aAvosidın, Gore émvvyutvov TOD &6xd-
uerog xararoareiv To A fégog x«i xAsíew vOg Opec,
Eeritedevrog (8 roD zvgóg Gvo(ysw: máAw yàg 960-
ueuvóusvog 6 é&v To fouícxo c5]o xs)sig xognos
die vob ZHO coA(vog sig TO doxwudtıov xci
eragei wurd 00v TQ A Paosı, xoi Avoıydmoovraı ci
Hvocı' ivo, yàg adraı d1 écvrüv abroudtag Kvoydn-
"Eovo ndAv volóxog émí wwoc fácsoc vijo ABI, Ep’
ns &ovo Bouoc ó EA. i Oi vo) Bono? Gov Eoro Ó
ZHO xai &mto0s0£co ovrOc &ig Gcoxóv vov K GTEyvÓv
navrodev, c Enınelodn PagvRAıov To 4, EE ob dkvoeldıov
dic vooyíAov AnodedEodw sig và megl rove ovgogsic AAvoeldıc,
(ore émvvyuévov uiv Tod CoxoÜ mworoxoorsiv v0 A Pdoos
M / x , ? , , M \ ? , .
Hal vAeleıv vg O'Ugog, Kvapdevrog 06 TOD vvvgog Kvoiysodau
akıv yàg Otouowóusvog 6 Ev vÀ Qouícxo dmo yedeig
4091,68 dıa tod Z.HO coAQvog sig vÓv &oxóv Kal émogst
«)r0v GUv Ta A Pdosı, wo &vovy9covro, ai Oipgoi. mudhıv
0i cfecOfvrog Tod mVoög xol Erymonoavrog Tod &v cà
3 dnodsdoodw AGT,: Kmodedtodn T, v0 K post mdv-
todev habet T, sed delet, suo loco ponit TA 4 oreyvov Ov
Vindob. 120 ó Zminsishn om. AG,, add. G, PxovAAıov
AG: Beoóówv T 5 dzoós0óc9c Vindob. 120 9 zedelg à
(yv9elg Coisl. 158, ieu v. supra p. 174, 19 et infra lin. 20
11—182, 1 ai Boni . . . Kvoıydncovzeı om. T,, add. T,
12 «örel H. Schoene
15 &moós0íc0co bL: f. &moósóócOo 16 PBagddiov CP,
(pondus) plumbeum add. L (secund. Ambros. J 38) 18 uiv B:
were C: om. P 19 f. <rag Qéoecy Avolyeodaı 28 éyyo-
enoavrog B
IB
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. L 181
nach einem kleinen, auf allen Seiten luftdicht geschlossenen
Ledersacke!) x. Auf diesen lege man ein kleines Gewicht A,
von dem eine kleine Kette über eine Rolle derart an die
um die Thürangeln geschlungenen Ketten geknüpft werde,
5 dafs das Gewicht A die Kette nach unten zieht und die
SEL.
DPI 27
Thüren schliefst, wenn der Sack zusammengedrückt ist,
dafs es dagegen die Thüren óffnet, sobald das Feuer auf-
gelegt ist.) Wird nämlich die in dem kleinen Altare
enthaltene Luft erhitzt, so dehnt sie sich wieder aus,
10geht durch die Róhre $49 in den Sack und hebt ihn
samt dem Gewichte A empor. Dann werden sich die
Thüren öffnen. Das thun diese entweder automatisch
durch ihr eigenes Gewicht, ühnlich wie die Thüren der
&181,11—183,6 Das thun ... schliefsen — b 181,14— 183, 23:
Wenn das Feuer gelóscht und die in den Schlauch gestrómte Luft
entwichen ist, so senkt sich zugleich mit dem Schlauche das
1) Nach b statt dessen allemal “Schlauch’.
2) Nach b: “angezündet ist/.
182 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A,
covraı, xc9zso x«i ai vOv PBahaveiov Yıgaı abro-
uctog nAslovrei, N &&ovoí vi Avrıonxoöv PBdoog To
dvoiyov «Ovrác. oßeodelong dt ns Yvolag xci ixyo-
goUvrog voO Ev TO Aoxwuarim elosAd6vrog dE00g, TO
A Bdoog x«vagsoóusvov 60V và LOADUATI ENLONKGETRL
xci »Aslosı Tas Vous.
XL.
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toeis did uiv Tod uéGov Qésw rv oivov: Örev Ó&
VORGE Erıyemusv, vóv uiv oivov umnerı 6Esıv, GAAG TO
vowE Óià vrÀv Aoınav Óvo xgovvov: Órav Ó$ TaVoN-
zaı T0 VOwE ó£ov, vov oivov did roO uécov óé&cuv:
x«i roUTO ylveraı, Ó0€xig Qv $ÓcoQ ixwy£ouev.
"Eovo vw &yysiov vo AB Óüvuzegoeyuévov vov vocyn-
Aov TO I'4 diapocyuarı. ztg0g 03 v zvüu£évi xgovvov
&yévo. T0v E. Oià Óà Tod OÓwgodcyuevog Óvo xoOs-
ovoccv coAiveg ol ZHO, KAM sig xogovvobg &zo-
ÓsÜou£vou xci Üregsgovres vo Tod dLapodyuarog'
&GxQ EloeAd0vrog G£gog, TO A Pdgog xevregsoóusvov cvv
TQ od Emuondoereı xol uAelocı vàg 4 gag. dei de To fv
TO od egóAAov Begórsgov sivo, Tod éréoov Pdgowg,
Qg &v GvumrvGoouévov roU LORD sig Euvrov xoraxourij To
ueifov Tod éAdrrovog.
2nT: e£ AG 5 4 AGT,mg.: om. T, f. miondesran
(và &Avos(Óóum». cf. p. 178, 14 10 $9oo b: ro $$0oo à
12 óésww AG: óéov T 13 ylveodaı H. Schoene fei.
Erıy&ousv post 6£sı 186, 11 tr. cf. p. 118,15. 82,4. 106,13. 110, 11.
126,19 passim — 16—17 xo'eíod'ocav B: nadiodwoav AG (-foz-),
T e corr.: xe/cü'ocov CPT,: dimittantur L
9 zóv oivov Qtiv ir. b 10 geiv P 11—12 óià ràv
. tóv oivov om. BL 12 ndAıv vóv CP o9 CPT, mg.:
om. BT, — óéew: deivb 17—18 dnodedousvor aB: &z00106-
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 183
Bäder sich von selber schliefsen!), oder sie werden mit
irgend einem Gegengewichte versehen, welches die Óffnung
herbeiführt. Ist das Opferfeuer gelöscht und verschwindet
aus dem Sacke wieder die hineingestrómte Luft, so wird
5 das Gewicht A nebst dem Sacke sinken, die Ketten an-
ziehen und die Thüren schliefsen.
XL.
Wenn ein Gefäls mit drei Ausflufsróhren voll Wein aco
. . = ® . us 8.
ist, so soll der Wein durch die mittlere fliefsen; wenn Fig. yv
10man Wasser zugielst, soll nicht mehr der Wein,
sondern das Wasser durch die beiden übrigen Ausflufsróhren
fliefsen. Hört jedoch das Wasser auf zu fliefsen, so soll
(wieder) der Wein durch die mittlere ausfliefsen. Dies
geschieht, so oft wir Wasser zugielsen.
15 Ein Gefáís «ß (Fig. 41) sei im Halse durch die
Scheidewand yó verschlossen. Am Boden sei es mit einem
Ausflufsrohre e versehen. Durch die Scheidewand sind
zwei Röhren £49 und «Au einzusetzen, die (unten) als
Ausflufsróhren endigen und oben die Scheidewand über-
20 Gewicht 4 wieder, zieht die Ketten an und schliefst die Thüren.
Das Gewicht auf dem Schlauche muls übrigens schwerer sein
als das andere Gewicht (das Gegengewicht), damit das grófsere
Gewicht das kleinere emporzieht, wenn der Schlauch sich
zusammenlegt.
1) In den Thermen, z. B. den kleineren in Pompeji (Over-
beck-Mau Pompeji S. 208), schlossen sich die Thüren sowohl
zwischen dem Apodyterium (Auskleidezimmer) und dem Tepi-
darium (Auskleidezimmer für heifse Bäder u. s. w.), als zwischen
diesem und dem Caldarium (Schwitz- und warme Wasserbäder)
durch ihr eigenes Gewicht, um Zugluft oder das Entweichen
von Hitze zu verhüten, falls aus Nachlässigkeit die Thür offen
gelassen war. Zu dem Zwecke sind in "Pompeji die Thür-
pfosten geneigt.
uevor CP: assignati L 19 eiae D óvvog om. L (aere qui est in
utre). vid. indicem s. v. &v 20 f. Emiondosran (và KAvasidın).
cf. p. 178, 14
»
184 HP$NOZ AAESANAPERZ INETMATIKRN A.
neol 08 Tas Oxsgoyóg Eregoı Enınelodwoav ol N, &
ETITENWUROUEVOL üvoOtv xci Gz£yovreg End Tod ÓLa-
gocyuorog Ocov
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0 y&o ano i£o9cv dia Tod © oToulov x«l vob OII
GoAWvog sig TOv xsvoUusvov cTózxov «oos. éàv Ö8
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eig To éxvróg uégog dıa vàv ZHO, KAM coAMijvov: 2o
tod Ó& dEgog un Eyovrog mugeloövow eg To AB
ayyslov, ooxéru. QsUGsL 6 oivog, Üxgıs Qv Exgedon x&v
Fig. 41a.
v0 ÜÓco. x«i zAw TOD £pog &yovrog ze«osícóvouw
1—3 neol... diapodyuaros om. T,, add. T, 2 of &vo-
9sv G 15 0: 7] Par. 2512 20 g£9 T 23 fyovrog a:
eyóvrog Vind. 120
1oi N, 5 om. L 4 Öidogvoıv sivo, b 7 £99 C
16 Qésuww vóv oivov om. bL 17 ro? (ante OII) om. B
18 de aP: óy BC 22 duosdon aCP: éxoevoe, B 23 £yov-
rog om. bL ztcoelcÓvow sóoórvrog bL
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 185
ragen. Um die hervorstehenden Enden sollen andere
Röhren v und $ gelegt werden, welche oben verschlossen
sind, unten fast
bis an die Scheide-
wand reichen und
nur den nötigen
Raum für den
Durchflufs von
Wasser freilassen.
Eine andere Röh-
re zo stehe dicht
unter der Scheide-
wand yó mit der
Röhre £49 durch
eine Öffnung in
Verbindung. Nun
fülle man, nach-
dem man die Aus-
flufsróhre s zu-
gehalten, das Ge-
fáfs «B durch eine
Öffnung g mit
Wein. Das Ge-
fäls!) ist nach
dem Eingielsen
(wieder) zu ver-
schliefsen. Wird
Fig. 41. nun das Ausflufs-
rohr & geöffnet,
so so erfolgt der Ausflufs des Weines. Denn die Luft dringt
von aufsen durch de Mündung 4 und die Röhre oz in
das entstehende Vakuum ein. Gielsen wir aber Wasser
auf die Scheidewand yd, so geht es durch die Röhren £5
und xAu nach auísen. Da alsdann die Luft keinen Zu-
a5 tritt mehr zum Gefälse «ß hat, wird der Wein so lange
1) Genauer wäre: ‘Die Öffnung”.
195
186 HPS$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
6 oivog des. Óóvova, Ó$ vrl tod OII owAnvog
&repog O6vvreronu&vog TE diapodyuarı sivo. 6 PZ,
eol Ov Ereoog 6 TT zeguxs(o)c Öuolwg volg N, 5,
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Tod Ayyslov vóv P2. xol và word cvuMjcsvot.
XLI.
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0 Ooéxov siAsivat, x«i ze«gsorog "HoexAig vobsóov
x«i unAov &ruxeuuévov Ti Bcosu &xàv TO uijAov uuxgov
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&g1j6s. v0 [Aog zxgóg tv dodaovre, 6 Ó& Ópdxov
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qocyuc Eyovoa ro IA‘ và 03 dıapodyuarı Gvugvig
&cvo xoiAov xóAovoov xovágiov TO EZ Eyov EAd000v«
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aneyovra 6009 Üdarı HLdopvaıv‘ rovro Ó& cvvsounuoi-
ousvov Eorw Ersoov v0 © xul é& üAvosıdlov TIvög
anodsdeuevov dıa Tonuarog sig TO K uwiüAov Emıxei-
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KEOATIVOV EXOV EVTETAWEVNV TNV VEVORV Gz£yovoav
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8 eileitaı AB: eleitıı CGPT 18 «a1 A()BCGT,: om. PT,
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2 eivaı to dıiapgdyuarıtr.b 5 vv PZom.bL 7 égé-
ornne à: Eorıme b: consistat L — 8 «al vo£eóov BC 9 puxoóv
om. bL 10 vj xeıei om. b: manu L 15 «ólovoov BL
(conus . . mutilus); om. CP 15—16 róv iAkccova wowAov ToV
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 187
aufhören zu fliefsen, bis das ganze Wasser abgelaufen ist.
Wenn die Luft wieder Einlafs hat, so fliefst der Wein
(von neuem). Es kann an Stelle der Röhre oz eine
andere oc (Fig. 41°) durch die Scheidewand getrieben
5 sein. Um diese setze man in gleicher Weise wie v und &
eine andere rv, die jedoch so viel höher sei als diese
(beiden), dafs sich oc über den Rand des Gefüfses erhebt.
Dann werden sich dieselben Vorgänge wiederholen.
o XLI.
10 Auf einer Basis steht ein Bäumchen, um welches Herkules und
sich eine Schlange windet; daneben steht Herkules v eem
als Schütze. Auch ein Apfel liegt auf der Basis.
Hebt man mit der Hand!) den Apfel ein wenig!) von der
Basis auf, so soll Herkules den Pfeil nach der Schlange
15 schiefsen, diese dagegen zischen.
Die erwähnte Basis sei «(9 (Fig. 42). Sie sei luft-
dicht verschlossen und mit einer Scheidewand yo ver-
sehen. An dieser sei ein kleiner, hohler Kegelstumpf &&
befestigt, dessen kleinere Grundfläche $ nahe dem Boden
20 offen sei, aber noch Raum genug für den Durchflufs von
Wasser freilasse. In diesen hohlen Kegelstumpf sei ein
anderer (massiver) Kegelstumpf $ genau eingepalst und
mit Hilfe einer kleinen, durch ein Loch (nach oben) ge-
henden Kette an den auf der Basis liegenden Apfel x ge-
25 bunden. Herkules halte einen kleinen Bogen aus Horn
mit gespannter Sehne, letztere in genügendem Abstande
von seiner rechten Hand. In dieser sei in der Richtung
auf die Schlange (ein Drücker, d. h.) eine Hand ange-
bracht, die der äufsern in allem ähnlich ist, nur dafs sie
1) Die Worte “mit der Hand’ und “ein wenig? fehlen in b.
€ (e£ CP) tr. b 17 óudoovciwv eivaı b 19—20 eis to émi-
neluevov Tjj Baosı wijiov vo x tr. b (ró x om. BL) 20 xecs-
qívo AB: x«i éyévo CP: teneat autem L
188 HP9$9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKQN A.
xoà ndvre z Av Ov uuxoi, &yovoa xoi vov d in
éx 0$ TOD (xoov Tijg 6XKOTNELaS &AvGs(ÓLov N Oz. oTOG
&zo0s0ó69c Oi Tijg Pdoswg
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viv sioe xevoxAsioousv vov
syaornolav, BOTE Eivaı TETC-
uévqv mv ondorov xci fud-
eodaı To wijAov slg TO xvo wEgog. &ovo Ó& 7 ozáo-
vog ÖLE vov Gopuorog x«i vic yeigog Eowdev roO 'Hoo-
Fig. 42a.
à 188, 8—190, 5 émonmecóucüo ... ,rosigrov de To 15
—.b 188, 16—190, 25 Zmionaoöusde 00V To vóbov xol
on ví xeloe 100 "Hoaxklovs Pohövres werenhelsouev mv
oyaoınglav, &ore elvaı verauevnv mv Gmáorov xL BucteotoL
r0 uÀov sig TO xdro uEgog. Eorw de m omdgrog dia Tod
Gouerog xol vijo yEıoös £Gc tv rod "HooxAéovg. x Ó& Tod 20
NE
1 x«l ATb: ö: G 3 dnodsdochw Leid. Seal. 45 ali:
é&modsdzo8o G: amodsdeccdo ATbL die víjg Pdoswg &mo-
dedecdw tr. T 9 f. <Bekog) omo[Aióvrsg. cf. p. 186, 11.
188, 17 adn. 190, 16 10 xorexAsícousv T
1 örı om. b: praeterquam quod L Eyovoa aBC: £yovze P:
habens L f xal £yovca ir. oyaorneiav (yoovno. CP) rg
vevgäg bL 5 £v. évósOsuévov bL 17 sub manum sagit-
tam Herculis proiciens L.— f. CPERos) Parövres 19— 204, 22
foro ... Ó fufoAsvg om. B, in textu signo A ab alia manu
addito, quae eadem in margine adscripsit: Aslmesı moAA& év-
taöde. manus prior verbo weoeog nullo intervallo nulloque
signo verba xei EuWAlypeı (p. 204, 22) adiungit. easdem partes
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 189
klein und mit dem Abzuge (Schasteria) versehen ist
(Fig. 42a). Vom Ende des Abzuges leite man eine kleine
Kette oder eine Schnur durch die Basis nach einer auf
der Scheidewand stehenden Rolle und auíserdem nach dem
es
NUN
Ev
Fig. 42.
5 Kettchen, welches den massiven Kegelstumpf mit dem Apfel
verbindet. Nun wollen wir den Bogen spannen, (einen
Pfeil) unter die Hand!) legen und den Abzug einstellen
(schliefsen), dafs die Schnur straff und der Apfel fest nach
unten gezogen wird. Die Schnur gehe im Innern des
1) Zusatz in b: “des Herkules’.
(p. 188, 19—204, 22 Zero ... EußoAevg) versio Latina cum recen-
sione priore (a) consentientes habet
1955
190 HP£NOZ AAESANAPER2Z IINETMATIKSN A.
xA£ovg. &x 08 TOD Óiepodcyuerog Gversuvévo GoAqvá-
guov Into viv fécw vàv si9iouévov ovgißew' vobvo 0$
éGvo Ind v0 ÓsvÓgUgiov N z«Q wurd To ÓtvOQUQiov.
zexmAmoóoG)o Ós v0 AA &yysiov ÜÓ«rog. xoi £oro có
uiv Óósvógiqiov v0 AM, vo£coiov ó$ v0 NS, vevok 08
n OLI, n 0$ Enıkaußevouevn xelo * PZ, Gyo6vuoío 05
n TT, ondorog 0$ v) O X, voóyuAog 0 6 X, meol Ov 1j
ordorog, ovolyyıov 0$ vo PR. àv oov éxdory vig v0
K uijAov, Gvvezagsi x«i TO € Kwvdoıov x«i éxvozcéosvot
viv TO X ondorov xoi 6ydosı viv qeioo, ove Gqebivet
to BéAog. xoci ro Ev vÀ AA &yysíp U0cQ YEodusvov
eis ro BI' éxxgovGsu; vov £v «ovd déow Ow Tod
GvQvyyíou xci vOv Sov &zorsA£osi. v&tÜ£vrog bt voO
undov zAwv TO xcoviguov év«guóccav TO évíoo OTE-
yvoosı Tiv QUciw, Govs UNXETL qUOcyysoOUQL. div
oov xcvcoru.GOus0ce Ta xcvà To PEiog nal édcousv.
zA«oo9é£vrog Ö& tod I'B &yysíov, míAw xsvot)ucsvot
did vwvog xgovvoO xAsıdlov Eyovrog' v0 Ó& AA zAquoó-
Gousv (g xci TO zórsgov.
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Öiapoayuarog Avarsıveıw oWwAmvdgıov dvomég viv fécw cv
, , , , > [4 . M x Ld
eidıousvov Gupgítewv nvsduarog ElomE00vrog' voUro de foro
$x0 To devöguguov rag” c)r0v Tv Opıv, Gore To &vo
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7 vedzilos Vindob. 120: ro«yılos a n (post 0v) G,b:
6 AG,, T e corr.
b (in his igitur partibus — OP) 10 v49 P
11 «ó x. E P 14 ujAov Evda Ensırob 14—15 oveyvó-
25
ai
1
2
ex
e
e
e
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 191
Herkules durch den Körper und die Hand. Aus der
Scheidewand steige über die Basis ein Róhrchen auf, von
derjenigen Art, die zu pfeifen pflegt.) Diese Röhre gehe
unter oder unmittelbar neben das Büumchen.?) Man fülle
nun die Kammer «à mit Wasser. Das Bäumchen sei Au,
der Bogen v£, die Sehne oz, der Drücker, der sie falst, oc,
der Abzug vv, die Schnur gy, die Rolle, über welche die
Schnur läuft, y, die Pfeife o. Hebt man nun den Apfel x
auf, so zieht man auch den Kegel 9 mit empor, spannt die
Schnur vg; (noch mehr) und zieht den Drücker?) ab, dafs
der Pfeil fortfliegt. Zugleich geht das in der Kammer «d
enthaltene Wasser nach y, prefíst die dort vorhandene
Luft durch die Pfeife heraus und erzeugt den (zischenden)
Ton. Wird der Apfel wieder*) hingelegt, so schiebt sich
der (massive) Kegel wieder in den andern (den Hohl-
kegel) und stopft den Ausflufs ab. Und so hört die Pfeife
auf zu zischen. Nun mag man den Pfeil wieder auflegen
und (eine Zeit lang) liegen lassen. Hat sich y gefüllt,
so wird man es durch irgend ein mit einem Hahne ver-
sehenes Ausflufsrohr (einen Kran) wieder leeren. «ad aber
fülen wir wie vorher.
1) Zusatz in b: “wenn Luft eindringt’.
2) Zusatz in b: “Diese Röhre gehe unter das Bäumchen
unmittelbar neben die Schlange, dafs ihre obere Mündung
scheinbar den Rachen der Schlange bildet’.
3) Es wird bei der Rekonstruktion Fig. 42a, zu welcher
eine handschriftliche Figur nicht vorhanden ist, vorausgesetzt,
dafs der Drücker (d. h. die innere Hand) bei o schwerer ist
als bei c und infolgedessen bei o sich senkt, bei c aber hebt,
Sobald v nach unten gezogen ist.
4) Zusatz in b: “an seine frühere Stelle’.
ce a: Epeksı C: xol Ee, P 15 gO9éyysctoet và ovgiyyıov b
16 »oraprıoouste b ^ édcousv b 17 mAnooQiv P v0 y
&yysiov b 19 x«l om. b 20 zig ıv (cw om. b 23
TÓ
c)0r0 C: advo ro tr. P
2272?
199 HP929NO£X AAESANAPERZ IINETMATIKSN A,
XLII.
"TOÓocvAuo00 Ópycvov xovccxesvy.
"Eóvo vig Boulonog ydAneog 6 ABI 4, iv à V0cQ
&otw' Ev Ob và Ddarı xoi|Aov NuLopaipıov xeveovoau-
u£vov Zora, 0 xeAsivuu. nvıyebg 6 EZHO £yov Ev
To OoyoG dıdoovov sig và no0g TO zxvOuév. uégm.
and Ó& vijg xogugijg abrod Óvo Avarsıverwoav GoAivsg
Gvvreronusvor «Orà Uno vov [ouícxov, sig uiv Ó
HKAM xevaxexcuutvog sig TO éxvóg Tod Douwíoxov
uépog xci Ovvrergnusvog zvE(O, vij NAOI xévo To
óvóu« éyovom xci mV Evrog Enipaveıav Ópfgnv zog
EußoAca &zsuoycouévqv. Tadım Ó$ EußoAsbg &ouoocóog
&orw 6 PX, Horte £go un zeganveiv' v Ó& Eußokei
vugpvng é6ro xe«vov 6 TT ioyvoos opddon" zgóg Ó&
tov Gguótovra Ere0og xavov 6 TO zsgl zsgóvqv
xıvodusvog viv zgóg TO T" 6 «rog 0$ x«uAovevécdo
z90g Op0iov xavóvc vov PX fspuxóvea dopaiög. Tij
0$ NZOI zv&(Ó, éxvxeío0c Hard vov zvOu£va &vsgov
mwvgidıov TO 2 cvvvevQquévov covij xci émuxemoua-
Guévov éx TÜV vo usogv xol £yov voUzwqu«, Óv o
ó «qo sicsAsUGera. eig nv nveide. Uno 08 TO vQU-
nu Asmidıov iov EXIPOLOOOV cor0 xci GvsyÓusvov
1 Hoc caput edidit J. G. Schneider Eclog. phys. I, 2, 227 —230
5 Kyov 4t 7 &vevewéctocov T 15 &ouófovv« a: ad
hanc autem accommodata L: f. zoóg d: vóv (T T xuvova Eorwo)
&ouófov megi A, Gb: zeo& A,T 17—18 7 d& PT: ci; A:
cw G 19 auch CG,P: eóvjj 0$ AG,T 20 £yov A Gb:
Zyov T. 22 &vseyóusvov PT: &vreyóusvovy ACG
. .9 tie Powionog zcÀxsog 6 a: dyyeiov gdAxsov vo b 50a:
zo b &yov P 8 ómio rov Pmuionov A: bztoéyovvsg eig và
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 193
XLII.
Bau einer Wasserorgel. Die Wasser-
Es sei «y à (Fig. 43) ein kleiner bronzener Altar renda hin
(altarähnlicher Behülter)?), welcher Wasser enthalte.
5 Im Wasser befinde sich eine umgestülpte, hohle Halbkugel,
ein sogenannter Windkessel (Pnigeus)?) e$n® mit einem
Durchflufs im Wasser nach dem Boden des Behälters.
Vom Scheitel des Windkessels sollen zwei Röhren über
den Altar*) aufsteigen und sich nach dem Windkessel
10 öffnen. Die eine nxAu sei auf der Aulsenseite des Altars
gebogen und münde in eine Büchse (Kolbenrohr, Stiefel)
v£om, welche ihre Öffnung unten hat und deren innere
Oberflüche zur Aufnahme eines Kolbens gerade gearbeitet
ist. Mit diesem Stiefel sei luftdicht ein Kolben oc ver-
15 pafst. An diesem sei eine sehr starke Kolbenstange zv
befestigt. In diese sei eine andere Stange (Querstange) vg
eingelenkt, die sich um einen Stift bei v bewege. Eben-
diese werde auf einer senkrecht und fest stehenden Stütz-
gabelp4 wie ein Brunnenschwengel auf- und niederbewegt.
20 Oben auf den Boden des Stiefels v£om setze man eine
andere, nach dem Stiefel offene, oben verschlossene und mit
einem Loche versehene kleine Büchse o (Fig. 43 und 43a).
Durch das Loch wird dem Stiefel die Luft zugeführt.
Unter dem Loche sei ein Scheibchen angebracht, welches
35 das Loch verschliefst und von einigen mit Köpfen ver-
1) Vgl. auch Fig. 43c—h in den Prolegomena.
2) Nach b: “ein bronzenes Gefäls’.
3) Der Pnigeus (sonst ein Kohlenersticker) dient als “"Regu-
lator. Eine andere Verwendung desselben s. S. 99, 7.
4) Statt dessen in b: “zwei nach aufsen über das Gefäls
hinausragende Róhren'.
&rtög Tod dyys(ov uéom b 9—10 vo? Boulorov wegog om. b
10 ovvrsrgruufvog b 14—15 zgóg Óà v0v cGouófovra A:
vovvo 6’ b 15 Ereoov P xovov &ouotéro bh 17 vy a:
75 b | 19—20 émuxezouoacuévov P: Enınouaousvov C
Heronis op. vol. lL ed. Schmidt. 13
194 HP2NOZ AAEEZANAPEQ9£Z IINETMATIKQSN. A.
" Fig. 43.
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da TEnuaTiov Und vuvov zsgovíov. x&go.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 195
sehenen Stiftchen mit Hilfe kleiner Lócher
oben gehalten wird, so dafs die Scheibe
nicht abfallen kann. Diese Scheibe nennt
man Plüttchen (Platysmation). Von £ steige
eine andere Röhre s& auf, die in ein
anderes, quer liegendes Rohr (Windkasten)
4% mündet (Fig. 43b). Auf diesen Wind-
kasten sind die nach ihm offenen Pfeifen o (Fig. 43) zu
setzen. An ihren unteren Enden sollen sie gleichsam
Fig. 43a.
N
R
N
N
N
N
TSESSSSSSES
SAL
DD.
Fig. 43b.
10 Kästchen (Schubfächer) haben und mit ihnen durch Öffnungen
in Verbindung stehen. Deren Mündungen ,8 (Fig. 43c)?)
1) In der rekonstruierten Figur ist ß nicht sichtbar. Die Mün-
dung | ist mit der Öffnung ‚ö in der Spezialfigur 43b identisch.
1 ronuoriov aC: ronuarov P
18*
196 HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKSNN A.
Govs un éxmímvewv TO Aenidıov, O OT) x«AsivocL wAarv-
oudtıov. And Ó& Tod Z Eregog &vortwvévo GoAmv Ó
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x«l éyovreg £x TÖV Andro usgüv Kauddneo yAcoGGÓxouc
GvvverQquéva abrols, Gv và orduara üvepyóva £ovo
v& ,B. dıa Ó& vv Grouévov và zóuova Óv090
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Ev adroig ronuara xardiAAnde yliveodaı volg rV (0AOV
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dia Tod Z S coAvog Ó ano ywonosı eis vüv mAdyıov Gojve
TÓV av &n Ói vob nAaylov GoXijvoc gagnoEı eig vovg
auhodg, Orav verdhinke 001 »elueva [Ev] Toig avAoig Ta
Ev voig TOuasL ToNuarTe.
20
25
30
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 197
seien offen. Durch diese stofse man die Schieber (Fig.43b)),
deren Bohrungen so angebracht sind, dafs sie den Pfeifen-
mündungen gegenüber zu liegen kommen, wenn die
Schieber hineingeschoben werden, dafs dagegen die Boh-
5 rungen der Schieber von den Pfeifen wegrücken und sie
schliefsen, wenn die Schieber herausgezogen werden.
Wenn nun die Querstange mit Hilfe von g niedergedrückt
wird (Fig. 43), so geht der Kolben oc in die Hóhe und
verdrängt die in dem Stiefel v&os enthaltene Luft.
10 Diese wird mit Hilfe der erwähnten kleinen Platte das
Loch in dem Büchschen o (Fig. 43a) schliefsen und
durch die Röhre uA%n (Fig. 43) in den Windkessel
gehen. Aus diesem tritt sie durch die Röhre c£ in den
Windkasten 9%, aus diesem dann in die Pfeifen, wenn
15 die Schieberbohrungen unter den Pfeifen liegen, nämlich
wenn die Schieber entweder alle oder einige von ihnen
a 7—12 Wenn... Windkessel gehen = b 17—24: Wenn
nun die Querstange mit Hilfe von p gehoben wird, so geht
der Kolben oo nieder und zieht durch die in dem Büchschen
20 0 befindliche kleine Platte, welche sich nach der Büchse v£oz
öffnet, Luft an. Steigt der Kolben aber wieder infolge Nieder-
drückens der Querstange in die Hóhe, so verschliefst er die
erwähnte Platte, während er die Luft durch die Röhre urn
in den Windkessel drängt.
1) Die Schieber (griech. zauare, pömata Deckel) haben in
der äufseren Form mit den Registerschleifen der modernen
Orgeln eine gewisse Ähnlichkeit, sind aber gleichwohl nicht
mit ihnen identisch, da die Schleifen bei gezogenem Register
einer ganzen Pfeifenreihe den Zutritt der Duft vermitteln, die
Heronischen Schieber aber immer nur für je eine Pfeife.
2 £ Ab: q£ G: £u Amg.T 6 orouare ATb: orouıe G
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seclusi: roig &» Paris. 2512. cf. p. 198, 16, sed v. etiam lin. 9
b 23 «dvo spurium: f. &vo.
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 199
hineingedrückt sind. Damit nun die den Pfeifen ent-
sprechenden Bohrungen sich óffnen, wenn von den Pfeifen
einige!) tónen sollen, dagegen sich schliefsen, wenn sie auf-
hören sollen, treffe man folgende Vorrichtungen.
Man denke sich, dafs eins der Fächer (Kästchen) y,9
abgesondert liege (Fig. 43b)?); seine Öffnung sei à und
die mit dem Fache in Verbindung stehende Pfeife E
Der in die Lade passende Schieber S£ sei mit einer
Bohrung 4 versehen, die von der Pfeife s abgerückt sei.
Von einer dreigliedrigen Taste?) £9u i sei das Glied £9
an dem Schieber ‚s f befestigt. In der Mitte des Gliedes 9.
bewege sich die Taste um einen Stift u. Wenn wir nun
die Tastenspitze n nach der Fachöffnung ‚d hin mit der
Hand niederdrücken, so stofsen wir den Schieber ££ in
das Innere. Und so kommt, sobald er hineingeschoben ist,
die in ihm befindliche Bohrung der Pfeife gerade gegenüber
zu liegen. Damit aber, wenn wir die Hand fortnehmen, der
Schieber sich von selbst wieder herausziehen und von der
1) Handschriftlich in a: ‘eine’. Nach b: “eine oder einige’.
2) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 43d und 43f
in den Prolegomena.
3) Einem dreigliedrigen Winkelhebel, dessen beide Enden
sich nach entgegengesetzten Seiten rechtwinklig umbiegen.
Das dritte Glied £ 9 ist in der Rekonstruktion mit dem zweiten
Fu nicht aus einem Stück, sondern hat freien Spielraum darin,
um ein Einschieben von s $ ohne besondere Schwierigkeit zu
ermöglichen.
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20
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 201
Pfeife abrücken kann, wird folgende Vorrichtung getroffen.
Man setze unter die Fächer!) eine Leiste "m die: ebenso
lang als der Windkasten G9) ist und ihm parallel liegt.
Auf dieser Leiste sollen kleine, elastische und gekrümmte
Hornspateln festsitzen, und davon soll eine 7 dem Fache
jy gegenüber angebracht sein. An ihr Ende binde man
eine Sehne und ziehe?) sie rings um das Ende 29, so dafs
die Sehne schon straff ist, wenn der Schieber heraus-
geschoben ist. Drücken wir nun die Tastenspitze j nieder
und schieben den Schieber hinein, so zieht die Sehne die
Spatel an und richtet so deren Krümmung gewaltsam
gerade. Lassen wir aber los, so biegt die Spatel sich
wieder in ihre frühere Lage um und zieht den Schieber
aus der Mündung heraus. Und so wird die Bohrung ab-
gerückt. Diese?) Vorrichtungen werden bei jedem Fache*)
getroffen. Sollen nun einige von den Pfeifen ertónen, so
drücken wir die entsprechenden Tasten mit den Fingern
nieder. Sollen sie dagegen nicht mehr pfeifen, so heben
wir die Finger hoch. Dann werden sie aufhören, sobald
die Schieber herausgezogen sind. Das Wasser wird des-
wegen in den kleinen Altar?) gethan, damit die überschüssige
Luft in dem Windkessel, ich meine die aus dem Stiefel
hineingeprelste, das Wasser zum Steigen bringt und die
Luft selbst so zusammengehalten wird, auf dafs die Pfeifen
immer Luft haben und tönen können. Der Kolben oc
prefst, wenn er emporgehoben wird, wie gesagt, die in
1) Nach b: “das Fach’.
2) Nach b: “binde?.
3) Nach b: “Derartige.
4) Nach b: “bei jeder Pfeife’.
5) Nach b: “Gefäls’.
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XLIII.
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miypiviov ivan, n Gguoodjozren 01d egovng 6 T T xavov
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Velodal TE Hal nardyeodaı.
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nem optimam coniectura invenerat Meister): uy cb 9 pag A.GT
éufoA£og T 12 &ouocTjoerot a: (O0) &guoct1jotvot Butt-
mann 1.1. p. 143: (0105 &ouoct1sevat Meister 1.1. p. 185 adnot.:
f. (7) douoodrocrau (sc. 6 T T xovàv) (Aal)
2 ix aC: ixi P 7—8 £ÉEo$9tv &£gog tr. b 8—9 &vo-
Qovusvov a: elowdodusvov b 16—17 'Ooydvov ... «400 A:
15
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 203
dem ‚Stiefel enthaltene Luft in den Windkessel. Wird
er nach unten gezogen, so öffnet er das in der kleinen
Büchse c befindliche Plättchen, durch welches das Kolben-
rohr von aufsen mit Luft gefüllt wird. Wird der Kolben
s dann wieder aufwärts bewegt"), so drängt er daher die
Luft wieder in den Windkessel. Praktischer ist es, wenn
sich auch die Kolbenstange rv bei z (Fig. 43)?) um einen
Stift bewegt und am Boden des Kolbens in einen Doppel-
zapfen, durch welchen ein Stift zu stecken ist, eingelenkt
10 wird, auf dafs der Kolben sich nicht verdreht, sondern
senkrecht auf- und niedergezogen wird.
XLIII.
Bau einer Orgel, die eine Pfeife tönen läfst, wenn Dis E
der Wind bläst.?) Windmotor)
ı5 Es seien « (Fig. 44) die Pfeifen, f» das mit Fig. 4.
ihnen durch Öffnungen in Verbindung stehende Querrohr
(Windkasten) und de das, Steigrohr. Aus diesem führe
ein anderes, horizontal liegendes Rohr e$ in den Stiefel
n%, dessen innere Oberfläche für einen Kolben gerade
20 gemacht sei. In diesen Stiefel passe ein Kolben x4,
der sich leicht darin abwärts bewegen kann. Mit dem
Kolben sei eine Kolbenstange uv verbunden, die (selbst)
a 6—10 Praktischer ... eingelenkt wird = b 24—27:
Besser ist es, wenn auch die Kolbenstange vv sich bei r um
25 einen Stift bewegt. Daher ist am Boden des Kolbens ein
kleines Gestell anzubringen, in welches die Kolbenstange cv
mit Hilfe eines Stiftes eingelenkt wird.
1) Nach b: “hineingestolsen’.
2) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 43c und 43e.
3) Statt dessen b: “Ein solches Instrument kann auch
tönen, wenn Wind weht’.
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vov $yov &movtitiv b 20 và (ante T) C: v0 P
230
904 HP2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN A.
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17 Exeiyovraı C'T: Eneiyovraı AGP f. n&ocaı (al midraı)
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I 205
an einer andern Stange v5 befestigt ist. Diese bewege
sich wie ein Brunnenschwengel um eine Achse oz auf und
nieder. Bei v sei ein leicht beweglicher, kleiner Stift.
Auf & lege man eine kleine Platte &o fest. Neben £o
Fig. 44.
5 setze man eine Querstange c6 als Achse; ‚sie bewege sich
um eiserne Zapfen in einem transportabeln Gestelle. Mit
der Achse c seien zwei kleine Wellen v und g verbunden.
Von diesen sei v mit (speichenförmigen,) kleinen Stäben
versehen, die sich auf die Platte £o legen. q habe dagegen
206 HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKS9N A,
TÜüg oVoıyyas x«l vroUg @bAodg x«l vOv qyov dmotekgosı.
éEsor. 08 TO zmijyux TO &yov vüv ÜEova émwovoégsuv
del zmgóg vOv nveovre üvsuov, óg v Piaiorson x«i
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23309 GUVEYEOTEOR N émioTQogn] Yivntaı.
4 ylyncaı AG: yerncoı T in fine libri ”Howvog &Asfov-
Ópéog nvevuarınav zoórov add. AG,: "Hoovog &At&avOoéog
nvevuarıröv zoorov r£Aog add. T: om. G,
4 yivnraı B: yiyvnraı CP subscriptionem om. b
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 207
ruderartige Flügel, wie die sogenannten Windmotore
(Anemuria).!) Wenn nun (der Reihe nach) alle Flügel
vom Winde einen Stofs erhalten und angetrieben werden
und die Welle p umdrehen, so dreht sich auch die Achse
5(c) mit. Die Folge ist, dafs die Welle v mit ihren
Speichen in Absätzen auf die Platte £o schlägt und den
Kolben x4 emporhebt. Wenn die Speiche sich wieder (von
der Platte) entfernt, fällt der Kolben nieder, prefst die
in dem Stiefel 7% enthaltene Luft in die Röhren und
10 Pfeifen und bringt den Schall hervor. Das Gestell mit der
Achse kann man immer nach der Windrichtung drehen,
damit die Umdrehung lebhafter und stetiger wird.
1) Anemurion ist sonst die “Windfahne’. Seine äulsere
Einrichtung kann indessen nach der handschriftlichen Figur
nicht zweifelhaft sein. S. oben in den Prolegomena Fig. 44a.
Es ist danach fraglich, ob man mit Woodoeroft (a. a. O. S. 108)
und Rochas (a. a. O S. 200, 1) an Windmühlenflügel denken
darf, da aufser den pompejanischen, von Sklaven oder Eseln
getriebenen Mühlen (Overbeck-Mau Pompeji. S. 386—388) aus
römischer Zeit nur W.assermühlen (Vitruv, Varro) bekannt sind.
195?*
HPOQNO£X AAEZANAPEQX
IINETMATIKQN
AETTEPON.
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uEvov TO Oogocigío' sig Ó& TO Ogpaıplov TonudTıov
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ooAnvagıov TO ZH YEoov ozó v0 Or(ov TOD &yysíov
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xo eo9c Sodvágiov kentov T0 JE ‚Suvrergnuevor To
spaugla' eig de zo Spaıglov Tonudruov Eoro "obs To Karo
wEgog, T0 Z, dp’ o9 &voravévo coAqvdgiov TO 2 H ovvnu-
6 öcanı A &&v ab: àv Paris. 2512 7 Engel A, b:
T
Engeiodaı A,G,T: ixos? G,: effundit L 9 và (ante AB) Tb:
DIE DRUCKWERKE
HERONS VON ALEXANDRIA.
BUCH ll.
I.
5 Konstruktion eines Gefüíses, welches die Mafs- Die Mafskanne.
kanne (Dikaiometer) heifst. Füllt man diese mit einer PE
Flüssigkeit, so fliefst immer die gleiche Quantität aus, so
oft man sie auch umkippt.
Es sei o (Fig. 45) ein Gefäls, dessen Hals durch die
19 Scheidewand «8 verschlossen sei. Auf dem Boden des Ge-
füfses stehe eine kleine Kugel y, welche ein so grofses Mafs
aufnehmen kann, als ausfliefsen soll. Durch die Scheide-
wand setze man ein sehr enges!) Röhrchen de ein, welches
luftdicht in die Kugel mündet. In ihrem untersten?) Teile
15 habe die Kugel ein kleines Loch f, von dem eine kleine
Röhre &n aufsteigt, sich unter den Henkel des Gefälses
1) Nach b: “ein enges’.
2) b: “unteren’.
ro AG 19 Aszróv proponit Rochas p. 152 13 r0. 011
có AT
1—3 inscriptionem hab. AG, T: om. G, bL 6 zoórov à? a:
ov:wog b, quo L 11 &noggeiv BovAousde ir. b 18 x«9-
síc9o BC: xsícüc P Aemróv b: tenwissimus L 20 &va-
ctu ézo CP: &vozswécdo B
Heronis op. vol. L ed. Schmidt. 14
196
210 HP9NOZ AAEEZANAPE9Z IINETMATIKRN B.
GvvrerQnu£vov cOvQ xo(AQ Ürdoyovri. «o Ó$ TO
elonusvov Toijux &vsgov é£6vroO cQoiu« q&oov sig TO
xÜroc Tod Ayysiov TO A. éyévo de TO @riov xal
dıiadyıov v0 ©. xcvcAeBóusvor oov TO O dıavyıov
Amowoousv TO G&yytiov vygoD OÓi& Tıvog Ózijg, jug
usre | viv éyyvow oTsyvadmoereı, N xci Ov abroV
tod AE GoAi«vog zAqoovo90 TO &yytiov, Óóvrog wévcot
Ev TO xOvsL Tod Gyysíov AsmvoO tomuarog, Óv oo Ó
No Exxgovodmjoeraı' GvuzAnooOc0sra, 0b xal ro I'
Gpaıolov $ygoD did Tod AE coAqvagíov. àv oov
KATaoTgEHavrss TO Gyycsiov &vOusv r0 © dıavyıov,
éxgevocL TO Ev TQ I' opaıoim Oygóv xol TO £v tO
AE coAqvagío. záAw oov éàv xovaAcfMóusvo, TO
uévov TO crío Tod Gyysíov owAmvosıdei xol voro Omáo-
yovri. mag db rà elonpévov voie ro Z £6vro Tonua
®ov gégov sig TO wörog ToU Ayyelov 10 4. fio ói
rd (Oríov al dıievyıov ro ©. voraraponevor oov vó O
dıavuyıov mÀmocGousv TO Gyysiov OyooU did Tivog Orig,
Aug wert mv EÉyyvow oreyvadnoerar, 7) xol Óv oro od
AE cwhijvog nAngovodw To &yysiov, To dEgog Enywgoüvrog
dic Tod © dievylov. qavsgóv ovv Orı xal vó I’ opaıplov
nAnowdnoereı OyooU 3| did [ve] voU AE coAqvegíov 7| dıa
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20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 211
legt und in den ausgehöhlten Henkel mündet.") Neben
dem erwähnten Loche?) führe ein anderes Loch A in den
Bauch des Gefüfses. Ferner
sei der Henkel mit einem Luft-
loche ® versehen. Nun wollen
wir dieses zuhalten und das
Gefüfs mit einer Flüssigkeit
durch eine Öffnung füllen, die
nach dem Eingiefsen geschlossen
wird. Oder es mag das Gefäls
auch durch die Röhre de selbst
gefüllt werden; doch muls als-
dann in der Gefälswand ein
kleines Loch?) sein, durch wel-
ches die Luft hinausgetrieben
wird. Zugleich wird auch die
Kugel y durch die Röhre de
mit Flüssigkeit gefüllt.*) Kippen
| wir nun das Gefäls um und
Fig. 45. lassen das Luftloch 9 los, so
fliefst die in der Kugel y und
der Röhre ds enthaltene Flüssigkeit aus.?) Schliefsen wir
das Luftloch wieder und richten das Gefäls auf, so füllt
1) Nach b: ‘von dem eine kleine Röhre £5 aufsteige und
mit dem gleichfalls röhrenförmigen Gefäfshenkel verbunden seı’,
2) b fügt £ zu.
3) Dafs auch dieses nach dem Eingiefsen durch die Röhre
ós wieder zu schliefsen ist, setzt der Autor nach dem Vorher-
gehenden als selbstverständlich voraus, Ubrigens könnte das
Luftloch $ oder die zuvor erwähnte Öffnung sehr wohl den
Dienst des kleinen Loches versehen.
4) Nach b: ‘Oder es mag das Gefáfs auch durch die Röhre de
selbst gefüllt werden, indem die Luft durch das Luftloch 4
entweicht. Offenbar füllt sich nun auch die Kugel y entweder
durch die Röhre ds oder durch das kleine Loch A mit Flüssigkeit.’
(Die Luft entweicht bei £ zum Teil in Form von Luftblasen.)
5) Zusatz in b: “Das Loch 4 und die Mündung & der
Röhre $n& müssen unmittelbar am Boden der Kugel nahe
bei einander liegen.’
14*
196 extr.
919 HPQ2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKS$NN B.
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KEVOOLV x«i cor0g xcevotbosru,. «Ur Ó$ N ÖLapopk
navranaoıv Ehaylorn Eotiv.
II.
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Zik Tod Gvóuerog abrod Óvc)sir«, GoAQv &mxéyov
uiv and Tod zvOuévog Poayd, cvvsGveyvou£vog de v6
oröuarı xci eig Aszmvov Ovvnyusvog OTÓuLov. éàv
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éyyéousv Ói& vivog Óziüjg Oyoóv xci uevà nv Eyyvoıv
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Gouev Trqv Óózxqv xci Avßusv TO Tod OWATVvog OTOULoV,
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O£vvog x«l z&miAmuévov &£pog.
xovoloBóuevor TO dıadyıov &vecroéousv TO &yyciov, stÀnoo-
Yrosraı TO Ggougíov dıa Tod A Tonuerog xoi To AE
GoAqvégiov.
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10 Gyyete AGh: &yyetov T Öiapvondevra (-oıd$- AG) ab:
f. (C&£oog» £ug vong évros. cf. lin. 18--19, sed v. etiam II 15
(p. 242, 9) avamıceı ab: dvanıkteran M,: comprimitur L
11 à? zoo T adrod codd. ‚ per orificium ipsum L5 &yyetov,
nisl forte sic legendum est: ’Eoro ti Gyyetov did Ó& roO
eróuorog abrod wr 12 to Tb: om. AG 14 oöv bL: om. a
5 owAnvog à: coAnvaoíov bL 12 uiv CP: om. BL
18 avanorıodnosraı CP: GvonvvtioQjoerot B 19 zenun-
pévov a: mılmdevros b 20 zö dyyeiov BCL: om. P
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 213
sich die Kugel und die Röhre.!) Denn die in ihnen ent-
haltene Luft wird von der eindringenden Flüssigkeit ver-
drängt. Kippen wir das Gefüís dann abermals um, so
fliefst wiederum die gleiche Menge Flüssigkeit, wenn man
5 nämlich von der Differenz absieht, die sich bei der Röhre de
ergiebt. Denn diese ist nicht immer voll, sondern entleert
sich ebenfalls, je nachdem das Gefäfs sich entleert. Diese
Differenz ist aber ganz unbedeutend.
I.
10 Manche Gefälse spritzen, wenn man hineinbläst, Ein Heronsball.
auf folgende Weise ie n
Wasser empor.
Durch die Mündung
eines Gefälses (Fig. 46)
wird eine Röhre hindurch-
gesteckt, die fast bis auf
den Boden reiche, in die
Gefälsmündung eingelötet
sei und (selbst) in eine
enge Mündung auslaufe.
Halten wir nun letztere
mit dem Finger zu, gie-
(sen durch eine Öffnung
eine Flüssigkeit, blasen
nach dem Eingiefsen durch
dieselbe Öffnung hinein,
verschliefsen sie durch
einen Hahn und lassen
fie. 46. die Mündung der Róhre
59738 los, so wird durch sie
das Wasser von der eingeblasenen, komprimierten Luft
emporgetrieben.
1) Nach b: ‘so füllt sich die Kugel sowie auch die Röhre de
durch das Loch 4°.
221!
214 HP9:NOXZ AAESANAPERZE IINETMATIKS9N B.
IH.
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Pavioereı yogsdvovre' ol yao Pouol dıapaveis, Hroı
beaAıvor N *EodTIvVoL, E6OVTAL.
Ad Tod Enımdgov xe«O(ísvu, ccAQv zoóg uiv iv
Baoıv cvoU0 Pwuod iv Avadaxı cvosqóusvog, zog Ó&
To vo uégog Gvouyyío Guugvsi ÖvTı TO £murvoQ.
éyévo Ó& x«i Eninexauusvae GoAqvéágus Ó GoÀQv Gvv-
TETONUEVE xci OVUPVN écvrQ xovàü Ówtusroov xsiusvo
&AANAoug x«i Tag (xouzüg» nal évaAAGE Eyovra. éxéro
dt 6 coAQv xal vóuzevov cvuquéc, 6 Enineitaı v
qoosvovra Eodın. EEapdslong ovv vij Qvo(ag Hsguaı-
Caput LI secundum b: 'Exí zıvos Bmuod mvoóg &va-
pOévrog Lodıd rıva wvxAuüg lordueva Óoxtiv Yogsveıv.
"Ecvo Bowuög 6 ABTA xol Ev air Eninvoov v0 EZ:
&zó Ó& Tic xogvgíjo rot émumógov. cov xo Oeo o moös
viv Bácw vo? Pwuoö 6 HO, ov rÓ mQ0g. v) © uégoc Ev
zvodaxı OTOEPEEHR. &yévo ài Ó codi obroc x«L Er&govg
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aAAmAovg, iv TO eorQ wege de Gvvomrouéívovg TO dm Tijg
xogvgijg Gov. voro: oltıveg 017) vÀ&yioL GoMjveg éyévooav
iml TÜV üxgov émixoumág, Gore TOV Eva MOOg TOv Ereoov
GroígeGO0o," émi voórov dt TÜV coAQvov zgóg voíg &xgoig
émuxc(ó0c xóxiog ovupung e)roóc 6 KAMN, ig! ov
1 De huius capitis in singulis codicibus loco v. prolegom.
2—3 xetoqovijoetet AG: narapaviserau T 5 non disting.
codd. 7 f. (iv) ovgıyyio ovugpvei M: ovupvn a (ij ex ei
corr. À) 10 xeuz&g M: om. a spatiis litterarum quinarum
vel senarum vacuis relictis
17 9 BL: x9 CP và B: ro CP 18 ö& om. L
19 «ícoxoeg B: 6’ CP 21 rovro b: om. L on BC:
ó? P: om. L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 215
III.
Wird auf einem gewissen Altare (Fig. 47) Feuer MAS
.. . ruc er-
angezündet, so kann man Figuren tanzen Sehen; wärmter Luft)
denn die Altüre sollen durchsichtig sein, entweder Fig #7.
5 aus Glas
oder Horn.
Durch
das Feuer-
becken wird
bis zur Ba-
sis des Al-
tars eine
Röhre ein-
gelassen,
die ‚sich
(unten) um
einen Zap-
fen dreht,
oben aber
in einer
Kapitel II
nach b:
Wird auf
einem ge-
wissen Altar
Feuer ange-
zündet, so
sollen
scheinbar
einige rings
im Kreise
stehende Fi-
| guren einen
Fig. 47. Reigen auf-
35 führen.
Es sei «yo (Fig. 47) ein Altar mit einem Herde (Feuer-
'becken) sf. Von dem oberen Teile des Herdes lasse man eine
Röhre 39 nach der Basis des Altars hinab. Das bei $^ be-
findliche Ende drehe sich um einen Zapfen. Diese Röhre sei
221 extr.
197
918 | HP9NOX AAEEANAPEQZ IINETMATIK9NN B.
vóusvog 6 ANE Ói& ToU Gvguyyíov qogosu sig vOv
GoASQv«, éx 68 rovrov Ói& TV &vexsxouuévov (6041-
voolav) stotoóusvog xci &vvsge(óov TQ TEÜgEL ToO
peuob Eniorosds vóv GoA6v« nal và yogsvovro Cou.
IV.
"Ex ówuAsuuudvov qovei yivovraı óovvQaoíov oUvos.
"Ayysiov Eotaı Gveyvóv, Óv oo qva Óisivat, ng 6
xecvAog AnEyEL And Tod zvÜüuévog 000v tOcv. Öıdogvoı.
dbreoneıtaı ÖE Tag Yavns Gyysiov xoiAov Ev xvóOa&i
oTospöusvov v& Pdon sig TO vo ué£gog £yov, sig O
orroovrar a foie. foro dt xol m tod Pwuod Um Oia-
pavııs, 7] é& otov ÖmAadn 7| xsodwvog, mg0c TO di cric
palvsodaı rà yoosvovr« Lodın. rovrov oÜrog xertoxsva-
Guévov iàv &véwousv Ertl TOD émwmügov zio, Otouowvóusvog
0 &v TO Gov. &»o ywonos xol dıa vOv 'ivoxexalvuuévov
GoMjvov zei orgkiye e)róv, Guo de xol vóv wóxiov, ig
ov ra Lodın Dífwxe, xol dogs votre qogstewv.
a 216, 6—218, 1 'Ex dielsıuudrov ...énígovvov 00co
— b 216, 19—218, 19 'Ex dielsiıuudtav qovol ógvi&agíov
yivovraı obrog.
Ayysiov EoTo oreyvör, 0i o qn xo9sirot, To 6
navkög Gmeyévo m ro nvOuévoc , 000v bdarı dıdogvoıy
elvan. ümeonelodn dt vijo ywvng &yytiov xoiAov Ev nvmdası
2—3 <o@Anvagiov) inserui. cf. lin. 16, v. etiam II 11
p. 232, 1 7 Eoraı a: f. ovo Av G, T: g@vog AG,
0 G, "T: om. AG, 8 Antyaı AG: dneyov T 10 c& Bien
T: c& "Boigv AG: Tus Botov &vo A: x&ro Burneianus 81 in
margine, quod Woodcroftio et Rochasio iniuria probatur
12 aut ex vitro aut utique ex cornu L 13 f. rovrov (ov)
Nx om. L 15 Gvoxexoivuuévav ‚(-vuev- P) b: goopertos
Lie Svynerakvuuevon): f. &vansnauuevov 01 dy ab IE
nayeircı b: cui effusori vum insideat L
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5
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. ZW
kleinen, mit dem Feuerbecken verbundenen Pfeife (Rohr).
An der Róhre seien auch kleine, (am Ende) umgebogene,
nach ihr offene Röhren befestigt. Sie liegen einander
diametral gegenüber, ihre Biegungen (x, u und A, v) gehen
5 nach entgegengesetzten Richtungen. Mit der Röhre sei
ferner eine Welle (Scheibe) verbunden, auf welche die den «
Reigen tanzenden Figuren gestellt werden. Ist nun das
Opferfeuer angezündet, so wird die Luft erwärmt und
geht durch die Pfeife in die Röhre. Aus dieser wird die
10 erwärmte Luft durch die umgebogenen Röhren hindurch
ausgestofsen, und indem sie auf die Wand des Altars einen
Druck!) ausübt, läfst sie das Rohr und die tanzenden
Figuren kreisen.
IV.
15 Man kann auf folgende Weise mit Unterbrechung _Der unter-
die Stimmen kleiner Vögel nachahmen. M
In einen luftdicht geschlossenen Behälter (Fig.48)
ist ein Trichter gesteckt, dessen Röhre (Schaft) nur so
weit vom Boden absteht, als nötig ist, um Wasser durch-
90 zulassen. Über den Trichter wird ein hohles Gefäls ge-
setzt, das sich um Zapfen dreht und dessen Schwerpunkt?)
ferner mit vier andern, quer (zu ihm, also horizontal) liegenden
Róhren versehen, die sich gegenseitig durchschneiden und an
demselben Punkte mit der von der Spitze kommenden Róhre
a5 verbunden werden. Diese quer liegenden Röhren nun sollen
an den Enden so umgebogen sein, dafs sich eine Róhre nach
der andern wendet. Auf diese Röhren lege man an ihren
Enden eine kreisrunde Scheibe (Welle) «Zu v und befestige sie
daran. Darauf sollen die Figuren stehen. Das Material des
s0 Altars schliefslich sei durchsichtig, nämlich aus Glas oder
Horn, auf dafs die tanzenden Figuren durch dasselbe sichtbar
sind. Wenn wir bei diesen Vorrichtungen auf dem Herde
Feuer anzünden, wird die Luft in der Röhre erwärmt, geht
durch die verdeckten Róhren und bringt die (senkrechte) Róhre
35 selbst zur Drehung, zugleich auch die Scheibe, auf der die
Figuren stehen, und diese werden zu tanzen scheinen.
1) Wir sprechen von einer Reaktion der ausstrómenden Luft.
2) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 48 in den Prolegomena.
19
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218 HPRQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
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orospöusvov Tà fom sig TO Gvo uéoog Eyov, sig 0 pegerau
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a 218, 15 — 220, 21 "4yysiov .. . &xoveAei — b 218, 21—
220, 28: "Ayyeiov Eorw mAslova &40v Öiapodyuara nrAdyın, Ev
0i Taig ywgaıg Óioijros qéoovreg sig Tag Dmoxsiuévog qoas,
jyovv AO uiv Tío mow@ıng sig vjv Ótvríoev, &mü de zig
Öevrioug sig vv voívv xol and Tijg Tolıng sig viv Terdormv
3 Papvrlıov AG,b: Paeddıov T,: PBaeidıovy Amg.G,T,
nooorsliuevov AGhbL: mooxsiusvov T 8 Envoödnıov A,,
corr.A, — 11 xaraoreepecteaı bL: narapeosodaı a 15 f.Eoro
zAéovo T 17 sqq. de recensione à v. prolegom. adnot. ad
fig. 49
\
2 nervodanıousvov B 3 y&ko BCL: óà, sed y&o supra
ser, P 6 &nzoreAeiv B 13 ö& om. B
I
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 219
oben liegt. In dieses ergiefst sich ständig ein Wasser-
strom. Ist nun das sich um Zapfen drehende Gefäls leer,
so steht es aufrecht. Es
hat nümlich ein kleines
Gewicht auf dem Boden
liegen. Ist es aber voll,
so kippt das Wasser nach
dem geschlossenen Be-
hälter um. Die in diesem
enthaltene Luft wird hin-
ausgedrängt und erzeugt
mit Hilfe einer kleinen
Pfeife den Ton. Der Be-
hälter wird durch einen
gebogenen Heber geleert.
Während der Entleerung
füllt sich wieder das sich
um Zapfen drehende Ge-
fäfs und kippt (von
20 Fig. 48. neuem) um. Das zu-
strömende Wasser darf
aber nicht in die Mitte des Gefälses mit den Zapfen fallen,
damit es schnell umkippt, sobald es voll ist.
(
V.
25 Man kann noch auf andere Weise in Zwischen- Dasselbe
3 & h - in anderer
räumen Töne hervorbringen, und zwar in folgender. Ausführung.
Ein Behälter (Fig. 49) hat mehrere horizontale Fe: #.
"^ Scheidewünde. Jeder Raum (Kammer) enthält einen Heber,
welcher in die darunter liegende Kammer führt. Die Heber
30 sollen nicht gleichmäfsig fliefsen. In dem unteren Raume
a 219, 28— 221,10 Jeder Raum ... hervor = b 219,32 — 221,32
Jeder Raum (Kammer) enthalte einen Heber, welcher in die
darunter liegende Kammer führt, d. h. von der ersten in die
zweite, von der zweiten in die dritte, von der dritten in die
35 vierte u. s. w. Die Heber sollen aber nicht gleichmälsig
fliefsen. In jeder Scheidewand ist ein Pfeifchen angebracht,
220 HP2NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKS9NN B.
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XL TOUTO rAngodoe y@gelv moLel TÓv de£ge did 100 dv dr
Svoryylov xal oras Nyelv. tir ndkıv Ouk Tod dv irn 25
Oro f irov 490v To „Üygöv eic vv KOT@TEgm qOoov moti To
Ev cvi Gvoiyyiov dwsiv xol imi vOv Aoımav 4o096v Ouolcc.
19 oreyvov AG: orevon T croco codd.: f. od 0Aov &y-
ystov, et f. steyvod Tod ÜAov &yye(ov Övrog post &moreAei (20)
transpon. voUrQ: f. Éxdoro (&yytío», nisi forte oreyvod ...
&zovtAsb interpolata sunt. cf. p. 218, 4—6
24. 25 «rjj b: f. airo 26 xororíoo BC: xarworeonv P
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 991]
wird allemal das Pfeifchen angebracht, das den Ton her-
vorbringen soll. Der Wasserstrahl geht (zunächst) in den
oberen Raum. Ist der obere Raum voll, so geht die
Flüssigkeit durch dessen Heber in den darunter liegenden,
5 bis sie zum letzten kommt. Da der Behälter!) geschlossen
ist, so wird die Luft, welche
Pe» | in jedem einzelnen!) Raume
(«C ^» enthalten ist, durch das
Kn Pfeifchen hinausgedrüngt und
10 MG 2 bringt den Schall hervor.
VIL
Ferner können Bälle Der springende
auffolgende Weise?) in vati Be
der Luft schweben.?)
Unter einem Kessel (Fig.
50) mit Wasser, dessen Mün-
dung verschlossen ist, wird
Feuer angezündet. Von dem
Deckel steigt eine Röhre auf,
deren offenes Ende in eine
kleine, hohle Halbkugel mün-
15
20
das den Ton hervorbringen
soll. Indem nun das zustró-
mende Wasser zuerst in den
oberen Raum geht und diesen
anfüllt, läfst es die Luft durch
dessen Pfeifchen entweichen
und so den Ton hervorbringen.
Fig. 50. Dann läuft die Flüssigkeit
30 wieder durch dessen Heber in
die niedriger gelegene Kammer und läfst deren Pfeifchen tönen
und bei den übrigen Kammern ebenso.
25
1) Die Worte: “der Behälter’ und ‘jedem einzelnen’ sind
nach Vermutung übersetzt. Vgl. auch vorn die Bemerkung zu
Fig. 49.
2) Nach b: “mittels folgender Vorrichtung’.
3) Statt dessen in b: ‘springen’.
199
999 HPS$9NOZ ALEZANAPEQZ HNETMATIKRN B.
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Kel opeiocı dt Óyobvvra, ém &£oog obcvog.
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oo éx Tod üxgov NUopalpgıov xoiAov GVVTETENTEL.
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pEoouEvnVv Avanovpißev TO ogoioíov sig vüv dEOR,
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Ev £oQ orgoyyUAov: coívro Ó$ Ggoeugíov Yiveraı
Eiarrov xobgorv, xci EußdAkeraı TO Gqoeugíov eig VIME
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Oévrog éx voU UO«rog xadedeı TO Gqeugíov 6 Ev uéco
TÓx0g. NOOOTEHEVTOg oov Tod érígov NULCPaLELlov
anorsieiteı TO zgoxsiuevov.
4 oröua AG: orouıov T 8 eis vóv d£oa om. T,, add. T,
9 vmoyeiodaı T 10 caput distinguunt GT: non dist. A(?) bL:
interpolatum existimat Rochas p. 156 adnot. 12 aórijg scripsi:
«orc a 16 óà.(&ouoctóv» 18 zoovíQevou G 20 $0a-
voc: f. Nuopaıglov to uíco A,T 22 anoreleitaı bL:
anotslei d
2 X«L... obrQg à: Hal opaloaı 68 Ógyobvrcu dıa HaTa-
exsvijg voLc0Tnc b 8 eis rov &£égc om. bL 9 éxoysicQo::
10
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 993
det. Werfen wir nun einen leichten Ball in die Halb-
kugel, so ist die Folge, dafs der aus dem Kessel durch
die Róhre aufsteigende Dampf den Ball in die Luft hebt,
so dals er schwebt.!)
5 VII.
Man stellt ferner zur Darstellung des Weltalls Figürliche
eine durchsichtige Kugel her, die in ihrem Innern regem.
Luft und Flüssigkeit und in ihrer Mitte eine kleine Fs. 51.
Kugel enthält.
Man macht nümlich
zwei Halbkugeln aus
Glas (Fig. 51). Eine
von ihnen wird durch
eine in der Mitte mit
einem runden Loche
versehene Bronzeplatte
verschlossen. Man stellt
auch eine in dieses Loch
passende, leichte, klei-
nere Kugel her und
wirft sie in die andere
Halbkugel ins Wasser. -
Dann wird auf diese
die verschlossene Halb-
25 kugel gesetzt. Und auch wenn man eine beliebige Quan-
tität Wasser herausnimmt, so bleibt die Kugel doch in
der Mitte sitzen.) Durch das Aufsetzen der zweiten
Halbkugel ist also die Aufgabe gelöst.
1) Nach b: ‘den Ball hebt, dafs er zu springen scheint’.
2) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 51 in den Prolegomena.
doneiv Öoyeioheı bL 12 Evrög «orig om. bL — cà u£co b
14 yívovrau b y&ào ABL: ó? CP to Ó$ à: nal zo b
15 £yovoo P 18 évéoo om. L
200
224 HPS2NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9NN B.
VIII.
H x«Aovuévo Aug&g oraßeı, NAlov Erıßaisvrog wor).
"Eoto Bdoıs oreyvn 1 ABI'Z, 0v $e yóvy 0.56090,
qs 6 x«vàAog Gzxsyévo and Tod zvOucvog Boayd Alav.
&ovo 6: xol opaıelov rd EZ, dp oo GoAQv qsoévo
eis mv cw &zxéyov And Tod nvduEvog Tod Ayyslov
x«i voU TEÜYOVg Tod opaıglov Boayd. naumdAog Ö8
Gípov Evaguooteig sig TO Gogeugíov qsgévo slg mV
yóvqv, xci &éufsAco9c sig TO Gqoigíov 00c9o. Orcv
oov 6 NArog émuBéAm TO Gqoeugío, Osouoavbüsig 6 Ev
nor duo ErdAlieı TO Dygóv, 0 On did vo H oipwvog
é£o Evsydrijoeraı xol did Tío yavns sig mv PBdoıv
wonoeı. dTav ÖL ENLIOKLKONT, ERXWONGAVTOS TOD &£poc
Ó.à Tod opaıplov 6 ccoAQv &veA(vera, TO ©ypov x«l
Avanimowosı vov KAEVOHEVTE« TÓmov: x«i vobro Lore,
c
óccxig Qv 6 Avg éxi Am.
IX.
GOocov sig ÜÓco yakdoavra "yov dzovsA£oau ijvoL
oVoLyyog N ógvéov cLvÓg.
"Eéóvo 4ocog 6 ABI cvoiju« &yov xara nv
NEN
Tod xoodußov xogvg1v ro A" xoiAog Ó& £cvo 0 #0gvußog
2 Zmıßaaövrog ABCG: Emißatlovrogs PT — 7 «ol Ab: om. GT
9 f. 0ócQo (OLd vwog rovnnuatog, 0 wer& viv Pyyvow sci
&necteyvocUo». cf. p. 228, 3—4 19 £&£o Eveydmostaı AG,:
eSeveydnoeraı G,TbL 18 Oocov natanonevdonı, DOTE yoo-
cüévro tig 0OcQ Nyov Kmorelkocı «vé Vindob.120 — 21 ó om.T
3 «fy b 5 gsofc9o b 6 &zó om. b 10 émifdim
BC: émigcAAy P, ut lim. 16 13 tod &£gog om. bL 14 ó
coAv: spherula L 18 yaAdoavra: descendentem L
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 225
VIH.
Die sogenannte Traufe (Libás) wird tröpfeln, Ein Thermo-
wenn die Sonne darauf scheint. Mte, T
‚Durch eine geschlossene Basis ey (Fig. 52) stecke
5 man einen Trichter, dessen Rohr (Schaft) ganz dicht. bis
auf den Boden reiche. Ferner sei c£ eine kleine Kugel,
| von der nach der
Basis eine Róhre
gehe, welche nur
10 „HS wenig Abstand
San vom Boden des
& = Gefälses und der
zs Kugelwand habe.
c Ein | gebogener,
15 luftdicht in die
Kugel eingepafs-
ter Heber führe
a nach dem Trich-
ter. In die Kugel
20 thue man Wasser.
fà 6 Scheint nun die
Fig. 52. Sonne auf die
Kugel, so wird
die Luft darin erwärmt und drängt die Flüssigkeit hinaus.
25 Diese geht durch den Heber n nach aufsen und dringt
durch den Trichter in die Basis. Wird die Kugel in den
Schatten gestellt, so saugt die Róhre die Flüssigkeit wieder
auf und füllt das entstandene Vakuum aus, nachdem die
Luft durch die Kugel entwichen ist. Dies wiederholt
30 sich, so oft die Sonnenstrahlen darauf fallen.?)
1) Vgl. oben S. 177,26. Wir würden sagen: “nachdem die
Luft sich zusammengezogen hat’. Heron stellt sich vor, die
Luft sei in dem Mafse verdünnt, dafs die Luftmoleküle durch
* die Poren der Kugelwand entweichen können, 5. Rochas S. 158.
2) Vgl. auch unten Philo de ingeniis spiritualibus VII, wo ein
ühnlicher Versuch, aber in einfacherer Weise, vorgeführt wird.
Heronis op. vol. Il. ed. Schmidt. 15
201
290 HPR&NOZ AAEEANAPES X IINETMATIKSN B.
xcQmto GvroópiAog x«l vOv x&vAOv Éyévo Owwmzsqony-
uEvov uuxgoóv Oxo To O6vóuu TO AE diapoayuarı'
vOUrQ Ó& zpooxsío)c ovolyyıov TO Z omo v0 Gvóuc
xe(usvov TOD coàAivog x«i ovvverouwévov TO Ovpocy-
uarı. Or«v oov EußaAdvres td Hvoolov eig OcQ 9AC
Bousv Eis To Karo, 6 EV vov Ano éx0AwuBóusvog &%
Tod ÜÓc«vog yov &zxovsA£GsL. xci éàv uiv N wir TO
Gvoíyytov, GvgíGsu uóvov: iv Ó$ é£ym Hal mocóv
vÓéri0v zig TO Óuigoeyuea, xcyAdGov Eoraı Tyog.
X.
Zodiov Ent Pdoswg Óvrog xci Eyovrog Ev TO ccó-
uarı OdAnıyya, é&àv Eupvonowusv, GcAAGEL.
"Eoto Bdoıs oreyvn 4 ABI LI, ig do Epsordıo
Endıov' Evrog Ó& vijg Paoewg Nuopaigıov Eoro xolAov
enınepoayusvov TO EZH éyov zeg&à vóv nVduEVe
rovanuaue' ix 08 TOD NuLopaıolov &vareuwéro coA)v
à 5—9 Ovav oov ... os — b 17—22: düv ovv
eußehovres TO Yvoolov eig To UÓco OÀhpousv tig TO xáro,
6 iv «ivà do EudAıßöusvog md Tod üdarog Tov dmo-
teheoeı. Mal é&v uiv m Wılöv TO Oovgiyyıov, Gvgloeı uóvov'
Ev de al b0Órióv vi m émávo Tod Owepoéyuevoc, woylátov
&ove, Ó Tog.
2 có om. T, 2—3 và AE ... 6cóuca om. A,, add. A, mg.
(iterato xs/uevov) | 9 ómig À,: ómó A,GT önxos Vind. 120
15 z«oà A (=, quod scripturae compendium saepe a libra-
ris falso legitur), T,: z&ol GT, bL
1 nadeneg orgößıkog: ad coni similitudinem L _3—5 rov-
tO ... Ötapodyucrı om. CP 16 &varsıveodo BL 21 ri
om. P
10
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 227
DX
Den Ton einer Pfeife oder die Stimme eines Der pfeifende
Vögleins dadurch nachzuahmen, dafs man einen pi; ss.
Thyrsus in Wasser taucht.
5 Ein Thyrsus «ßy6d (Fig. 53) sei mit einem Loche à
an der Spitze des Kopfes
(Knaufs) versehen. Der Knauf,
wie ein Fichtenzapfen geformt,
sei hohl. Der Stiel (Rohr-
schaft) sei dicht unter der
Mündung durch die Scheide-
wand «s abgeschlossen. An
dieser sei ein Pfeifchen £ an-
gebracht, welches unterhalb
der Mündung des Rohres liegt
und durch die Scheidewand
getrieben ist. Tauchen wir
nun den kleinen Thyrsus in
Wasser und drücken ihn nach
unten, so wird die darin ent-
haltene Luft vom Wasser
verdrängt und bringt einen
Ton hervor. Wenn die Pfeife
ihre Mündung frei hat, pfeift
25 sie blofs; hat sie aber eine beliebig kleine Quantität Wasser
über der Scheidewand, so ist es ein glucksender Ton.
X.
Blüst man in eine auf einer Basis stehende Die tónende
Figur, welche eine Trompete im Munde hält, so er- "es
30 tönt Trompetenschall.
Es sei «ßyö (Fig. 54) eine luftdicht geschlossene
Basis, auf welcher eine kleine Figur stehe. Innerhalb
der Basis liege eine hohle, am Boden durchlöcherte, sonst
verschlossene kleine Halbkugel efn. Aus dieser steige
15°
998 /HPONOZ/AAEEANAPEOZ IINETMATIKON BIC 50
e
6 OZ sig v0 Eodıov YPEowv éxi vijv OdAnıyya' éyévo
de xe yAwooide 1 SATIN UM 0E eig, nv
Bác. vyQOv. uc TLVOS Ózt,e, 4j uerd nv £yyvow, zdÀ
202
&zxcoreyvoGO9c Guquoíouerí vU... Üzav 00v. iéuqvaóo|-
uev eig vov xd0ov« ig odAnıyyosy ó EE quéóv ano‘
Edler TO Ev TO TjuLGgotoío VOWE dıc vOv TOUENUL-
TOv, 0 moooavaßnaeraı sig mv Décw uerewgıßöuevov'
Otav Ó& &zoozcécousv, mcAw elosAsóGsvoL sig TO NuL-
4066008 e&eoguevog vOv ig OdAmıyyog gov. Cz. 0TE-
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XI.
Gqoíorov, xoi; éx0ACUUsL. tov &£oc. obrog Ób dia vigo
AeBnros bzoxeitou£vov Ggcugíov OS xe cod 3
Kıvelodat. | ]
"Eovo AEßng, Ümoxaıodusvog &yov (cp Ó AB P
éxuxegiod 9e. TO, oröuov To TA nwuerı: todo Ób
GvvrevQ1jo0 6 /acoA)v Eminaunng 6 EZH, o0 v0 &xoov
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fer
5
20
goto. eig TÓy, x00Qvo vig odAmıyyog, 0 dE. Tuv. END ..
nö klıpeı, T0. Ev To nuopeıglg vdwe dıad x&v. TOVNuETOY,
0 argocevapijserat. eis mv Pasıv neremgı£önevov. OTav à
zc0cousv Eupvoßvreg, ahv Erravaorg&ier eig TO Tucgol-
g.ov xol éxOÀbpe, rov £go; oUrog Ö: dia ng YAwooldog
E&eoydusvog, vv. vijo odAmıyyog yov dmorekoeı. are
2 yAuocid« BM: yAoccióww aCP: lingulam, Lande E uerd-,
Becw |G, — usreooisóuevov | G, T, : un&ooi£óusvor AG,T,
13 sgg: f. zeol. c£. 204) 12 A &yov Tb: iru AG
$i Exo] (-ns A G) à: Errinaumrög b eb &xiov Ton bL
22 769 CP: rivov BL 24 de sevo intrans. usurp. v. lex.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDBIA. I 229
eine ‚Röhre 9€ in der Figur auf; und münde in.die mit
einem. ‚Mundstücke: ‚versehene | Trompete... | In ,.die ı Basıs
giefse man durch eine Öffnung, die nach dem ‚Eingielsen
wieder mit Hilfe eines Ventils (Smerisma)!) zu verschliefsen
Fig. 54.
5 ist, eine Flüssigkeit. Blasen wir nun in den Schalltrichter
der Trompete, so drüngt die von uns ausstrómende Luft
das in^der Halbkugel enthaltene Wasser dureh: die Löcher
hinaus) und dieses geht in der Basis nach oben.”) Setzen
wir aber ab?), so fliefst es wieder in die Halbkugel und
1) Vgl. S. 55.. 245, 3. 251, 9. 2) Heron hätte besser ge-
sagb: "und dieses bringt das Wasser in der Basis zum Steigen’.
3) Nach b: “Hören wir aber mit dem. Blasen auf?.. |
930 HP9NOZ AAERANAPEQ9 £X IINETMATIKOSN B.
eig xolAov opeıolov Evnoudodo To OK: và de (xpo
to H xara Ödıdusroov &ovo xvoda& 6 AM efhxos
exi voO I4
ZuOTOg. 1|
Ó$ cgoioc
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ef euOv.
ovußnioerau
Fig. 55.
ovv Heouaıvousvov Tod Aíf«voc mv drulda dia vo)
EZH eis mv opeioav Eunintovoav Exnintev Ói& vív
1—2 äreo rö BCG,T: &xgov ro AG,P 19 «cl G,T:
om. AG,
1 opaıgiov om. P
uevaı ... ebQcióvy om. bL
20 an HZ, MA?
Par. 2512, Voss. 19
23—24 tod tfm coàlivog
2 :à H: v 9 P — 18—21 émwoos-
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 231
verdrängt die Luft daraus, welche durch das Mundstück
entweicht und den Trompetenton hervorbringt.
XI.
5 Uber einem geheizten Kessel soll eine Kugel sich np: Ao
! ipile).
um einen Zapfen bewegen. Vig. 50, ia
Es sei «ß (Fig. 55) ein mit Wasser gefüllter, "n4 95b.5
geheizter Kessel. Seine Mündung sei mit dem Deckel »à
verschlossen; durch
diesen sei eine ge-
bogene Röhre e£ ge-
trieben, deren Ende?)
luftdichtineine Hohl-
kugel 9% eingepalst
si. Dem Ende q
liege ein auf dem
Deckel y feststehen-
der Zapfen Au dia-
metral gegenüber.
Die Kugel sei mit
zwei gebogenen, ein-
ander diametral ge-
genüber stehenden
Röhrchen versehen, die in sie münden und nach entgegen-
25 gesetzten Richtungen gebogen sind (Fig. 55a). Die Bie-
gungen muís man sich rechtwinklig und quer durch die
Linien 4 und 4?) denken. Wird nun der Kessel geheizt,
so ist die Folge, dafs der Dampf durch e$$ in die Kugel
dringt, durch die umgebogenen Róhren nach dem Deckel
Fig. 55a.
1) Fig. 55b ist handschriftliche Figur und steht in den
Prolegomena.
2) Zusatz in bh: “deren Ende n?.
3) Ungenau statt “&n und Au’. In b fehlen die Worte “und
quer ,.. A. Ebenso läfst b weiter unten die Worte “nach
dem Deckel hin? und den Schlufs “ähnlich ... Figuren’ aus.
e»
232 HP$NOZ AAEZANAPE2Z IINETMATIK9N B.
avoxexeuuévaov (ooAqvagíov» sig 0 ou xol OTOEDELV
viv Opealoav, xotzx:o &mi vÀv yogevóvrov foo.
XII.
Koarfjoog Óvrog Emil vog Auges xe BROBUNE
Exovros &vegyóva querat TOD Qéew nTaVoaodeL ui,
Óvroc &ouocroU Medis Tod xAs(ovrog vOv xgovvów.
"Eovo xo«v)o 6 AB éxi fécsog is I. dia Ói
Tod zvÜuévog Tod dyyslov xal is fécsog GoAQv
0.0090 6 Z4 EZ sig xgovvoóv &zo0sÓouévog. mi Ö8
Tod @Tlov TOD xg«rijoog xcvóviov Epsorata r0 HO
rernyög, Moog 0 »xAovevéc)o Eregov TO KA msol
zeodvnv mv O" ix 0$ Tod K (xgov xavóviov xoa95ío80
&vegov TO KM aeol usv to K megóvm | xwvoiusvov:
zg0g de vr M zv£(OÓ« éyévo viv NA Pdoog Eyovoav
x«L Ovvauesvnv neoıßaivev meol vOv AEZ owAnve.
Ór«v oov nANo0vVg Övrog Tod xgurijoog mieowusv vO A
(xoov TOD x«vóvog sig TO ALTO WEOOG, «veveyOnjoevot
n- NA av&ig‘ tavıng Ó& Enapdeiong v0 Ev TO xga«-
vio. U0oQ dia Tod AEZ coAivog EEw Eveydnioeraı‘
1 ooAnvaelov inserui ex bL eroégtwv coAmnvegtav M,
2 nV Vindob. 120, b: eig zw à opaioav AGT,b: xyo-
ocv T, énl AG: xal émi T So tcov AG, (od. 381.3
tox eolov G1. 12 vadeisdo Tb: xcdio)o AG 13 "n?
om. T,, add: T, megövn Tb: zsoóvnv AG 14 và BCT:
td AGP své(óen Tb: zvéióu: AG 18 v& G, Tb: uE AG,
(u ex v corr. A)
1 eis to zóp« om. bL 2 BB . Sodiov om. bL
10 vo? xgevíjog om.bL 10— 11 &psordıw WENNYOg TO i
ir. BC 11 zennyös om. P 14 EyET@ a: habeat L: Exov hb
19 ói& ... coAijvog om. L EEo Evsydnostaı APL: é&-
evsydnoeraı BC
m
Q
5
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 233
hin ausströmt und die Kugel zur Drehung bringt, ähnlich
wie. schon. bei den tanzenden Figuren.!)
XII.
Steht auf einem Untersatze (Fufse) ein Misch- , Der unter-
brochene Aus-
5 krug mit offener Ausflufsróhre, so soll er mitten, 8uís . Fig. 56.
Fig. 56.
im Fliefsen aufhóren, ohne Hilfe eines passenden Deckels,
der die Ausflufsróhre schliefsen kónnte.
1) Vgl. oben S. 215, wo indessen nicht Dampf, sondern
erwärmte Luft die Bewegung verursacht.
ee
934 HP2NOX AAEZANAPERZ IINETMATIKSN B.
é&kv Oi Ggüusv To A Üxgov, Karaydmosrar 1j zvblg xol
negıneioereı To JEZ ooAiw, xci 6 &v avcvi cuo
un éyov dıEEodov dıaoreiksı vO zegl vóv AEZ owANve«
Oyoóv, Gore umaerı pEosodaı dic Tod I oToulov.
Órav 0$ naAıv nıeswuev slg TO Aura wEgog vo A &xgov,
QevosL Ó xgovvóg.
&
XIII.
"Puro xovaGxevQ, Gott &cwXcuuEvov beilvov EnidE-
uarog xci éxgéovrog Tod Hvrod zoocavefovsw To
bcA(vo xci avaßdilsodaı To | oyoóv.
"Eóvo 6vrov TO ABI Enınepoayuzvov và AE
Eripodyuarı' ix 08 tod IE Óvo coAi(vsg gspéroGav .—
oi ZH, OK, óv ó uiv ZH sig ro éxvóg, 6 0b OK
tlg v0 Evrög. Todrovg Ó& zsouAeuBavéro o£Awov éní-
à 1—6 iàv di &püusv ... 6 xgovvóg = b 16—19:
dàv Ób GgGusv t0 A Uxgov, xKurayInoereı m) mwvílg xol
meoinelosreı vÀÓ A4 EZ Gov. xol Eupodssı e)vóv, cres
unser Qsiv. Ovav de mu muíGoutv TO A üxgov sig TO
x&v uíoog, QeUvGeL Ó xgovvóg.
a 234, 11— 236, 14 "Eovo óvibv ... v ZH — b 234,
21—2306, 32: "Eóro Qvróv 10 ABIT énwegooyuévov 8 AE
erripodyuarı' ix de voU 4E v0 coM,jveg gsoévocav oí
ZH, OK, àv ó uiv ZH slg và zxróg Tod mvOu£vog Tod
QuroU, 6 Ó& OK Eis ro ivvóg. Tovrovg de meguloufevéro
1 saraydmosteı AGT,: narsveydrioera: T, 3 Owxoc£AleL
AGT,: diaorain T,: f. dınorelet 9 Qvvot ab: óyoo? Vind. 120
10
10 f. vaAlvo (éniüéuoavi) — óyoóv AGb: $0oo T 11 éx- .
ztpooyuévov T 12 de émipoéyuorog Voss.19 Vo om. T,,
add. T, — gegécQüwcov T,, corr. T, 13 oí T; 7; AG. 14 vó
om. T f. Evrög (gsoéro» rovrovg AGT,: vovvo T,
10 sivo b, Vind. 120 18 deiv BC: devosı P, vos e
corr. 24 f. Evrög (gsoévo», deferatur L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 235
Es sei «ß (Fig. 56) ein Mischkrug auf einem Unter-
satze y. Durch den Boden des Kruges und den Fus
stecke man eine Röhre de£, die in einen (offenen) Hahn
ausläuft. Auf dem Henkel des Kruges stehe ein Stäbchen 7%
5 fest. Auf diesem bewege sich ein anderes Holz, der
Hebel x4, um einen Stift 9 wie ein Wagebalken auf und
nieder. Von dem Ende x lasse man eine andere Stange xq
hinab und lasse sie sich mittels eines Stiftes um x be-
wegen. Bei u sei sie mit einer Büchse v& versehen, die
10 (eine gewisse) Schwere besitzt und sich um die Röhre def
zu legen vermag. Drücken wir nun bei gefülltem Kruge
das Hebelende A nach unten, so geht die Büchse v& nach
oben, und sobald diese emporgehoben ist, flielst das in
dem Kruge enthaltene Wasser durch die Röhre 0ef$ nach
15 aufsen. Lassen wir dagegen das Ende A los, so fällt die
Büchse nieder und legt sich um die Röhre de£!), und
die in der Büchse enthaltene Luft unterbricht, da sie
keinen Ausweg hat, den Zusammenhang der Flüssigkeit,
welche die Röhre ds& rings umgiebt, und verhindert den
20 Ausflufs durch die Mündung d. Erst wenn wir das
Ende A wieder niederdrücken, beginnt der Ausflufs durch
den Hahn von neuem.
XIII.
Ein Trinkhorn anzufertigen, dafs die Flüssigkeit Der
25 beim Entleeren des Trinkhorns erst nach einem Glas- ea Eu
aufsatze geht und gehoben wird. Und 5op
Es sei ein Trinkhorn «fy (Fig. 57a und 57b) durch
den Deckel às geschlossen. Von de sollen zwei Röhren $$
und $« ausgehen, von denen $n nach aufsen?), 9x nach
30 innen führe. Diese Röhren fasse ein Glasaufsatz uv
ein. Der Deckel sei aufserhalb des Glasaufsatzes mit
1) Nach b lautet das Folgende: “und verschliefst sie, dafs
sie zu fliefsen aufhört. Erst wenn wir u. s. w.".
2) Nach b: ‘aus dem Boden des Trinkhorns heraus’.
236 .HP9NOZ AAEEANAPEQ2£ TIINETMATIKREN BG 5|
Deu« r0 MN. E00 08 TO Enipodyuarı éx Tod deAlvov
dıavdyıov TO A, Óv ob tOÓcog éyyvOdosro. MANOW-
Ücvrog oov Tod 6vrod Ou TOD ElonuEsvov Ówi«vy(ov,
GvuzxAnoo0osr«L xci 6
OK coAnv' xci éyyvvo-
WEVOV ToO ÖYOOD, T000-
avapyoeraı eig TO &£AL-
vov, Qore Oi& Tod ZH
GoAijvog sig TO EXTOG &ve-
q9j6svow* xev Eoraı, ol-
qgorvog xu«uacoAov viu,
ov v0 uiv &£A«GGov axéAoc
to OK, vo 0$ usitov c
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u£vov TQ QvtQ. dia de Tod veAlvov Erideunrog nal TOD 25
erıpodyuaros xo9c(o0o Gov 6 EO, OU ob To 0oo
Eyywämoeren. mAmooOtvroc oUv Tod QvroU Oi TOD oio TOv
coàÀivoc, evumAnoo9150:re. xol 0 OK cov, xol moocova-
Bjoeraı di cOroU eig To VElıvov émíOsua, Bote xol dia
too ZH, owAivog Eis r0 Exrög. Enyvänoeraı' Hal Foro, 30
Gípovog KaumvAov Tas, oU TO uiv fÀeGgov cxéAoc Eoraı
ro OK, zo dE usifov 10 ZH.
15
20
DIE DRUCEWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II 237
einem Luftloche & (Fig. 57a)!) versehen, durch welches
Wasser eingegossen wird.) Wenn nun das Trinkhorn
durch: das erwähnte Luftloch?) gefüllt wird, so füllt sich
auch die Röhre 9. mit, und die. eingegossene Flüssigkeit
steigt?) in den Glasaufsatz, so
dafs sie durch die Röhre &
nach aufsen gelangt. Man
bekommt so die Einrichtung
eines gebogenen Hebers, dessen
kürzerer Schenkel 9x, dessen
längerer &n ist. . Deshalb
wird also der letztere die im
Trinkhorn enthaltene Flüssig-
keit, welche in den Glas-
Fig. 57b. aufsatz steigt, anziehen. Zu-
vor zieht er aber die hierin
enthaltene Luft an, weil sie leichter ist als die Flüssigkeit.
Daís aber die Flüssigkeit in den luftverdünnten Raum
aufsteigt.und infolge ihrer eigenen Schwere sich wieder
abwürts bewegt, kann man deutlich sehen. Ihre Aufwürts-
bewegung ist freilich nicht natürlich.
1) Vgl. auch die handschriftl. Fig. 57c in den Prolegomena.
2) Statt dessen b: 'Diese Róhre fasse ein Glasaufsatz uv
(Fig. 57b) ein, der mit dem Trinkhorn genau verpafst und
verkittet. sei. Durch. den Glasaufsatz und den Deckel lasse
man eine hóhre £o gehen, durch welche das Wasser ein-
gegossen wird.’
3) Nach b: “durch solche Röhre’.
4) Zusatz in b: 'durch sie’. Es fehlen in b die Worte
‘die eingegossene Flüssigkeit’.
1 ix a: f. Euzög. cf. p. 238, 14 12 f, on&tog (fevaw).
ef. lin. 81 13 «9 T,, corr. T, 17—18 zooregov A, G,T,:
nodbs Amg.G,T; 20 rsvovVusvov G,: xıvovusvov AG,T 21—22
yavnosıcı ... narapeodusvov om. G,, add. G, (xnemopeg. G,)
14 attrahetur (= Emiondohmoerar) L 20 0$ CP: om. B
23 N eis v0 &vo u£oog ylvercı qooc tr. b 24—25 f. cv»-
EOTEYVOWEVOV 29 f. «oro (To oygóv» 31 Zoreı om. P
2598 HP9NOZ AAEZANAPEQSZ IINETMATIKO9N B.
T
XIV.
"Eotı Óà xol (AAo xe«vacxeó«cue, Ev Q bygov &va-
peostaı vofuc xci uEve, Gove del mooo«vofoivov
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— b 238,20— 242, 21:"Eovo rıs Báciwe 7j AB Gveyvi] máv-
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16 «à 6, T. o f BE
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 239
XIV.
Es giebt noch eine andere Vorrichtung, in welcher Der saugende
eine Flüssigkeit allmühlich nach oben steigt und rbd.
(dort) bleibt, so daís man eine stetige Aufwärts-
5 bewegung sieht.
Eine Basis «B (Fig. 58) sei von allen Seiten ge-
schlossen und mit einer Scheidewand yd versehen. Ferner
seil) ef ein
Glascylinder
(cylindri-
scher Glas-
aufsatz), der
gleichfalls
auf allen Sei-
ten luftdicht
verschlossen
sei.?) In dem
.Aufsatze s£
reiche eine
Röhren fast
an die Decke,
sei aber auch
durch die
Scheidewand yó gebohrt. Eine andere Röhre «x4 durch-
25 schneide den Deckel?) der Basis und reiche fast bis an die
Scheidewand. Aufserdem habe die Basis aufserhalb des
Glascylinders eine Öffnung u, durch welche die Kammer «6
zu füllen ist.) Dicht am Boden sei ferner die Basis «ß
1) Nach b: ‘Ferner stehe auf der Basis ein cylindrischer
Glasaufsatz e£.
2) Nach b: ‘der in die Basis fest eingekittet sei’.
3) Nach b: “die Decke’.
4) Nach b: ‘gefüllt wird’.
22 £y" CP: ön’ BL 23—25 coÀnv ... Öiapodyuarı
om. P 24 cvvvevonuévov B ö& inserui 28 7j CP: om. B
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coAivog. " xcAuv Ó& eig TOV xsvoUusvov T6rov Tod. AA
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zÀnoocouev Ói xoi ro AA dia ig M mie, v00 év e)rÓ
&ígog Exywonoavrog Ói& Tod II diavylov, O0 uer& viv mAd-
ooGu Gnoqoátousv. Liv ovv dpßusv vóv N xgovvóv Qéav,
eig. TovVv xevoUucevov tod I'B rómov 6 qo 8% Tod Veilvov $5
EruudEuarog weraywonos dia Tod HO coMjvog' sig de TovV
xtvoUusvov ToU Vellvov Tonov And od AA dyyslov To
üyobv moocavaßnsereı Óux vo) AK cwAnvog. denosı obv
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 241
mit einem Ausflufsrohre v versehen. Eine andere Róhre £o
gehe schliefslich durch die Scheidewand und reiche fast
bis auf den Boden der Basis.) Diese Röhre dient zum
Füllen der Kammer „ß. Hält man nun das Ausflufsrohr v
zu, so entweicht die in yß enthaltene Luft durch 78°),
durch xà und endlich durch die Öffnung u nach aulsen.
Wenn die Kammer yß nun voll ist, so wollen wir auch
«d durch die Öffnung u füllen. Die in der Kammer «à
enthaltene Luft kann nämlich durch dieselbe Öffnung ent-
weichen. Lassen wir nun das Ausflufsrohr v fliefsen, so
wandert die Luft aus dem Glasaufsatze durch die Röhre 49
in den leer werdenden Raum von yß. Dann steigt in den
luftverdünnten Raum des Glascylinders aus der Kammer «d
Wasser durch die Röhre x4?) empor. Dagegen tritt in
das in der Kammer «d_ entstehende Vakuum die Luft
dureh: die Öffnung ‘u. Dieser Vorgang - wiederholt‘ sich
so lange, bis der Glasaufsatz gefüllt ist.*) Die Räume
à 7—10 Wenn... entweichen = b 18—21: Wir werden
ferner «à durch die Öffnung u füllen, indem die darin ent-
haltene Luft durch das Luftloch z (Fig. 58 a) entweicht, welches
wir nach der Füllung verstopfen.
1) Nach b: “Eine andere Röhre £o gehe schliefslich durch
die Decke und die Scheidewand der Basis und habe von der
Decke (so die Handschriften, richtiger wohl ‘dem Boden’) nur
wenig Abstand (Fig. 58a).’
2) Besser b: 9.
3) Besser b: Ax.
.4) Zeile 14—17 “Dagegen ... gefüllt ist? fehlt in b.
ToU wu vovziueros T (Tevamuarosg etiam A,G, in margine)
15 Zoraı ins. Haasius in schedis Schoenianis
17 re om. f 18 0$ om. P oreyng Spurium. cf. lin. 2
21 nal &rı ... &urög: et adhue in foramen exterius L 21—22
eis .. . Ómxijg iterant CP 23 II scripsi secundum figuras
codicum BC: .p- L: & b (in textu) 24 &zogoc£ousv scripsi,
obturabimus L: &vogoctousv b 27 vózov P 28 ob» ex
ó& corr. P
Heronis op. vol L ed. Schmidt. 16
242 HP9NOZ AAERANAPE2Z IINETMATIKS9N B.
dejosı 0b và AA, TB, EZ xopijuavo loo sive, Üzcg
eis (AAmA« uevoyooí) 6 ve AN x«l To Oypóv. ÜOvcv Ói
xtvoOj to I'B &yysiov x«i Ówxova9j 1) v00 &£pog Gvv-
&yeLX, Tzw4ALV xoveveyOnjoevu, ix Tod vsA(vov UÓcQ sic
T0 AA dyyslov, TOO &£pog wereycopoobDvrog did Tod N 5
xpovvoU xal Tod HO coAivog sig To vEeAıvov Erideun'
6 08 iv và ATI dno Enywgiosı dıa tig M Oz.
XV.
Eig Evıa Godıa Eupvondevra did Tod orduarog di
érégov vómov (0co Eumvriteı‘ oiov dàv Ziervgionog 10
&oxóv KETEYN, Hd ToO KR PETUTLOUN NEM
"Eovo oig oreyven n ABI, iq Ns Enınelodo
v0. £9óLov, x«i did Tod oTöucrog Tod Éfoóíov GoAQv
dinodn 6 EZ ovvreronusvog cj Pdosı xol Eywv
vzoxt(usvov Aatvoudtıov v0 HO émipoéocov to Z15
rojue Tod GcoA6Qvog xci c&veyóuevov bad zsgovíov
AwAvudtın £yóvrovV TOOg TO UMKETL £xzímvsuv TO
riervoudtıov. | Ersoog 0$ coAqv 6 KA dıa rig Pdoswg
0.0090, ob rd uiv K &x00v T000xEloFn vQ ..., ÓV
ov BovAdusda TO UOcQ Eunvriteode. To Ób A dmsyévo 20
:à AA, TB, (EZ» dieyworuare loo elvaı GAMjAotg, Omas
eis Alma weraywofi 0 TE UNE xol TO Üyoov. rev ÖE
‚nevodn 10 L'B. &yysiov xal dieoradn 7 Tod dEgog Ovvezee,
nchıv Harsveydnoereı ix Tod Vehlvov TO Dong Eis ro AA
&yysiov, TOD Gégog ueroyoo15ccvrog Ói& tod N xoovvoU zul 25
voU HO owAnjvog eig To VElıvov émíOsuo" 6 de iv và AA
NE Enywonos Ou tig M mie.
3 dıeoraesn; AGT,: evo; T 7: 7 91€ Rochas 9 Eu-
pvondevre AGT,: QwigvenDivco T 19 mooxetoQo G
f. to (rózo». "cf. lin. 10. p. 254, 6: và oröuearı Tod &cx*09
Paris. 2519, Voss. 19 m. 2 20 BovAbusda ÉL
1
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DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 943
ad, yß, e£ müssen!) gleich sein, damit die Luft und die
Flüssigkeit ihre Plätze gegenseitig wechseln können.
Wenn die Kammer yß sich entleert hat und der Zu-
sammenhang der Luft (mit dem ausströmenden Wasser)
unterbrochen ist, so fliefst das Wasser aus dem Glas-
cylinder wieder in die Kammer «d hinunter. Denn die
(atmosphärische) Luft dringt durch das Ausflufsrohr v
und die Röhre n% in den Glascylinder, während die in
ad enthaltene Luft durch die Öffnung u entweicht.
XV.
Blasen wir bei manchen Figuren in den Mund, Ein Heronsball.
Fig.59 und 59a.
So bewirkt dies an einer andern Stelle ein Hervor-
sprudeln von Wasser. Wenn z. B. ein kleiner Satyr einen
Schlauch hält, so soll ein Wasserstrahl aus dem Schlauche
hervorspritzen.
Es sei «70 (Fig. 59) eine geschlossene Basis, auf
welcher die Figur stehe. Durch ihren Mund stecke man
eine Röhre sf. Diese münde in die Basis und habe ein
Ventil 7% (Platysmation, Plüttchen) unter sich, welches
die Röhrenmündung £ verschliefse und von Stiften mit
Haken (Kolymatia, Hemmungen) festgehalten werde, damit
das Plättchen nicht abfällt. Durch die Basis stecke man
eine andere Röhre x4, deren Ende x an der Stelle?) an-
zubringen ist, aus welcher das Wasser hervorsprudeln soll.
1) Zusatz in b: “einander”.
2) Die Worte “an der Stelle’ sind nach Vermutung über-
setzt, da der griechische Text hier lückenhaft ist.
9 £oóiw aBP: £àc C EupvonPevra: ÓwqvconQivra CP:
gvonüévvo B 10 éwmvvítev. ab: expuitur L éàv aBC:
à» P 12 Enınelo®o a: £ovquévo b: stent animalia L 13 zo
om. BP 17 unn&rı a: un bL 20 Bovióust« B 21 EZ
inserui: om. bL f. yoonuare (dı& ex ££ depravato) 24 x ó
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944 HP9NOZ AAEEANAPEQ9XZ IINETMATIK9N B.
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K orduov «roO Aszvóv Ozdoyov. Eyyeovreg ovv sig
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viv Bao zxocóv Oygov Ói& vwvog Ózijg, Tv uevà nV
Eyyvoıv | &zooveyvoGousv, éàv dmonheioavregs TO K 5
7
Fig. 59.
GróuLov Eupvorowusv did tod EZ GoA(vog deon, 6
Eupvondels ANNE MaEWOE TO NARTVOULTLOV Kal KUTEVE-
xdnjoeraı elg viv Bao, xoi TOVToV zAsovdxi yıvousvov
uhndmoereı 6 Ev «jj Pdosı ano xci dmondeiosı TO
nArtvoudtıov. AVOLYPEVTOS 00V voU GUMELOUKTOg, wer’ 10
6Alyov qoóvov 6 muAmdeis ano éxOAUsu TO Ev rij
Baosı oygóv did Tod K oToulov uevà noAANg Bias,
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II, 245
Das Ende A reiche so weit nach dem Boden hin, als für
den Durchflufs von Wasser erforderlich ist. Das Ende x
sei mit einem kleinen Hahne (Smerisma!), Fig. 59a) ver-
sehen, mit dem man die enge Mündung x verschliefsen
5 kann. Wenn wir nun in die Basis eine beliebige Menge
Flüssigkeit durch eine Öffnung giefsen,
die wir nach dem Eingie/fsen zustopfen,
wenn wir dann die Mündung x ver-
schliefsen und durch die Röhre e£
Luft einblasen, so stölst. die einge-
blasene Luft das Ventil fort (nach
Fig. 59a. unten) und dringt in die Basis, und
wenn sich dieser Vorgang öfter wieder-
holt, wird die Luft in der Basis komprimiert und ver-
15 schliefst das Ventil. Öffnet man nun den Hahn (Smerisma),
so wird nach kurzer Zeit die komprimierte Luft die in
der Basis enthaltene Flüssigkeit mit starkem Drucke
durch die Mündung x pressen, bis entweder die ganze
Flüssigkeit ausgespritzt ist oder?) die Luft ihre natür-
20 liche Ausdehnung wiedergewonnen hat, d. h. wenn ihre
Verdichtung?) aufhört.
1) S. S. 55. 229, 4. 251,9.
2) In den Handschriften steht “und? statt “oder’.
3) Die Verdichtung hört natürlich auch auf, wenn alles
Wasser ausgespritzt ist. Sie kann aber schon vorher durch
Öffnen von s ihr Ende finden.
2—3 £yévo ... «)ro0 om. T,, add. T, 3 yyeovreg M:
&yovreg a: f. Eyyeavres 7 «ne om. T,, add. T,
2 aözoö om. bL 3 Eyyeovrss: Eyydoousv BC: iyyocousv
P: infundemus L 4 zocóv om. bL rn» (ante Zygvoiw) om. P
5 éàv oov bL 7—10 xol wersveyünjcsvoaL ... vÓ mÀaTv-
oucztıov om. bL 10 ro? cwnoícuorog à: rovrov bL
20
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.246 .HP2NOZ AAESANAPERZ INETMATIK2N B.
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XVI.
"Evi à& &yysio xov &pxyóg iyyvOcvrog ToU vygob
Qésv OwvAs(uuevog Ob yevouévov oUxér, Qésu Pyyvvo-
u£vov Tod $y9oob, (you Óv Tuícovg yévqvou xol Tore
&oyeraı Qéeuv* ÓwxAs(uuoTog ÖE yevouévov obxéri Qécu,
(xoig &v zAnoo91;.
"Eévo yàg dyysiov vo AB £yov Ev Eavro Toeig
xeumdAovg Gípoveg vovg I, I, E xsxovuuévovg év
vij ydoroa, Gv và uiv fFvsge ox£A Mods TO zvOu£vi
&óvo ToU Kyyslov, và Ó& Fvsgo ÉxvOg gegévo sig xoov-
vovg OLsoxsvcGuéve. Toig 08 é£xvóg üxgoug brav
z9o6xs(ó0c Ayysie và Z, H, ©, @v oi zvOyuéveg
&z&eyévoGcv And TOv Grouíov 0Gov Üdarı ÖLdogvaınv.
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jj KAMN xgovvóv éyoong vóv 9. xoi 6 | uiv T
O,e[hjvgg vQv xvovróvqra éyéro moüg cbr vÀ mvduerı,
0 0$ I mgóg To Tuícsu Tod Uwyovg tod AB &yysíov,
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om. CP 15 dyyeia à: dyysldıa bL 16 orouiwv vàÀv cohr-
vov bL 19 zv)uévu abl: zvüuév. Tod &yyelov b 20 ó
02 ... &yysiov om. P
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 247
XVI.
Manche Gefälse lassen gleich zu Anfang, sobald Intermittieren-
der Ausflufs
die Flüssigkeit eingegossen ist, sie (wieder) &àUS- aus einem Ge-
strömen, fliefsen aber nicht mehr, wenn man das re mit drei
5 Eingiefsen unterbricht, selbst wenn man es (darauf) Hebern.
fortsetzt. Vielmehr beginnt der Ausflufs (erst wieder), Ww
Fig. 60.
wenn die Gefüfse bis zur Hälfte gefüllt sind. Tritt (noch-
mals) eine Unterbrechung ein, so hóren sie so lange auf,
bis sie ganz voll sind.
10 Ein Gefüís «ß (Fig. 60) enthalte drei in seinem
Bauche!) versteckt angebrachte, gebogene Heber y, ó, s.
1) Nach b: ‘in der Gefälshöhlung’.
248 HP92NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKRN B.
tod I' Ówefhjvov, émsímsQ N xVoTöTNg abTod zog TO
zvOu£v, Eoriv‘ éàv 68 ÓwuA(mOusv, KEVONNEETKL uiv
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Gípovog dıd TO dega sivau. Ev và I' oipwvı usroto
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tote üoxev«u Q&ewv. OwcAs(uuovrog Ó& ysvouévou zdAuv
v0 «r0 Gvu[hjosvet, 6 x«i ixi Tod I' sigqvou. và Ó'
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tüs Pius ErdAıßrvar vov Evamoicußevdusvov Ev Toig
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a 5—16 örav ovv ... &éga = b 17—28: Orev oov
zÀuv ém&yyfoOutv TO v»yoóv, s q01jost dıc roO I' olpwvog
dia To Tov Ev vr D' cipavı ad un dvvaodaı eie Oei did
Tod mooc To T ayyelm Grouíov meggaoyuévov Üvrog Oro
tod iv và aüra Z ayyelo Üdarog. ngooavaßosre 00V TO
$ygóv yo. Tijg Tod A dıiaßmrov xauniig, Ärıg mQóg To
nulosı wegsı Tod Ayyelov Eori' nal Tore oberen Qéswv' Óia-
Asiuuarog ÖE vysvouévov hy To aurd ovußnosran, 0 xol
imi tod I eionreı. và 6° aöra xol imi od E diaßnrov
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2 ‚Iıakeinouev T 3 &£ Ab: Lo 6 imufouev AG:
E ju éneyyéousv zdAw TO oyoóv tr. T 1808 GT:
om
21 &yysío P: &yystov BC 22 4 om.L 26 oportet L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 249
Die einen Schenkel derselben sollen nahe dem Boden des
Gefüfses liegen, die andern in Gestalt von Ausflufsróhren
nach aufsen führen. An ihren äufseren Enden seien die
Gefüfse?) £, n, 9 aufgestellt, deren Böden von den Mün-
5 dungen?) nur so viel Abstand haben sollen, als nótig ist,
um Wasser durchfliefsen zu lassen. Sämtliche kleinere
Gefälse seien von einem anderen Gefüfse (Behälter) «Auv
umschlossen, das gleichsam als Basis dient und mit einem
Ausflufsrohre & versehen ist. Die Krümmung des Hebers y
10 liege unmittelbar am Boden?), die von à in halber Höhe
des Gefüfses «f, die von s dicht am Halse. Giefsen wir
nun Wasser in das Gefäls «ß, so fliefst es anfangs durch
den Heber y, da dessen Krümmung nahe dem Boden
liegt. Unterbrechen wir das Eingiefsen, so fliefst das ein-
15 gegossene Wasser durch das Ausflufsrohr $ ab. Das Ge-
fäls € wird jedoch voll Wasser bleiben, während der
übrige Teil des Hebers y voll Luft sein wird. Wenn
wir nun wieder Flüssigkeit zugiefsen, so geht sie nicht
dureh den Heber y, weil in diesem zwischen der einge-
»0 gossenen Flüssigkeit und dem Wasser im Gefüfse $ sich
Luft befindet.) Die Flüssigkeit wird also bis zur
Krümmung des Hebers ó steigen, welche in halber Höhe?)
liegt, und dann beginnt der Ausflufs (von neuem). Tritt
abermals eine Unterbrechung ein, so wiederholt sich der-
25 selbe Vorgang, wie er bei y beschrieben ist. Auch bei
dem Heber s hat .man sich die Vorgänge ebenso zu
denken. Das Wasser, welches zum Eingiefsen bestimmt
ist, mufs man langsam eingiefsen, auf dafs nicht infolge
1) Nach b: “kleine Gefáfse'.
2) Zusatz in b: “der Röhren’.
. 8) Zusatz in b: “des Gefälses’.
4) Nach b: 'Giefsen wir nun wieder die Flüssigkeit zu, so
geht sie nicht durch den Heber y, weil die in diesem enthaltene
Luft nicht durch dessen Mündung bei (= in) dem Gefäfse &
entweichen kann. Denn die Mündung ist durch das in dem-
selben Gefälse & enthaltene Wasser verschlossen.’
5) Zusatz in b: ‘des Gefälses’.
20
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250 | HP29NOX AAEEZANAPEQ9)X IINEYTMATIKS$N B.
XVII.
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oyruerı, Óucqocyuc uwécov Eyovoa v0 Zl E" dia Ób vo0
zv9u£vos oujoroua ÓvucG9c0, o5 6 uiv Eurög wbAlanog 5
ovo 6 ZH, ó Ö8
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toAAnAe TonuaTe
TG A, M &xrös
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Guo vo NE Ouoıov
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uevı eigquévo. và
uevroı xardAAmie ToucTc Eis TO Evrog Tijg Gixvag
. wE0og <EoTw) xol Ovvreronusve v IE Ödiapodyuerı.
tOoUrOv ON KETLOKEVAOPEVTWV éxiovoeqéot o và Errıtövie 25
vOv GuuouGuérov, HOTE v& uiv Ev v zvOu£vi TonuaTe
xcviAAmAe xeiodaı, và Ói 0x0 TO Óidkqouyue zeguá-
Aayevarı xci GzoxsxAsio0ot. Tod AT oc cyysíov
à 250, 28—252,14 vob AI’ (go &yyetov ... nahoüuev —
b 250, 30—252, 31: vob AT’ &ga &yyeíov mAwoovg Üvrog 30
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 251
ungestümen!) Eingiefsens die in den?) Hebern enthaltene
Luft hinausgetrieben wird.?)
XVII.
Anfertigung eines Schrüpfkopfes, der ohne Er- Der kalte
t . Schröpfkopf.
5 wärmung anzieht. Fig. 61.
Es sei oy (Fig. 61) ein Schröpfkopf von ge-
wöhnlicher Form mit einer Scheidewand de in der Mitte.
Durch den Boden stecke man eine Rohrverschleifung
(Smerisma)*), deren üufsere Hülse £4, deren innere Röhre
10 9% sei. Diese Röhren sollen aufserhalb des Schrópfkopfes
einander entsprechende Löcher A und u haben. Ihre
inneren Enden seien offen, dagegen das äulsere von 9%
geschlossen und mit einem Griffe versehen. Ferner sei
unter der Scheidewand ds ein Ventil (Smerisma) v& an-
15 gebracht, welches dem erwähnten, am Boden befindlichen
ähnlich ist. Doch müssen die mit einander korrespon-
dierenden Löcher in das Innere des Schröpfkopfes führen
und mit einem Loche in der Scheidewand des in Ver-
bindung stehen. Hat man nun diese Vorkehrungen ge-
20 troffen, so drehe man die Griffe der Drehrohre (Smeris-
mata) derart, dafs die Löcher am Boden einander gegenüber
zu liegen kommen, während die unter der Scheidewand
(von einander) abgerückt und verschlossen seien. Man
kann daher aus der mit Luft gefüllten Kammer dy einen
1) Nach b: “infolge heftigen und ungestümen’.
2) Zusatz in b: “übrigen’.
3) Vgl. die Bemerkung zu Fig. 60 in den Prolegomena.
4) Ein als Ventil dienendes, in eine Hülse luftdicht ein-
geschliffenes, drehbares Rohr, eine Art Hahn. Vgl. auch oben
S. 55. 229, 4. 245, 3.
4 oyiuarı AGb: oauerı T 6: Tb: om. AG 1429 AG
24 £evo b: om. a
15 có durög: extrinsecum | orificiwm L 25 05: 0i P
21—238 szapnAAeyévo, a: magndAdydaı b 30 4I'om.L
959 HP9NO£X AAESANAPERZ IINETMATIKRN B.
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XVIII.
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10
15
20
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 253
bestimmten Teil der Luft aussaugen, wenn man das Loch Au)
an den Mund hält. Dreht man den Griff dann wieder
um, wobei man das Smerisma nicht vom Munde abzu-
setzen braucht?), so erhält man in dem Raume yó ver-
5 dünnte Luft. Dies wiederholt man öfter, bis man eine
Menge Luft ausgesogen hat. Dann setze ich, wie ge-
wöhnlich, den Schröpfkopf auf die Haut und öffne mit
Hilfe des Griffes die in dem Ventile v& befindlichen
Löcher. Alsdann tritt in den luftverdünnten Raum in
10 yd notgedrungen ein Teil der in dem Raume «de?) ent-
haltenen Luft. Zum Ersatz dafür wird der Schröpfkopf
nach dem entstehenden Vakuum sowohl die Haut als
auch die darunter liegende Materie durch die Zwischen-
rüume der Haut, die man unsichtbare Poren nennt, hin-
15 ziehen.*)
XVII.
Auch die Wirksamkeit des sogenannten Eiter- Der Eiterzieher
ziehers (Pyulkos) beruht auf diesem Prinzipe. ne
Man fertigt ein längliches, hohles Rohr ef (als
1) Nach b: ‘die mit einander korrespondierenden Löcher A
und uw’.
2) Nach b: “indem man das Smerisma vom Munde absetzt?.
3) Nach b: “Mündung ade’.
4) Der letzte Satz lautet in b: “Nach der verdünnten Luft
in der Mündung wird sowohl ein Teil des Fleisches als auch
die rings darin liegende Materie durch dessen Zwischenrüume,
die man gewóhnlich unsichtbare Poren nennt, zum Ersatz
hingezogen'.
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de G, xoiiog om. L
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riamus L 28 óà om. BL 29 Avrenmionaodmostaı CP: &v-
srionachnoeraı BL
20
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954 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIK9N B.
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in marg. 13—14 EußaAlovres T 15 yó T,: yß AGT,
16 0ófy wöroig tr. T
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 255
Hülse, Fig. 62) mit luftdicht eingeschliffener Röhre yó an,
deren eines Ende y durch ein Plüttchen geschlossen werde,
während sie bei Ó mit einem Griffe e£ versehen sei.
Ferner sei bei « die Öffnung der Hülse «f durch eine
5 Platte verschlossen, durch welche ein enges Pfeifchen 54$
(eine Düse) getrieben ist. Wollen wir nun Eiter heraus-
ziehen, so halten wir die Spitze der Düse,') die Mün-
dung 9 an die Stelle, an welcher sich der Eiter befindet,
und ziehen die Röhre yd mit Hilfe des Griffes nach aufsen.
10 Dadurch entsteht in der Hülse «ß ein leerer Raum, an
dessen Stelle etwas anderes treten muís. Da es nun
keinen anderen Eintrittspunkt giebt als die Mündung der
Düse, so muís der Eiterzieher durch diese die in der
Nähe befindliche Flüssigkeit anziehen.?) Wenn wir da-
15 gegen eine Flüssigkeit einspritzen wollen, so giefsen wir
sie in die Hülse «p, fassen an e$, stofsen die Röhre yó
hinein und drücken so lange, bis wir glauben, daís die
Einspritzung erfolgt sei.?)
1) Zusatz in b: ‘d.h.
2) Nach b: 'so wird notgedrungen durch diese die in ihrer
Nähe befindliche Flüssigkeit aufgesogen?.
3) Nach b: “und werden auf die Flüssigkeit einen Druck
ausüben. Diese wird dann durch die Düse 5 9 hinausgeprelst?.
7 tovzeorı ro 9 b 18 ön BC: d& P: autem L ob Low co
scripsi: adAlonov b: (in) tubulo L 21 d& om. L
956 HP9NO£Z AAEZANAPEQ9:X IINETMATIKOSN B.
XIX.
"Ayysí(ov Tivog Óvrog zAWoovg oivov x«i xgovvov
Zyovrog Qéovr«, ÖTav émuyéousv émi vOv vQdyuAov
«OroU xócQov UOcuroc, oUxév,. ÓviGsro, Ev Ó& Eregov
xvc0ov éxmwuyfousv, vóvs Qvüosra, xoci «br0g GUv TA
zooríoo xvc&0g AMroı x«i oi Óvo xo«?oi Tod VO«rog
EE évígov Ówv0 xgovvàv. xci usrà TO E40EVORL TO
vdwmo nahm 6 oivog éx TOD uéGov xgovvob Qvácstau
xci rodro Eoraı, ÓGcxig üv émwysóusvog éxgvi;.
"Eovo vi G&yysiov v0 AB yov zegi vóv zvOyuéve
xgovrvov TOv I xci Owsgoéy9c Tov Todymikov To
AE Öiegpocdyuarı' ix 08. Tod Ovwgocyuorog coAQv
&vovswvévo 6 ZH, zsgl Ov &£vegog zeQuxs(oU o iméyov
end Tod Óv«godcyuorog 0cov Vbatı HL«OEVOLW, xoddzso
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ent vÀÓv nvırröv ÓOwqvov. i600 Ó$ xci Fvrspog
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Engsdocı TO dÓco mÀuv Ö olvog ix Tod uéícov xgovvot
Goferan Ofewv' wol voro yevjocraı, OGdxig àv TEOLIEWUEHE,
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&cr Qv ÖmAovörı 0Àog 0 oivog éxovij.
3 émuéousv AGT,: éyyéouev T,. similiterlin.5 4 oó-
tod A,GT: om. A, 9 f. óccxig àv (0 wooS0g» énvuysóusvog.
cf. p. 260, 3 íxovjj scripsi: éxofj AG: éxoer T 10 zeet:
f. ragà. cf. 226, 15. 238, 18
13 Avarsıyera aB: avarsıvgodo CP: extendatur L 14
dicppvcıw tiva, b 20 nroı: hoc est (simul) L 21 xdadoı
om. P
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL 257
XIX.
Ein Gefüís sei voll Wein und mit einem Aus- Wechselnder
flufsrohr versehen, das fliefst. Giefsen wir einen ists
Becher (Kyathos zu 0,05 1) Wasser in den Hals des "9P Amee-
Gefüfses, so soll das Fig. 63.
Rohr aufhören zu fliefsen.
Wenn wir dann einen zweiten
Becher daraufgiefsen, soll
dieser mit dem ersten aus-
strómen, oder vielmehr beide
Becher Wasser sollen aus
den beiden andern Ausflufs-
rühren fliefsen. Nach dem
(vollständigen) Abflufs des
Wassers soll der Wein wieder
aus der mittleren Ausflufs-
röhre fliefsen.!) Dieser Vor-
'vcang wiederholt sich, so oft
als der Becher?) (Wasser)
zugegossen wird und aus-
läuft.?)
Ein Gefüfs «ß (Fig. 63)
habe am Boden eine Aus-
flufsróhre y und sei im Halse durch die Scheidewand de
25 verschlossen. Aus dieser steige eine Röhre $4 auf. Um
diese Röhre ist eine andere?) zu setzen, die fast bis auf
1) Nach b: ‘soll der Wein wieder anfangen, aus der mitt-
leren Ausflufsróhre zu fliefsen’.
2) “Becher? ist nach Vermutung übersetzt. Nach den Hand-
schriften von a mülste es eigentlich heifsen: “so oft als er
(nämlich der Wein, von dem zuletzt die Rede ist) zugegossen
wird und ausläuft’.
3) In b lautet der letzte Satz: “Dies wird beliebig oft ge-
schehen, bis nämlich der ganze Wein ausgelaufen ist”.
4) Statt die umschliefsende Röhre wie sonst in der Schwebe
zu halten, haben wir in dieser Figur die Móglichkeit des un-
gehinderten Eintritts von Wasser durch seitliche Ausschnitte
angedeutet.
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 17
210
258 HP9NOZ AAEEZANAPE2Z IINETMATIKS$N B.
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(vo Tod diapodyuarog EAaooov 1) 6 mzpóvtQog, écyi-
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z&ouxe(G00 ETE00g OWANV üzéyov Tod Ów«pocyuerog
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I' xgovvóg Qécv. é£&àv ÖL £vsgov émsyy£ousv, Uoz&9-
BAvosı vóv OK coAivea xci di coroD fvsyünosvoL
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258, 19— 260, 22: xal ro)ro Ói meginelode éregog cov
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xoovvóg Qéov. Liv Óà xol Ereoov wóc9ov éneyyéouev, Gore
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«UrO0U eis rovG A, M xgovvove, xol OÀov Eniomdoeren To
Üócpo. sivo loBbv avenvonv 6 ZH coXQv noımosı óuolcc
5
10
15
25
30
" DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 259
die Scheidewand reiche, aber dem Wasser noch freien
Spielraum läfst, wie bei den Kapselhebern. Man stecke
ferner eine andere Röhre 29x durch die Scheidewand,
lasse sie oben weniger über die Scheidewand hervorragen
5als die erste und sich in zwei Ausflufsröhren A und u
gabeln. Auch um diese lege man!) eine andere Róhre
mit geringem Abstande von der Scheidewand. Das Gefäls
sei ferner unterhalb der Scheidewand mit einem Luft-
loche v versehen. Schliefsen wir nun die, Ausflufsröhren
10 und giefsen den Wein in das Gefäfs, so dringt er durch
die Röhre &n in den Bauch?); denn die Luft entweicht
durch das Luftloch v. Halten wir aber das Luftloch zu
und öffnen die Ausflufsróhren, so wird aus A und y die
in der Röhre $« eingeschlossene?) Flüssigkeit, aus y die
15in dem Bauche (des Gefüfses) enthaltene ausströmen.
Giefsen wir nun, wührend » noch fliefst, einen Becher
Wasser auf die Scheidewand, so kann die Luft nicht
mehr durch die Röhre £4 eindringen*), vielmehr wird die
Ausflufsróhre y aufhören zu fliefsen. Gielsen wir noch
20 einen zweiten darauf, so fliefst es über die Röhre 9%
über?) und geht durch sie hindurch nach den Ausflufs-
rühren A und u, und so zieht sie das ganze Wasser an.
1) Zusatz in b: ‘nach Art des Kapselhebers’.
2) Zusatz in b: “des Gefälses’.
3) Nach b: 'zurückgebliebene'.
4) Nach b: ‘so hat die Luft durch die Röhre $7 keinen
Zutritt mehr’.
5) Nach b: 'Giefsen wir noch einen zweiten Becher darauf,
so dafs es‘über die Röhre #% überläuft, so geht es u. s. w.'
7 àyyéousv AGT,: &yydvousv T, 8 ZH om. T 10
züv T: vroó AG iv&nolgp9iv A,G: &moiug9iv T,: iv-:
&molsupOüiv A,T, 17. 32 malim émwmecünjosvot
20. otovel seclusi, om. L 21 oov om. P 23 £m P
24 óà BL: 07] CP (P ex corr.) 26 oyoóv om. L 30—31
Bote... coAijva*om.L 31 dmegenßAöoaı BC: ümegerßhvocı P
175
21
260 HP2NO£Z AAESANAPERZ IINETMATIKO9N B.
V0oo. siv« A«fov &ve«xvojv 6 ZH coA«v zoujost
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"Ayys(ov Óvrog zAágovg éxoírov xci xoovvóv &yov-
rog ÖTE uiv vOv oivov Eugksiv, Vdarog Ób Eyyvvouevov
xocxgóv TO UVÓcQ éxosiv, elite mzcAu TOV Üxgoerov'
xüv oóAqva( Tig, TOO dVOÓcvog £yyvvouévov xQoüuc
QuijGeve.
"Eovo rtı &yysiov v0. AB OÓwgooyue &yov zmegl
rv TrQcynAov r0 IA, di o xudeiodn coAQv 6 EZ
En ToU zvO)ucvog gégov, Og Eoraı xgovvóg. EXETO
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de 6 EZ coAQv Tovanudtıov Evrög TOD Ayyslov TOR
róv avdusve v0 H. £6vo Ói x«i Öıadyıov Oxó cvÓv
rocyuAov To ©. éàv obv xev«AcBÓóusvoi TOV xgovvóv
rov Z éyyéoucv tÓv oivov, qoos. sig TO xoc,
TOD &égog éxyogoUvrog did Tod © Ów«vyíov. àv ài
xev«AcBóusvou TO Hıadyıov | Cqusv vóv xogovvóv, oo
QviGsruu, sb un uóvov TO Evanolsıpdev Ev và ZE
GoAiv. Ev oov Ereyyenusv UÓcoo, KUIAOOV HUNOETEL,
M I n4 M ^ „ c [4 *A ,
vüv I' xgovvóv Qécw. xoi votvo Eoraı, Ócóxig Qv émeyyéousv
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3 émeyyéousev AG: émwéouev T 7 éxooétuv. (sic) T
f. eir . . . &xoevov post gvnosrau (9) tr. — 8 govAnvo Tb:
: BovAeraı AG 13 rovanudrıov T,: rovudtov AGT, 16 £
AGT,: 9 T,
7 ov &nparov: mixtum L 8 dE vig b (0$ om.L) 10
zı om. bL 11 zo aB: vróv CP xoesíc)o aBL: xsícoo CP
coAnv om. L 12 0g Eoraı «govvóg A: xoà zo0iÀv xoovvóv
IR
5
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 261
Alsdann bekommt die Röhre £5 (wieder) Luft und wird
in gleicher Weise die Ausflufsröhre y fliefsen lassen. Dies
wiederholt sich, so oft wir die Becher (Wasser) zugiefsen.
XX.
5 Wenn man ein Gefáífs voll ungemischten Weins Ein Zauber-
: : . krug, aus dem
hat, das mit einem Ausflufsrohre versehen 1St, SO bald Wein,
soll zunächst der Wein ausfliefsen. Giefst man bald Wasser,
aber Wasser ein, so soll das Wasser rein auslaufen, ^ Mischung
dann wieder der ungemischte Wein, und wenn man "er Fig. 64.
wünscht, eine Mischung (von Wein
und Wasser), so lange (wenigstens)
das Wasser eingegossen wird.
Es sei ein Gefäls «ß (Fig. 64)
rings im Halse mit einer Scheide-
wand yó versehen, durch welche
man eine Röhre e£ hinablasse, die
als Ausflufsróhre aus dem Boden
heraustrete. Die Röhre ef habe
innerhalb des Gefälses nahe dem
Boden ein kleines Loch «y. Ferner
sei unter dem Halse ein Spund-
loch 9 angebracht. Halten wir
nun die Ausflufsróhre & zu und
giefsen den Wein ein, so dringt
Fig. 64. :
25 er in den Bauch (des Gefüfses),
indem die Luft durch das Luftloch $ entweicht. Schliefsen
wir aber das Luftloch und óffnen das Zapfloch, so fliefst
der Wein nieht aus, abgesehen von dem, was etwa in der
Röhre £e zurückgeblieben war. Giefsen wir nun Wasser
30 auf, so flielst es rein ab. Lassen wir aber das Luftloch
rv £ bL 13—14 ztol zóv zvdwevo tovmnudzıov bL (vovznu.
ante &vrög om. b) 15 xe«veAeóusvog CP 19 «e£ bL 20
oöv om. BL
269 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
éàv Ob Gvüusv To dıavyıov, xoüu«, éàv de UNKErL
yyóvousv, xotwoóg Ó oivog.
XXI.
Bouod &vezvou£vov và uiv magıdovusve Cou
Gz£vüsuww, vróv Ó$ Ógcxovva ovolkev. 5
"Eévo tıg fcu xoíAg n AB, iq! ns Bouóg 6 I'
éyov «0À0v uEoov ixi vv ow nadıEusvov &z0 ToU
Fig. 65.
exındoov rov IE, 0g slg votig Eoylodn coA6vag vov
\ A, \ \ / A , [4 N \
usv EZ Eni v0 oóvrÓuc Tod Ogéxovrog qégovro, vov OÓ&
EHO éni oivoÓóyov &yysiov td KA, oo 6 zvdunv 10
? , ^ - , , d 2
&voréoo &ovo tod M EwÖlov, zooonuvouévov TO éxi-
podyuarı tod KA &yysíov xaoanosıdög' Er&gog Ót Ó
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL 263
los, so fliefst ein Gemisch (von Wein und Wasser) und,
wenn wir nichts mehr!) eingiefsen, reiner Wein.
XXI.
Wenn man Feuer auf einem Altare anzündet, so Die nt
$ sollen die daneben stehenden Figuren ein TE B3 uH
darbringen, wührend die Schlange zischt.
. Man denke sich eine hohle Basis «f
(Fig. 65)?), auf der ein Altar y mit einem
in der Mitte vom Feuerbecken nach der
Basis gehenden Rohre de stehe. Dieses
gabele sich in drei Röhren, von denen c£
nach dem Rachen der Schlange führe und
£49 nach einem Weinbehälter #4, dessen
Boden oberhalb der Figur u liege. Die Röhre sei mit
15 dem Deckel des Behälters x4 palissadenartig (gitterförmig
Fig. 65a.
1) Nach b: “kein Wasser mehr’. .
2) Die Figuren sind mit einigen Änderungen einem pom-
pejanischen Relief nachgebildet, das ehemals Winckelmann
gehörte und sich jetzt in Paris befindet. S. O. Jahn De
antiquissimis Minervae simulacris Atticis, Bonnae 1866, S. 15
Anmerk. 49 und Taf IL (Die Tafel wurde mir von Herrn
Prof. Loeschcke in Bonn gütigst zur Verfügung gestellt. Man
erwartet eigentlich, dafs auch die: Hebervorrichtung für das
Auge unsichtbar sei. Aber dennoch erscheint es nicht statt-
haft, sie nebst den Rohren und Beháltern ins Innere der Figuren .
zu verlegen. Darauf weist weder der Text hin, noch ist es in
der handschriftlichen Figur angedeutet. Dieser entsprechen
vielmehr die beiden Pfeiler, wie sie in unserer Zeichnung dar-
gestellt sind. Schliefslich sei hinsichtlich der Schlange daran
PHA eine wie grofse Rolle sie in Pompeji (Overbeck- Mau
S. 244) in bildlichen Darstellungen spielte.
2 ó.om. CT,, add. T, 6 ig^: dp GC £. dg? dg <dype- ^
E. cf. p. 80, 7. 226, 13 8 Enındgov G,T, b: nögov AG,T,
Hugo EL ABG,TL: 49 CG,P 11 zoocnvousvov T: zooc-
qvouivog AGb
2 éyyóvousv a: íyyéousv v0oo b 7—8 &nó tod émi-,
z0oov om. L
211 extr.
264 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKS9N B.
ENBA xoi «rog Óuoí(cog Gv«uxévro sig ETE00v oivoOóyov
&yysiov vo OII x«i abrog y«ooxosi0Og' GuvtOTsyvO-
6906«v Ói xal Auporsoo. voig rvduessı TÜV Cyysiov.
EoTwoav Ó0& Ev éxevégo vv oivodógov (&yysíov» xau-
zAo, Gípovsg 0 ve PX xol ó TT, óv ci uiv &oyol
Eotwoav Ev TQ oivo, Ta Ó$ EAN Óujxovvte zxwvwxvüg
did Tod zepupocyuerog vv olvoÓoysícov, xo)" (v Ósi
yivsodaı vig GzsvÓoUG«g yeioag vOv Eudiov. Or«v
ovv u£AAms EEdnteıv, moosucAAov roig 6WANoıv v$0d4-
tıov Boey6, Gore un Óvcgocyijv«, rovg OWANvag vz0
En000 TOO zvoóc, izóqootov ünavre, og un Óvwxvéscv.
v0 Ó& Tod zvgóg zvsÜuc Eyrarauıyev và Vdarı Oi
vOv GcoAQnvov Avshsdosruı El vovg yégoxeg xci Ov
«UrQOv O4/5pcv vOv oivov Avolocs ixi vovg KaumbAovg
Gípov«g vóv te PZ xai vov TT, Gore did vv xysugív
TOV Üfoóícv HEovra oz£vótw, éq' 0cov 6 Bwuog xaleraı'
6 08 fvregog 0WANv TO zvtÜu« Gvsvsyxov émi TO GcTó-
wov Tod Ögdxovrog Ovoißsıv zoujoeu vov Ogcxovro.
XXL.
Avyvias xovcoxev), Gor: AUXVOV ERIKELUEVOV, OTEV
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EAALTNS &éA«(ov YEVNTaL, ix TOO @TOG KVTOD ENLYEiodaL
&AcLov sig vOv Avyvov, 000V &v TE0«LOWUEHE, uNdEvog
2 f. aörog’(«reoonvmuEVog và Zmıpedyuarı) 4 Ayyelov B:
om. aCP 8 yiyveodaı T 9 ucAAgs AGh: uéiAg T
ztoo£vfdALov A: meooevßdhlov G: zooccufdALov T 11 xol
, &zxógooEov T 12 &ynarauıyev | A, b: Eyrotaueuiywevav AT:
Eyrarausnıyuerap (sic) G 13 dvehsdoereu A S US vide A,
16 &odiov A,b: kodagiov A,GT
1—2 olvodoyov &yysiov aBC: olvodoysiov iR 2oraBLl:
DIE 2—3 SVVEOTEYVOOUWCAYV 3H Gyyetom A: Gcvvsorttyvo-
Ted To nuduevı Tod &yysiov bL 6 oivo: utero L 9 z:oo-
eußdAwv P 11 &veoö P 19 óà a: oov bL nvsüun Tod.
r$
9
a
10
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 265
mit Schlitzen, Fig. 65a) verbunden. Ferner steige eine
andere Röhre ev& in ähnlicher Weise nach einem andern
Weinbehälter oz auf und sei gleichfalls palissadenartig
(mit dem Deckel des Gefüfses oz verbunden). Beide
Röhren seien in die Böden der Gefüfse eingelótet. In
beiden Weinbehältern seien gekrümmte Heber gc und rv.
Ihr eines Ende möge in den Wein tauchen, das andere
dagegen durch den Deckel der Weinbehälter luftdicht
hindurchgehen. Unter diesen müssen die das Trankopfer
spendenden Hände der Figuren liegen.' Wenn du nun
das Feuer anzünden willst, so giefse zuvor in die Róhren
ein wenig Wasser, daís sie nicht infolge der trockenen
"Hitze platzen, und verschliefse alles luftdicht. Die durch
e
1
20
25
das Feuer in Bewegung gesetzte (erwürmte) Luft wird
nun mit dem Wasser vermischt durch die Röhren nach
oben zu den Palissaden (bezw. den Schlitzen) steigen,
durch sie hindurch auf den Wein einen Druck ausüben
und ihn nach den gebogenen Hebern oc und zv hinauf-
drüngen. Und so bringen die Figuren, indem der Wein
durch ihre Hände fliefst,?) ein Trankopfer dar, so lange
das Altarfeuer brennt. Die andere Röhre leitet die (er-
wärmte) Luft nach oben zum Rachen der Schlange und
läfst sie zischen.
XXII.
Einen Kandelaber herzustellen. dafs aus dem Fine unversieg-
, liche Lampe
Henkel einer aufgesetzten Lampe sich eine beliebige (ein Herons-
PR h 3 P ] zs r b V
Menge Ol in sie ergielst, wenn das Ol in der Lampe iz od
1) Es wäre deutlicher, wenn Heron gesagt hätte: “Die
Heber endigen in den Händen der Figuren’. Das ist jeden-
falls gemeint.
2) Zusatz in b: “anscheinend.
zvgóg tr. b 14 @voloeı aB: @vnosı CP: efferetur L 16 vàv
om. P czmivósw a: omevdcsıv Ooxsiv bL 17 coAlw a:
ovA0g b. 18 ovoítew aBL: covoícsew CP 19 cap. XXII
om. bL. de libris decurtatis v. prolegomena
266 HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKOSN B.
dyysiov émi Tod Aóyvov éxwxeiuévov, e& 00 TO EAcıov
ETLOGERL.
Karaoxsvateodn 77 Avyvia xoíAqv Eyovoa iow
voíycvov xozeg nvoauida ylvsodaı. xol Zora ficis
5j ABI xoí(Ag dıdpoayue E&yovoa vó EZ. 6 Ói vic
Avyvíug xcvióg éovo 6 HO x«l «rog xoiAog, vaio
Ó$ vOv xcvAÓv, óg elonraı, xoiAog xcéA«cQog 6 KA
Övvdusvog zAéov éActov qogosiv. xci éx uiv tod EZ
ÖLapodyuarog &vovsuwéro co4Aqv 6 MN ovvreronusvog
TO dıapodyuarı xoci aneyov ano vod KA émupody-
uceTog Tod xuAldov, Ep 6 IN x«i Errineıteı 6 Avyvos,
860v d£gı dıetodov. Ersoog Ó$ coAqvíoxog 6 XO
xc06íc0c Ói& Tod KA Enıpodyuarog &xéyov &zxó vob
zvÜuévog roO xcAdc(ov 0009 UOcrL HLdEQVOLWV. ÜTEQE-
era 08 6 EO coAqv Tod KA Enıpodyuarog Bowyd.
vjj 68 Omxsgoyij cvvscuuoícüco fvsgov coAqvéágiov TO
II émuxeqo«yu£vov TO vo Govóut.ov, O0 Ói& Tod zvó-
uévog Tod Adyvov *Ovofe. cvvqvoc9o vÀ AUyvo undev
'£yov sig TO é£xróg roD Avyvov. và Oi II owAnvı
GvyxsxoAANGQ)c ETE00v ocoA«qvégiov AemrOv Cvevcivov
eis TO üxgov TOO W@Tog xci ovvvevQuüo)c c«vrQ, Govs
enıogeiv Ev TO xoıAdoucrı Tod AUyvov, £yov voijuc
Boreo xol oi Addoı. Uno Ó& TO EZ Owgo«yue
bzoxsxoAANo)o HAsıdiov PEoov sig mv TAEZ 1600»,
Gore, &àv GvoiyOjg, TO £x vig ABEZ xaoas VÓcopo
ustaßeiveıw eis vv TAEZ. Zorw 0b iv và AB
4 f. Coote) naddanee Traviov M,: aölov a eg Eien-
v«L suspecta, nisi initio capitis quaedam interciderunt 18
ó,o09:l codd.: f. ó,cocO iv unóiv AG: unds T 19 £yov
codd.: f. £yov. particip. £yov recte se haberet, si haec fere ab
Herone scripta essent: vo? Aóyvov Oi6c9o, (0 Ó& II conv»
cvrqvócUo To Abyva wnüiv Pyov xvf 22 od Aóyvov om. G
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 267
ausgeht, ohne dafs man nötig
hätte, einen Behälter auf die
Lampe zu stellen, aus dem
Öl zufliefsen kann.
Man stelle den Kandelaber
mit einer hohlen Basis in
Form einer dreiseitigen Pyra-
mide her. Die hohle Basis
sei «ßyd (Fig. 66), sie sei
mit einer Scheidewand e£ ver-
sehen. Der Kandelaberschaft
sei n% und sei gleichfalls
hohl. : Oberhalb des Schaftes,
[wie gesagt,] sei ein hohler
Behälter xA in Gestalt eines
Kühlers!), der reichlich Öl
zu fassen vermag. Aus der
Scheidewand sf steige eine
Röhre uv auf, welche durch
jene hindurchgetrieben sei und
fast bis an den Deckel x4 des
Ölbehälters reiche; doch lasse
sie noch Raum für den Aus-
tritt der Luft. Gerade auf
diesen Deckel ist die Lampe
gestellt. Ein anderes Röhr-
chen £o stecke man durch
den Deckel x4 fast bis auf
den Boden des Kühlers, dafs
nur noch Wasser durchfliefsen
kann. Die Röhre $o rage
Fig. 66. etwas über den Deckel x4
hervor. In den überragenden
Teil sei ein anderes Röhrchen sz luftdicht eingeschliffen,
1) Kálathos gewöhnlich ein Korb in der gezeichneten Form,
aber auch ein Kühlgefäls.
223
268 HP9NO£Z AAESANAPERZ IINEYMATIKSN B.
éxupocyue. voqucciov, Oi oo zAqoócousv viv ABEZ
q69«v vOÓarog, xci 6 Ev cori (dqo» ErxXwonosı dıa
Tod sloqu£vov co5uctog. &qeupsüévrog oov | ToU
Adyvov zAqoocousv &£A«(ov vov xcAc(ov did Tod ,5O
GoAQv«gíov, roO EV TO xcÀc0c dGépog éxyopobvroc
dia oo MN coAqvíoxov x«i Erı dıa Tijg év v IA
zuduevı nAsıdög Avorydelong, Ore Ó" xci TO £v mi;
TAEZ y609« U009 Erpviosraı. EXiTedEvrog 00V TOD
Avyvov Ou& Tod II oungioucros, Orav den EAcıov
erıyesiv, Avolsousv v0 Ev và I nvduEvı aAsıdiov.
uereywgoövrog oov tod Ev vjj ABEZ yóo« VOÓc«rog
eis mv TAEZ, 6 &v vij TAEZ ano did Tod MN
swAnvioxov tig vov xéA«90ov dpıxvovusvog BAlıpeı TO
ev wird EAcıov, 6 0N dıa tod XO 6WANvog xci ToO
GvveyoUg «ÜrQ eig vOv Aóyvov qoos. Óvav Ó&
unaerı BovAdcustüc Qésuv, Anorkeloereı TO HAcıdlov xci
navoera. x«i madıv Orav ben, (TO) adrO momoouEV.
XXIII.
Avvaraı ÖE xoi (AAcog Er vig «UTijg KatayoapNg
z9oyetoórsgov, WOoTE (un) Pdoww xuraoxevdtsv, Ev.
v0 Doo éiov( za uiv oov üAA« và word £Gvo ywolg
vio féocsog xci roD Ev «ori; UOccog.
2 f. vóuvog (xol O0 usc& viv Pyyvow dreoreyvoo®w). cf.
supra p. 118, 10 &io M,: om.a 7 öte scripsi: üzev codd.
10 &voífousv a: &voítousv Monac. 431 yO0 mzv9uévi: f.
yöes &yysto 126M: na 16 f. &no(us»uAsicevat 17
X10» inserui cf. p. 274, 2 20 un inserui
18 Cap. XXIII om. bL
ro
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 269
dessen obere Mündung verschlossen sei. Das Róhrchen gehe
durch den Boden der Lampe und sei derart mit ihr vereinigt,
dafs es ganz im Innern derselben liegt. Mit der Róhre x
sei ein anderes, enges Röhrchen zusammengelótet, das nach
5 dem Ende der Handhabe aufsteige und nach der Róhre (z)
sich. óffne, so dafs das Ól in den Hohlraum der Lampe
fliefsen kann; denn das Röhrchen ist mit einer Mündung
(Loch) versehen wie die übrigen. Unterhalb der Scheide-
wand e£ lóte man ein in den Raum yded führendes
10 Ventil derart fest, dafs das Wasser aus dem Raume aßs&
nach ydef laufen kann, wenn es offen ist. In der Deck-
wand e sei ein kleines Loch, durch welches wir den
Raum «e£ mit Wasser füllen, indem die darin ent-
haltene Luft durch das genannte Loch entweicht.!) Wenn
15 wir nun die Lampe abgenommen haben, wollen wir den
Ölbehälter durch die Röhre £o mit Öl füllen, indem die
im Behälter enthaltene Luft durch die Röhre uv und
ferner durch den am Boden yd befindlichen Hahn ent-
weicht, der geöffnet wird, wenn nämlich auch das in dem
20 Raume ydesd enthaltene Wasser ausfliefsen soll.?) Hat man
nun die Lampe mit Hilfe der (in £o) genau passenden
Röhre (Smerisma, Rohrverschleifung) m aufgesetzt, so
öffne man das Ventil im Bodenraume yó(sf), wenn man
Öl aufgiefsen muís. Läuft nun das im Raume «pet ent-
25 haltene Wasser nach yóef, so gelangt die in yde£ ein-
geschlossene Luft durch die Róhre uv in den Kühler und
übt auf das darin enthaltene Ól einen Druck aus. Dieses
geht natürlich durch die Róhre £o und was damit zu-
sammenhängt nach der Lampe. Soll es aber nicht mehr
30 fliefsen, so schliefst man das Ventil und der Zuflufs hört
auf. Dies kann man je nach Bedürfnis wiederholen.
1) Dieses Loch ist natürlich nach dem Füllen luftdicht zu
verschliefsen. 2) Man denke sich hinzu: “und der dann
eine Zeit lang offen steht’. Im griechischen Texte ist ein Fehler.
Wenn man statt der Konjunktion das Verbum (&4evrjoscraı in
íxovj) ändern dürfte, erhielte man folgende Lesart: ‘der offen
steht, wenn nämlich das ... Wasser abgelaufen ist’.
r5
, N \ "
xtr. GX0VTÜGELV TO &EAGLOV.
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^90 HP2NO£X AAESANAPERZ INETMATIKRN B.
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XXIV.
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Tod é£Ac(ov ueiovuévov Ev TO
TOv Avyvov Änteıv VOcTOSg &y-
qvvou£vov zigoocvez Anooto9«L
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&yysiov ovreyvóv ziívroOtv TO
AB ijo, óvugvig coi) N) xol
die nelusvov. éx 0$ vovrov &varswévocav Óvo coAivsc
a 270, 24—274, 23 "Ecvo yàg ... émiggsiv — b 270,
29— 274, 32: "Eorw 0x0 mv Avyvíav &yysiov oveyvóv mdv-
Todev Guugvtg c)vjj To AB. ix de voírov &vortwéroGev 30
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 91]
XXIII.
Unter Benutzung desselben Entwurfes kann man Eineunversieg-
denselben Versuch Bach anders und leichter ausführen, ee
ohne Herrichtung einer Basis mit Wasser. Die Pal). Fig. 67.
5 übrigen Vorrichtungen seien also dieselben mit Ausnahme
der Basis und des darin enthaltenen Wassers.
Die Mündung u (Fig. 67) der Röhre wv sei durch
die Wand des Schaftes getrieben, so dafs sie aufserhalb
des Schaftes sichtbar ist, und die Röhre sei rings eingelötet.
10 Wenn man nun den Vids ansetzt und in die äufsere
Mündung hineinbläst, so dringt der Hauch in den Ölbehälter
und drückt das Öl durch die Röhre £o. Dann wiederholt
sich derselbe Vorgang wie vorhin. Denn so oft man
hineinbläst, fliefst Öl auf die Lampe. Das Ende der
15 Handhabe mufs aber rechtwinklig zu dem Loche der
Lampe gebogen sein, damit sie das Öl nicht nach aufsen
laufen läfst.
XXIV.
Einen Kandelaber anzufertigen, dafs infolge Ein- Verwendung
20 giefsens von Wasser sich die Lampe mit Öl füllt, nen 5er
Nachfüllen
je nachdem das Öl beim Brennen!) der Lampe anf ib ID
gebraucht wird. Fig. 68 u. 68a.
Unter dem Leuchtständer befinde sich ein allseitig
geschlossener Behälter e (Fig. 68), der entweder mit
25 ihm verbunden sei oder für sich (ohne Verbindung) auf-
gestellt werde.") Aus diesem sollen zwei Röhren yd und
1) Wörtlicher: “beim Anstecken’. Z. 19—22 fehlt in a.
2) Die Worte “entweder” und *oder... werde’ fehlen in b.
1 uv AG: ui» T 6—7 Zugpvorjos T 10 Eoraı AG:
&ovo T 16 f. (r00» Avyvov 17 &xovvit£ew M: dnovrikaı G:
&xovt(te AT 19—23 Avyviag ... EAulov ex b inserui: om. a:
Avyviag xev lacunae signo addito edit. Paris. 26 cori
Amg.GT: e$óró A, 27 &vovtwévocav A,: &vertwcOocav
Amg.GT
272 HP9?NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
oi IA, EZ evvvevguuévou v AB &yysíg. To GEST:
o6róuiov ToO GoAWQvog ANEYETW And TOO TVNUEVOg TOD
AB üyysiov 600v Üdarı dıdogvoıv' xol 6 uiv I
(xov Tijg Enıpaveiag Eortw Tod Avyvov QYıdkıov Eywv
\ ET P ? Tan wr e El mt Wr.
zo0g to I Üxoo, Óv ovo Zora 7 Eyyvoıg Tod VORTog.
ó 0b EZ coAqv oVVreTrejodn vÀ auduevı tod AUyvov.
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Pl] / M E] \ 3 L *
EAcıov, Xwonosı zQoürov eig TO AB dGyysiov, sire
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m LY rJ , / 5 e , , ,
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xcvog Eoraı. Üvav oov £yyéousv Óuk Tod mzoóg vÓ
A quxA(ov UO0cQ, ycog1osu eig To AB ayyelov uyvó-
usvov TQ fAm(p, To dt Ev rÀÓ AB dyysiw £Aocwov
zgoG«vofüv zAgooGsu TO &AAuxég TODO AUxvov, yoig
à$o owAnveg of IA, EZ ovvvevouutvor và AB dyysio. el
r0 uiv I’ orouov tod IA coAQvog Gmeyéro dd Tod zwv9-
uívog Tod Gyysíov PBoayb, 000v üdarı didggvow sivowr To
0€ A uEoog Qvo tig Enipavelas Eorw ToU Abyvov pıdlıov
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pavelag ToU ‚höyvov. é&v 00v tig dia Tíjc xoiMe énupovelorg
TOU Avyvov éyyém &hetov, qo1j6cL ztoGrov eig ro AB dyysiov,
era nAngwdevrog auTod nino 9ovra xecL oL swAhves 0
te IA «oí 0 EZ, ala ON xal 6 Aoyvog alrög. xouióusvog
o0v 6 Avyvog QUARE UA £óvoi. Orav Oi iyyéousv dic vo
noög TQ A guoAíov 4ÓcoQ9, ywonosı sig v0 AB Gyysiov xol
8 «f A,G: x1 A,T — 11 zr AG: 70T 12—183 f. (uw)
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16 L4 scripsi: ßy bL 18 4 scripsi secundum L: B b
19 &xov scripsi: Éyov b 22 procedit L 25 &móxsvog
&oraı om. L
[2
0
I
5
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 273
e£ aufsteigen und nach dem
Behälter «(0 offen stehen.
Die Róhrenmündung y_rei-
che fast bis auf den Boden
des Behälters «B, lasse aber
noch Raum für den Durch-
flufs von Wasser. Die Röhre
yö gehe bis zur oberen
Seite der Lampe!) und
sei am Ende d mit einer
kleinen Schale versehen,
durch welche man das Was-
ser eingielst. Die Röhre
e£ münde in den Boden
der Lampe.?) Wenn man
nun in den Nabel (Mittel-
punkt)?) der Lampe Öl
gielst, so läuft es zuerst
in den Behälter «B. Ist
dieser gefüllt, so füllen
sich auch die Röhren yod
und e£ nebst*) der Lampe.
Steckt man nun die Lampe
an, So wird sie sich ent-
leeren. Gielsen wir dann
Wasser durch das Becken
bei d, so läuft es in den
Behälter «ß, ohne?) sich mit dem Öle zu vermischen,
während das im Behälter «ß enthaltene Ol aufsteigt und
so das in der Lampe Fehlende ersetzt, bis das Öl zur Tülle
1) Nach b: “Der Abschnitt à befinde sich über der oberen
Seite der Lampe'.
2) Nach b: “Die Röhre ££ gehe unmittelbar in das Bassin
der Lampe’.
3) Nach b: “den Hohlraum (das Bassin).
4) Nach b: “aber natürlich auch die Lampe selbst’.
5) Nach Vermutung übersetzt. Handschriftlich: “und ver-
mischt sich’.
Heronis op. vol. IL ed. Schmidt. ; 18
213
274 HP9NOX AAERANAPEQ9Z IINETMATIK9NN B.
a \ \ 7 / Nor d 35 / 2N
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vzoxe9(íoy v0 EAaıov, TO MOTTO zoujcousv xci TOVTO,
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Asıpdevrog EAclov sig
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Fig. 68a.
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BeAtıov de To uiv EZ coAqvégiov eig TO ovg Tod AUyvov
peosıv, v0 Óà TA Omíco Tod MTög MIRO0V WETEDOOTEOOV
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éyyvOnjceva, TO dO0c9, WOTE Que vij éyyoocu Tod Voarog Ex
yyetiserus rà (dap, dore due ri iyi ;
TOU WTog TO &Àoi0v émiQQsiv.
20
25
30
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ex
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 275
kommt.!) Wenn das Niveau des Öls dann wieder sinkt,
wiederholen wir?) das Verfahren, und zwar so lange, bis
das Öl aufgebraucht ist. Sollte?) man den Behälter «f
fortnehmen müssen und doch noch Öl auf der Lampe
behalten wollen, so werden an den Röhren yd und e$
dicht am Behälter «f kleine, genau passende Verschlei-
fungen (Smerismata, Fig. 68a)*) und bei dem Leuchter
kleine Hähne angebracht. Dreht man sie daher um (bez.
schliefst man sie), so kann man das Öl in der Lampe
und den Röhren zurückhalten. Und so kann man auch
den Behälter «ß fortnehmen?) und nach Belieben die
Röhren wieder ansetzen und die Hähne öffnen. Besser
ist es, wenn die Röhre e£ (unmittelbar) nach der Hand-
habe der Lampe (Fig. 68a) führt, yd aber oben hinter
der Handhabe mit einem nach der Röhre offenen, schalen-
förmigen, etwas höher liegenden Aufsatze®) versehen ist.
Durch diesen wird das Wasser eingegossen, so dafs das
Öl zur selben Zeit aus dem Henkel zuflefst, in welcher
das Wasser eingegossen wird.
1) Nach b: 'Giefsen wir Wasser durch das Becken bei à
hinein, so geht es in den Behälter «ß, bringt dadurch, dafs
es nach unten läuft, das Öl zum Steigen und ersetzt so das
Fehlende, bis das Ol zur Tülle kommt’.
2) Nach b: *mufs man das Verfahren wiederholen’.
3) Zeile 3—12: ‘Sollte... öffnen? fehlt in b.
4) In der abgebrochenen Figur ist diese Vorrichtung der
Raumersparnis wegen etwas hóher angebracht. |
5) In Pompeji (Overbeck-Mau S. 439) ist ein Kandelaber
aufgefunden, dessen Schaft aus zwei in einander steckenden
Teilen besteht.
6) Nach b: ‘mit der etwas höher liegenden, nach der Röhre
offenen Schale versehen ist. Durch diese u. s. w.’
9 dmonadion A,: bmonadeon A,G'T — 3—4 narelsıpdevrog
àíov M: wevoAsuptiv và Maıov AG: weraAsupüirvvsg EAciov
T, (&Aviov in cà £fAeww corr. T,) 6—7 oumeroucriov T
8 coAijvsg T 20 àróg AG, T: ariov G,
27 mowriov BCL: zoujcouev P
18*
916 HP2NOZ AAEZANAPE9Z IINETMATIKQ9N B.
XXV.
AAyy&(ov Övrog GveyvoU xci xQovvOv &yovvog &veg-
yore xol O0"'ocov zogoexsuLEvov, e) ÜNOKETEL TOTNOLOV
zAijoseg VO«rog, £àv é&zoGzon Tig TO ToTioLoV, WAEOV
6evası 6 xgovvóg, ig! Ücov v có moripıov sim
ozsozocuévov. LVWOHEVTOS oov TOD zovquoíov, obxér.
02V0EL 6 xgovvóg.
"Eoto vó sioqu£vov &yysiov v0 AB Ó.zegooyu£vov
vov TodynAov TO IZ Ötapodyuarı. | ix Ó8 voO IA
GoAQv Avarsıveıw Gvvvevouuévog «ov 6 EZ. Tovro
ài meoızeiohn Frepog 6 KA, Bors sivou mvınrov Ówa-
fiiv. và 0$ KA ovvreronodw Ereoog owAnv 6 MN
avsoyog &yav To M: r0 Ó& éxróg GxéAog voU MN
GoAivog Eorw Ev rıvı ztovqoío và OF, eig 0 éyxey odo
Caput XXV secundum B: "Ayyslov övrog creyvob x ai
e
j E , / Y r
K00VVOV cyovrog AVEWYOTE Kal O'QGov TTRORKEIUEVOV, Qo
Ünmöxsıraı morngiov mAnges UOorog, iàv Vmoondon vig To’
7zOToLOv, uinobv 6EV0EL 0 xoovvóc, Ep 000v Qv TO movüorov
ein vomeomeGuévov' moooavaßıpaodevrog Óà Tod mornolov
eis v$v é& dogs HEoıv, obxerı devosı Ó xgovvóg.
"Ecvo T0 sioquévov &yysiov 10 AB diemepoayusvov vóv
rodynAov ro TA diapodyuarı. ix dt od TA coÀqv Gva-
ewvero Ovvreronusvog auto 0 EZ. Tovrw de megınelodn
&vegog 0 KA, Gore elvaı nwinzöov Öießiemv. và de KA
cvvreroijoto ®oc cov ó KMP gégov uiv to P ovójuov
eis vóv PN $óocov, v0 02 M Avepyuzvov Po" ó de
$$ococ 0àog 6 PN foro) Ev tivi oTnolo To OA, eig 0
éykeyó00c 0o, Dove rv Qiocov oraßomeriteoHeu Ars
4 f. ómoczcy. cf. lin. 6. 17. p. 278, 7. 280, 2. 3 5 ein
a: £.3 12 0 u» M: om. a 14 và G,M: vó AG,T oT
17—18 zàfjss ... movüoiov om. P — 19 ei] b: £. 3
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 277 |
XXV
Ein Gefüfs sei verschlossen und mit einer offenen Der unter-
Ausflufsróhre: versehen. Daneben setze man einen Pepe
Thyrsus, unter welchen ein Becher voll Wasser
5 gestellt ist.
Zieht man
den Becher
fort (bezw.
hält man ihn
niedriger), so
fliefst die
: Ausflufsröh-
re, so lange
der Becher
nach unten
gezogen ist,
nur wenig.
Hält man
ihn wieder
höher!), so
hört die
Ausflufsróh-
re auf zu
fliefsen.
Das er-
wühnte Ge-
fäls sei «B (Fig. 69), es sei im Halse durch die Scheide-
wand yó geschlossen. Aus yó steige eine Röhre ef auf,
die durch die Scheidewand hindurchgetrieben ist. Diese
30 Róhre sei von einer andern Róhre x4 derart umschlossen,
dafs ein Kapselheber entsteht. In x4 münde eine andere,
bei u offene Röhre wv. Deren üufserer Schenkel tauche
a 277,81—219,3 In x4 ... mit — b 277,33—219,24: Mit x4
stehe durch eine Öffnung ein anderes Rohr «uo in Verbindung,
1) Nach b: *Hebt man ihn wieder in seine frühere Stellung’.
| 278 | HP9NOZ AAERANAPE9X IINETMATIKSN B.
| 914
V0co, Gore mAWoseg sivow. ovuniAmondnjocreı IN xol
\ 2 e , y M M E] ,
TO év TO zoTQuoío OnEA0g TOO GoA$Qvog. EYHEXVOID
dE xal eig vóv ToaynAov Tod AB c&yys(ov vOcQ OALyov,
BoTE Eripocdsa viv dvanvorv. cA6oovg Övrog Tod
AB ayysiov, ob HEVoEL 0 II xgovvog xaltoı &vsoyog,
eneiönneo 6 NE 00x Eysı maoElodvowv dıa TO Éyyvbiv
eis TOV TodynAov 0c. ozoozcc0évrog Ö& roO XoTN-
olov Avdyan xsvotijve( Tı wégog roO Ev và zoTqoío
6x£Aovg ToU Gígpovoc: sig Óà TOV xsvoUusvov vózov
éxLozoGoO6src. 6 Gvveyns Guo. ovrog ÓR TO gyyvüiv
eis vóv TodynAov v$Óiriov GVVERLIONKOETEL, Gore ÜNEO-
Prvaı vó Z orduov. x«i did vrobro TOD Goog E0XN-
xórog zx«gsícÓvo»w, ósvos, 6 II xoovvóg, | &yoıg &v To
AO zorioıov &vocOv vó Ev TO vocyXAo $ÓoQ zoujor
? / \ 9 "ul / \ 9 \ > 9 T
eripocdka iv &vozvoqv: z&Aw yàg sig Tov && Goyijs
t0 mgóg ro N oröwov vegyóc. GvumAmoo9/serot ovv
Vdaros 0 TE Ov9coc, GAA& OT] Kal Tod cGxíAovg Tod coAQvoc
To guígoc 000v Uno Tod ÜOerog Panriteran. EyaeyVodn de
M , N / w ’ , [uA 24/7 [wd
X«L EIG TOV roaynkov todo AB üyyeiov Uc Oklyov, (ort
Emupodai mv dvanvonv Tod nwIRTod dießirov. ‚wAngovs
oVv ovrog tod AB diyyslov, 0v devoeı 0 II xgovvóg xoíroL
&vsgyog, Ensiönnmeo 6 do o)x Eysı magelodvow dia To
iyyvOiv sig róv Todynaov Vbwg. OmoomecOivrog Ói ro)
zoTrQgíov Avdyan xsvoQivaí v. uéoog Tod Ev TO mornoío
Gxélovg ToU Gcípovoc' sig Ó& TOV xsvoousvov rómov émi-
GzoGc010srw. 6 Gvveync do. ovrog de TO iyyvOtv sig vOv
roaynAov Vbng OVvenıondostaı, (Gre cmopodber Tiv Tod
nvırrod dıaßnrov Tod EZ GGvemvorv. Hal dia robvo Tov
32^P ? /, ! 1 Bu A e [4 N
&éoog éoymxórog magelodvoıv, Qevotu 0 II xoovvóg, OCwxoic
a V ei , 2 \ /, ? LA M ? , .
&v v0 /3O norngiov &vocOv nomon Erripodäaı vi]v Kvanvonv
nahtv yàg eig TOV E5 Gyijg vómov dmoxerooroÜncsrow xol
Iron A. GEOP 3 x«l om. T 4 f. nAngovg (oiv).
cf. lin. 21 övrog A,GT: àv A, 5 avswyag À,: dvemyorog
15
20
25
30
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 279
in einen Becher o£, der voll Wasser gegossen werde. Daher
füllt sich auch der in den Becher eingetauchte Schenkel der
Röhre mit. Man gieíse auch in den Hals des Gefälses «6
ein wenig Wasser, dafs es die Luft!) absperrt. Trotzdem
5nun das Gefüfs «6 voll ist und die Ausflufsróhre z offen
steht, fliefst sie doch nicht, da ja die Luft wegen des in
den Hals geschütteten Wassers keinen Zutritt hat. Senkt
man aber den Becher, so leert sich notwendigerweise ein
Teil des im Becher befindlichen Heberschenkels, und in
10das entstehende Vakuum wird die (mit der auslaufenden
Flüssigkeit) in Verbindung stehende Luft gezogen. Diese
zieht ihrerseits das wenige”), in den Hals gegossene
Wasser mit an. Die Folge ist, dafs das Wasser über die
Mündung & hinaus nach oben steigt.) Und wenn infolge
15 dieses Umstandes die Luft Zutritt erhalten hat, so fliefst
die Ausflufsröhre z, bis der Becher £o wieder gehoben
wird und durch das im Halse enthaltene Wasser*) die
Luft absperren läfst. Denn dieses kehrt dann wieder an
dessen Mündung o in den Thyrsus ov führe und dessen Mündung
20 u offen stehe. Der ganze Thyrsus o» liege in einem Becher o£,
in welchen (so viel) Wasser gegossen sei, dals der bei » mit
einer offenen Mündung versehene Thyrsus untertaucht. Es
wird sich nun wenigstens?) der Thyrsus mit Wasser füllen, doch
auch der Schenkel der Róhre, soweit er unter Wasser taucht.
1) Nach b: “dafs es das Luftloch des Kapselhebers schliefst?.
2) Nach b einfach: “das in den Hals gegossene Wasser’.
3) Nach b: ‘Die Folge ist, dafs sie die Öffnung des Kapsel-
hebers s£ frei macht (so nach Vermutung übersetzt; in der
Handschrift steht “schlielst’ statt “frei macht’).
4) Die Worte: “durch das ... Wasser’ fehlen in b.
5) Dieses Wort ist nach Vermutung übersetzt.
A,GT 9 on&hovg A,G T: exéiog A, 11 ovvemiondoster
evrvey)s &5o T
16 ta CP: zo B 17 re b (om. L): f. ye ON ex uiv
corr. B 27 &nzogod&e, bL: f. avapoadaı
280 HP9NOZ AAEZzANAPEQ9Z IINETMATIKSN B.
TÓzOv dCzxoxcveGove)osteuL nal obxér. soos; 6 Il
xgovvóg. x«i roUro, ÓGtxig v OÓzxoczürc. x«l moc-
peontaı To zxoTXoiov. dei Ó$ adro u) 0Aov broondonı,
(vc un 640v yvuvo9j, v0 oxéAog roO oíqovog. Ó uiv
ov MN G6oAqQv sig 95696ov OwGxcváo0o, 6 0$ PN
eis viv mz&gl vobrov Ówusroov, Uva Ebdıdderov N To
doaue.
XXVI.
Aayvvov x«rcGxevi] vio qO9eyyou£vue, Otav zootx-
za vyQÓv.
"Eovo d ozxoysyoeuucvg Adyvvog OÓiezeqoeyuévo
rov uev vocynAov vQ..4B, vó 0 oröua to IA. dic
ÖE G&ugorégov vOv ÓLicQo«yudrov coAQv Óvwc90 6
EZ ovvreronusvog duporsooıg roig dLapodyuroı. TO
0i tig A«yóvov w@rlov Eoro v0 HO. x ób Toö
ETEOOV uégovg voU @Tog GoAÀQv £cvo 6 KA ovvreron-
u£vog uiv và AB Ödtapodyuerı, &mó Ob vot TA
obx#erı QeUGcL 6 II woovvóg. Aal voro, Ócdxig Qv vmoGmüvoL
x«l mE00PEENTaA To zovQoiov. Os; de cvr0 um ÜÀov dmo-
ondocı, lvo un 0Àov yvuvodn To oxélog Tod cígovog.
a 280, 11—282, 13 "Eotw . . . Kvriusteywooüvrog —
b 280, 22— 282, 27: "Ecro m bmoyeygauuevn Adyvvog Ou
zegooyuiívm Tóv (uiv? rodymAov Ta AB, ro de oroue ro
TA. Ov &ugoréoov dE TÜV Óiwpooyuárov owAmv Ói569o
6 EZ ovvreronusvos &ugorígoig voig Ödıapodyuası, TO de 2
tig Aeyóvov wrlov Eorw r0 HO. £x ói roO Avrıngd vob
Gríov u£govg omAnv Eorw 6 KA Gvvrevoquévog uiv cà
AB diapodyuarı, no de Tod I4 &néyov, 000v bdarı dıdo-
1 anonaraorarnjoereı AG: Aroneraornoereı T 2 f.roöro
<Eoraı) 3 dmoonäoca A,GT: droondota. A, 5 f. 90000v
vv PN 6 Oucuevoov a: f. zeo/uevoov 12. 23 f. ro AB
dıapodyuarı) 14 ovvreronusvog Aa: f. cvveovsyvouévog
15 n® AGT,: x9 T,
o
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 281
seine frühere Stelle zurück, und das Ausflufsrohr z hört
auf zu fliefsen. Dieser Vorgang wiederholt sich, so oft
man den Becher senkt und hebt. Man darf ihn aber nicht
ganz wegziehen, damit nicht der ganze Heberschenkel
blofsgelegt wird. Die Röhre
wv lasse man des gefälligeren
Aussehens wegen in einen
Thyrsus übergehen, und man
setze (den Thyrsus) ov auf
den (äufseren) Umfang der
Röhre.!)
XXVI.
Eine Flasche herzu- Die pfeifende
stellen, die pfeift, wenn pide E
sieFlüssigkeitauslaufen : "95
làfst. |
Die unten gezeichnete Fla-
sche sei im Halse durch (die
Scheidewand) «ß.(Fig. 70a),
in der Mündung durch yà
abgeschlossen. Durch beide
Scheidewände stecke man eine
Röhre e£, die durch sie hin-
Fig. 70a. durchgetrieben sei.) "Der
25 Henkel der Flasche sei n®.
Auf der andern Seite des Henkels?) sei x4 eine Röhre,
welche durch die Scheidewand «ß getrieben sei und von yó
1) Die Worte ‘Die Röhre uv ... der Röhre’ fehlen in b.
2) Wohl richtiger: “die in sie eingelötet sei.
3) Nach b: “Auf der dem Henkel gegenüberliegenden Seite’.
9 Aey)vov a: Acívov b ut lin. 26. p. 282, 24 18 f. vo?vo
(fervor) 22 Adyvvog scripsi: Adivog b ut p.282,20 23 (piv
inserui: om. b 25 cvvzeromuévog b: f. cvvecreyvouévog ^ voie
om. P ^ óugodyuecr scripsi secundum L (diaphragmatis): àw-
yoduuacı b 28 00avog P
282 HP9?NOZ AAEEZANAPE29Z IINETMATIKS9N B.
&zéyov Ocov vdarı Óuwpovow. zoóg de ro TA
ovoiyyıov éovo v0 M Övvdusvov pHEYYyEodaL. — zÀAqoo-
Hrostaı oov T Acdyvvog did Tod EZ oWwAivog, vo)
&£oog Erywoodvrog did Te tod KA oWwANvog x«i Qu
tod M ovoıyylov. ÖTav oov xuraoyovres TO @Tlov
tig Aayvvov émuxA(vousv, DOTE TO0EODEL, TOONGETEL
uiv did Tod EZ owAnvog sig TO Extög u£oog' did Ó&
todo KA t0.Oygóv opos. sig vróv BI' vrocynAov:
0 de Ev «OrQ ANE ixxgovóusvog did Tod M ovgıyylov
preykeru. Eoro 08. x«l Ev ro AB dtapodyuarı
ToUmque Ersoov, Óv ov 6odmdelong Tio Auybvov TO
Ev TO Toayiim GmoAsupOtv byoov zAw KWonjosı sig
T0 XOTrOg Tijg Auybvov voO cégog ÄVTIUETEXWEOUVTOS.
XXVII.
'"Exí vwog Bdoewg &yys(ov Övrog olvov £yovrog nal
xgovvóv &vsgyóva zcgegpsgouévme As(«g zovijo«. HEELV
TOV xgovvóv zoóc uérgov, oiov óvi uiv TuwxorUALOv,
ór& Ó& xovUAqv xol xc9óAov 0cov iív vig mpocioijrot.
gvoıv sivot. moög de To IA ovolyyıov Sero ro M dvva-
uevov gO£yyscOor. aoo sere otv 4| À&yvvog Ói& Tod
EZ co ijvoc , ToÜ óéoog Enyagodvrog de rıvog dıavylov
voU N, 0 ueri viv mtn Toö dyyelov crtoqpoc 9 ijsevea.
Eotaı ab Ereoov dvsmyog r0 E. Ürav oUv wxoréyovreg To
críov Tijg Aeyóvov émwutvousv, (ovs mofo9er. Uno,
, M \ E m , M ? ji , " \
oonoereı uev dıa Tod EZ 6WAnvog sig TO Errög uégog' dia
0$ tod KA ywonoeı v0 üyoov sig vóv I'B rodymkov' 0ó de
£v «)rQ ANE ixxgovóusvog dia Tod IM ovgıyylov pPEyserau.
1 ddarı AG,T: 90evog G, 10 pdeysera AG: ge yyezou T
13 ro) &£pog. &vrwueroyooo00vvog À,G,: Ó ang Vd Ci
A mg. (etiam in textu ex „g0Övrog "A, -ge£ aurog corr.), G,:
Tod &égog Avrıustaywgei coróg T 16 zowjccu Tb: moıjoHaı A:
noeiodeı G,, c9 expunxit et c supra scripsit G,
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 283
nur so weit abstehe, als nótig ist, um Wasser durchzulassen.
An y6 sitze ferner ein Pfeifchen u, welches ertónen kann.
Nun soll die Flasche durch die Röhre e$ gefüllt werden,
indem die Luft durch die
Röhre x4 und die Pfeife u
entweicht.!) Wenn wir dann
die Flasche am Henkel fassen
und sie nach der Seite kippen,
dafs sie Flüssigkeit auslaufen
läfst, so wird sie dieselbe
durch die Röhre ££ nach aufsen
strömen lassen, während durch
#4 die Flüssigkeit in den
Hals By geht. Wird die darin
15 Fig. 10b. enthaltene Luft durch das
Pfeifchen u hinausgedrängt,
so wird sie pfeifen. Es sei ferner in der Scheidewand «p
ein anderes Loch, durch welches die im Halse zurück-
gebliebene Flüssigkeit wieder in den Bauch der Flasche
20 zurückfliefst, wenn sie wieder aufgerichtet ist und die
Luft als Ersatz für die Flüssigkeit (in den Raum yf)
einstrómt. ?)
XXVII.
Aus der offenen Zapfróhre eines auf einer Dasis Ein Weinauto-
25 stehenden Gefälses mit Wein durch Anhängen eines nn
Gewichtes ein (bestimmtes) Maís ausfliefsen zu lassen,
z. B. bald einen halben Becher (= 0,137 1), bald einen
Becher (= 0,274 1)?), überhaupt beliebig viel. |
1) Nach b: ‘Nun wird die Flasche durch die Röhre e£
gefüllt, indem die Luft durch irgend ein Luftloch » entweicht,
welches nach dem Füllen des Gefälses wieder verstopft wird. .
Ein anderes & soll offen sein (Fig. 70 b).’
2) Die Worte: “Es sei... einströmt? fehlen in b.
3) Genauer 0,2736 1. Vgl. F. Hultsch Griechische und
römische Metrologie S. 703°.
18 idv a: &v b 19 z& CP: ro B 28 Zoraı BCL:
fero P &vegog P
984 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
-
e
"Eévo to uiv &yysiov vó ABI, év © 6 oivog
éyyvOjaevut, xoovvóg Ó& Ev «ovQ Rod vóv zv9uéve
&óvo 6 Zh: Ów«xeggéy90 Oi Tov TodynAov vÓ EZ
dıapocyuarı. Ou de Tod EZ diapodyucrog. Óu6090
coAjv 6 HO ánzéyov dad Tod zvOu£vog Tod dyyslov
000v Üdarı Öıdopvomw. 7 Ó& broxsuevn TO Ayyeio
Beoıs &ovo y KAMN. Ereoog Ó& GcAQv Zora 6 BO
&xéyov uiv And Tod Öıapodyucrog Bocyó, Óujxov O8
dıc ijo Pdoswg. Eorw ÖE Hal Ev TH Bos. VOco
ETLPELEOOV v0 oTöulov Tod XO owAnvog. EZorw ÓE
x«i xcvov 6 IIP £yov TO uiv Huov u£oog Evrög Tío
péácsog, vo Ó$ ijucGv éxvóg xqAovevóusvov zsgi TO
2 Gqusiov. éxxgcudíot0c O3 ix vob II üxgov cob
x«vóvog xAtvv0o« 7 T rQUzwquu« Eyovoa Ev TO zxv8-
uevı. TO uiv oov Gyytiov zAxoocousv dıd. od HO
GoAWvog, zgiv £yyvbijva, TO Ev Ti) Paosı bog, ToO
&£gog EXXWGODVTOS Ó.& roO XO coAivosg, xe«v«Acóuevot
tov A xgovvóv. sivc éufeAoUusv Ev cj PBdosı có
Vóco did Tivog Ómiüjg, Üyoug oo émupodtousv td O
a 284, 18—288, 7 sive iufoloUusv.... &güyusv dei
— bh 284, 21— 288, 24: size DEEP I év vij Báce To
Vcg did EIvOR orig, Aygıs o émupod&ousv rd O ovójuov:
1 ro RE om. T «fy AGT,: «fg T, 2 Eygudnoere Gb:
Enyvdnoeraı AT 4 08 G,Tb: om. AG, 7 £evo (ante 6)
"om. T 9 f. die en evéyne y rüs Bdosog óà Tb: om. AG
11 uégog AGT,b: uévoov T, 12 xniovevóusvor AGT,
(-Aov- A): wxmAovevóusvoc T, b 15 n® BCGL: $n APT
17 narakaßowevor AGb: xorodepfovóuevor T 19 ézigod-
Éousv T: énipod&ouev AG
1 aß bL 2 noo& a: z£gQi bL 3 00 0 B 6 ói&o-
Qvowr eivaı h 9—10 ero ... owAnvos om..bL 13 &
a: éxvóg b: ex L 15 nineaowusv P 29 émwpod&ousv BP:
énigoctouev C
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 285 i
Das Gefäfs, in welches der Wein gegossen wird, sei
«By (Fig. 71); es habe am Boden eine Ausflufstóhre .
Sein Hals sei durch die Scheidewand s& verschlossen.
—— T TII
EE :
ES
| = E
SSH
|
Edo.
Durch diese stecke man eine Röhre n% und bringe sie
5 dem Boden des Gefälses so nahe, dafs nur noch Wasser
durchfliefsen kann. Die unter das Gefäls gesetzte Basis
sei #Auv. Eine andere Röhre £o reiche fast an die
21
[*r]
986 HP9NOXZ AAEZANAPEQ9Z IINETMATIKSN B
Gróutov, xol &qusv vv I xgovvóv. Yavegdv oov
Or, o9 Hevosı Ó olvog did TO undauddrev dEga ÓUvacta,
&loxguO voi. drav Ó&$ x«ví&ousv v0 P üxgov Tod
xcvóvog, émcgOn6sr«u u£oog Tı Tijg xAtvv0Q«g éx ToO
ÜÓcoroc, x«l yvuradelong vig O &vazxvoijg Hedası 6 A 5
xgovvóg, (xoig &v TO uerecQuo0iv vj xAtUvOQc UÓcQ
&zopgebocv Eripodsn av O Avanvonv. ikv 05 záAw |
zAqoco9síoqg Tijg xAsvU0gag xcvckycusv TO P üxgov
zÀA£ov N TO zwgórsQov, zA&(ov« ygóvov E40EVOE TO Ev
vjj AAELVIOR UETEWOLOHEV vyoóv, Gore x«l £x ToU 10
xgovvoUo zAéov Hvjosteı. Ev Ó$ xol OA 1) xAewvOpc
usrecQuG9$, zoÀAQ zÀA£ov Hvnoereı Vvc oov uw») ci)
xgıol xovcycusv v0 P xgov Tod x«vóvog, &ovau vig
Asia 1] D zagegegouévy Ev TO éxvóg wégeu oO xovóvog
&gnjcousv Oi xol róv A xgovvóv. qevsgbv oOv Ovi o 15
6evoa 6 oivog dia TO undauodev ÓOóvacOer elongıdnvar
ga. dOzogpoirrousv yàg “al v0 H orouov vo HO coMjvoc.
Orav de Haraydymusv To P &400v TOD xevóvog, EragIMoETEL
wEoog Ti. Tg xÀswü0gec ix Tod ÜOerog, xol yvwvoOsícnc
vic O d&vemvoije debosı 6 A xgovvóg, Gygig v TO uevec- 20
g.G0iv Ti xAmwóOgg dO0cQo Arropgsücav Aropodsn viv O
&vemvoqnv. éàv Oi máMv niAngwdelong vijg xAswv$O0gog
sero y aue to P üxgov mÀ£ov 9) moórtQov, mÀsíove 4góvov
Engevseı TÓ £v Tj xAepióoe pereogugOEv 5200, Gore Hai
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örav. cf. lin. 16—18 9 ró om. T
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23 xal ante zAs(ovo inser. L (ef) 26 £ero BC: Eoraı P: sit L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 987
Scheidewand und gehe durch die (Deckwand der) Basis.
Die Basis enthalte ferner Wasser, welches die Mündung
der Röhre £o verschliefst.!) Es sei auch ein Balken ro
angebracht, der zur Hälfte sich innerhalb der Basis, zur
5 andern Hälfte aufserhalb befindet und um den Punkt c
sich wie ein Brunnenschwengel auf- und niederbewegt. Am
Balkenende xz hänge eine Wasseruhr r, die im Boden ein
Loch hat. Wir füllen nun das Gefüís durch die Röhre 7%,
bevor das Wasser in die Basis gegossen wird, indem die
i19 Luft durch die Röhre &0 entweicht; denn die Ausfluls-
röhre ó halten wir zu. .Dann giefsen wir durch irgend
eine Öffnung das Wasser in die Basis, bis wir die Mün-
dung o geschlossen haben, und lassen darauf die Ausflufs-
röhre ó los. Es ist klar, dafs der Wein nicht ausflefst,
15 weil auf keiner Seite Luft zugeführt werden kann; (denn
wir stopfen auch die Mündung n der Röhre 49 zu).?)
Drücken wir das Balkenende g nieder, so wird die Wasser-
uhr zum Teil aus dem Wasser gehoben, und wenn das
. Luftloch o frei geworden ist, fliefst die Ausflufsröhre 0,
20 bis das durch die Wasseruhr emporgehobene Wasser (aus
dieser) wieder abgeflossen ist und das Luftloch o ge-
schlossen hat. Füllt sich nun abermals die Wasseruhr
und drücken wir das Ende o noch mehr als vorher nieder,
so wird der Ausflufs des in der Wasseruhr emporgehobenen
25 Wassers länger dauern. Folglich wird auch aus der
. Ausflufsróhre "mehr ausfliefsen. Falls man aber die Wasser-
uhr ganz heraushebt, so strömt noch viel mehr aus.?)
Um nun das Balkenende o nicht mit der Hand nieder-
drücken zu müssen, bringt man an dem äulseren Teile
30 des Balkens oz ein Gewicht‘) p an. Wenn es nahe bei
1) Dieser Satz fehlt in b.
2) Die Worte: “denn ... zu’ fehlen in a.
3) Dieser Satz fehlt in b.
4) Unsere Zeichnung giebt das Gewicht in einfacher Form.
Bekanntlich sind die in Pompeji (und auch sonst) gefundenen
Gewichte meist mehr oder weniger verziert. S. Overbeck-Mau
a. a. O. S. 447. 448.
288 HP9NOZ AAESANAPEQZ IINETMATIK9N B.
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xpovvóv, &vrou&g zoujcousv Ev và PX xavovı xoi
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émLyooqég vv uéroov, Gore Öndrav fovAdus)« uépgoc
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As(«v &güusv Qsiv.
XXVIII.
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örev ÖE BovAmusda Ereyyvvousvov Vbarog, TO VOWE
cUTO KM OT Exoseıv, Kal mahıv xoüuo.
"Eotw QurOóv vó AB diarspoayucvov vóv ToaynAov
to TA <diapoayuarı), di ob coAQv dinodn 6 EZ
qégov sig viv Exgvoıv, Tonudrıov é&yov Evrög To
6vrod r0 H. diadyıov dt Eorw Ev TO QuvQ Und v0
Öicpoayuc, 0 ©. iàv oov xuaraiaßduevo Tv Z
Erovoıv EyyEouev TO xoüue, eloeAsvoeraı sig TO QuvOv
dı& tod H ronuariov‘ Óvav bt dgüusv vQv éxgvouv,
Orav uiv éyyvg m voU P, qv ever "iv „leyodgev
OrTav ÓO& Gmovegov, EAorrov. melgg 00V ebgövreg To werger
€ PBoviAousda óciv vóv A xgovvóv, évrou&c zowjcousv Ev
vO XP xavövı xol émwygegüg vv uévoov, Gore Ómórav
: » , , ? E 2.50142 , \ 2 M
BovAmusda vrocóvÓs uégog éxoeÜGoL, ém £xsLvqv NV Evrounv
nagdyovres nv Acíav &guiévor Qgiv.
1 oy A (sed y in x, ut videtur, corr.), T: ov G uev
om. T,, add. T, 2 dimbregov T,: eümóregov AT, (eózocv. G,,
(TOT. C1.) 028, 20—21 f. uévoo (ngog) | &. cf. p. 282, i7 4 noLN-
COUEV AG: ee fk 7 &póusv: f. &prjoouev 13 và
G,b: vó AG,: dirpocyuarı bL: om. a 14 f. (nei)
Tonudrıov 17 Fre T 18 &püusv A,GTb: apa A,
10
c
11 óésw B 18 Orav a: àv b. .19 &vdisy B: &AAdén '
CP: adaperiet L 20 ovv om. L 21 fgovióus)« B
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 289
o hüngt, wird es die Wasseruhr ganz herausheben; je
weiter es davon entfernt ist, desto weniger Man mag
nun die Mafse ausprobieren, nach denen die Ausflufsróhre à
fliefsen soll, und auf dem Balken oy Einschnitte (als
5 Skala) machen und die Mafse daran schreiben. Wenn
daher ein bestimmter Teil!) ausströmen soll, möge man
das Gewicht auf den entsprechenden Einschnitt schieben
und die Röhre fliefsen lassen.
XXVIII.
10 Ein Trinkhorn anzufertigen, daís anfangs eine Ein Zauber-
Mischung fliefst, dann aber auf Wunsch blofs reines re
Wasser ausströmt, wenn Wasser hinzugegossen wird,
und (schliefslich) wieder
eme Mischung.
Ein Trinkhorn «ß
(Fig. 72) sei im Halse
durch (die Scheidewand)
»6 verschlossen. Durch
diese stecke man eine
Röhre s6, die im Zapf-
loche endige und inner-
halb des Trinkhorns mit
einem kleinen Loche 4
versehen sei. Unterhalb
der Scheidewand habe
das Trinkhorn ein Luft-
loch 8. Halten wir nun
das Zapfloch $ zu und
giefsen die Mischung
30. Fig. 72. hinein, so läuft sie
durch das Loch n in
das Trinkhorn. Lassen wir dann das Zapfloch los, so
fliefst die Mischung aus, indem die Luft durch das Luft-
1) Nach b: ‘so und so viel’.
Heronis op. vol. l. ed. Schmidt. 19
21
-1
990 HP9NOZ AAEZANAPEQZ IINETMATIK9N B.
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dıavyiov. Or«v Ó& naradaßouevor TO © dıadyıov 00c9
xoQ«oov éxsyyfoucv, TO uiv xoüu« o) Huvnoeraı Oud
to uj) &ysıv nagelodvov vov deoa, UÓcQ de xoQwoóv.
er AE uw \ 2 , e / L e,
ötav Ó$ Avöusv TO ©, &ugóvso« QviGsrou., TO TE vÓOQ
x«i T0 xgüuc, 0 O5 é& duporsowv zcAw Yiveraı
x9.
XXIX.
"Ayysíov Övrog émi Pdoswg x«i xgovvóv &yovrog
UTEOLVO ToU TVNUEVOg ... xci &yyvvoutvov sig cOrO
VOcrog, Óv2 uiv xoet)«góv TO T0co Exgesıv, óvb OL
xo&pe, Ott ÖE uóvov üxgerov.
"Eóvo cyysiov v0 AB émi fícsog xgovvov &£yov
vov IA, oo To I' óvóutov ozsoávo £ovo Tod zvb)uévog
Tod Gyysíov. dıamepodxdn dt vov roéynAov To EZ
dıapodyuarı, ÓU ob xudEelodn coAv 6 HO wxgóv
oztoéyov Tod ÖLaporyucrog eig TO (vo uégog, ATEYWV
0& And Tod zvÜu£vog Tod Ayyslov 060v Vbarı ÓwdQ-
gvoıv. Eorw Ó& x«i &vsgog OWmANv zog vij yéovoc Tod
&yysíov 6 KA éxvóg, & Omoxsío0c Gyysiov dxgdvov
vo KM. £6vo 0$ xoci Ev v EZ diapodyuarı Aszvóv
voUzmucn TO N. rovrov oov Óvrov iàv éiyyéousv
1 elonimtovrog AGT,b: Enmimrovtog IX 3 EmEyyEnuev
- Tb: Emiye@wev AG 6 0 codd.: f.xel — 10f zvb)uévog (ol
coire, o brtónevro Gyy tov xod tov,». cf. 1in..20.09.232, 16
14 z0v Tb: zo AG 18—20 6009 ... &yyelov om. G,, add. B.
22 f. Cotvog» Övrov, his autem ita se habentibus L
10 post mudwevog add. £yovrog Ó8 xol oivov bL 11 àx-
oéew aUP: óéew B 12 v0 &xgoarov BC 14 I'om. P
15 ós om. P collum -a:b- L 16 nadelodw B: x8lcdo
CP: expellatur L 18—19 óuoovoi sive, b 19 yáctQo a:
xoiAto b j
m
0
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 291
loch $9 eindringt. Halten wir aber das Luftloch 9 zu
und giefsen reines Wasser zu, so fliefst, weil die Luft
keinen Zutritt hat, nicht die Mischung, sondern reines
Wasser. Lassen wir (darauf) ® los, so fliefst beides,
5 sowohl das Wasser als die Mischung. Aus beidem ent-
steht nun wieder eine (neue) Mischung.
XXIX.
Wenn auf einer Basis ein oberhalb des Bodens ns
: Y E A usflufs.
mit einer Ausflufsröhre versehenes Gefäfs!) steht Fig. 3.
Fig. 73.
10 und man Wasser hineingiefst, so soll bald reines Wasser
ausfliefsen, bald eine Mischung, bald nur reiner Wein.
Ein auf einer Basis stehendes Gefüfs «ß (Fig. 73)
1) Zusatz in b: “mit Wein’.
18*
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292 HP9NO£X AAEZANAPEQ9Z IINEYMATIK9N B.
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Ö& ozio Todrov sig TO KUTog éveyOnjocevou, üyoug Qv
éxl TO I' óvóuiov TOO xgovvot zegoy£vqvot. xol ovrog
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xc)cg0v TO V0cQ EXEVNOETE. Goé«uévov Os Qé&tuv
TOO xoovvob, xc z&o &xi TOD Owhjvov cvveziozdostat
xci vov Ev TO KM d&yysío Üxoarov, xci éxoviostar
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xo&ue«. Orxv dt danarndn TO Ü0co0, TITE Üngarog
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ÖLdpowyuan VOWE oVvenıondoera. Oruv ÖE did vob
N rovaYuarog zv Exosdon TO neEol v0 ÖLdpoayuu
böcTıov, TOTE z«QtiGtADQv 6 o dıaAdosı TE mv
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Gvveysav, Kal ov0iv Erı QsUG&L.
XXX.
"Ayys(ov Övrog nAngovg olvov Kal x00vv0V EXovros,
( ÜrÖKEITEL TOTNOLoV, ztQ0g uétgov TO Óo9iv Tov
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Ecvo v0 vOv oivov Eyov &yysiov v0 AB x00vv0V
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As(uv éyévo viv vo émupivsuuv, ove TVUNaviov
2 ueve? Tb L: uevsı AG Score om. G,, add. G, — f.$0oo
(nal &zogoeyj to H oröuov Tod coAivog» 10 óvev T: re
AGb 10—11 dı& rob N G,Tb: om. AG, 11 &xgedon A
N er
(y ex &ı corr), G: &xosvceı T, 4 supra scripsit ead. m. zeeoi
ab: f. wood. cf. lin. 9 18 Zorw v0 &yyelov to vóv oivov £yov
zo eg radit 19 và Tb: zo AG
. "^u CP 80 &xoarog B 11 &rgevoeı b 13 Myystov
övrog émi (jjcsog ... Aenrov voózQuc to v (290, 9—22) hic ite-
rat 0 15 oivov om. L 20 &va om. bL Ertıpdvsuav
aneıßös b, superficie ad amussim levigata L
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 293
mit einer Ausflufsróhre yó habe oberhalb seines Bodens
die Mündung y. Sein Hals sei durch die Scheidewand «e£
verschlossen. Durch diese stecke man eine Röhre 49, die
oben etwas über die Scheidewand hinausrage und fast
5 bis auf den Boden des Gefäfses reiche, aber noch Raum
für den Durchflufs von Wasser lasse. Ferner sei eine
andere Röhre x4 auísen am Bauche des Gefälses ange-
bracht. Unter diese stelle man ein Gefüís ungemischten
Weines xq. Schliefslich sei auch in der Scheidewand e£
10 ein (ganz) kleines Loch v. Giefsen wir nun bei diesen
Vorrichtungen durch den Hals Wasser ins Gefäls, so ver-
bleibt das Wasser, welches den hervorstehenden Teil der
Róhre umgiebt, im Halse, wührend das Wasser, welches
über diese hinausgeht, in das Innere lüuft, bis es zu y,
15 der Mündung der Ausflufsróhre, kommt. In diesem Falle
wird das Wasser rein auslaufen. Hat aber die Zapfróhre
angefangen zu fliefsen, so wird sie wie beim Heber auch
den ungemischten Wein im Gefälse xu anziehen, und es
flüefst eine Mischung aus. Ist das Wasser verbraucht!),
20 dann fliefst allein der ungemischte Wein aus, abgesehen
von dem Wasser, das er etwa an der Scheidewand z£
mit anzieht. Wenn das ganze Wasser auf der Scheide-
wand durch das Loch v gesickert ist, dann tritt die Luft
hinzu, unterbricht den Zusammenhang, und der Ausflufs
25 hört auf.
XXX.
Wenn ein Gefäls voll Wein eine Ausflufsróhre Ein Weinauto-
hat, unter welcher ein Becher steht, so soll eine Tid nu d
bestimmte Quantität Wein in den Becher fliefsen. get). Fig. 74.
30 Das Gefüfs mit dem Weine sei «ß (Fig. 74); es sei
mit einer Ausflufsróhre yó versehen, deren Mündung y
oben an ihrer Oberfläche?) abgeschliffen sei, auf dafs sie
kein Wasser auslaufen läfst, wenn sich eine kleine
1) Soll die Vorrichtung als Heber weiter wirken, ist 4
natürlich zu verstopfen.
2) Zusatz in b: “scharf”.
294 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSNN B.
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5 ó$0 om. G xo, An T: xoàv AGb: om. L 9 68 om. T
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AG: Écvo Tb: sit L 19 T AGT, b: zo T, A4 éà&v A GT, b:
órov T, ta Mb: zo a 15 £. (rà bygor) Qebcet 17 o)v
AGb: yoóov T 18 morngiov: f. &yyeiov 19 à" ix AC: ói
ix BGPT éxoíovr AGT,b: óéov T, 20 zapocyéc?o T, b:
ragaysveodo AGT, od: oov» T
1 cooperiatur L (or&yeodaı?) 2 &p’ aCP: &p’ B, Vind. 120
4—5 »nAovevópevog val ovrog bL 8 Tvunaviov C 11
dEEaodaı a: Engeiv b, fluere L 14 uo BL: u CP zt octéo
a: mapaydyousv cori» bL 16 Pagovusvov a: B«ovvouévov b
18 zoyoı CP: voxqn B 20 zoóovog om. L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 295
Scheibe e£ darauf legt. Auf dem Henkel stehe ein senk-
rechter Stützbalken $$ fest, von welchem ein anderer,
(der Querbalken) x4, auf- und niederwippe. Unter dem
Fufse des Gefälses sei ferner ein anderer Querbalken uv
5 angebracht, der!) um & wie ein Brunnenschwengel auf-
und niedergehe. Noch zwei andere Hölzer xo und Am sind
(an xà) zu befestigen und sollen sich derart um Stifte
drehen, dafs, wenn man das Balkenende u nach unten
zieht, die Scheibe s£ sich hebt und die Ausflufsröhre sich
10 öffnet und fliefst, sich dagegen wieder schliefst, wenn man
1) Zusatz in b: ‘gleichfalls’.
219
296 HPRQNOZ AAEEANAPE2Z IINETMATIKS9N B.
den Ó xpovvóg, xcl csoqwsuboO9c ixi roO xcvóvog x«i
éxvysyoíq9c xoróAm OÓuoíog de zul TuwxovóAg x«l
Oso xorvAOv' x«l ov iiv BovAmusda WETOOV, TE crO,
zoujGousv xci EEousv vOv uéroov T& onusla, Au €
Ósi nepayousvnv nv Aslaev TE uéroc dmodıdovan.
Övvarov Óà &vrl Tod EZ Tvunavlov neoıTideodaı TO
xgovvo Og OTEyvov vi &yysiov, Bote ÖLaoreAAousvov
Tod OygoD Und Tod Ev wurd dEgog wqxévu Qécuv vOv
#00vVOV. |
XXXI.
"Ayys(ov oivov Éyovrog x«i xoovvóv xoi ozxoxsuuévov
xg«tijoog, 0Gov (v tig ToU xocvijgog Apeintai, vocobrov
eig cÜvóv émigoéewv oivov éx TOd xgovvob.
"Eovo v0 Tod oivov &yysiov v0 AB (xgovvog Ó&
6 IA) zyov vó EZ tuvundvıov xoci voog HO, KA,
KO, AM xavóvag óg xci émávo' omzoxsío00 Ó& TO
xgovvàO zorngLov r0 ID: rà 0$ KO xevovío mgocgvéig
éovro Aspnragıov ro P Evov Ev ayysio và ZT. owAnv
0 6 TO ovvreronodon roig ZT, II ayyeloıs. vovvov
. ÖVTWV xci xcevOv Övrov vOv II, ZT &yysiov To
1 6&n T: Qéev AG b ceonusiocdo Tb: seonucınodaı AG
2 f. xovoAne et Nuwnording 4 xxi AGb: £og T UETEWV
AGb: usoóv T 6 vo Tb: om. AG * óc suspectum, nisi
quid intercidit 15 Eyov AG: £yov Tb 15—16 Tovg .
xXoavóvoag A,G: và ... «avóvie A,' Tb 18 và CG, PT: TÓ ABG,
20 lacunam statui; f. roórov (oov obras» Ovrov, his ita
(itaque cod. Taurin.) se habentibus L: voóro» ài üvrow Leid.
Voss. 19 nal xsvàv Ovrov om. T
1 xavovog aB: navoviov cp 2 NunorvAıov BCL 3%-
TvÀÀv a: norvAcı b od éà»v a: 0 àv b ueroov b 6 et
pro (= xai avi) L Tvunavlov F MEI b * og: et L
8 óyoo?9 a: &éoog bL 16 KO om.b: KO40m.L 17 II:
(xr. L 19 oz aBL: sa P: zz C 20 evz bL
10
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 297
es loslüfst. Auf dem Querholz uv stehe ein Becher, in
welchen wir das entsprechende Mafs Flüssigkeit zapfen!)
wollen. Das soll o sein, der unter der Ausflufsróhre
steht. Schliefslich bringe man ein Gewicht c an, welches
sich mittels eines Ringes auf dem Vorsprunge wo ver-
schieben läfst. Schiebe ich?) es nun nach « hin, so
öffnet sich die Ausflufsróhre, und die Flüssigkeit strömt
in den Becher. Wenn infolge dessen der Becher schwerer
wird, so hebt sich das Gewicht wieder und verschlielst
10 die Ausflufsróhre. Damit nun ein bestimmtes Quantum
abfliefst, schütte man in den Becher?) etwa eine Kotyle
(— 0,27 l. Die aus der Ausflufsróhre ausstrümende
Flüssigkeit fange man in einem andern Gefüfse auf, und
man schiebe das Gewicht so lange zur Seite, bis zum
15 ersten Male eine Unterbrechung des Ausflusses eintritt,
bringe auf dem Holze eine Marke an und schreibe “Kotyle’
daran, ebenso *!/ Kotyle' und ‘2 Kotylen'. Dies wieder-
holen wir bei jedem beliebigen Mafse und bekommen so
für die Mafse die Marken, nach denen man das Gewicht
20 verschieben muís, um die entsprechenden Mafse zum Aus-
flufs zu bringen. Statt der Scheibe e$ kann man ein
geschlossenes Gefüís (eine Art Glocke) um die Ausflufs-
röhre legen, so dafs der Ausflufs aufhört, wenn der Zu-
sammenhang der Flüssigkeit von der in jener Glocke ent-
25 haltenen Luft unterbrochen wird.
a
XXXI.
Hat ein Gefü(s mit Wein eine Ausflulsröhre, unter Kin Welnauto:
: : R : mat (durc s
der ein Mischkrug steht, so soll so viel Wein, als nae ug
man dem Mischkruge entnimmt, aus der Ausflufs- Zen eines
Schwimmers
30 röhre zufliefsen. geregelt).
Das Gefäßs mit Wein sei «ß (Fig. 75), die Aus- Te”
flufsróhre yó. Es sei wie vorhin mit dem Scheibchen e£
1) Nach b: ‘in welchen das entsprechende Mafs . .. fliefsen
soll’. 2) Nach b: 'Schieben wir’. 3) Richtiger wohl:
‘in das Gefäls’.
208 HP9NOZ AAEEANAPEOZ IINETMATIKON B.
P Asßnragıov zgóg và nvduevı Eoraı Tod Zi T &yys(ov
M ’ L4 \ "d P \ , M
x«i avolssı 0v II xgovvóv. é£ovrog Ó& adrod sig
&ugórsoc ra TZ, II ayyeic, mo000vaßeivov v0 Asfn-
Fig. 75.
víguov zAw xAs(osL TOv xgovvóv, &og o0 mcAw
&gé£Acuev And ToU xgcvijooc. x«i voUro Eoraı, Óóodxig 5
&v &géAQuev.
XXXII.
^ \ \ v ,
OwnGcvgob x«vcoxsvy) TQoyov EXovrog ovrosgóusvov
q&Àxsov, 0g xcAsivcL. Kyvıorjgıov‘ voUro y&g ciQucuv
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 299
und den Stangen «49, xA, xo, Au versehen. Unter der
Ausflufsróhre stehe ein Krug z. Mit der Stange xo sei ein
kleiner Kessel o verbunden, der sich in einem Gefälse or
befinde. Eine Röhre vg setze die Gefälse or und z in
5 Verbindung. Sind nun bei derartigen Vorrichtungen die
Gefüíse z und or leer, so liegt der Kessel p am Boden
des Gefüfses or und läfst die Ausflufsróhre y offen. Da
nun die (infolgedessen ausströmende) Flüssigkeit sich in
die beiden Gefälse z und or ergielst, so steigt der Kessel
' 10 und schliefst die Ausflufsróhre wieder, bis man den Misch-
krug von neuem ausschópft. Dieser Vorgang wiederholt
sich jedesmal, wenn man etwas herausnimmt.
XXXII.
Eine Schatzkammer mit einem rotierenden Bronze- Der pfeifende
15 rade, dem sogenannten Sühnrade (Hagnisterion)?), zu Bé
bauen; dieses pflegen nümlich die Tempelbesucher
zu drehen. Wenn sich das Rad dreht, so soll die Stimme
eines Mönches (Vogel) erschallen und das Vöglein selbst,
welches obenauf steht, sich drehen. Steht dagegen das
Rad (wieder) still, so soll der Mönch aufhören sowohl zu
pfeifen als sich zu drehen.
Es sei «ßy6 (Fig. 76) eine Bold Eur; darin sei
eine leicht drehbare Achse sf quer gelegt. Mit dieser
sei das Rad 9x verbunden, welches man umdrehen muls.
. 35 An der Achse seien innen zwei Räder A und u befestigt,
von denen A mit einer Winde versehen sei”), u dagegen
9
e
1) Vgl. oben 8. 149, 1—4.
2) Vgl. auch Fig. 16a—c in den Prolegomena.
1 Zero. TbL: Zozo AG — 2 &voí& (sic) A 36x BG,T,:
tan AG,T,: f. II, ZT. cf. p. 296, 20
1 od GT dyyslov à: tod &yysíov tod ov b 2—4 óéov-
TOg ... XQOvvÓv Om.
220
300 HP9NOZX AAEEZANAPE29X UNETMATIKRN B.
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13 xal om.bL ywv a: Eyovra bL 2228 vadelodo BCL:
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éx vü» GvoOtv (yovv bL 17 rà BC: ro (bis) P 19 $ BL
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 301
ein Sternrad bilde. Um die Winde sei eine Schnur ge-
schlungen. An ihrem Ende hänge ein Windkessel v,
der eine Röhre &o und auf deren Spitze eine kleine
Pfeife habe, welche die Stimme eines Mónches nachahmen
5 kann. Unter dem Windkessel stehe ein Gefäls zo mit
7
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9 RR CNRC ENTE
Fig. 16.
Wasser. Von der Spitze der Schatzkammer lasse man
eine kleine, leicht drehbare Achse or hinab, sie habe bei c
den Mönch, bei r ein Sternrad, welches in das Wellrad u
fasse. Wird nun das Rad 9% umgedreht, so ist die
19 Folge, dafs die Schnur sich um die Winde wickelt und
den Windkessel nach oben zieht. Wenn dagegen das
Rad losgelassen wird, so fällt der Windkessel infolge
[t
302 HP9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
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XXXIII.
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Tod Gípovog Avanaumiv' éyévo Ób vó AM xavóviov 30
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 303
seiner Schwere ins Wasser und erzeugt den Schall, indem
die Luft hinausgepreíst wird. Die Umdrehung der Zahn-
rüder hat zugleich eine Umdrehung des Mónches zur Folge.
XXXIII.
5. Manche Heber fliefsen, wenn sie in die Gefüfse Der Wasser-
gesetzt werden, bis entweder die Gefälse leer sind a
oder der Wasserspiegel mit der äufseren Heber- pet
mündung auf gleichem Niveau steht. Nun sei ver-
langt, dafs der Ausflufs in jedem beliebigen Zeitpunkte
ı0 aufhören kann.
Ein Gefüfs «ß (Fig. 77) enthalte einen Heber yde,
dessen innerer Schenkel nach oben umgebogen sei wie
y$&n. Auf einem senkrechten, feststehenden Stützbalken 9
gehe eine Querstange Au wie eine Wippe auf und nieder.
15 Daran hänge eine andere Stange uv, sie bewege sich um
einen Stift und sei an ihrem Ende » mit einem (kleinen)
Gefälse versehen, welches das umgebogene Heberende $4
umschliefsen kann.!) Die Querstange Au habe in A ein
Gewicht hängen, so dafs das Gefüís, welches sich um die
20 Heberbiegung legen soll, über der (inneren) Mündung des
Hebers liegt und dieser fliefsen kann. Soll aber der
Ausflufs aufhören, so nehmen wir das bei A hängende
Gewicht weg, so dafs sich das in v befindliche Gefäls
(Deckel) senkt und sich um die Biegung £« legt. Und so
25 hört der Heber auf zu fliefsen. Soll der Ausflufs dagegen
wieder beginnen, hängen wir das Gewicht von neuem an.
1) Also einem cylindrischen Deckel für die innere Heber-
mündung.
6 Éog: óg T 10 f. deov <> 17 foro BC: sit L:
om. aP 28 f xevówov (éxxgsudcüo» !yov ABG: £gov
CPT 29 &yysiov om. T,, add. T,
5 cíqoveg EußaAlöuevor Ev Ayyeloıg tr. b (om. voíg) 10 xoi
óéov bL 21 y&n BC: yq£ P:-ez f. L
22119
224
304 HP9NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
Pdoos éxxosucusvov zgóg To A, Govs vo neoıßaivov
&yysiov vqjv Tod Gípovog Avanaumw voxsogívo sivo
Tod Grou(ov x«l Qsiv vóv Goípove. rav dt fovàAo-
usde umnerı Q&ewv, &qgsAoUusv To zog ro A Paoos,
Gore xarexPivaı vo moog TO N ayyelov xoi zegupijvet
vv ZH é&vexoaum(v. xoci ovrog oUxéór& Qevosu Ó Owe-
Bijens. Ötav Oi Bovióus)« Qéswv, mdAw éxxosuécousv
to fWoog.
XXXIV.
Mihiaplov xovaoxsví, BoTE émuxsuuévov Eo0ngíov
4
ÖLEOKEVAOUEVOV sig puvaGvrog voózxov «avó vs To ÉoLov
E \ MN M er / '
qvGüv sig vovg vb)gexog Hal oUvrog xoeísobtbei TO
utAutoLov Etı TE xoovvoU MOOOXELWEVOV zogí TOv
tocynAov Tod uidıaolov xoci &veoyórog un óésw, ei
un zxQóvsgov wvyoov [&v] éyyéousv sig vu Xoa@TNgLoV,
\ \ \ \ F , ^ ^
TO Ó0& vvygov un TOOTEXOV HVvavaulyvvoraı TO HEQUD,
ei um eis vóv zvOu£ve qog1osu, ix Óà vob xoovvot
TO Oeguórorov éxo&ew.
"Eovo TO uiv owijuc Tod uuALxoíov oiov üv Tig
roomoNta. Ev Ó& TH qoe Tjj TO VÓcoQ Ócsyouévm
1 zgóg om. T,, add. T, và AGb: vó T ut lin. 4 2 c(-
gov (sic) À 4 de futuro &gsiobusv cf. Heron. Metrica III 18
(vid. vol. III), Diopt. 312,28 Vi 10 Muuaegtov b: unlıaglov AG:
unAuaglov T, ı supra scr. m. 1 13 wiAragıov b: unAıdoıov à
14 pmnAtxoíov a ut lin. 19. p. 306, 5. 10. 25. 310, 4. 314, 9;
omnibus locis secundum b correxi 15 àv seclusi éyy£o-
uev A: éyyéousv G'T b 20 post roocaupfitcı lacunam statuam.
dici enim debebat, quot et qualia spatia discernenda essent,
utro spatio aqua contineretur, utro carbones .
5 naraydijvaı AB: woveveyOijva, CP 11 x«i Ö1eonev-
«cuévov bL voÓzOov qvcóvrog tr. b 18 re B: vo) CP
15 xoarngıov à: xoc«tno(óuov b 18 éxgétww a: éxgésu bL
IR
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0
e
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 305
| XXXIV.
Einen Badeofen (Milliarium)!) herzustellen, dafs Ein Badeofen.
obenauf eine kleine Figur eine pustende Stellung neos um
einnimmt und auf die Kohlen bläst und dafs so der
Badeofen geheizt wird. Ferner soll an dem Halse (oberen
Teile) des Badeofens eine Ausflufsröhre angebracht sein,
aber obwohl sie offen stehe, soll nichts ausfliefsen, es sei
denn, dafs man zuvor kaltes Wasser in einen kleinen Krug
giefst. Das kalte Wasser soll sich nicht eher mit dem
warmen vermischen, als bis es an den Boden kommt.
Erst dann soll aus der Ausflufsróhre sehr heifses Wasser
ausstrómen.
1) Das Milliarium ist ein Badeofen in Form eines römischen
Meilensteins. Die Heronische Beschreibung des Ofens weicht
von der aus der Litteratur (s. die Stellen vorn in den Prole-
gomena unter der Bemerkung zu Fig. 78) bekannten Einrichtung
ab. Nach der Beschreibung des Seneca z. B. lagen im Innern
dünne, kupferne Róhren in Spiralwindungen um den Feuer-
raum. Bis zu einem gewissen Grade kann man dagegen einen
pompejanischen Herd vergleichen, von dem bei Overbeck-Mau
S. 442 ein Durchschnitt abgebildet ist. Allerdings ist darin
der cylindrische Zwischenraum mit dem Wasser ziemlich eng.
Auch in dem samovarühnlichen Gefälse, das a. a. O. S. 443
abgebildet ist und das zur Bereitung der Calda diente, umgiebt
der Raum mit der Flüssigkeit ein inneres, mit glühenden Holz-
kohlen gefülltes Rohr. In letzterem Gefüíse sieht man ferner
unten deutlich einen siebartigen Rost, der den durchaus not-
wendigen Luftzutritt vermittelt. Wir haben daher kein Be-
denken getragen, auch in unserer Figur einen derartigen Rost
zu zeichnen, obwohl im Text nichts davon erwähnt ist. Auch
dem abgesonderten Raume mufs von unten Luft zugeführt
werden können, daher ist die Röhre 48 von uns innerhalb des
Kohlenbehälters noch mit einer Öffnung versehen. Von tech-
nischer Seite werden übrigens gegen die Zulässigkeit eines
derartig abgesonderten Raumes Bedenken erhoben. (Neuerdings
ist nach Mau Scavi di Boscoreale, Mitteil. des Deutsch. Archaeol.
Instit. Roem. Abteil. IX, 349—358, 1894, in Boscoreale bei
Pompeji ein Badeofen, “la caldaia dell’ aqua calda’, gefunden,
der aber für Heron nicht zu verwerten ist.)
2) Vgl. auch die handschriftlichen Figuren 78c und (8d
in den Prolegomena.
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 20
306 HP92NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
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óp8(íotg, gc zvrofev sive, Gveyviv, i£ dg mag&à vóv
zvOuév« GoAQv GvvrérQqv«L stg Qv TÓV ÜNOHEIUEVOV .
Toig v99goiw, OU TO ETEOOV WEOOS Gzozegocy90,
ri \ , , ’ \ ei > m ,
Gore um eloıcvaı sig «ovrOv vÓcQ éx TOD wuiALQ(ov.
oi Ó& Aoımol GoAivsg sig Tv Aowxmv yógev, Ev N) TO
vÓOQ, Q&govoiv, DOTE xcLou£vovg vovg üvOgcxcog OLC
uiv ToU Evög GoAi(vog Tod sig vQv uuxoiív &yovrog
qgépeuv qooov &ruov éyysv(v»Gv. oorog Ó& did vwvog
GoAijvog GVVTETEONUEVOV To ETLDOLYURTL Tod ULALOQ OU
peosruı dd TOO Ovróucerog To Smdaglov sig vovg
(vOgexag' émwwévevxs yàg TO Ewdıov, ovs Ada
- 9*4 *5 , M > , 3 N \ -
qvo&v. del ovv aruod éyysv(v»ouévov del x«i qvod.
6 0$ üvuüg yevvöäraı ix TOD zvoóg. àv ÖL xol wuxgóv
bvödTıov éyyéousv sig Tv umodv yogQav, zA£ovo vÓv
ATuov yEvvijoousv, DOTE vaio uérgov gvoGv To £o0Lov
zAsiov ExYeguaiveiv TO uuALCQuov, xeO0dzso OÓgüusv
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^ ei » \ 9 \ \ , ,
Tod d0«rog. Eoraı O& dpaıgsrov To CoOcgiov Ouc
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#00rnoldıov Enixeluevov TO Eripocyuarı, é& o 0@ANv
PEOETW z«g&à TOv zvüu£vc Tod uiAL«Qíov, Gore Or
4 &zoztgody9o Mb: &zogocy90o a 6 Aowurjv om. T
11 Sodaelov Mb: £oóicoíov a 17 unlıdeıov à ut p. 308, 2.
316, 1, correxi ex b 23 ounelouaros G: ewnoícua AT
1 anokaußdveraı a: &zoAng91ro bL (-9eívo P) 1 aqua
est L pegovow à: qsoévocav bL 8 £yovvog géosw a:
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0
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15
20
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 307
Die äufsere Form des Badeofens sei beliebig. In dem
Raume, der das Wasser enthalten soll, teilt man einen
kleinen Raum (Kammer) durch zwei senkrechte Scheide-
wände so ab, dafs er allseitig verschlossen ist. In diese
Kammer geht und öffnet sich am Boden eine von den
unter den Kohlen liegenden Röhren. Deren anderes Ende
sei verschlossen, so daís kein Wasser aus dem Badeofen
in sie eindringen kann. Die übrigen Röhren führen in
den übrigen Raum, in dem sich das Wasser befindet.
Daher geht der Dampf (bezw. die heifse Luft), den die
brennenden Kohlen erzeugen, durch jene eine nach der
kleinen Kammer führende Röhre. Dann gelangt er mit
Hilfe einer Röhre, die durch den Deckel des Badeofens
getrieben ist, durch die Mündung der kleinen Figur nach
den Kohlen hin. Denn die Figur ist geneigt, so dafs sie
nach unten bläst. Jedesmal nun, wenn sich Dampf ent-
wickelt, bläst sie. Der Dampf wird vom Feuer erzeugt.
Wenn wir ferner ein wenig Wasser in die kleine Kammer
giefsen, bringen wir den Dampf in grölserer Menge hervor,
wie wir ja auch bei den geheizten Kesseln aus dem
Wasser Rauch aufsteigen sehen. Wenn daher die Figur
stärker als gewöhnlich bläst, so erwärmt sie den Bade-
ofen auch mehr. Die kleine Figur sei in die Röhre so
eingepalst (eingeschliffen), dafs man sie zum Eingielsen
25 jener geringen Quantität Wasser abnehmen kann. Zugleich
30
kann man die Figur, wenn sie nicht mehr auf die Kohlen
blasen soll, mit Hilfe der Verschleifung (Smerisma) nach
aufsen drehen. Auf dem Deckel stehe auch ein kleiner
Krug, von dem eine Röhre nach dem Boden des Bade-
ofens gehe, so dafs durch sie das kalte Wasser, welches
peoovrog bL 13 éyyevouévov C: Eyyevovusvov B: yevo-
uevov P 15 mAéova aB: mAslova CP 16 ysvvnoousv a:
zovjcous» bL pvcàv ex pvoäv corr. C: pvodv P 18 x«l
. énl b L (et in) 19 &gouoezóv CP: &qouoetüàv B 20 uno0V
om. L 21 iàv Qovióus9e un Yvodv To Smddgıov tr. bL
22 avertamus L
20
308 HP2NOZ AAEZANAPE9Z IINETMATIKSN B.
«0ro0 TO ÜUÓcoo TO vvyoov éyyovóusvov sig vOv zxv9-
uévo qyopsiv. Vvc 0$ xci ÓUvqvoi TO utALéQuov zÀmooo-
60x. Eyyvvousvov TOD UO«rog xci Que To OztoxoyAdGov
Fig. 18a.
a 308, 2—3106, 13 iva dE xol Óbvqvor . . . EußAmdnoereı
— b 308, 5—316, 31 iva dt Óóvqve, vó wüudoiov xol 5
5 x«i om. L
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 309
(etwa) eingegossen wird, nach dem Boden laufen kann.
Damit der Badeofen, wenn das Wasser eingegossen wird,
sich auch wirklich zu füllen vermag und zugleich das
Fig. 18b.
übersprudelnde Wasser nicht nach aufsen abfliefst, münde
5 eine andere, kleine Röhre in den kleinen Krug, und zwar,
a 309, 4—313, 13 münde ... neigt — h 309, 6—313, 27: so
werde eine andere kleine Róhre durch den Deckel des Bade-
225
310 HP9NO£Z AAEZANAPE9£Z IINETMATIKS$N B
Vóco un é&o éxyoamvau, &vsgov Gc Aqviótov cvvvevoijoto
eis TO xgevuoíóLov dıa Tijg Evrog «OvoU Enipaveias,
Gore un Toaydınte Tjj Oven mzxeoéyewv. viv 68 vob
utALCQíov xovruGxevQv Om ww ERIMOOUENK.
'"Exxsío0c Ó" xóAwÓoog xoiAoc, oo £Óüpc uiv 7
AB, épéügo 02 d) II‘ GAMog Ó£ vig xóALvÓQog xoiAog
HETEOHEVLOID NEL vOv covOov KEova TO zQosiupuuévo,
ov 5 uiv &don £6vo y EZ, Epedon dt y HO. reis
0$ irvoı vOv &&o vOv xoíAcov émuxs(o)c émiupotyuere
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zÀngoUcOo«L Eyyvvousvov voU ÜOcvoc Kal Guo TO DrtegxoyAdGov
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V0cQ un Em Enyinrar, fvegov OwmAnvidıov GvvrevorjoOo TO
Errıpodyuarı Tod wihraplov x«l Avanerdupd9m sig TO KouTN-
oidıov dia vijo Évrüg aurod Enrıpaveius, Gore uN ToRyUrnte
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"Eoro dij To ULLA Tod wiAıagiov xvÀwvOgosiÓéc, ov
Baoıs uiv mn AB, K0gVPM de 9 D GÀÀog ÖE vig wühvdgog
KOTECHEVLOOW wegl TÓv adroV «over To mooztonpévo , 0v
Bdoıs uiv Eorw 5 EZ, xoovon de 1 H9 oztgéyovoo civ
IA xoovpnv EN, oVcav. Tais Ob Irvoı vÓv
wüxÀov Tod TE xollov Hal ToU xvgroÜ EoTmonv Kavoveg
Övvdusvor Gvvéysww vovg HUvAlvdoovg dia Tod cvvüscuov
"TOv wóxÀov. éyévo de 0 EZHO wólvOgog owAjvag vovg
OK, MN, A5, ov 0 uiv AH ix voU Evög uégovg ovvre-
1 &uyvvnraı AG: éxyóvevou T 1—2 f. Gvrvevorjoto n
eis. cf.b lin. 14—15 4 End noÓu edo Fr. Haase: £x node e a
5 ó5y AG: &T f. uiv (foro 7 narsonevaodn AG:
yaraorevacho T 8—11 reis Ö8 irvoı ... vàg irvag secludi
vult Rochas 9 róv (ante £o): f. vais 10 rove wviívóoovs
secundum b (lin. 25) scripsi: zn» xviívOgo à 11 cXg om. G
or
HR
0
[52]
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 311
um die äufsere Erscheinung nicht zu beeinträchtigen,
durch seine Innenseite. Wir wollen nun die Einrichtung
des Badeofens vor Augen führen.
Es werde also ein Hohlcylinder aufgestellt, dessen
5 untere Grundfläche «ß (Fig. 78a), dessen obere yÓ sei.
Man stelle ferner. einen anderen, (inneren) Hohlcylinder
her, der mit dem erwähnten Cylinder um dieselbe Achse
liegt; dessen Grundfläche sei e£, seine Oberfläche 79%. Auf
den Kreisründern!) aufserhalb der Hohlräume seien Deckel
10 befestigt, welche die Cylinder zusammenhalten kónnen und
die Ränder (also auch den ganzen cylindrischen Zwischen-
raum oder Wasserraum) bedecken. Der (innere) Cylinder
e£n$ enthalte die Röhren ox, 4$ und uv, von denen
ofens getrieben und werde oben nach dem Kruge, aus Rück-
15 sicht auf ein gefülliges Aussehen durch dessen Innenseite,
umgebogen. Wir wollen nun die Einrichtung des Badeofens
vor Augen führen.
Die Gestalt des Badeofens sei also cylinderfürmig, seine
Basis «ß (Fig. 78a), seine obere Seite 70. Man stelle noch
30 einen andern Cylinder her, der dieselbe Achse hat als der
vorhin genannte. Dessen Basis sei ef, seine obere Seite 74,
welche über die verdeckte obere Grundfläche yó hinausgeht. °)
An den Rändern des innern und üufsern?) Kreises (Cylinders)
seien Leisten angebracht, die mit Hilfe des Kreisbandes die
35 Cylinder zusammenhalten können. Der (innere) Cylinder e$
sei mit den Röhren ox, uv und A& versehen, von denen 45$ auf
1) Das entsprechende griechische Wort bezeichnet sonst
schon allein den Zwischenraum zwischen zwei konzentrischen
Kreisen, also einen Kreisring. Ein solcher ist ohne Zweifel
auch hier gemeint. Der Kreisring bildet hier die obere Grund-
fläche des Hohlraumes zwischen dem üufsern und innern Cylinder.
Vgl. die Bemerkung zu Fig. 78 in den Prolegomena.
3) Dieser Vorsprung ist in der Beschreibung von a nicht
erwühnt.
. 8) Eigentlich: “des hohlen (konkaven) und gebogenen (kon-
vexen). (Gemeint ist entweder die Innenseite des innern und
die Aufsenseite des äufsern Cylinders oder besser der Innenrand
des äufsern und der Aufsenrand des innern.
15 vó om. C 19 ön BCL: óà P 22 n «cw B
.th-f- L 27 óv ... A& om. BL
319 HPS9NOZX AAESANAPERZ IINETMATIKSNN B.
Tod évüg u£govg Tod zog và jA' oi Ó& Aoımol &&
&xcvéoov u£povg ÓLcvevooO9cco«v, x«i EOTWORV oret
ai doyal é& Exarepov sig mv yogev iv Ev u£oo vv
xvA(vOoov. nadElodn 0s sig viv yogcv vijv droAcußevo-
u&vqv ozxó Tr)v Óvo xvA(vÓgov OÓw*0o Oi«gocyuere T
EH, ZO anokaußdvovre y0oav iv HOEZ, eis qv
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u£govg TEeronusvov. émuxs(G9c Ó& TO émiupocyuet,
rovr£orı vQ HO, GoAqvéguov &£yov To Gm0dcgiov émi-
xeluevov x«i GvvvevQmuévow: xci ÓióAov Ó& To Emda-
gidıov cevrQQoO)c xci imuxsxéuqüco mzgóg TO Evvedsiv
eis vv vOv dvOgéáxov yóg«v. zxo0g Ó& TO OÓzóvav
BovAousde wi qvoüv To foÓdoiov 6 coAjv, ég! à
xc&01Tct, Ovvsoumgıousvog éGro é£vríoQ, dg OTav émi-
Gro&Uousv abrov tig TO é&o u£gog, oUx£vu qvonom
1954000 Ta EZHO mwviivógo, oí Oi Aoımoi i £xevágov.
ufgovc, Bote silver! e)rovg tig &oy&c xol i$ £xorígov uépove
eig Tv yagav mv uevabo TOv xvÀivdgov. Owmoncoc de
N apa urn dia Ivo dıiapoayudıov roU vs HE xoi rod
ZO anohaußavovra 1agav viv H OZE, eic qv tere
ro eionusvov GoAqvágiov TO &% TOO Evög uégovg vevonuévov,
rovzeor v0 AA. Ennelodn de và HO Enipodyuarı ToU
HEZ O0 aviivdgov owmAmvagıov, Ev à égeovávo ro Laddgiov'
0 IN owimvaoıov dia“ Tod ocvÓóuerocg tod CoÓcoíov 2&soyö-
N SoAwdg ro) oröwarog roU Snduglov degy
uevov émuxexAdGQ0c mo0c viv rv GvOgdxov mxvgxeikv viv
-TTOX. mgüg de To Omóvav fovióusüa un qvoüv To
Inddgıov 6 cov, ig! c xáOwrei, cvveoumouguévog Foro
m.) bd " {nd 7 [4 223 ?, \ f
&végo TO FR, oc Orav émwvgéwoucv ov:0v sig To iio
2 crc, A, spurium videtur (an adzrois?) ^ 6 Tw: mv T,,
corr. T, — 11 éveósww a, corr. T, 1329’ AG: EET 14 om
AG: zo T
16 Aowrol x«i BC 17—18 wt et ad principia tendant
(= reivaı?) et ex utraque parte ad locum qui inter cylindros est L
IM
0
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 313
sich A& nur auf der einen Seite bei $ öffne; die übrigen
seien auf beiden Seiten durchbohrt. Die Enden (Öffnungen)
der letzteren sollen auf beiden Seiten in den Zwischenraum
mitten zwischen den Cylindern (den Wasserraum) führen.
5 In diesen von den beiden Cylipdern eingeschlossenen Raum
lasse man zwei Scheidewünde en und £9 hinab, die eine
Zwischenkammer 4s 9s6£ absondern. In diese münde die
vorhin erwühnte kleine Róhre, die nur auf einer Seite
(durch den inneren Cylinder) getrieben ist. Auf den Deckel,
10 d. h. auf 49, sei die Róhre gesetzt, auf welche die kleine
Figur gesteckt ist. Die kleine Figur sei nach der Röhre
hin offen, sei ganz und gar ausgebohrt und so gebogen,
dafs sie sich nach dem Kohlenraume neigt. Damit die
Figur nach Belieben aufhóren kann zu blasen, sei die
15 Röhre, auf der sie sitzt, in eine andere!) genau eingepalst
(eingeschliffen), auf dafs sie nicht mehr nach dem Kohlen-
raume, sondern nach aufsen bläst, sobald wir sie nach
einer Seite durch den Cylinder ££: 9" getrieben sei, die übrigen
auf beiden Seiten, so dafs ihre Enden beiderseits in den
20 Zwischenraum zwischen den Cylindern zu liegen kommen.
Dieser Raum sei durch zwei Scheidewände ns und £9 geteilt,
die den Raum n®£s absondern. In diesen münde die erwähnte,
nur durch eine Seite (des innern Cylinders) getriebene Röhre,
nämlich 4&. Auf den Deckel n% [des Cylinders?) ns&%] werde
25 eine Röhre gesetzt, auf welcher die kleine Figur stehe.
Diese Röhre endige in dem Munde der Figur und sei nach
dem Feuerraume cvg (Fig. 78b)°) hin umgebogen.
1) Zusatz in b: ‘yo’.
2) Richtiger wäre: “des cylindrischen Zwischenraumes’
oder noch genauer: “der Zwischenkammer n2£%’. Es scheint
indessen eine Interpolation vorzuliegen.
3) Vgl. auch die handschriftliche Figur in den Prolegomena.
17 f. aöroig v&g doyas. cf.lin.2—3 19 à$o om. L 20 ano-
Acußavovre b, requiritur &zoAeugevóvrov. sed vid. prolegom.
interseptum locum -f-th.z.e- L 22—23 f. vo HEZO
xvAtvOoov del. 26 litterae vvg ; in codicum figuris recte
positae esse non possunt. vid. prolegom. de fig. 78
226
314 HP9NOX AAEZANAPEQX IINETMATIKSNN B.
eis vóv vv &vOgíxov vómov, AAN éxvóg. moóg Ó&
to DéAAsw mug vOcQ sig vv HZEO xógaev Eoraı
quiv yoQcuuov coTO TO GoAqvigiov TO OVVEOUNOLOUEVOV'
dodEvrog y&o tod Ewdlov éx Tod coASvos, à éxíxsvraL,
éyyéouev OU abrod vo oO0driov: mAs(ov yào druög 5
dirdodmoera sig To CoOdcQiov. Erineiodn On ro OT
eripodyucrı zoo 6 P2 ovvreronusvog cUvQ Kal
&yov EOS TO (xgov OWANvE Oujxovrc ucyou Tod zv9-
u£vog vob uLAL«gQ(ov, üzéyovra Ó& Erd voO zvOQu£vog
Ocov Üdarı ÖLdogvoıv. Örav ovv BovAoust« TO0EOdAL
O9couóv, Eußahoduev dia Tod PLZ wvyoóv. To Ö8
dıekedoeraı dLd TOO OWATVog TOD GVVTETONUEVoV sig
viv xóg«v Tod Peguod' x«i Ursonvaßav TO HEouov
EXOEVOEL ÖLE TOD MEOL vOv TOKYNAOV xgovvob: ov0£zO
y&Q To sioxoiOiv wvyoov | dia Tod coAi$vog Gvvsucyn
TO vzxoxsuLévo $&guQ. xci roUro del zoLo0vvsg &&ousv
Heoudv vrl (tod) émueAAouévov wvyoob. zio Ói
m
0
5
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Méoog, oUxér. PVonosı sig vOv vOv Avdodkwv Tómov, AA
Entög. moög de To PdAdeıv quüg Ü0op sig mv EHOZ
Ld 2t e M , 279 X [A \
noav Eoraı uiv qvoncuuov cU0ró TO GoAqváguov TO Guve- 90
Sungıousvov' &gOévrog yàg Tod CoOíov ix Tod coQvoc, @
Ervinsitei, iyyfousv di’ eivoU ro Öddzıov' màs(ov yàg &vuüc
diedodmsereı sig To Lwddeıov. émuxcíoOc O7 ro IA éma-
podyuorı xol zone 6 PL ovvreronusvog cov xol yov
M d N m , / -— , Ll
.7T90g TO xoc GcoAWve Owjxovre ucygu TOD svvÜuivoc vot 25
uihıaolov, &méyovra de And Tod nudusvos, 000v Vdarı
didgpvoıv sivot. drav oUv foviousO« mooEodaı YEguov,
zußokodusv dıc Tod PZE wvyoóv. To Óà duskevocreı did
Tod GcoÀQvoc sig TNV XWoav Tod YEguod' zul üregavaßav
T0 Beouov £4gEV0E1 ÓiX TOD Teol vóv todymAov xgovvob: 30
obdenn yàg T0 sio:iOÓv apvyoóv dic Tod owAmvog Eulyn
TO omoxeuuévo OcouO. Hal Todro del mMoLodvreg EEowev
Deguov Avri Tod émijeAlouévov AbvygoD. mig de coU
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 315
aufsen drehen. Gerade die eingeschliffene Röhre wird sich
uns beim Eingiefsen von Wasser in die Kammer n tel)
als nützlich erweisen. Denn wenn wir die Figur aus der
Róhre heben, auf der sie sitzt, kónnen wir durch sie
5jene geringe Quantität Wasser eingiefsen. Dadurch wird
nämlich mehr Dampf für die Figur beschafft. Auf dem
Deckel $5?) stehe nun ein Krug oc, der durch den Deckel
getrieben ist und am Ende mit einer Röhre versehen ist,
welche bis auf den Boden des Badeofens reiche, aber am
19 Boden noch genügenden Raum für den Durchflufs von
Wasser lasse. Soll der Ofen nun warmes Wasser liefern,
giefsen wir (zuvor) kaltes durch oc ein. Dieses gelangt
durch die Róhre, die mit dem Kruge in Verbindung steht?),
in den Raum für das warme Wasser. Dann steigt das
15 heifse Wasser auf und strömt durch die am Halse be-
findliche Ausflufsróhre aus. Denn noch hat sich das
durch die Róhre zugeführte kalte Wasser nicht mit dem
unter ihm befindlichen heifsen Wasser vermischt. So oft
wir dies wiederholen, bekommen wir heifses Wasser statt
20 des eingegossenen kalten Wassers. Um aber zu wissen,
wann das Wasser im Ofen aufwallen wird*), stellt man
das Chasmation (kleine Öffnung; Sicherheitsventil?) her,
das ganz durchbohrt ist. Es sitze?) auf dem Halse (bezw.
1) Besser b: en®&. Ebenso 8.317, 6 in b besser $em39.
2) Nach b: yo.
3) Die Worte: “die mit ... steht? fehlen in b.
4) Nach b: “wann in dem Badeofen die Mischung an-
gebracht ist'.
5) Nach b: “werde gesetzt".
2 qju&g A: $u&g GQ)T f EHOZ. cf. b lin. 19 5
mÀsióvov T,, corr. T, 6 émíxewQo, T OT a: öy M,.
cf.blin.23 8f rà &xgo. cf.b lin.25 ^ cov: G 14 meoi
a: f. magi. cf. p. 304, 13 17 vo) inserui cf. b lin. 33
22 infundamus L 23 ön CP: d& BL 30 zeoi bL:
f. magi. vid. a lin. 14
316 HP9NOZ AAESANAPERZ IINEYMATIKSN B.
ToU yıraoxsıv qTQuüg, zóvs TO wiAıdgıov &veodasr,
xaraoxsvdtereı TO yaoudrıov Teronuevov OLóAov' xoci
TEONPEVTOS TOD émigoiyuevog muxo 090 TO vocyNAQ
Éyov coAijve uuxoóv. ovrog 0$ &xofAéver sig vóv PZ
xgcTijoc, Ozcg zoge«ywuwoutvov roO O&guoU 7| TEOPOEK
tig vÓv xoevijoe plımraı. 1) ubv 00V xovoGxcv) ToLeUt.
éàv uEvroı zgoctocustw« un) 0.ó4ov vv ZH EO xyóoav
&zoAcuBivsw., &GAÀG uéyou uégovg, Aaraoxevaberaı To
dLapodyuare wExgL oO quíGovg. x«L Erıtlidereı c'OrobG
évegov Ougo«yuo x«i ocAgáve Auußdvsı Ovíjxoveo uEXQL
TOU ÉfoÓ(ov, xci émuxeLouévov EotTaeı N TO0POER Tic
aruldog éx vijg uuxo&g woas. Ouoícg Ó$ xol eig abrnv
to t0oo EußAndrioerau.
XXXV.
Xoüvra, ÖE xal évíg« xovaoxevj) vowovn zo0g TO
oaAniksıv xci xocGUgov qovqiv GzxortAsv.
IléAw y&Q To abro uwALkQuov xovcoxevé&eve, Éxov
zvrag voUg GoAveg voUg Ev vij EIER OVvreronusvovg
is và mag! Endrega uéQu. ep) O8 vQv ég£ügav &ovo
jwoGxsw Muäg, note TO wiAıdgıov GouóGeL vQóg TO wiQvüv,
xerox evderett TÓ Jesuémiov teronuevov OuÀov' “ei ven-
Oévrog TOD Erupgdiyueros enınodelodn TO Toaynim yov
co ijvo uuxoóv. oU0rog Ob coto Ape eis vóv PX xgeríjge,
Ortag magayıvoutvov Tod OeguoU 1 790gogó elc TÓv xQa-
vie wvívqrot. U uiv 00V xorccxevi, roLeden. éàv wEvroL
roonemwusde un dıölov mv ZEHO ywoav anokaußaveıv,
GAÀà uEygL uígovc, Haraoxevatereı và Ówwpodyuero Erg
Tod dquícovg. xol émuríOsro, cüroig Eregov Öudpgayue Kol
Aaußdvei soAve Orio vro ueygı Tod Swölov, Kal EITIKALO-
Q
uévou &ovoL M gopoge vis &vuíÓoc ix víjg wwoüg Ywgug. 30
öuolwg dE xol sig auımv vó Ü0coo EußAmdmosrau.
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA, II. 317
der oberen Seite), wo der Deckel durchbohrt ist, und sei
mit einer kleinen Röhre versehen. Diese Röhre soll nach
dem Kruge oc (nach dem Innern desselben) gerichtet sein,
damit das aufsteigende heifse Wasser in den Krug abflieíst.)
5 Derart ist also die Einrichtung des DBadeofens. Wenn
man jedoch den Raum £$4se9 nicht völlig, sondern nur
zum Teil (Fig. 78b) absondern will, so stellt man die
Scheidewände nur in halber Höhe her und legt eine
andere Scheidewand darüber. Und diese erhält eine
ı0 Röhre, die bis zur Figur geht. Wird dann Feuer ange-
zündet, so steigt der Dampf aus der kleinen Kammer auf.
Das Wasser schüttet man auch in diese in ähnlicher
Weise (wie vorher).
XXXV.
15 Man verwendet noch eine andere derartige Ein- Derselbe Bade-
; E ofen mit Vor-
richtung, um den Ton einer Trompete und das Ge- richtung zur
zwitscher einer Drossel nachzuahmen. Nachahmung
von Trom-
Man fertigt nümlich wieder denselben Badeofen petentónen
i 1 A F 4 e 2 : sel-
(Fig. 7 9) an mit sämtlichen Röhren, die sich wieder ee.
20 an der Grundfläche auf beiden Seiten öffnen.?) An der "ie. 9?
1) Das Ventil hat nach Rochas a. a. O. S. 193 Anm. den
Zweck, den Dampf hinauszulassen. Das ist richtig, so lange
der Hahn geschlossen ist. Vgl. aber auch oben 5. 305, 7;
danach soll der Hahn offen stehen. Ein Ventil zum Ablassen
des Dampfes ist in dem 8. 305 Anm. erwähnten samovarähnlichen
Gefäfse (Overbeck-Mau S. 443) angebracht, aber unmittelbar
mit dem Hahn in Verbindung gesetzt.
2) Vgl. auch die handschriftliche Figur 79a in den Pro-
legomena.
3) Indessen ist eine Röhre auszunehmen. Vgl. oben 8. 318, 1.
1 vob6 AT: r0 G 2 zeouerıov AT: xyoAecudruov &
8 dninadelodo M 4A £yov A: Eyov GT, sed o supra scr. T
7f.ZEH®. ef.blin.26 11 &xınaiouevov AG: énixodovu£vov T
17 wıiAıdoıov b: unkıdgıov a £yov Mb: £yov a 18—19 ovv-
reronuévovg ... uEeN suspecta 19 zeoi abL: f. mood
15 towuın om.P 22 £yov D 23 &mofMéms P
N
318 | HP29NOZX AAEEANAPE9X INETMATIKRN B.
Tug owAnv 0 DE Q'ijAvg yov &vegov ovveounovouevov
róv KA Óuvowuévov sig vijv yóogav Tod 959uo0 x«l
xıvodusvov megl viv zsgóvqv cvv KA. vobro Ób
rıroötcı sig voíc Tonuare xare ví M, N, 3° Óóuotog
xci 6 DE coAQv Tıroäraı eig Tola voxjuero xoviAAQAG
voi; M, N, 5, xei zog uiv TO 5 vwgoüvoi Borg vig
Eyovoa Ev «vj coAiv« Gvvsorsyvouévov vd A, ép
0v xcivuL, TO Co0cguov Ouoíog, Gozso xol émávo
elorixausv. ix 02 av M, N coàAivég sio, Óujxoveec
oí MO, NII £yovzsg | v& E vo üxgc xsxouuevo*
voUro(g Ó& GvvrevQQGo00 x«l GVVEOTEYVROOHW Tu
Tod uLALGQíov. did de vv Tonudteov Ou(jxovoiw EregoL
GWANVEg ovvsoungıousvor voig II, O, oig Erınddntan
tabs‘ Ep Evi uEv GvQovO(ov £yov và évvóg xev EOS
a 318, 3—322, 6 toöro dE tırgdtan ... obvog ylyveraı
— bh 318, 16— 322, 21: roüro 0? vevg1jo090 eig volo: TonueTe
ent wiös eidelag và M, N, A, óuoíog xol 6 DE coq
eis role ronuare xoviAAqAo voig M, N, A, xol mgóg uiv
Ta 8 ovvreronodw (cie owAmvosdng, ig! ng lovers To
Swddgıov Ouoícg, Wong x«l émávo elomnausv. ix de T@v
M, N coMjveg quévocav of MO, NII Eyovrss v& &xge
xexouuévo. TOVTOLS ÖbE cvvrerQsoO 0 Hal GvvsoveyvoGOo 1
épéüpgo Tod quALxgíov. dıc Ó& vOv Tonudtav Óupxérocav
®or Go Mjveg oVveoungıouevor voig IL O, oig émuxd ron
1 dU S2 255 VL \ , » $a» 1 \ \ \
ví0s' ép Evi uàv Gvgovü(ov Fxov và £vróg xsvà mg0g TO
2 Öimvoryusvov ab: ÖimvouuEvov p Ouevrveyuévoy Wood-
croft, delatum L 3 Toöro: f. oovog 4 xoc& om. T 6 roig
M: ns a 7 ar a: Eavrjj Scalig. 45 9 vóv scripsi: tod a.
cf.blin.20 owAnves M: cofjvog à ^ Ówujxovrog G. — 10 ot M:
e
7 & 12 wiAıaglov ex b correxi: unAuxoíov AG: weikınglov T
3 vij» (ante zegóvv) om. b 16 roöro: f. oorog 16—19
eis Toí« QUIA .. . Gvvzeronjoto om. P 17—18 óuoíog ...
voig M, N, 5 om. C 20 eionnsınev OC 21 &xovre P
15
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 319
Fig. 19.
Oberfläche (bez. dem Deckel) sei eine Röhre pe angebracht,
welche als äufsere Umfassung eine andere Röhre x4 um-
schliefse. Diese wird luftdicht in jene eingefügt, ist nach
320 HP9$9NOZ AAEZXANAPEQ9Z IINETMATIK9N B.
/
v0 Övvaodaı bEEaodaı UÓcQ. cbrog oov Ó GoA(v,
ETIKLINTAL, xéx«uzT«L &yov q€oyyáoiov TÜV Yıvo-
U£vOv zgóg TO v&g qovàg Tapleodeı' xov 7) Avanaumn
Oujxovoc uéyou Tod UOc«vog £v TQ GrQovO(lgo. Orcv
uiv oov 5 gor» Tod g9oyycgíov opt eis TO VORR,
TÓTE yov HU ERBE zo0L&i. maAıv Ó& 6 Ere0og GoAQv
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Eysı x«i «rO0g ErE00v OWmANva cvvsouqoucuévov, @
enınddnter Eoödoıov Eoxynuerıousvov sig Toírove x«i
&yov Ev vt orduarı odinıyya. mdAıv Ob «tog obrog
ó coA(v, à Eninddntar, £c. viv yAnocida xcl vov
xcücve, tg Eladeı yiyvsodaı. sooiotca o0v 1 üvuls
x«i GvvavrOG« Tj TE VÀOOGO(0L x«i TQ xo00vi mv
qorQv &xovcAéGsu vijo odAmıyyog. Eid 00V GXxtVO-
usüc, note uiv xardAAmAov To voijuc và MO G6oAivi,
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nöte Ö& vQ NII, móve dt v A Ent Z và émuxewévo
eu
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qgov&e megisodaı Kal u) evocat dırnovoe uéyor voO
Üüeroc Ev vQ oroovO(o. Ürev ovv 1j govij Tod gOoyyogíov
mol eis 10 Vomp, TOTE mv 4066 gpoU moiei. muehıv de
Ó €regog _c@ANv yet Kal abrog Eregov Gm ijvo suveoumgi-
cuévov, m) Erinddnren So dgiov Eoynuariouevov. eis Toitwva
Eyovra iv TO Ooröuerı odamıyya. ovrog Ó& 0 coMjv, o
émuxdÜmvon, EEsı mv yAwooida xol róv xdücve, Kaas
ende yiyvsodaı. mooloüce ovv 34 erue x«l GuvovrüGo
Tij ve ylococ(ÓL xol và woócwvi vv govijv GTt0TSÀÉGEL "ijs
ocAmıyyog. melge ovv cxewóuete, NOTE uiv wereMmdov To
vovmque vQ MO coA6vu more 0& vÀ NII .... xoi taüre
1 o om. G 2 £yov G: £yo AT 3 f. xai (foro
12 ovvavraoa G: cvvaróca A: ovvantücı T
17 £yov CP invoce qioyy&ouov desinitL — 18 f. «el (Zovo
25 x«i om.CP 26 xoivivP 28 lacunam indicavi. cf.a 1im.15
15
20
25
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 391
dem Raume mit der heifsen Luft offen und wird mittels
eines Stiftes (Handgriffs) x4 gedreht. In diese Röhre
werden drei Löcher in u, v und & gebohrt.!) Ebenso
werden auch in die Róhre ge drei Lócher gebohrt, die
5 den Löchern u, v und $ entsprechen. Bei & wird eine
Basis durchbohrt, die eine in & eingelötete Röhre enthält.?)
Auf diese Röhre wird die kleine Figur gesetzt, ähnlich
wie wir es oben (S. 313, 10) bereits beschrieben haben.
Von u und v gehen die Röhren uo und vr aus, deren
10 obere Enden gebogen sind.?) Diese Röhren sind durch
den Deckel des Badeofens zu bohren und in ihn einzu-
löten. Durch die (so entstandenen) Löcher (des Deckels)
gehen) andere Röhren, die mit z und o genau verpalst
sind. Auf diesen Röhren sitzen folgende Figuren: auf der
15 einen ein Vöglein, dessen Inneres hohl ist, damit es
Wasser aufnehmen kann. Die Röhre selbst, auf der es
sitzt, ist?) gebogen und mit einer kleinen Pfeife (Stimm-
röhrchen) von derjenigen Art versehen, wie man sie zur
Hervorbringung von Stimmen anfertigt. Der umgebogene
20 Abschnitt (der Röhre) erstrecke sich bis zum Wasser
im Vóglein. Wenn nun der Ton des Stimmróhrchens in
das Wasser dringt, dann ruft es das Gezwitscher einer
Drossel hervor. Die zweite Röhre ist ebenfalls wieder
mit einer andern, genau eingepalsten Röhre versehen, auf
25 der eine kleine Figur in Gestalt eines Triton mit einer
1) Nach b In diese Röhre sind drei Löcher u, v, & zu
bohren, die auf einer (vertikalen) Linie liegen’.
. 2) Die Figur 79 weicht im Anschlufs an die handschrift- :
liche Figur 79a (in den Prolegomena) etwas ab und verlegt die
erwähnte Röhre dicht über die Basis. Die andere Rezension b.
versteht unter der Basis die Róhre £f. A
3) Nach b: “Bei & sei (mit der Röhre pe) durch eine Öffnung
ein röhrenförmiger Untersatz [nämlich ££] in Verbindung ge-
setzt, auf welchem ähnlich, wie oben (S. 313, 10) erwähnt, die
kleine Figur steht. Von u und v sollen die Röhren uo und vz
ausgehen, deren Enden gebogen seien.’
4) Nach b: 'sollen . .. gehen’.
5) Nach b: ‘sei gebogen’.
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 2t
2228
23020
322 HPQNOZ AAESANAPERZ IINETMATIKSN B.
Endaoin. zul veÜr« yvóvvsg onusid vue Ev abroig
raoKonusıwodusde z«oà viv KA mzsgóvqv' mgóg To
ómórav uiv mzooctoóusQ9c ceAm(Gsw, Ovav ÖE mw
BovAdóust)w« qvcü&v, wurd qvaüv, ózóvav ó$ BovAmusde,
xoGGvQítsuv. TO Ó$ roO xgoríjoog Kal vijg Tod OtQuo0
&ve[casog, BONEO xoci éxé&vo sigixousv, oUvog yiyvevat.
XXXVI.
Zoov TEuvsodal vs xci mÜv&ww.
"Eovo yàg Ev và orouarı abrod owAnv 6 AB, &v
dE TO roayyAo 6 TA Oujxov Óv Evög TÜV Exrög
zoÓ0Àv' uE0og Óà Gugoréoov &ooNv xAwÓgog Eorw
ó EZ, © mpoGxsxoAAM(o9cGauv xc«vóvsg óÓovrovol oi
H, ©. x«i vob uiv H omsoxsío0c Tuvundvov 00ovro-
tod u£oog TO K^ và de © ozoxsíc)c Óuoíog u&oog
rvundvov Ödovrwrod rd A‘ ozsoxsío0c Ó&$ závroOv TO
M roöxıov Exov Tıjv Evrög (vrvya zoyvv£égav rijg éxvóg.
yvovreg Gmusi& Tıva TagaoNuEewoguEsde mag viv KA
egovnv móc vo Ömorav usv mooaıgwuEde coÀmítsw, Orav
de mw BovAmusde, gvcüv «oro, Omoraev Ot BoviousOo,
xoGGvgítewv. TO ÖdE coU xooerijoc Hal vijo Tod souoU
&veácsoc, Gomso ém&vo sig5nousv, oÜvog yYlveraı.
1 &v aöroig spuria 6 ylyveodaı G 9 f. ante £cro
lacuna statuenda est; desideratur enim descriptio basis earum-
^ que rerum quae ad hane pertinent 10 f.<Eregog oov» 6 TA
11 uécog b: u£og AG: uéco T 12 zoooxexoAMjoQocav b:
zoocxsxoAvcgoccv à — 13 xal AGT,: éx T, vob b: ràv à
15 vó (ante A) b: vo? a. cf. p. 326, 20 16 roóyiov Tb:
tooyiovı AG 0$ £yov T ziv om. T &ntög et évrüg inter
se permutanda esse censet Rochas. £xróg pro évróg habet
Monacens. 431, habebat Argentoratens. C III 6 deperditus
8 &öov ri b 12 e£ a: e£m b oa: xol b 19 aöro
B: «örov CP 21 eloijnsıusv CP otvog B: otro CP
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. I. 323
Trompete!) im Munde sitzt. Eben die Róhre, auf welcher
der Triton sitzt, soll wieder mit dem Mundstücke und dem
Schalltrichter, wie gewóhnlich, versehen werden. Dringt
nun der Dampf vorwärts und trifft auf das Mundstück und
5 den Schalltrichter, so bringt er den Ton der Trompete
hervor. Durch Probieren mag?) man nun festzustellen
suchen, wann das (einzelne) Loch (in der Röhre x4) der
Röhre wo entspricht, wann vr, wann & nebst f£, der auf-
gesetzten Figur.?) Sobald man dies weils, vermerkt man
10 einige Zeichen an ihnen‘) neben dem Griffe x4, um je
nach Belieben das eine Mal die Trompete erschallen, ein
anderes Mal wieder die Figur (auf die Kohlen) blasen,
oder die Drossel zwitschern lassen zu können. Alle Ein-
richtungen, die mit dem Kruge und dem Steigen des
15 heifsen Wassers zusammenhängen, gleichen den oben er-
wähnten.
' XXXVI.
Ein Tier soll geschnitten werden und trinken. Das geschnit-
In seinem Munde sei eine Röhre «f (Fig. 80 und bh iiri
20 80a), in seinem Halse (eine andere) yd, die durch pe
einen der Hinterfüfse geht. Mitten zwischen beiden 80a-e.
sei ein innerer (männlicher, d. h. in die beiden erwähnten
Röhren eingeschliffener) Cylinder e£ (Fig. 80a) angebracht,
an welchem die gezahnten Leisten n und $ befestigt seien.
25 Über N setze man ein Zahnradstück x, unter & lid gleich-
falls ein Zahnradstück A. Über dem Ganzen liege die kleine
Welle (Rad) u, deren üufsere?) Rundung dicker sei als die
1) Bekanntlich werden den Tritonen Muscheltrompeten
beigelegt. Vgl. Ovid Met. I, 333: Caeruleum Tritona vocat,
conchaeque sonanti inspirare iubet.
2) Nach b: “wird man’.
3) Die Worte: "wann £... Figur fehlen in b.
4) Wohl richtiger “an dem oberen Rande der Röhre 9g,
um zu wissen, wie weit man den Griff oder die Röhre x4 um-
drehen muís. Die Worte “an ihnen? fehlen in b.
5) In den griechischen Handschriften: “innere’.
213
324 HP9NO£Z AAEZANAPERZ IINETMATIESN B.
éxvevuajo0 c) xÜxAoig vTQuGL toig M, IN, &, (ove Exaotov
231 dıdormua vOv TouGv icov | eivaı vjj éx Tod x£vvgov
Tod Tvundvov' volg Ó& xÓxAoig GvvrevudoOc xoc m
Fig. 80.
LA [uA , , 5 M m A
üvrvs, Qovs unaErı xóxAov Eivaı TV TOD vQoyoU TEQL-
pEpsıev. ÖLarerunusvov 08 émávoO9sv Tod ToaynAov 5
Tjj OII voujj x«l Evrog Tijg Towijg HEywgLouevng vij
1 &urerwjodo M: Zursunodwo aP: Eurerunedo Ob cod.
Paris. 2433 in marg. 2 ioog GT
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL. 395
innere?) (vgl. den Querschnitt Fig. 80c). Die Welle sei?)
mit drei kreisfórmigen Ausschnitten u, v und & in der
Weise versehen, daís jeder Abstand der Schnitte (von
einander) dem Radius der Welle gleich sei. Zugleich mit
Fig. 80a.
5 den Kreisen sei auch der (üufsere) Rand ausgeschnitten,
so dafs die Peripherie des Rades keinen (zusammen-
hängenden) Kreis mehr?) bilde. Man mache aber von
1) Handschriftlich: “äufsere’.
2) Zusatz in b: ‘ferner’.
3) Das Wort *mehr? fehlt in b.
1 0 x«l éxveruoOc b reich ACP: cio) B 2 av
roußv Öidornuc tr. b 4 unrerı a: un b 5 ro om. CP
326 HP929:NOX AAESANAPERZ IINEYMATIKO9N B.
KEDaANg, éyxexoAdq 9c Ev «ovi xouAóTvQs zsoupspr]s Te
iv Bars mAevórsga Eyovoa vOv £xrüg uspgOv, Vvo m
Gozso BijAvg mehsnıwoadng coA(v, Ocmsg s&ísu Óvo
zAevoig Tod éyygoqgou£vov EEaymvov eig vóv vóumovov:
&cvo 08 7 P2, sig qv éuf&coa zx&c« vooycosu n MNE
A e M I a4 \ / mM nus [4
&vvvé, BOTE ziv Erpaviivaı TO véAog TOD $vog WEOOVS,
Avrsıosideiv NV Goynv Tod Ósuríoov xoi obrog TO
, e / y \ m 12
voírov, (ors PAnYEvrog mEegoViov did roO TVUNdKvov
6TOEPEODAL u&v vov vQoyóv, OvvErEodaL Ó& viv xegodnv
To GOuc«r.. idv 00V xo9j rug ucyoíouov dıd «ijo
M 2 \ [4 ^ , à ^
OII rouns, Eußav sig uiav vob vpooyíov zesougsoi,
Eevroujv, viv M, ize«gexAsioQe,. abro Tjj OII xo(Am
xexoAcuuévg zegupeos(o' xovopiv Ó& émwhjosres ij
&&eyovom xsgoíy Tod K uégovg vob Tvundvov, OMEO
' uégog xe«voyóusvov &évaguócosu vovg LdLovg ó0óvrvag oig
00000, Tod H x«vóvog, 00780 sig*vO Óz(Gc ze«geysvó-
usvog EuÖvoeteı Tod AB soAWQvog vov xÜAwOQgov,
or \ — / /, ? MM \
DOTE OÜi& ToU ysvouévov OwcvQucrog EXXWENERV xc
x«TrtAQOv TO u&yoíguov &uztotiv Tjj &&eyoson xsoacíc
tod A u£oovg Tod TUundvov. c00ro Ó& xer«yóusvov
\ ? / M » / - "W m y
xci &vcguótov vovg O0óvrag vQ O,.000vvroTÓ xcvóvi.
e&cksı vOv (ggeva xAwÓgov ix vob IA [Eorı Ó&
2 B&9v G 3 zeAewwwOELOT)G b: zeAewwwosióove AG: reis-
“wosıdıdovs T 0czso b: önso à 4 f. ro. cf. b 6 ué-
eos G 11 zegıpeon b: megıpegoüg A 12 mv b: zo a
raganheiodeı a: magankeiocı b: magankeisohau Fr. Haase:
f. nogandıvei 13 xexoAouuévg b: xexoAauévg à 16 7 AGb:
xv T 17 &uövoereı M (v supra o scripto): éxóócsrou. a
21 xoi b: om. a 22—328,4 &ovv ... aó0c seclusi. cf. etiam
Rochas 1. 1. p. 202 ;
4 Syyoegouévov eis TO vouzovov (Tvundvıov CP) &&eryóvov
tr. b 6 oc à: oz b 10 x«95 a: nadeis b 16 roö-
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. IL. 397
oben den Einschnitt oz (Fig. 80 und 80a) in den Hals,
sondere innerhalb des Schnittes den Kopf ab, stelle darin
eine kreisförmige Höhlung her, die in der Tiefe breiter
ist als am üufseren Rande (vgl. den Querschnitt Fig. 800),
5 damit sie gleichsam eine schwalbenschwanzförmige )
Trommel bilde, die zwei Seiten des auf die Welle einge-
schriebenen Sechsecks in sich fassen soll Das sei gc
(Fig. 80a und 80c). Darin läuft der ganze Radkranz
wv&, sobald er hineingetreten ist, derart, dafs, bevor der
10 eine Flügel zu Ende ist, schon der Anfang des zweiten
dafür einrückt und so auch der dritte. Steckt man daher
einen kleinen Stift (als Achse, Fig. 80a und 80c) durch
die Welle (Rad), so dreht sich das Rad und stellt gleich-
zeitig eine Verbindung zwischen Kopf und Rumpf her.
is Läfst man nun ein Messer durch den Einschnitt oz fallen,
so stölst es auf einen der kreisfórmigen Ausschnitte der
Welle, (z. B.) & (Fig. 80a), und schiebt das Rad (d. h. den
zugehörigen Flügel der Welle) mit Hilfe der kreisförmigen
Aushöhlung (Trommel) oz zur Seite.?) Ist das Messer
?0.aber weiter nach unten gekommen, so trifft es auf den
vorspringenden Arm des Zahnradstückes x (Fig. 80a).
Eben dieses wird niedergedrückt und fafst mit seinen
Zähnen in die der Leiste 4. Dadurch wird diese zurück-
geschoben und zieht aus dem Rohre «f den Cylinder (s£)
25 heraus. Infolgedessen entsteht eine Lücke (Fig. 80b);
durch diese geht das Messer hindurch, bewegt sich noch
(weiter) abwürts und füllt dann auf den vorspringenden
Arm des Zahnradstückes A (Fig. 80b) Dann wird dieses
1) D. h. mit trapezfórmigem Querschnitt (Fig. 80c). Die
erwähnte Höhlung innerhalb des Kopfes stellt sich nicht als
eine vollständige Trommel dar, sondern nur als einen Teil
einer solchen.
2) Denn der Flügel bewegt sich in der Höhlung (Trommel)
zunächst nach unten und dann seitwärts.
zíco b 17 duövosreı om. b spatiis vacuis relictis a«ßy B
18 &uywenjocı B 22.800 P
23
r5
398 HP9NOEZ AAEEANAPEQ9X IINETMATIK9N B.
GcoAÀQ)v uécog éveguotóusvog Óvo coA(vov 6 xóAwógoc
Tod TE Ev TO orduarı Tod Co0(íov xci roO Ev TO ano
Tic Toufg Tod ToaynAov Oujxovrog sig TOv Orion
zó0c] coAfQvos xci &ouócc. v AB 14e. ÓvcAB óvvoc
HN Tod ueyaıglov di’ O4ov Tod ro«yiAov xci Tod EZ
VRANvog Eparausvov duporeowv tod te AB xci voO
IA, | ei zxgocevéyxo, vig Vóco Ta £o xol Emioroeipei
v0 Ozxoxs(usvov TQ ovxóAco ounoıoue, Óv oo crQa-
gévrog HaTapgEVGE TO Ev TI (vo X009« vygov sig viv
xétO. dia vob TAEZAB GcoAWQjvog v0 zvsÜuo TO
EAHÖUEVOV ÜNO TOD xc«vcQotovrog VIRTOG &mLozCGtTCL
T0 zoGsvey0tv TO OoTduatı Oyoóv. vVOV WEvToL TO
GujouGue xerc«GxevcteveL oUrQg, (OTt ÉxLOTOUQEVTOG
tod DovxóAov xardAAnda yiyvsodaı và TOVUANURTE.
XXXVII.
Advaraı Ó& xci AAcOg un Oxágyovrog ErLEOVTOV
vORTOS TO c«OTO YiIvsodaı oUroOg.
"Eévo ow mw oveyvQ ndvrodev d ABI,
dıdpoayuc uécov Eyovoa ro EZ, 6 0$ éx Tod orduerog
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a 8—14 di oo ... rà rounnuere — b 21—24:
, J , \ ? ^ b [4 € \
roórov Grgegévrog naraggevoeı TO fv vjj &vo zug yoóv
eis mv xdro, dıa voU IA xoi EZ xoi AB coMQvog ovv-
cAxouévov. TOD ztveUuorog Uno TOD xovroooíovrog ÜOoroc' Aal
, / \ / \ \ v L e ,
Eioncoerer v0 Lwdıov TO mQoctveyOtv TO ovÓuovi vygóv.
*
2 f. àv và (ante dmö) del. cf. b 3 Oujxovrog b: Ouj-
X0PTL à 4 post $*j4:. lacunam statuit Rochas l.l. p. 202
adnot. 3 7 £& A'T, b: xod GT, ztoocevéyxoy, D: ztoocsvéyusu
à (f. corrupt. ex zrgocevéyxat) f. énwro£wsue 8—9 croa-
gévrog b: eroégorcoc à 11 &miondonge: T 12 uévvo, GM:
ueror A: uévgo, T 13 raraonevdßereı M: nataonsvdortaı A
15
[52]
c
al
1
a
e
oa
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 329
niedergedrückt, fafst mit seinen Zähnen in die Zahnstange 9,
zieht den inneren Cylinder (das Rohr e£) aus der Röhre yó
heraus!) und schiebt ihn wieder in das weibliche (um-
schliefsende) Rohr «ß hinein (Fig. 80b). So also geht
das Messer durch den ganzen Hals hindurch, und es wird
mit Hilfe der Röhre s£ zwischen den beiden Röhren aß
und yó die Verbindung wiederhergestellt. Falls darauf
jemand dem Tiere Wasser reichen und zugleich das unter
dem Hirten (Fig. 80)?) liegende Ventil (Smerisma, s.
oben S. 251, 4) umdrehen sollte, ein Ventil, durch dessen
Umdrehung das im oberen Raume (der Basis) enthaltene
Wasser in den unteren lüuft, so wird die Luft von dem
nach unten fliefsenden Wasser angezogen und zieht ihrerseits
mit Hilfe des Gesamtrohrs yOe£«( die vor den Mund ge-
haltene Flüssigkeit an.?) Das Ventil wird natürlich so
eingerichtet, daís die Lócher einander gegenüberliegen,
wenn der Rinderhirt sich (nach dem Tiere). hinwendet.*)
1) An dieser Stelle findet sich folgendes handschriftliche
Einschiebsel: “Der Cylinder ist eine Röhre, die mitten in zwei
(andere) Röhren passend eingefügt ist, nämlich in die in dem
Munde des Tieres befindliche und die, welche sich in dem
Rumpfe vom Halseinschnitte ab nach dem Hinterfulse erstreckt’.
Diese Erklärung ist mit andern Worten bereits oben 5. 323, 21
gegeben.
2) Da dieser oben nicht erwähnt wird, so ist im Vorher-
gehenden eine Lücke anzunehmen, in der aufser dem Hirten
auch die Basis beschrieben war.
3) Nach b: ‘so läuft infolge der Umdrehung des Ventils das
im oberen Raume enthaltene Wasser in den unteren, indem
zugleich infolge des nach unten fliefsenden Wassers durch das
Rohr yó, s& und «ß hin die Luft angezogen wird. Und so
schlürft die Figur die ihr vor den Mund gehaltene Flüssigkeit.’
4) Der Schlufssatz fehlt in b.
14 rà om. T 15 de hoc capite vid. prolegomena 17 yiyvs-
odcı T
1 uécov CP 22» ro (ante &xó) om. b — 5 03; CP: d& D
18 méAw om. b
. b
330 HPONOXZ AAESANAPERZ IINETMATIKON B. |
coAQv qéoov sig tv fcw 6 HOK, Eregog 0$ GoAqv
dia te vio ATI Epedous ins Bdoswg xci did tod EZ
dıepodyucros 6 AMN rodamua yov óxig v0 EZ
didporyua TO 3. Ereoos Ób GoAQv GVveoungLouevog
«or Eorw 6 II x«i obrog roUzwque« yov x«rà To 5 5
Fig. 81. VA
xe(usvov v0 P, à ovugpvng &vo ijtoı Ilàv 3) (Ao vi
Eodıov ódflüov Eyov. Ov«v uiv oov Ereotgauusvov T
to Eodıov zgóg TO Cóov, oo un in naddnso Und
qópov xoAvóusvov: Orav Ó&$ ANOOTORPN, TÖTE TÜETEL.
ijv oov éiufAousv eis vó AAEZ dyysiov did vwvog 1
vovziucrog roo d 0o xcl adv ENLOTEYVOODUEV |
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II. 331
XXXVII.
Man kann dieselbe Wirkung noch auf folgende Der trinkende
Weise erzielen, ohne daís man fliefsendes Wasser Br OE
benutzt.)
5 Es sei afjyÓ eine Basis, die wieder?) auf allen Seiten
verschlossen und in der Mitte mit einer Scheidewand e£
versehen sei. Die Róhre, welche aus dem Munde nach der
Basis führt, sei 49x. Eine andere Röhre Auv gehe durch
«0, die Deckwand der Basis, und die Scheidewand £t
10 hindurch und sei oberhalb?) der Scheidewand e$ mit
einem Loche & versehen. In die Röhre Auv sei eine
andere Röhre x eingeschliffen und enthalte gleichfalls ein
Loch o, das in gleicher Höhe mit & liege. Mit dieser
Röhre sei entweder ein Pan oder irgend eine andere
15 Figur verbunden, die mit einem Stocke ausgerüstet ist.
Ist nun die Figur nach dem Tiere hingewendet, so wird
dieses, gleichsam eingeschüchtert, gewils nicht trinken.
Ist die Figur dagegen abgewendet, dann wird es trinken.
Schütten wir nun durch ein Loch p Wasser in den Ge-
20 füfsraum «ós£ und stopfen es wieder mit Wachs oder
einem andern Stoffe zu, so ist die Folge, dafs das ein-
1) Dieses Kapitel steht vermutlich an unrechter Stelle,
obgleich sümtliche Handschriften, die es überhaupt haben, es
an den Schlufs des Werkes setzen. Vgl. die Prolegomena.
2) In b fehlt *wieder'.
3) Nach einer Vermutung übersetzt; die griechischen Hand-
schriften haben alle *unterhalb'.
3 ómio Wooderoft: ózó ab ° có A: và GT, sed T o supra
Scripsit ££ Ab: As& Amg.GT 4 Ödıdpoayua b: dıa-
gocyuocu à cunoucuévog T,, corr. T, 50m ÀGb:oz T-
7 odßdov Paris. 2428, Lei . Scalig. 45: 6addov A ENTEOTEKU-
uevov Mb: émwroeuuévor à
2 @d a: aßb 7 daßdov BC: Ggeüdv»P 11 ETLOTEYVO-
couev b
339 HP929NOZ AAESANAPERZ IINETMATIKOSN B.
x) NEA
TO TrQUzw«uc xuod 7) &AAC Tıvi, Hvußmosraı xo AM AOV
#eıusvoav vOv P, X vovzqudvov v0 fu(Ag8iv V0co
usraywosiv eig TO EBI'Z &yysiov: xsvovusvov à$ To
AAEZ Enıöndosraı dıa Tod ovóuevog tod Coov rov
&£gcu, xci TNVIHKÜTE zQooosveyOévrog covrO TormElov 5
aec.
6 Télo(g» Tis Tod 4joovog &At&evOoíog PißAov B meol
rvevuorınöv. 4e ydoıs. &unv subscribit T: subscriptio deest
in AGb
erh
DIE DRUCKWERKE HERONS VON ALEXANDRIA. II, 333
gegossene Wasser!) in den Raum eßy& wandert, wenn
die Löcher o und & einander gegenüberliegen. Infolge-
dessen leert sich «ósf und saugt durch den Mund des
Tieres die Luft an. Wird alsdann dem Tiere ein Becher
5 vorgehalten, so wird es trinken.
1) Zusatz in b: ‘durch das Loch x’ (wohl verschrieben statt £).
2 càv 9, £ vovzmudvov uswévov tr. b 3 &yystov Ói& vo9
4 vovzijucrog b (f. & pro 4 legend. sed etiam codicum figurae
foramen quoddam in diaphragmate factum littera y significant).
Uu POT
m Lu ©
im dieu 4 JSbU P7. d 3 RE
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HERONIS ALEXANDRINI
DE AVTOMATIS
OONSPEOTUS NOTARUM.
A = cod. Marcianus 516 saec. XIII.
G — cod. Gudianus 19 saec. XVI.
T — cod. Taurinensis B, V, 20 anni 1541.
— consensus codicum AGT.
M = cod. Magliabecchianus II. III 36 saec. XVI.
... lacunam significat,
t locum corruptum,
[ ] delenda,
( ) inserenda.
Potiores tantum lectiones dabuntur.
HPO9NO2S AAEZANAPE9X
IIEPI AYTOMATOIIOIH TIKHA
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 22
I
p. 248
ed. Paris.
HPQNOZ AAEZANAPEQX
IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH 2.
Tijg abroueronomrırig moayuareiag $z0 TÓv zó-
veQov GzoÓoyig NEıwuevng dia Te TO mO/wx(AOvV Tijg Ev
«Tjj Ömuiovpyiag x«i dia TO £xmA«xvov tig Vew-
olas. Eorı ydg, dg ovveAdvrı elmeiv, züv u&£oog
Tig unyavınjg Ev cori vjj abrouaronomtaAn mapaAeu-
Bavousvov Oià rv x«và uE00og Ev «ori émwtAovu&-
vov. é&óv. Ó& «ovügo N Enayysiia Toldde' xe«ra-
orevdbovreı voovi N Pwuol oVuueroo. c«brÓuoTO( Te
TO000YydusvoL Aal xocv& TIvag @OLOUEVoVg LOTEWEVOL
vózovg, x«l rv £vóvvrov «roig fo0íov Exaorov Löie
x»wvtiv«L 009g Aóyov TOv xev viv MOOKEUEVNV zQoó-
214 Peoıv N uOt90v &ouóCovre, | x«i sig vov EE &oyijg &zo-
xadlorevrar TÓzOV. à uiv oov Towür« Óquiovoyi-
3 uote TOv coroucrov x«AsivuL Ünayovre. Eorı Ó&
M er 5 2 , - e - , »
xci ETE00V &iÓog Ev coroig, 6 x«Asiv«, OTCTÓV. Eotı
2 aörouaronomtnng AG: eovouovozoucuxóv T — 3—4 z9o-
tegov G 5—6 f. Hewoias, (&voyxaiov ozdoysw voutousv
xcL ocórol rà mzooocÓoUkívra oóz0 vÀv &oyaíov eig vdéw &yoystv,
xal & Tusig Ó8 mQocsevon«ouev slodeodaı). cf. p. 2, 7—10
6 cvvtióvrwi eineiv wg tr. a, corr. Diels 7 y A'T: xol é» G
9 Zorı óà Leidens. Vulcan. 4 et Barberin. II 82: £ozw a (v ex
compendio vocis ó corr. A) 10 7: f. x«l 11 zooodyovzaı a,
corr. Diels: zoocyovrsg Brinkmann 15 post rózov quaedam
intercidisse suspiceris. cf. p. 350, 15 (xe9dzso eiontaı). de
69
10
15
DIE AUTOMATENTHEATER?
HERONS VON ALEXANDRIA.
I Die Schaustellung der Automaten (Automaten- Die zwei Arten
theater) erfreute sich bei den Alten grolser Beliebtheit, an
5 einmal, weil eine mannigfaltige Kunstfertigkeit dabei ent-
wickelt wird, sodann, weil das (dargebotene) Schauspiel
geradezu staunenerregend ist.?) Denn eben die Anfertigung
der Automaten bringt, um es kurz zu sagen, jeden Teil der
Mechanik vermittelst dessen, was im einzelnen dabei aus-
10 geführt wird, zur Anwendung. Was der Bau der Automaten 2
verspricht, ergiebt sich aus folgendem. Man stellt Tempel
oder Altäre von müfsigem Umfange her, die sich von selbst
heranbewegen und auf einigen bestimmten Punkten halten;
dann bewegt sich jede von den darin befindlichen Figuren
15 entsprechend dem vorliegenden Plane oder einer passenden
Fabel für sich, und (schliefslich) kehren Tempel und
Altar nach ihrem ursprünglichen Platze zurück (Fig. 82).
Die auf solche Art gearbeiteten Automaten nennt man
fahrende. Es giebt aber unter den Automaten auch 9
20 eine andere Art, die sogenannten stehenden Automaten.
1) Wörtlicher, aber nicht so bezeichnend, lautet die Über-
schrift: ‘Der Automatenbau’.
.2) Im griechischen Texte ist hier vermutlich eine Lücke,
welche vielleicht nach S. 3, 7—11 (Daher ... einzuschalten")
zu ergänzen ist.
turriculae superficie igitur scriptor se iam ante egisse dicere
videtur, si modo vox eienraı sana est. sed cf. infra adnot. ad
p. 350, 15
22*
340 HP9NOZ AAESANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
ÖE x«l TOVToV 17] UNOOYEOLS TOLKÜTN‘ El TIVog XLOVÍ-
0xov zíve& éqéovuxs Doug &yov Gvovyoutvag, xol Ev
wurd ... ÓLc)ecug Go0íov zoóg Tiva uwb9ov Óiscxeve-
Guévov.: xexAsvauévov 00V TOD zívexog «i 9Upoar coró-
ucroL Kvolyovrar, xci gaiverau T vOv 6o0(cov ciu
; \ , , \ / -
ysyo@uusvn' xci uev o0 zoAUV qgóvov xAsiwc9tuGOv
vOv $9voOv zw coroucrog xci C&vouyOsucQv, ETEOR
palvera dıddesıs Co0íov &ouótovo« Ti) zoóvsgov ga-
veion' xci z&Aw xAsLo0cuGQv xci QGvovyüsuGOv TOV
m ET A , , , , e ,
OvoOv érég« OwicOtoig av qeívevau, Co0ícov c&ouó-
M , , L \
Covca Tij zQóveQov xEıuEvn, xci Nroı anraoritsı TOV
zooxe(usvov uÜbtov 3) adv usevrà TEÜTNV évíQa go-
vet«L, Üyoıs &v &zoagriG03, 6 wörog. x«i TÜV qcwo-
uévov Ó$ foÓí(ov TÜV yeyoauusvov Ev TO wivanı Ev
EXAOTOV Ev Amos Övvarcı palveodaı, ELv dran) 6
ub90sg, oiov & uev moltovre, à 08 oxezxagvitovva, & Ö8
Opvocıs 1) zteAéxeouv. Eoyaböueva, OPoVv zoiobvro xo
Endormv aAnynv xe9dzxsQ Ent Tijg GAmO9&(ng. Ibvavraı
0$ xol Ereocı xvwvijGsug bad vov zívexe yiyvsodaı, oiov
zÜ0o Avanrsodaı N Eodıa Eripaiveodaı zoóvsgov UN
qoeuvóueve x«i zéAw apaviscodeı. Hal nis, (0g v
vig Eimer Óvveróv Eotı xwvsiv guwuÓsvóg zQocióvroc
roig fe0íoug. Eorı Óh yj TÜV cr«rÀv c«Uroudrov év-
3 f. (gaívevot) Ówtdecu. cf. lin. 8. 10.12—13: (yéyoez vay
' à. Brinkmann 3—4 Ödısonevaousvov T,: óucxsvouévov AT,:
Ö1sonevaoutve G — 4 xsxAsewuévov T oov (££ &ozijg» H. Schoene
11 f. nroı (ovn) &zocoríts. R. Schoene: &zoegrítovoo A
14 óà om. T 14—15 rivanı Enaorov AG: nivanı, va Ena-
orov T (va add. etiam A mg.): corr. R. Schoene 15 eözaırn T
16 zsoí£fovra T onsonaevigovre a: corr. M, et cod. Paris. 2431
17 cpóoows AT: &pvonıs ex &pvoss corr. G an Epyadöueve,
(& Ó& &oíc, nal Tevmavoıg yomusvay? cf.p.412,25 19 oz:
f.ozio. cf.p.414,15.18: x«r& Diels 22 meosintaı H. Schoene
zrooocıovrog AT: zoociévvog (sed & ex o correcto) G
0
m
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 341]
Diese Art verspricht folgendes zu leisten. Auf einer
niedrigen Süule steht eine Tafel mit Thüren (Fig. 101),
die sich óffnen kónnen, und auf dieser sieht man eine
Darstellung von Figuren, die in ihrer Anordnung irgend
5 einem Stücke entsprechen. Die Tafel ist nun (zu Anfang) 4
geschlossen; dann óffnen sich die Thüren von selbst, und
die Gruppierung der Figuren auf dem Bilde wird sichtbar.
Haben sich nach kurzer Zeit die Thüren wieder von selbst
geschlossen und geóffnet, so erscheinen die Figuren anders
10 verteilt, aber doch der zuerst vorgeführten Darstellung
entsprechend. Wenn die Thüren wieder geschlossen und
geóffnet sind, zeigt sich abermals eine andere Verteilung
der Figuren, die zu der vorher erschienenen paíst, und
entweder führt diese das zu Grunde liegende Stück zu
15 Ende, oder es kommt nach dieser nochmals eine andere
Darstellung zum Vorschein, bis das Stück zu Ende geführt
ist. Von den auf der Tafel sichtbaren, gemalten Figuren
läfst sich jede einzelne in Bewegung zeigen, sobald es die
Fabel erfordert, z. B. können die einen sügen, die andern
20 das Schlichtbeil handhaben, wieder andere mit Hümmern
oder Zimmerüxten arbeiten, indem sie bei jedem Schlage
ein der Wirklichkeit entsprechendes Geräusch hervorbringen.
Es kónnen auch andere Bewegungen auf der Bühne?) vor-
geführt werden, z. B. kann Feuer angezündet werden oder
25 es können bis dahin nicht sichtbare Figuren plötzlich er-
scheinen und wiederum verschwinden. Kurz, man kann jede
beliebige Bewegung ausführen, ohne dafs man sich den
Figuren nähert. Die Thätigkeit (bezw. der Mechanismus)
der stehenden Automaten ist sicherer und weniger gefährdet
30 und läfst in gröfserem Malse jede Art der Darstellung zu
1) Wohl richtiger “über der Bühne’. Wenigstens erhellt
aus S. 415,15. 20, dals das Feuerzeichen und die Erscheinung
der Athene auf der Schwebemaschine (woran hier vermutlich
gedacht ist) “über der Bühne’ vor sich gingen und nicht “auf
der Bühne’. (Letzteres [auf der Bühne] bedeutet nämlich ózó
tov nivane, obwohl man versucht sein könnte, es nach Analogie
von $zó oxnvnv “hinter der Scene? zu übersetzen.)
5
6
7
II
245
342 HPQ2NOZ AAESANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ,
épysux GoqoAsGvÉéQe TE xol CxvvÓvvoréou xci uüAAov
züocv &miÓsyouévm Ouc)tcu vOv ozxcyóvrov. éx&Aovv
Ó& oi raAnıol vovg TE ToicÜro Óquiovoyobvrag O«v-
uerovoyodg dıa TO PxmAwxvov TS Vewolag. Ev uiv
ov vToóro TQ PıßAim zegi TÜV Ozcyóvrov yodpouev
éxOéusevou ÖLadEoıv zovux(Av xcvi ys qu&g., Tug Q-
udosı zo bıadeosı no0g TO ÓOUvcoUcL TOV TO0RLEOV-
uevov Er£owg bLarideodaı undev émifqvobvra zo0g viv
vi; dıadeoeng Evepysiav' Ev 08 TO Eis msol vÓv
oTETÖV cOroucrOY Yyoapousv.
Ast Ó& zodvov dndroorov Eivaı x«l GxAwig zul
öuaAov v0 Zöapog Ev Q uéAAsu TO abrouatov Oxysw,
(vc unte ol To0X0lL «roD xovoóUvocu mıebdusvor wire
éuzoü(tovvo. ÜNO TORXUTNTOS TIvVog UNTE zo0g Gvd-
Baoıv Pıeköusvor sig vó 6mlow Enıvedwow. àv Ób u)
ozíoyu v0 &dapog ToLodrov oiov elontaı, dei oavidag
&zog8dccvr«g imi Tod Eidpovg ÖLaudEvar, £v dig
xott wixog Eoovraı oWwANvES Óv EPNAOTOV xocvóvov
.mOOg TO ToUG TQoyovg Ev roig 0WANjoı xvA(scb o. Oel
0& Ta ozcyovre xcvcoxevdtsw éx xoUqov. vs x«l ENoWv
EUAov, xiv i& (AAqg Óf vwvog VAng vozdoyu Tı Ev @ö-
TOig KRTEOKEVROUEVOV, x«i vobro Ó&osi | og xovgócra«-
Tov ztuigGoU«u, moLeiv, iva un dia To Bdoog Övoxivnte
yeryraı. Ósi Óà xol 0c Qv Eynvaklovg 6T00PaS ij
1 &xwóvvoríoy M et Leid. Scalig. 45: G&wwóvvoréíoc A
3 Önwodvras G 5 rovrov T 6 &urıWeusvor H. Schoene
7 Öiadeosı: voof cer coll. p. 338, 13 Brinkmann 8 unóiv
émienvobvro Barberin. II 82, Leid. Vule. 4: un évezifnvobvco à
10 f. yocwouzv. cf. p. 28, 13 11 capita distinguunt, sed
non numerant codd. 14 Zunoöitovrau A: Zunoölkovrau GT
16 ümdoysi T 17 &nopdwoavreg scripsi: Anodoavrag AG:
Enmdhouvreg T. cf. Papp. UI 166, 2 ed. Hu. róuwzovov moösg
xovóvo. &zogtou£vov: f. Cdwiwweig y anoedmoavrag. cf. p. 4, 19.
10
15
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 343
als die fahrenden. Die Männer, welche sich mit dergleichen
Dingen befafsten, nannten die Alten, weil das Schauspiel ihre
Verwunderung erregte, Wunderkünstler (Thaumaturgen).!)
In diesem Buche schreiben wir nun über die fahrenden 8
5 Automaten, indem wir eine Darstellung veranschaulichen,
welche wenigstens nach unserer Meinung mannigfaltig
ist und zu jeder beliebigen (anderen) Darstellung past,
damit der, welcher die Vorführung eines andern Stückes
plant, dazu imstande ist und in Hinsicht auf das Ge-
ı0o lingen der Vorstellung nichts vermiíst. Im folgenden
Buche?) handeln wir dagegen von den stehenden Automaten.
II Zunächst muís der Boden, auf dem der Automat Beschaffenheit
vorrücken soll, fest, wagerecht und eben sein, damit En
seine Räder weder infolge des Druckes einsinken, noch ten Materiales
15 von einer rauhen Stelle gehemmt werden, noch bergauf
getrieben zurücklaufen. Wenn ein solcher Boden, wie er 2
eben beschrieben, nicht vorhanden ist, mufs man Bretter
wagerecht auf den Boden legen, auf denen der Lünge nach
Schienen vermittelst festgenagelter Latten hergestellt werden,
damit die Rüder in den Schienen (Fig. 83a und 83b) rollen.
Die fahrenden Automaten mufs man aus leichtem, trocknem
Holz anfertigen. Sind sie aber teilweise aus anderem Material
gemacht, muís man versuchen, auch dieses móglichst leicht
zu machen, damit nicht infolge der Schwere ihre Bewegung
35 zu schwerfällig wird. Es muls ferner alles, was kreisfórmige 8
2
e
1) Thaumaturgen im gewöhnlichen Sinne sind Gaukler
und Taschenspieler. Vgl. Baumeister Denkmäler des klassischen
Altertums I, 584. 585.
2) Es ist der zweite Abschnitt gemeint. Eine Einteilung
in Bücher kennen die griechischen Handschriften nicht.
356,9. Dioptr. 242, 3 Vinc. (&xAwij voQiovévos) Ev: &p’ Prou 1. 1.
p.143 18 égmieróv T 21 ómdogn G: ómcoysw (sed fortasse
ózáoryn scribere voluit; scribit enim sic: ómo0) A: ómdogov T
29 xorsoxevoacuévov Leid. Scalig. 45: naraonevaousvov à nal
Fr. Haase: e£ a 24 80° &v scripsi: 0o a dynunklovg M: Evijv
xAoto0g A: iv 79 wAowovg T: évíijv #Aoıovo (— xAotovcóv, quod in
codd. deterioribus exstat) G
344 HPS2NOZ AAEZANAP.IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHX.
xunjaeug Tote, v«0vc évroové ve dnoıBög x«i meol
& xıveitaı Asie x«l uw» vocyíc vozdQoysuv, oiov oi uiv
TQoyoL zeol xvoOocx«g ci0mooUg éufe[hjxóvag eis Eu-
zvsiA(Óü«g odmoäs, và Ó& foÓwi« meol KEovag qoaAxoUg
&uspuxóvag sig owuixíü«g xo«Axüg OVVEOUMOLOUEVEG
avrois. xci EAuıov Ó& magenıyesv eost sig voro,
Ózog xev& |navre] voózov sóxvA. ve andvre ozxéoyn xci
undtv z«oc& ro0ro Gqíyue yEvnraı sb Ób un, 00% &ovat
TOV zQoxsuu£vov xcv& Aóyov ov0i £v. del Ób nal vóg
Gzxgvovg, vig elg verc zooGyodusDw, wire Éx£xvacuv
urs 6voroAnv Auußdveıv, aAAR Toadrag dıausverv
voig unxeoıw oicı x«l é&£ &oyijg Karsorddnoav. vobro
0$ Eoraı, éàv Außovres abrdg mtoí vuvag zcoGcA(oxovg
dıereivavrss &U uA« x«l ELoavrss «UT&g OÀCyov q9ó-
vov zAuv Enexteivouev xai voUro zAsovéxig zouj-
G«vrsig xqoóv uer& Omtivns x«vcwunocousv. PeAtıov Ó'
ei xoi Bdoog EE «ovv éi&dwvevreg Edoouev Ent zAs(ove
X90vov. ooß«oavıorEioe Ó& oUrog obdeulav éméxva-
oıv Ampere N mavreißg Powyelav. 7) zAw &zoxówo-
usv, Or«v EEuprdoavres TO MÖTOUATOV TIVa QcOTÓV
NEDEATETAUEVNV EVOWUEV. vevoívo Ó& obdevi Ósi Xonj-
GÜcL, ETEIÖN zxegexve(vev«L xoi OVOTEAAETEL xov Tiv
Tod &£pog z&gíovacuv, el un Goa Óvrav den vomxAyyt
xoNoaodeı. 6 02 VoriAnyE £6vo xuddnreo Ev roig xeva-
1 zoijvx. Scripsi: moiodeı à: (ücc) roıeiteı Brinkmann
evrogva Prou l.l. p.161 3 eis om. T,, add. T, | 3—4 Eumus-
AócQ9«ug T 5 inter yoAx&g et ovveoungLouevag album quinque
litterarum T cuneicuévoc T,, corr. T, cv (in ovveou.) ex
£yov corr. A 6 abroig 4 wvroig ex crt ig corr. À: abrag G
nagsnıyesıv AT: mol Enıyeswv G 7 mdvvo AG: mávrn M:
zcvrı T: del. R. Schoene coll. Philon. Mech. Synt. p. 88, 32. 96, 4.
cf. etiam Heron. Belop. p. 13, 8 ed. Wesch. Dioptr. 300, 10 Vinc.
rönov Brinkm. . óz&oysw T 9 oödeer (sic) AG: oödev T
e
10
1
2
2
5
e
ex
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 345
Wendungen oder Bewegungen macht, recht rund, und die
Gegenstände, um welche die Bewegung stattfindet, müssen
glatt und nicht rauh sein, wie z.B. die Räder um eiserne, in
eisernen Naben ruhende Achsen und die Figuren um kupferne
Achsen, die in kupfernen, entsprechend ausgeschliffenen
Büchsen (Lagern) liegen. Man mufs auch Öl daran gielsen,
damit in rechter Weise alles leicht rollt (sich bewegt), ohne
dafs dabei irgend welche Klemmung entsteht. Sonst wird
die Lösung der vorliegenden Aufgabe auch nicht in einem
einzigen Punkte unserer Erwartung entsprechen. Es dürfen
ferner die Schnüre, welche wir noch dazu gebrauchen, sich
weder dehnen noch zusammenziehen, sondern sie müssen
immer so lang bleiben, als sie anfangs gemacht sind. Das er-
reichen wir, wenn wir sie um einige Pflöcke hängen, sie recht
fest anspannen, kurze Zeit so lassen, dann wieder weiter
ausdehnen und nach öfterer Wiederholung dieses Verfahrens
Wachs mit Harz daranstreichen. Besser aber ist es, wenn
wir auch ein Gewicht daranhängen und längere Zeit es so
hängen lassen. Wenn man die Schnur vorher so erprobt
hat, dehnt sie sich gar nicht weiter oder nur ganz wenig.
Oder falls wir beim Bespannen des Automaten finden, dals
eine von ihnen sich noch mehr gedehnt hat, schneiden wir
sie ab. Man darf aber nichts verwenden, was aus Sehnen
gemacht ist, da es je nach der Beschaffenheit der Luft sich
ausdehnt oder zusammenzieht, falls es nicht etwa nötig ist,
ein Spannholz zu verwenden. Das Spannholz (Hysplenx) sei
11 ovoroAnv M, Leid. Scalig. 45: ovoroAnv ex owAnv corr. A:
coAjv GT 13 Außövrss: f. wegıßaiovreg. cf. p. 356, 10. 358, 19:
BeAövreg H. Schoene 14 (xai) dıereivavres Diels 16 xovewj-
cOpsv à, correxi 16—17 óà & T 17 f&oog M: Qoovc a
édcousv AG (o ex o corr. A): &dowusv T zActov T 19 7) (ante
z&Aw): xci R. Schoene: 7j» Hildebrandt 20 £&«erwcevreg a,
corr. Brinkm. coll. Philon. Mech. Synt. IV 54, 44. 56, 45. 57,40.
58,2.061,9 et H. Schoene 21 magenterauevnv scripsi. cf. lin. 22:
nagevrerauevnv AG: magevcevvouévoy T ojüsvi dei: oddevi
dei A (oödevi igitur corrigere voluisse videtur): oöderi ( der
(obdevi ex oödevög corr.) G: otótvüg (Oe T 21—22 yojotaı,
n ex « corr, A 22 xol: an 7?
9
346 HP$NOZ AAESANAP. IIEPI ATYTOMATOIIOIHTIKH.
4 P4 , bl m c , e
zéAvoug 6 Eov HaTaterayusvog Ev TO Tuwrovío, dg
eins Eoreı OMAov. advre Ó$ vaUra và Ozdyovva viv
&oyqv Acußdvsı vijg xwuj6sog dia ÜVozmAqyyog N Aslag
woAıßüg. xowov Óé icr. TOD xwvobvrog Kal voU xvivov-
u£vov ondorog é£yovo« Tv uiv ulev &oynv zQog To
Kıvodvrı z:90060s0cuévqv, viv Ó& érégav zoóg TO xwvov-
4 , \ \ , x H ,
uévo zooox(yxv»Aouévqv. TO 0$ Kıvodusvov G&ov EOTi,
Name e 4 , * \ PA
zteQL Ov N ONKOTOg ztsQie(AqvoL. TO de bow. TT006-
[4 ER » M" w X , \
«oeooreg &eloi TO0OXOL, Gore TOD (&ovog 6TOEPOUEVovV xai
&ztLALGGOuÉVQS Tüg OGzégrov GvoroégsoDoL x«i TOU
vQoyoUg égs(Óovrag Ent TO Edapog. Toig ÖE Tooyoig
reglneıtaı TO TOÜ Ozéyovrog abroudrov AmdorV.
víovv Ó& VonAmyyos à] Pdoog Asiag Ósi zog TA OAÀ«
Nousodeı, Üzxcc u» xer«xocrijre, diro, v0 foog 1| 1,
Tod VorAnyyog véGig vzx0 Tod zAwO(ov. «i Ó& £x Tijg
nogeiag xwcsug yivovraı zcv vOv ONLETWV zQoG-
qyxvAouévov uiv roig Kıvovusvorg 6EYdvoıg, zo00s-
Osu£vov 02 sig vrqv Asiav. 7) Ó& Asia Eoriv Ev vwv(
GUoLyyt, &ouoGvOg x«i eoAUTOS Övvauevn naraßaivev
eis aurıv. Ev Ói vij OVoıyyı imi uiv TÜV baaydvraov 20
?
N xéyyoog N v&zv EußcAkereı Ói& TO xobqé TE Gugó-
regu sive, x«l Ö6ALodnod, Ev ÖE Tolg oraroig &uwog
Enoa EußdAisraı, Gv éxgsóvrov Óià TOD nVduEvog ng
1 &Éíov à: &yxov (1e. &yxov) supra scripsit Paris. 2434
XovteTttOyuévOos à: xovottveuévog M et Paris. suppl. 11 de
axe et hemitonio cf. Heron. Belop. p. 83, 5 ed. Wesch. et huius
editionis vol. II 2 £oraı ÖN2ov M, Paris. suppl. 11, Leid. Vule. 4:
fc ... Aov spatio trium fere litterarum relicto a. cf. p. 404, 9
4 xowàv G: xowóv ex xowóg corr. A: xowóg T — x«i AGT,:
tjs T, 7 moocnAouérnv a, corr. Brinkm. coll. v. 16. p. 348, 4. 16
, LA 7 , ,
8 meguit(Aqvat M: megıeiinteı A: megieinnraeı GT 11 éost-
dovreg Leid. Vulc. 4: &geidovrog à — éml om. T 12 córoudvov
Scripsi: aörouatoc à: ocóroucvog M 13 fégovg à: corr.
pe—ÁÀ7À
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 347
aber ühnlich wie bei den Katapulten die in den Halbspann
(Hemitonion, Sehnenstrang) gesetzte, (sogenannte) Achse
(Spannbolzen), wie man weiter unten) sehen wird. Alle diese
fahrenden Automaten erhalten den Antrieb zur Bewegung
durch eine Schnur oder vielmehr ein Gegengewicht aus Blei.
Gemeinsam ist dem bewegenden und dem bewegten Gegen-
stande eine Schnur, deren eines Ende an den bewegenden
Körper gebunden, deren anderes aber mittels einer Öse an
dem bewegten Gegenstande befestigt ist. Der bewegte
Körper ist eine Achse, um welche die Schnur gewickelt ist
(Fig. 835). An der Achse sitzen Räder fest. Wenn daher
die Achse sich dreht und die Schnur sich abwickelt, drehen
sich auch die Räder, die auf dem Boden ruhen. Die Räder
umgiebt beim fahrenden Automaten der Radkasten. Die
Spannung der Schnur oder die Schwere des Gewichtes muls
aber dem Ganzen angepalst sein, damit nicht der Kasten
das Gegengewicht oder die Spannung der Schnur überwiegt.
Abgesehen von der Bewegung von Ort zu Ort erfolgen
die Bewegungen dadurch, dafs sämtliche Schnüre sowohl an
die bewegten Vorrichtungen vermittelst Schlingen befestigt
als an das Gegengewicht angebunden sind. Das Gegen-
gewicht befindet sich in irgend einem Gewichtskasten
(Syrinx, Pfeife) und kann passend und leicht in demselben
hinuntergleiten. In den Gewichtskasten wird bei den
fahrenden Automaten entweder Hirse oder Senfkorn ge-
schüttet, weil beides leicht und schlüpfrig ist; bei den
stehenden Automaten thut man trockenen Sand hinein.
Wenn dies nun durch den Boden des Gewichtskastens aus-
e
1
e
1
[^u]
2
ce
2
[2
1) Das dürfte ein Hinweis auf die Belopoiika (s. Bd. IT) sein.
Vgl. in der Einleitung die Bemerkung vor der Erläuterung zu
Fig. 82.
Fr. Haase in schedis Schoenianis deig T 14 narangareita: u
15 f. Zurös. cf. p. 380, 14, fuori di quello che si fà da luogo
a luogo Baldi 19 &ouocróg AG (or supra üg scripsit A):
&ouocrol óg T: &guocr? og M. cf. p. 372, 28 20 vij v ex o
corr, A: cà GT 21 xéyyoog M: xégoog a 21—23 did.
ZußdAkeraı in textu om., in margine add. A 22 0AicO noc
Leid. Vule. 4: öAıornod à 28 ns AG: xol T
I]
246
10
11
12
348 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
oVoıyyog N Asia axjoéu« AATapsgouEvn TAGS KLvmosıg
aroteiel EnionwuEvn éxdoTqv Gzdorov. oy» Ó$ xwi-
0285 Eotı Toig Gztígrov, xuvijoeog | Ó& ovécig czxóAvorg
Gzégrov éxzsGovong vig CyxÜAgs dad Tod TrOÀOV TOU
Ev TO xıvovusvo boyavo. ci Ói ozó rg Asiag &Axó-
uevaı ondoroı oc loorayWg uiv EAnovraı, 00% iGo-
taysis ÖE vÀg Kıvijosıg morodvraı OLG TO un) mEol Ououe
doyava words wegısıkeiodeı, GAAC üg uev zsgl uelfovag
xUxAovg, üg Ó& neol EAdooovas. del Ó& vOv un due
KIvovuEvav 6bEYLVOV TÜS ONKETOVS uw! due TETEODAL,
AAAR TOV VOTEOOV xwovuévov vào OzéQrovg ycAcouotc
&yewv. T& Ób qcÀdouere umovuara dei moLeiv x«l
z906x0AÀAüv x49 évróg Tod zAwvO(ov xovà TOv Émi-
BaAkovra vómov, Ozcg 7 Asia Erionwucsvn TO ycA«cuc
TOREDg TEelvn NV Gzgrov. zQoGéysuv Ó& del xci Teig
Gzgroig, Onwg Exdorn abrov TQ iÓí(o Ógycvo 7000-
ayaviodn xci un Em doworeod Tv Eneiinow Adfm
uLäg yàg «oràv KAAayelong 1 EX LgLoTEO« EreiinPei-
ons v& OÀ« oTdoıw Anıperaı. dei bt Kal Tag vOv g-
q«íov Expvyeiv Ovi écsug, Ozxcg KULVOTEOOV TO xota-
oxeUccGue YPalvnraı' Ovveróv yg, Og TOOEENTEL, vcio
abraig uEdodoıg yodcusvov éríg«g xci érvégeg Ove D éGsLG
zoisioQwt. PEhArıov OÖ’ Ev vovro:g Avaorosde Ó qapgi-
&Grépev Erıvoov Hıddesıw. 1v Ói dusig Ertideucde,
^! ,
EOTL TOLO'UTT.
2 Enıonousvn T 3 v&cig ed. Paris.: zéeng a: omacıg M
4 &yxolow T 6 ondero G: onagroı, ov. ex ecu corr., A:
eztcorou T 7 nowövreı A (Zu ante mowoövraı del. A) GT, :
&umowodvraı TT, 8 aüörois T, usltovag M: usldova a
10—11 öoydvov ...*wovu£vov om. G 12 ungoduare AT:
unovouereG — 13 xqoà» T — 14 0zog AT: meo G — 15 zocogc
Leid. Vule. 4 et Barberin. II 82 (supra scr.. (meatog etiam
25
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA, 349
läuft, so senkt sich allmählich das Gegengewicht und
bringt durch das Anziehen jeder (einzelnen) Schnur die
Bewegungen hervor. Den Antrieb zur Bewegung giebt
die Anspannung der Schnur, das Aufhören der Bewegung
5aber die Loslösung derselben, indem die Öse von dem
an der bewegten Vorrichtung befindlichen Pflocke ab-
fällt. Die von dem Gegengewicht gezogenen Schnüre
werden alle gleich schnell gezogen, rufen aber nicht gleich
schnelle Bewegungen hervor, weil sie nicht um gleiche
. 10 (maschinelle) Vorrichtungen gewickelt werden, sondern die
einen um grölsere Peripherien (nämlich Achsen), die anderen
um kleinere. Die Schnüre derjenigen Vorrichtungen, die
nicht zur selben Zeit mit bewegt werden, dürfen nicht
gleichzeitig gespannt sein, sondern die Schnüre der sich
| 15 später bewegenden müssen lockere (nicht gespannte) Teile
haben; diese ungespannten Teile müssen (lockere) Strünge
(Schnurlagen, s. Fig. 83—85, S. 360) bilden und sind
innerhalb des Kastens mit Wachs an der richtigen Stelle
anzukleben, damit das Gegengewicht durch das Anziehen
20 des lockeren Teiles allmählich die Anspannung der Schnur
herbeiführt. Man mufs auch darauf achten, dafs jede der
Schnüre mittels der Öse an die zugehörige Vorrichtung
geknüpft und nicht verkehrt aufgewickelt wird. Wird
nämlich eine von ihnen vertauscht oder verkehrt auf-
25 gewickelt, so wird das Ganze zum Stehen kommen. Man
muls ferner die Darstellungen der Vorgänger zu vermeiden
suchen, damit der Apparat als etwas Neues erscheint. Denn
man kann, wie oben bemerkt, unter Anwendung derselben
Methoden immer wieder andere Darstellungen bieten. Je
30 anmutiger die Scenerie ist, welche einer erfindet, um so
grölser wird sein Erfolg sein. Diejenige, welche wir ver-
anschaulichen wollen, ist folgendermafsen beschaffen.
Philon. Mech. Synt. IV, p. 66, 19 ed. R. Schoene) 16—17 zooc-
aynvAochn T 18—19 &milmdelons T ^ 992 fzfoeg (ante xol)
AT: éréoo G 23 0" iv ex éÉ oo corr. A: à? àv G: oov T
f. &vacvo£wsvot. cf. p. 2, 11. 404, 6. Philon. Mech. Synt. IV,
p. 59, 44 ed. R. Schoene
11
III
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350 HP$NO£X AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ.
CEovo» fcis wijxog &yovcoc óg máysog, mAdTog 0i
DS zv«AcLovOv TE06L0WV, tvyog 0$ ig zeAeu6TOv TQiOv,
xvuctıov éyovo« TEOLTEEKOV sig ve TO (vo xci TO xcvo
u£gog. émi Ó& vàv yovibv «)rüg égéorqxs xıdvıa
TEOOAO«, tog uiv Eyovra og naAnıorov n', zAcTOS
0$ maAcıor@v OVvo, Eyovra zoxs(ueve OrEıgla xoi voU-
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&yov OyOoov roO xíovog O0ÀAov, Og ÓcxrOAOV 6€. AKUTE
dE vrÀv émiGvvA(OV x«víGvooreu oKvidıa xcAUmzTOvra
vuv émávo EXipdveav, xo zegíxevvot XÜxAc xvuirLov.
BEER \ ^ , ) [4 , y.
erl ÖE TOO xovcoTrocueTog EPEOGTNAE WEOOV voloxog
GrQoyyUAog meoıpavng éyov x(ovag E. émi Ób voUvov
zvoy(ov xovosiÓ:g EPEOTNKEV Evrerausvnv &yov cov
ErIpaveav, xob)msg sigmvo. Emi Ó& vig xogvgijg
Epeornae Nixn éxmsmsvaxvi« vàg mzvíovyag xoi év ij
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Ostu& yeugl Gvépavov xareyovoa. év ÖE uíóo TOD vai-
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Gxov Eodıov HJıovVcov égéovuxev Ev uiv Tjj KOLOTEOK
xeıol S9igcov xareyov, Ev Ó& vij Óskuk oxbgov. z«ga-
nadekereı Ói navdmoioxog zooóg Toig Tod Zzf.ovócov
nooiv. Ev Ót voig £uzgocoO0sv xci roig ÖnLodev WEQEOL
tod ZlLovócov émi TOO x«ve«ovocucrog BPouog Enrixeıtaı
1 "Ecro inserui z:y£0g a (cf. Philon. l. l. p. 73, 42):
z1jy£0c Paris. 2431, Leid. Scalig. 45. sed formae ionicae Heroni
non incognitae sunt 3 eis ve M: site a 7 couodovons T
8 f. &miasıral (ti). cf. Philon. Mech. Synt. 62, 6 ed. R. Schoene
Eerineiohel vu wodmnso imwvolvov 9 2yov Leid. Vulc. 4 et
Fr. Haase: £yov a EZa:f.d’ 10 vó émiovóliov R. Schoene:
f. tod EmiovvAlov Hereorewraıo | Ötanakdrrovzı T,, idw add.
T, mg. (ce«víów igitur corrigere voluit T,) 15 eienreı: futur.
requirit R. Schoene. cf. p. 384, 7. vid. etiam prolegomena ad
fig. 82. 16 éxzenztvoawvic M, Leid. Vule. 4: éuzezsvowviag AG:
Eunenstanoüceg T 17 ó$ ıterant. AT
10
20
351
ri
Fig. 82.
352 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
&yov EVoucre TÜV caví(ücov Texrovind ENOR Gore
247 EUKAVOTA Eivaı. Karl OS Alova vOv Ev v voloxgo | voU
AwovVoov ze«gé£óvuxsv EXTOg Tod voioxov Béxym dıs-
Gxsvecuévm Gg v vig MEOKLENTEL.
IV Toórov dt oUrog ómxcpyóvrov Ev Gy TeFEvrog 5
TOD cOToucrov émí TIva TÓZzOV XC Gzt0GTÓvTOV WET OU
z0AU0v qyoóvov ozé£si TO coTÓuoTOv Exil vwv« (0pLGuévov
TorovV. Hal Grívrog «oroU dGvexevbesruu. Ó xoà
zoóc9ev Tod Zhovéócov fouóg. xci éx uiv TOD 9Uocov
tod Z[Lov6cov Troı yaha N vÓcQ ixzwvvo)nosruL, Éx
ÖE TOD Gxógovg oivog E&uyvdmosteı émi TOv zox&-
2 usvov zavdmoloxov. Gvspovot1osro, Ó$ züg 6 nal
voUe Tr£GGCQ«c x(oveg ig Pdoswg vóxog. ci Ó& zspi-
xUxAco Bíxyou megıehsdoovraı Y00EVovoKı zeQl TOv
voioxov. xci Nyos Eoreı Tvundvov xci xvoufcAcv. 15
x«i uer TEÖTE OTAHEVTWV vOv ijyov KTOOTEKPNOETKL
ro tod ZJıovdoov Ewdıov sig TO éxvóg u£oog. (uc Ó&
vOUTQ x«i 7 émiuxeuuévw TO zvoyío Nixn ovveziovQa-
3 prioeraı. nal zAw 6 Eungoodev ysyovog TQ Zio-
vóco Bwudg, zoórsgov Ó& OzíG0iog bzgyov &voxcv- 20
Yrostaı. Hal zAw £x uiv roO 9U06ov 6 Kvanırvouog
Eotaı, ix 08 TOD Gxógovg T] éxyvoug. Hal naiv ci
Báxyeu yogevovot zegvegyóuevau vov voloxov UETE qógov
I
0
1 f. càv oavidwv del. cf. p. 382, 11. 442,21 2 ednaore T
X ÜOVO. (Enaorov) R. Schoene 6 f. dnoordvrov Cuàv5.
cf. p. 402, 12 7 ond£sı scripsi: Endbsı T: Endksı A: Emdbsı G
8—9 var nooodev T: nuTamgoohev AG. cf.p. 432, 4. 440, 25.
vid. etiam lin.19 10 Enmvrıodjoerau M,. ef.p. 134, 19. 382, 21
13—14 megındalo Diels: zs9i 49xAo & Ld zt£gLEAccovvou T
yogsvoocag T 16 f. sradsıchv vv Baryav. cf. p. 854, 1—2:
crcQ0(tucóv av Bowyóv nal zov)»irvrov Brinkm. ovo vro
(zàv foÓ(cov x«i mavodEvr@v) H. Schoene nx&@v? R. Schoene
19—20 f. too ziiovócov 23 f. xogsdoovoı megiegöuevear T,,
corr; T,
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA 353
|
III Man denke sich einen Sockel (Fig. 82), etwa eine Äutsere Ein-
Elle (— 46 cm)?) lang, etwa vier Spannen (= 31 cm) a
breit und ungefähr drei Spannen (= 23 cm) hoch, ee
mit einer oben und unten ringsum laufenden Hohl-
| 5 kehle versehen. Auf den vier Ecken des Sockels stehen vier
kleine, etwa acht Spannen (= 62 cm)?) hohe und zwei
|. . Spannen (= 15,5 cm) breite Pilaster, unten mit Wulsten
| und oben mit entsprechenden Kapitälen versehen. Auf
| den Kapitülen ruht ringsum eine Art Architrav, ein Achtel
. 10 des ganzen Pilasters (= 7,71 cm), etwa vier*) Finger
|o (971 em), hoch. Über die Architrave?) hin sind kleine 2
. Bretter gelegt, welche die Oberfläche verdecken, ringsum
liegt eine Hohlkehle. Auf der Überdeckung steht in der
Mitte ein rundes Tempelchen, von allen Seiten sichtbar,
| 15 mit sechs Säulen. Auf diesem steht eine kegelfórmige
' Kuppel (Türmchen), deren Oberflüche überspannt (über-
| . dacht) ist, wie oben bemerkt.) Auf der Spitze steht Nike 3
mit ausgebreiteten Flügeln und in der Rechten einen
Kranz (s. auch unten Fig. 94) haltend. In der Mitte des
20 Tempelchens steht eine Bacchusfigur mit einem Thyrsus
in der Linken und einem Becher in der Rechten. Zu den
Füísen des Bacchus sitzt ein kleiner Panther. Vor und 4
hinter Bacchus steht auf der Überdeckung ein Altar mit
trockenen, leicht brennenden Hobelspünen. An jeder Säule
25 am Bacchustempel steht aufserhalb desselben eine Bacchantin
in beliebiger Stellung.
1) Die Figuren zu den Automaten sind auf Grund der vor-
liegenden deutschen Übersetzung und nach Mafsgabe der hand-
schriftlichen Figuren (von denen einige vorn abgebildet sind)
von Herrn H. Querfurth, Maschinerie-Inspektor am Herzoglichen
Hoftheater in Braunschweig, rekonstruiert.
2) Vgl. F. Hultsch Griech. u. röm. Metrologie S. 697°.
3) Genauer 61,7 cm.
4) In den Handschriften steht ‘fünf’. Das wären beinahe
10cm. Das stimmt aber nicht mit den obigen Angaben.
5) Wohl richtiger “den Architrav’, wie R. Schöne vermutet.
6) Thatsächlich ist davon oben noch nicht die Rede ge-
wesen. Vgl. die Einleitung zu Fig. 82.
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 23
V
r2
354 HP$9NO£X AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ,
vvuxévov x«i xvupcAov. x«i zAw Gov«9t06Qv cU0-
Tov TO &otóucrov Avaywonosı sig vov && &oyijg Tomov.
x«l oUrco T£Aog Eeı v Enideidig. Toig Ó& siguuévoig
uérooug EYENodusda Avayaalog' usi£óvov yàg yevogüv-
vOv Ozóvoiv Es TO Ógeuc (g Evrög TIvog TeÜTE Ó--
uovoyodvrog. dıo ON Ev TE volg bnayovoı x«i Ev volg
oraroig avroudroıg bei pvAcoosoDoL TE uEyEedn OLG mv
écou£vqv ozóvovwv. Tijg oov bLadEoewg Elonucvng EENG
viv ARTEOKEUNV TOV xovà WEOOS EV cOTjj mowucóusto.
Oi uiv oov zgó Nußv mv En ui&g Óó00v ig cs
rogeiag x«i vijg Cz0zx0Qsí«g zcgéücxocv "uiv xci Tad-
TNv HUHN TE x«i émuxivÓvvov: Omdvıov yàg émi-
vvysiv naranoAovdoüvre Teig voz c«rüv Gvoysygau-
uEvaıs ue06000ig, @g &oTL q«vegóv voig TETELOKUEVOLS
«rv. wusig HE brodslkousv, wg Eotı vv ém Eebdelag
zogs(«v xoci &zozogsí«v YivEodaı s0xózcg TE xol GXLiV-
Övvog Erı ve x«i wg <Eorı) To zALvO(ov 1) To Ewdıov
x«Tr(& XUxAov roD OoO8£vrog PEOEOdaL, oo unv CAAC x«l
Ev z«gcAAQAoyotuuo ópgQoyovío và bodEVTı PEOEOHEL.
Kai zoóvsgov, @g émi EbdElag, égobusv.
"Ecvo yáo vu zAwO(ov vó ABI, év à ü&cov Oia-
xs(o0c 6 EZ Ev xvodakı ovrgsqóusvog, Eußeßnrwg sig
nvsildag oUo«g Ev Tolg Tod zAwO(ov Tolyoıs. To Ö8
(tov, cvugvsig Eotwoev Óvo rooyoi ico. oi HO, KA
2 &voyopros. M: &vogooícsu A 7 gıldooschaı à: ex M
correxi 11 &zomootíag T: sbzozoosíog A: eünopeiagG — 14 £ori:
£z, T,, corr. T, memsıgaowevorg T 15 eußelag A: ce eleg
ty El 16 dmomooeiav ed. Paris.: eümogelav ex EÜTOTOEEAEV
corr. A: edmogeiav GT ‚7 Eorı inserui og del. Hildebrandt
zb A en lin. 21.f.n 70 S@dıov del. 18 oo AG: xoi T
20 ézi a: Em’ M 23 an Zumvehlöag? cf. p. 344, 3. 370, 1
&v rois G: &vroı AT (£v- T) 24 ovugveis M: ovugvuns à
&orocov T: Eorooav AG ob M:na
5
M
20
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 355
IV Ist bei solchen Vorrichtungen zu Anfang der , Die Auf
Automat an irgend einem Punkte aufgestellt, so wird ce
bald nachdem wir zurückgetreten sind, der Automat Automaten.
nach einer bestimmten Stelle vorrücken. Wenn er dann
5 stehen bleibt, wird der Altar (das Altarfeuer) vor Bacchus
angezündet. Und aus seinem Thyrsus spritzt Milch oder
Wasser, aus dem Becher ergiefst sich Wein auf den darunter
liegenden Panther, der ganze Unterbau wird an den vier 2
Pilastern bekrünzt, die Bacchantinnen ringsum umkreisen im
10 Tanze den Tempel, Trommelwirbel und Beckenschlag wird
vernehmbar. Hat sich darauf der Lürm gelegt, so wird sich
die Baechusfigur nach aufsen wenden. Zugleich mit ihr
wird sich auch die auf der Kuppel stehende Nike drehen. _
Dagegen wird nun der Altar, der jetzt vor Baechus steht, 9
15 vorher aber hinter ihm stand, aufflammen. Abermals
sprudelt es aus dem Thyrsus hervor und erfolgt aus dem
Becher der Ausguís, und die Baechantinnen tanzen von
neuem unter Pauken- und Beckenschal um den Tempel.
Wenn sie dann zum zweiten Male stehen bleiben, führt
oo der Automat nach seinem Ausgangspunkte zurück. Und
so wird die Vorstellung ein Ende haben. Die erwähnten 4
Mafse haben wir notgedrungen verwendet. Werden sie
nämlich gröfser genommen, so wird die Schaustellung
Verdacht erwecken, als ob im Innern jemand diese Be-
25 wegungen hervorbringe. Deshalb muís man also sowohl
bei den fahrenden als den stehenden Automaten sich vor
grofsen Dimensionen hüten, weil eben Verdacht entstehen
kónnte. Nachdem nun die (allgemeine) Einrichtung an-
gegeben ist, wollen wir der Reihe nach die einzelnen Teile
30 darin konstruieren.
V Unsere Vorgänger haben uns als Weg der Vor- und Die Be-
Rückwürtsbewegung nur den auf einer Linie über- Meu
liefert, und noch dazu einen mühseligen und unsicheren.
Denn selten hat einer Erfolg, der sich nach ihren schrift-
35 lich aufgezeichneten Methoden richtet, wie denen bekannt
ist, welche sie auf die Probe gestellt haben. Wir werden 2
aber zeigen, dafs die Hin- und Rückfahrt auf einer geraden
28*
24
oo
356 HP9:NOZ AAEZANAP, IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH-Z.
vig z&Qupeoe(eg Eloyaousvoı quxosiósig xol xovà WEOOV
vov übova Ebshinron T MN xoi ev] ovugvus To
&Eovı, zeol IV "| Gzégrog EmeiAndmoereı. — vory O8
GvuQvi)s Zorn TÓÀog 6 M, zegi Ov 1 Tijg ondorov
&yxÜAw negıneioereı. Ereoog Ó& £oTO TQoy0g Hard ué-
onv qv TA zAsvo&tv 6 OII Ev anyuorı zoAevóusvog
to | PETT aeoi üova vóv D X uixgóv op6don. o0-
wos 0$ évqouócO0cGav ol d&ovesg vOv TOOYWV, BoTE TO
Fig. 83a.
zÀwvO(ov &xAwig KAMEoTavaı xcvi züv u£gog. ijo
oov Ayading Tijg ondorov neoıßAndelong meol TOv E
vÓÀOV, £ztiAt(GOQ neol nv tísA(xvoav 0") Omdorog.
xci GUQuyyog émuxeuuévug vevQeycvov zoóg 0ópf&g xoà
uéGov TO zAwSO(ov, T évíg« doyn Ti ozcgrov Oi&
. TQoy(Aov &zo0s0óG0c sig TO (vo uéoog Tijg ovQuyyoc
x«i EEipdw sig woAugobv fgog Evov évrog Ev. vij OV-
oıyyı. ovxobv Edv Tig pn To fégog iv vij Odoıyyı
1 panosıdeig Paris. suppl. 11: paonosıdeis a — f. «ol (Éovo
| Xor& A GT,: uevà T, 4 & scripsi ut infra lin. 10. p. 358, 9:
vÉ (ter) a 5 0° Écro T 6 ON scripsi: oz à 11 ém&-
AsícUüv T: Ensıleiodn A (2), G
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 351
Linie sich sowohl mit leichter Mühe als mit sicherem
Erfolge ausführen láfst, und werden ferner die Möglich-
keit darthun, dafs ein!)
Kasten oder eine!) Figur
sich auf einem gegebe-
nen Kreise bewegt, ja
sogar auf einem ge-
gebenen rechtwinkligen
Parallelogramme.
Zunächst wol- Das Vorrücken
len wir die Móg- A e
lichkeit der Be- Qe wasp.
wegung auf einer
geraden Linie erórtern.
Es sei aßyod ein
Kasten (Fig. 83a)?); in
diesem bringe man quer
eine Achse c£ (Fig. 83b)
an, die sich um Zapfen
dreht und in Büchsen
(Zapfenlagern, Pyelides)
ruht, welche sich in den
Wänden des Kastens
befinden. Mit der Achse
seien zwei gleiche Räder
49 und xà verbunden,
deren Peripherien (Lauf-
flächen im Querschnitt)
linsenförmig gearbeitet
sind. Mitten an der
Fig. 83b. Achse befinde sich eine
Walze uv, welche gleich-
falls mit der Achse verbunden (aus einem Stücke) ist;
um diese wickelt man die Schnur. Mit der Walze sei ein 4
1) In den Handschriften: “der Kasten’, “die Figur’.
2) S. vorn auch die handschriftliche Figur 83c.
358 HP9NOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOHOIHTIKHZ.
AUTO YEOEOdEAL, TElveı viv. Ondorov. avın be Ameıhov-
uevn and Tijg éibeA(x«vgag Emioroebesı vovg HO, KA
? e \ \ AU , [a P
TooyoUc* otro, Ó$ nara Tod Eödpovg xvAióusvor i&ovo,
ro zÀwvO(ov, (yog Qv ijo, 7) &yxiAy Enneon do ToO
víAov N TO Pdoog émuxodío Tıvi.
'H uiv oov zogsío yívevau vOv sioquévov voózov,
e \ E) / er
n O0& czozogsíc ovcoG.
’ErsiAnd»eiong yàg Tijg ondorov zsgl mv é&sAíx-
vo«v émí vu u£gog, ztQursÜüsio« zteol vOv 5 vUÀOV Te
evavria éxsuAs(G0 c Tjj zQÓórtQov zsQi viv éisA(xvoQowv.
eita &z00c066090 Óuo(cog sig viv Aslav xgíxov Gvvsyo-
, 9. / 5 / e ‚ E) /
uEvov «OTi. zw ovv xovoqsoouévy 7) Asie Kmeıhmoeı
vv no@rnv éxs(AqgOGw, xci TO zAwO(ov zogsvbnj-
vera. EITR GzxootücGc And TOU vUOAov sig và Evavria
émiGTQtieu. ToUG TQoyoUc. x«i otrog Eoraı T] Kromo-
osia Tod zÀuvO(ov. éàv Ó& BovAmusda zogsvOiv TO
zAwe(ov oTjvaı El vwv« yoóvov xoi obvrog TQv Czo-
zogs(«v zoujoaG)o., EmeiAnoavres mv OoNdoTov xc
ztoifeAóvrsg zsQi TOv TÜAOV 004 coffcog và Evavria
ErsiANodusda, &AAC wuovucruov zoujocvreg xoi 7000-
xoAANG«vreg |émsuAGousv| éxi Tov EEsAlaroav Hal
1 {.norapigeodeu. cf. p.348, 1. 358,12. 308, 10—11. 392,10. 22.
. f. revet 4 7 om. 'T 65M: ea 9 ce ioo T scDren.,
4m» megl Prou 108: mo0TEgov (Emeihyosı). cf. lin. 18.
minus placet 7) pro cj 11 (0u&» xoíxov Brinkmann — cvveyo-
uevov: an GvyxEXOLVOLÉVOV ut infra p. 388, 9? 11—12 &zo-
ócÓó00c ... xovcgsgouévm om. T, (pro his, uno versu sine
dubio omisso, habet dmoóeuévm, sed del. TÀÀ add. T, mg.
15—16 &romogeia G: dmonsıgeia AT 17 nv Leid. Vule. 4:
te a 19 megußahövreg A: zeQuoAAóvvsg GT 20 ErsıAnjcouev
Brinkm. an unevudrın? cf. p. 348,12. 360,6 20—21 zrooo-
roAAnoavresg Leid. Vulc. 4, Taurin. B, [TE ' Ricard. 47 m. 2,
Fr.Haase: moo0noAdoavreg A: mg00n0Ldeuvreg M 21 Emeıhnoo-
uev del. Brinkm. ut correcturam ad Zzeuncóusto v.20 appositam
M
0
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 3590
Pflock £1) fest verbunden, um den die Öse der Schnur gelegt
wird. Ein anderes Rad oz (Fig. 83a) befinde sich mitten
an der Seite yd und drehe sich in einem Rollenkasten 967v
um eine sehr kleine Achse py. Die Achsen der Räder seien
5 so in ihre Lager eingepalst, dafs der Radkasten mit jedem
seiner Teile wagerecht steht. Ist nun die Öse der Schnur
um den Pflock & gelegt, so wickle man die Schnur um
die Walze. Und nachdem eine viereckige Pfeife (Syrinx, 5
Gewichtskasten, Fig. 83b) rechtwinklig mitten auf den
ı0 Radkasten gesetzt ist, leite man das eine Ende der Schnur
vermittelst einer Rolle nach dem oberen Teile des Gewichts-
kastens und knüpfe es an ein Bleigewicht, welches sich im
Innern des Gewichtskastens befindet. Wenn man nun das
Gewicht in dem Gewichtskasten losläfst, dafs es niedergeht,
15so spannt es die Schnur. Diese wird dadurch, dafs sie
sich von der Walze abwickelt, die Räder 7% und x4 drehen.
Diese werden aber über den Boden hin rollen und den Kasten
fortbewegen, bis entweder die Öse von dem Pflocke fällt oder
das Gegengewicht auf irgend einen Gegenstand aufstölst.
VI Die Hinfahrt wird also in der besprochenen Weise Die Rückfahrt
T . E . es t
ausgeführt, die Rückfahrt aber in folgender. aut sinon pod
Nachdem nämlich die Schnur nur zu einem ge- "e ,p UT
wissen Teile um die Walze gewickelt ist, lege man
sie um den Pflock & (Fig. 84) und wickle sie in einer der
25 früheren Umwicklung entgegengesetzten Richtung um die
Walze. Sodann leite man sie ebenso nach dem Gegen-
gewichte, indem die Verbindung mit ihm durch einen Ring
hergestellt wird (Fig. 86). Wieder wird nun das Gegen-
gewicht, indem es niedergeht, die erste Aufwicklung?) ab-
30 wiekeln, und der Radkasten wird vorrücken. Ist dann die 2
Schnur vom Pflocke abgesprungen, so wird sie die Räder
nach der entgegengesetzten Richtung (Fig. 84) drehen.
Und so wird die Rückfahrt des Kastens erfolgen. Soll der
Kasten aber nach dem Vorrücken eine Zeit lang stehen
1) In den Handschriften steht v& statt £. Ebenso Z. 7 u. 24.
2) Man beachte, dafs die erste Aufwicklung in Fig. 84 folg.
rechts vom Pflocke & liegt.
360 HP&NOZ AAEZANAP.IIEPI ATTOMATOIOIHTIKHE.
s49 maAıv Ta Evavıria EneiAnoavres drodwoousv eig iv
3 Asiav, x«i Eotaı TO mooHEiusvov. àv ÖE xol moAAdxig
BovAnusda TogsVeodal ve xci zonogsótaQ«L v0 zAw-
Oiov, zAtovéxig x«l Tag fv«AAQE EmsiAfosıg zowjaó-
AB
2 Let im DR... inj
| 1 \ TIN
: N N N N £
NO Mae 2
Fig. 85 b.
. ueÜc xci và Ówovüucre qA« Qv zoocigóustDua xcl 5
Tovg TÜV Ücwuóvov yoóvovg zoujcousv Ói& vv unpv-
4 ucrov NAlnovg v zpocuoOustü«. vosícOc O8 xol
x«v& xoóreqov T0 zAwO(ov Gov Tjj GUQtyyt Óodusvov,
2—1 ad &üv... zQoctoóuEd o v.prolegom. | 5—6 z& Ótoc1j-
uare ... moımoouev om.G, add.G mg. 5 ns Riccard. 47 mg.
et Fr. Haase: qwíxo a 6 Ociuóvov: dt uovóv Brinkmann
(non opus videtur scribere x. vovg ó? ràv u. vel #. tüv ó? u.
vovg 4o. Br.) f. yogovg
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 361
bleiben und dann erst den Rückweg antreten, so wird man
die Schnur, nachdem man sie aufgewickelt und um den
Pflock gelegt
hat, nicht so-
fort nach der
entgegenge-
setzten Rich-
tung wickeln,
sondern eine
lockereSchnur-
lage (Fig. 85a
und 85b)')
herstellen, sie
auf die Walze
kleben, dann
wieder nach
der entgegen-
gesetzten
Richtung auf-
wickeln und
wieder nach
dem Gegenge-
wichte leiten.
Dann ist die
Aufgabe ge-
löst. Wenn der 8
Kasten oft vor-
und zurück-
gehen soll, so
lassen wir die
Tig. 96. Richtungen
der Aufwick-
lung ófter abwechseln, machen die Abstánde nach Belieben
grofs und dehnen die Tünze?) der Gottheiten vermittelst der
1) Vgl. auch Fig. 83b 8. 357.
2) Tänze’ ist nach Vermutung übersetzt; die Handschriften
haben ‘Zeiten’. Nach anderer Vermutung: “dehnen die Halte-
362 HP9NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHX.
xci &ovo zAwO(ov uiv TO WR, Eksiiaron Ób d c,
oVoıy& Ói y T, omdorog Ó& 7 AB neol voógiAov [68]
reoırsıuevn vov 9, Asia den Z1, Ó 08 Ev eov] xoíxog 6 E.
VII 'H ó& ézxi xóxAov nogeia yiveraı vóvós vov vQózov.
"Eévo yàg xóxAog, x«9' ob pEosodaı dei To mAÀw- 5
9í(ov, v0 ABI, ob xévroov v0 A. xci Óujy9c Tig 7
AL, x«i ravım ópü? ano roO A EAZ n 08 EZ
Fig. 87.
dLdustoog EoTw évóg TOV TOLWV TQoyOv, TÀ(xov v
z:9o«LousÜüc. Hıyorouia Ó& w«ovig £ovo To A. xci
2 Eneevydonoav ai 4 E, AZ. và Ó& usp&dsı Tod (&ovog 10
tv vgoyOv io« &oro 9$ AH, x«i vjj EZ zmagdAAqAog
n HOK. 10 0$ zAw9(ov ovo r0 MAN zopd4-
AyAov &£yov mv NA im AA. x«i iy9c Tig Ereoa@ 4
AO, x«i vcórm zgóg 6odag y IIP Óíya Teuvousvn
und Tod O' Eoovraı IN ai vOv TooyOv 4é£csug xov 15.
dıauetoovg tag EZ, OK, IIP, &&oveg dt c«ovrOv oi
| DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 363
lockeren Schnurlagen nach Belieben aus. Man stelle sich 4
den Radkasten mit dem Gewichtskasten auch in einer
Seitenansicht (Fig. 86) vor. Es sei der Radkasten vo, die
Walze s, der Gewichtskasten z, die Schnur «8, welche um
. 5 eine Rolle G läuft, das Gegengewicht à, der Ring daran e.
VIL Die Fahrt auf einem Kreise geht folgenderma/sen Die Kreisfahrt
vor sich. | wem
Es sei «fy ein Kreis, auf dem sich der Kasten be-
wegen soll und dessen Mittelpunkt d sei. Man ziehe eine
10 gerade Linie (Radius) «ó und errichte auf derselben in «
das Lot se«f. Es sei aber e£ Durchmesser eines der drei
Räder, in welcher Grófse.es auch beliebt. Halbierungs-
punkt von e£ sei e, und man verbinde de, 0$. Es sei ap 2
an Grófse der Achse der Räder gleich und «9x der Linie e£
parallel. Der Radkasten sei uAv&, dessen Seite v5 mit «à
parallel ist. Auch ziehe man eine andere Linie do, und
rechtwinklig zu dieser zo, die von o?) halbiert wird. Die
Stellungen der Räder befinden sich also auf den Durch-
messern e£, 9% und wo, während rv, oy ihre Achsen sind.
20 Die Räder seien nun beim Aufstellen so hingesetzt, dals 8
der auf ihnen stehende Kasten sich im Gleichgewicht be-
findet. Es werden also die Zapfen der Achsen an den
Punkten v, v, 0, y sein. Dagegen soll zwischen « und 4
die Walze liegen, um welche die Schnur geschlungen wird.
25 Sonst verfahre man ebenso wie oben angegeben. Auf diese
Weise führt dann der Kasten auf dem bezeichneten Kreise.
1
e
zeiten ... aus’. (Auch die Tänze finden statt, während der
Automat hält und die lockeren Schnurlagen der Radachse
sich abwickeln.)
1) Die geometrische Figur entspricht im wesentlichen der
handschriftlichen.
|. 9) Richtiger: “von do’.
2 ovowy& M: ovgı à ó$ seclusi 3 megineiuevn Leid.
Vule. 4: meoınsıuevnv a Tv scripsi: mv à 6 ró (ante ABI?):
f. 0. cf.p.380,25 7 ógU7: f. moög OpÜGc. cf.v.14. p. 440, 2
10 ueyeßn T 11 :j ed. Paris: vÓ a 12 f. OHK
18 f£. NZ (másevoiv» 15.700. O: f, 716.210
364 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ.
3 TT, OX. obrog ovv TErdydWoav oi Tooyol vjj 9GsL,
Gore Eorög Er’ «OrÀv To nAıvdiov icogoozsiv. oi (gc
xvo0«xsg vOv &&óvov Eoovraı zmg0g roig T, T, O, X
Gqustoug. Aw oov userato TOV A, H qd EEeAlaron
xt(GQ00., eol NV T] Omdorog Ensikeiteı, Kal TE abra 5
250 yeyovévo Toig £uzooo4ev sigquévotg. xci ovrog | Evsy-
Broeraı Kara Tod elomusvov xóxAov TO zAwÓO(ov.
VII — 'Eàv y&o xóvog avAlnrar xevà Emımedov, T uiv
Bdoıs «roO yodıpsı xóxAov, ov N &% Tod xévroov ion
iori vjj TOU xWvov zAsvoü, 7 Ó& xogugy «OroU uve, 10
&xívwvog xévtgov ovoc Tod siguuévov xóxAov.
Oi óà EZ, OK, IIP rooyol Ev xwvoıg siol Óvotv,
àv écsg uiv oi EZ, IIP xóxAot, xogvg) de v0 4
onusiov. (Or. Ó& oi x&vouv oi icooxsAsig xvALÓusvot
XÜXAoUG TE YOAPovoL x«i TNV xogvgnv Eyovoıv &xívm- 15
TOV, Qa«vegóv: xe(ucvog yàg Ev và émwurtóo x«l Beßn-
x&g xcvà vv Eavrod zAsvoüv 106000708 Eotiv Euvro'
teEuveraı y&g vz0 Tod Oi vijo zmAevoüg ErßaAkousvov
erınedov óOg900 zoóg rüv Ópgífovva Olga. Órav Ói
évéoe Övvdusı xovoxocTuütg xvAUQvOL, ExccTOv Trüv Ev 30
vjj Erıpaveia covoO TuuxvxA(Ov Tüv émi rà aord Ti)
icy Óvvcusu xocvoxocrsi roO A0ınod TOO cDroD xUxAOU
3 quuxvxA(Ov, Kal oUrcog TOÖTO Kıveitai. éÉzxivoovuévov
0b vcàv quuxvxA(Ov vOv yo vig xoguqgijc, oU AsízevaL
z90g Tjj xogvgj, ors TuUXÜXALOV oVTE KAAo TL ÜLCGTOTÓV. 25
010 N) x.votG« Övvauıs unXerı Ééyovao, vívu ARTEKORTNOEL
TOD EL và ETEOR KEIUEVOV u£on, &Óvvorsi Kıv]jocı Tv
K00OVpNVv Ev cjj Kara TV émiovQognv xunjosu, Ei ua,
LER xocvà TOV TO0WOU0V | Erinodrnog «vig Yiveraı.
r2
2 Eorög AT: icrg G. vid. p.48,28 aöröv T 5 éz&i-
Asizaı, priore &ı ex ı (?) et altero ex n corr., A 7 wvxAcov T
III
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 365
Radius der Seite des Kegels gleich ist, während
seine Spitze als Mittelpunkt des genannten Kreises un-
5 beweglich bleibt.
Die Räder ed, 9x und vo befinden sich in zwei Kegeln,
deren Grundflüchen die Kreise e$ und wo bilden und deren
(gemeinsame) Spitze Punkt à darstellt. Dafs die gleich-
schenkligen (gleichseitigen) Kegel beim Rollen Kreise be-
10 schreiben und dabei ihre Spitze unbeweglich bleibt, ist
bekannt. Wird nümlich der Kegel in die Ebene gelegt und
ruht er auf seiner Seite, so ist er im Gleichgewicht. Denn
er wird von der Fläche, welche durch die Seite rechtwinklig
zur horizontalen Ebene gezogen wird, halbiert. Wenn
15er aber dem Drucke einer anderen Kraft nachgebend ins
Rollen kommt, so hat jeder der auf seiner Oberflüche nach
derselben Seite liegenden Halbkreise infolge der gleichen
(bewegenden) Kraft über den anderen, zum selben Kreise
gehörigen Halbkreis das Übergewicht. Und so wird dieser
20 in Bewegung gesetzt. Wenn man sich die Halbkreise bis
zur Spitze vorstellt, so bleibt an dieser weder ein Halb-
kreis noch irgend eine andere räumliche Ausdehnung übrig.
Daher vermag die bewegende Kraft die Spitze bei der
rollenden Bewegung nicht zu bewegen, weil sie eben nichts
?35 mehr hat, wodurch sie über den nach der anderen Seite
liegenden Punkt ein Übergewicht gewinnen kónnte, es sei
denn etwa, daís sie einem vorwärts gerichteten Stolse
nachgiebt.
8 «óvogc ((icooxsAijg» H. Schoene 9 yoaası A (ip ex q corr.),
G: yodypsı T (cf. lin. 15) 10 f. usvet 13 ßdosıs scripsi:
Pdoıs à oil scripsi: 7; à 15 xol om. T,, add. T, 16 f. à
(nag& vóv ÓgíCovro émwvrióo (cf. Heron. Dioptra 226, 9 Vinc.
Papp. 1028, 12. 1054, 5 ed. Hultsch) vel và ézuz£óo (zoooaAMjAo
và öotlgovrı) (Heron. Dioptra 194, 4. 220, 8. 18. 224, 3. 9. 17 passim)
18 y&o om. T 19 óra»v AG: otvoc T 22 ion: an xıvodcy?
24 «àv (ante NuınvrAlov) om. T- av (ante &yov) Brinkmanno
suspectum 26 n ex xol 7) corr. A 27 nsıuevov AT: wwov-
uevov G 29 moowoubv AT: rooweıouov G
Wenn nämlich ein Kegel über eine Ebene rollt, Matlicz d
. . .. . . egründun
so beschreibt seine Grundfläche einen Kreis, dessen der Kreisfahrt.
^
IX
251
2
366 HPQNOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHE.
'H ói& Ev và ógOoyovío zoag«AMQAoyocuuo TogEl«
tod zALvO(ov Eoreı TOVÖE TOV TOONOV.
"Eoo yo zAwO(ov rd ABIA, iv à ü£ov Zorw
ó EZ ovugveis &yov vTooyobg rovc HO, KA, 6 Ó&
toitos Tooyog &6vo 6 MN, Ov @v |i re mogsía xol
7 dnonoosia yiveraı, @g rooyeyparıcaı. éovo ÖE x«l
Ereoos ü&ov 6 XO cvugvsig &yov Tooyodg rovg IIP,
db t]
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Fig. 88.
ZT x«l óuoíog vróv TO. závo 0: £ovro 6 EO ov
tod EZ ü&ovog &zéyov ano Tod EZ ü&ovog ixavówv.
Óvvác)cGcv Ó3 oi IIP, ZT vgoyol cóv và EO ü&ow
ustewolLsoduı x«l TaxsuvotoO0«t, Og EENG EOODUEV'
óuo(og Ó$ nal 6 TG rgoyóc. éàv oov xaraßıBaowuev
vovg IIP, ZZ T, T rTooyoVs, Gore Erınadiocı và Eid-
get, uereoguoQjcovra, oi HO, KA, MN rooyol ano
TOU Eddpovg, x«l omoereı T)V mopelav To mAw9(ov.
dıa vÀÓv IIP, ZT, VD’ xci dvaonaodEvrog Tod ZO
üEovog, Bote zAw rovc HO, KA, MN énixoicot
15
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 367
IX Die Fahrt des Kastens auf dem Rechtecke bringt Die Fahrt in
man in folgender Weise zustande. de
Es sei nämlich «ßy6 (Fig. 88) ein Radkasten, in Fs 88.
welchem sich eine Achse e$ befinde, mit der die Räder 7%
und xA verbunden sind. Das dritte Rad sei uv. Durch
diese Räder erfolgt sowohl die Vorwärts- als die Rückwärts-
bewegung, wie oben vermerkt ist. Es seien ferner mit
einer anderen Achse 50 die Räder zo und or verbunden,
und ähnlich sei es mit vg. Die Achse 80 liege über der 2
10 Achse e£, in genügendem Abstande von ihr. Die Räder x9
und cc sollen mit der Achse $o sich heben und senken
kónnen, wie wir weiter unten auseinandersetzen wollen;
in ähnlicher Weise auch das Rad vg. Wenn wir nun
die Räder wo, or und vg senken, dafs sie auf den Boden
zu Stehen kommen, so werden die Räder 7%, x4 und uv
vom Boden emporgehoben, und der Kasten wird vermittelst
der Räder zo, or und vg vorrücken. Und wird die Achse £o 8
emporgezogen, dafs wieder die Rüder 7%, x4 und uv auf
den Boden zu stehen kommen, so rückt auf ihnen der
20 Kasten vor und bildet so die zweite Seite des Rechtecks.
Nachdem er dann wieder zum Stehen gebracht ist, werden
die Räder wo, or und vg niedergelassen. Und durch sie
wird der Kasten von neuem auf der anderen Seite des Recht-
ecks vorrücken. Wenn so gewechselt wird, so wird der Kasten
25 beliebig oft durch seine Vorwärtsbewegung das Rechteck
bilden. Infolge der Aufwicklungen der Schnur und ihrer 4
locker zusammengelegten Teile wird er nach Belieben halten.
Damit nun das Gegengewicht infolge seiner Schwere
nicht allzu heftig in dem Gewichtskasten niedergeht und
30 so eine schnelle Bewegung des Radkastens herbeiführt, so
wollen wir in den Gewichtskasten (r, Fig. 83b und 86)
einen leichten, feinen, leicht hinuntergleitenden Körper thun,
z. B. Hirse oder Senfkörner. Auf diese wird dann das
[2]
1
na
4 rovg ed. Paris.: röv a 675 M: om. a 7 vovg ed.
Paris.: vóv a 8 f. öuolog <rolrog vooyóg» 6 T 12 xaca-
Pıpaoouev G: waro(mBdcousv A: naraßıßacawev T
368 HP2NOZ AAEZANAP.IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ.
to E&dapeı, [xoi] Óv «orOv vov Eregav Tod nagaAAndo-
yoduuov zAsevo&v rogsvdrjoera v0 nAıvdlov. sire adAıv
orevros abrod zareßıßaeodmoovreı oí IIP, ZT, TO,
x«i zAuv Óv abrov TQv Eroav Tod zogo«AAmAoyocu-
uov zÀsvo&v éveyOnjoervon TO zAwO(ov. xci vrovrOv
&v«AAGE ywvou£vov, óocxig é&v zoocioóuste EAEVGETEL
éxl To rapaAAmAöyoauuov TO zAwvO(ov. zogsíug Ó&
uovég zxoujGerat, Og Qv zQocupousüc, Hd TE TV Tijg
ordorov émcLAMOsQv xci TÜV yoA«cudTOY.
"Ive oov un ro PBdoog Tijg Aslag GqoÓgórsoov xcvc-
qsegóusvov Ev Tjj OVgıyyı Taysiav orte Tov ToU
zÀw9(ov x(vqcw., EußaAoduev Ev Tjj 6Vgıyyı xobgóv
TL nal AezrOv xcl yA(Gyoov, oiov xéyyoov N v&üzv, sig
0 Erıneloereı 7) Asle. vovaanGousv ÖE vOv zvOuévo cíjg
GUQuyyog Gvuuéroo Tovajuatı, 0 xA&LO gio cCvovyOn-
Geve( TE nal HAsıodnjosraı iéxÓcOlv Gomáovo, dg TO
(xoov éxvóg did TEVMWURTOS qpovsgov quiv Eoraı, OztoG
Or«v BovAwusda xıveiode To zAwO9(ov, Erikaußevo-
usvor Tijo Ondotov AsAq9órog Avolwuev TO KAELYELoV.
x«i oUrog Tijg xÉyyoov Qsovong qo£uc sig mV vzo-
#eıuevnv ficu, xwsi v0 zAwO(ov. Viva Ói un uc
TO Avoıydivaı To xAsvOgí(ov dounv To zAw9(ov Acn,
&&eu. uuxgóv yahcoudrıov 1) Gz&oroc, Ozxog OACyue x£y-
XQov éxgvs(ono vóvs votcioc Kıvijosı TO zAweov.
Ns 0$ Ósi rovg vosig rooyoUg uevecoíteaDa ve x«l
ransıvovodaı évaAACS, vov EgODUEV.
"Eevoc«v oi eiomuevor vgoyol vosig oi AB, TA,
EZ, vàv 0$ AB, TA i&ov 6 HO. qovsgóv oov Oct
oi zgóg roig H, © xvóOaexsg Evnouoousvor siolv eig
1 x«i del. Brinkmann 2 zogtevóivo: a, correxi. cf. 368,5.
358,13 7f. él vo9 nagalAnkoyoduuov. cf.p.362,4 8 (xal) uovàg
t5
5
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 369
Gegengewicht gelegt. In den Boden des Gewichtskastens 5
bohrt man ein Loch von mälsigem Umfange, das durch
einen kleinen Schieber geóffnet und geschlossen wird. Dieser
ist an eine Schnur geknüpft, deren Ende durch ein Loch
5 nach aufsen geht (Fig. 83b) und uns sichtbar ist, damit
wir, wenn der Radkasten sich bewegen soll, heimlich an
die Schnur fassen und den Schieber öffnen. Und indem
so die Hirse allmählich in den unter ihr liegenden Raum
(Basis) rinnt, setzt die Schnur den Radkasten in Bewegung.
10 Damit aber nicht zugleich mit dem Öffnen des Schiebers 6
der Radkasten einen Antrieb zur Bewegung erhält, so soll
die Schnur eine kleine lockere Stelle enthalten, damit erst
dann, wenn etwas Hirse ausgelaufen ist, die Schnur sich
spannt und den Kasten in Bewegung setzt.
X Wie die drei Räder sich abwechselnd heben und Das abwech-
1: : ; b selnde Heben
16 senken müssen, wollen wir jetzt erklüren. nd Senken
. . s E Y der Räder-
Es seien die genannten drei Räder «aß, yü und eg. E Fig. 89,
(Fig. 89)7); zu «f, yó gehöre die Achse 49. Nun 90a u. 90».
ist bekannt, dafs die Zapfen bei n und 9? in gewisse Lager
20 verpalst worden sind, die sich an den Wänden des Rad-
1) S. auch vorn die handschriftliche Figur 89a. In dem
rekonstruierten Querschnitte (Fig. 89) sind das Rad yó und das
Achsenende # nicht sichtbar. Es entspricht indessen yó dem
Rade or in Fig. 88 wie «ß dem Rade zo und à dem Ende o
der Achse £o ebenda. s£ in Fig. 89 entspricht dem Rade vg
in Fig.88. Die in Fig. 89 in Klammern zugefügten Buchstaben
sind aus Fig. 88 zur Identifizierung übernommen.
Brinkm.; ipse 8—9 re ... xoi delere volueram 8 uovag à,
eorr. Fr. Haase in schedis Schoenianis 11 noısir«u T 13 zig T
«Éyyoov ed. Paris.: xéyoov à | vézv a 16 éxósOüiv a:
iévósQüív M, Leid. Vulc. 4: f. éxósQévv, sive &vdsdevn. cf.
p. 188, 6: éxósüév(r, Ev) Brinkm. 19 o? ante AsAndorwg
add. a: om. Leid. Scalig. 45, Parisin. 2431 20 «éyoov à, corr.
Riccard. 47 m.2 21 xıveiraı Leid. Vulc. 4 in marg. cf. p.372,9
22 xAsvÜ'g/ov ... mtÀw9'(ov om. T,, add. T, in marg. down»
AT, mg.: ó ui» G 23—24 x«éyyoov Riccard. 47 m. 2: «£yoov a
25—26 te nal tamesıvododeaı om. G 27 hie caput disting. a
29 évnouocuévoig A, corr. Riccard. 47 m. 2
Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 24.
310 HP9NOZ AAEEANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
rıva Eumveildia Övre MOOS voig vo(youg Tod zAw9O(tov.
và odv siouuévo Eumveildin Eorw sig Tıva xavdvıa“
và 08 xavövın did zeAex(vov xevofewévo 609 sic
2 rovc tod aAıvdlov voíyovg. OÓuoíog dt xci v0 EZ
roöyıov éGvo Ev Tıvı xavovío ÓóggQ dıd Tıvog meie- 5
#ivov auraßıßaebousvo sig Tov zog To EZ roigov Tod
Fig. 90b.
zÀw$9(ov. é&crco 00V TO uiv Eiomusvov xcvóviov TO
252 H 0: Enxomn 08 iv «ovo d$ AK|MN: £v d& ad
.tgóyiov v0. EZ ü&ove Eyov vóv KO. zoög de zo |H
(xoc ToU xcvovíov vóAog évas(o0co 6 IL Ev ài ro 1
vo(yo Tod zAuvO(ov và zxg0g To EZ év&As(oOcGav
1cwoa M:rıa reiyoısG 2 Eumvildıe a, corr. M, | f.£ovoo
Cévnouocuévo?) (cf. 368,29) sive foro (éiufsfmxwóre» 6 wova-
Pıßafouevo scripsi: xevopuofouévov a 8 H,9 scripsi ut
p. 372, 5: m$ (bis) a. cf. p. 368, 28 9 H scripsi: 5j a
10 éveiieíod o : Eveiodo Paris. 2428 (? habet Fr. Haase in schedis).
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 371
kastens befinden. Die genannten Lager sollen sich nun
in gewissen Latten befinden, diese aber mittels Schwalben-
schwänze sich in vertikaler Richtung in die Wände des
Radkastens einfügen. In ähnlicher Weise befinde sich auch 2
5 das kleine Rad e£ in einer senkrechten Latte (Fig. 90a),
die mittels einer schwalbenschwanzartigen Vertiefung in die
Wand des Radkastens bei e£ (Fig. 90a) eingelassen (ein-
geschwalbt) wird. Die genannte Latte (Fig. 90b) sei
4,9), ein Ausschnitt darin A«uv; in diesem sei ein kleines
ıoRad e£ mit der Achse £o. Am Lattenende ; schraube
man eine Nase m (Fig. 90a) hinein, in die bei e$ gelegene
1) Die Handschriften haben blofs 7%. Das widerspricht
der oben erwähnten Bezeichnung der einen Achse mit 79.
24*
=
ID
372 HPS2NOZ AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ.
ÖVo youypoı xc)ézso xavovın, oi P2, TT: £v Ö8
toVroıs zoÀAsvéo0Q xoyA(ug 6 DX, xci Eußepnaero 6
II vóAog sig mv Tod xoyA(ov Elına. éàv oov cg
ETLOTEEPN vov OX xoyA(nv, werecQuG9)oevon xol Ta-
reıvodmoereı To H,O xavovıov did tod II vóAov. ive
oov cOrÓucrOv ToÜro yivnreı, émxsLAs(G9 C MEOl TO
&oyóv u£gog ToU xoyA(ov ondorog év«AAGEÉ vàg &m&-
Anosıg Exovoa Hal yoAccouovro ÖLaweumgvueve, éouooro
voig dıaoriunsıv oig aıveitcı td zÀAw9O(ov: và 0b abre
ysyovéro xal émi vàv Aouxüv Óvo xcvovíov, iv oig
eioıv oi zoóg voig H, © xvoOuxsg' dei Ób rovg vosig
xoyAlag icoug volg zxysouv eivaı xol Tag émsuAosuo
Tig neol abrodg GxgouBOg long Hal TE qeAdouero
óuo(ícg, Ozcg Guo vs Eralowvraı oi vQsig TQOXOl xci
&ue xo9uvr«, oUro Yyao &GqcAns nal Ebxlvmtog 1)
tod zxAwvO(ov zogsíc &ovoL.
Avvarov Ó£ Eotı xoi CAAog xcuztsww To zmAwO(tov,
ov uóvov Ev ógfgoycovío nagaAAnioyoduum, &AAG xci
Ev zavr sügvyocuuo cyxuoru Erı Ó& xe v»v zogsíav
0guo01 yivsodaı Óvvavóv Eorı nal z0AAÓ tÜyso£oregov
Tijg zooytyo«uutvug uctüóÓov.
"Eovo yàg zo zAwO(ov, iv à sicww oi vooyot, TO
ABTA, iv à dıanelodwoav &oves Ödbo ol EZ, HO,
àv 6 uiv HO Ev xvóOcatw süAóvog GvosqécOc EÉycov
cvugvi; rooyov Tov KA, 6 0à EZ ovvaoapws Eorw
to zÀLvO(co And vógvov icoz«yng eloyaouevog. zsol
de vobUrov z&guxs(aQc cav yowi|x(ósg vo ei MN, EO
EVAUTWG xol &guoovrüg MEOl c«oróv Gocvosqóusvet xol
covcL md Tógvov av &vróg nal viv éxvóg émwpávswv
4 émwroége, T 6 yivercı T 7 &gróv T 8 dıe-
ueungvusve scripsi. cf. p. 380, 8—9 (sed v. Quxusunovcuévov
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 373
Wand des Kastens aber zwei lattenühnliche (= flache)
Bolzen oc und zv. In diesen drehe sich eine Schrauben-
spindel (Schneckenschraube) px, und die Nase z fasse in
die Schraubenwindung. Dreht man nun die Schraube g;, 3
so wird sich die Latte n,® vermittelst der Nase x heben
und senken. Damit dies nun von selbst geschieht, so
wickle man um den freien (zu Schraubenwindungen nicht
benutzten) Teil der Schraube eine Schnur, deren (gespannte)
Aufwicklungen und quergezogene lockere Schnurlagen ab-
wechseln; sie mógen den Entfernungen entsprechen, auf
welche der Kasten sich bewegt. Dieselbe Vorrichtung treffe
man auch an den beiden übrigen Latten, in welchen bei
n und 9$ die Zapfen lagern. Die drei Schrauben müssen 4
aber gleiche Umfänge, genau gleiche Aufwicklungen rings-
15 herum und ebenso gleiche lockere Schnurlagen haben,
damit die drei Räder sich zu gleicher Zeit heben und zu
gleicher Zeit senken. So wird nämlich der Kasten sicher
und leicht vorwärts gehen.
XI Der Kasten kann noch auf andere Weise Wen- Kompliziertere
20 dungen machen, nicht blofs in Form eines Rechtecks, Fig. 91a, 81,
sondern auch jeder (beliebigen) geradlinigen Figur; ??%* "nd 92b.
ferner kann die Bewegung schlangenfürmig gemacht werden,
und zwar viel leichter als auf die oben beschriebene Art
und Weise.
25 Es sei nämlich «y (Fig. 91a und 91b) der Kasten 2
mit den Rädern, in welchem man zwei Achsen e$ und 49
quer lege. Von diesen drehe sich n% leicht um Zapfen
und sei mit einem Rade x4 verbunden, e£ dagegen sei fest
in den Radkasten gefügt und gleichmälsig dick gedrechselt.
30 Um diese lege man zwei Büchsen uv und £o, welche
sich leicht und passend um die Achse (e£) drehen und
gleichfalls auf der Innen- und Aufsenseite gedrechselt sind.
e
i
o
Heron. Belop. 98, 11 ed. Wesch.): óweusunonuéva à — 12 an (&xor-
Bàe» icovg? Emeihjocıs T: émujóeig AG 15 nadlovreı codd,
19 £r: dovi T 26 looneyn G 28—29 xol adzaı a: f. nel
aözel. cf. p. 356, 2
374 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ.
eloyaouevaı. tag dE yowırlcı Hvupveis £ovoG«v Too-
3 yol looı oi IIP, ZT. àv oov zsgl Exardoav yowı-
x(üc onagros mEgLEANdeise drodod sig vov Ev Ti
HVoıyyı Asiav, ovußnostaı Hatapsoouevng vijg Asus
aneıAovusvoav TV ONLOTWV émioroépsotweu Gv Teig 5
yoıvırioı rovg TO0XOVg x«L oUrog T0 zAuvO(ov ém Eb-
Helag mogeUsoUw«L Guvemioroeouévov xol todo KA
16
Fig. 91a.
4 voogoU. Ev obv éx vàv IIP, ZT vooyóv 6 IIP uévg
&x(vyvog xéAccuc EXovong vij xcv «rov Gzáorov,
eriorgagpnoereı 6 ZT vgoyóg x«l ovvenıorogäbe vOv 1
KA, &youg ob vó Ev vj MN yowızidı qdA«Gue Tod
unoVoucrog Eriondosteı 1) Asla. zit TAL TOL Ac-
Bovons tig ondorov, (uc oi IIP, ZT vooyol evocgnj-
Govret. nal Eveydioeraı To zÀwO(ov iml ebhelag rijg
9 x«v& Tv ErIöTEOPNV Tod zAwO(ov yerndelong. Occ 15
1 etoyocu£vog T 3 meoieuAmg eico T 4 x«l ante
cvufücsro,. delevit T 12 ungedouarog scripsi (urovu. p. 376,
4—5. 8): unglouarog a 14 rüg AT: cj» G
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 375
Mit den Büchsen seien gleiche Räder zo und or verbunden.
Wenn nun um jede Büchse eine Schnur geschlungen und 3
nach dem Gegengewichte in dem Gewichtskasten geleitet
wird, so ist die Folge, dafs, wenn das Gegengewicht sich
5 senkt und infolgedessen die Schnüre sich abwickeln, mit
den Büchsen sich auch die Räder drehen und so der Rad-
kasten auf einer geraden Linie fährt, indem sich auch das
Rad x4 mitdreht. Bleibt nun wo von den Rädern no 4
MM
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zz Fig. 91b. -
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Re E SB“
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und cz unbeweglich, indem seine Schnur eine lockere
10 Schlinge bildet!), so wird das Rad or sich drehen und wird
auch xà mitdrehen, bis das Gegengewicht die an der
Büchse wv befindliche lockere Schlinge des Stranges an-
zieht. Ist dann die Schnur wieder gespannt, so werden
sich die Räder zo und cz zusammen drehen, und der Kasten
15 wird sich auf einer Linie bewegen, welche die Drehungs-
linie des Kastens in gerader Richtung fortsetzt. Die ge- 5
nannte lockere Schlinge wird nun so grols sein müssen,
daís sich der Kasten nach der geraden Linie hin dreht,
1) Fig. 91a illustriert dies für or. Vgl. 8. 377, 1.
376 HP$9NOZ AAEZANAF. IIEPI ATTOMATOHOIHTIKHZ.
oov TO Eeionusvov qéA«cue vocobrov Eivar, BoTE Ent-
orocpivar To nAvdiov xerà mv Ebdelav dv fovAó-
usda «Oro Evsydmvaı. TE Ó' ara Erivosiodwm x«l ixi
tod ET 00x00. zAsióvov oov ErsiAijoewv xol unov-
ucvov ywouévov &xoAoógcog Talg slonusvaug eoü sous,
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x«i TE vOv wovuérov EE aurig vijg meloag yiIvsodaı,
&oyouévov Tuv Tag £xsuAjosug NoLsiodeı x0 TOV
róxov Ep ^ ov uéAAeL narainysıv TO zÀAwE tov: &vézaAuw
y&g «oTO xvvobvreg volg yeooív, og WEAAEL TOQEVEOHEL,
éxeLAGousv TAG GzéQrovc x«i ycAcou« ÓcGousv' oUrco
ty&o Gglécusvov nogsVeoda TO zÀwO(ov xovoANEs,
Ósóvrog sig vóv Tomov O9:v No&duede Ereiheiv vig
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óuoícg TO zAwO(o ylIveodaı nadanso xoi vov EZ xal
oA zegi viv yowixíüc vod KA vooyot nv ozáorov
ersiAndEeloav xci vi yahcouara £yovcoav vij Asia dro-
dodmvaı, *Ozcg Ov«v BovAcust« xdunteıv To zAwe (tov,
Eva vOv IIP, ZT vooyOv Eotdvar, Ó«Aovórt xaAd-
GucTrog Óvrog Ev vij xov cUrOv GzmQro Tjj meol viv
yowırida, vov d& KA vooyóv usev& Tod AouxroU GovQ&é-
qsotu. vgoyobD, youg üv To zALvO(ov Qv Ó£ovGav
.Acfm Eriotoopiv, sive zAww votsíono rg TO qéAcoue
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enıilmoeov à 6 yeyovóg, og ex wg corr., A 7 Eneılmoswv G:
enıAnoeowv AT 9 EmeiAjocıg, eL ex ı corr., A 11 de og
cf. Kühner Gr. II 842 adn.5 12f. yaAdsuare. cf. lin. 19. p. 372, 8.
380, 8 14—16 OUtv.... yowınddı om. G 15—27 Q£4-
r5
0
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 377
auf welcher er sich bewegen soll. Dasselbe Verfahren
denke man sich auch bei dem Rade or (Fig. 91a). Wenn
nun mehrere Aufwicklungen und lockere Schnurlagen ent-
sprechend den genannten geraden Linien, nach welchen sich
der Kasten hinbewegen soll, gemacht werden, so wird die
Aufgabe gelöst sein. Man wird aber die Längen der Auf- 6
wicklungen und lockeren Schnurlagen durch die Praxis
selbst finden müssen, indem man mit den Aufwicklungen
von der Stelle aus beginnt, auf welcher der Kasten die
ı0 Drehung beendigen soll Denn indem wir ihn mit den
Händen in entgegengesetzter Richtung bewegen als er
(nachher) fahren soll, werden wir die Schnüre aufwickeln
und eine lockere Schlinge machen. Wenn der Kasten
nämlich unter solchen Umständen anfängt vorzurücken,
15 so wird er notgedrungen an der Stelle aufhören, wo wir
anfingen die Schnüre aufzuwickeln. [Praktischer aber ist ?
es, wenn auch das Rad x4, an einer Büchse befestigt,
um die Achse «$9 liegt, die Achse (59) in gleicher Weise
wie schon sf£ mit dem Radkasten verbunden wird und
wiederum die Schnur um die Büchse des Rades xÀ ge-
wickelt ist, lockere Schlingen enthält und nach dem Gegen-
gewichte geleitet wird. Wenn daher der Kasten einen
Bogen machen soll, bleibt eins von den Rädern zo, 67
stehen, nümlich weil an seiner um die Büchse gewickelten
s5 Schnur sich eine lockere Schlinge (Fig. 91a) befindet,
während das Rad x4 sich mit dem übrigen Rade dreht, bis
der Kasten die nötige Drehung ausgeführt hat und bis,
wenn darauf die mit der lockeren Schlinge versehene Schnur
wieder gespannt ist, der Kasten infolge der gleichzeitigen
so Bewegung der drei Räder auf gerader Linie läuft.]') Da 8
a
2
oO
.1) S. die Bemerkung zu Fig. 91 in der Einleitung.
ziov ... TÀAwO (ov seclusi. v. proleg. ad fig. 91 15 v a: f. cov
16 f. zov 0$ (HO &£ova 19 Eneılnpdeioav T Hei v&
qeAdcuovo Eyovoav suspecta 19—20 dmodedijwaı M 20 masc
spurium, f. óc (= dors): Üzoc (ovußij vel woınsousv) Brinkm.
25 rijg om. T 27 peontaı cum Ozog iungit Brinkm.
378 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
e , e \ \ ?f ,
cL yowırides ai vovg TgoyoUg Eyovoaı [msouxs(uevou
voig (E£ociv] Ev vij Kıvnosı Ovaysodg éxioroégovra, OL
(r0» ro 04ov Tod zAwe(ov Pagog ém «cvràg Émuxsi-
oda, GQéGxe, Ev volg Kbroudroıg z&vro và ÉyxvxACOG
7 \ , , / 5
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9 0070‘ ysyovéro y&Q ro zALvO(ov xo9' Ov vgóxov 6
rovg OÓ*0 TooyoVg £ycov tov, óg9iov Owzwyue &oa-
rae
\ [A
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eis & ol xvoOexsg Eußıßaodnoovreı. ÖVo HE &ovsg
yEyoverwoav Ovupveig Eyovrss vovg vQoyoUg, (v Eud- 10
vtQog x&í(G90 uErasd Tod cigquévov óg0(íov bLeanyur-
"0g xci rv Tod zAwO(ov vro(yov Ev xvdOa&uw, dors
Beßnaevar émi Tod iÓdqovg vovg vgoyoUg xol ExacTov
10 oro&peodaı Ev roig Eavrod xvoOae&w. [ai Ó$ zegl vovg
1—2 neoıneiusveı roig &Eocıv delevi 3 Oö prius inserui
4 &oécxseu AT: &oécsu G 6 yeyovévo A, T: yevécdüoo A,G
f. Cév và £uzoootev uegsı) Tod zAwSOiov. cf. 424,17 và mAw-
io Brinkm. zAw$(ov (£yov» Hildebr. 6—7 nad Ov ...
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 379
nun die Büchsen, die mit den Rädern um die Achsen
liegen, sich bei der Bewegung schwer drehen, weil das
gesamte Gewicht des Kastens darauf ruht, so empfiehlt
es sich, bei den Automaten alles, was kreisfórmige Be-
5 wegungen macht, sich um Zapfen drehen zu lassen. Wir
wollen daher folgende Einrichtung treffen. Es habe nüm- 9
lich der Kasten vorn eine festgefügte, aufrechte Querwand
(Fig.92a und 92b). In dieser seien auf beiden Seiten Lager,
Fig. 92b.
in welche die Zapfen eingelassen werden. Man mache aber
ı0 (in der Weise wie die Achse mit den zwei Rüdern)!) zwei
Achsen, die mit den Rädern verbunden sind; von diesen
soll jede zwischen der genannten, aufrechten Querwand
und den Wänden des Kastens in Zapfen ruhen, so dals
die Räder auf dem Boden stehen (Fig. 92b) und jedes
15sich um seine eigenen Zapfen dreht. [Die Schnüre sind 10
doppelt um die Achsen zu legen, so dafs sie das Rad in
die Mitte nehmen und auf gleiche Weise drehen. Man
stelle noch eine andere Achse her, welche ebenso wie diese
1) Die eingeklammerten Worte stehen im griechischen
Texte nicht hier, sondern irrtümlich nach “Kasten’ Zeile 7.
Statt “in der Weise, wie? ist vielleicht auch “an der Stelle, wo’
zu lesen, falls überhaupt die eingeklammerten Worte echt sind.
&Eov secludam, nisi f. hinc post yeyovérocov lin. 10 transponenda
sunt (mutato fortasse voózov in rómov) 12 an dote ... «vó-
öadıv del.?_ 14-380, 6 al 02... vgoyóv seclusi 14 ro? G
380 HP2NOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOTIOIHTIKHEZ.
255 KEovag ondoro | dınkai &ovoGuv, Bote uccov Außeiv
11
XII
18
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Tov TQoyov x«i é& ioov OTo&pev. yeyovévo dt xoi
ETE008 (ov robroig Ouoícg xvvoUusvog &umoocOtv ro
aAıvdiov, ovs z&Àuv Éxi TÜV vouÓv vgoyOv qéosodu.
TO zALwVO(ov. xci zegl Todrov Óuoícg ÓwuxrA zeouxeíaQ c
ondorog uecoAefoóc« róv Tooyóv.| dA oov Tov
ordorov émsuAOtudv éveAAAE ÓGdxig Gv BovAbusde
xci Ta yahdouara Eyovadv dg é&àv zooctuooust)« ÓLa-
usumovusva, (Og Eionra, x«l vj Tod zAwO(ov zopsía
&ov«L Og ERV NOOKLOWUET, sóxóxzog TE xal sUxvA(GTOS
0.& vovg xvoOoxag.
IIegi uiv oov tig mogelag xc vijg &mozogtí«g Tod
zALvO(ov «ovéáoxcog vouítousv siouxévet. £&ijg Ó$ meol
Tv Extog Tijg zo-
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vom ro E. Uno ób
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Gozo yAcGGOxÓóuov
TOM, ETUXCAUZTOV Fig. 93b.
15
20
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 381
in dem vorderen (?) Teile des Kastens!) bewegt wird, so
daís der Kasten wieder auf den drei Rädern läuft. Um
diese Achse lege man in gleicher Weise eine doppelte
Schnur, welche das Rad in die Mitte nimmt.]?) Wenn 11
5 nun die Schnüre in beliebiger Abwechslung aufgewickelt
und unseren Absichten entsprechend mit lockeren, (quer)
durchgezogenen Schlingen versehen sind, wie bemerkt, so
wird auch wieder die Vorwürtsbewegung des Kastens in
der beabsichtigten Weise erfolgen, nümlich wegen der
10 Zapfen ohne Mühe und in leicht rollender Bewegung.
XII Die Hin- und Rückfahrt des Radkastens glauben Die übrigen
wir genügend besprochen zu haben. Wir werden "meyerenzs.
nun der Reihe nach die (übrigen) Bewegungen mit apparate.
Ausschlufs des Fahrens (also die Bewegungen am Orte)
15 besprechen. Die erste Bewegung aber, die wir erklären
wollen, betriffü das Anzünden des Feuers auf dem Altare.
2 Sie wird folgendermaísen ausgeführt. Es sel Das Altarfeuer.
nämlich «ßy6 ein aus Bronze- oder Eisenplatten her- "8-9? w.93».
gestellter Altar (Fig. 93a), mit einem Loche s mitten auf
20 der Feuerstütte. Darunter sei ein Metallplüttchen $4
(Fig. 93b), das sich wie ein Kastendeckel verschieben lälst
und das Loch s verdeckt. Von dem Plättchen leite man
1) In den Handschriften steht merkwürdigerweise ‘vor dem
Kasten’. Man erwartet Z. 1 “hinteren? statt ‘vorderen’.
2) Die eingeklammerten Worte unterliegen starken Be-
denken. Bei der geringen Breite von 31 cm ist, zumal bei der
nicht unbedeutenden Belastung, ein Umkippen zu befürchten,
wenn die häder einander noch mehr genähert würden. Ferner
ist die Bemerkung, dafs nach Einrichtung der zweiten Achse
der Kasten wieder auf drei Rädern laufe, seltsam. Gerade das
dritte Rad (x4) bleibt, wie es war, und läuft immer mit. S. auch
die Bemerkung zu Fig. 92.
1 dımAov T f£ ueoo4Aaßeiv. cf. p. 380, 6 3 Eregog G:
&vegog voívog AT — óuoíov T an (év và» ömiodev? 5 có
Katz T vobrOv Scripsi: rovrov Aa. cf. p. 372, 27
dinAn, n ex or corr., A 9 Gore nal og T 17 «vnus
suspectum Brinkmanno: an unvvoıs? cf. Dioptr. 33 p. 298, 14
382 HPS$NOZ AAESANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
v0 E cvoUzqu«, ix Ö& rovrov dAvosidıov v0 HOK
&zo0sÓoué£vov TEeol dótóviov é£vróg Tod ouo xz-
\ , [4 ON 4 T 2 M 64 > ,
3 usvov x«l s0AOvOG OTQsQÓusvorv. TEv de vÀ Gbovío
25
XIII.
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&zo0s0óGOc sig vQv Aslav Ondorog' «Ovx Ó$ werd mv
rogsiav voO9tiG« vz0 rg Aslag émvuovQéweu To GEóviov
x«l maoaAAdksı TO Asmidıov, x«i vij CyxÜANg Exme-
V0oVonS and Tod vUAov Ta EENg émwvvtAsGUOnjoevon. vzo-
xsiodon Ós To E rovanuarı Aauntno 6 MN viv qAóyc
&yov Üroxsıusvnv TO TovaNiuarı. — muxce(o0c ÖE, WG
roosionrar, Ev TO (ou UA Óvveut£vm sóxómog &v-
anrrsodeı. uüAAov ÓS vOv AAcv zov và rtxTOVUXO
Evouarae. Órav oov zogsvóusvov TO | mAwO(ov Gri,
tote n &x tod HOOK dGAvosiÓ(ov Gzégrog voUtioc
enıondosteı v0 ZH Asnildıov, Govs GvovwyOWvon mv
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ózmv xci vv qAóya üvo Evsydeloav Kvanavocı TOv
peouóv. TE Ó' «rà émivosíotc x«l imi Tod ETEEOV
M / e \ M /, , -
Bouob, uóvov Orı TO Tijg Gzégvov x&A«oue« weißov
eivaı El Tod viv sioquévov, Ozcg Hark Tag ENG xi-
viosıs vo'eioc 1] OndKoTog viv Ersoav Ebarıv Homonraı.
Mezv& 0b mv Yvolav Ósi ix uiv Tod YVg00Vv ydA«
? LÀ b \ ^ , ?
&vozivvoQv«t. 6x Ó8 roO oxogovug oivov.
Tivstaı oov x«i voro oUrcoG' UOz0 vovg zó0«g ro0
Zovócov HVugpvNg yíveveu OWANV &yov vovamíuoroa Ev
- > , ? \ lj d , > \ [4
vjj Enıpaveia éyyvg &AMjAQv ÓvUo, £x ÖE TOVTWV Go-
2 ázxoósóouévov G: &zoOsóouévov A(?)T: &moósÓsuévov M
éyróg AG: évvó T 3 &ioroc T f. &4 0i tod G&Eovíov,
nisi lacunam post &£ovío statuere mavis 4 &moós0000o a:
&zoósÓícQco M 6—' f. gig ... Tod vóÀov post Togeiav
(lin. 5) transpon. aut omnino del. cf. p. 348, 4 13 &Avcıdiov T
f. omdorog (Endsteica) 18 xarà: uer& Brinkm. 19 zouj-
cero, T 21 dvanvrıodnvaı M. cf.p. 352,10 23 f. ovupvuns
Krodrw). cf. p. 384, 4
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 383
ein Kettchen 54 €x um eine kleine Achse, die innerhalb des
Altars liegt (Fig. 93b)*) und sich leicht dreht. Von der 3
kleinen Achse leite man eine Schnur nach dem Gegengewicht
(Antriebsgewicht). Diese Schnur wird nach dem Vorrücken
5 (des Automaten) von dem Antriebsgewichte gespannt, dreht
die kleine Achse und schiebt das Plättchen zur Seite, und
sobald die Öse vom Pflocke abgesprungen ist”), kommt
das Weitere zur Ausführung. Unter dem Loche & stehe
eine Lampe uv mit der Flamme unter der Öffnung. Wie
10 oben bemerkt, liege auf dem Altar Material, welches leicht
angezündet werden kann. Leichter als die übrigen Dinge Í
können das die Hobelspäne. Bewegt sich der Radkasten
nun vorwürts und bleibt darauf stehen, dann wird die an
das Kettchen gebundene?) Schnur sich spannen und das
15 Plättehen f$ anziehen, so dafs die Öffnung frei wird und
die Flamme nach oben schlägt und das Altarfeuer an-
zündet. Dasselbe Verfahren denke man sich auch bei dem
anderen Altare, nur dafs die lockere Schlinge der Schnur*)
grüfser sein muls als die eben erwähnte, damit wührend
eo der folgenden Bewegungen die Schnur sich spannt und
das andere Feuer anzündet.
XIII Nach dem Opfer soll aus dem Thyrsus Milch sans rom
; \ WeinundMilch
aufspritzen, aus dem Becher Wein. u
. B . un :
9 Die Ausführung ist folgende. Unter Bacchus vig.o94a u. 94v.
1) Sie ist hier horizontal gedacht; die handschriftlichen
Figuren stellen sie vertikal. Vgl. die Bemerkung zu Fig. 93
in der Einleitung.
2) Die Worte: “sobald ... abgesprungen ist’ gehören, falls
echt, vermutlich weiter oben hinter die Worte “dem Vorrücken
des Automaten’. Denn die Öse der die Vorwärtsbewegung ver-
mittelnden Schnur mufs eher von dem Pflocke £ an der Walze
(s. oben S. 359, 1) abspringen und so mit Hilfe der lockeren
Schnurlagen das Stillstehen des Automaten herbeiführen, als die
vom Antriebsgewichte nach den Apparaten für die Bewegungen
am Orte (also hier nach dem Altare) gehenden Schnüre in
Thätigkeit treten. Vgl. aber die Einl. zu Fig. 93 am Ende.
3) Das Wort ‘gebundene’ ist nach Vermutung übersetzt.
4) Es ist die nach dem Antriebsgewichte führende Schnur
gemeint.
384 HP92NOX AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKH2.
Anvaoıa &vesívovvo sig v0 évróg u£gog Tod zí.ovUcov
pEoovra r0 uiv sig vov $gcov, To Ó& sig TOV Gxigov.
"Eóro Ói 5 uiv fcis Tod Zhiovócov 5 AB, 6 Ö8
cvugvye rovro coAqv 6 IA‘ và 0$ Ev eov rovnjuate
và E, Z' tà Ó& éx vovrov Gvert(vovra GoAqvégu
t& ZH, EO, vó uiv ZH sig vóv 9Uocov, ro 0$ EO
eis vóv oxóqov. £6vo HE Hal 6 émuxe(uevog zvQnv
vÀ voloxp 6 KAM. évróg 0$ Todrov dyyeiov £ovo
vro NE uécov Óuígoeyue Eyov td O. xol éx uiv To
NO &yysí(ov gsgévo ocoAQv 6 IIPZT sig vwa Eregov
soAlva rov TO cvvsougoicuévov và IA GoAivi,
Gvugvij 0$ Övra ix TÜV Oozoxíro uwsgüv và xovaorQO-
4 uarı, éq' 0 6 voloxog ixíxsvreu. vo 08 T vQUmmue xel-
090 xard ro E. £x 68 Tod EO dyyelov... ETEgog Gov
6 XUVOs nal qgéíoov Ouoíog sig vov TP owAive.
v0 Ó$ c voUmqua xsío0c Hard v0 Z. obxoüv Edv vig
iv uiv vÓ ON &yyadío oivov Eyyen, év de và XO
ycha, xcuuévov TOv E, Z rovayudıov xevàü và T,
dveydjseraı 6 uiv olvog sig vóv Gxógov, vo Oi yéA«
eig vóv $iocov. iv’ obv créyp và Oyg& vOv zQóvspov
xoövov, xAsig &ovo 4| G4,T &zxoxAs(ovca, cg sipnvc«L, v
vyo& di Enıroviov Tod ‚A, zeol O0 &yxÜAN OondgToV
reoıBeßAjodHn yaAcoua ?Eyovoa xoi d&zoÓsÓouévw sig
1 dvarsivovre Amg.GT,: @vareivovseı A,T, 2 gegovıe
AG: ovugpeoovr«e T 4 revaiuere AG: cvoómquuc cvv TT
6 f. <pEoovra) TO uiv. cf. p. 384, 2 8 ó om. G
19—13 zaraoromuer T: naraoroöouerı AG 14lacunam statui.
f. (nodeloHo) vel, dummodo x«i géoov deleantur, (Pegerw).
cf. lin. 10. p. 386, 7: werogsoéro pro x«l péoov Hild. —17 ro
(post à3) M: zo a 21 q,T scripsi: Gr & (rex e: eorr. G):
G9) Brinkm. 22 onderov M: onderog A 23 f. &yodans
&z00tÓou£vo a: &moÓsÓtuéivg M: f. &moüsóouévnc
I
5
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 385
' Füfse (Fig. 942)') wird ein mit ihm in Verbindung
stehendes Rohr gesetzt, das auf der Oberfläche mit zwei
nahe bei einander liegenden Lóchern versehen ist. Von
diesen steigen kleine Röhren ins Innere des Bacchus empor,
5 eine führt nach dem Thyrsus, die andere nach dem Becher.?)
Die Basis des Bacchus sei «f, der mit ihm verbundene
Cylinder (Rohr) yó, die Löcher darin s und f, die von
da aufsteigenden Röhren $4 und c0, von denen $4 in
den Thyrsus, e? in den Becher führt. Ferner sei xAu das
10auf das Tempelchen gesetzte Dach; innerhalb desselben
stehe ein Gefáís v& mit einer Scheidewand o in der Mitte.
Aus der Gefüfskammer vo führe eine Röhre mweor in
einen anderen Cylinder (Rohr) vg, welcher mit dem
Cylinder ;yó verpafst und von unten mit der Überdeckung
15 verbunden ist, auf welche der Tempel gestellt ist. Die
Öffnung 7 Hioc se gegenüber. Aus der Gefüfskammer £o
führe eine andere Röhre os in gleicher Weise nach dem
Cylinder vo. Die Öffnung s liege £ gegenüber. Giefst
man nun in die kleine Kammer ov Wein, in $o Milch,
20 so wird der Wein in den Becher, die Milch 3 den Thyrsus
fliefsen, wenn die Löcher e, & den Öffnungen c, s gegen-
über liegen. Um nun nicht gleich im ersten Augenblicke
die Flüssigkeiten auslaufen zu lassen, werde ein Ver-
schlufs Gr eingerichtet, welcher, wie Bbsnet, die Flüssig-
25 keiten vermittelst eines Hahnes ‚« abschhefst. Um diesen
lege man eine Öse einer mit einer lockeren Lage ver-
sehenen und nach dem Gegengewichte geleiteten Schnur,
damit sie, im rechten Augenblicke gespannt, den Hahn
1) Vgl. auch vorn die handschriftliche Figur 94c.
2) Eine bildliche Darstellung (Gemälde) einer ähnlichen
Bacchusspende ist in Pompeji in einem zum Tempel des Apollo
gehörigen Raume gefunden und noch erhalten. Ein jugendlich
schöner Bacchus, welcher in der Linken einen Thyrsus hält,
giefst stehend mit der Rechten einen Becher Weins auf einen
zu seinen Fülsen sitzenden Panther aus. Statt der tanzenden
Bacchantinnen zeigt das Bild allerdings einen die Leier spielen-
den Silen, auf welchen sich Bacchus leicht stützt. Vgl. die
Nachbildung Overbeck-Mau S. 103.
Heronis op. vol. IL ed. Schmidt. 25
386 HP&NOZ AAESANAP, IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
viv A&(«v, Ozcg Hard vov ÖEovre xctgóv veO0tioc émi-
orToELN TO émwuóviov xci iveyO0$; và Oyod. mA Ó&
&xL.6TQegévrog Tod Zzi.ovócov xoi Tod Ereoov pouoU
&vexcvOcvrog, Ósi zAw QsUGeL. vóv vs oivov x«i TO
y&A«' oroépso)e«, Ó& obrog "uwwxvxACov Tregıpegeie.
6 ysyovévo xcv& Owtusrgov Toig T,s Towucow &vcoc
25
-1
roiuare v& ‚B, ‚I, xoci éx uiv tod ,B geoévo coAQv
eis vóv PZ 6 ,B,Z4, ix 0$ Tod ‚T' Ereoog ooAqv eig
vov PN 6 I'E. Ovav oc émwvQegévrog tod Zıo-
vvoov yevnraı và E, Z tovaiuore xcvi re B. D xol
zéAw Avoıydmoera 7 G,T xAclc, x«l 6EVoeı Öuolog | 6
te olvog x«i TO ydıa. [dvolyeraı Ób N xAsig Ereopug
OTLETOV ERLOTaORUEVNg v0 Erıtoviov eig và Ereoa *Bdon.].
dei Óà vovg PZ, "P9, coAQSvag Óv EVOg xwovíoxov
vv £v TO vetoxo xo(Aov Övrog Eveydivaı Ozxó mv
4 a E e 5 - e /, 2
pcow Tod veioxov, Oxmcog dpavsig Ozáoyoow. émi-
orospera Ó& 6 Zhióvvoog Gov TH Enıneiuevn Nien To
zvpivı oUrog. x«9tíc)c tov ovupvung Qv vij Nian
dia Tod zvgijvog 6 ,cG,Z eÖbAvrwg OTQsQóusvog Tregl
xvodana vov ‚Z, xai TEOl abTOV zegueLAmt'eloe Gzdotog
0.& TooyiAov Tod ,H anoded0odw sig ıyv Pdow Tov
veioxov x«i Out TooyiAov Tod ‚© sig To Üregeyov Tod
IA owAnvog. obxo0v Ev Eniorocpgn tus vOv IA
ooAnva, ansılnosı Tqv neol TOv S,Z ü&£ove Ondorov
1—2 Emioresya T 5f.oreipereı ovrwg: ovrog Brinkm.
f. wegıp£osıav 6 yeyoverw A,T,: yeveodn A,G f. yeyovévo
(de) sive y. (09v) 10 x«í AGT,: eis T,, sed obliteravit
.11 q,T scripsi: qz AG: qs T: q9) Brinkm. 11—12 0 reö
oivog G 12—13 @volyeraı ... (tom seclusi 13 ßden AT:
B&oe G: f. uon. cf. p. 388, 2 20 ezcorog Ambros. C 266 infer.
marg., Barb.I1 82: om. a 21 &zoót0óc9c a: &zoót0£c9v Paris.
suppl. 11, M, 22 xoi M: om. à 24 SE M,: ef a
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XIV
258
388 HPO9NOZ AAEZANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHE.
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8 dnodsdochn Aa: &-oÓsÓfcüc M 9 xove4f£60c slve xa«-
t£yereı Brinkm. 11 f. ómó. sed cf. p. 152,6 14 wovzrécdo
M: xouzrícO9vc à Hal om. T 16 zoórov M 18 zovrov T
xov dos. G. cf. p. 396, 8, sed v. Heron. Mens. 16 p. 192, 6 ed. Hu.
20 woAıßd& M. 22 &movyóuevov T 23 den AG (ex denjosı
corr. A): denosı T
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 389
umdreht und damit die Flüssigkeit (weiter) fliefsen kann.
Wenn dagegen Bacchus sich umgewendet hat und auf dem
anderen Altare das Feuer angezündet ist, so muís wiederum
der Wein und die Milch fhefsen. Des Bacchus Drehung
5 macht so einen Halbkreis aus. Man bohre diametral ent-
gegengesetzt den Löchern z, s andere Löcher ß, »; und
von f führe eine Röhre ‚8 à nach oc, von ,y eine andere y s
nach ijo. Wenn also nach der Drehung des Bacchus die
Löcher eg, $ gegenüber ß, y liegen, so öffnet man den Ver-
10 schlufs Gr wieder, und Wein und Milch fliefsen in gleicher
Weise. [Der Verschlufs wird dadurch geóffnet, daís eine
-zweite Schnur den Hahn nach der anderen Seite!) dreht.!)]
Die Röhren 06, yo müssen durch eine kleine, hohle Säule am
Tempel unter dessen Basis führen, damit sie nicht sichtbar
15 sind. Bacchus dreht sich aber zugleich mit der auf dem
Tempeldache stehenden Nike auf folgende Weise. Man lasse
durch das Dach eine mit der Nike verbundene Achse s £
hinab, die sich leicht um einen Zapfen £ dreht, und man
leite eine um sie gewickelte Schnur vermittelst einer Rolle n
20 nach der Basis des Tempelchens und mittels einer Rolle $
nach dem überstehenden Ende des Cylinders yd. Wenn
man nun den Cylinder yd dreht, wird man die um die
Achse z f£ laufende Schnur abwickeln und zu-
gleich Nike und Bacchus drehen. Deren Drehung
erfolge aber nach derselben Richtung. An Um-
fang sei die Achse ,z f (bez. ihre Welle) dem
Cylinder yó gleich, damit Nike und Bacchus
zu gleicher Zeit unveründert in ihre frühere
Stellung zurückkehren. Um diese Bewegung
automatisch zu machen, wickle man eine andere
Fig. 9b. Kette um den hervorstehenden Teil des Cylin-
ders yd und leite sie über eine Rolle u nach einem Ge-
wichte jd Der an dem Gewichte befestigte Ring halte
1) ‘Seite’ ist nach Vermutung übersetzt, da der griechische
Text verderbt ist. Der ganze Satz ist mterpoliert. S. die Ein-
leitung zu Figur 94.
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390 HPQNOX AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ,
voUrOov Gzoxímvovto eig TO xvußdkıov vov $yov üzo-
teAkosı. ÓUvevo, Ób u£cov OÓwgoeyue Außov To &y-
ysiov à^o ypo«sc ztovijouu, ore EV éxovéoo eive 6PELELE
(Hal) và uiv Ev vjj uu& yOQc TOV moror qyov &zo-
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&vovye'évcog.
XV Eins ó& dsl TO megioTrUALov oTspavadnvaı To àv
vjj Peoeı.
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 391
dieses mit Hilfe einer Hand (Cheir, zweier handartig ge-
bogenen Stifte, Fig. 94b) und eines Abzuges (Schasterta),
wie er bei den Katapulten verwendet wird, (oben) zurück,
damit das Gewicht (erst) niedersinkt und Bacchus und
5 Nike umdreht, sobald der Abzug von einer Schnur los-
gemacht (zurückgezogen) ist. Auch die Schnur 9 leite
man versteckt durch eine andere kleine Säule, wie es
schon bei den Röhren angegeben wurde.
XIV Nach der ersten Spende des Bacchus soll Cymbeln- Cymbelnschall
10 schlag und Trommelklang erschallen. Mice
Dies macht man folgendermalsen. In dem unteren
Raume des Sockels, in welchem auch die Räder sind,
wird ein Gefäfs mit kleinen, nach dem Boden hin zu-
sammenrollenden Bleikugeln aufgestellt. In den Boden
15 wird ein Loch gebohrt, welches die Kugeln leicht auf-
zunehmen vermag, und mit einem kleinen Schieber (Ver-
schlufs) versehen, der von der Schnur im richtigen Augen-
blicke geöffnet wird. Unter dem Loche steht eine kleine
Trommel angelehnt, und daran sei ein kleines Becken be-
20 festigt. Fallen nun die Kugeln heraus, so schlagen sie
zuerst auf die kleine Pauke und rufen, indem sie von
dieser auf das Becken springen, den Schall hervor. Wenn
das Gefäls in der Mitte eine Scheidewand bekommt, kann
es zwei Kammern bilden, so dafs in jeder Kugeln sind
25 und die in der einen den ersten Schall hervorbringen,
die in der andern den nächsten, nachdem in ähnlicher
Weise ein Schieber geóffnet ist.
XV Nun mufs das Peristyl (d. h. die Pilaster) an Bekränzung
F der Pilaster.
dem Unterbau bekrünzt werden. Fig.95a u.95b.
30 Das macht man so. Man stelle sich vor, dafs der
üufseren Brüstung (Rahmen) «ßyd (Fig. 95a) auf dem
viersäuligen Unterbau innen ein anderer Rahmen 2&n®
entspreche, so dafs der Raum zwischen den beiden Rahmen
nach unten leer (Fig. 95b) ist. Es wird aber eine recht-
35 eckige Guirlande (Geflecht aus Kränzen), in beliebiger,
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392 HP9NOZ AAEZANAP. IITEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
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zAoxjj oig é&v vig BodiAnraı x«l zog Tv Owwv Ebap-
uócrog xci voUvro zvvybv éyxgémvevei sig vOv sion-
u£vov uevato TOv O09«xíov vóxov càg vo Coco
3 Einuusvag £yov éx Tod S«gcx(ov. xci Uv wy coró-
uerov xarapepnrar, oavidıov éx(umxsg &guótov cà 10
ueva&o TÜV OQoQgexíov TOD x«9' £xdovqv mAsvgiv Tod
Oogux(ov yiveraı, Gove Erınwudonı TO zAÉyue xul
259 Gvoyeiv sig TO vo weEoog. Vv« Ó$ un ebvóueva c
G«víÓux Knoninn, £x Tijg wiüg nAsvoüg Tijg tig To
Evrög voU OcQux(ov u£oog orQogoudrux EbAvr« Auu- 15
Bavsı, Ivo Ov«v £zmuxcou«00j, £x ToU érígov u£oovg
4 émwoTQEzTG xóQuxi Kareyntaı, Gre un Avoiysodaı. &x
dE vob érígov u£govg Tod xóg«xog &yxóAm ondorov
zegırideraı, vig TaHElong Tig ONKETOV x«l TOD xó-
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nadleraı. Es HE TO mA£yu« sig v& xévo uon Bapdk-
Aux uoALG Endsdeusva zog To TayEng xoveqpfosotot.
XVI To Aoınov ÖE ON x«veAsixevet, bnodeikaı, zog ai
Baxyaı x0gEVovoı xard Tov Ófovve KaLoÖV.
Tiveraı oov x«l vobro oürwg' Ó vaioxog 6 6T00Y- %
qàiog, &u Q Eorıv 6 Zhóvvocog, orvAoßdınv éyéro
GrQoyyUAov* xal Asiov Hard TO vYyog. 0 obv
obrog 6 ABI'4: zsgl Ö8 vobvov miguxe(o8c Trug d
1 f.ób (xol vobroy. cf.p.382,92. 388,18. 396,10 ^ 1—3
Owodxi0v ... Eregov om. G, add. G mg. 5 f. cevoc'yovov
6—' f. ebaguócco 7 Ennounteraı T 9 £yov Fr. Haase
5
10
15
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 393
aber dem Auge gefülliger Form geflochten; und zwar wird
diese zusammengefaltet und in dem genannten Raume
zwischen den beiden Rahmen versteckt gehalten, indem
ihre oberen Enden an den Rahmen gebunden sind. Damit 3
sie nicht von selbst herunterfällt, wird ein kleines, läng-
liches Brett, das in den Zwischenraum zwischen den
Rahmen paíst, auf jeder Seite des Rahmens angebracht,
um die Guirlande zu verdecken und nach oben zusammen-
zuhalten. Damit die Bretter nicht von selbst herunter-
fallen, erhalten sie auf der einen Seite im Innern des
Rahmens leicht drehbare Scharniere, damit sie, wenn sie
zugeklappt sind, auf der anderen Seite durch einen dreh-
baren Winkel (Kórax, Haken) festgehalten werden, so dafs
sich nicht (von selbst) öffnen können. Auf der anderen
Seite des Winkels legt man die Öse einer Schnur herum,
welche abfällt, sobald die Schnur gespannt und der Winkel
gedreht ist. Und so wird die Guirlande heruntergelassen.
Unten werden an die Guirlande kleine Bleikugeln gebunden,
damit sie schnell herunterfällt. :
XVI Es bleibt nun noch das Übrige zu zeigen, nämlich
231 wie es kommt, dafs die Bacchantinnen zu rechter
Tanz der
Bacchantinnen.
Fig. 96 a—c.!)
25
Figur 96d in der Einleitung.
Zeit tanzen.
Dies wird folgendermalsen ausgeführt. Das runde
Tempelchen, in dem Bacchus steht, sei mit einem runden
und am Rande glatten Säulenstand (Stylobatstufe) ver-
sehen; das sei aßyd (Fig. 96a). Um diesen liege ein
1) Vgl. auch die allerdings ungenaue handschriftliche
in schedis Schoenianis: &ywov à 10 &ouófov M,: &ouofn a
14 dnoninteı T 15 éwvóg G 17 wovégevou a, corr. Fr. Haase
in schedis Schoenianis f. un <aörouere) 18 uévgovg T
19 zsgırideran.... ondorov om, T,, add. T, 21 zo om. T
22 uoAvpóa M 23 0$ supra scr. G dn in litura, n ex &ı (?)
et‘ ex ^ corr, A 24 an yoot?$6covoi? 25 0 (ante oreoyyV-
Aog) om. T 27 To yog: an xoóreagov? cf. 394, 2. 360, 8
98 oórog om. T | 6ó AG: vó T Toörov ex vroórov corr. AT:
ro)rov G
394 HP9NOZ AAERANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ,
EZHOKAMN ceuoor và orvAoßdrn, Gore EbAvrag
2 nepl «)rüv oTOEPEOHRL. zegl Ói TOV xoóvaqov cijg
KAMN aegıypegeiag Evrerogvevodn omAiv, iv ©
ondorog. EneiAndeloa Eyxexoıuiodn [eis TO é9og
Tod owAnvog], NS 7| uiv ula &oy5 xexgovc9c di 5
Fig. 96b.
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"th Zu ». TIT 53720 aive ud
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n EREZE2772) 1777722271772) N
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Fig. 96a.
Fig. 96c.
.&mioUgov sig To Pddog Tod GoAÓvog, Gor unnerı éx-
3 onäodaı" j| 0i Erega did vQoy(Aov &xo0r0óc9« sig vo
xévo uépos TOO 4cogoxíov x«l ErsiANodn sig roov
WAVE Evovra Ev TO vvuzivo, © Gvuqvijs éco ü£ov
EDAUTWS OrQrgópuevoc. và OL KEovı megLEıANodn £vígo 10
Gzcoroc x«i &zo0s0óc0c sig Tv Aslav. cvufhjcsrau
oov TadElong zig ztQl vov (tovc Gzáorov éxsuAsioS«L
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 395
Ring s£q9xAuv (Fig. 96b), welcher zu der Stufe past,
so dafs er sich leicht um ihn dreht. Rings in den äulseren
Rand #Auv drechsle man eine Rille, auf welche eine
Schnur gewickelt werde. Diese bette man in die Tiefe
sder Rille. Das eine Ende der Schnur stofse man mit
Hilfe eines Nagels tief in die Rille, so dafs sie nicht
wieder herausgezogen werden kann. Das andere Ende
leite man mittels einer Rolle (Fig. 96b und 960) (innen)
nach dem unteren Teile der Brüstung und wickle es in
10 eine andere Rille, die sich in einer Welle befindet, mit
welcher eine leicht drehbare Achse verbunden sel. Um
die Achse sei eine andere Schnur geschlungen und (von
da) nach dem Gegengewichte geleitet. Ist nun die um 3
die Achse laufende Schnur gespannt, so wird die Folge
ıs sein, dafs die Schnur von dem Ringe sich (mitteis der
Rolle) auf die mit der Achse verbundene Welle wickelt
und dafs so die Bacchantinnen tanzen. Da sie nun zwei-
mal tanzen müssen, so ist die um die Achse geschlungene
Schnur mit einer quergezogenen, lockeren Schlinge ver-
so sehen, um die Bacchantinnen mittels des lockeren Teiles
der Schnur zum Stehen zu bringen; ist die Schnur aber
gespannt, werden sie wieder tanzen. Die Bacchantinnen
sollen nämlich auf dem genannten Ringe stehen.
(VII Alle Schnüre aber, die aus dem unteren Raume Versteckte
5 des Sockels nach dem Gegengewichte geleitet werden, PR pides
müssen unsichtbar sein. En
19
1) Dieser Tanz ist zunächst als ein Umkreisen des Tempels
zu denken, wie ja überhaupt der antike Tanz in erster Linie
ein Reigentanz war. Indessen ist wohl bei den bacchischen
Tünzen eine Umdrehung des Tünzers um sich selbst nicht völlig
ausgeschlossen. Fig. 962 zeigt daher, wie es möglich war, die
| Bacchantinnen sich auch um sich selbst drehen zu lassen.
DIESEL HE t er
1 srulmßdrovg T 3 Zvrerogvevicho a: corr. Fr. Haase in
schedis Schoenianis 4—5 eis và Bí9oe vo? coAjvog delevi
| cf.p.394,6 — 5 fig AG: eis T 7 &zoósóóc9o a: dnodsdtchn M.
8 dnsıleiodo M 9 f. £v vo 10 söAvrogT meoıeıleioho M.
11 &nodsd6chw a: &moó0t0fcüo M.
396 HP2NOZ AAEZANAP. HEPI AYTOMATOIIOIHTIKH.
ixl r0 Govugvig abr® vÓuzavov vijv éx vig ivvog |
260 Gzdgrov x«l oUrog yogeísuv vràg Béxyag. ms oov
XVII
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N zeol vóv Übova omzdgvog, bmwg OTdog yEryraı vw.
Bexyóv dı& Tod yakdouarog. radelong 0b aurjg dA
qoosócovauv: Enrineloovrar yàg vij siguucvg itvr ai
Banyeı.
"Ode, 68 ondoroı éx vijg xévo Bdoswg sig vuv Asiav
anrodildovraı, bel TaVTag Ggavsig vzxéQysuw.
Tivsraı oov xal Toöro oUvog' Eorw yàg v0 GTrÓuC
is ovoıyyog, év d) Eorıv n Asia, vo ABIZ, xci
xc«95ío9c ix Tod iv vij OVoıyyı ovóuevog Outgooyue
x«r& viv EZ c9tiav anokaußevov ro A4 E Óutevque
Or. OTevöororov. N uiv oov xéyyoog EußAnYmoeraı sig
nv EB xyópgo«v, ci 0b ondgroı ix Tod xévotv uégovg
&vsveyOcovru,. eis viv IA EZ yóoav x«i ézxo0o01-
vovraı tig tqv Asiav mv év il ABZE xoc dia
tooylAov' oUrog yàg dpaveig Écovvau nüocı ai xévo-
Oev dvapsgdusvaı ondproı. Enel obv zoAAQv xwijGsov
ywou£vov xci vig tod zALvQ(ov mogelag zoAAig Uz«9-
yodons &véáyxy [un] EEaoxsiv vo vijg Gogvuyyos. vvosc,
Ósi x«l vobro unyavioasdeı. zxo0g uiv oov TO uijxog
zig zogsí«g Öbvavrcı ol zsol vOv ü&ov« Ówvo rQoyol
abEavdusvorı zoAU uiWxog mz«oéysuv N TO Tod GEovog
. ndyog &£A«GGov yıvöusvov' &zxa& yàg Tod ü&ovog Grga-
pEvrog xwnd»aev«, vo zAwS (ov vuAvxoTqv 000v AC
1 «ó:0 G 19 nadelcodn G: xadícOc AT 14 ortvó-
T(TOV SCrlpsi: oreyvórotOv A 16 &veveydnoovraı M: &veydaj-
covraı à: évey91jcovvo Fr. Haase in schedis Schoenianis 18 at
om. T 20 zoAAijg: weydAng Brinkm. 21 un a, delevi: uiv
M, Paris. suppl. 11 eEaxoyeiv T 25—398,2 an Gef ...
zoi&iv del? v. proleg. ad fig. 97
Ld
0
e
5
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 397
Das erreicht man auf folgende Weise. Es sei nümlich die
Öffnung") des Kastens, in welchem sich das Gegengewicht
befindet, «yó (Fig. 97). Durch seine Mündung lasse
man eine Scheide-
wand in der Rich-
tung der geraden
Linie £$ mit mög-
lichst engem Ab-
stande de hinab.
Die Hirse wird nun 2
in den Raum ef
geschüttet, die
Schnüre aber wer-
den von unten nach
dem Raume yóe£$
geführt und mittels
einer Rolle nach
dem Gegengewichte
in dem Raume «£e
geleitet. So wer-
den nämlich alle
Schnüre, die von
unten nach oben
gehen, unsichtbar
sein. Trotzdem nun
viele Bewegungen
auszuführen sind
und die Fahrt des
Radkastens lang 1st,
30° Fig. 97. muls doch die (ge-
ringe) Höhe des Ge-
wichtskastens ausreichen. Daher ist noch folgende Hilfs-
vorrichtung zu machen. Was die Länge der Fahrt 3
(Strecke) betrifft, so kann die Vergrölserung der beiden
1) Diese Öffnung liegt natürlich oben. Unsere Figur giebt
aber um der Deutlichkeit willen eine Seitenansicht, auf welche
wir die Buchstabenbezeichnung entsprechend übertragen haben.
398 HP9$9:NOXZ AAEEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
EOTIv N ToU é£vóg TQoyoU zegupéosuw. Ói0 sUAÓyog
u&(£ov«g eorovg dei zeugéoUe«L, mzOLSUV.
XVII Oo unv &AÀ& xci obvog Óvvoróv Eorı.
Nosío9€ yàg v0 Tod Éovog zog rd AB, n Ö8
261 TOD Gvugvoüg «orO TO0Xod | meoıpeosıa v) IA, xal 5
ozsoxeío0o ErE00g (Eov Ev avadasıv s0AUTOG OTOEPO-
uevog, oo T0 zog Eorm r0 EZ. Todrw dt cvugvig
Fig. 98.
&ovo töunevov v0 HO. x«i zsgi uiv vóv AB üove
Gzovog megLeiAndeioe &zxo0s0ó00c meol v0 HO Tüu-
navov. éx 08 Tod EZ ótovog évég« Gzdgvog éxÓsQsico 10
xci émeuAmO9eioo czxo0s0óG0c Ói& TooylAov tod K sig
vuv Ev Tj Ovgıyyı Asiev vqv A. cvufhjcevat obv Gza&
oroapevrog Tod EZ ütovog óA(yov uiv uégog cic
GUQuyyog xevoboO«t, vocoUrov don Eoriv N tod EZ
@Eovog zsQupégeue, viv 68 éx Tod AB üEovog onderov 15
t2
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 399
Räder an der Achse oder die Verkleinerung des Achsen-
umfanges eine recht lange Fahrt herbeiführen. Bei einer
einzigen Achsenumdrehung wird nämlich der Radkasten
einen so grofsen Weg zurücklegen, als die Peripherie des
| 5 einzelnen Rades ausmacht. Deshalb muís man verständiger-
weise die Rüder grófser zu machen suchen.!)
‘VII Indessen bietet sich noch folgende Möglichkeit. Die Über-
Man denke sich nämlich «8 (Fig. 98) als Umfang "wannae
der Achse, yó als Peripherie des damit verbundenen Fie. 98.
‚ 10 Rades. Darüber liege eine andere Achse, die sich leicht
[ um Zapfen dreht und deren Umfang e$ sei. Mit dieser sei
| eine Welle (Radtrommel) 49 verbunden. Um die Achse «8
wickle man eine Schnur und leite sie um die Welle $28.
An die Achse ef binde man eine andere Schnur, wickle
15 sie darauf und leite sie mittels einer Rolle z nach dem
Gegengewichte 4 in dem Gewichtskasten. Wenn nun die 2
Achse s£ eine einzige Drehung macht, so ist die Folge,
dafs nur ein kleiner Teil des Hirsekastens geleert wird,
nämlich so viel, als die Peripherie der Achse :$ ausmacht,
20 und dafs die von der Achse «8 kommende Schnur sich
einmal auf die Welle 7% wickelt, welche grófser ist als
die Achse «8. Daher wird die Achse «ß wiederholt mit-
samt dem Rade yó gedreht, und daraus ergiebt sich eine
bedeutende Länge der Fahrt. Doch mufs man sich merken, 8
25 dafs es eines grölseren Gewichts (= einer grölseren Kraft)
bedarf, weil die gröfseren Wellen?) von den kleineren?) be-
wegt werden. Dies wird nümlich gerade durch die Hebel?)
1) Vgl. in der Einleitung die Bemerkung zu Fig. 97.
2) Wie g4 von s£.
3) Man erwartet eigentlich “durch die Ungleichheit der
Durchmesser oder besser der Radien’ statt “durch die Hebel’.
Bekanntlich verhalten sich bei der mechanischen Übertragung
3 xal om. T 4 vo AG: coo T 5 oovQ Scripsi:
T)
coro a (có A) 7 vovry (sic) T 9 zsoui&iAmg d ecoo T
10 évíou AT: EreoogG 13 ovoogévrog scripsi: ezoégovcog à:
&zocvoeqgérvrog Leid. Scal. 45 (om. &z«£). cf. p. 396, 25—26
400 HPQ9NOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH.
Gxa& Ensıhmocı ro HO vóuzevov usifov ov roO AB
dEovos, Bote zAsovéxig vOv AB dEova ovoogijvat aov
TO IA vooyQ xol Óuà vobvo moAd uijxog vijg mogsi«g
3 ylvsodaı. eldevaı wévrou qoij, Orı uelßovog Astag 000-
dsiraı did TO vovg u&(foveg xÜxAovg bad TÀOv EAu6- 5
Góvov xıveiodeaı‘ vcrc y&üo dıa vÀÓY uoyAlov IM Eorı.
x«i tags üAA«g 68 Tag EEodev Tg Mopeiag xác
Övvarov Eotı usyaiag otG«g ÖLd uuixodOv Ovxcvqucvov
4 Enıteisiodeı" ERv y&g "| xıvodoa TO doyavov tod Zíio-
vódov Gz&orog Eol uelbovag xóxAovg drodıdoreı, 7) 10
0i sig viv Aslav eol EAdooovag ü&ovag xci Ovupveis
dvrag vG us(Covi, x«OdzmsQ x«i Émi vijg Mogelag Uze-
Os(Éeuev.
XIX Livaraı 0b xol (AAcg 5| TE Enınogeia xoi T] &zo-
ropsia yivsodaı xol ai EEodev (vijg Togelag) xunijastg. 15
”Eoto y&o v0 vij; ovoıyyog oröua To ABI óia-
zepoc«yué£vov Óvol Ödıapodyuccı dr ÖAov Tod Uwvovg
262 tig OVoıyyog Toig zard rag EZ, HO soOtíug, | @oTE
did Tod ueratd vóxzov vOv diepoayudrwv rüg Ada
ONKOTOVS AVEPEIEODAL xci Gzo0(00c0«L sig Tag Aslag. 20
245 uiv oov év Th ABEZ oVoıyyı Asia viv TE émi-
1 Ensırjocı AG: Emeıheicaı T: f. Emreıkeioda (eig) 2 dore
AG: óg za T 4—5 mgoodeizau à: an mgoodei? sed
- ef. Kühner Gr. II 255 5—6 covg usífovag xóxAovg «ré.
cf. Heron. Mech. II 7 Dioptr. p. 334, 23 Vinc., Philon. Mech. Synt.
p. 59, 16 ed. R. Schoene, Pappi Collect. p. 1068, 20 ed. F. Hultsch
6 f£ xıveicher, (brav z£ol TO auTO XÉVTQOY wvAtavroU)
f. yàg 69 Ou Tov poyAéov tr. uoykınav OMA icr. Brinkm.
9—13 an éàv yàg ... bmeösl&uuev del. ? v. proleg. ad fig. 98
9 y&e om. M, Paris. suppl. 11: an y&g del? sed cf. Vahlen
Aristot. poet. p. 128? 7 om. T 9—10 coi Zıovöcov del.
Brinkm. 10 &nodidoraı codd., correxi 12 f. ueiovt diii.
15 (rijs mogelag) i inserui ef.lin.? 16—17 acier i
18 roig AT: rijg G 91 rs AG: óà T
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 401
ermüglicht. Aber man kann auch, vom Fahren abgesehen,
die anderen Bewegungen trotz längerer Dauer auf kleine
Entfernungen ausführen, wenn z. B. die Schnur, welche den 4
Apparat mit dem Bacchus (s. 8. 389, 23. 391, 4) bewegt,
5 um gröfsere Wellen geschlungen wird, aber die für das
Gegengewicht bestimmte um kleinere Achsen, welche mit
der grófseren Welle verbunden sind, wie wir es schon beim
| Fahren gezeigt haben.
XIX Die Hin- und Rückfahrt und die Bewegungen Die Hin-
i0 am Orte-lassen sich noch anders ausführen. rg
Es sei nämlich die Mündung des Gewichtskastens 229 TUE,
«Byà (Fig. 99a und 99b) durch zwei Scheidewände
der ganzen Länge des Kastens nach in der Richtung der
graden Linien sf, «9 so abgeteilt, dafs die Schnüre von
15 unten durch den zwischen den Scheidewünden befindlichen
Zwischenraum hinaufgehen und nach den Gegengewichten
geleitet werden. Folgendermalsen wird das Gegengewicht 2
in dem Kasten «ßs$ sowohl die Hin- als die Rückfahrt
bewirken und das in 490 die übrigen Bewegungen. Es
sei nämlich x (Fig. 99a) das am Boden des Gewichts- ^ pi, Aus-
kastens eff befindliche Loch, durch welches die pbi. iil
Hirse ausläuft, das in 49y0 aber A. Für beide werde am Orte,
ein kleiner Schieber (Fig. 99b und 996) gemacht, Figs n
der sich leicht verschieben läfst. Soll nun der Radkasten 8
95 hinfahren, so schieben wir den Schieber (S) des Loches x
2
e
oder Übersetzung beim Rade an der Welle Kraft und Last
umgekehrt wie ihre Radien. 5. Herons Mechanik II 7, Müller-
" Lehmann Grundrifs der Physik? S. 14. Nun gilt aber auch für
den zweiarmigen Hebel das Gesetz, dafs sich Kraft und Last
umgekehrt wie die Hebelarme verhalten. Vgl. auch Herons
Mechanik I 24. 33—34. S. 175, 15. 188—192 de Vaux. Es bleibt
also sachlich dasselbe, wenn Heron “Hebel” (= Hebelarme) statt
*Radien? sagt. Vgl. Mechanik IL 8. Schon Philon von Byzanz
hatte das Prinzip der Übersetzung in seiner Hebellehre [iv vois
MoyAıroig]| behandelt. In welchem Zusammenhange Heron es
erörtert, s. in der Einleitung zu Figur 98.
1) Die genauere Beschreibung der rekonstruierten inneren
Bewegungsvorrichtung nebst Figur 990 s. in der Einleitung zu
Figur 99.
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 26
402 HP$NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKH.
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&x«réoQp Ób HAsıdolov yeyovévo Óvvéusvov sóxómog 5
3 zmugáysoDo.. Óvrav oov uéAAm Xogsdeodaı vd zAwSOov,
zeoctouev TO ToU K covmáuerog #Asıdolov, Govt
avoydivar. x«i iva Kun) só9£og ÓouQv A«fóov có
zAwOtov xwmn9j, 8 T" emágrog yj éx vÀv [zio]
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; EN Fig. 99a.
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5 Deioc Eniondosraı xai TO moog v K xAsıdeolov.) el 25
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Govv«L Hıvjasıs. Üv«v oov záAuv den dnomogedechen
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4 xéygoog AG: xéyoog T &npecı AG: iwoím, m ex s
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DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 408
zur Seite, so dals es geöffnet wird. Und damit der Kasten
nicht sofort einen Antrieb erhält und sich in Bewegung
setzt, soll die Schnur, welche von den Rädern nach dem
Gegengewichte (G^)
"Oo —«. geleitet wird, eine
C | | lockere Schlinge
ORO ! o1 ^3) enthalten. Treten
wir dann zur Seite,
so wird offenbar
erst einige Zeit ver-
gehen, ehe sich der
Radkasten in Be-
wegung setzt, näm-
lich so viel, als das
lockere Stück der
Schnur betrug. Soll 4
der Kasten halten
und die übrigen Be-
wegungen ausfüh-
ren, so wird noch
währendseines Vor-
rückens eine be-
stimmte Schnur (I,
Fig. 99b und 99e)
den Schieber (S)
bei A anziehen und
öffnen. Damit nicht
noch während der
Hinfahrt eine an-
30 | dere Bewegung be-
tL A as ginnt, so soll auch
oy | diean das andereAn-
triebsgewicht (G,, Fig.99b) gebundene Schnur!) (A, Fig.98b
und 98c) wieder eine lockere Stelle enthalten. (Diese Schnur
35 zieht, in Spannung!) versetzt, auch den Schieber bei x an.)
1)In der Rekonstruktion (s. vorn zu Fig. 99) besteht die-
selbe aus den beiden Teilen d und h, von denen b nach der
26*
[911
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n
10
20
25
404 HP9NOZ AAEEANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ. :
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K xAsvOgíov nel dvolke «ovó. x«i obvrog mv drro-
z0Q&(«v z0UjGETCL.
IIEPI ZTATON ATTOMATEN.
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cui roayuarsvdniveı, vouitousv ixevàg Kvsorodpdaı Ev volg
zooysyoeuuévoug* Kal yàg süxómog x«i Gxwóvves xci
Eévog moagé và TOO "uv &veysyoeuuévo xomoxeyoot-
xausv, Og Eorı ÓWjÀov oig zszsugeuévoug TÀv zó-
TE00V &vaysyocugévov. zegl Óà TÜV HTaT&v cvoud- 10
vov BovAdusda yodpsıv xewórsgóv vw xol BeArıov
vv od uv uc x«i zgoóg Oi0ccxcACnv QuGAAOv)
&ouótov ovÓiv sÜgousv av ozo0 GO(Aovoc Tod Bvtbav-
2 r(ov &vaysyoocuusvov. Eorı Ó& wödog x«i T, ÖLadeoıg
tov weol vv Navndıov, Ev N zoAA«( Te nal moınlkaı 15
d1LaHeosıs Ündoyovoı xoci 0b qe«Aog olxovouoVuEvaL
zÀ»v vic unyaviig vijg weol viv ’Adnväv' EoywdEoregov
yao zog viv xev«oxevQv émoujGcro' Óvvorüv yàg NV
1 ró (ante zoóg) AT: và G 4 inscript. om. M czóàv ore-
av Par. 2431 4—452,12 IIEPI ... dielAdccovraı ed. V. Prou
Les théátres d’automates en Grece p. 206—248 6 dvaysyodp-
Seu M 8 Éévog: xawóg Diels. sed cf. Phil. Mech. Synt. 56, 23
ed. R. Schoene — 8—9 xaraneywelnauev R. Schoene in schedis:
xXotoxeyognxeuev a &ovou Oíjiov voig mereıgausvoıg (vÀYv TE
$g' quÀv nal av óz0» av H.Schoene 10 an (x«l? z&oL?
11 govióusQ9« AT: govious)« G: Bovióuevo, Fr. Haase (Ersch
u. Gruber Encyklop. s. v. Philo p. 432 adnot. 34) énwyod-
q&w T: Zrı yocgew Prou 1.1. p. 128 tı: Ó$ Prou p. 128. 207,
qui etiam xeuvórsgov cum o?t0à» iungit 19 u&Aiov inse-
runt Susemihl Gesch. d. griech. Litter. I, 744 adnot. 190 et Diels
14 f. (05 u$og 15 vóv AG: xoi T: aut deleri aut in
«öro (Philoni mutari vult Brinkm. 17 Eoywdsoregav Prou
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 405
Und so wird der Kasten zum Stehen kommen, wührend die 9
anderen Bewegungen zur Ausführung gelangen. Soll nun
der Kasten wieder zurückfahren, so wird eine andere Schnur
(m mit h)!) den Schieber (S) bei x anziehen und ihn öffnen
5 (Fig. 99c). Und so wird sie die Rückfahrt herbeiführen.
DIE STEHENDEN AUTOMATEN.
XX Mit allem, was über die fahrenden Automaten zu Einleitendes.
erörtern war, glauben wir uns im Vorstehenden genügend
befaíst zu haben. Was wir angegeben haben, ist leicht
10 und sicher auszuführen und ist, mit den Aufzeichnungen
unserer Vorgünger verglichen, eigentümlich (— neu), wie
denjenigen bekannt ist, die nach den früheren Aufzeich-
nungen praktische Versuche angestellt haben. Jetzt wollen
wir (auch) über die stehenden Automaten etwas Neues?)
15 schreiben, und (zwar) haben wir unter unsern Vorgüngern
nichts Besseres und zugleich für den Unterricht Dienlicheres
gefunden als die Aufzeichnungen Philos von Byzanz. Philo Quelle.
Den Inhalt des Stückes bildet die Darstellung der Nauplius- 2
sage; dabei kommen viele und mannigfaltige Aufführungen
20 vor, die nicht übel in Scene gesetzt sind mit Ausnahme
der Schwebemaschine (Mechané) mit der Athene. Deren
Einrichtung hat Philo nämlich etwas zu schwerfällig Philos
gemacht. Sie hätte nämlich ohne Schwebemaschine Pe
auf der Bühne erscheinen und hierauf wieder ver- zu kompliziert.
Hinfahrt abfällt. Die in der Figur abgerissene Schnur muls
man sich auch über Rollen durch den Schacht geleitet denken.
Oben von h gehen auch die Einzelschnüre aus, welche die Be-
wegungen am Orte vermitteln. Bei A ist die erste Spannung
(bezw. lockere Schnurlage) oben und die zweite unten anzu-
nehmen.
1) Die Schnüre h und m treten fast gleichzeitig in Thätigkeit.
2) D.h. im Vergleich zu unsern Konkurrenten. Vgl. 8.411,20.
413, 17 ff.
406: HP9NOZ AAEZANAP. IIEPI ATYTOMATOIIOIHTIKHZ.
Fig. 100.
q00le ungarig pavivaı cóvQv bo tóv zívoxe xc
\ M , ? - , * \ \ ,
uevà voUro zAw Qqevij yeveodaı' To y&o Go0iov
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 401
schwinden kónnen. Denn es ist móglich, dafs ihre Figur sich
in einem Scharniere um die Fülse bewegt, die erste Zeit
unsichtbar am Boden liegt, dann etwa infolge Anziehens
einer Schnur aufrecht erscheint und von einer andern Schnur
3 wieder niedergelegt wird (Fig. 108). Aufserdem hat Darstellung
6 Philo noch in Aussicht gestellt, es solle ein Blitz in die dones
Figur des Ajax schlagen und Donnergetöse erschallen; gessen.
aber er hat nichts darüber vermerkt. Obwohl wir nämlich
viele Exemplare (seiner Schrift) eingesehen, haben wir keine
10 bezügliche Aufzeichnung gefunden. Und vielleicht wird man
glauben, dafs wir mit unserem Tadel Philo verleumdeten,
als habe er sein Versprechen nicht erfüllen kónnen; aber
dem ist nieht so. Da er bei seiner Aufführung vielerlei in 4
Aussicht gestellt hat, so ist dieses Versprechen ihm vielleicht
15 beim Niederschreiben entfallen. Es kann nämlich ein Heronische
Behälter mit kleinen Bleikugeln und durchlóchertem Var Donmens
Boden sich im richtigen Augenblicke öffnen, die (Fig. 100)
Kugeln können auf ein trocknes und festes, ausgebreitetes
Fell fallen und so das Getöse des Donners hervorrufen
30 (vgl. Fig. 100)'). Auch in den Theatern öffnet man nämlich,
wenn man den gleichen Schall hervorbringen muls, Behälter
mit schweren Körpern, damit diese auf ein, wie gesagt,
trocknes und wie bei Pauken gespanntes Fell fallen und
so den Schall erzeugen. Die übrigen Einrichtungen, die
25 bei der Aufführung des Nauplius im einzelnen vorkommen,
finden unsere Billigung, da sie in gehöriger Ordnung und
in methodischer Weise von ihm aufgezeichnet sind. Gerade
deswegen haben wir Philos Aufzeichnungen über die er-
wähnten Dinge nicht verschmäht. Denn nach unserer Mei-
30 nung ist es für die Leser am vorteilhaftesten, wenn man
ihnen einmal die richtigen Angaben der Alten vorführt,
dann aber das darlegt, was übersehen oder (inzwischen)
verbessert worden ist.
a
1) Dieser Figur entsprechen im wesentlichen die Donner-
vorrichtungen grófserer Bühnen der Jetztzeit.
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408 HP$9NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
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Sovraı fou Exovre, tva qeoóusve émi Óupb)éoug, Gg
elonraı, Enoäs x«i z&eogwvvevou£vuo vio Booonc| xe9«-
zeQ £v TVundvoıg vOv yov üzovsAS. meol de TÜV
Aoınav vüv Ev vj dıadeosı Tod NovzA(ov xocvà uépog
' ywou£&vov EÜRQEOTOVUEHR Gg Ev Tabs xoci sousüÓOng
1 zóÓ«g G: móÓovc T: zóóovcg ex modus corr. A 3 dozto
suspectum, nisi quid intercidit 7 xoveyóonos à: corr. Prou
9 x«i (ccg Fr. Haase in schedis Schoenianis: «og à: rang
Prou: an x«Qg (...,»? . ÓóÉev a: AtEsı Prou 9—10 xara-
tosyovreg T 13 «ürn H. et R. Schoenii: a«örnv à 14 ord
R. Schoene Jahrb. d. Deutsch. Archäol. Inst. V, 1890, p. 75 et
Prou: euro a 19—20 «rooydseraı R. Schoene 1. 1. p. 75 et
Prou (secundum Paris. 2430?) 21 Emırerauevng M, 12715
Bvoong seclusit R. Schoene ibid.
Fig. 101.
410 HP9NOZX AAEZANAP.IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHE.
oz cUroU Avaysypauusvov. Oi IN o) zeonvqoduste
v& oz abrod xeQi Ov eimousv ysyoeuuéva* obrog yg
vouítousv rovg Evrvpyyavovrag NG usyíovggo GgsAsiag
Tuyydvsıv, drav và uiv x«AOg omo TOv doyalov eion-
usva zagauıditaı abrois, và Ób zapetksoonu8évre 1|
364 GLOOPWGEDE vvyÓvvo xcvoyopt Exo.
llegi ig vÀv mwvexíov oov xcrcGxsvijg viv doko-
usda A£y&w. Eotı u&v 00V zt&o& zoÀU vàv braydovrov
N... nolinoıg dopaksorepa TE x«l Gxvwüvvoréoe xol
viv Enldsifıv ob dnidavov Eyovoa. 0 0$ mooßAnud
EOTI TOLOÖTOV, BOTE z(vaxog Eritedevrog éxí vw xióviov
EVAıvov Ävoydivai TE abrduarov x«l rà iv abro
. £&oyoagnuéve Yalveodaı xwoüusve z9óg Aóyov Tg
broxsiıusvng Ove éGscg, nal mAw xAsu.GÜÉvrog AbTo-
ucrov ÖLayeveoda 6Alyov zavrtAóg yoóvov x«i dvor-
y9évvog palveodaı GAA« và Ev «OvÀ ysyoauuéva ul
tig TO Övvarov záAw TE «OrG N vwo abrov xwesictouL
xci roUro zAw zAsovdxig ysvéaQot, nal ixróg vív
zuvéxov N unyavag eloou£veg Yaivsodaı xol EpL-
ayousvag T ÜAkag Tıvag KıvYasıs. 1) ubv 00V ozxó95Gug
ToLXÓTQ' yagLEortarog ÓS vOv uereystoi£ou£vov 6 yAa-
Pvowrdınv Ouwtvscw émwoüv. Q6vs zootncóus)«
ulav vràv dLadEsewv, qv udALoTe xoívousv, x«l uev
.(TaÖTE) Tov xc«v«oxeviv Eupavıodusv' doxécsi yào
P DEIN , = \ M — > ( , \
TEgL &vog zívexog..." ÓOu& y&Q vÀv abrov zéAw cà?
4 cà om. T 4—5 eoonuéva Prou. sed cf. Dioptr. p. 174,8
Vine. 5 aut 7 del. aut 7 <maealsıp$evre) vel. sim. Brinkm.:
f. 1 (Ovoycoóc Qn8évro) vel 7 (Owuoornüivro). cf. Dioptr.
p. 174, 7—8. 10 5 neparidnter codd. 8 caput ante gor,
disting. AG — 8—9 f. jj (àv orarav) zoínowg 9 zoíncig (av
oraerav) Prou 10dmeidavovr AT I2f.relaörov) 1Af.ndAw
del. 15 f. x«l (mdAw)» 16 Kia rà a: KARA” &vvo Diels:
f. r& GAAa: GAÀe vww&à vel &AA& re Brinkm. 17 và c)rà a:
D
e
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 411
XI Beginnen wir nun damit, die Herstellung der Bühnen-.
kleinen Tafeln zu besprechen. Die Anfertigung der oe.
stehenden Automaten!) ist um vieles sicherer und fis 101.
zuverlässiger und ihre Schaustellung überzeugender als die
5 der fahrenden. Die Aufgabe (der stehenden Automaten) ist
folgende. Man stellt auf irgend eine kleine hölzerne Säule
(Fig. 101) eine (kastenförmige) Tafel (Spielhaus, Bühne);
die Tafel soll sich automatisch öffnen, und man soll sehen,
wie ihre Figuren einem zu Grunde gelegten Stücke ent-
10 sprechend sich automatisch bewegen. Hat das Spielhaus sich
dann von selbst geschlossen, so soll nur ganz wenig Zeit
verstreichen, dann wird wieder geöffnet, und es erscheinen
andere Bilder. Und wieder bewegt sich nach Möglichkeit
dies alles?) oder ein Teil davon. Dies soll sich öfters
wiederholen. Und aufserhalb der Bühnen werden entweder 2
Schwebemaschinen, die emporgehoben und herumgeführt
werden, oder irgend welche andere Bewegungen sichtbar.
Derart ist also der Vorwurf. Je eleganter die Aufführung
ist, die jemand erfindet, um so sicherer ist er vor seinen
Mitbewerbern des Beifalls. Wir wollen daher nur eine
von den Aufführungen zeigen, die wir für die passendste
halten, und wollen darauf ihren Mechanismus erklären.
Es wird nämlich genügen, eine Vorstellung zu besprechen,
die als die bessere erscheint”) Denn es kommt immer
1) Die Worte “der stehenden Automaten’ sind nach Ver-
mutung zugesetzt.
2) Die Worte “dies alles’ sind nach. Vermutung übersetzt.
Die Handschriften haben “dasselbe’.
3) Die Worte ‘zu besprechen ... erscheint? fehlen in den
Handschriften.
1
na
2
[I]
va)vo R.Schoene: f. (rdvre) teure 19 aloouevag R.Schoene
l.l. p. 76 adnot.: &ogwusvag A 20 7 AT: xci G 21 vàv
om. G 21—22 yAapvowrdınv Riccard. 47 m. 2: yAapvoord-
mw à 22 zaoc)«cóusfo Brinkm. 23 f. uclıore (&opuó-
fovcov) £yxelvousv H. Schoene 24 voro inserui. cf.
p. 406, 2. 430, 25 25 zsol M: zoo a (zog! T) lacunam
statui. f. mivanog (Aéysw tod Óowobrrog woeítvovog». cf. p. 412,
16—17: zmívoxog (Ówxcogsiv tod...) H. Schoene: nulla lacuna
R. Schoene verbum ex &ugpavıoöuev supplet
XXII
419 HP9NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHE.
«or& olxovousitaı, naddneo xol émi vv Omcyóvrov
anedsigauev.
Oi uiv o)v doyasoı aeyonvrar &mAy vwv Ove £aec:
&voryOévvog y&o Tod zívoaxog, Epalvero Ev evi zoóc-
Gzt0v y&yoeuguévov. vobro 0$ rovs 0pQ'eAuoUg éxíveu nau-
uvov re x«i &vofA£mov zoAAdxig. Orav (8 máAw xA&-
GOtlc Avoydn 6 zíva£, To uiv zoóccozov obxért &opüo, .
Eodıa 0$ ysygeuuéve £c tıva wödov Óisaxevecu£vo. xal
nahıv Orav nAsıodelg &vovyOt,, ÓutOccig KAAN égaívevo
6o0íov Gvvavanimpoüo« Tovg broxsıucvovg WÖROVg
vovg EEG, BoTE vQslg uóvov xunjGsg ÓO.«qóoovg éxi Tod
nivanog ylvsodaı, uliav uev vOv 9voOv, KAAnv 0$ vv
öuudtov, riv voívqv vàv éxuxoAvzvóvcov. | oi 03 xo
qu&g wócovsc vc éuefAdxacu sig Tobs zivoxeg dorslovg
xci xıvjosoı #EXonvrar zoAAcig xcl Gvouo(cug. xoe90
ÖE zoosÜcuqv, E08 msgl £vóg mívexog Tod Óoxobvróg
uou xg&(rrovog. WÖDOg uiv v vevayu£vog Ev «rà
6 xcr&à vov NoszAwv. và 08 Hark uéoog siysv obvog:
&vovyOüévrog Ev Ggyij Tod mívexog Epaivero tou
yeygauusva Od0ex«* Taüre Ó$ dv sig vosig Gvíyovg
Óvmouuéve: 00V Ói odroı zemowuévoi vàv Aavaov
Tıveg EnLOREVdbovreg vüg veüg Hal Yırdusvor z&pl
xodoAriv. Exıveito de Tadre và foi và uiv mgi-
. Sovra, ta 0i meAÉxcoiwv éoyotóusve, và 0t Epdonıs, và
0i Kpicı Kal vovzvowg yowusva (aa) vógorv éxoíovv
6. f. öre 7 f. &vovy eim 8 eis Monac. 431, Argentor.
C III 6 9 f. üve f. &voiyd ein égovevo M: égaívqro a
11 vovg Leid. Scalig. 45: roig a 12 Qwocàv T: 909ocov M
13 reitnv (025 Prou, f. (62) voíznv tr. 14 EußsßAraacıv G:
EußeßArnacı AT 15 ad @vouoccıg cf. Lob. Phryn. 106 et
Paralipom. gramm. graec. p. 468 22 rıveg AG: rıvag T 23
nadtoAnnv Haase et Prou praeeunte Baldio (‘come s’havessero da
r5
5
|. DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 413
wieder vermittelst derselben Vorrichtungen dasselbe Ver-
fahren zur Anwendung, wie wir schon bei den fahrenden
/ Automaten dargethan haben.
XII Die Aufführung, welcher sich die Alten bedient Antikes
| 5 haben, ist ganz einfach. Wurde nämlich die Bühne Keen,
geöffnet, so erschien darauf eine gemalte Maske. Diese
/ bewegte die Augen, machte sie oft zu und wieder auf.
Wurde die Bühne wieder geschlossen und geóffnet, so sah
man nicht mehr die Maske, sondern gemalte Figuren,
. 10 die nach irgend einem Stücke gruppiert waren. Wurde 2
' gie abermals geschlossen und geöffnet, so erschien eine
. andere bildliche Darstellung von Figuren, welche die der
— A Reihe nach zu Grunde liegenden Fabeln zugleich abschlofs,
so dafs nur drei verschiedene Bewegungen bei der Bühne
15 ausgeführt wurden, nümlich erstens die der Thüren, zweitens
der Augen, drittens (des Vorziehens) der (die Maske) ver-
deckenden Prospekte. Unsere Zeitgenossen aber haben inter-
essante Stücke auf die Bühnen (der Automatentheater) ge-
bracht und bedienen sich mannigfacher, ungleichmäfsiger
20 Bewegungen. Meiner Absicht entsprechend will ich nur eine 39
einzige, zu den besseren zählende Aufführung behandeln.
Auf der Bühne war die Naupliusfabel in Scene ge- Nauplius.
setzt. Das Einzelne verhielt sich folgendermalsen. Zu argen
Anfang öffnete sich die Bühne, dann erschienen zwölf 1. Scene.
25 Figuren im Bilde, diese waren auf drei Reihen verteilt. Sie
waren als Danaer dargestellt, welche die Schiffe ausbessern
und Vorbereitungen treffen, um sie ins Meer zu ziehen.
Diese Figuren bewegten sich, indem die einen sägten, die 4
anderen mit Beilen zimmerten, andere hämmerten, wieder
30 andere mit grofsen!) und kleinen Bohrern arbeiteten. Sie
verursachten ein der Wirklichkeit entsprechendes, lautes
1) Nach Art der Drillbohrer, s. vorn Fig. 103c.
condurle al mare’): nadokınnv a 23—24 f. zoífovro, (và 68
cxezogvi£ovvo,». cf. p. 340, 16 25 x«l inserit R. Schoene
l.l p. 74
265
26525
26629
414 HP2NO£Z AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIHOIHTIKH.
z0ÀÓv, xcázeo (iv) él vijo | &AuBe(ec y(vowro. ypóvov.
0i inavod Oi«ysvouévov xAsıodsioaı máAuv Nvolynoav
ai Yoga, xci qv AA Öuddeoıg‘ ai yàg vig égot-
vovro xcütAxóusva, nd vOv 'A4yctv. xAswGOtiGOv
0i xol zíAw &vowy9suGOv, obötv égaívsvo &v Te
zivarı zAqv &éoog yeyoeuuévov x«l Yaldaong. werd
0$ o) moAdv joóvov zegézAzov ci vijeg 6roAodpouodan:
x«l cL uiv dmexoUmvovro, «i Ob égoívovro. moAAdxig
zagenoAdußov Ób x«l Ósigiveg Ott uiv sig iv 9dAcc-
r&v xoraÓvóusvoi, órh Ói Paıvöusvor xo9czeg Ent tig
aAmdeiag. xevà wngov ÓÀ Epaivsro yeuufowog T) e-
Aaoo«, xal ai vig Erosyov Gvveyüg. HAsıodEvrog Ö}
zÀw xci AvorydEvrog, àv uiv zAtóvrov oo0iv Epai-
vero, 6 0$ NavmAuog vóv zvgoov énoxóg xol 1 "A49«wvà
TagEOITHOR, xcl zÜo ózig vOv mívcxe dvenaddm, dg
$z0 TOD zvQcoU paıvoucvng üvo qAoyóg. HAsıodevrog
0i xal mAw &vovyOévvog, 7) vv veüv Éxzvadig Epel-
vero x«l 6 Alag vuyóusvog. ... unyaviig vs xal ivadev
Tod zívexog Einem, x«l Boovriig ysvouévgg Ev „uTo
€ , \ L4 37 N \ 2 ? ,
TO ZwVv«XL xegovvóg ENEOEV Ei vOv Alavre, x«i Npavi- :
MN c«ovoO To fgÓiov. x«l obvog xAsuGOfvrog xora-
^ 35 c - e M sJ 4 s
GTroognv Eigev O wödos. | 7 uiv oov Oid9toiug dv
TOLOUTT.
1 àv inserit R. Schoene p. 74. sed cf. p. 340, 18 et 414, 10,
' quibus locis yívowo prorsus deest, ita ut yivoıro delendum
q y p , y
videatur. 3 &An M: &AAqv a 8 et vjes om. T,, add. T,
9 nagenoAdußov dt a: f. transpon. 11 xovà Haase in schedis
Schoenianis: x«l a. cf. p.424,93 19 «( GM: 2AT 12.13
nAeıodevra et &vouQévro a: corr. Prou et R. Schoene 16 5zó
à: &zó R. Schoene et Brinkm. ^ geogouévgg (pro ge.) Brinkm.
18 (7 de Admv& ini» ungevns Diels apud R. Schoenium 1. 1.
p. 75 ungevn Prou et R. Schoene te: 0? R. Schoene
20—22 xsgevvóg .. . uo90g alio loco (v. infra ad v. 22)
iterant omnes libri 20 f£meotv a, (i.e. a hoc priore loco):
€
1
1
2
0
ex
e
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 415
Geräusch. Nach geraumer Zeit wurden aber die Thüren
geschlossen und wieder geóffnet, und es gab ein anderes
Bild. Man konnte nämlich sehen, wie die Schiffe von 2. Scene.
den Achüern ins Meer gezogen werden. Nachdem die 3. Scene.
Thüren geschlossen und wieder geóffnet waren, sah man
nichts auf der Bühne als gemalte Luft und Meer. Bald 5
darauf segelten die Schiffe in Kiellinie vorbei. Während
die einen verschwanden, kamen andere zum Vorschein.
Oft schwammen auch Delphine daneben, die bald im
Meere untertauchten, bald sichtbar wurden, wie in Wirk-
lichkeit. Allmählich wurde das Meer stürmisch, und die
Schiffe segelten dicht zusammengedrängt. Machte 4. Scene.
man wieder zu und auf, war von den Segelnden nichts zu
sehen, sondern man bemerkte Nauplius mit erhobener Fackel
und Athene, welche neben ihm stand. Dann wurde über 6
der Bühne Feuer angezündet, wie wenn oben die Fackel
mit ihrer Flamme leuchtete. Machte man wieder zu 5. Scene.
und auf, sah man den Schiffbruch und wie Ajax schwamm.
Athene!) wurde auf einer Schwebemaschine und zwar
oberhalb der Bühne emporgehoben, Donner krachte, ein
Blitzstrahl traf unmittelbar auf der Bühne den Ajax, und
seine Figur verschwand. Und so hatte das Stück, nach-
dem geschlossen war, ein Ende. Derartig also war die
Aufführung.
1) Der Name fehlt an dieser Stelle in den griechischen
Handschriften.
om. a, (i. e. a loco iterato) 21 @örod Aa,: ov0T0 a, ovrog
a,: oUvo Ób 8, 22 ordinem contextus restituit R. Schoene
l.l p. 74 adnot. librorum et editionis Parisinae ordo hic est:
post u$90g lin. 22 sequuntur p. 422, 1—426, 5 (otroe yiveraı
. oUrag và mivoxi). post mívox. in plurimis libris lacuna
his verbis in marginibus appositis indicatur: 00% &orı ovveyns
ó Aóyog ovvog (in aliis verbo Asimeı). tum omnes libri lin. 20—22
(xsgovvüg imi vóv Alavıe ... wöNog) iterant. denique sequun-
tur p. 414, 22—420, 21 (N uàv oov Öudheoig .. . dıdoüce). inde
iam suo ordine libri pergunt: xAsuwQé£vrocg Ó8 xol uev& vocc
p. 426, 5. vid. prolegomena
XXIII
26
-1
416 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKH.
Koraoxsvaßsıv Ó$ Ósi, xc) msg Eyodıbauev, dA(xov
(v BovAowó vig vOv mívexa zowiv, vuAwuxoUDTOV To
/ /, / > ‚Su 2 /
uep&dsı mAwSO9(ov si&avva Ex cavíÓtv éAe«goordvov
ravv' ahdrog 0$ éyévoav al GavíOsg TTod Extov WEOOVG
TOD uNxovg TÜV uaxgoTEowv zAsvQOr. c0 Ó& &Óegog.
Tod nivarnog del xotcouótsuv sig TO zAwvO(ov uéGov,
Und Ó$ TO HAT u£gog Tod zAwvO(ov Hooaxıov xoiAov
dnonfeaı dpavks sig v0 ÜmicO9sv uE0og, @ xoa9«guo-
o69tc.G0v TÜV OvoOv xaraßrjoovraı oi orgogeig Wwijxog
EXOVTES Gore x«i ToUrov xdvob)sv émuTQspoutvov
&voíyso9o«t x«i maAıv xAs(soteu. vàg Vous.
"Eévo oov v0 Hwodzıov éx vv £uzgoctQev HEwgov-
usvov TO AB, ovoogsig 03 ol & Ov 9vg&v xaraßeßn-
xórsg oi I, I. obxoüv Edv vig voig yspoiv émwvotum
Tovg 6TQogsig Ep’ Exdregov uEoog, Avolssı xol xAs(GEL
as $po«g. (va ovv voUro dıd Tijg Gzégrov yívqvat
«orÓucrov, EAnousvng «tijo bad Tg Aslag Ev TH OUQUyyL
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ove aAdyıov dpsorara uuxgov vv Grpog£ov vov EZ,
6rosqóusvov évrógvog. ETEOUTNGE ÖE é£xíviQgov TÀv
6rgopéov xci Ae«ov ondorov émsí(Aqoe OwurASv xc
&véf«Aov TávÓs &xÀAWQv sig TO vQUzxqu« xci émíovgov
uevà xóAA€e évéxgovoa Hal Gz£Aofov cóvov, dGors
unnerı éxGzücO9ci., GAÀAG uéveww Goeoóvog. voro Oi
zoujo«g GxoxeréoTgoc TAGS Ggy&g megl vov übova Tov
uiv are TO II üvoOsv Tod ütovog, mv ÖE xov
1 óà om. G 2 róv A: vq» GT 3 uey&der: an unneı?
z1í«c a, corr. R. Schoene in schedis. an praefers nn&avrag?
4 £»vov: 5 à f. v0 Exvov u£goc 8 &xovig Brinkm. f.
(i © 13—14 xaraßeßnnorog T 15 zovg AT: vo? G
16 yevntaı M 19 &gsevóre Haase et Egger (Prou p. 222):
m
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5
5
<IIT
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 417
Man muss aber aus ganz leichten Brettern einen Das Spielhaus.
Kasten zimmern, der, wie wir. gezeichnet haben, so
lang!) ist, als man das Spielhaus machen möchte. Die Breite
der Bretter betrage ein Sechstel der Länge der grölseren
5 Seiten. Den Hintergrund der Bühne (die Bühnenhinterwand, 2
Schmuck- oder Dekorationswand) mufs man mitten in den
Kasten passend einsetzen, unter der untern Seite des Bühnen-
kastens aber einen kleinen Hohlraum?) anbringen, der
nach hinten nicht sichtbar ist. In diesen sollen, nach-
10 dem die Thüren verpafst sind, unten die Thürangeln
gehen, welche so lang sind, dafs sich auch die
Thüren öffnen und wieder schliefsen, wenn die Angeln
sich unten drehen.
Das automa-
tische Offnen
und Sehliefsen
der Bühnen-
thüren.
Fig. 1022-8.
Es sei also der Hohlraum von vorn gesehen aß 3
1
2
2
a
e
(Fig. 1022), die Angeln, welche von den Thüren nach
unten verlängert sind, y und à. Dreht man nun mit
den Händen die Thürangeln nach beiden Seiten, so wird
man die Thüren öffnen und schliefsen. Damit dies nun
mittels der Schnur von selbst geschieht, dadurch dafs
sie von dem Gegengewichte auf dem Sande in dem Ge-
wiehtskasten angezogen wird, stelle ich quer neben die
ex
Thürangeln in geringem Abstande davon eine sich leicht
drehende Achse e£ (Fig. 102a und 102b). Ich bohrte
aber in jede der beiden Thürangeln ein Loch (4), nahm
eine Schnur, legte sie doppelt zusammen, steckte diese
doppelte Lage als einfache Schnur in das Loch, stiefs
einen Bolzen hinein, den ich festleimte, und schlofs sie so
fest ein, dafs sie nicht wieder herauszuziehen war, sondern
fest sitzen blieb. Darauf legte ich die Enden wieder um
- 1) In den Handschriften steht “grols’ statt ‘lang’.
. 9) Darin befindet sich überhaupt die Untermaschinerie.
ES EN aa a EAT a a a e ELE TLUPTE SUBIUBCEES ES ENREERS URN A SL OO ER 0
dpsorüre a 20 ivrógvog a: sóvóQvoc R. Schoene. cf. p. 344, 1.
432, 10 22 rjv ói a, correxi (nisi f. OumAijv, [nei] viv ài
ivigolov &mAiv leg. Q...» viv àà Brinkm. 25 meol: f. zo o&
265—206 f. và uiv xarà và I, 4 26 f. rag 0$ «or& và E,Z
Heronis op. vol. l ed. Schmidt. 27
418 HP$9NO£X AAESANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ.
5 r0 EZ xévobtv. vgvamuoeg óuoíog vóv KEove éxccovqv
&oynv GxéAefov Emiodpoıg &geoóvog Ticlv EV udAc
Tas ondorovg, viv zur v0 E x«i v0 Z. ai Ö8
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Fig. 102c.
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Yvoas. Órav Ó2 mdáAwv tà Evavria émiGvoégo cÓv 5
1 zo om. T rovnnoas (62?) Óuoíog vóv &Eove (..., tum
x«l éyxgovcag vel simile quid) £udernv Brinkm. f. (na)
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 419
die Achse, die einen nach y und à hin!) (Fig. 102a)
oberhalb der Achse, die anderen nach s und £ hin!) unter-
halb derselben. Indem ich in gleicher Weise an beiden 8
Enden ein Loch (a,, a,, Fig. 102b und 102e) in die Achse
5 bohrte, schlofs ich mit Bolzen recht fest die Schnüre bei
e und £ (Fig. 102b) ein. Die Schnüre werden die Angeln
Fig. 102g. Fig. 102 f.
drehen?) und die Thüren óffnen. Drehe ich aber die Achse
nach der entgegengesetzten Richtung, so?) werden die (zuvor
1) In den Handschriften steht: ‘das eine nach yà hin, das
andere nach e£.
2) Genauer wäre: 'Gespannt werden die oberen Schnur-
enden die Angeln drehen (Fig. 1022)".
3) Die Worte 's0 ... drehen? sind nach Vermutung über-
setzt, da der griechische Text hier verderbt ist.
Éxdovqv 2 tıolv &ocoóvog tr. Brinkm. 3 vàv comágrov
Prou f£ váv ve, f xalb(mrv werk) 4 f. omdoroı vo tion)
27*
26819
490 HP9NOX AAEZANAPF. ITEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ.
&&ova, *x«l u£vvo, &vetnjoovvo, ... OdEV xAc.aQTjoovva.
ci Bo. oUvog oov And WÄg xunjosog due du-
poreonı ai Yvocı (Óvh uiv» AAsıodNooVraL, Óvà Oi
dvoıydrjoovraı. (vc | oov Óu& ig Aslag <abröuarov)
voUro ylvmraı, Evenmga vÓAovg sig vov KEova üvoOstv
ip óv rà H xocl xívoO:v iq Gv và ©, xol Aefüv
OTLETOV x«i xcv«usrogocusvog TO uijxog zog NV
sVoryya Tqv Eyovoav viv véuuov xoi Aslav, Ev ózototg
Óàv 7 dınoriuasıv, Te &yxóAag. x«l Eorw Gzporog
uiv 5 K, dyavilvaı 68 oi A. mv zooTQv obv Gyx-
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xóAAWue. Hal TE ze«geycAcoucTu cOTOÓV zo0g TOV
&&ova sz900x0AÀO0, Vv« un TIıva ocOvOV TERORXPEVTE
Óvcéoyswuxv zag£yuvet. ÖTav ovv N KoyN vijg ozcotov,
&p Ns Eorı vo K, éxüsOtion éx ig Aslag &Axwvot
zig, Avolksı zul HAslocı vov zívPoxe Xodvovg Hal
ÖieAsliuuere ÖLdoüoe. |
1 xci uevroi à: f. ai uiv (Tadeioaı oztdoyrov: ai uevzoı M,
. Paris. suppl. 11 Avsdijcovraı A: Aveydnoovraı Paris. 2431:
kvorydnoovzaı Prou. — f. (of 0$ orgogpeig nal và Evavıla Enı-
cTERPNoOVTa:), OUtv 2 &zó: ózó Brinkm. sed cf. p. 152, 6
3 óvb uiv inserui. cf. p. 488, 2. 17 óvà AG: óvov T
4—5 ylvnraı <aörouarov) Haase in schedis Schoenianis (cf.
p. 416, 17), sed transposui. cf. p. 372, 6. 388, 6 8 f. «al (mv)
9 óc» (= dn &v) Brinkm. coll. Usener Fleck. ann. 1878 p. 66:
dt àv à 10 f. ayndiaı neomv: & à 11 f. róv (&vo
vvlov. cf. lin. 13 19 moórov: « à Ent a: f. mgl: émi
(sive g^) (o? Brinkm. T0: f. TÓv écouévqv A: Émoué£vqv
Prou: f. &yowsvnv. cf. p. 442,4 15 re a: seclusi. cf. 344,16
an Eorı . . . maoandAAnue del.? f. r00vo (105 17 zpo-
r5
0
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 421
gespannten, oberen) Schnurenden (an den Angeln) schlaff,
während die Angeln (jetzt von den unteren Schnurenden
angezogen) sich wieder (nach der entgegengesetzten Rich-
tung) drehen, und infolgedessen schliefsen sich die Thüren.
5 So werden also infolge einer Bewegung zu gleicher Zeit 6
beide Thüren sich bald schliefsen, bald óffnen. Damit dies
nun mittels des Gegengewichts von selbst geschehe, be-
festigte ich oben an der Achse (Fig. 102c und 102d)) in
den Punkten 4 und unten in 9 Pflócke, nahm eine Schnur,
10 mals die Länge nach dem Kasten, welcher den Sand und
das Gegengewicht enthült, ab und knüpfte in passenden
Abständen Ösen (Fig. 102e). Es sei x die Schnur, A die
Ösen (Fig. 102f). Nun lege ich die erste Öse von x 7
aus um den ersten Pflock, von & aus gerechnet, auf s
15 (Fig. 102d)?), die folgende Öse um den untern Pflock &
und so alle der Reihe nach, indem ich sie um die Achse
c£ mit Wachs und Gummi anklebe. Dafs sie angeklebt
sind, ist aber nicht zu sehen. Die lockeren Schlingen 8
(Fig. 102f), welche seitwärts (des Pflockes) zu liegen
»0 kommen, klebe ich an die Achse, damit nicht irgend welche
davon in Unordnung geraten und dadurch Schwierigkeiten
(Verwieklungen) verursachen. Wird nun das Ende der
Schnur bei x an das Gegengewicht gebunden (Fig. 102f)
und sanft angezogen (Fig. 102g)?), so wird sie die Bühne
»5 öffnen (Fig. 102a, 102b) und schliefsen und wird so Zeit
(für die einzelnen Aufführungen) lassen sowie die (nötigen)
Zwischenpausen herbeiführen.
1) Fig. 102c und 102d zeigen den Mechanismus bei ge-
schlossenen Thüren, Fig. 102a und 102b bei geöffneten Thüren.
2) Fig. 102d ist Anfangsstellung der Achse bei geschlossenen
Thüren.
3) In Fig. 102g bezeichnen die punktierten Pflócke 5j, ®
eine beliebige Mittelstellung.
«x0AAo T taoayPevra scripsi: raueyPevrav A: magaydEvre
Prou 19 zig Asiog M, Paris. suppl. 11: 779 Asiov a eig
(pro £x) viv Aslav Brinkm.
XXIV
265°3
422 HPQNOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHX.
(Tavra uiv oov» obvog yívevet yıvowevng CD)
vis zooTQs Avoißeng Nuiv ... Lori, müg ... àv To
river gavijvar Geüux Tertalvovra' megıeupavioaı Ö8
e Tivi ToÓzQ Tv x(vucw Acußdvsı. dei 00V cà
uiv &AÀe zévre uéom vüv Eodiov iv và &üdge, Tod
mívoxog yeypdpdaı Ou éGstg &yovra TIIAVOTETUG, và
Osfi&g Ó& yeigeg wi] ysyocuuéveg év TO ZXVC«XL, TO00-
xsig9w, 08 neparivag ib &Aapoiv HEodtav AszTÓg EV
uch norsıgyaousvas, iva noooriaTa0ı xol umdtv OijAov
&zóoTQue Eywaı. dei Ób xcl v &ouévit, Ev oig Eoyd-
Sovrar, xEgKrıva tive, ztQoGxeio9«, Ób iv veig ysool
x«l Anoyeyokpdaı Tag yeloag óuoyoóovg Toig ÜAkoıg
Gio. x«l và doukvin, ig zoocijxóv Larıv.
"Eovo obv 4$ yelo 4 AB. Erovnyoen ov cUT)V
x«t& vOv Ouov xel Eroinsa vó vovmque TETQÓyOYVOV,
Og yEyganıaı, x«l Ac[Kov xsodruvov éx(ovgov évijouocc
eig uiv róv Quov vevodycvov zoujGcg xcl &vexóAAnoa,
T0 0i Aouzóv TOD émwoUQov GrQoyyUAov nal Asiov as.
rovajoas Ói xord Tod Östıod Ouov t&dimon rov Ewi-
ovgor xc«AGg, fog o6 lxgooxe9(om,vó yeolov eig vo
EndLov. Liv oov xorcAdfousv roig ÓnxvóAowg £x vüv
1 Kal taöra u&v oov inserit R. Schoene 1.1. p. 74. cf. p. 430, 23
f. yevou£vnge 2 ài inserit R. Schoene lacunam statuo.
f. Cbnodsınzeov‘y zs Leid.Scal.45 et Haase: zog à f.züg
' XEovi). vel (Ovvavóv Zorıy. cf. p. 354, 14. 404, 18 3 msQt-
eupavioaı à: zeosugovíce, Haase: f. rgo0Eupavioaı. cf. Philon.
Mech. Synt. IV, p. 72, 6 ed. R. Schoene zeei ... Eupavioaı
Brinkm. 3—4 f. óà (dei) 6 mıdavordreg Monac. 431:
ztUP)evovérog A 7 f. Ceivaı) év 8 élagoóv a: &Aegóv
(sic, secundum Paris. 2434?) Prou (‘de corne de cerf’), apav
mendose etiam M, Paris. 2428 et suppl. 11 9 zoonintocı G
10 ad &v cf. p. 340, 17.412,24. sed v. etiam ad hoc & in-
strumentale Usener Der heilige Theodosios p. 124 12 öuo-
Xo60vg AG: óuógoovg Leid. Scal. 45: öuoxögovg T 13 cóuoot:
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 423
XIV In der Weise also spielt sich dieser Vorgang ab. Nauplius.
Wir haben nun darzuthun!), wie es möglich ist, auf zig 1054
der Bühne nach der ersten Öffnung Figuren Zimmer- "nd 103».
mannsarbeit verrichten zu sehen. Daneben ist zu zeigen, auf
5 welche Weise sie in Bewegung gesetzt werden. Während
alle übrigen Teile der Figuren auf der Flüche der Bühnen-
hinterwand in recht natürlicher Haltung im Bilde dargestellt
werden, dürfen die rechten Arme nicht auf der Dekorations-
wand gemalt sein, sondern sind aus Horn und zwar ganz
10 fein aus leichtem Horn gearbeitet anzufügen, dafs sie sich
ohne sichtbaren Abstand anschmiegen. Auch das Hand- 2
werkszeug, mit dem sie arbeiten, muls aus Horn bestehen
und passend in die Hände gesteckt sein. Die Arme sind
in gleicher Farbe wie die übrigen Kórperteile?) zu malen,
15 die Gerüte dagegen in der ihnen zukommenden Farbe.
Es sei nun ef der Arm (Fig. 103a und 103b). Ich
bohrte an der Schulter ein Loch hinein, machte es vier-
eckig, wie es gezeichnet ist, nahm einen Stift aus Horn,
den ich ebenfalls viereckig formte, fügte ihn passend in die
20 Schulter ein und leimte ihn fest, wührend ich den übrigen
Teil des Stiftes rund machte und hübsch glüttete. Nachdem 8
ich aber eine Bohrung in die rechte Schulter (der Figur)
gemacht, stiefs ich den Stift ordentlich hinein, bis dafs der
kleine Arm sich auf die.Figur (auf der Dekorationswand)
25 legte. Wenn wir nun mit den Fingern hinter der Bühnen-
wand den überstehenden Teil des Stiftes fassen und drehen,
1) Dieses Wort ist nach Vermutung zugesetzt. Ebenso die
Worte “wie es möglich ist’.
2) In den Handschriften steht ‘Körper’.
d Gap rav wege)cı 14 T oozQco T abrodg T 16 exspectes
Öroysyoanıaı. similiter p. 416, 1 Evnouooe AG: £v Nou-
cuoco T 17 évexóMaoa Taurin. B, 1,18 in margine et Haase
in schedis Schoenianis: Evenbhvon a. cf. p.424,6 — 18 f. (ézxoínco
6190y'] 040v 19 an xe«rà (rov) ToU (Endlov) dsEıöv Duov?
cf. v. 15. p. 424, 4: (v0 $wdıov) xor& vov O. &. Brinkm. ad
2dioca e ideo) cf. Hatzidakis Einl. in die neugr. Gr. p. 66
21 oj» om. T
5
424 HP9NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
Ózic0tv UEEWV roD zívcxog TO OztQéyov TOD émioUQov.
GTOEPOVTES, KLVNYNOET«L TO ysoíov. Üzog ovv oz tig
Aeíag c«orÓuorov xKıviraı, od xavovıov TO IA xoci
Tova& xcvi vo © x«l róv émí(ovgov vOv £x vijg gyeioóg
Dbregsyovra eig TO ÖMIOHEV uégog voU zívexog évaguóto
tig TO TOO xavoviov TOUTNUR Gocgórog x«i éyxoAAQ,
ive xıvovusvov roO xocvovíov vita | x«i r0 zoóg To
(QuQ. TO Ó& xcvóviov vobvo xcAsiv«, oozANyytov. sig
r0 Ev oov u£gog Tod borinpyiov rovao«o &fómo«
Gzgrov x«i éxgcucGe Asiav wuoAıßdivnv vqv I xci
ozémmíoa émíovgov vz0 TO &400v Tod VozxA«yyog, rO Z,
iva émoavezxoUNvo, Tod vozAmyy(ov TO (xgov. oUxoUv
idv TQ ÜcxvóAo xévo B«oucousv To bonAnyyıov xov
to I'u£oog, uere QuoQnjoevo. To Zl u£oog Gov cj) Ace:
éàv 0& dguev, Karamsoeiraı El vov éxíovgov éxviozo-
uevng Tijg Asiag xci wvóqov zoujost. émiódosu Ób Hal
Tjj yet Tv x(vucwv Ev TQ £uzgoo0sv u£osu voO
zívoxocg. Vv& oov zvxvOg Hal cOrouétOg Xi,
zegeríü(us vov LOTEOLOAOV Groeqóusvov z&gl éxíovgov
éuzezmmyóv« và Eddpsı Tod zívoxog Ggegóvog. £st
0à Ó &Gvsgíoxog XO006VT« «vr zgoGqvij roóy.Aov vOv
H, megi Ov N ondorog zegueiAmO cioe zoAACxig Gz0-
OoO1jcsvau vij Asia, iva Erionwucvn T] Asie xovà wixgov
émiovQégy vov &ovsQíoxov xal 0 &ortQíoxog vog 0T00-
6
oig vov Voninyya xooóg zvxvá. To Óbà £Gyavov
4 rovzà AG: TQUmTUe T 7—8f. zo moös To Oo (xsolov):
TÓ Cxeglov v0» wgög r.o. Brinkm. — 9 »:f.fvegov MWI:fE
11 bz0 Scripsi: &zt a. cf. lin. 12. 15. an rfjg? sed cf. lin. 25
12 f. EmavanKunTeL «Ent Tovzov) To Tod dorinyylov oov.
Enavanadsruı T 13 f xovofoorjoouev. cf. p. 96, 4. 158, 13
Lot, ‚Coregionov viv tr. rov &crtgíoxov (ràv Ey Brinkm.
21 ooró scripsi: cor & 24 émiovoíge, a: corr. Haase et
Prou 25 *9Qobsu, à: corr. Prou
10
25
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 425
so wird sich der Arm bewegen. Damit er sich nun ver-
mittelst des Gegengewichts von selbst bewegt, stelle ich
eine Latte (einen Hebel) yó her, durchbohre sie bei ®,
setze den Stift, der von dem AES aus nach hinten de
Fig. 103b.
5 die Bühnenwand herausragt (Fig. 103b), fest in das Loch
der Latte und leime ihn ein, damit sich auch der Arm
an der Schulter bewegt, wenn sich die Latte bewegt.
Diese Latte (Hebel) heifst Schlaghölzchen (Hyspléngion). 4
Nachdem ich dann in den anderen!) Teil des Hebels ein
1) Nach Vermutung statt des handschriftlichen *einen'
. übersetzt.
426 HP92NOZ AAESANAP. IIEPI AYTOMATOIHOIHTIKHX.
uégog Tijo omdQrov dyxvioO9iv mgl vüv vAOv TEOL-
tidereı &p' oo v0 H. Örav tunaerı viv yetoe XVvelot ou,
GzoG0yu00cicc and Tod vóAov Tmegıyvoin.
XXV T& uiv zegl&vobg vexvovsiovrag otro (Ev) Ta
Be TUVOXL (pivera). | vAsıodevrog 0b xol werd ade 5
Avoıydevrog, Ósi rotg uiv Textovedovrag unser pulve-
ode, v&g Ó voabg xaOtAxou£vag.
2 Tiveraı oov xol Todro, x«9üg uAAousv Afy&w.
óDóviov dei Außeiv Aszvov xal zvxvóv, iGov &yov u£ystog
TO Tod nivanog Eödpei, voUro 0L yoloavrag OygorárQ 10
AtvxG yoojwurvío, Vv« sóAUvrOg Övvnteı Gvveıdeiodeı,
Swypapiocı rag x«0tAxouévag vadg x«l ztoocQévrag zxoog
TOv zt(vexc v0 u&v ivo ucoog z9oonAGGoL KEVTELOLS TOOG
To Tod mivanog Émíms0ov om abrv viv Tod mAwS(iov
wAevodv, zo0g 03 v0 xéávo u£pog Tod 6HoVlov zpooadwa 15
y«Axobv OfsA(Gxov OV OAov zyog £yovra oUuusrQov,
3 iva elAoövreg zegl vov 0ffeAtoxov vo 09óviov eis v0 üvo
uégog ToO zívexog xol Gvoro&vevrsg xcAGg X90 T100-
uev ózó iv zAtvgOv Tod zAwO(ov x, Or«v BovAo-
1 róv rvAov M, Paris. suppl. 11: zo? vó4ov a 2 órov a:
önog àv Prou 3 &zo06yoctt6cc om. T ztQvyvoém &: mwegl
yvoí«g M, Paris. suppl. 11, Barber. II, 82: eoıyvoing Prou: f.
megryvoln del. et totus locus sic restituendus est: ürev (à? ó£gy
umAerı TV xsioe nıvsiodaı, &mocyacÜsice dd Tod vUÀov N
. &ywóln Ennintery. cf. p. 348, 4. 358, 4. 430, 13 (D^ üvav
unnerı <xosia 7 » Brinkm. 4 f. uàv Qobv» A. 8 £v et
yiveraı inseruit Prou 5 de contextus ordine vid. p. 414 et
prolegomena x«i AT,: om. G: eis T, 9 dei Aefeiv Prou:
Öichaßeiv à 10 zó AG: có T xgloavrag scripsi: yoloavrsg a
(xe1jo- G) 11 cvvasictüui M: cvveudijot'a: AT: ao9i ead V G
12 zoocÜévr«g scripsi: zoocQévrztg a 13 zoocnAóoct scripsi: |
meoonAoocheaı A »evroloıs Prou: xovroíowg à 15 moooayaı
Prou: mgooyodyaı AG: meoyodyaı T 18—19 an xero d Ouev ?
V. p. 428, 7. sed cf. p. 450, 10. 452, 3 | .
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 4927
Loch gebohrt, band ich eine Schnur daran, hängte an diese
ein Bleigewicht ı (Fig.103a) und befestigte einen Anschlag-
stift & unter dem Hebelende als Stütze für dieses. Drücken
wir daher mit dem Finger den Hebel an dem Ende y
5 nieder, so wird das Ende d mitsamt dem Gewichte empor-
| gehoben. Lassen wir es (das Ende y) aber los, so wird
| ‘das Ende à infolge der Anziehung des Bleigewichtes mit
lautem Anschlag auf die Stütze niederfallen. Der Hebel 5
wird ferner auf der vorderen Seite der Bühnendekoration
10 den Arm in Bewegung setzen. Damit er nun häufig und
von selbst sich bewegt, stelle ich ein kleines Sternrad
(Asterískos) daneben, das sich um einen fest in die Tafel-
fläche (die Bühnenhinterwand) (als Achse) gefügten Bolzen
dreht. Mit dem Sternrade soll eine Rolle « verbunden
15 sein; um diese soll die Schnur vielfach geschlungen und
dann nach dem Gegengewicht geleitet werden, damit dieses
durch das Anziehen (der Schnur) das Sternrad allmählich
drehe und letzteres infolge der Drehungen oft auf den
Hebel schlage. Das üufserste Ende der Schnur wird 6
20 in einer Öse um den Pflock bei n gelegt. Wenn aber
der Arm sich nicht mehr bewegen darf!), wird die Schnur
vom Pflocke abgestreift und fällt herunter.
XXV In solcher Weise wird also die Arbeit der Zimmer- 2. Scene.
leute auf der Bühne ausgeführt. Wenn dann ge- I mn
25 schlossen und danach geöffnet ist, dürfen die Zimmer-
leute nicht mehr sichtbar sein, sondern man sieht, wie die
Schiffe vom Stapel laufen.
Dies geschieht, wie wir gleich angeben wollen. Man 2
mufís ein Stück feiner, dichter Leinwand (Prospekt) von
so gleicher Gröfse als der Boden (die Fläche) der Bühnen-
dekoration nehmen, sie mit einer sehr flüssigen (dünnen),
weilsen Farbe bestreichen, damit sie sich leicht zusammen-
rollen läfst, den Stapellauf darauf malen, sie an die Bühnen-
hinterwand halten und oben mit kleinen Stiften an deren
1) Nach Vermutung übersetzt, da der griechische Text
verderbt ist.
498 HP29NO£X AAESANAP. IIEPI A'YTOMATOIIOIHTIKHZ.,
usüw, (pOuev, &qeüiv Ób v0 09óviov c£cA(conves bad
Tod Pagovg roO OffA(oxov x«l cvvvówog izstALGGó-
4 uevov x«Àéym và £v TÓ nivası ysygouufva. vobro
oUv bei yEvsodaı xsxAsLouévov Tod mívoxog cOTÓUOTOV.
Fig. 104a.
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xcv ToU siAQ|uevog ze «órQ Erovaidm sig v0 &dw-
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-
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 429
Flüche gerade unterhalb der Seite (Decke) des Kastens
festnageln, unten dagegen an die Leinwand einen bronzenen
Rollstab (Obeliskos) heften, der durchweg von mälsigem Um-
fange ist, damit man die Leinwand (den Prospekt) nach dem
5 oberen Teile der Bühne um den Rollstab wickeln, sie ordent-
lich zusammenrollen, unter die Seite des Kastens zwüngen
und nach Belieben herunterlassen kann. Wird der Prospekt
niedergelassen, so soll er infolge des schweren Rollstabes
sich abwickeln und, indem er dies schnell thut, die Bilder
ı0 auf der Schmuckwand verdecken. Dies mufs nun bei ge-
schlossener Bühne automatisch ausgeführt werden. Anfangs
hat der Prospekt oben aufgerollt zu bleiben. Das erreicht
man folgendermaísen. Wenn er ordentlich nach oben ge-
wickelt und unter die Seite (Decke) des Kastens gelegt war
15 (Fig. 104a), bohrte man unterhalb der Rolle, aber dicht
dabei ein Loch in die Flüche der Bühnenhinterwand und .
stiefs durch das Loch von der Rückseite der Bühnenhinter-
wand nach ihrer Vorderseite die Öse einer Schnur (Fig. 104b),
bis sie in ganz mälsigem Abstande vorragte und durch
20 einen Nagel festgehalten ward. Wie grofs der Abstand sein
muís, ergiebt sich aus der Sache selbst. Dann bohre ich
gerade dem Loche in der Bühnenhinterwand gegenüber an
der (oberen) Seite des Kastens ein Loch, das breiter ist als
das untere, und feile es aus, um es zu glütten.) Neben
25 diesem Loche muís man die Rolle des Prospektes zwischen
die (Schnur mit der) Öse (und die Seite) zwüngen und von
oben einen Bolzen durch das Seitenloch und die Óse stecken.
So wird die Rolle des Prospektes zusammengerollt bleiben,
da sie von der (Schnur mit der) Öse festgehalten wird.
1) Dieses Wort ist nach Vermutung übersetzt. Die Lesart
des griechischen Textes ist unverständlich und scheint verderbt
zu sein.
2— 38 &nsumnecóuevov a: correxi 3 »aldıpeı a: corr. Haase
in schedis Schoenianis 5 f. moöregov 6 f. ov (vobvo»
1—89 co) zAw$ov ... &reunion eis om. T,, add. T, mg. — ózó
«ro à: correxi |
e
490 HP2NO£X AAESANAP. IIEPI AYTTOMATOIIOIHTIKHZ.
qog ToU zívexog, xci dG0090*) Ói& roO rovzuorog éx
Tod Omnio)tv u£sgovg ToO zívaxog eig TO &uzgooUtv
uéoog &yxóAy Gzígrov, &og uiv zposiys oUuueroóv vL
dLdornun xci Eniodow dCzxoAqp9y Couoórog. TQA(xov
0i dei eivaı, abrd TO moüyuc deiksı. sivc xov abrd
TO Ev TO Eddpsı voUmquc vovzO mz«o& viv zAsvoiv
Tod zAwwO(tov roUmquc sbgUrsgov roO Ara xol Ówo-
QuvÀ «OvÓ, Oxcg 'zAs(o. xol 'zegl toöro 'siAqu£vov
tod 6Woviov Tmegıopiybaı sig viv &yxóAmv xal dı@ocı
269 0$ rovjmqueríov Tod Ev vij mAevoü nal üvo9tv me-
6 oóviov dıaoag did Tüg Ayaving. uévsu 00V Gvvsoguy-
-J
XXVI
uévov TO siAqu« Tod O€0víov cvvsyóusvov oz Ovi.
Ov«v Ó& Ó£m xc«AvgOivea. rà iv vÀ mívexi, xsxAst-
cuévav rv 9vgàv Erondocı viv Ondorov vx»v no00ÖEÖE-
uévmv Tjj ztQóvg, Anodsdouevnv Oi sig viv Asia.
oUrog obv advre và Erınahvntöusve éxoreiro, GyveuAm-
Oévvo xoci Eis vo émáAAqA« vetüfvva Hal Exacvov
cUrQv GyxüAqv xci zsoóvqv Aeóv. 000v Ó àv róxov
xev«Ac(m Ta siA«guéva vOv O80víov, imi voGoUvrov
Avripocoosıy Gevícw, iva un BAéxqvet. To 08 6avi-
dıov yiveraı Oz£güvoov rov vov. dei 0b Ev eovÓ
zoımMocı ErLoTVALov 6TQ0yyVÀAÓyAvgov, va &yn Aslav Odıv.
Tebvo uiv oov obro yivsraı. xAsıoHEvrog Ob nal
&vovy9€vrog Tod zíveaxóg pausv uuóiv palveodaı zA)v
&£gog x«i DaAdoong vyeyocuuévov x«i UETE TEUTE
zCQUzAsiv TÓg voOg.
1 de aoristo óO»j9c cf. Veitch Greek verbs* p. 715 zo ex T
3 dynvins a: corr. Prou — ezégrov Ambrosianus C 266 infer.
m.2:7:«0& TOU & moosige a: moooyfj Prou: f. zoo£ym 6 rovzó
Prou: zeürkp (sic) A: vovz&v G: voozquo T 7—8 die-
oQuvà à: corr. Prou 8 nleio a: f. Acıö z£ol à: f. zeg&
M
5
d DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V, ALEXANDRIA. 431
Soll aber die Bühnendekoration verdeckt werden, so muls
man bei geschlossenen Thüren die an den Bolzen gebundene
und nach dem Gegengewicht geleitete Schnur herausziehen.
So wurden also alle Prospekte hergestellt, indem sie auf-
| 5 gewickelt, der Reihe nach oben aufeinandergelegt wurden
| und jeder von ihnen Halteöse und Haltestift erhielt. So 7
* . yiel Raum aber, als die Rollen der Prospekte einnehmen,
is& durch eine Bretterwand zu verdecken, damit sie nicht
gesehen werden. Das kleine Brett wird über den Thüren
10 befestigt. Darüber muís man einen Architrav mit rundem
Schnitzwerk anbringen, damit er einen gefälligen Anblick
darbietet.
XVI So wird also diese Scene vorgeführt. Wenn die _ 3. Scene.
Bühne geschlossen und (wieder) geöffnet ist, so er- Tn
15 klàren wir, es sei nichts als gemalte Luft und Wasser zu
sehen und danach würden die Schiffe heransegeln.
1) Fig. 105c ist handschriftliche Figur und steht vorn in
den Prolegomena.
v0Ur0 ex roórov corr. A . regi vO0UTO: ztQÓvnv Prou — f.(v0»
elAnuwevov. cf. p.434,8: ro elänue Prou: s(Amuévov edit. Paris.
9 f. (dei) neoıopiydaı (an tantum meglsgyıydaı?) 9—10 f.
eis vi]jv &ywbAqv nal GvoOtv msgóvqv dıLaocı Ó.& TEVTNURTOg Tod
&v vij mAsvo& wol uà vg &ywbAne. wevei o)v are. 9 (Oe
02) xci Prou 10—11 ói vovznruev(ov . . . ài& om. T,, add.
T,mg. 11—12 GvveGquyuévov T 183 f. zívoxi (Cyeyoouuévo.
cf.p.428,3 14 f. (der) &nondocı, nisi forte Eromacaı praeferes
(dnonäceı codd.). cf. Philon. Mech. Synt. IV, p. 66, 1 ed. R. Schoene
15 &zoósüsuívqv Prou 16 ovrog G: otro AT f. ém-
woomrovva. cf p. 412, 13. 450, 15 17 xol (ante &£fjg) om. G
f. (dore) [xol] £x«ovov eovüv 18 Außov a: f. ar (scribi
poterat etiam [x«l] Erdorov ... Außovrog) 19 s/Amuévo: scripsi:
tioqnuévo a: elAmuere Prou. cf. p. 434, 8 20 f. (dei) &vvi-
qQococsuv (an G&vvígoaoos?) &vtwpococov G covícw: an
covıdia? 21 f.rov QvoOv del. £v oov a: im^ obvó) Prou
22 an (xo dmso» EmiorbAuov? cf. 350,8 Emuorölıov M,:
&rtırvlıov a — £qy AG: Eyev T Asiov a: TÓstov Prou 23 oov
om. A hoe caput non disting. T f. «ol (md 24 &v-
oud'évvog 0: T unóiv galveodcı R. Schoene (cf. ad 342, 8):
un &upalvscde: a: undtv Eupalveodeı Prou
439 HP9NOX AAEFANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHX.
lloujGousv oóv x«i và mzsgl vOóv zAobv obcog.
EE éx«végov WEOOVS vOv $vgüv z«gà rovg GvQogtic
&, 6 míva& TONOVS xsvobg xovezspoeyutvovg éx TOD
xcrà zoóo0sv Ilias dmsgyafou£vovg oiov TAOROTL-
Ócv. Lv ÖE roig xsevouceGu cvoUroig vzomsqpouyuéve
vavidıe Exriridereı xcvóvia EXOVTE uéooa vevQéyove
icóxAsvocm sioyaouéve x«l óp8d, Gv ai yaviaı Eoovraı
xaradsdsusvar. Eoovraı Ói vobva EAdrve, va ui
kente Övra ÖLaoropmvrai. Hal HETOdEVv uiv «orOv
Eoraı TE00RELUEVvE TvonVidie y«Àxü Evroova, oig Ozo-
#sloovreı EZumveildia, Vv« Dom sÜGrQopu, vobsv
3 08 TorooyyViAa E£oyaodevra al Adie.. nal üvoOtv
tig zÀsvQ&g Tod zAwO9(ov TovVandelong bLmdmoeraı,
Gore un oplyyeıv wire Alav EbAvrov eivaı Tag GvQ&-
qto09«, TOÓTOY ytvouévov Ósi ycorqv Außovra Aszró-
rarov TOV (eciuAuxÓv xcAovuécvov &zorsusiv «OvOU TO
usjxoc, TA(xov v zsQiéym Uwog TO Tod zívoxog éOogog
&og vOv OÓfoví(ov rv cvvaAquivov x«i 'Gzorsuvóv-
TOv T0v Öupaiov ToU xcorov zoooxoAAWooL. cOTOv
zo0g TOv xcvóv« TOv fx Octuóv ToU mívexog, MOTE
&vrl Tod OuquAo0 vov x«vóvc zQoGxexoAAWoOQL, xol
obrog vozxoGrQégovre TO ÜNEOEYOV TOÖ zvoxog MEQLE-
4—5 naoaozadıe Prou l.l p.230 5 éw» edit. Paris.: éx a
6 oavidın AG: die T,, corr. T, 9 dıiworgepovra T 10
rooneluseve GM 11 sebovroogo T 12 f. 08 (và wxavóvix
Eoro) ovgoyyóAa 13 f. diwodnostaı cf. p. 276,6 . 14 Ala,
L ex sı corr., A: Ae(ev GT óg à: f. vó 15 f. ro?rov (oiv
ovrog» 16 an oco (pro oózo?) (xovà)» ro uijxog? 17 meoı-
eye T To Qwog a, transposui . éÓcgovg Prou 18 foc
Prou praeeunte Baldio (“infino’): óg a 18—19 f. &zovtuóvzo:
&mzorsuvÓvvog (sic) Prou 19 róv ÓugcAóv ex av Óugoeióv
eorr. À 21 xoci Prou: 7 à 22 zocrofíqovra A: ómoccoé-
povrag Prou: &miorg&povra Monac. 431. cf. p. 434, 2. 18
[e
5
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS Y. ALEXANDRIA. 433
Die Seefahrt werden wir nun in folgender Weise dar-
stellen. Auf beiden Seiten der Thüren neben den Angeln
soll die Bühne leere, verdeckte, vorn eigens wie für Pfeiler
(Pilaster) hergerichtete Räume haben. In diesen Hohl-
5 räumen werden unten versteckt Brettchen niedergelegt und
befestigt (Fig. 105a), in deren Mitte kleine, vierkantige,
gleich stark (gleichseitig) gearbeitete Latten (als Achsen)
aufrecht stehen; deren Winkel!) sollen unten verbunden sein.
Diese Achsen sollen aus Tannenholz sein, damit sie sich
10 nicht verdrehen, wenn sie (aus schwererem Holze gemacht)
zu dünn sind. Unterhalb derselben sollen rundgedrechselte,
bronzene Zapfen angefügt sein, unter denen sich kleime
Lager befinden, damit sie leicht drehbar sind. Oben sollen
die Achsen rund und glatt gearbeitet sein. Oberhalb der
15 durchlócherten (oberen) Seite des Kastens soll man sie so
durchstecken, dafs sie keine Klemmung verursachen, aber
ihre Drehung auch nicht allzuleicht ist. Nach diesen Vor-
bereitungen mufs man sehr feines Papier von der Sorte
des sogenannten Königspapiers nehmen und so lang zu-
20 schneiden, als die Fläche der Bühnenhinterwand bis zu den
zusammengerollten Prospekten hoch ist, und nachdem man
den Rollstab (Omphalós)?) der Papierrolle abgeschnitten,
ist es an die Achse zur Rechten?) der Bühne zu kleben,
so dafs statt des Stabes die Achse angeleimt ist (Fig. 105a),
25 und indem man den über die Bühne hinausragenden Teil
dreht, muís man bei geschlossener Bühne das Papier um
die Achse wickeln. [Der überragende Teil wird so lange
gedreht, bis die ganze Fläche der Bühnenhinterwand von
der papiernen Wandeldekoration verdeckt ist. Das wird
1) So steht im Griechischen. Man erwartet “Enden”.
Vielleicht sind aber “die scharfen Kanten’ unten gemeint.
2) Dieser Omphalös (umbilicus) war ein dünner, auf den
Rand des letzten Blattes geklebter Stab, um den das Papier
zusammengerollt wurde. Auch die hervorragenden, durch
Knöpfchen von Elfenbein oder Metall verzierten Enden nannte
man Omphalof.
3) Von der Bühne aus gesehen.
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 28
2
3
n5
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434 HPQNOZ AAEEANAP. IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ.
Asiv TOv yaoryv zsol vOv x«vóv« xtxAtLGuÉvov ToU
zivaxog. [robro 0i émi6voégevon fog Qv émiuxaAvge,
04ov To é£Ücqoc Tod zívoxog TO xdorm. Eoraı Ö8
ToUro, E05 v Emil TOV TOD ErE0ov xavóvog vómov £y-
ylons ... nEniNgWHEva TE x«l obvog, idv vv aAcovdn,
Gzxoréuvewv.| dei àà bozxoxoAAWGe:! zo Qv &gy5v Tod
Xcovov x«vóvc GqóO0p« Aszvóv sloyaouévov. Zora obv
To slAquévov AIR Tov ze«geGríóc xsxovuuévov, boTE
&vegyuévov Tod zívaxog u) 6odcdeı. évagrà obv
ozégvovg AemTüg | elg TO xavóviov Tb zo0c vij doyij Tod
ycorov zpoGxexoAMuévov ... KLTWHEV TEIL TO muga-
GvíüLov Tod zívexog, GAAwv Oi üvo9tv mag& TO ozto-
Yvoıov xci anodidwu sig vóv üAAov xevóva rov dv
roig &bcvÜuoig uEgEOV. oUxoUv iàv msQutycusv vóv
xavóve, ENIONKOETKL vig Gmágrovg' éxsuAmthjooveat yao
ai ondgroı Eimornusvaı slg viv &oyqv Tod ydorov, xol
e ,
axoAovdmoEı 6 yéoTuc. xsxAsuGuévov oov TOO mzívoxog
&og voGoUrov EXLoTgEpEodw, fog Qv ÉmwueAvp9y, BAov
ro &dapog TO ydorn. Zora Ó$ obrog &éo« zul QA«G-
cov £yov yeyoeuuéve. ive ovv abrdunTog zogey£vivat
6 Xéovue x«i ig As(ug fegíog émiomou£v«ge veysie
zUocyoyn) ylivnraı zog To zo0À0 zAij9og vv zAoícov
raganielocı, Oti zoounyowxoccte rore.
1 xavóvc a: Gbovo Prou, sed cf. p. 432, 6. 434, 4. 13
2—6 vo)vo ... Kmorzuvew seclusi — 8 f (o)x) kom — 5f.
(Os? de To vo) mívowoc Edapog uóvov Eng vàv óQovíov àv cvv-
euAmuévov TOO ydágrov, Ürev và wovóvi Eyylong,> nenimpwrevaı cs
nal otrog are. cf.p. 432,171.18 — 8 mapnordda AG: mogecrdóc T,
Lov supra scr. ead. m. — «exovuuévov M: xsxovuévov à 9 iy
&orà AT: £v aor G, ex Leid. Scalig. 45 correxi 11 (GAAqv
uiv» inserit Prou: f. (ziv x 16 &&nornuevaı edit. Paris.:
é&nvquévos a 18 rocoQro et vocobro Prou f. im-
ovoegéoU)n (Ó xavàOv) 19 oorog G 19—20 YaAdsons T
15
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 435
aber nicht eher!) der Fall sein, als!) bis man der Gegend
der anderen Achse nahekommt. Es ist aber notwendig,
wenn man die Wandeldekoration der Achse wirklich nahe
gebracht hat, dafs man die Flüche der Bühnenhinterwand
5 nur bis zu den Prospektrollen gefüllt hat.") Und falls
etwas überschiefst, ist es ohne weiteres abzuschneiden.]
Man mu(ís aber unter den Anfang des Papiers einen sehr
dünn gearbeiteten Stab leimen. Die zusammengerollte
Wandeldekoration sei neben dem Pfeiler (Pilaster) ver-
10 steckt, so dafs sie bei offener Bühne nicht zu sehen ist.
Ich binde nun dünne Schnüre an das Stübchen, welches
an den Anfang des Papiers geleimt ist, die eine unten
neben dem Pilaster der Bühne, eine andere aber oben
neben der Oberschwelle und leite sie nach der anderen
15 Achse auf der linken Seite (Fig. 105a). Drehen wir nun
die Achse um, so wird sie die Schnüre anziehen. Die
an den Anfang des Papiers gebundenen Schnüre werden
sich nümlich aufwickeln, und das Papier (die Wandel-
dekoration) wird?) folgen. Man drehe also bei geschlossener
20 Bühne die Achse so lange, bis der ganze Flüchenraum mit
der Wandeldekoration bedeckt ist. Diese wird (zunüchst)
ein Bild von Luft und Meer darstellen. Damit nun die
Dekoration von selbst erscheint und trotz des schwer-
füligen (langsamen) Anziehens des Gegengewichts in Rück-
35 sicht darauf, daís eine groíse Anzahl Fahrzeuge vorbei-
segelt, auch schnell vorgeführt wird, so muís man vorher
folgende Vorrichtungen treffen.
Es sei die Bühne, von hinten gesehen, «870 (Fig. 105a).
Und der obere Teil der Achse, um welche sich die Wandel-
1) Die Worte ‘nicht eher’ und ‘als’ fehlen im griechischen
Texte.
9) Dieser Satz, der fast ganz nach Vermutung gegeben ist,
scheint, wie der ganze eingeklammerte Absatz, verdächtig.
S. die Einleitung zu Fig. 105.
3) Wohl zwischen Leitbrettern (z, z).
20 &yov G yeyo«puéve, & ex qv corr., A 22 yivercı T
zAoíov M, Paris. 2432, suppl. 11: mieiov a
piis
5
e3
436 HP92NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
ec
7 "Eovo yàg xara vo ÖMLoNEV uégoc qewóusvog ó
mívet 6 ABI, x«i Tod xavóvog, msol Ov éA(Gceva,
Ó q&ovuc, TO Uztocvo u£goc é£sA(xvQuv verogvevuévqv
viv ZH ..., «ci ag0g vóv zívaxa éxávo vàv oozAny-
yiov xci vÀv d6Teploöxwv TÜV TàÀ qspíu xvwvovrvroQv 5
&zoGzéo«c wuxooóv nEgıridnu vóuzxevov 10 OK. Zyéro
0i TO vrÓuz«vov ... xc«và xovo&v UE00g xÓxAc TETOR-
8 vevusvov ToóyuAov. x«l zsol vOv ütove Tod Tuundvov
GAÀov negıridnu KEova umgdv zoocGeQ«oórc To ovi
rov M, Onwg 'cvugvij óc Aue orgapiosteı welfovı 10
Tvundvo. xtQutLAYGCg oov Gzáovov eo viv HZ
&eA(xrouv, bon uéAAsL EEeAloosıv vOv ydoryv, *Üv dzro-
üíÓcuL ... zmegl Eregov tQÓyiAov ... TO zoÓTo Tou-
navo Tóv M zeQi&AG vw sig viv Asiav &zoüsüouévqv
I amogrev' £ovo Oi 7 N. OijAov ovv Ori wuxgóv vig 15
Gmégrov &AxvGOüeícug Ooxó vij; As(ug m0ÀAU MÉpos TOO .
yéovov xoi voy émeuAmonosvo. ü&ov ÖE, iv à Eyeı
To TUunavov, ... TO IN. xon 0à vobg &oreoíoxovg xol
TO TÜuzcvov &vsuzxoü(orog xvwesicta..
folk distinguit T eroe y&e GT,:om.AT, »ar&om.G 4 f.
(éyévo,) xai — smo0g à:f moQ& 6 f. megazidnu. ef. p. 424, 19.
446,4 — 7 f. rounavov (xorü TO) wcrà xovoàr uígog xov-
Q&v à: xoÓrvegov codex Graecus Baldii 1.1. p. 46 8 zeöyılov
a: f. &óove 9 GEovo a: f. voóyuov. cf. v. 18. neoagaeörere T
10 M scripsi: utv a f. ovupvns ov, nisi forte evuqvij oc
ut glossema ad vroocepwoóvc delenda sunt f. (To) weigovi
11 2£G 12 f. 1v (sc. orderov) 12—13 f. arodldauı (sis
ro rdunaevov vr O K,y 13 f. (róv» Ereoov f ics 6TQ&-
qóuevov) a — 14 uG T 16 EAnvodesiong Prou (c . p. 440, 6.
452, 4—5): Eugudelons a: Euhudeionn M ueoog A: ueosı GT
(A sic: udo, incertum propter chartae maculam, utrum uos
corrigere voluerit necne) 17 f. &neindHeemı — iv à a: f.
cv o &yev A: f. rogyeı 18 f. gero ins. v8 a: f. OX.
in codicum figuris litterae axis desunt. JN iam funem significat.
cf. lin. 15
491
Fig. 105a.
raa a a a a)
D
\
EEE ENT TE IE
°
N
\
N
N
N
N
Meer RT
Fig. 105b.
XXVII
211
2
3 c
438 HPSNOZ AAESANAP, IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKHZ.
O uiv oov zeoiímAovg oUro yivsraı. ol Ó$ ÓzA-
giveg ÖTE uiv Haraddoovraı, Óórt Ó& PAViooVTEL xou
vóv Ümoysyoauusvov TQózov. éx Tijg xívo mAsvoüg
Tod zxAwwO(ov Tijg zQ0g TO Pmopdxıov Touoouévuo
uuxoov End vv 6TQogpécv zoAutOv éxmoíqc« ixxomüg
Gvev&g WoE yougorTqoiorv, Gors dıapalverw sig TO
OQwodxiov xé&ro. xe«vkAcBov oavida &ygopoe TO ÓsA-
guvégux, Aline Bovkounı, xci NTEOLETEUOV x«i TEQLEO-
olvnoa mv éxvóg yoauuiv. Eoro 08 ü£ó»iov Und c&
oreova Tod ÖeApıvaglov, Ev à Enke neodvnv ci0uo&v
X«L ... elg T& 6TE0v« Tod Öeigyıvaglov. &oro sig nv
&xxomv 'óyosusvov && &évóg u£govg voóqyuAog xozso
To vzoysyoeuuévov: y Ó& éxxomp "| ix Tg mA&voüg
n AB, ü&ov 0$ 6 I4, voógyuAog 0$ 6 EZ. vovaó obv
vóv üE£ova Kara Tv Ennommv (xe«víü» TO © xal Eve-
ange nv mEodvnv Tod ÖeApıvaglov. oUxobv Edv Tig
neoLdyn TOv TQÓyiAov Tjj yEıol, ÖTE uiv xovoÓUGstcL
6 deApıvioxog Ada Oi Tijg éxxozijg sig TO PWopKxıov,
órà 08 Avadvoereı Ev TO mívexi. iva 00v abröuaTov
(ToÖTo) yYevyraı, Gzíorov AnayrvAmoag TeoLTldmuL
ztQi vOv TÖAov Tüv Evövra Ev TO vgoyíAo ov Z xol
neoıeilgag TOv Todyıhov Arodidwur sig nv Aslav.
1 ob» om. T 5 émoínosv a: corr. Haase et Prou — éxxo-
z&g Leid. Scalig. 45: éxoz&àg AG: éx mo&àg T 6 ids
Scripsi: oreyrv&g A 7 ie a: f. nal Anßov — coví(óc à
covíóu M 8—9 magısgelonon: AT: megL£ggiviod G 10 5
refer ad á&£&óviov Enno M: £omnío a: f. Evennde. cf. lin.
15—16 1E CEumemyviov) eis. cf. p. 440, 1 —Éfero $9.
Prou 12 óyoóusvog Prou ^ oóyuioc: f. voóyiov 14 f.
<Eoro) N 15 xorà inserui 16 f. ÖsApıvaglov (eis m
Tod Gbovog Tobmnuc) 17 xevraüvcsrau. GT: vadvoeraı A
20 ro)ro inserui. cf. p. 372, 6. 388, 6 22 f. (msgQl» vóv
toöyılov
0
m
20
| DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 489
dekoration wickelt, sei mit einer rund gedrechselten Walze £4
versehen. Nach der Bühnenwand hin oben über den kleinen
Hebeln und den Sternrädern, die die Arme in Bewegung
setzen, stelle ich in geringem Abstande eine Welle 9% auf
5 (Fig. 105a und 105b). Es sei die Welle an der Seite
mit einer rings gedrechselten Achse!) (o&) versehen. Um 8
die Achse der Welle lege ich noch eine andere kleine
Achse?) u, welche mit der Achse (der Welle) fest ver-
bunden ist, auf daís sie, damit verwachsen, zu gleicher Zeit
| 10 mit der grófseren Welle sich dreht. Ich wickle nun eine
Schnur um die Walze «f£, so lang, dafs sie die Wandel-
dekoration abwickeln kann. Diese Schnur?) leite ich nach
der Welle 9x?), und ich wickle um eine andere Rolle?)
(Winde) #, welche zugleich mit der ersten Welle sich
15 dreht?), die nach dem Gegengewicht geleitete Schnur.
Das sei v. Es leuchtet nun ein, wenn die Schnur nur 9
wenig von dem Gegengewichte angezogen wird, so wird
ein grofser Teil der Wandeldekoration und zwar schnell
aufgewickelt.") Die Achse, an welcher die Welle läuft”),
20 sei®) o&. Die Sternrüder und die Welle dürfen sich aber
in ihren Bewegungen nicht hindern.
XVII Die Flotte segelt also in solcher Weise vorbei. _3. Scene
Die Delphine aber werden in der unten beschriebenen ee
Weise bald untertauchen, bald zum Vorschein kommen.
T —— -
1) Handschriftlich: “Rolle’.
2) Diese Achse ist weiter unten (Z. 13) als “Rolle” (Winde)
bezeichnet. Die Bezeichnung u beruht hier auf Konjektur.
3) Im griechischen Texte, der hier verderbt ist, steht statt
‘diese Schnur’ das Relativum *welche' in Bezug auf die Deko-
ration. Die Worte ‘nach der Welle #x? fehlen.
4) Vielleicht ist zu schreiben: *um die andere Rolle (Winde)
u^? (= Achse u, vgl. oben Z. 8).
5) Die Worte “welche zugleich’ und ‘sich dreht beruhen
auf Vermutung.
6) Richtiger vielleicht: 'abgewickelt".
7) Dieses Wort ist nach Vermutung gegeben. Im Griechi-
schen steht ‘hat’.
8) Dieses Wort fehlt im griechischen Texte. Ferner nennt
dieser irrtümlicherweise die Achse v& statt oé.
440 HP$£NOZ AAEZANAP. HEPI ATTOMATONOIHTIKHZ.
6 08 ÓsAguvíaxog obvoc Lumennyaog Loreı sig cvÓv
(bove óg ... ép. ob 6 K, moóg Öohds Ov và üEowi,
6 0b I'A4 übov zgóg óg8àg và dmpaxim.
XXVIII Ilegas ovv éyovvog vo
mopczmAov xAtuoO91j60vtcL
méAuw ci Boni, xai m
ondorog Einvodeloa« éx-
ondosı TO mEObViov x«l
xorageliheı TO Of óviov, £v
© Zora 6 NoómAuog ys- y
yoauusvog 6 vov zvgoov
qoxcog x«i v) Admva. nal
&vovy9évtos ToO zívaxogc
al uiv vig oO palvovrzaı,
272 à 0b | mposıEnuEVe. Ózjoet
OB x«i vov zvgGo0v sofvc
2 dvonalsodeaı. ^ zowuj6ouev
oov xcl và xc«và rv mvo-
60V obvog' Eoraı "uiv Éxi
TOU émioTÓAOv Kal TÜV TQL-
yAUgov Gocvig éxioxorotoo | 20
ÓvU 0Aov Tod zívoxog, ijvug Fig. 1062.
erinahrhpeı Tüv re &beAx-
TQ«v T)v TOv nepdnAovv Kyovoav x«l v)v ToU zvgog
zoayucteiav xci viv NG ungaviis Eragoıv, ivo undtv
TOV TEOEENUEVOV elg TO xovà NO60PEV u£oog toO zíva- 25
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p 4)
7177
10
15
1—2 f. cóv (TI) &£ove 2 f. oc (0 voóyiiog» f. ro K.
cf. p. 426, 2 3 f. (loro cà 1—8 Enondos AG: xol
ondosı T,, corr. T, 13 o0 AG: ET (&paivoveaı): an otuízi?
15 xol om. G 19 émiovóAov AG: cvóAov T: imiorvAíov Prou
28 zvoüg: f. mvoco? 24 Emapaoıv G 25 wovtà zoócO)zv
AT: xevezoóc)tv G: wdvm zoóc)üsv Prou. cf. p. 352, 8. 432,4
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 441
In der unteren Seite des Kastens (dem Bühnenboden),
welche dem Hohlraume angepafst ist, machte ich in ge-
ringem Abstande von den Thürangeln Ausschnitte (Spalten)
(Fig. 1062 und 106b), so eng wie für Holzzinken, doch so,
Fig. 1066.
[
Ü !
X har), onem
! l
' !
& Be IN. RB
LU
les
Fig. 106 b.
5 dafs sie in den Hohlraum unten Licht lassen. Dann nahm 2
ich ein Brett, malte beliebig groíse Delphine (Fig. 106 e),
beschnitt es ringsum und feilte den äufseren Umrifs aus.
Unterhalb der Brust des Delphins befinde sich eine kleine
Achse. In dieser befestigte ich einen eisernen Stift, der
442 HP9NOZ AAESANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
3 xog qarmraw Oxoc 0i un GAóyog 7 | cavlg Erıneiuevn
mM), derög moooridera abc x«dzso IM voloxo: và Ö8
Anohsındusva EXATEIMHEV ATEoVYLa hg Gav(Oog + E&mı-
pvVeraı ueiavı N dep‘ Tidereı 08 Eyoudım vhs EEsAlk-
roc«g 7 ungern. Tij; 0$ ungaviig é« Tod GAAov uégovg 5
N TOD zvgcoO Yiveraı xe«vcGxcevi ToLabın OUGQ. dx
Aem(0cv xy«AxOv si move. adden xuoriouov
4 nöue un &yov, &AÀ& dyavss. Todro 68 dei cvijco.
óp90v Orion Tijg oRvidog vijg émixoAvxzTOUGQo Hal
xcmA&GGe«L zog mv zAsvoiv Tod zÀAwO(ov. £yéro O8 10
to uiv Eöapog To xifWovéguov zog vij oavidı, và O8
xécue Em BAémov tig oavidog. &u Ói tig üvo mAsv-
Q&c Tod xiBcov«oíov £xxexóq9e Oz) dıLapalvovoa dos
Yvois, Bote Or«v AUyvog xcióusvog TEIN slg TO xıßo-
TegLov, TO Tijg pAoyog auTod Oujxcuv üxgov slg v0 vo 15
u£oog Tod xiorcoíov dia Tijg bmg. roUrov Ó vzdg-
5 yovrog 6 Aóyvog broxelodn xcióusvog. AA Ok Asmı-
dio xcÀxQ TQvydvQ xovezouctousv mv ómáv, Gore
anoxenheiodeı viv pAdya. mávo 0b Tod xif)oraQíov
x«l Tijg zexcueGuérog Asnldos Exıridnu Ebouare 20
TEXTOVUXG Enodterae. obxodv Örav droonden r0 Asmí-
dıov To nenwunxog mv Ömiv, 1 YADE Tod Adyvov
1 &mıneıuevn M. (idem proposuerat R. Schoene 1.1. p. 75):
Erıunneiuevn AT: dmıuması ev weon G (altero xev a manu rec.
deleto): &mıu<&v)n xewévr Haase: ig^ 7 sivo, Prou 9) prae-
eunte edit. Parisin. inserui (ézl* un xsıu&vn ed. Paris, ** f. 4
in margine) 2 mgooridnzeı Prou au AG: HT 3 &mo-
Aınöusve T 3—4 Emıpdsra a: f. &nıpdosraı (synon. uoAdvo
450, 4—5): &mıyoleraeı R. Schoene 1.1. p. 75. cf. Dioptr. 188, 12
12 Bénov T 13 xıßoraglov T mg. (cf. p. 444, 3. 6): «i-
Bóvoov T: xo (= *froov?) AG: xıßorod Leid. Scalig. 45
14 sig om. T 16 roöro T f. óà (otros) 18 xor
zopuctousv AT: xevà mouerítousv G
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 443
auch in der Brust des Delphins festsitzt.') In den Spalt
trete mit einer Seite eine Rolle, wie die unten gezeichnete.
Der Auschnitt aus der Seite (= Bühnenboden) sei «ß
(Fig. 106b), die Achse yd, die Rolle ed. Ich durchbohre
5 also die Achse gegenüber dem Ausschnitte bei 9 (Fig. 106a
und 106c) und stiefs?) den Stift des Delphins hinein. Wenn
man nun die Rolle mit der Hand dreht, so wird der Delphin
bald nach unten durch den Spalt in den Hohlraum ver-
sinken, bald aber auf der Bühne auftauchen. Damit dies 4
. 10 nun von selbst geschieht, mache ich in eine Schnur eine
Öse, lege sie um den Pflock £ (Fig. 1062), der sich an
der Rolle befindet, und nachdem ich die Schnur um die
Rolle geschlungen habe, leite ich sie nach dem Gegen-
gewichte. Der kleine Delphin soll aber so in die Achse (y6)
: i5 eingefügt sein wie die Rolle?) bei x, nämlich rechtwinklig
zur Achse (yö). Die Achse yd bilde aber rechte Winkel
mit dem Hohlraume.
VIII Wenn die Schiffe nun vorbeigesegelt sind, werden 4. Scene.
die Thüren wieder geschlossen, und sobald die Schnur pn 20d et
20 angezogen wird, zieht sie den Bolzen heraus und lälst
den Prospekt fallen, auf welchem Nauplius mit erhobener
Fackel und Athene dargestellt sind. Und nach Öffnung der
Bühne sind die Schiffe nicht sichtbar, sondern nur die eben
bezeichneten Personen. Es mufs aber auch sogleich die
25 Fackel angezündet werden. Die Vorrichtungen zum An- 2
zünden des Feuerzeichens treffen wir in folgender Weise.
Auf den Architrav (Hauptbalken) und die Triglyphen
(Dreischlitze) setzen wir ein Brett, welches die ganze Bühne
überschattet und die das Heransegeln bewirkende Walze
30 sowie die Vorrichtung zum Anzünden des Feuers und das
Emporheben der Schwebemaschine verdecken soll, damit
von den eben erwähnten Dingen vorn auf der Bühne
nichts zu sehen ist. Auf dafs es aber nicht den Anschein 3
e2
1) Nach Vermutung zugesetzt.
2) In. dem eigentümlichen Wechsel der Tempora schliefst
sich die Übersetzung eng an das Original am.
3) ‘Die Rolle’ nach Vermutung zugesetzt.
444 HPQNOZ AAEZANAP. IIEPI ATTOMATOIIOIHTIKHZ.
(wevet vv Evaudvov, nal cb9ocg Kvanavdmoereı. ztolv
0b rà Edauare xcevbüvoi, oo BAémeva,. dj Tod Adyvov
6 PADE xexovuuérm Ev v& xoraoío: xci yàg EUAwov
Fig. 1072.
LITTLE
WEE. - - — m-— 4. a
LITTIELLLI III
DÄDANILAGANRITTAABLARAANTN
éxvoUguov Es, Ev PovAmusda Teising ndvroden
zwudsavres Gógerov oma Tv pAoya. iva 0b 5
e
&cq«AGg uévg 6 AUyvog iv vÀ xıßorapi@, mtgóvuov
1 f. sóQvc (rede) — 8 yàg AG: vb T A4 émiobovov AT:
éníovoor G: f. xAtu€oíov, nisi f. v. 8 xal yào usque ad vers. 5
pAöya delenda sunt. vid. proleg. ad fig. 107
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 445
gewinnt, als sei das Brett ohne Grund darauf gesetzt,
wird ein Giebel grade wie bei einem Tempel darauf an-
gebracht. Die nach beiden Seiten übrigbleibenden Ecken
(Pterygia, Flügel) des Brettes werden mit schwarzer oder
5 mit Luftfarbe bestrichen (Fig. 101). Die Schwebemaschine
wird so aufgestellt, daís sie sich dicht neben der Walze
befindet. Auf der anderen Seite der Maschine wird das
Feuerzeichen folgendermalsen vorgerichtet. Aus Kupfer-
platten ist ein kleiner kastenähnlicher Behälter herzustellen,
10 der keinen Deckel hat, sondern offen steht. Man mufs
. den Behälter aufrecht hinter das ihn verdeckende Brett
stellen und an die Seite (Decke) des Bühnenkastens an-
nageln (Fig. 107a). Der Boden des Behälters liege am
Brette an, die Öffnung aber nach der dem Brette gegen-
15 überliegenden Seite. Aus der oberen Seite des Behälters
(Fig. 107b) schneide man eine Licht durchlassende, einem
Fenster ähnliche Öffnung, dafs die Flammenspitze eben im
Behälter durch die Öffnung dringt, wenn eine brennende
Lampe in den Behälter gestellt wird. Nach diesen Vor-
20 kehrungen stelle man den Leuchter brennend darunter
(Fig. 107a). Mit einem anderen, dreieckigen Kupfer-
plättchen verdecken wir von unten die Öffnung, so dafs
die Flamme abgeschlossen ist. Aber oben auf den Kasten
und die zur Verdeckung benutzte Metallplatte lege ich
25 sehr trockene Hobelspüne. Wenn ich daher das die Öffnung
verdeckende Metallplättchen fortziehe, so wird die Flamme
der Lampe die Hobelspäne anzünden, und diese werden
sofort in Brand geraten. Man sieht aber die Flamme
der Lampe nicht eher, als bis die Späne wirklich anfangen
30 zu brennen, da die Lampe im Behälter versteckt ist.
Dieser soll nämlich auch mit einem kleinen, hölzernen
Nagel!) versehen sein, für den Fall, dafs wir den Behälter
vollständig von allen Seiten verdecken und so die Flamme
unsichtbar machen wollen. Damit aber die Lampe im
1) Man erwartet statt "Nagel' eine Bezeichnung für einen
Verschlufs, etwa “Schieber” (vgl. S. 401, 25) oder “Klappe aus
Bronze’. Vgl. die Einleitung zu Fig. 107.
er)
XXIX
218
446 HP9NO£X AAESANAP. IIEPI ATTOMATONOIHTIKHZ,
EOTW ÜregEyov éx Tod xévo uégovg. 6 Óbk Avdyvog
é6vo TÜV sig vovg Acuntioag EußehAdlousvov xci zspi-
vi)euévov wEol zegóvqv. (ve oov zsgl vov xoQxovrc
x«LQóv coróucrov GvowyOj; TO Asmidıov, mzegovíQnu,
&Eóviov üztcyov And Tod zvoóg. éx Ói tig AsmíÓog
aAvosidıov évéwe«g EEednoa sig v0 üEÓviov, Ómcg Orav
&xiovoogi) TO GEóvLov, HEQLELANDT TO &AvosióLov xol éxi-
oraontaı To Aenidıov. éxiovoéUsr 05 Óuo(cg vo üEÓviov
Gz&orog éx vijg Asiag weol vUAOv. £Gvo Ói To AsnidLov
to A, aAvosldıov 0 zsgl Tobg TVAovg vo B, (£c 8 có
I, vóAog Ó& To A, ondorog dt 7) meol vóv vóAov v0 E.
Davevrov Ói TÜV zposupuuévov x«l TOD zvpüg
&voxocvOévrog, xAsuGOQGceru,. mdAwv 6 mívab. x«l éx-
Gzoc«oc N ozmáorog viv z&igóvqv She TO Ógóviov, iv
Q Lore xaraysygauusdvn vj vevayla vüv vov x«l To
Tod Alavrog to0iov ww«yóusvov. Ev Ó& vd mívox
pavioeraı 5 Admvü. | Eoreı 0$ y Bícig «OTijg &yovon
Ev roig nE001x0V0L rózoig vÓAovg. Aal ule uiv ezáo-
Tog Eysgei abııv Eniomaoauevn éx voU ÖMLodEV ufpovg
Tod iGyeQíov xovà To Gíxcoue eris" Czx007009065í016
dE Tadıng AAm zsouxeuuévm nel TO Ooodxiov z&pi-
dbsı eUTMv, Eng v £A9n imi dv abrov vómov, Ogtv
eEnAdEV' anooyaodelong 0$ Tadıng AA ondorog ém-
GzxéGev«L ix TOO &Zuzgoc)ev WEgoOVS Tod ioyoeoíov xci
otro xotüxAwei viv "A9€vàv.
3 f. meoövag 5 f. (uixoóv» &zéyov — &níyovva T (quam-
quam &éóviov, non &£óv«e habet) 6 2Esdvce T 9 (zs0i-
veUsicc meol. cf. p. 358, 9 10 f. weol vovg r)Àovg del.
12 caput non disting. a: distinxit Haase zveög: zvoco? Prou
14 f. xoveootibsr 15 yeyoauuevn R. Schoene vnüv a: f.
ve@v. sed cf. Philon. Mechan. Synt. IV, p. 98, 32 ed. R. Schoene
20 f. &zocxyocOsíong. cf. p. 426, 3. 446, 23 24 Zungoodev
scripsi Schoenium (l.l. p. 76) secutus: ömıodev a
t5
0 ^
25
+
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 447
Kasten feststeht, rage unten aus dem Boden ein kleiner
Pflock heraus. Der Leuchter sei ähnlich, wie man sie
auf die Kandelaber stellt und auf Haltepflöcke schiebt.
Damit nun zur richtigen Zeit das Plättchen sich von selbst
5 öffnet, stelle ich eine kleine Achse (Rolle) in geringer Ent-
fernung vom Lichte auf. An die Metallplatte knüpfte
ich eine kleine Kette und band sie an die Rolle, damit
das Kettehen sich rings herumwickle und das Plättchen
anziehe, sobald die Rolle sich dreht. Eine vom Gegen-
10 gewichte aus um einen Pflock gelegte Schnur wird in
gleicher Weise die Rolle drehen. Das Plättchen sei c
(Fig. 107a und 107b), das Kettchen um die Pflócke!) B,
die Rolle y, der Pflock ó, die Schnur um den Pflock ez.
XIX Sind nun die oben erwähnten Personen erschienen 5. Scene
— i5 und ist das Feuer angezündet, so wird die Bühne Eee:
wieder geschlossen. Dadurch, dafs die Schnur den Fig. 1088—e.2)
Bolzen herauszieht, wird sie den Prospekt fallen lassen,
auf welchem der Schiffbruch und schwimmend die Figur
des Ajax dargestellt ist. Athene wird aber auf der Bühne
20 erscheinen. Ihre Basis soll an den entsprechenden Stellen
Pflöcke (Fig. 108a und 108c) haben. Eine Schnur (s) wird 2
die Figur der Athene?) hinten von der Hüfte aus anziehen
und aufrichten, dafs sie im Gleichgewichte ist. Wenn
diese Schnur aber abgelöst ist, so wird eine andere, welche
35 rings um den Hohlraum liegt (c; Fig. 108b), die Athene
herumführen, bis sie zum Ausgangspunkte zurückkehrt.
Ist diese Schnur aber abgestreift, so wird wieder eine
andere (e) die Athene auf der Vorderseite der Hüfte an-
ziehen und so niederlegen (Fig. 108e).
ej
i
1) Vorausgesetzt, dals die Worte echt sind, ist wohl an
die Pflöcke oder Zapfen am Schieber und an der Rolle zu
denken, an denen das Kettchen befestigt ist.
2) Die genauere Beschreibung des rekonstruierten Mecha-
nismus sowie Figur 108a—e s. vom in der Einleitung zu
Figur 108.
3) Diese hat man bis jetzt vornüberliegend zu denken
(Fig. 108 a).
XXX
[E
3
-
448 HPRNOZ AAEZANAP. IIEPI. AYTOMATOIIOIHTIKHZ.
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rovzYunsı xcvi wijxog zsQuACu re. TE Kogddg £mu-
ospoig* zpoGxoAAGreL 08 x«l Ómucütv Tod dovid(ov TO
1 caput distinxi: non disting. a — Tjuiv AG: 7) uiv T: &uol M
2 à v: Brinkm. et Prou: óze a 4 Eimyrodar G 5 £0a-
gos G: üg (— Epos) A: po T f. vó (ro) Alevrog». cf v.2.
p.446,16 6 oóróv a: cóvó Haase, sed non opus est corrigere,
si Aiacis nomen additum erit f. £v (re) 10 &ußvnes a:
corr. Prou (cwuflóxeg voluerat etiam Haase in schedis Schoe-
nianis, sed rursus delevit): &umvxeg Parisin. suppl. 11 in marg.
et Ambrosianus C 266 infer. supra scripsit 11 $weod»xwv G:
ódxiov AT f. &unomig (xoi víjg «cro 19 vaícxo: an
zívowL9 Tterayueveı à: corr, R. Schoene in schedis suis 0vo
scripsi: c a: “f. f? Parisin. suppl. 11 in marg. 14 ordow 8:
corr.R. Schoene — 2ysoQiv: dgyacdtv Prou. cf, p.432,12 f. i
Est) 16 f. ix (Tod dvo uégovg» Tod ozsoO oov 18 megı-
Aaußeveı a: megıhaußdveıw Prou 18—19 f. émioógowg (mooc-
nynvAouevag)' 19 v0: f. vu (miorvoudrıov) ef. Dioptr.
188, 19. 20
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 449
XX Schliefslich haben wir noch auszuführen, auf 5. Scene
welche Weise der Blitz in die Bühne schlägt und Shut)
die Figur des Ajax verschwindet. Dies geschieht
nun, wie wir gleich im einzelnen erklären wollen. Wo der
5 Boden (die Fläche) der Bühnenhinterwand ist, soll die Figur
des Ajax") (auf dem dritten Prospekte) gemalt sein. Ihm
gegenüber sei in der oberen und unteren Seite des Bühnen-
kastens ein Ausschnitt gemacht (Fig. 109), ähnlich wie wir
ihn bei den Delphinen?) beschrieben haben. Man spannt nun 2
10 von der oberen Seite des (oberen) Spaltes zwei sehr feine
Saiten von der Sorte, wie man sie auf die Sambyken ?) zieht,
bis unten in den Hohlraum durch den oben und unten*)
befindlichen Ausschnitt. Damit sie im Tempelchen (d. i. auf
der Bühne) straff sind, werden sie oben an zwei Wirbel ge-
15 knüpft, damit die Drehungen der Wirbel ihre Spannung
bewirken. Man richte aber ein dünnes, längliches Brettchen 3
so auf, daís es leicht durch die Spalten geht und auf
seite der Oberschwelle der Thüren aufgestellt über die
Oberschwelle selbst nicht nach der Bühne hervorragt. Hat
?0 man dann zwei Lócher der Lünge nach hineingebohrt, so
umschlefst es die an Pfílócke geknoteten?) Saiten. Es
wird auf der Rückseite des Brettchens ein dünnes Blei-
plättehen °) befestigt, damit das Brett (eine gewisse) Schwere
hat. Führen wir nun mit der Hand das Brettchen oben 4
25 durch die Spalte, so wird es (bestimmt) in senkrechter
Richtung über die Bühne nach unten fallen, weil es ja
rings an den Saiten geführt wird. Diese Saiten streicht
man schwarz an, damit sie nicht sichtbar sind. Das untere
x9
1) Dieser Name ist hier nach Vermutung zugesetzt. Eben-
so ist das Eingeklammerte wie sonst erklärender Zusatz der
Übersetzung.
2) Vgl. oben S. 443, 3.
3) Das sind harfenartige Saiteninstrumente mit sehr dünnen
Saiten zur Erzeugung hoher Töne.
4) Die Worte “und unten? fehlen im griechischen Texte.
5) Handschriftlich: *umschliefst die Saiten mit Hilfe von
Pflöcken’. ..
6) Im Texte steht nur ‘Blei’.
Heronis op. vol. I ed. Schmidt. 29
450 HP9€&NOZ AAEZANAP.IIEPI AYTOMATOIIOIHTIKH.
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VoL à: COrrexi 10 ueveı R. Schoene. cf.p. 430,11 (an wevei £2):
PAeneı 8,:00£. 1442. 130711 xo ijxov G: xoxo AT N AG:
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ouov AT 13 v0 (0' Alavrog) Prou: f. ro (085 16 &nınadd-
apnraı Prou: Enıinaldypereı à — vo$vro G, Ambrosian. C 266 inf.:
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(apud Prou p. 247 adnot.b): &yyslov a: f. Eyyıov 19 f. (xal
TOUTO) MOOCANOVEVEUNTL. cf. p. 342, 22 mgoamovertungeu 1
Orwg à: obras Prou Usados: ex &zoxcAvgtévrog corr. T
20 f. ro (Uoeue 5» Ouotov. cf. p. 854,5. f. Óniotev (usodv.
cf. Dioptr. 188, 19. sed v. supra p. 416, 12 ee Prou: dd a
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TE nivonss navrss Ouoíog HL vroUrov olxovouobvra«,,
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1 €«A«ccotiós? Monacens. 431: 4«eA«ccotióij A 3 Ave-
ozooupévovr Prou 10 f. votoóvov 12 (uto ÓwAAdocovcat
Prou: f. <roig uó901g». in calce omnium codicum Asieı legitur,
sed iniuria
1) Dies Wort ist nach einer Vermutung übersetzt. In den
Handschriften steht: “sieht nach oben’.
2) Der Satz beruht in dieser Form zum grölsten Teile auf
Vermutung. Statt “etwas vom Lande’ könnte man auch “etwas
von dem in der Nähe Befindlichen, etwas aus seiner Umgebung?
vermuten.
3) In den griechischen Handschriften steht am Schluss
ohne Grund: “Unvollständig’.
DIE AUTOMATENTHEATER HERONS V. ALEXANDRIA. 453
Ende des Brettchens glüttet und vergoldet man auf der
unteren Seite so viel als möglich. Auf den oberen Ab-
schnitt malt man ein flammenartiges Bild, dafs es die
Vorstellung des Blitzes erweckt. Läfst man dieses Brett 5
5los, so fällt es mitten auf die Figur, da die Saiten ge-
spannt sind. Das Brett bleibt!) aber oben, wenn es
durch einen Bolzen festgehalten wird, wie schon die Pro-
spekte. Dies geschieht, damit die Schnur im richtigen
Augenblicke den Bolzen anzieht und den Blitz schleudert.
10 Hat der Blitz eingeschlagen, so verschwindet auf folgende
Weise die Figur (des Ajax). Es ist noch ein anderer
Prospekt vorhanden, der zwar ebenso wie die übrigen
gemacht, aber schmal ist, damit der Prospekt blofs die
Figur des Ajax verdeckt. Auf diesem sind die See gemalt,
ı5 ähnlich dem (früher erwähnten) Meere, welches die Figur
(des Ajax) umgiebt, und die Wogen. Ist noch etwas vom 6
Lande sichtbar, so ist auch dies dazu genommen, damit
abgesehen von der Verdeckung der Figur (des Ajax) der
Prospekt unverändert erscheint.") Auch auf der Rückseite
20 muls der (schmale) Prospekt in gleicher Weise noch mit
Meerfarbe, bestrichen sein. Damit man aber in keiner
Weise es merkt, wenn der schmale Prospekt darüber ge-
deckt wird, so ist er oben zusammengerollt und wird von
dem einen Bolzen gehalten, von welchem auch der Blitz
25 festgehalten wird. Wird dieser Bolzen daher gezogen, so
schlägt der Blitz zu gleicher Zeit in die Figur, wie die
Figur von dem Prospekte verdeckt wird, so daís es den
Anschein gewinnt, als sei sie wirklich vom Blitze getroffen
und verschwunden.
30 So setzt man also die Vorgänge auf der Bühne in Scene. 7
Ebenso führt man durch solche Vorrichtungen sümtliche
Bewegungen der Figuren sowie die Bewegungen vom Orte
aus, und die Automatentheater werden alle in ähnlicher
Weise durch diese Einrichtungen in Betrieb gesetzt, nur
35 dafs sie (in den zu Grunde liegenden Fabeln) von einander
abweichen. ?)
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APPENDICES:
HERONIS ALEXANDRINI DE HOROSCOPIIS
AQUARIIS FRAGMENTVM
PHILONIS BYZANTII DE INGENIIS
SPIRITVALIBVS
VITRVVII POLLIONIS CAPITA QUAEDAM AD
PNEVMATICA PERTINENTIA
IIEPI TAPIQN OQPOXKOIIEION
FRAGMENTUM.)
. Ozrog ovußalveı xc9' óucAqv QUciww tOnrog éx-
ee Außeiv 1g0)vov, re 00« e "Hoa Ó umgevındc
&v roig llegi v$OQícov (gocxozsíov Edidake.
Keveoxevdtevat yàg Gyysióv vv Éyov bmw bg àv
„Aebvögn, OV ng Óu«AOG, óc Edog, Övvereı To Gong
Exgeiv. Oztg TQONLTUORENÖBBER nv py ijo EXOVCEDG
&yov Ors noßrov éx Tod Öolkovrog 6 ljALog 2 zoOTQV
&xTivo Adds El. x«i v0 Qebcav ÜÓcQ Ev Q y X06vo
6 OíGxog ózig rüv Ógífovra yivercı puAdtrereı qois,
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&vaToAijo óucAQg xal GvexAsízmvOG Hal GxcUGTOG Qviv
Ev évéQO Gyysíp' xul vo Qebcev TapausrgsitaL, zoGc-
mAcGióv Eotı Tod xcvà viv &vevoAqv Anpdevrog ÜOuvoc:
x«i roUrÓ' quow “Zora àvdAoyov vQ goóvo' xol eg
ro U0cp zog TO Uc, oÜrog Ó oóvog zpóg rv
X9óvov."
1) Exstat apud Proclum Diadochum Aypotyp. astron. ed.
Basil. 1540 p. 42, ed. Halma p. 107.
5 Óoíov dpgooxoztíov Paris. ond 2363 (s. XIV?).
2392 (s. XV) secundum Halmam. cf 2, 18: $ógocxoztíov ed.
Basil.: öögeiov Papp. p. 1070, 2 Hu 7 xAewióoeg codd. — Fog
écrí codd. 8 nuraorevdterui codd. 10 ó YArog codd.: om. ed.
Bas. 12 eit’ igstijg to ed. Bas. 13 an «eL dnravctog del.?
14 x«l ró om. codd.
5
1
e
15
20.
ÜBER WASSERUHREN.
EIN FRAGMENT.
Wie es möglich ist, auf Grund eines gleichmäfsigen
Ausflusses von Wasser einen Zeitabschnitt zu bestimmen,
dazu führen wir alles an, was schon der Mechaniker
Heron in seiner Schrift von den Wasseruhren!) gelehrt hat.
Man konstruiert nämlich irgend ein Gefäfs mit einer
Öffnung wie etwa eine Klepsydra, mit deren Hilfe das
Wasser, wie gewöhnlich, gleichmüísig ausströmen kann.
Dieses Gefäls richtet man vorher so ein, dafs es mit dem
Ausflusse beginnt, sobald die Sonne vom Horizonte den
ersten Strahl darauf wirft. Und das Wasser, welches in
der Zeit ausfliefst, in welcher sich die Sonnenscheibe über
den Horizont erhebt, wird gesondert aufbewahrt, darauf
in einem anderen Gefüfse das Wasser, welches fortgesetzt
am Tage und in der Nacht bis zum andern Sonnenauf-
gange gleichmälsig, ununterbrochen und unaufhörlich aus-
fliefst. Und man stellt durch Messung fest, in welchem
Verhültnisse das (in 24 Stunden) ausgeflossene Wasser zu
dem während des Sonnenaufgangs erhaltenen Wasser steht.
Und dies Verhältnis, sagt er (Heron), entspricht der Zeit.
Wie sich das Wasser zum Wasser, so verhült sich die Zeit
(des Sonnenaufgangs) zur Zeit (zu den ganzen 24 Stunden).?)
1) Nach unserer Auffassung ist diese Schrift identisch mit
der S. 3,15 erwähnten, selbst wenn der Titel der Baseler Ausgabe
der echte sein sollte. Anders denkt de Rochas a. a. O. S. 75.
Dies eine Fragment zeigt aber schon zur Genüge, dafs die
Schrift von der Zeitmessung und nicht von der Recherche des
sowrces handelte. Auch ist kurz vorher bei Proklos von
eoocxozsíov (Wasseruhren) die Rede.
2) Hier bricht Proklos das Citat aus Heron ab. Bei Heron
folgte vermutlich dann die eigentliche Beschreibung des gleich-
mälsigen Ausflusses, wie er sie auch in der Pneumatik I, 4
(S. 43—47) giebt. Die handschriftliche Figur zu letzterem
Abschnitte (s. vorn Fig. 5a) stimmt auffallend mit der in der
Baseler Ausgabe stehenden, anscheinend auch einer Handschrift
entnommenen Figur (vorn Fig. 5b) überein, die wir daneben
gesetzt haben, um eine Vergleichung zu ermöglichen.
299 Rose
900
LIBER PHILONIS
DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
In nomine dei pii et misericordis incipit
liber Philonis de ingeniis spiritualibus.
I.
Dixit: Quia tuum, amice mi Ariston, iam novi
desiderium ad sciendum ingenia subtilia, voluntati tue
obnoxius interrogacioni respondeo, petieioni de hoe
libro componendo libens aequiesco, presentem siquidem
diligencie tue instituo tractatum, ut de omnibus que
huiusmodi quesieris ingeniis tibi non incommodum sit
exemplum.
De his itaque tractare incipiens inprimis assero
quod harum sciencie rerum nonnullis sapientum naturae
sunt incognite. unde et philosophi qui in rebus eon-
sideraverunt naturalibus plurimorum erronee opinioni
non consentientes dixerunt vas vacuum non esse,
quemadmodum ipsi arbitrati sunt, sed vel aére vel
aliquo aliorum eorporum plenum. ego vero in presenti
negotio brevitati cupiens deservire nec eorum verba
3 Hunc Philonis librum primus edidit V. Rose Anecdota
Graeca et Graecolat. II, 299—313 6 mi Ariston Rose: Mar-
zotom vel mi argutom codd. 14 nonnullis Rose: nulli codd.
10
15
20
DIE DRUCKWERKE
PHILONS VON BYZANZ.
Im Namen des heiligen und barmherzigen Gottes?)
beginnt Philons Schrift über die Druckwerke.
5 I.
Er sagte?): Da mir jetzt, mein lieber Freund Einleitung.
Ariston, Dein Verlangen, die trefflichen (pneumatischen)
Erfindungen kennen zu lernen, bekannt ist, so willfahre
ich Deinem Wunsche, antworte auf Deine Frage und er-
10 fülle gern Deine Bitte, diese Schrift zu verfassen, indem
1) Dieser feierliche Anfang erklärt sich daraus, dafs die
lateinische Übertragung nach einer verlorenen arabischen Über-
setzung angefertigt ist. Auch der originale griechische Text
ist nicht erhalten.
2) Falls der Name Ariston, dem Philon bekanntlich das
4. und sog. 5. Buch seiner “Mechanischen Zusammenstellung’
(Mngavınn oóvvo£ig) widmete, richtig hergestellt ist, so darf man
wohl zu dem Eingange die Anfänge des 6. und 7. Abschnittes
des arabischen Codex 966 in Oxford vergleichen. Dort steht,
wie Herr Baron Carra de Vaux die Güte hatte brieflich mit-
zuteilen, im Eingange des sechsten, 24 unbekannte Philonische
Kapitel (Druckwerke, Automaten u. dgl.) enthaltenden Ab-
schnittes: „Er sagte: Ich habe erfahren, mein lieber Ariston,
dafs Du grofses Verlangen habest, die physikalischen Apparate
kennen zu lernen. Deshalb habe ich Dir dieses Buch widmen
wollen, damit Du darin Deine Befriedigung findest.“ Darauf
folgt die Beschreibung von 24 Apparaten. Am Anfang des
siebenten Abschnittes steht dann: „Archimedes hat gesagt:
Mein lieber Ariston, ich will Dir erklären, wie man die
Wasseruhren konstruiert.“ S. dazu die Einleitung.
801
460 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,.
inducere nec controversancium obiectiones ad presens
volo pertractare, ne dispendiosam sermo meus ineurrat
prolixitatem. constat quippe et liquide declaratur, immo
eb manifeste sensui apparet quod aér unum ex primis
sit elementis, ex rebus quoque primo nobis manifestis
et sub sensu cadentibus, re quidem, non nomine tantum.
de quo suffieienter dicturus sum ad manifestandum
quod intendo, et confirmabo quod aér est corpus sic.
Ik
Si enim accepero vas, quod vacuum esse putatur,
sic formatum, ut in medio sit amplum, in summo
strictum, cuiusmodi sunt amphore que in Egipto fiunt,
et inpressero illud in aque profundum, nichil penitus
aque intrabit, donec exierit inde
pars aéris, et post exitum aéris
fiet aque Ingressus. huius autem
ostensio ex hoe erit exemplo.
oportet itaque, ut accipiatur vas,
quale predocui, non amplo ore,
in cuius fundo sit foramen mi-
nutum et obstruatur cera. deinde
convertatur vas ore verso et'po-
natur in profundo aque. curan-
dum tamen est, ut recte sit
positum a nulla sui parte in-
clinatum. et sie inprimatur cum manibus, donee to-
tum in aqua submergatur. quod si paulatim et sua-
viter extrahatur, invenietur interius siecum, in nulla
ipsius parte preter os exterius madefaetum. hine
Fig. 110.
10
e
1
1
2
2
e
5
e
c
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 461
ich die gegenwärtige Abhandlung für Dein gewissenhaftes
Studium bestimme, auf dafs Du von allen Einrichtungen
dieser Art, über welche Du dich etwa unterrichten willst,
eine bequeme Darstellung hast.
Indem ich nun meine Abhandlung hierüber beginne,
betone ich, daís einzelnen Naturforschern die Kenntnis
dieser Dinge abgeht. Daher stimmen die Philosophen,
die tiefer über die natürlichen Dinge nachgedacht haben,
der irrigen Ansicht, wie sie die meisten hegen, nicht bei,
sondern sie haben erklärt, ein leeres Gefäls gebe es nicht
in dem Sinne, wie eben jene es meinten, sondern es sei
entweder mit Luft oder irgend einem von den übrigen
Körpern gefüllt. Da es nun bei der gegenwärtigen Auf-
gabe mein Wunsch ist, mich kurz zu fassen, so will ich
für den Augenblick weder die Gründe dieser Männer an-
führen noch die Einwürfe ihrer Gegner durchgehen, um
bei meiner Darstellung nicht in eine unnütze Weitschweifig-
keit zu verfallen. Dafs die Luft zu den Grundelementen
gehört, ergiebt sich klar und deutlich, ja ich möchte
sagen offenbart sich thatsächlich, nicht blofs scheinbar,
unsern Sinnen mit Gewilsheit auch aus Dingen, die von
vornherein handgreiflich und sinnlich wahrnehmbar sind.
Um meine Behauptung zu erhärten, will ich die Sache
in ausreichendem Malse erörtern und folgendermalsen die
Körperlichkeit der Luft erweisen.
II.
e
Wenn ich nämlich ein für leer geltendes Gefüís Beweis für die
nehme, welches so geformt ist, dafs es in der Mitte UNI
(im Bauche) geräumig, oben (im Halse)engist, wiedie fie. 110.
in Ägypten hergestellten Gefüfse, und jenes Gefüfs tief ins
Wasser tauche, so wird durchaus kein Wasser eindringen,
so lange nicht ein Teil der Luft entwichen ist. Nach
dem Entweichen der Luft wird das Wasser Zutritt haben.
1) Vgl. oben Heron 8. 5, 18 ff.
eS
DD
462 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
igitur manifestum est quod aér sit corpus. si enim cor-
pus non esset et vacuus foret locus interius, afflueret
intus aqua nec ulla fieret prohibicio. quod ut adhue
melius ostendatur, vas iterum predietum in aqua de-
mergatur ut prius, et cera super foramen posita abs-
trahatur. quo facto erit exitus aéris per foramen
sensui manifestus et videbitur in ampullis aque, si
fuerit aqua super foramen, et inplebitur vas aqua
propter exitum aéris per foramen. et quod facit aérem
exire necessario est motus et inpetus aque inpellentis
prius inpulse in vasis intromissione. et hec est demon-
stratio quod aér sit corpus.
II.
Declarabo etiam nichilominus motum aliorum ele-
mentorum, que ad hoc sunt utilia, quod inquiritur in
hae sciencia. quidam autem sapientum fatebantur
aérem ex minutissimis constare corporibus minimisque
partieulis, que propter suam parvitatem sub sensu
visus vel aliquo aliorum non cadunt, quando segre-|
gata fuerint, nisi fallaciter. cum autem coeant simul
coniuncta, non est ita. dixit quoque unus ex sapien-
tibus quod inane sit horum natura et commisceatur
corpori aéris, ideo videlicet quod fuerit in partibus
suis minutis subtilibus, sicut etiam in partibus omnis
rei mollis, immo et omnibus rebus. et iam declaravi
hoe alias sufficienter, ubi feci mentionem de arbitrüs
mirabilibus. premissum autem exequamur exemplum.
* aque codd. Monac. lat. 444. 534: aqua Rose secundwm
cod. Londin. Sloan. 2030 24 f. subtilibusque
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 463
Das soll folgender Versuch zeigen. Man mufs ein Gefäfs
mit enger Mündung (Fig. 110) nehmen, wie ich es oben
beschrieben habe, an dessen Boden sich ein kleines Loch
befinde, das man mit Wachs verstopfe. Dann drehe man
s das Gefüís mit der Mündung nach unten und setze es in
die Tiefe des Wassers. Doch muls man dafür sorgen, dals
es senkrecht, auf keiner Seite geneigt, eingesetzt wird,
und man drücke es mit den Händen so lange nieder, bis
es ganz unter Wasser getaucht ist. Zieht man es nun
10 allmählich und sachte heraus, so wird man finden, dafs
es inwendig trocken ist und an keiner Stelle mit Aus-
nahme der üufseren Mündung naís geworden ist. Daraus
ergiebt sich also die Körperlichkeit der Luft. Würe sie
kein Körper und wäre der Raum im Innern leer, so würde
das Wassser ungehindert hineinfliefsen. Um dies noch
besser zu zeigen, tauche man das genannte Gefäls zum
zweiten Male wie vorher unter Wasser und nehme dann
das Wachs, welches oben in das Loch gesteckt war, fort.
Dann wird man wahrnehmen, wie die Luft durch das
20 Loch entweicht, und zwar wird man es an den Luftblasen
im Wasser sehen, falls das Wasser über dem Loche ge-
standen hat, und das Gefäfs wird sich mit Wasser füllen,
weil die Luft durch das Loch entweicht. Was die Luft
notgedrungen hinaustreibt, ist die Bewegung und der Druck
des vordringenden Wassers, welches vorher in die Tiefe
gedrängt war, als man das Gefäfs hineinstellte. Und dies
ist der Beweis für die Körperlichkeit der Luft.
LS
CQ
2
[2
III.
Doch will ich auch die Bewegung der übrigen Vakuum und
Elemente, die für die Untersuchung auf diesem Wissens- Er Hei er
gebiete sich nützlich erweisen, erklären. Manche
von den Weisen rüumten ein, es bestehe die Luft aus sehr
feinen Molekülen und zwar sehr kleinen Atomen, welche
wegen ihrer Kleinheit weder mit dem Auge noch mit
35 einem andern Sinnesorgane wahrgenommen werden kónnten,
3
e
303
464 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,
substantia igitur elementi humidi detur aéri continuari
prius quam alii nature commixtione tenaci, et non est
interea distancia. ideoque contingit multociens aque,
quod eius iter sit sursum et cum aére elevetur. si.
vero natura sue ponderositatis vincens fuerit super
illam, quia modiea est, inpelht eam, ut descendat
deorsum. nam et omnium corporum ponderosorum
hee est proprietas et consuetudo, ut ex natura sua
deorsum descendant.
IV.
Quod autem aqua multociens sursum elevetur,
manifestum est. attrahitur enim cum aöre elevato,
quia ei continuatur, sicut patet in hoc, quod contingit
in vase, cum quo gustatur vinum. | euius caput cum
quis in ore tenuerit sugendo aérem qui in eo
est, attrahit et cum aére corpus molle liqui-
dissimum, scilicet quod subest, quia aéri con-
tinuatur, tanquam ei cum visco applicaretur
vel alio huiusmodi ligamento. quod etiam sie
manifestabitur. oportet itaque, ut sumatur
cornu bovinum intus bene concavatum, donec amplum
sit, et tenue et sincerum. sit autem altitudinis mediocris
et eius forma ut forma pinee rotunda et pineata, et
ex parte qua assimilatur figure pineali, ei subterius
applicetur vas ligneum bene siccum, ut bene fiat quod
volumus. ita vero ei coaptetur, ut in nulla eius parte
possit aér exspirare. et sic erit cornu quantitas ad
Fig. 111.
1 f. substantie vocem aéri non cwm detur, sed tantum-
modo cum continuari coniungendum esse docent lim. 13. 17—18.
p. 468, 15—16. 472, 30
10
15
20
25
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 465
sobald sie von einander getrennt seien, es sei denn in-
folge einer Sinnestüuschung. Wenn sie sich aber vereinigen
und mit einander verbunden sind, so ist dem nicht (mehr)
. $0. Auch erklürte einer von den Weisen, das Vakuum
gehöre zum Wesen der Moleküle und sei mit dem Körper
der Luft vereinigt, weil es offenbar auch in ihren feinen
Teilchen (Atomen) gewesen sei wie auch in den Teilen
jedes weichen Gegenstandes, ja in allen Dingen. Darüber
habe ich mich bereits ein andermal genügend ausgesprochen,
10als ich die Automaten erórterte. Nehmen wir aber das
voraufgehende Beispiel wieder auf. Die Substanz des
feuchten Elementes dürfte wohl die Fähigkeit haben!), sich
eher der Luft als irgend einem andern Elemente in zäher,
ununterbrochener Verbindung anzuschliefsen. Daher kommt
15 es oft vor, dafs das Wasser aufwärts steigt und mit der
Luft emporgehoben wird. Falls aber die Luft zufolge
ihrer geringen natürlichen Schwere das Wasser überwindet
(sich davon losmacht) und sich darüber erhebt, so nötigt
sie es, nach unten zu fliefsen. Denn alle schweren
20 Körper haben von Natur die eigentümliche Gewohnheit,
nach unten zu fallen.
e
IW.
Dafs das Wasser oft emporgehoben wird, ist be- Künstlicher
kannt. Es wird nümlich zugleich mit der emporsteigen- ASIE
25 den Luft angezogen, weil es sich dieser anschliefst, Fis-111 u. 112.
wie sich aus dem Vorgange im Stechheber (Fig. 111)?)
mit welchem der Wein gekostet wird, ergiebt. Wenn man
dessen Kopf in den Mund hält und die Luft darin aus-
saugt, so zieht man mit der Luft auch den zarten, sehr
flüssigen Körper an, nämlich den, welcher sich unter ihr
befindet, weil er sich der Luft anschliefst, als wäre er
3
o
1) So ist nach Vermutung übersetzt.
2) Vgl. Heron S. 57. Was wir bei Heron als Stechheber
bezeichnet haben, nannten die Alten 'Sieb des Aristoteles?
(2 Philo Kap. 11). Der in Fig. 111 abgebildete Stechheber ist
in Pompeji gefunden. $. Overbeck-Mau a. a. O. 8. 451.
Heronis op. vol. l ed. Schmidt. 30
466 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,
modum et similitudinem pixidis. deinde convertatur
hoc cornu stans in vase quodam, quod ore sit amplum,
utest cyphus. item ponatur alia pixis plumbea subtus
vel iuxta, bene aptata, ut cum opus fuerit, nichil inde:
exeat aéris. super ambas quoque has pixides aptabi- 5
tur canalis valde siecus capita habens recurva et
deorsum fere ad fundum utriusque pixidis pertingentia.
habebitque pixis plumbea os modicum desuper pau-
Fig. 112.
lulum sie erectum, ut aqua cum vase aliquo per illud
possit infundi. fiat quoque in hae pixide subterius 10
canalis alius brevis et modicus, ut inde evaeuetur aqua,
quando voluerimus. exempli eausa sit cornu nota A4,.
et vasis similis cypho nota B, et nota pixidis plumbee @,
et canalis illius parvi nota D, et canalis magni com-
munis nota E, et oris parvi, quod super pixidem 15
plumbeam est, nota Z. quibus omnibus secundum
quod docuimus eoaptatis obstruatur canalis modieus
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 467
mit Vogelleim oder einem anderen derartigen Bindemittel
angeklebt. Dies läfst sich noch folgendermalsen erweisen.
Man mufs das Horn eines Rindes nehmen, das inwendig
ordentlich ausgehóhlt (ausgedrechselt) wird, bis es weit
5 genug ist, und welches dünn und rein ist (Fig. 112).
Es besitze nur eine müísige Hóhe und werde gerundet
und gestaltet wie ein Fichtenzapfen, und auf der Seite,
auf welcher das Horn an Gestalt dem Fichtenzapfen gleicht,
setze man unten ein hólzernes Gefäls daran, das ganz
10 trocken sei, damit was wir beabsichtigen, gut gelingt.
Man passe dieses völlig luftdicht an. So wird das Horn
eine (gewisse) Quantität fassen in der Art und Weise
wie eine Büchse.') Dieses Horn stehe umgekehrt in einem
Gefälse mit weiter Öffnung, wie sie der Becher (Skyphos)
ı5 hat. Man stelle ferner eine andere Büchse aus Blei unter-
halb oder daneben auf, die so hergestellt ist, dals sie
keine Luft hinauslüfst, wenn es erforderlich ist. Oben an?)
diesen beiden Büchsen soll eine ganz trockene Róhre mit
gebogenen und fast unten auf den Boden beider Büchsen
20 reichenden Enden eingepalst werden. Die Büchse aus
Blei soll eine mäfsige Öffnung haben, die oben in der
Weise etwas vorspringt, daís Wasser E Hilfe eines Ge-
fälses durch jene Mündung eingegossen werden kann.
Man stelle in dieser Büchse auch unten eine andere, kurze
» und mäfsige Röhre her, um beliebig das Wasser daraus
ablassen zu können. Das Horn habe z. B. die Bezeich-
nung a (Fig. 112), das becherähnliche Gefäfs b, die Blei-
büchse g, die kleine Röhre d, die grofse, gemeinsame
Röhre e, die kleine Öffnung über der Bleibüchse z. Ist
30 dies nun alles unseren Angaben entsprechend mit einander
. 1) Übrigens mufs das Horn an dem Ende, welches in den
Becher getaucht wird, eine Öffnung haben.
2) Unsere Figur schliefst sich an die handschriftliche
Figur an.
12 f. cornus
30*
305
468 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,
subterius et inpleatur plumbea pixis aqua per os
superius et obstruatur post os illud, ita ut nichil inde
exeat. infundatur etiam aqua in vas illud, quod cypho
simile est, secundum quantitatem qua cornu quod in
eo stat possit inpleri. dehine vero aperiatur canalis
subterius obstruetus, et exibit aqua, et [cum evacuata
fuerit omnino que in pixide est,] attrahetur aér ex
cornu. qui cum exierit, attrahet secum aquam, que
in vase est, [et quod hie accidit simile est ei quod de
hoc canali contingit visui tunc manifestum, si con-
sideraeionem adhibueris,] quia secundum quantitatem
aéris a cornu exeuntis elevabitur pars aque detente
cum aére potenti eam elevare, [elevata vero descendet,
quia ex natura sua hoc habet ut descendat, sicut etiam
premonstravimus:] quoniam aqua mollis aéri tenaciter
continuatur et secundum quantitatem aris exeuntis
pars aque succedit et locum ipsius | obtinens implet,
qua exeunte aér subintrat, ut locum eius repleat. . . .
et hec est huius rei figura.
a
Et postquam explanavimus hoe, memorandum est
aliud ingenium simile preeunti, quo docebatur quod
3 illud Parisin. lat. 7295: aliud ceteri codd., Rose 6—7
cum ... est hic delet Rochas 9—13 et quod ... elevare
interpolata putat de Rochas 9—11 et quod ... adhibueris
delevi 13—15 elevata ... premonstravimus hie delet Rochas
17 obtinens cod. Londin.: continens codd. Monacens., Rose
18 f. repleat. (cum (vero) evacuata fuerit omnino (aqua) que in
pixide est, (aqua) elevata [vero] descendet, quia ex natura sua
hoc habet, ut descendat, sicut etiam premonstravimus.) Aue
transponit Rochas (vero ipse transposui et aqua bis addidi).
15-J
20
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 469
verpaíst, so stopfe man unten die kleine Róhre (d) zu,
fülle die Bleibüchse oben durch die Öffnung mit Wasser
und verschliefse darauf jene Öffnung so, dafs nichts hinaus
kann. Auch in jenes becherühnliche Gefäls giefse man
5 Wasser in einer solcher Quantitüt, dafs das darinstehende
Horn sich füllen kann. Dann Öffne man die untere
Röhre (d), welche verschlossen war, und das Wasser wird
ausstrümen!), und die Luft?) in dem Horne wird ange-
zogen. Wenn diese hinausgeht, wird sie das im Gefälss
10 befindliche Wasser mitnehmen); denn je nach der Quantität,
in welcher die Luft aus dem Horne fortgeht, wird ein
Teil des in letzterem enthaltenen Wassers mit Hilfe der
Luft, die es zu heben vermag“), emporsteigen, da ja das
flüssige Wasser sich dicht an die Luft anschliefst und
15 entsprechend der Quantität der entweichenden Luft ein
"Teil des Wassers an ihre Stelle tritt, von ihrem Raume
Besitz ergreift und ihn anfüllt. Wenn das Wasser (aus b)
fortgeht, tritt von unten wieder die Luft ein, um dessen
Platz auszufüllen. Wenn dagegen das Wasser in der
20 (bleiernen) Büchse gänzlich ausgelaufen ist, so fällt das
emporgestiegene Wasser nieder, weil es von Natur die
Eigentümlichkeit hat, nach unten ‚zu flefsen, wie wir
schon oben gezeigt haben. Und dies ist die Figur dazu.
V.
25 Nachdem wir dies auseinandergesetzt haben, ist Vorbemerkung
] - : zu Kap.
noch eine andere, der vorhergehenden ühnliche Vor- E
richtung zu erwähnen, durch welche man zeigte, dafs
1) Zu dem Zwecke ist wohl die Mündung z wieder zu öffnen.
. . 2) Von hier bis zum Schlusse des Kapitels sind in der
Übersetzung mehrere Satzglieder umgestellt.
3) Hier folgt in den Handschriften folgendes unverständ-
liche Einschiebsel: "Der Vorgang hier ist demjenigen ähnlich,
welcher bei dieser (?) Röhre dem Auge dann offenbar wird,
wenn man es sich ordentlich überlegt.’
4) Möglicherweise sind auch die Worte: “denn je... ver-
mag" ein Einschiebsel. Vgl. Z. 18—17.
90
c»
ATO PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
natura aque et motus eius semper est deorsum, sicut
et motus aliorum corporum ponderosorum, velut pre-
diximus. sed motus innaturalis, immo potius * medius
faeit eam ascendere aliquando: qui fit velocior propter
inpetum attractionis. ideoque aque in loco plano, non
declivi quiete stant et inmobiles. quas cum quis
voluerit motu innaturali elevare ad locum altum, opus
est ingenio competent: quod a nonnullis ignoratur
nescientibus aquam ex locis huiusmodi extrahere nisi
cum situlis, ut fit ex puteis, vel cum aliis instrumentis,
que moventur et trahuntur ab animalibus, vel si forte
fiat extractio per rivos currentes vel fluminis vel fontis
ad ima descendentis. sed nos multo subtilius, qualiter
hoe fieri possit, docebimus in sequentibus, quamvis
fuerint nonnull qui putantes hoc ingenium scire iacta-
bant se librum inde composituros quod penitus
ignorabant, et semet in hoc decipientes et alios audientes.
hiis igitur omissis ad propositum redeamus.
Ad t.
Per eanalem igitur curvum, qui a quibusdam circinus
dicitur egyptiaeus, aqua in stagno stans elevabitur
ad locum altum, que postea tamen refluit deorsum
descendens ad locum imum, ut prius erat. nec sine
hoe ingenio poterit ullo modo aqua elevari talis. quod
vero cum hoc canali elevetur, non est nisi propter.
hoe quod dieturus sum. quando itaque posuerimus
caput illius canalis curvi in vas aqua plenum et quan-
3 medius codd.: modicus Rochas: f. meditatus, nisi immo —
medius omnino delenda sunt. cf. v. 7
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 41
die natürliche Bewegung des Wassers immer abwärts ge-
richtet ist, wie auch die aller Kórper von Gewicht, wie
oben bemerkt. Aber die Bewegung, welche das Wasser
eine Zeit lang aufsteigen lüfst, ist nicht natürlich, sondern
vielmehr künstlich.) Je stärker die Anziehung ist, um so
schneller ist die Bewegung. Darum stehen die Gewässer
in einer ebenen, nicht abschüssigen Gegend still und un-
beweglich. Will man' sie künstlich auf einen erhöhten
Punkt heben, bedarf es einer geeigneten Vorrichtung. Das
i0 wissen manche nicht, die Wasser von solchen Orten, wie
den Brunnen, nur mit Schöpfeimern zu entnehmen ver-
stehen, oder mit anderen Gerüten, die von Tieren bewegt
und gezogen werden oder falls etwa die Entnahme mit
Hilfe von Wasserrinnen erfolgt, die aus einem Flusse oder
15 einer Quelle, welche bergab strömen, hergeleitet werden.
Soweit es möglich ist, wollen wir im Folgenden dies viel
gründlicher darthun, obgleich es manche gegeben hat, die
in dem Glauben, sie verständen etwas von dieser Ein-
richtung, sich damit brüsteten, sie würden ein (ganzes)
20 Buch über etwas schreiben, worin sie eine tiefe Unkenntnis
zeigten, indem sie dabei sich selbst und andere, nämlich
ihre Hörer, täuschten. Doch lassen wir dies beiseite und
wenden uns wieder unserem Thema zu.
e
VD
25 Durch einen gebogenen Heber, den einige den Der ägyptische
ägyptischen Zirkel (vgl Fig. 116) nennen, wird Ni
Wasser, welches sich in einem Teiche befindet, auf Hebern
eine Höhe gehoben, fliefst nachher jedoch wieder abwärts
und geht nach der tiefsten Stelle, wie vorher. Ohne diese
30 Vorrichtung läfst sich unmöglich solches Wasser heben.
Den Grund, weshalb es mit Hilfe dieses Hebers steigt,
will ich im Folgenden erklären. Hat man das eine Ende
des gebogenen Hebers in ein Gefäls voll Wasser gesetzt
und einen bestimmten Teil der Luft mit dem Munde an-
1) Nach Vermutung übersetzt (meditatus *ausgedacht").
307
42 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
dam aéris partem cum ore sugendo attraximus, subibit
aqua, ut diximus, et postquam inceperit ascendere,
erit eius ascensio continua, donec vas omnino evaeuetur,
et postremo illi canali se aqua applicabit. quae quidem
numquam dispercietur, nisi aér intervenerit. qui si in 5
canalem intraverit, dimovebit eius tenacitatem et aquam
dividet segregatam, ea que restabat quieta manente
propter hoe quod premisimus. huius autem ostensio
tah fiat exemplo. sit vas oblongum omnino siecum,
quod in aqua po- AD
situm. ante inpri- a
matur, donec bene E
sit plenum, et sie FB
plenum servatum E
celeriter sub aqua == 15
convertatur, dein- —— RB
mn nn Bo en
: IH ÁB————À
de paulatim ele- m———
L—MELMLML—————LÀ
a DEE Ce
vetur, donee vas me
fere totum extra- == E—
hatur, eius capite Wiz lie 20
tantum sub aqua
remanente. quo facto erit vas illud plenum quamvis
conversum. et quod ita sit visul patebit, si fuerit vas
illud vitrinum vel eorneum vel ex alius modi materia
clarum. non est autem aliquid ingeniorum, quo vas $5
illud aquam possit exaltare. quod si fuerit m vase
illo foramen aliquod quantulumeunque, per quod possit
aér intrare, revertetur aqua descendens ad locum suum,
ubifuerat. patet igitur ex universis que memoravimus
quod aqua continuatur aéri cum eo detenta. ideoque so
sese vicissim semper sequuntur.
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 473
gesogen, so wird, wie bemerkt, das Wasser allmühlich
folgen, und nachdem es angefangen hat zu steigen, wird
sein Aufstieg ununterbrochen dauern, bis sich das Gefäls
völlig entleert, und schliefslich wird das Wasser in der
5 Röhre hängen bleiben (?).) Der Zusammenhang des Wassers
erleidet wenigstens nie eine Unterbrechung, wenn nicht
die Luft dazwischentritt. Ist diese aber in den Heber
gedrungen, so wird sie den zühen Zusammenhalt des
Wassers durchbrechen, das Wasser trennen und von einander
10 scheiden, während das Wasser, welches nicht in Bewegung
war, aus dem oben erwühnten Grunde ruhig am Platze
bleibt. Das zeige folgendes Beispiel. Man denke sich eir
längliches, völlig trocknes Gefäls (Fig. 113); dieses werde
ins Wasser gestellt und zuvor niedergedrückt, bis es ganz
15 voll ist, und indem man diese Füllung so beibehält, werde
es dann schnell unter dem Wasser umgekehrt und darauf
allmählich emporgehoben, bis beinahe das ganze Gefäls
herausgezogen ist, indem nur sein Kopf unter Wasser
bleibt Hat man dies ausgeführt, bleibt dies Gefäls voll,
20 obgleich es umgestülpt ist. Daís dem so ist, wird sich
dem Auge zeigen, wenn jenes Gefáfs aus Glas, Horn oder
einem anderen derartigen?) (durchsichtigen) Stoffe besteht.
Es giebt kein anderes Verfahren, welches diesem Gefälse
ermöglichte, das Wasser emporzuheben. Befindet sich nun
25 in dem Gefüfse irgend ein Loch, sei es auch noch so
klein, durch welches die Luft einzudringen vermag, so
wird das Wasser wieder nach der Stelle zurückkehren
und abwärts fliefsen, wo es gewesen war. Aus unseren
sümtlichen Bemerkungen ergiebt sich also, dafs das Wasser
so sich der Luft anschliefst und damit in Berührung bleibt.
Darum folgen sie sich immer abwechselnd.
1) Vgl. Herons Druckwerke 5. 31, 23.
2) Nach Vermutung zugesetzt.
4 et postremo ... applieabit suspecta 7 congregatam
Rochas ('réunie") 24 alius modi: f. alia huiusmodi. cf. p. 464,19
25 aliquid: aliud . Rochas
30
[0 4)
474 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
MIT
Ignis. quoque natura aéri commiscetur, et ideo
aér cum eo attrahitur, ut ex dicendis palam erit. fiat
itaque pila plumbea vacua intus et capax, mediocris
in magnitudine, nec nimis sit tenuis, ne cito frangatur,
nec sit ponderosa, sed bene sicca, ut melius fiat quod
volumus. deinde perforetur in summo et inponatur
canalis eurvus descendens fere usque ad fundum, ponatur
etiam aliud caput canalis eiusdem in vase alio aqua pleno
fere ad fundum
ut in priori, ut
melius effluat
aqua. sitque pi-
la A, eanalis 5,
vas G. dico
igitur quod si
opposueris pi- Fig. 114.
lam soli, quan-
do ealefacta fuerit, extra exibit pars aéris inclusi in
canali. et hoc visui patebit, quia aér cadet a canali
in aquam et miscebit eam et faciet ampullas multas
unam post aliam. si vero reposita fuerit pila in umbra
vel ubicunque radius solis non affuerit, ascendet aqua
per canalem, donee descendat in pilam. postea si re-
posueris in sole, revertetur aqua in vas illud, | et adhue
si e converso, et quocienscunque iteraveris, ita semper
continget. velsi etiam pilam cum igne calefeceris, idem
23 solius Rosi errori typothetae sine dubio debetur 25—26
et adhue si e converso suspecta
5
10
20
25
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 475
VIL
Auch das Feuer!) steht von Natur mit der Luft in Ein
Verbindung, und deswegen wird die Luft durch das- cem
selbe!) angezogen?), wie aus dem Folgenden sich
5 ergeben wird. Man stelle eine Bleikugel von máfsiger Grófse
her, die inwendig leer und geräumig ist. Sie sei weder
zu dünn, um nicht gleich zu platzen, noch zu schwer, aber
ganz trocken, auf dafs unsere Absicht besser zur Ausführung
kommt. Dann durchbohre man sie oben, setze einen ge-
10 bogenen Heber ein, der fast bis auf den Boden reiche.
Auch stelle man das andere Ende desselben Hebers in
ein anderes, mit Wasser gefülltes Gefüís. Dieses Ende
reiche wie in dem ersten Gefälse fast bis auf den Boden,
um den Ausflufs des Wassers zu erleichtern. Die Kugel
15 sei a (Fig. 114), die Röhre b, das Gefäfs g. Ich behaupte
also, wenn man die Kugel in die Sonne stellt, so wird
nach Erwärmung der Kugel ein Teil der in der Röhre
eingeschlossenen Luft hinausgehen. Dies wird man sehen,
weil die Luft aus der Röhre ins Wasser strömt, es in
20 Bewegung setzt und viele Luftblasen, eine nach der andern,
hervorruft. Wird aber die Kugel in den Schatten gestellt
oder an irgend eine Stelle, zu der kein Sonnenstrahl dringt,
so wird das Wasser durch die Röhre emporsteigen, bis
es (bei der zweiten Biegung) nach unten in die Kugel
25 fliefst. Stellt man sie nachher wieder in die Sonne, so
wird das Wasser in jenes Gefäls zurückfliefsen und ebenso
umgekehrt,^ und so oft man den Vorgang wiederholt, wird
sich allemal diese Erscheinung zeigen. Auch wenn man
.1) Es ist das Feuer als Element gemeint, welches nach
peripatetischer Ansicht an den Ather grenzt. Vgl. Heron S. 11, 22.
2) Vgl. Heron S. 225 und ‘Zur Geschichte des Thermoskops’
in den Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik VIII
163—173.
3) Das heifst also nach unserer Ausdrucksweise: ‘die Luft
wird ausgedehnt’.
4) D. h. stellt man sie wieder in den Schatten, so steigt
das Wasser wieder.
309
A16 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
eveniet, vel etiam si inposueris pile aquam calidam.
$i vero infrigidata fuerit, exibit. |
VIII.
Quod modo dieturus sum, preeunti similatur ingenio,
nec fit hoc nisi quia locus vacuus esse non potest. 5
quia si evacuaretur aér, statim succedit aliquid cor-
porum que ipsi aéri commiscen-
tur, quia *sul pro natura inpel-
luntur. et hoe quidem asserunt
professores sciencie naturalis, qui-
bus similiter opinamur. unde et
manitestabimus quod locus vacuus
esse non potest ab aére vel ab
aliquo aliorum corporum. cuius
exemplum est, ut infundamus
aquam in vas quod sit A, in =
euius medio fiat stans quoddam, —= —
quod sit 5, ad modum candelabri 1
super aquam erectum, et in eius
>
summo ponamus candelam que ET 20
1g. D :
(f
QUITTUT
|
sit C ardentem, super quam
convertatur vas quod sit D, ita quod eius os prope
aquam sit et locus candele in ipsius medio sit.
quo facto paulo post videbis aquam que est in vase
subteriori ascendere sursum ad vas superius. quod ss
quidem non accidet nisi propter hoe quod memoravi-
mus, quoniam aér in illo vase | contentus periit propter
2 f. exibit (pars aque in vase contente» 8 quia pro sua
natura? 22—23 prope aquam: a» sub aqua? |
1
2
2
3
0
et
0
5
e
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 477
die Kugel mit Feuer erwürmt, wird dieselbe Wirkung er-
zielt, oder selbst wenn man heifses Wasser auf die Kugel
giefst. Wird sie dagegen abgekühlt, so wird ein Teil des
in dem Gefälse enthaltenen Wassers!) herauskommen.
VIII.
Der folgende Versuch ist dem vorhergehenden Be Mauer a
12.11
ähnlich. Er gelingt nur deswegen, weil es kein (kon-
tinuierliches) Vakuum geben kann. Denn wenn die Luft
evakuiert werden sollte, tritt sofort irgend einer von den
Körpern an ihre Stelle, die mit der Luft selbst in Ver-
bindung stehen, weil sie zufolge ihrer Natur hineingedrängt
werden. Das behaupten wenigstens die Lehrer der Natur-
wissenschaft, und ähnlich wie die urteilen wir auch.
Daher wollen wir darthun, dafs kein Ort schlechthin leer
von Luft oder irgend einem der anderen Körper sein
kann. Man mag z. B. Wasser in ein Gefäls «a (Fig. 115)
giefsen, in dessen Mitte nach Art eines Kandelabers ein
Untersatz b aufgestellt werde, welcher über das Wasser
emporragt. Auf seine Spitze stelle man eine brennende
Kerze c, über welche umgekehrt ein Gefäls d gestülpt
werde, so dafs seine Mündung im?) Wasser ist und der
Standort der Kerze in dessen Mitte liest. Hat man dies
ausgeführt, so wird man bald darauf das Wasser, welches
in dem unteren Gefälse enthalten ist, nach dem oberen
Gefälse aufwärts steigen sehen. Dies ist nur aus dem
erwähnten Grunde möglich, da die in jenem (umgestülpten)
Gefüfse enthaltene Luft durch das brennende Licht ver-
flüchtigt?) ist, weil sie wegen der Flamme nicht unver-
ändert weiter bestehen kann. Hat sich aber jene Luft
infolge der Bewegung (Wirkung) des Feuers verflüchtigt,
1) Die Worte “ein Teil... Wassers’ sind nach Vermutung
gegeben.
2) Im lateinischen Texte steht ungenau: “dicht am Wasser’.
3) Es ist die Verbrennung des Sauerstoffs gemeint. Die
Flamme erlischt natürlich nach einiger Zeit.
305
468 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,
subterius et inpleatur plumbea pixis aqua per os
superius et obstruatur post os illud, ita ut nichil inde
exeat. infundatur etiam aqua in vas illud, quod cypho
simile est, secundum quantitatem qua cornu quod in
eo stat possit inpleri. dehinc vero aperiatur canalis
subterius obstructus, et exibit aqua, et [cum evacuata
fuerit omnino que in pixide est,] attrahetur aör ex
cornu. qui cum exierit, attrahet secum aquam, que
in vase est, [et quod hie accidit simile est ei quod de
hoc canali contingit visui tune manifestum, si con-
sideracionem adhibueris,] quia seeundum quantitatem
aéris a cornu exeuntis elevabitur pars aque detente
cum aére potenti eam elevare, [elevata vero descendet,
quia ex natura sua hoc habet ut descendat, sicut etiam
premonstravimus:] quoniam aqua mollis aéri tenaciter
continuatur et secundum quantitatem aéris exeuntis
pars aque succedit et locum ipsius | obtinens implet,
qua exeunte aér subintrat, ut locum eius repleat. . . .
et hec est huius rei figura.
i
Et postquam explanavimus hoe, memorandum est
aliud ingenium simile preeunti, quo docebatur quod
3 ilud Parisin. lat. 7295: aliud ceteri codd., Rose 6—7
cum ... est hic delet Rochas 9—13 et quod ... elevare
interpolata putat de Rochas 9—11 et quod ... adhibueris
delevi 13—15 elevata ... premonstravimus hie delet Rochas
17 obtinens cod. Londin.: continens codd. Monacens., Rose
18 f. repleat. (cum (vero) evacuata fuerit omnino (aqua) que in
pixide est, (aqua) elevata [vero] descendet, quia ex natura sua
hoc habet, ut descendat, sicut etiam premonstravimus.) Aue
transponit Rochas (vero ipse transposui et aqua bis addidi).
15
20
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 469
verpalst, so stopfe man unten die kleine Röhre (d) zu,
fülle die Bleibüchse oben durch die Öffnung mit Wasser
und verschliefse darauf jene Öffnung so, dafs nichts hinaus
kann. Auch in jenes becherühnliche Gefäls giefse man
5 Wasser in einer solcher Quantität, dafs das darinstehende
Horn sich füllen kann. Dann óffne man die untere
Röhre (d), welche verschlossen war, und das Wasser wird
ausstrümen!) und die Luft?) in dem Horne wird ange-
zogen. Wenn diese hinausgeht, wird sie das im Gefälss
10 befindliche Wasser mitnehmen?); denn je nach der Quantität,
in welcher die Luft aus dem Horne fortgeht, wird ein
Teil des in letzterem enthaltenen Wassers mit Hilfe der
Luft, die es zu heben vermag“), emporsteigen, da ja das
flüssige Wasser sich dicht an die Luft anschliefst und
15 entsprechend der Quantität der entweichenden Luft ein
'Teil des Wassers an ihre Stelle tritt, von ihrem Raume
Besitz ergreift und ihn anfüllt. Wenn das Wasser (aus b)
fortgeht, tritt von unten wieder die Luft ein, um dessen
Platz auszufüllen. Wenn dagegen das Wasser in der
20 (bleiernen) Büchse gänzlich ausgelaufen ist, so fällt das
emporgestiegene Wasser nieder, weil es von Natur die
Eigentümlichkeit hat, nach unten zu fliefsen, wie wir
schon oben gezeigt haben. Und dies ist die Figur dazu.
M
25 Nachdem wir dies auseinandergesetzt haben, ist Vor
zu a
noch eine andere, der vorhergehenden ähnliche Vor- 2
richtung zu erwähnen, durch welche man zeigte, dafs
1) Zu dem Zwecke ist wohl die Mündung z wieder zu öffnen.
2) Von hier bis zum Schlusse des Kapitels sind in der
Übersetzung mehrere Satzglieder umgestellt.
3) Hier folgt in den Handschriften folgendes unverständ-
liche Einschiebsel: ‘Der Vorgang hier ist demjenigen ähnlich,
welcher bei dieser (?) Röhre dem Auge dann offenbar wird,
wenn man es sich ordentlich überlegt.’
4) Möglicherweise sind auch die Worte: “denn je... ver-
mag’ ein Einschiebsel. Vgl. Z. 13—17.
906
40 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
natura aque et motus eius semper est deorsum, sicut
et motus aliorum corporum ponderosorum, velut pre-
diximus. sed motus innaturalis, immo potius * medius
facit eam ascendere aliquando: qui fit velocior propter
inpetum attractionis. ideoque aque in loco plano, non
declivi quiete stant et inmobiles. quas cum quis
voluerit motu innaturali elevare ad locum altum, opus
est ingenio competenti: quod a nonnullis ignoratur
nescientibus aquam ex locis huiusmodi extrahere nisi
cum situlis, ut fit ex puteis, vel cum aliis instrumentis,
que moventur et trahuntur ab animalibus, vel si forte
fiat extractio per rivos currentes vel fluminis vel fontis
ad ima descendentis. sed nos multo subtilius, qualiter
hoe fieri possit, docebimus in sequentibus, quamvis
fuerint nonnulli qui putantes hoc ingenium scire iacta-
bant se librum inde composituros quod penitus
ignorabant, et semet in hoc decipientes et alios audientes.
hiis igitur omissis ad propositum redeamus.
ME
Per canalem igitur curvum, qui a quibusdam circinus
dieitur egyptiacus, aqua in stagno stans elevabitur
ad locum altum, que postea tamen reflut deorsum
descendens ad locum imum, ut prius erat. nec sine
hoc ingenio poterit ullo modo aqua elevari talis. quod
vero eum hoe canali elevetur, non est nisi propter.
hoc quod dieturus sum. quando itaque posuerimus
caput illius canalis curvi in vas aqua plenum et quan-
3 medius codd.: modicus Rochas: f. meditatus, nisi immo —
medius omnino delenda sunt. cf. v. 7
[SY
0
e
10
15
20
25
30
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 471
die natürliche Bewegung des Wassers immer abwärts ge-
richtet ist, wie auch die aller Körper von Gewicht, wie
oben bemerkt. Aber die Bewegung, welche das Wasser
eine Zeit lang aufsteigen läfst, ist nicht natürlich, sondern
vielmehr künstlich. ) Je stärker die Anziehung ist, um so
schneller ist die Bewegung. Darum stehen die Gewässer
in einer ebenen, nicht abschüssigen Gegend still und un-
beweglich. Will man sie künstlich auf einen erhöhten
Punkt heben, bedarf es einer geeigneten Vorrichtung. Das
wissen manche nicht, die Wasser von solchen Orten, wie
den Brunnen, nur mit Schöpfeimern zu entnehmen ver-
stehen, oder mit anderen Geräten, die von Tieren bewegt
und gezogen werden oder falls etwa die Entnahme mit
Hilfe von Wasserrinnen erfolgt, die aus einem Flusse oder
einer Quelle, welche bergab strömen, hergeleitet werden.
Soweit es möglich ist, wollen wir im Folgenden dies viel
gründlicher darthun, obgleich es manche gegeben hat, die
in dem Glauben, sie verständen etwas von dieser Ein-
richtung, sich damit brüsteten, sie würden ein (ganzes)
Buch über etwas schreiben, worin sie eine tiefe Unkenntnis
zeigten, indem sie dabei sich selbst und andere, nämlich
ihre Hörer, täuschten. Doch lassen wir dies beiseite und
wenden uns wieder unserem 'Thema zu.
VI.
Durch einen gebogenen Heber, den einige den Der ägyptische
- - : 2 2 Zirkel (— der
ägyptischen Zirkel (vgl. Fig. 116) nennen, wird gebogene
Heber).
Wasser, welches sich in einem Teiche befindet, auf
eine Höhe gehoben, fliefst nachher jedoch wieder abwärts
und geht nach der tiefsten Stelle, wie vorher. Ohne diese
Vorrichtung läfst sich unmöglich solches Wasser heben.
Den Grund, weshalb es mit Hilfe dieses Hebers steigt,
will ich im Folgenden erklären. Hat man das eine Ende
des gebogenen Hebers in ein Gefäls voll Wasser gesetzt
und einen bestimmten Teil der Luft mit dem Munde an-
1) Nach Vermutung übersetzt (meditatus *ausgedacht").
301
4712 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
dam aéris partem cum ore sugendo attraximus, subibit
aqua, ut diximus, et postquam inceperit ascendere,
erit erus ascensio continua, donee vas omnino evacuetur,
et postremo illi canali se aqua applicabit. quae quidem
numquam dispercietur, nisi aér intervenerit. qui si in 5
canalem intraverit, dimovebit eius tenacitatem et aquam
dividet segregatam, ea que restabat quieta manente
propter hoe quod premisimus. huius autem ostensio
tah fiat exemplo. sit vas oblongum omnino siecum,
quod in aqua po- | «210
situm. ante inpri- E
matur, donec bene E
sit plenum, et sie Sn
plenum servatum E
celeriter sub aqua E] 15
convertatur, din EZ ZZ
|
j
WM
de paulatim ele-
vetur, donee vas
fere totum extra-
hatur, eius capite ee 20
tantum sub aqua
remanente. quo facto erit vas illud plenum quamvis
conversum. et quod ita sit visul patebit, si fuerit vas
illud vitrinum vel eorneum vel ex alius modi materia
clarum. non est autem aliquid ingeniorum, quo vas $5
illud aquam possit exaltare. quod si fuerit in vase
illo foramen aliquod quantulumeunque, per quod possit
aér Intrare, revertetur aqua descendens ad locum suum,
ubi fuerat. patet igitur ex universis que memoravimus
quod aqua continuatur aéri cum eo detenta. ideoque 30
sese vicissim semper sequuntur.
f
il
(|
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 473
gesogen, so wird, wie bemerkt, das Wasser allmühlich
folgen, und nachdem es angefangen hat zu steigen, wird
sein Aufstieg ununterbrochen dauern, bis sich das Gefäls
völlig entleert, und schliefslich wird das Wasser in der
5 Röhre hängen bleiben (?).) Der Zusammenhang des Wassers
erleidet wenigstens nie eine Unterbrechung, wenn nicht
die Luft dazwischentritt. Ist diese aber in den Heber
gedrungen, so wird sie den zühen Zusammenhalt des
Wassers durchbrechen, das Wasser trennen und von einander
10 scheiden, während das Wasser, welches nicht in Bewegung
war, aus dem oben erwühnten Grunde ruhig am Platze
bleibt. Das zeige folgendes Beispiel. Man denke sich eir
längliches, völlig trocknes Gefüís (Fig. 113); dieses werde
ins Wasser gestellt und zuvor niedergedrückt, bis es ganz
15 voll ist, und indem man diese Füllung so beibehält, werde
es dann schnell unter dem Wasser umgekehrt und darauf
allmählich emporgehoben, bis beinahe das ganze Gefäls
herausgezogen ist, indem nur sein Kopf unter Wasser
bleibt. Hat man dies ausgeführt, bleibt dies Gefäls voll,
20 obgleich es umgestülpt ist. Daís dem so ist, wird sich
dem Auge zeigen, wenn jenes Gefáfs aus Glas, Horn oder
einem anderen derartigen?) (durchsichtigen) Stoffe besteht.
Es giebt kein anderes Verfahren, welches diesem Gefülse
ermöglichte, das Wasser emporzuheben. Befindet sich nun
»sin dem Gefälse irgend ein Loch, sei es auch noch so
klein, durch welches die Luft einzudringen vermag, so
wird das Wasser wieder nach der Stelle zurückkehren
und abwärts fliefsen, wo es gewesen war. Aus unseren
sämtlichen Bemerkungen ergiebt sich also, dafs das Wasser
so sich der Luft anschliefst und damit in Berührung bleibt.
Darum folgen sie sich immer abwechselnd.
1) Vgl. Herons Druckwerke S. 31, 23.
2) Nach Vermutung zugesetzt.
4 et postremo ... applieabit suspecta 7 congregatam
Rochas (“reunie) 24 alius modi: f. alia huiusmodi. cf. p. 464,19
25 aliquid: aliud .Kochas
eo
414 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
VII.
Ignis quoque natura aéri commiscetur, et ideo
aör cum eo attrahitur, ut ex dicendis palam erit. fiat
itaque pila plumbea vacua intus et capax, mediocris
in magnitudine, nec nimis sit tenuis, ne cito frangatur, 5
nec sit ponderosa, sed bene sicca, ut melius fiat quod
volumus. deinde perforetur in summo et inponatur
canalis curvus descendens fere usque ad fundum, ponatur
etiam aliud caput canalis eiusdem | in vase alio aqua pleno
fere ad fundum
ut in priori, ut
melius effluat
aqua. sitque pi-
la A, eanalis B,
vas G. dico
igitur quod si
opposueris pi- Fig. 114.
lam soli, quan-
do calefacta fuerit, extra exibit pars aéris inclusi in
canali. et hoc visui patebit, quia aér cadet a canali
in aquam et miscebit eam et faciet ampullas multas
unam post aliam. si vero reposita fuerit pila in umbra
vel ubieunque radius solis non affuerit, ascendet aqua
per eanalem, donee descendat in pilam. postea si re-
posueris in sole, revertetur aqua in vas illud, | et adhuc
si e converso, et quocienscunque iteraveris, ita semper
continget. vel si etiam pilam cum igne calefeceris, idem
23 solius Rosii errori typothetae sine dubio debetur 25—26
et adhue si e converso suspecta
10
20
25
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 475
VII.
Auch das Feuer!) steht von Natur mit der Luft in Ein
Verbindung, und deswegen wird die Luft durch das- re
selbe!) angezogen’), wie aus dem Folgenden sich
5 ergeben wird. Man stelle eine Bleikugel von mäflsiger Grófse
her, die inwendig leer und geräumig ist. Sie sei weder
zu dünn, um nicht gleich zu platzen, noch zu schwer, aber
ganz trocken, auf dafs unsere Absicht besser zur Ausführung
kommt. Dann durchbohre man sie oben, setze einen ge-
10 bogenen Heber ein, der fast bis auf den Boden reiche.
Auch stelle man das andere Ende desselben Hebers in
ein anderes, mit Wasser gefülltes Gefäfs. Dieses Ende
reiche wie in dem ersten Gefüíse fast bis auf den Boden,
um den Ausflufs des Wassers zu erleichtern. Die Kugel
15 sei a (Fig. 114), die Röhre b, das Gefäfs g. Ich behaupte
also, wenn man die Kugel in die Sonne stellt, so wird
nach Erwärmung der Kugel ein Teil der in der Röhre
eingeschlossenen Luft hinausgehen. Dies wird man sehen,
weil die Luft aus der Röhre ins Wasser strömt, es ın
20 Bewegung setzt und viele Luftblasen, eine nach der andern,
hervorruft. Wird aber die Kugel in den Schatten gestellt
oder an irgend eine Stelle, zu der kein Sonnenstrahl dringt,
so wird das Wasser durch die Röhre emporsteigen, bis
es (bei der zweiten Biegung) nach unten in die Kugel
25 fliefst. Stellt man sie nachher wieder in die Sonne, so
wird das Wasser in jenes Gefüís zurückfliefsen und ebenso
umgekehrt,*) und so oft man den Vorgang wiederholt, wird
sich allemal diese Erscheinung zeigen. . Auch wenn man
1) Es ist das Feuer als Element gemeint, welches nach
peripatetischer Ansicht an den Ather grenzt. Vgl. Heron 8. 11, 22.
2) Vgl. Heron S. 225 und ‘Zur Geschichte des Thermoskops’
in den Abhandlungen zur Geschichte der Mathematik VIII
163—173.
3) Das heifst also nach unserer Ausdrucksweise: 'die Luft
wird ausgedehnt’.
4) D. h. stellt man sie wieder in den Schatten, so steigt
das Wasser wieder.
A16 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,
eveniet, vel etiam si inposueris pile aquam calidam.
$i vero infrigidata fuerit, exibit.
VIII.
Quod modo dicturus sum, preeunti similatur ingenio,
nec fit hoc nisi quia locus vaeuus esse non potest. 5
quia si evacuaretur aér, statim succedit aliquid cor-
porum que ipsi aéri commiscen-
tur, quia *sui pro natura inpel-
luntur. et hoe quidem asserunt
professores sciencie naturalis, qui-
bus similiter opinamur. unde et
manifestabimus quod locus vacuus
esse non potest ab aére vel ab
aliquo aliorum corporum. cuius
exemplum est, ut infundamus
aquam in vas quod sit A, in
cuius medio fiat stans quoddam,
quod sit D, ad modum candelabri
super aquam erectum, et in eius
summo ponamus candelam que
sit C ardentem, super quam
|
Ill
fl
|
m
, 20
Fig. 115. ;
convertatur vas quod sit D, ita quod eius os prope
aquam sit et locus candele in ipsius medio sit.
quo faeto paulo post videbis aquam que est in vase
subteriori ascendere sursum ad vas superius. quod 25
quidem non accidet nisi propter hoc quod memoravi-
mus, quoniam aér in illo vase | contentus periit propter
2 f. exibit (pars aque in vase contente»
natura? 22—23 prope aquam: an sub aqua?
8 quia pro sua
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 477
die Kugel mit Feuer erwürmt, wird dieselbe Wirkung er-
zielt, oder selbst wenn man heifses Wasser auf die Kugel
giefst. Wird sie dagegen abgekühlt, so wird ein Teil des
in dem Gefälse enthaltenen Wassers!) herauskommen.
5 VIII.
Der folgende Versuch ist dem vorhergehenden Die Saugkerze.
ähnlich. Er gelingt nur deswegen, weil es kein (kon- ""* ^
tinuierliches) Vakuum geben kann. Denn wenn die Luft
evakuiert werden sollte, tritt sofort irgend einer von den
ı0 Körpern an ihre Stelle, die mit der Luft selbst in Ver-
bindung stehen, weil sie zufolge ihrer Natur hineingedrängt
werden. Das behaupten wenigstens die Lehrer der Natur-
wissenschaft, und ähnlich wie die urteilen wir auch.
Daher wollen wir darthun, dafs kein Ort schlechthin leer
ı5 von Luft oder irgend einem der anderen Körper sein
kann. Man mag z. B. Wasser in ein Gefäls « (Fig. 115)
giefsen, in dessen Mitte nach Art eines Kandelabers ein
Untersatz b aufgestellt werde, welcher über das Wasser
emporragt. Auf seine Spitze stelle man eine brennende
20 Kerze c, über welche umgekehrt ein Gefäls d gestülpt
werde, so dafs seine Mündung im?) Wasser ist und der
Standort der Kerze in dessen Mitte liegt. Hat man dies
ausgeführt, so wird man bald darauf das Wasser, welches
in dem unteren Gefüíse enthalten ist, nach dem oberen
25 Gefüfse aufwürts steigen sehen. Dies ist nur aus dem
erwühnten Grunde móglich, da die in jenem (umgestülpten)
Gefäfse enthaltene Luft durch das brennende Licht ver-
flüchtigt?) ist, weil sie wegen der Flamme nicht unver-
ändert weiter bestehen kann. Hat sich aber jene Luft
30 infolge der Bewegung (Wirkung) des Feuers verflüchtigt,
1) Die Worte “ein Teil... Wassers’ sind nach Vermutung
gegeben.
2) Im lateinischen Texte steht ungenau: “dicht am Wasser’.
3) Es ist die Verbrennung des Sauerstoffs gemeint. Die
Flamme erlischt natürlich nach einiger Zeit.
478 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS,
ignis aecensionem, quia non potest propter ignem
durare; postquam autem perierit aér ille per motum
ignis, continget quod elevabit ignis aquam seeundum
quantitatem illius quod peribit de aére. et hoc accidens
simile est illi quod contingit canali predieto. scilicet 5
in hoe vase eandele supraposito aér consumitur, quia
inveterascit, ut ita dicam, propter ignem extenuatus.
et ideo elevatur aqua succedens, et subintrans locum
eius inplet, quia vacuus fiebat. et hec est figura
huius rei. 10
IX.
Constat quidem ex premissis quod posita una parte
canalis in vas plenum aqua, si quis suxerit ex alia,
detrahetur aqua, donee omnino evacuetur cum canah
illo. unde tale propona- 15
tur exemplum. perfore-
tur vas A in lateris fere
summitate D, et inpona-
tur canalis C usque prope
fundum vasis firmiterque
in foramine ligetur ap-
tatus cum vase. et sit
pars canalis exterior ali-
quantulum prolixior in-
ferius descendens quam
interior. dehine inpleatur
vas aqua, quousque elevetur supra summitatem canalis.
et incipiet emanare. quia enim aqua altior est, cum
inpletur interior pars C, et addicio aque inpellit
aérem qui est in C, et inpulsum sequitur non cessans 80
Fig. 116.
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 479
so ist die Folge, daís das Feuer das Wasser emporhebt,
je nach der Quantität Luft, welche verflüchtigt wird.
Dieser Vorgang ist dem in der oben erwähnten Röhre
(Kap. VII) ähnlich. Nämlich in dem über die Kerze ge-
5 stülpten Gefüfse wird die Luft verbraucht, weil sie durch
die Flamme verdünnt, so zu sagen, matt und kraftlos
wird. Und deswegen steigt zum Ersatz das Wasser (in
dem umgekehrten Gefüfse) auf und füllt, indem es von
unten eintritt, den leer gewordenen Luftraum an. Die
ı0 Figur hierzu ist folgende (Fig. 115).')
IX.
Aus dem Voraufgehenden ergiebt sich: wenn man Der gebogene
den einen Schenkel eines Hebers in ein Gefüfs voll wie 1ıe
Wasser stellt und den andern Schenkel ansaugt, so
i5 wird das Wasser angezogen, bis es gänzlich mit Hilfe des
Hebers abgelaufen ist. Deswegen führe man folgenden
Versuch vor. Das Gefüfs a (Fig. 116) durchbohre man
etwa am äulsersten Punkte b seiner Seite, setze einen
Heber c ein, der fast bis auf den Boden reiche und fest
20 (und luftdicht) in dem Loche mit dem Gefälse verpalst
und verbunden werde. Der äulsere Heberschenkel sei
nach unten etwas länger als der innere. Hierauf fülle
man das Gefäls mit Wasser, bis es über den höchsten
Punkt des Hebers steigt. Dann wird er anfangen zu
25 fliefsen. Da nämlich das Wasser (im Gefälse) höher steht
(als der Heber), wenn der innere Schenkel c gefüllt wird,
so drängt das Hinzugiefsen von Wasser die Luft in c fort,
1) Denselben Versuch haben später van Helmont (1577 —1644)
und Robert Fludd (1574—1637) beschrieben. Ob ihnen Philos.
Ausführungen bekannt waren, steht dahin. Vgl. A. de Rochas
Traité des Pneumatiques de Philon de Byzance. Extrait de la
Revue Archéologique. Juin et aoüt 1881. Sond.-Abdr. S. 17.
2) Vgl. Heron 8. 29. 31. 83. 85.
1 cum igne Rose secundwm cod. Lond. cf. v. 7.
480 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
310 effluere, donee | prorsus evacuetur quidquid aque fuerit
in vase. et hec est figura huius rei.
X6
Quidam ex huiusmodi artificiorum
opificibus conati sunt, ut facilius fa-
cerent genus vasis intus latentem
ponentes canalem hoc modo. sit vas
ABG foratum subtus in medio, ubi
sit G, et intromittatur per foramen
canalis ibidem firmiter aptatus, qui
sit G.D, directe erectus fere ad sum-
mitatem AD. huie coaptetur cireum-
positus canalis alius ad vas firmatus
qui sit ET K, ita tamen ut relictis
ad T et K foraminibus aqua possit
ibidem introire, si vasi fuerit infusa.
que paulatim ascendens a X et 7’ ver- 3
sus E, cum ad E pervenerit, per @D
descendet emanans in stacionarium.
'
«
10
&-
————————— c-r
15
Fig. 117.
XI. 20
Post hoe autem aliud est dicendum elementum.
quod est, ut fiat vas quod sit AD, in cuius fundo
minuta fiant foramina, ubi sit E, H. cum igitur inple-
veris vas illud per inpulsionem in aquam, si obstruxeris
os vasis cum digito, nichil emanabit. sed quando s5
removes digitum ob ore, incipiet aqua effluere. caven-
dum autem est, ne nimie capacitatis sit vas, propter
ponderositatem aque, que descendet vi, si nimia fuerit.
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 481
und der verdrüngten Luft folgt das Wasser, welches nicht
eher aufhört auszufliefsen, als bis alles im Gefälse ent-
haltene Wasser völlig ausgelaufen ist. Dazu gehört folgende
Figur (Fig. 116).
5 X
Einige von den Verfertigern derartiger Apparate _Der latente
haben es unternommen, die Einrichtung des Gefälses ee
dadurch bequemer zu gestalten, dafs sie in folgen- Fig. 117.9
der Weise den Heber innen versteckt anbrachten. Es sei
10 das Gefáfs abg (Fig. 117) unten in der Mitte bei g durch-
: bohrt. Durch das Loch setze man eine Röhre ein, welche
genau in das Loch des Gefüíses palst. Das sei gd, welche
fast bis zum oberen Rande ab gerade emporsteigt. Diese
sei umschlossen von einer anderen Röhre etk, die an dem
15 Gefälse befestigt ist, jedoch mit der Einschränkung, dafs
bei £ und % Löcher freibleiben und eben hier Wasser ein-
. treten kann, welches etwa in das Gefäls gegossen wird.
Dieses steigt allmählich von k und f nach e. Ist es bei
e angelangt, so wird es durch gd nach unten in seinen
20 Behälter (Cisterne oder dergl.) fliefsen.
XI.
Sodann ist noch ein andrer elementarer Versuch Ein Stechheber
‘ zu erwähnen. Dieser besteht darin, daís man ein Bi; Fere
Gefüfs ab (Fig. 118) herstellt, in dessen Boden man "ie. 189
35 bei e und % kleine Löcher bohrt. Wenn man dieses Gefüfs
ins Wasser taucht und füllt, so wird nichts ausströmen,
falls man die Mündung des Gefälses mit dem Finger zu-
hält. Nimmt man aber den Finger von der Mündung
' weg, so wird das Wasser anfangen auszuströmen. Man
30 mufs sich aber davor hüten, dafs das Gefäls nicht zu
geräumig ist, wegen der Schwere das Wassers, das not-
gedrungen abfliefsen wird, wenn es zu viel ist. Hält man
1) Vgl. Heron 8. 41.
2) Vgl. Heron $. 57. 59.
Heronis op. vol.I. ed. Schmidt. 31
211
482 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
quod si vasi huiusmodi pleno folium vel aliquod tale
ad os posueris et cum | manu id ori applicans vas
totum converteris, manebit ibi
folium pendens aliquamdiu, tam-
quam esset affixum, vel si etiam
cribrum ori adiunxeris et con-
verteris, nichil penitus de aqua
exibit. cuius ratio est eo quod
hine et inde aqua accurrens mi-
nuta illa inplebit foramina nec
amplius descendet, quia non po-
test aér subintrare, cum aqua non
exeat; et prius ostensum est quod nichil vacuum esse
potest. cum igitur aér non habeat, ubi subintret, manet
aqua stans, non recedens. cuius hee est figura.
XII.
Fiat etiam vas ore stricto quod sit AB perforatum
in fundo ubi sit D, per quod intret ortogonaliter
canalis in summo recurvus pertingens fere ad collum
vasis qui sit ODE, et sit pars eius que est DE in
vase erecta, reliqua vero pars que est OD sit exterius
extensa. cuius extremitas que sit C intret in vas
aliud, quod sit @ HZ sitque subtus foratum. et aptentur
ambo hee vasa stantia super quoddam concavum quod
sit MN, ita quod aqua emanans e fundo vasis quod
est G HZ in loco T possit effluere et non alias. aptetur
quoque canalis alius vasi AB, exiens in loeo R, extensus
ita quod eaput eius quod sit P elevetur supra vas
15 f. cuius (rei)
20
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 485
nun bei einem derartig gefüllten Gefälse ein Blatt oder
etwas Ähnliches an die Mündung, legt es mit der Hand
darauf und kehrt das Gefäfs ganz um, so wird das Blatt
eine Zeitlang hüngen bleiben, gleich als ob es angeheftet
5 wäre. Oder auch wenn man einen Durchschlag an die
Mündung legt und das Gefüfs umkehrt, wird durchaus
vom Wasser nichts ausstrümen. Der Grund dafür liegt
in dem Umstande, dafs hier und dort das Wasser, welches
zuströmt, zwar jene kleinen Löcher füllen, aber nicht
10 weiter nach unten fliefsen wird, weil die Luft nicht hinein-
kommen kann, wenn kein Wasser austritt, und dafs ein
(kontinuierliches) Vakuum unmöglich ist, ist oben gezeigt
worden. Da also die Luft keinen Punkt hat, wo sie ein-
dringen kónnte, bleibt das Wasser stehen, ohne zu weichen.
15 Hierzu gehört folgende Figur (Fig. 118).
XII.
Man stelle auch ein Gefäls ab (Fig. 119) mit Ein konstanter
enger Mündung her, das auf dem Boden in d durch- Meu
löchert sei. Durch das Loch gehe senkrecht eine oben
20 umgebogene Röhre, die fast bis zum, Halse des Gefülíses
reicht. Dies sei cde. Ihr Arm de steige im Gefälse
empor, der übrige Teil cd erstrecke sich nach aulsen.
Sein Ende c gehe nach einem anderen Gefüfse ghz, welches
unten durchbohrt sei. Diese beiden Gefáfse mögen auf
35 irgend einer hohlen Basis mn stehen und in passender
Weise so aufgestellt werden, dafs das aus dem Boden des
Gefüfses ghg ausströmende Wasser in / und nicht ander-
würts ausfliefsen kann. Mit dem Gefälse ab setze man
auch eine andere Röhre in Verbindung, die im Punkte r
30 austritt und so weit vorspringt, dafs ihr Ende p sich über
das Gefüfs ghz erhebt. Diese Röhre sei pqr. Wenn
man also das Gefüfs ab mit Wasser füllt bis zu einer
Höhe, welche geringer ist als de, und seine Mündung mit
1) Vgl. Heron 8. 105.
31*
484 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
32 GHZ, qui canalis sit PQR. cum igitur | inpleveris
aqua vas AB minus altitudine DE et obstruxeris os
elus cooper-
culo quod sit
X Y, non ces-
sabit aqua flu-
ere per P in
vas G H Z, do-
nec inpleto
super quod
constituitur
concavo fiat
aque ascensio
usque ad C.
quo aqua re-
pleto non ha-
bebit aér quo
Fig. 119.
intret in vas |
ABD, et omnino cessabit aqua effluere per P, usque
quo evacuetur pars C, et tune iterum exibit ut prius. 20
et sic semper manebit eiusdem altitudinis.
XIII.
Ad idem quoque fiat aliud vas eiusdem generis,
sed levius quod sit ADB super duas colummas JD, E,
cuius os sit C et canalis exiens RP. sitque una»
coluninarum concava, per quam intret in vas AB ca-
nalis extensus ad vas G.HZ et subintrans in loco Z,
qui sit canalis QFZ. apteturque vas G.HZ suppo-
15—16 f. repleto (et parte C obstructa) 24 levius:
"plus large! (id est largius) Rochas: f. altius
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 485
dem Deckel xy verschliefst, so wird das Wasser nicht
aufhören durch p in das Gefüís ghz zu fliefsen, bis die
hohle Basis, auf welcher das Gefüfs (ghz) steht, gefüllt
ist und das Wasser bis c steigt. Ist nämlich die Basis
5 mit Wasser gefüllt (und c durch das Wasser verschlossen),
so kann keine Luft mehr ins Gefüís ab treten, und das
Wasser wird gänzlich äufhören durch p auszuströmen, bis
die Mündung c (wieder) frei geworden ist. Dann wird
das Wasser wieder wie vorher ausfliefsen. Und so wird
10 der Wasserspiegel immer in gleicher Höhe bleiben.
XIII.
Zu demselben Zwecke stelle man auch einen Ein konstanter
anderen derartigen, aber leichteren (?)!) Behälter ab bicho
(Fig. 120) über
zwei Süulen d, e her.
Öffnung des Behälters
sei c, und rp sei die
Ausflufsröhre. Eine der
Säulen sei hohl, damit
durch sie nach dem Be-
hälter ab eine Röhre
gehe, die sich bis zum
Gefälse ghz erstreckt
und unten in z eintritt.
Dies sei die Röhre gfz.
Das Gefüís ghz stelle
man passend so auf,
dafs es unter die Aus-
mündung des Ausflufs-
rohres zu stehen kommt,
nämlich unter p, so dafs
das aus p ausstrümende
Fig. 120. Wasser in dieses (Ge-
1) Vielleicht ist *hóheren' statt 'leichteren? zu schreiben.
486 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
situm ori canalis egredientis, scilicet. P, ita quod aqua
emanans a P decidat in ipsum. inpleto igitur vase AB
secundum altitudinem R et obstructo ore eius quod
est C, exibit aqua per P in vas G HZ, quousque in-
pleatur. et fiet omnino hoc in vase, ut in predicto.
na
XIV.
Et ad idem fiant vasa talia AB et GHZ cum suis
canalibus PQR, CODE omnino ut prius, nisi quod
interponatur paries ST. inpleto igitur vase AD fere
Fig. 121.
usque ad P et eius ore obstructo quod sit O, descendet 10
aqua per C.D emanans ad E et ibi subintrans in vas
G HZ, donee perveniat ad R, et ita erit ut prius.
AY] |
315 Item fiat vas aliud una superficie contentum quod
sit A BC, habeatque a lateribus duobus canales exeuntes 15
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 487
fäls ghz) niederfalle. Füllt man nun den Behälter ab bis
zur Hóhe r (?)*) und schliefst seine Mündung c?), so wird
das Wasser durch p in das Gefäls ghz laufen, bis es (bis z)
gefüllt ist, und es wiederholt sich bei dem Gefüíse (ghz)
5 ganz derselbe Vorgang wie bei der vorhergehenden Ein-
richtung.)
(5 XD
Zu demselben Zwecke mache man (zwei andere) Ein konstanter
derartige Gefüfse ab (Fig. 121) und ghz nebst ihren ARS EN
19 Róhren pqr, cde ganz wie vorher, nur stelle man
eine Scheidewand*) st dazwischen. Ist also das Gefäls ab
fast bis p gefüllt und dessen Öffnung o geschlossen, so
wird das Wasser durch cd nach unten bis e strömen und
dort in das Gefäls ghz treten, bis es zu r gelangt. So
i15 wird sich der frühere Vorgang wiederholen.
AV.
Ebenso mache man ein anderes Gefäls abc Das konstante
(Fig. 122), das (als Kugel) nur aus einer Oberfläche ren m
besteht.9) Es sei an zwei Seiten mit den Ausfluls-
20 röhren cd, be versehen sowie mit einer in das Gefäls ghz
(Bauch einer Lampe) senkrecht niedergehenden Róhre, die
. "Juftdieht in beiden Gefüfsen in ! und m befestigt ist. Das
sei die Röhre klmn. Gewisse Teile des Gefälses ghz mögen
in Form von Nachtlampen an den Aufsenseiten hervor-
25 stehen und unter den Röhren cd, be liegen, jeder unter der
zugehörigen. Das seien gt, sz. Wenn man nun das Gefäls
1) Richtiger wäre q. Vgl. Z. 12. 2) Die Luft tritt dann
durch zfg in ab ein. 3) Diese vier Apparate (Kap. 12—15)
entsprechen im Prinzip dem intermittierenden Brunnen. Vgl.
Müller-Pouillet Lehrbuch der Physik (1883) S. 157. 4) Wohl
um das Vorratsgefäls dem Zuschauer zu verdecken. 5) Vgl.
die Abhandl. zur Gesch. d. Math. VIII, 213 6) Der Relativ-
satz ist verdächtig.
D ARAS T0 4—5 f.inpleatur (usque ad Z). 14 unà
superficie contentum dubia
488 PHILONIS DE INGENIIS SPIRITUALIBUS.
que sint CD, BE. et habeat canalem erectum de-
scendentem intus in vas G HZ firmiter in utroque
vasorum fixum in locis Z et JM, qui sit canalis K LM N,
sintque particule quedam vasis G HZ ad modum
crucibulorum a lateribus exeuntes subtense canalibus 5
C D, BE, queque suo, que sint
G T, SZ. cum igitur inpleveris
aqua vas A BC minus altitu-
dine N, effluet liquor per op-
positum CD in SZ et per BE 10
in G T, hine et inde influens
«c
L| LN
in vas @ HZ, donec perveniat t KESISE s
ad extremum canalis L K, quo NEL Tr
S7
EX
repleto cessabit emanatio ad
JD et E. sit, inquam, liquor b 15
in vase ABC oleum, et apte- Py
tur lychnium in vase G HZ vel papirus ubi est oleum,
et secundum quod ardendo consumpserit de oleo in |
G HZ, descendet paulatim ab ABC per D et E. hee
autem et eiusdem generis sunt et ad idem valent. 20
XVI.
Item fiat vas subforatum et canalem subterius |
habens, ut sit G, quantalibet eius parte et quotlibet
disiunetum claustris que sint 4, B, C, D, E, . . . quorum
quodlibet sit et subterius et superius perforatum. 25
quibus singulis quibuslibet liquorum repletis, si fora-
mina superiora obstruxeris, nichil emanabit per in-
feriora. quocunque vero superiori aperto descendet
liquor effusus per subterius, emanans per canalem vasis
qui est G. 30
DIE DRUCKWERKE PHILONS VON BYZANZ. 489
abc unterhalb des Niveaus n mit Wasser füllt, so wird
die Flüssigkeit durch die gegenüberstehende Röhre cd nach
sz und dureh be nach gí und so auf beiden Seiten in das
Gefüfs ghz fliefsen, bis es zur Mündung der Röhre Ik
5 (innerhalb der Lampe) kommt. Wenn diese Mündung (durch
die Flüssigkeit) verschlossen ist, wird der Ausflufs bei d
und e aufhören. Nun: sei z. B. die Flüssigkeit in dem Ge-
fäfse abe Öl, und man lege in das Gefäls ghz da, wo sich
das Öl befindet, einen Docht oder Papier. Je nach der
10 Quantität Öl, die er beim Brennen in ghz verbraucht, wird
nach und nach Öl aus abe durch d
und e nach unten fliefsen. Dieser
Vorgang gehört derselben Art an
und hat dieselbe Bedeutung.
XVI.
Man stelle ferner ein Ge- Mehrfacher
füfs her, das unten durch- YU e
bohrt, mit einer Ausfluls-
rühre g (Fig. 123) versehen und
zu einem beliebig grofsen Teile
durch beliebig viele Scheidewände
abgeteilt ist. Das seien a, b, c, d, €
(so dafs sechs Räume entstehen) ?),
von welchen jeder unten und oben
durchbohrt ist. Hat man sie ein-
zeln mit beliebigen Flüssigkeiten
gefüllt und die oberen Löcher verstopft, so wird unten
nichts herausfliefsen. Dagegen wird die Flüssigkeit aus
jeder Kammer, die oben offen ist, lebhaft nach unten
30 fliefsen und dureh das Ausflufsrohr g ausstrümen.
1) Vgl. Heron S. 65. 2) Das Eingeklammerte ist nach
Vermutung zugesetzt. Vgl.auch bei Rose die handschriftlichen
Figuren, die etwas abweichen und wenig deutlich sind.
1 que: f.qui. cf.v.5—6 17 liemium cod. Monac.: corr. Rose
(idem. in contextu hcinium) 24 f. Qut fiant sex loca,» quorum
VITRUVII DE ARCHITECTURA.
I, 6, 2.
23,21. Ventus autem est aéris fluens unda cum incerta
^ motus redundantia. nascitur, cum fervor offendit umorem
et impetus tactionis exprimit vi spiritus flatus. id 5
autem verum esse ex aeolipilis aereis licet aspicere et
24 de latentibus caeli rationibus | artifieiosis rerum in-
ventionibus divinitatis exprimere veritatem.
Fiunt enim aeolipilae aereae cavae. hae habent
punetum angustissimum, quo aqua infunduntur, con- 10
locanturque ad ignem et, antequam ealescant, non habent
ullum spiritum, simul autem ut fervere coeperint, effi-
24,6 ciunt. ad ignem vehementem flatum.
een,
25,4 Item sunt ex aqua conquisitae ab eisdem seriptori- 15
bus horologiorum rationes, primumque a Ctesibio
Alexandrino, qui et vim spiritus naturalis pneu-
5 tactionis Rose: factionis G(udianus 69 saec. XI) H(ar-
leiamus 2767 saec. IX) vi Rose: vim GH 10 quo aqua
locundus: quae aqua @: exspectes aquae 17 et vim Rose:
etiam GH
VITRUVS BAUKUNST.
L 6, 2.
Wind ist eine strómende Luftwelle mit unbestimm- Die Aolipile.')
" tem Überschusse an Bewegung. Er entsteht, wenn Hitze
5 auf Feuchtigkeit stófst und die Heftigkeit der Berührung
gewaltsam das Wehen des Windes hervorruft. Daís dem
so sei, kann man aus den bronzenen Äolipilen erkennen,
und man vermag hinsichtlich der verborgenen Gesetze der
Atmosphäre durch künstliche Erfindungen die göttliche
10 Wahrheit zu ermitteln.
Es werden nämlich hohle Windbälle (Windkugeln,
Aolsbälle, Äolipilen) aus Bronze gemacht. Diese haben
eine sehr enge Öffnung, durch welche sie mit Wasser
gefüllt werden, (dann) werden sie ans Feuer gestellt und
15 zeigen, bevor Sie warm werden, überhaupt keinen Luft-
hauch. Sobald sie aber anfangen heifs zu werden, so
rufen sie am Feuer ein heftiges Wehen hervor.
TX. 9) 2-551
Ebenso ist die Herstellung von Uhren?) mit Ktesibios er-
30 Hilfe von Wasser von ebendenselben Schriftstellern Eoi E
zusammenfassend beschrieben, und zwar zuerst von Maschinen.
Ktesibios aus Alexandria, welcher sowohl die Kraft
der natürlichen Luft (im komprimierten Zustande) entdeckt
1) Vgl. oben 8.231 Herons Äolipile und die Bemerkung zu
Fig.55 in der Einleitung. S. auch Abh. z. Gesch. d. Math. VIII, 210.
2) Nämlich derjenigen Uhren, welche es ermöglichen sollen,
den Tag zu jeder Jahreszeit in Äquinoctialstunden zu teilen.
3
238
492 VITRUVII DE ARCHITECTURA.
maticasque res invenit. sed uti fuerint ea exquisita,
dignum est studiosis agnoscere. Ctesibius enim fuerat
Alexandriae natus patre tonsore. is ingenio et industria
magna praeter reliquos excellens dictus est artificiosis
rebus se delectare. namque cum voluisset in taberna sui
patris speculum ita pendere, ut cum duceretur susum-
que reduceretur, linea latens pondus reduceret, ita
conlocavit machinationem. canalem ligneum sub tigno
fixit ibique trocleas conlocavit. per canalem lineam
in angulum deduxit ibique tubulos struxit. in eos
pilam plumbeam per lineam demittendam curavit. ita
pondus cum decurrendo in angustias tubulorum pre-
meret caeli crebritatem, vehementi decursu per fauces
frequentiam caeli compressione solidatam extrudens
in aérem patentem offensione tactus sonitus expresserat
claritatem. ergo Ctesibius cum animadvertisset ex
tactu eaeli et expressionibus spiritus vocesque nasci, his
prineipiis usus hydraulicas machinas primus in-
stituit. item aquarum expressiones automatopoeetasque
machinas multaque deliciarum genera, in his etiam
horologiorum ex aqua comparationes explicuit.
Primumque constituit cavum ex auro | perfectum
aut ex gemma terebrata. ea enim nec teruntur per-
cursu aquae nee sordes recipiunt ut obturentur. nam-
que aequaliter per id cavum influens aqua sublevat
scaphium inversum, quod ab artificibus phellos sive
tympanum dicitur. in quo conlocata est regula ver-
satili tympano dentieulis aequalibus perfecta. qui
dentieuli alius alium. inpellentes versationes modicas
faciunt et motiones. item aliae regulae aliaque tym-
pana ad eundem modum dentata una motione coacta
ren
5
30
5
i
oO
15
20
30
VITRUVS BAUKUNST. 493
als pneumatische Erfindungen gemacht hat. Es lohnt sich
für Lernbegierige zu erfahren, wie dies ausfindig gemacht
ist. Ktesibios war nämlich zu Alexandria als Sohn eines
Barbiers!) geboren. Ktesibios, welcher sich durch Intelli-
genz und grolsen Fleifs vor den übrigen hervorthat, hatte,
wie man sagte, an kunstvollen Erfindungen seine Freude.
Denn als er in dem Laden seines Vaters einen Spiegel
so herabhängen lassen wollte, dafs eine verborgene Schnur
ein Gewicht zóge, wenn der Spiegel nach unten und
zurück nach oben gezogen würde, traf er folgende Vor-
riehtung. Er befestigte eine hólzerne Rinne unter einem
Balken und setzte dorthin Rollen. Durch die Rinne führte
er eine Schnur nach einer Ecke und stellte dort kleine
(in einander gefügte) Róhren her. In diese liefs er an der
Schnur eine Bleikugel hinabgehen. Wenn so das Gewicht
in den engen Róhren niederging und die Luftmasse kom-
primierte, so drüngte es (eben) durch das ungestüme
Niedergehen die durch den Druck (gleichsam) kompakt
gewordene Luftmasse durch die Öffnung hinaus in die freie
Luft und erzeugte so durch den Zusammenstoís bei der
Berührung (der in der Róhre enthaltenen Luft mit der
atmosphärischen) einen hellen Ton. Als Ktesibios daher 4
bemerkt hatte, dafs infolge des Herauspressens der (inneren)
Luft und der Berührung der (atmosphürischen) Luft
Windtóne entstehen, so benutzte er diese Prinzipien und
stellte zuerst hydraulische Maschinen her. Ebenso
führte er Vorrichtungen zum Ausspritzen von Wasser
(Wasserdruckwerke), Automaten und amüsante Dinge
mancherlei Art aus und entwickelte unter diesen auch
die Herrichtung der Wasseruhren.
Zunächst stellte er eine Öffnung her aus Gold (in
Gold gefalst) oder aus einem durchbohrten Edelsteine,
Denn diese Dinge nutzen sich beim Durchfliefsen des
Wassers nicht ab und lassen auch den Schmutz sich nicht
1) Zur Kritik dieser Anekdote vgl. Susemihl Gesch. d. gr.
Latt. I, 735.
238, 11
259, 18
2
260
494 VITRUVII DE ARCHITECTURA.
versando faciunt effectus varietatesque motionum, in
quibus moventur sigilla, vertuntur metae, calculi aut
ova proiciuntur, bucinae canunt reliquaque parerga.
X, 12.
Insequitur nunc de Ctesibica machma, quae in
altitudinem aquam educit, monstrare.
Ea fit ex aere, cuius in radicibus modioli fiunt
gemelli paulum distantes, habentes fistulas furcillae
figura similiter cohaerentes, in medium catinum con-
currentes. in quo catino fiunt asses in superioribus
naribus fistularum coagmentatione subtili conlocati,
qui praeobturantes foramina narium non patiuntur
(redire» quod spiritu in catinum est expressum. supra
catinum paenula ut infundibulum inversum est attem-
perata et per fibulam | eum catino cuneo traiecto con-
tinetur, ne vis inflationis aquae eam cogat elevari.
insuper fistula, quae tuba dieitur, coagmentata in alti-
tudine fit erecta. modioli autem habent infra nares
inferiores fistularum asses interpositos supra foramina
eorum quae sunt in fundis. ita de supernis in modiolis
emboli masculi torno politi et oleo subacti conclusique
regulis et vectibus commoliuntur qui erit aér ibi cum
aqua Cet» assibus obturantibus foramina cogentes trudunt
inflando pressionibus per fistularum nares aquam in
catinum, e quo reciplens paenula spiritu exprimit per
13 redire add. Rose spiritu loc.: spiritus GH 16 ele-
vari Schneider: elevare GH 23 et add. Rose cogentes
trudunt Rose: cogent. extrudent GH 25 spiritu Perrault:
spiritus GH
Im
0
[a
5
VITRUVS BAUKUNST. 495
ansetzen, durch den eine Verstopfung herbeigeführt werden
könnte. Vielmehr fhefst durch eine solche Offnung das 5
Wasser gleichmäfsig und hebt einen Schwimmer (ein um-
gestülptes Becken [Scaphium]), welcher von den Mechanikern
5 „der Kork“ (Phellós) oder „die Scheibe“ (Tympanum) ge-
nannt wird. Darauf ist eine Stange!) gesetzt, welche mit
kleinen Zähnen versehen ist, die den Zähnen einer dreh-
baren Welle entsprechen. Indem von diesen Zähnen der
eine den andern treibt, bringen sie mälsige Drehungen
10 und Bewegungen hervor. Ebenso rufen andere Stangen
und andere Wellen, welche auf dieselbe Weise gezahnt
sind, dureh eine einzige Bewegung getrieben, durch die
Drehung (wieder) verschiedene Arten von Bewegungen
hervor, bei welcher sich Figuren bewegen, Säulchen drehen,
15 Steinchen oder Eier niederfallen, Trompeten erschallen
und anderes Beiwerk.
X, 12.
Es folgt jetzt die Beschreibung der Maschine _Die Spritze
des Ktesibios, welche Wasser in die Höhe treibt. °°° en
20 Dieselbe wird aus Bronze gemacht. Am Fulse der-
selben werden in geringem Abstande von einander zwei
gleiche Pumpenstiefel (Kolbeneylinder) angebracht, welche
mit gabelfórmig aufsteigenden Röhren?) versehen sind.
Diese vereinigen sich in ähnlicher (gabelförmiger) Weise
?5 und münden zusammen in den Windkessel*), welcher in der
Mitte liegt. In diesen Windkessel werden an der oberen
Öffnung der Röhren Druckventile (Klappenventile)?) ein-
gesetzt und sorgfältig befestigt. Die Ventile verschliefsen
die Löcher der Mündungen und lassen das, was durch die
1) Vgl. hierzu Heron S. 163.
2) Vgl. oben $8. 1231 ff.
3) Bei Herons Feuerspritze sind das die horizontalen
Röhren ze, eo.
4) Der Windkessel fehlt bei Heron.
5) Diese fehlen bei Heron, sind aber in Fig. 29a vorhanden.
S. die Einleitung.
4
2i
m
496 VITRUVII DE ARCHITECTURA.
fistulam in altitudinem, et ita ex inferiore loco castello
conlocato ad saliendum aqua subministratur.
Nec tamen haec sola ratio Ctesibii fertur exquisita,
sed etiam plures et variis generibus ab eo liquoris
pressionibus coacto spiritu efferre ab natura mutuatos
effectus ostenduntur, uti merularum aquae motu voces
atque angobatae bibentiaque et eadem moventia sigilla,
ceteraque quae delectationibus oculorum et aurium usu
sensus eblandiantur. e quibus quae maxime utilia et
necessaria iudicavi selegi, et in priore volumine de
horologiis, in hoe de expressionibus aquae dicendum
putavi. reliqua quae non sunt ad necessitatem, sed
ad deliciarum voluptatem qui cupidiores erunt eius
subtilitatis, ex ipsius Ctesibii commentaris poterunt
invenire.
X, 13.
De hydraulis autem quas habeant ratiocinationes,
.quam brevissime proximeque attingere potero et scrip-
tura consequi, non praetermittam.
De materia compacta basi, arca in ea ex aere fabri-
cata conlocatur. supra basim eriguntur regulae dextra
ac sinistra scalari forma compactae, quibus includuntur
aerei modioli, fundulis ambulatilibus ex torno subtiliter
subaetis habentibus fixos in medio ferreos ancones et
15
verticulis cum vectibus coniunctos pellibusque lanatis 25
involutis. item in summa planitia foramina circiter
1 interiore G H, corr. Iocundus 4 liquore GH, corr. Rose
5 coactae spiritus G H, corr. Marini et Iocundus 6 meru-
larumque motu G. H, corr. Turnebus 17 hydraulis Mar.: hydrau-
leis GH — 26 involutis codicis Sagrediani additamentwm. cf.
Graebner p. 13: involutos G.H
VITRUVS BAUKUNST. 497
Luft in den Kessel hineingeprefst ist, nicht wieder zurück-
treten. Auf den Windkessel ist ein Aufsatz in Gestalt 2
eines umgestülpten Trichters passend aufgesetzt und mit-
tels einer Heftel mit durchgetriebenem Pflocke mit dem
5 Kessel verbunden, damit der heftige Druck beim Hinein-
pressen des Wassers den Aufsatz nicht fortschleudert.
Darüber wird ein Steigrohr, welches „die Trompete“ (Tuba)
heifst, eingelötet und senkrecht in die Höhe geführt. Die
Stiefel haben aber unterhalb der unteren Mündungen der
ı0 (gabelförmigen) Verbindungsröhren Druckventile, welche
über den am Boden befindlichen Löchern liegen. So setzen 3
von oben her in den Stiefeln (Cylindern) glatt gedrechselte,
mit Öl eingeriebene und (in den Cylindern) eingeschlossene
Kolben mit Hilfe von Kolbenstangen und Hebeln die Luft
i5 und das Wasser daselbst in Bewegung, und indem die
Druckventile die Lócher schliefsen, drüngen und stofsen
die Kolben durch den Luftdruck das Wasser durch die
Röhrenmündungen in den Kessel. Daraus erhält es der
Aufsatz und treibt es mit Hilfe der (komprimierten) Luft
20 durch das Steigrohr in die Hóhe. Und so wird aus der
Tiefe, nachdem man einen Behälter aufgestellt, ein hoch-
springender Wasserstrahl erzeugt.
Jedoch ist dies nicht die einzige Erfindung des Ktesibios, 4
welche er sich ausgedacht hat, sondern man zeigt noch
25 mehrere und zwar wie er (Ktesibios) auf verschiedene
Arten durch den Druck einer Flüssigkeit die Luft kom-
primierte und wie jene Vorrichtungen der Natur nach-
gebildete Wirkungen hervorbrachten, wie z. B. die Stimmen
von Amseln infolge der Bewegung des Wassers!) und die
30 Angobaten (kleinere Automaten?) gezeigt werden und
Figuren, welehe trinken und zugleich eine Bewegung hervor-
bringen, und andere derartige Dinge, welche durch Ergótzen
des Auges und Fesselung des Ohres den Sinnen schmeicheln.
Daraus habe ich ausgewählt, was ich für das Nützlichste 5
35 und Notwendigste hielt, und ieh habe geglaubt, in dem
1) Vgl. oben S. 89.
Heronis op. vol I. ed. Schmidt. Sy.
498 VITRUVII DE ARCHITECTURA.
digitorum ternum. quibus foraminibus proxime in
verticulis conlocati aerei delphini pendentia habent
catenis cymbala ex ore infra foramima modiolorum
Fig. 124a
2 calata. intra aream, quo loci aqua sustinetur, inest
A q ,
pnigeus uti infundibulum inversum, quem subter taxilli 5
3 modiorum GH, corr. loc. 4 arcam Joc. cf. p. 496, 20.
500, 9: aram GH. cf. apud Heron. p. 192, 3 Bouloneg 5 pni-
geus Turnebus: inid genus GH subter loc.: super GH
VITRUVS BAUKUNST. 499
vorigen Buche über die Wasseruhren, in diesem über die
Wasserdruckwerke handeln zu sollen. Was die übrigen
Dinge betrifft, welche nicht dem Bedürfnisse, sondern dem
Vergnügen und der Unterhaltung dienen, so kónnen die-
5jenigen, welche ihre zweckmälsige Einrichtung kennen
lernen wollen, sie in den Schriften des Ktesibios selber
finden. |
X218)
Ich will nieht unterlassen, so kurz und genau Die Wasser-
10ich vermag, die wesentliche Einrichtung der Wasser- a 1915) "
orgel zu berühren und schriftlich aufzuzeichnen.
Man stellt eine Basis (a, Fig. 124a) von Holz her und
setzt einen aus Bronze gefertigten Kasten (b) darauf.
Auf der Basis errichtet man rechts und links von dem
15 Kasten Ständer, die wie bei Leitern durch Sprossen (c)
fest verbunden sind. Die Ständer umschliefsen bronzene \
Stiefel (Kolbencylinder, d). In diese werden auf- und |
niedergehende, sorgfältig gedrechselte Kolben (e) geführt,
welche mit eisernen, in der Mitte befestigten Kolben-
stangen (f) versehen sind. Letztere sind durch Gelenke
(Veröhrungen) mit Hebeln (g) verbunden. Auch sind die
Kolben mit wolligen Fellen überzogen. Ferner sind auf
der oberen Fläche der Stiefel ungefähr drei Finger (= 5'/, cm)
breite Öffnungen. Ganz dicht bei diesen Öffnungen haben
25 bronzene, an Gelenken befestigte Delphine im Munde an
Ketten Becken (A) (als Verschlufsdeckel) hängen, die
unterhalb der Löcher in die Stiefel hinabgelassen sind.
Innerhalb des Kastens befindet sich da, wo er Wasser 2
enthält, ein Windkessel (7) in Form eines umgekehrten
30 Trichters. Unter diesen werden ungefähr drei Finger hohe
2
e
1) Vgl. oben S. 193 ff. und s. die Bemerkungen in der
Einleitung. Die in der Figur gegebene Rekonstruktion will
lediglich dem Verständnis des Lesers etwas zu Hilfe kommen
und erhebt keineswegs den Anspruch, dafs Vitruvs Orgel im
einzelnen so gewesen sein müsse.
32*
500 VITRUVII DE ARCHITECTURA.
alti circiter digitorum ternum suppositi librant spatium
imum inter labra pnigeos et arcae fundum. supra
autem cerviculam eius coagmentata arcula sustinet
caput machinae, quae graece xevcov wovoıxog appella-
tur. in cuius longitudine canales, si tetrachordos est, 5
ss
NL
"
A
EAESECHESEE >
DT A |!
DA
LLL y PPP 0
NN
SAIIISISSSISS_S
Y NE MS P.
(a
Fig. 124b.
ALRXRNN
fiunt quattuor, si hexachordos, sex, si octachordos,
3 octo. singulis autem canalibus singula epitonia sunt
inclusa, manubriis ferreis conlocatis. quae manubria
262 cum torquentur, ex area patefalciunt nares in canales
ex canalibus autem canon habet ordinata in transverso 10
VITRUVS BAUKUNST. 501
kleine Klötze (7) gelegt, welche dem untersten Raume
zwischen dem Rande des Windkessels und dem Boden
des Kastens eine wagerechte Lage geben. Auf den Hals
des Kessels aber ist eine Windlade (m) geleimt, welche
5 den Hauptteil der Vorrichtung trügt, die griechisch Kanon
musikos (xevóv uovcouxóg).) heifst. In diesem werden der
Länge nach, wenn die Orgel vierstimmig (mit vier Registern
versehen) ist, vier Kanäle (n) gemacht, wenn sechsstimmig,
sechs, wenn achtstimmig, acht. Jeder einzelne Kanal ist
10 mit einem Hahne (Register)) verschlossen, auch sind
eiserne Griffe (p) angebracht. Werden diese Griffe gedreht,
so machen sie die Öffnungen (g) von der Windlade nach
den Kanälen auf. Aus den Kanälen führen beim Kanon?)
querliegende Löcher (r), die den Öffnungen (f) in einer
15 ganz oben liegenden, griechisch Pinax genannten Tafel
(Pfeifenstock) entsprechen. Zwischen dem Pfeifenstocke
und dem Kanon sind Schieber (s) eingefügt, die in derselben
Weise (wie Pfeifenstock und Kanon) durchbohrt und mit
Öl eingerieben sind, damit sie sich leicht vorziehen und
?0 wieder nach innen zurückschieben lassen. Diese Schieber
verschliefsen die erwähnten Löcher und heifsen Plinthides
(Platten). Das Heraus- und Hineinschieben derselben
verschliefst bald die Löcher, bald öffnet es sie. An diesen
Schiebern sitzen eiserne Springfedern (w) fest, die mit
25 Tasten (v) verbunden sind. Ein Druck auf diese Tasten
setzt beständig die Schieber in Bewegung. Über den Löchern
des Pfeifenstocks sind da, wo sie aus den Kanälen die Luft
1) Damit ist die ganze Vorrichtung gemeint, welche der
Luft den Zutritt zu den Pfeifen vermittelt. In der modernen
Orgel thut das die Kanzelle.
2) Man mufs an den Zweck, nicht an die Form der modernen
Register denken.
3) Es ist hier nur das einzelne Brett gemeint.
1 liberant Buttmann p.150 2 una ante inter del. Schneider
arcae loc.: arae GH 7 epitonia G H. cf. apud Heronem
p. 250, 16. 252, 3. 8. 384, 22. 386, 2. 13: epistomia Joc. 8 con-
locata H, collocata @, corr. Rose 9 f. arcula
3
T
263
502 VITRUVII DE ARCHITECTURA.
foramina respondentia naribus quae sunt in tabula
summa, quae tabula graece zıva& dicitur. inter tabulam
et canona regulae sunt interpositae ad eundem modum
foratae et oleo subactae ut faciliter inpellantur et
rursus introrsus reducantur, quae obturant ea foramina
plinthidesque appellantur. quarum itus et reditus alias
obturat alias aperit terebrationes. hae regulae habent
ferrea chordagia fixa et iuncta cum pinnis, quarum
pinnarum tactus motiones efficit regularum continenter.
supra tabulae foramina, qua ex canalibus habent
egressum spiritus, sunt anuli adglutinati, quibus lin-
gulae omnium includuntur organorum. e modiolis
autem fistulae sunt continentes coniunctae pnigeos
cervicibus pertinentesque ad nares quae sunt in arcula.
in quibus asses sunt ex torno subacti et ibi conlocati,
qui, cum recipit arcula animam, spiritum non patientur
obturantes foramina rursus redire. ita cum vectes
extolluntur, ancones deducunt fundos modiolorum ad
imum delphinique qui sunt in vertieulis inclusi, calantes
in eos cymbala, aére implent spatia modiolorum, atque
ancones extollentes fundos intra modiolos vehementi
pulsus crebritate et obturantes foramina cymbalis
superiora, aéra qui est ibi inclusus pressionibus coac-
tum in fistulas cogunt, per quas in pnigea concurrit
et per eius cervices in arculam. motione vero vectium
vehementiore spiritus frequens compressus epitoniorum
aperturis influit et replet anima canales. itaque cum
pinnae manibus tactae propellunt et reducunt con-
tinenter regulas alternis | obturando foramina alternis
10
15
25
aperiundo, e musicis artibus multiplieibus modulorum 30
varletatibus sonantes excitant voces.
VITRUVS BAUKUNST. 503
ausströmen lassen, Ringe (x) festgeleimt, welche die Mund-
stücke aller Orgelpfeifen umschliefsen. Von den Stiefeln
gehen Verbindungsróhren aus, die mit dem Halse (y) des
Windkessels in Verbindung stehen und bis zur!) Öffnung in
5 der Windlade führen. Im Halse sind gedrechselte Klappen-
ventile (2) angebracht, welche die Löcher verschlielsen
und keine Luft wieder zurückströmen lassen, wenn die
Windlade sie aufgenommen hat. Werden bei solchen
Vorrichtungen die Hebel (g) gehoben, so ziehen die
10 Stangen (f) die Kolben (e) der Stiefel (d) nach unten,
und die Delphine, welche an den Gelenken angebracht
sind, lassen die Deckel in die Stiefel hinab und füllen
den Innenraum der Stiefel mit Luft. Wenn dann die
Stangen (f) infolge heftigen wiederholten Stolsens die
15 Kolben heben und durch die Deckel die Löcher darüber
verschliefsen, so pressen sie die dort eingeschlossene, kom-
primierte Luft in die Röhren, durch welche sie in den
Windkessel und durch dessen Hals hindurch in die Wind-
lade dringt. Durch eine lebhaftere Bewegung der Hebel
20 wird Luft in Menge komprimiert, strömt nach den Öffnungen
der Register und füllt die Kanäle mit Luft an. Wenn
daher die Tasten, von den Händen berührt, unaufhörlich
die Schieber vor- und zurückschieben und so die Löcher
abwechselnd öffnen und schliefsen, so bringen sie mit
25 musikalischer Kunst in mannigfacher Abwechslung der
Weisen (Melodien) die Orgeltöne hervor.
1) D. h. in die Nähe der Öffnung.
7 hae G: haec H Rose 8 chordagia Meister: choragia @ H
10 tabulam GH, corr. Rose qua Mar.: quae @H 13 pni-
geos Turn.: ligneis GH 14 pertinentesque: pertinentibus
Graebner p. 28, f. recte quae sunt in arcula secludit Meister
p. 181 16 an receperit? 18 deducuntur G H, corr. Ioc.
20 cymbaliare G H, corr. Rode 23 clusus G.H, corr. Rose
24 pnigea Turn.: lignea G.H 25 arculam Buttmann p. 156:
arcam GH 26 epitoniorum GH: epistomiorum Joc. 27 ani-
mae G H, corr. Ioc.
504 VITRUVII DE ARCHITECTURA.
Quantum potui niti ut obscura res per seripturam
dilueide pronuntiaretur contendi, sed haec non est
facılis ratio neque omnibus expedita ad intellegendum
praeter eos qui in his generibus habent exercitationem.
quod si qui parum intellexerit ex scriptis, cum ipsam 5
rem cognoscet profecto inveniet curiose et subtiliter
omnia ordinata.
VITRUVS BAUKUNST. 505
Ich habe mich nach Kräften bemüht, diese schwer
verständliche Sache klar darzustellen. Indessen die Ein-
richtung ist nicht leicht und nicht allen begreiflich, mit
Ausnahme derer, die in Dingen dieser Art praktische Er-
5 fahrung besitzen. Wer etwa die Beschreibung nicht recht
verstehen sollte, wird jedenfalls dennoch finden, dafs alles
sorgfültig und geschickt eingerichtet ist, wenn er die Sache
selbst (aus eigener Anschauung) kennen lernt.
to
[5]
ADDENDA.
IIEPI TAPIQN OPOXKOIIEION.
FRAGMENTUM.
Oi uiv yàg doyaıdrsgoı TWV uogwuueuxóv AATa-
Gxevic«vrsg Ayyelov aa óucAmv QUcw Qéov Óià Ton- 5
uoríov zog TO zv uev. Óvrog xci &yov v$v yoguy(av
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xoorn Ev vij lóqusouwviy; quéoc ciov PEEsodaı TO vOÓcQ
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Tod NAlov zgdTOg vzig vov Ogí(fovva yévqvav xol 10
PVvAdooovres v0 &üzooo(s»0oav U0c9, sig &rsgov dyyelov
eimv YPEOEOdaL TV QUGow uéyou Tijo Hard Qv &iijo
quéocv Yıvousvng ToU TA(ov zQooTQgs Avaroinig Hal
Exustooüvres TO züv Qviv V0cQ iv Gugorépoiug Toig
Ayyeloıs Eiitovv cvoÜUro, MOooanAdoıdv EOTI TOD xovO.15
viv AvaroAnv Tod NAlov Anpdevrog VOc«rOg. xci Ov
Aóyov Eysı TO x«v&à nv AvaroAnv Tod NAlov Anpdev
|roöüro] VOwE zgóg To zü&v Tijg QUcscg UÓcQ., robrov
Eysıv vOv. Aóyov Epaoxov ... TÜV yoóvov Tío OÀgg vo)
NAlov AvaroAig zoóg vOv yoóvov rov And Tijg XOWTng 20
avaroiig u£you! Ts Hard mv ENG T"uéoav own
&votoAis.
. önwog 03 ovußalveı v0 Ev vd &yys(o VOcQ
x«9' óueAmv Qoi Qsiv, ozxéüci&cv "Hoov Ev và zoóvo
tov "Tóoíov dGpgocxoz«s»iov. | 25
3 Exstat apud Pappum in Theonis in Ptolem. magn. constr.
comment. V, 261 (ed. Basil. 1538). Cf. supra p. 456 12 pro
jv exspectes érégav vel rıva 13 4uéo«g ed. Bas., correxi
18 roöro delevi nisi f. v. 18 roöro (ro) vOc legenda et v. 17
T0 ... Anp®tv ut glossema delenda sunt 19 2ysı ed. Bas.,
correxi
5
10
20
NACHTRAG.
ÜBER WASSERUHREN.
FRAGMENT. 1)
Die älteren unter den Mathematikern konstruierten
ein Gefüfs, welches (die Flüssigkeit) in gleichmäfsigem
Ausflusse durch ein kleines Loch am Boden fliefsen liefs
und den Zuflufs von irgend welchem fliefsenden Gewüsser
erhielt. Sie liefsen an dem Äquinoktialtage zugleich mit
dem ersten Strahle der aufgehenden Sonne das Wasser in
ein verschlossenes Gefüfs laufen, bis zum ersten Augen-
blicke, in welchem der ganze Sonnenkörper sich über den
Horizont erhebt, und indem sie das ausgestrümte Wasser
verwahrten, liefsen sie (schon vom ersten Sonnenstrahle an)
einen (Bas. Ausg.: “den’) Strom in ein anderes Gefäls laufen
bis zum Beginne des am folgenden Tage stattfindenden
Sonnenaufgangs, maísen das ganze in die beiden Gefälse
geflossene Wasser und untersuchten, wievielmal das letztere
mehr sei als das wührend des Sonnenaufgangs erhaltene
Wasser. Und sie erklärten, in dem Verhältnisse, welches
das wührend des Sonnenaufgangs erhaltene Wasser zu dem
ganzen Wasserausflufs habe, stehe ... die Zeit des ganzen
Sonnenaufgangs zu der Zeit vom Beginne des Sonnen-
aufgangs (am ersten Tage) bis zum Anfang des Sonnen-
aufgangs am folgenden Tage.
Wie es möglich ist, dafs das im Gefüfse befindliche
Wasser gleichmäfsig ausfliefst, hat Heron im ersten Buche
der Wasseruhren gezeigt.
1) Überliefert von Pappus (um 300 n. Chr), anscheinend
nur dem Inhalte, nicht dem Wortlaute nach.
TIN SET IO UN
A. HERONS DRUCKWERKE.
BUCH I.
Einleitung (Theorie des Vakuum). . . . . . . 2...
, Der gebogene Heber |... X. CER
. Die Wirkung des Hebers begründet . . . . ..
. Der Kapselheber |. ; (720512. ORE
. Gleichmäfsiger Ausflufs aus einem Heber . . . .
. Teils gleichmälsiger teils ungleichmälsiger Ausflufs
aus emem Heber .. ,—, SW.
. Das Smerisma (Vorrichtung, um ohne Ansaugen
den Heber zum Ausflufs zu bringen) . . ....
. Der Stechheber (Sieb des Aristoteles). . . . . .
. Der Doppelstechheber ;.;. ; IO MIL
. Die ’Zauberkanne ..n. . .2.2% SERT
. Der Springbrunnen (Heronsball) . .. .....
"Das Klappenyentil-! 9. LH Ay DES o IE
. Das Opfer (Druck erwärmter Luft) . . . ....
. Der Tantalusbecher . ..; 4. . XN
. Die Krüge der Eintracht (Hebervorrichtungen). .
. Ein pfeifender Mönch (Wasserdruck) . . . . ..
. Vogelgezwitscher und Eule(Wasserdruck und Heber)
. Die Tempeltrompete (Wasserdruck) . . . . . . .
. Das Zaubertrinkhorn (Luftdruck) . . . . . . . .
. Ein intermittierender Brunnen . . . . 2.2...
. Intermittierender Ausufs . ... „ 2 TN
XXIII.
XXIV.
XXV.
XXVI.
XXVII.
XXVIII.
XXIX.
XXX.
XXXI.
XXXII.
XXXIII.
XXXIV.
XXXV.
XXXVI.
XXXVII.
XXXVIII.
XXXIX.
XL.
XLI
XLII.
XL.
INHALT.
Verwendung des Wasser- und Luftdruckes, um
Wein zum Ausfluls zu bringen .......
Ausflufs einer Mischung von Wein und Wasser
in bestimmtem Verhältnisse (Wasser- und Luft-
EL SU elfe. EHE PL evi
Nachfüllung eines Weinbehálters in bestimmtem
Verhültnisse zu abgelassenem Wasser (Heber).
Variation der vorigen Einrichtung. . . . . -
Bine dritte: Vanalion? s ove over cedat oon 009
ihoPeuersepriize, 4 «112 104! 94 M AUR re
Der trinkende Adler (Heber, Luftdruck) . . .
Der trinkende Bock (Heber, Luftdruck)
Der trinkende Hirsch (Heber) . . . . . . ..
Das ägyptische Weihbecken. . . . . . . .-
Ein Weinautomat für verschiedene Weinsorten
Die sich selbst regulierende Lampe . . . ..
Regulierung des Ausflusses durch em Luftloch
Der unterbrochene Einguís (Kapselheber). . .
Yun Herönsbrunnen Wu a sat oem eure
Automatische Tempelthüren (Druck erwürmter
Dabo iu i4 ee DEL CL MM
Variation der vorigen Einrichtung. . . . ..
Wechselnder Ausflufs (Kapselheber) . . . ..
Herkules und die Schlange (Wasserdruck) . .
BeXWasserorgel za he so Ie xx Teils
Eon melee. OBL ens ee
BUCH 1I.
EID Malskanne c en ATI. ier e iter (Na
Muneeronsbalb EN ME PW Ao alle ves
. Der Opfertanz (Druck erwürmter Luft). . . .
. Der unterbrochene Gesang (Wasserdruck)
. Variation der vorigen Einrichtung. . . . . .
. Der springende Ball (Dampfkraft) . . . . . .
. Figürliche Darstellung des Weltalls . . . . .
NOn Thermoskop zoe Maule Se Nen IST
. Der pfeifende Thyrsus (Wasserdruck)
509
Seite
510
XXI.
XXII.
XXIII.
XXIV.
XXV.
XXVI.
XXVII.
XXVIII.
XXIX.
XXX.
XXXI.
XXXII.
XXXIII.
XXXIV.
XXXV.
XXXVI.
XXXVII.
IIT.
INHALT.
Seite
. Die tónende Trompete (Wasserdruck). . . . . 227
.Der Aolsball , (17. ; D'UN NN 231
—Der unterbrochene Ausflufs i. 20 DI 238
. Der unterbrochene Heber |. j|" TEN 235
. Der saugende Glascylinder (Luftdruck) . . . . 289
. Ein Heronsball.. .$., . ; 50; ARTT 243
Intermittierender Ausflufs . . .. ...... 247
. Der kalte Schröpfkopf (Luftdruck) . . . . . . 251
. Der RKiterzeher... . STRE 253
. Wechselnder Ausflufs (Kapselheber) . . ... 257
. Ein Zauberkrug (wechselnder Ausflufs von Wein,
Wasser und beiden gemischt) . . ...... 261
Die Libation (Druck erwärmter Luft). . . . . 263
Ein Heronsbrunnen ] ,'; . 097 |. SEE 265
Ein Heronsbal | . ;? Tape, PN 271
Nachfüllung einer Lampe (Wasserdruck) . . . 271
Unterbrechung des Ausflusses (Luftdruck). . . 277
Die pfeifende Flasche (Wasserdruck) . . . . . 281
Ein intermittierender Brunnen . . . . . . . . 288
Ein Zaubertrinkhorn (Luftdruck) . . . . . .. 289
Wechselnder Ausflufs (unterbrochener Heber) . 291
Ein Weinautomat durch ein Gewicht geregelt . 293
Ein Weinautomat durch einen Schwimmer ge-
regelt | .-2*. TEE FLUR EM 297
Der pfeifende und sich drehende Mónch (Wasser-
druck und Zahnräder). . . .. "OA 299
Der Wasserautomat durch ein Gewicht geregelt 303
Das Milliarium (Badeofen) . . ... . vs... 305
Dasselbe mit besonderen Vorrichtungen. . . . 317
Das geschnittene und automatisch trinkendeRind 323
Der trinkende Bock... 21 dr... EMO 331
B. HERONS AUTOMATENTHEATER.
. Die Arten der Automatentheater . . . . . . . 339
. Bodenbeschaffenheit und Material . . . ... 343
Aufsere Einrichtung des fahrenden Automaten. 353
IV.
VIII.
INHALT. 511
Seite
Decenmunuhbrungen s irn ha II veu 355
ED Bewerungssrten. . . $4 MOON I ur. 355
Das Vorrücken auf einer geraden Linie. ... . 357
. Die Rückfahrt des Automaten auf einer geraden
RE A nen e. 359
Breeieresstanriit, ne: RR ITLRET 363
Mathematische Begründung derselben . . . . 365
. Die Fahrt auf einem Rechteck. . . . . —.. 367
. Das abwechselnde Heben und Senken der Räder-
DISTR a cse EL ei Ba 369
2 Kömplziertere Fahrten . . 4X 0.14 S4 313
BERE Allarfeder- N S 381
ELIePHAeehüsspende" 20; ns VON SM ves 383
. Cymbelnschall und Trommelklang . . .... 391
EbDoErIiDenne dersBlaster, 24. . une. 391
Zlsnzodes Baecháànünnen. 2.0 0.7. UA 393
EnbmmPune der Schnüre, |... 105 ls 395
REN Arne HR KA a NEE 399
. Die Hin- und Rückfahrt in besonderer Aus-
N N mL ta. e se 401
. Einleitung zu den stehenden Automaten (Ver-
hältnis zu Philo. Dessen Athene. Donner-
LEES ADSL ITO EEUU HUE et uU iy 405
. Bühneneinrichtung im allgemeinen . . . . . 411
. Antikes Schaustück in 3, Nauplius in 5 Scenen 413
. Das Spielhaus, dessen Öffnen und Schliefsen . 417
ORCI SER EA Fu LIT NRI ROUTARD Pu UE 493
EEE a IRANIAN MT EAT PERL 427
Te ER WERL JUS ee 431
mne Hortasbzung 0, 0 a nk. 439
EEE I A NE OL N ee de 443
DE s a Le 447
vdxusetWisd ity ey cc RN UM M SH EI
HERONS WASSERUHREN. FRAGMENT 457
512
1. Vitruvs Äolipile
2. Die hydraulischen Maschinen des Ktesibios
3. Die Spritze des Ktesibios
4. Vitruvs Wasserorgel
INHALT.
D. PHILONS DRUCKWERKE.
Einleitung , .'.. 2. 0 Me ss
. Die Luft ein Körper
. Vakuum und Emporsteigen des Wassers . . .
. Künstlicher Auftrieb des Wassers
..Die. Theorie des Hebers. . „ 2E
. Ein Thermoskop
. Die Saugkerze
. Der gebogene Heber
. Der Kapselheber
. Das Sieb des Aristoteles (Stechheber)
. Intermittierende Brunnen
. Mehrfacher Stechheber
€ s o -9 "we. $ |. Wat la WE NN
"^w -—e "e 3$. "- Jam Mv PE
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. . .
eo. 07.8507 we IS EEE
. —, e 9008 Ww jo "e lw "INC
415
481
483—487
"P $459
F. ÜBER WASSERUHREN. FRAGMENT.
(NACHTRAG)
8. "4 Ex] USD BONEE
Berichtigungen.
Z. 5 v. u. lies 4 statt 5.
, 18 lies otv! statt oör’.
, 16 lies “Eingiefsens’ statt “Mischens’.
neben Z. 14 lies 154 für 54.
Z.15 yi, xoi für yj) xoà.
letzte Z. v. u. Kap. 10 statt 9.
7.5 Anm. füge ‘zooonenoAAnuevov Par. 2512" ein.
„ 14 Anm. tilge *£yove« om. T".
„10 viell. dvanırvadmoeraı.
„25 lies öwovolag statt öwowwoies.
Anm. lies Kap. 12 statt 11.
7.10 und 8.107 Z.9 lies © statt E. S. Einl S. XXXH.
, 14 Anm. tilge *spurium ... [d8]”.
„13 lies Es ist... zu bohren’ statt “Praktischer u.s. w.”.
tilge Anm. 2.
fehlt in der Figur der Buchstabe f| unterhalb des Hahns
mit dem Delphin.
neben Z. 8 lies 181 für 118. ei
Z. 19 xsvo9sicns von Pseudo-Heron ohne Überlegung ge-
ändert.
Z.21—22 lies: “Durch die in der Mitte liegende Scheide-
wand? statt “Mitten durch d. S.*.
Anm. 3 lies *Suppl. 8. 64^ statt “die ... $ 4.
Fig. Nach 142,3—4. 14 soll der junge Pan (von dem
Tiere?) abgewandt sein, wenn gv den Zuflufs auffángt.
Nun trinkt das Tier nur, wenn der Zuflufs unterbrochen
ist. Denn der Luftdruck wirkt nur auf die Flüssigkeit
im Becher, wenn in der unteren Kammer durch den
Abflufs ein luftverdünnter Raum entsteht, was bei der
den Abflufs überwiegenden Quantität des Zuflusses ohne
Unterbrechung des letzteren unmöglich ist. Es wäre
also, wenn der junge Pan selbst tránken soll, 142,3
émioroogévrog und 142, 14 Emiorgepouev zu schreiben
(vgl. 140, 8. Will man nicht ändern, muís man an-
nehmen, dafs nicht der Paniskos, sondern ein Hirt o. dgl.
das Tier tränkt, und die Figur wäre dementsprechend
zu ändern.
*
Heronis op. vol. I. ed. Schmidt. 33
514 BERICHTIGUNGEN.
8.146 Z. 4—5 tilge die Anm. $S. Einl. S. XXXIV.
190 ,, 20 schreib (ó$zào mv Qccw).
292 „5 Anm. füge ein: “ovvrerenraı spurium. exspectem
e. g. ovvjornrau.
222 7.16 füge f. vor óà in der Anm. ein.
11 Anm. lies 'ro? (post N)”.
2 Anm. tilge «5... &zeoveyvocoto».
269 tilge Anm. 1.
298 Z.2 Anm. füge '0i: oóv B’ ein.
509221, 18 lies,zo.für zo.
, 926 ,, 22 lies I'4 statt I'4.
, 968 , 19 Anm. tilge *om..Leid. ... 2431'. S. Suppl. S. 114 f.
„436 , 7 Anm. lies fol. 46 statt p. 46.
, 446 , 15 Anm. füge ein: 'nisi rzàóv vn@» del. sunt/.
456 , 7 lies £&og Eori.
„
459 Anm. 2 Z. 5 lies Codex 954 statt 966.
464 7.1 Anm. lies “coniungendam’.
„495 „ 14 lies welchen’ statt “welcher’.
)3
|
Wissenschaftliche Ausgaben
griechischer und lateinischer Schriftsteller
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—
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Batrachomachia, die Homerische, des Karers Pigres nebst Scholien
und Paraphrase, hrsg. von A. Lud wich. n. f. 20.—
Caesaris, C. Juli belli civilis libri III. Rec. A. Holder. n. M4.10.—
Euripidis Fabulae edd, R. Prinz et N. Wecklein.
Vol.I. P.IV: Electra. n./£2.— | Vol.II. P. IT: Supplices. n. f, 2.—
IV: Ion |f 2.80. » IL.,III: Bacchae. n. M.2.—
„I. „ VI: Helena. n.4.3.— | ,, IL. ,, IV: Heraclidae. n.#.2.—
I. „VII: Cyclops.n.//41.40.| „ IL,, V: Hercules. n. #.2.40.
„II. „I: Iphig.Taur. n./£2.40.
Q. Horati Flacei opera. Rec. O. Keller et A. Holder. Vol I.
Carminum libri IV, Epodon liber, Carmen saeculare, Iterum
rec. O. Keller. n. f 12.—
[Lueas.] Acta Apostolorum s. L. ad Theophilum lib. alter. Sec.
formam quae vid. Romanam rec. Fr. Blass. n. M. 2.—
[——] Evangelium see. Lueam s. L. ad Theoph. lib. prior. Sec.
formam quae vid. Romanam rec. Fr. Blass. n. M 4.— |
Pindari carmina prolegg. et comm. instr. ed. W. Christ. n. Jf. 14.—
Platonis Sophista ed. O. Apelt. nmn. M. 5.60. |
Statius" Silvae, herausg. u. erkl. v. Fr. Vollmer. n. M. 16.—
Theophrasts Charaktere, hrsg., übers. u. erkl. v. d. Philol. Gesellsch.
zu Leipzig. n. M. 6.—
Thueydidis Historiae rec. C. Hude. Tom. I. n. M. 10.—
Vergili Maronis, P., opera iterum rec. O. Ribbeck. 4 voll. gr. 8.
Vol. I. Buc. et Georg. n. /(. 5.— | Vol. III. Aen. VII—XII. n. #.7.20.
— II. Aen. I—VI. n. /(. 1.20. — IV. App. Verg. n. M. 3.—
Unter derPresse und in Vorbereitung befinden sich:
Didasealiae Apostolorum Lat. redd. fragm. Veron. ed. E. Hauler.
Fabulae Aesopicae edd. Knóll et Hausrath.
Itineraria Romana edd. O. Cuntz et W.Kubitschek.
———
Bibliotheca Scriptorum
Graecorum et Romanorum Teubneriana.
Neue Erscheinungen.
Anthologia Latina edd. Buecheler et Riese. P. II: Carm. epigr.
conl. F. Buecheler. F.II. n. f 5.90.
—— lyriea ed. Th. Bergk. Ed. IV cur. E. Hiller(-O. Crusius).
Kt. 3.—
Apulei Metamorphoseon ll. XI ed. v. d. Vliet. n. Jf 3.—
Aristotelis zoAızela AInvalov ed. Blass, Ed. III. J£ 1.80.
ars rhetorica. Iterum ed. Roemer Jf 3.60.
Augustini, S. Aureli, confessionum 1l. XIII rec. P. Knoll. # 2.70.
Babrii fabulae rec. O. Crusius. Acc. fab. dact. et iamb. rell.
Ignatii al. tetrast. rec. C. F. Müller. Ed. mai. nm. M. 8.40.
—— — —— Ed. min. n. Jf 4.—
Bacchylidis carmina ed. F. Blass. n. /// 2.40.
Caesaris commentarii rec. B. Kübler. Vol.III. 1. B. Alex. B. Afr.
Ed. mai. Jf. 1.— Ed. min. Jf —.60. Vol. III. 2. B. Hisp.
Fragmenta. Indices. #M. 1.50.
Cieeronis opera ed. C. F. W. Mueller. Pars III. Epistulae.
Vol.I. M.3.60. (— Nr.19—22 à M.—.90, Nr. 23 M.—.60.)
—— Vol. II. 4 4.20. (— Nr. 24 WM. —.60, Nr. 25—27
& M.1.—, Nr. 28 M. —.60.)
Firmieus Maternus edd. W. Krollet F.Skutsch. Fasc. I. n. //4.—
Fulgentii, Fabii Planciadis, opera rec. R. Helm. nm. f 4.—
Galeni de victu attenuante liber. Primum graece ed. C. Kalb-
fleisch. n. M. 1.40.
Gemini elementa astronomiae rec. Manitius. n. Jf 8.—
Herondae Mimiambi. Accedunt Phoenicis Coronistae, Mattii mimi-
amborum fragm. Ed. O. Crusius. Ed. III minor. M. 2.40.
Heronis Alexandrini opera. Vol. I Pneumatica. Automata ed.
W.Schmidt. [U. d. Pr]
Iurisprudentiae antehadrianae quae supersunt ed. Bremer. P.I.
n. ff. 5.— P. II, 1. n. A 8.— i
Laetantius Placidus: s. Statius. Vol. III.
Lydi, Laurentii, 1. de ostentis et Calendaria Graeca omnia ed. C.
Wachsmuth. Ed. II. n. Jf. 6.—
—— de mensibus liber ed. R. Wünsch. nm. f£ 5.20.
Musici seriptores Graeci rec. C. Janus. nmn. M. 9.—
Mythographi Graeci. Vol. II. Fasc. I. Pseudo-Eratosthenis
Catasterismi rec. A. Olivieri. n. f 1.920.
Palladii, Rutilii Tauri Aemiliani, opus agriculturae rec. J. C.
Schmitt. n. M. 5.20.
Patrum Nicaenorum nomina graece, latine, syriace, coptice,
arabice, armeniace edd. H. Gelzer, H. Hilgenfeld,
O. Cuntz. n. N.6.—
Philoponi de opificio mundi 1l. VII rec. W. Reichardt. n. J/( 4.—
Pindari carmina rec. W. Christ. Ed. IL f 1.80.
Plini nat. hist. ed. C. Mayhoff. Voll IV. V. je n. W 6.—
Plutarchi Moralia rec. G. N. Bernardakis. Vol. VIL n. #4—
Ptolemaei, Cl, opera. Vol.I. Syntaxis ed. Heiberg. m. M.8.—
Senecae, L. Annaei. opera quae supersunt, Vol. III. L. A. S. ad
Lucilium epistul. moral. quae supers. ed. O. Hense. n.//45.60.
Statius, P. Papinius. Vol. III. Lactantii Placidi commentarios
rec. R. Jahnke. n. Jf. 8.—
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